Die Schwächeren

Da die letzten beiden Wochen draftmäßig alles eitel Sonnenschein war, dürfen heute einmal die schwachen Decks im Vordergrund stehen. Tatsächlich lernt man ja angeblich aus Fehlern und Niederlagen mehr als aus Siegen. Die nächsten Drafts sollten zeigen, ob das seine Richtigkeit besitzt.

Den Anfang bildet das Deck des gestrigen Samstags; da ging es nämlich ganz fürchterlich in die Hose. Dabei hat der Draft so schön mit Legion’s Initiative angefangen. Oder eben nicht, denn im Nachhinein ist die Karte wohl doch ganz schöner Mist im Draft. Den größten Nutzen ziehen Boros-Kreaturen aus ihr, alle anderen müssen mindestens eine der beiden Farben in den Kosten aufweisen, wollen sie einen Pumpeffekt mitnehmen. Kreaturen außerhalb von Rot oder Weiß können maximal einmal vor Removal beschützt oder vor dem Kampf geflickert werden. Somit kann man den Draft sicher besser eröffnen. Allerdings gab der Booster nicht viel mehr her. Feral Animist, Goblin Test Pilot oder Maze Glider möchte ich nicht first picken.
Weiter ging es dann mit der Enscheidung zwischen Putrefy, Sin Collector, Tithe Drinker und Deputy of Acquittals. Letztendlich schwankte ich zwischen Tithe Drinker und dem starken Putrefy. Der Trinker hätte den Vorteil gehabt, dass er eine der beiden Farben der Initiative besitzt. Dennoch muss man eben manchmal seine ersten Picks verwerfen und ich griff beherzt zum Putrefy. Removal ist schließlich Removal.
Nach dieser Entscheidung nahm ich dann Drown in Filth, zwei Trostani’s Summoner, Armored Wolf-Rider, Fatal Fumes und einen späten Scab-Clan Giant. Von Rot wurde ich gänzlich abgeschnitten, Golgari schien zunächst offen zu sein, später waren es dann die Selesnya Karten, die bei mir landeten. An Gates sah ich ab dem dritten Booster kein einziges mehr.

Im zweiten Booster öffnete ich eine Aurelia, the Warleader und ärgerte mich ein wenig über den Draftverlauf. Initiative und Aurelia hätten toll zusammengepasst. So nahm ich die Dame raus, weil auf Orzhov-Seite keine einzige Karte im Booster war und den Slate Street Ruffian würde ich wohl um den Tisch wandern lassen können.
Im Folgenden sah ich eine Menge an Boros-Karten: Truefire Paladin, Wojek Halberdiers, Massive Raid, Mugging und Martial Glory in beinahe aufeinander folgenden Boostern. Ich habe mich jeweils für die schwarz-weiße bzw grüne Karte entschieden und so unter anderem One Thosand Lashes oder besagten Ruffian abbekommen.

An dieser Stelle meine Frage: Hättet Ihr hier einfach gewechselt und Rot mit an Bord genommen? Stattdessen hätte Schwarz verschwinden müssen und man hätte zum Beispiel den Scab-Clan Giant aus Booster eins wieder im Deck gehabt. Ich dachte mir, dass ein Booster eben nicht ausreicht, um ein Deck zu bauen; sicherlich werde ich aber irgendwann einmal umfallen und dann im zweiten Booster ein Deck in diese Richtung umbauen.

Im dritten Booster hätten nun die tollen Selesnya- und Golgari-Karten kommen sollen. Weit gefehlt! Da mein rechter Nachbar ebenfalls Grün und Schwarz spielte, nahm er mir diese Karten weg, lediglich die Selesnya-Karten kamen bei mir in vollem Umfang an. So bekam ich zwar immerhin ein Trostani’s Judgement oder einen Centaur Healer, aber Pack Rats oder Lotleth Troll blieben vor mir hängen.

Insgesamt sah das Deck furchtbar aus, weil auch die 2-Drops ausblieben.

2 Dutiful Thrull
Centaur’s Herald
Daggerdrome Imp
Basilica Guards
Hired Torturer
Centaur Healer
Sin Collector
Phantom General
Towering Indrik
Sluiceway Scorpion
Armored Wolf-Rider
2 Trostani’s Summoner

Smite
Executioner’s Swing
Security Blockade
Putrefy
Selesnya Cluestone
Martial Law
Fatal Fumes
One Thousand Lashes
Trostani’s Judgement

7 Plains
5 Swamp
5 Forest

Im Board wurde es nur noch schlimmer mit Riot Control, Shielded Passage, Swift Justice, Crypt Incursion, Dark Revenant, Slate Street Ruffian, Mending Touch, Seek the Horizon, Drown in Filth, Beckon Apparition, Ground Assault und Scab-Clan Giant. Ich wollte eigentlich so weit es ging auf Schwarz verzichten, daher saß der Ruffian zusammen mit dem Revenant auf der Bank. Rot ging leider trotz einiger weniger guter Karten relativ wenig. Und splashen war aufgrund mangelnder Gates ohnehin nicht drin.

Die Spiele gestalteten sich dem Deck entsprechend: Ein Match lang Screw mit zu wenig Ländern, im zweiten Match Screw mit den falschen Ländern. Anschließend holte sich das Deck verdientermaßen ein Bye ab und ich durfte zusehen wie man mit richtigen Decks spielt.

Die Frage, die mich hinterher am meisten beschäftigte, ist: Hätte ich doch wechseln müssen? Selesnya hatte ich ja gegen Ende des ersten Boosters noch gesehen, mit den ganzen Boros- und Gruulkarten des zweiten Boosters wäre da sicherlich kein schlechteres Deck herausgekommen. Zusätzlich hätte ich so gute Karten wie Aurelia oder den Giant integrieren können.

Das zweite Deck, das ich präsentieren möchte ist schon etwas älter, aber dennoch aus Dragon’s Maze – Gatecrash – Return to Ravnica: Hier startete ich mit Scion of Vitu-Ghazi über Ascended Lawmage. Ein Pick, den man gut ausdiskutieren könnte: Der Scion ist für sich genommen wohl die stärkere Karte, er ist zudem einfarbig. Allerdings benötigt er zwei weiße Quellen, was ein echtes Problem werden kann. Der Lawmage lässt sich sehr gut im Flieger-Archetyp unterbringen, auf den ich ja schon diverse Loblieder gesungen habe. Flugfähigkeit ist einfach nicht zu unterschätzen.
Ich ließ mich dann bereitwillig in die Orzhov-Farbkombination drücken: Ein viert-Pick Obzedat’s Aid, ein Tithe Drinker und ein Maw of the Obzedat fanden sich bei mir ein. Der vierte Pick ist umso höher zu bewerten, weil es nur sechs Spieler am Tisch gab.

Der zweite Booster war nicht ganz so schön befüllt wie der erste, ein Grisly Spectacle war das beste, was ich meinem Pack abringen konnte. In der Folge nahm ich die wenigen Extort-Kreaturen, die ich finden konnte und generell schwarze und weiße Karten. Im dritten Booster öffnete ich dann Armada Wurm – aus Mangel an Alternativen wurde der dicke Spoiler genommen. Wäre hier eine ordentliche schwarze oder weiße Karte gewesen, hätte ich sie darüber genommen. So konnte ich allerdings auch noch auf Golgari Guildgates oder Selesnya Guildgates achten. In der Folge nahm ich dann noch Karten wie Stab Wound oder Golgari Longlegs.

Das Deck gefiel mir um längen besser als das obige, birgt aber auch seine Tücken:

Thrull Parasite
Daring Skyjek
2 Gutter Skulk
Tithe Drinker
Basilica Guards
Court Street Denizen
Slate Street Ruffian
Syndicate Enforcer
Corpsejack Menace
Sluiceway Scorpion
Scion of Vitu-Ghazi
Maw of the Obzedat
Golgari Longlegs
Maze Sentinel
Armada Wurm

Golgari Charm
Stab Wound
Eyes in the Skies
Grisly Spectacle
Angelic Edict
Obzedat’s Aid

Golgari Guildgate
7 Plains
6 Swamp
3 Forest

Nämlich in Form von Grün. Hier hieß es für mich “Wurm oder nicht Wurm”. Ich habe die gierige Variante gewählt. Viele Alternativen hatte ich mit Crypt Incursion, Drainpipe Vermin, Maze Abomination, Shadow Slice, Shrieking Affliction, Terrus Wurm, Undercity Plague, 2 Battering Krasis, Mutant’s Prey, Debt to the Deathless, Paranoid Delusions, Risen Sanctuary, Warped Physique, Metropolis Sprite und Murmuring Phantasm ohnehin nicht.

Hier verlor ich in der zweiten Runde ein ziemlich eindeutiges Spiel, nachdem ich das erste knapp gewinnen konnte. In Runde drei ist mir vor allem in Erinnerung geblieben, dass ich mit schwarzem und weißem Mana ausgestattet war und Armada Wurm sowie Obzedat’s Aid in der Hand hielt. Mein Gegner spielte Mind Rot auf mich und in der nächsten Runde hatte ich zwei Würmer im Spiel liegen und dank Aufgabe des Gegners gewonnen. Sehr seltsam.

Beim zweiten Deck muss ich mich fragen: War der ‘Splash’ tatsächlich notwendig? Ich würde heute sagen, dass es zu riskant war; den Wurm bekam ich ganze zwei Mal auf den Tisch. Aber wie seht Ihr das? Gierig sein und den Wurm integrieren? Oder zweifarbig bleiben und dafür Terrus Wurm oder Maze Abomination rein?

Ich bin gespannt, wie Ihr die Decks gebaut hättet.

Bis nächste Woche

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Draftformat verstanden?

Von wegen! Von einer Aussage wie “Ich habe das Draftformat verstanden” bin ich wohl noch kilometerweit entfernt. Mit gerade einmal drei hinter mich gebrachten Drafts mit Dragon’s Maze ist dies wohl auch nicht gut möglich. Allerdings sind die eingefahrenen Ergebnisse eigentlich immer recht ordentlich. So wie am gestrigen Samstag zum Beispiel: Da immerhin 19 Drafter dabei waren, wurden drei Tische geöffnet. Ich nahm an einem 6-Spieler-Tisch Platz.

Dort angekommen hatte ich gleich die erste schwierige Entscheidung zu treffen: Species Gorger, Jelenn Sphinx, Haunter of Nightveil oder Zhur-Taa Ancient? Als erstes legte ich das Beast zhur Seite, taa ich es nicht sehr gelungen finde, zunächst den Gegner zu bevorteilen, der uns dann womöglich den großen Mann auch noch abstellt. Würde der Effekt nur für den Kontolleur gelten, wäre das Beast recht ordentlich, so wohl eher nicht. Dass meine Mitdrafter ähnlich dachten, sah ich dann daran, dass es tablete. Als nächstes schied bei mir der Gorger aus. Er ist nicht wirklich schlecht, braucht aber zwingend ein Deck um sich herum. Die anderen beiden nicht. Letztendlich habe ich mich für die Sphinx entschieden, weil sie offensiv und defensiv arbeiten kann und auch noch meine Mitangreifer unterstützt. Außerdem hatte sie mich schon letzte Woche tatkräftig unterstützt. Der Haunter ist sicherlich kein schlechter Mann und auch ihn hätte ich gerne genommen. Bei ihm gilt wohl: Je mehr davon, desto besser.
Im Anschluss dann mal ein leichter Pick: Far // Away über praktisch nichts in einem gähnend leeren Booster. Pilfered Plans wollte ich mit der Sphinx nun nicht direkt nehmen.
Auch danach keine große Auswahl: Noch ein Far // Away. ich dachte mir, dass die Karte eben auch nicht schlechter wird, wenn man mehrere davon spielt. Ich legte meinen Fokus nun auf blaue und schwarze Karten und hoffte, dass es der Haunter um den Tisch schaffen würde. Schaffte er nicht. Stattdessen kamen Gorger und Ancient wieder, ich nahm ein Rakdos Guildgate weg.
Warped Physique, Pilfered Plans, Maze Glider, Opal Lake Gatekeepers und Hired Torturer kamen noch bei mir an, um meine Farben zu untermauern.

Im zweiten Booster nahm ich ein Grisly Spectacle über ein One Thousand Lashes. Ich wusste mit einer weißen Karte nicht, ob ich überhaupt weiß unterstützen wollte. Also wurde es die einfarbig schwarze Karte. Und schlecht ist sie ja auch nicht.
Anschließend bekam ich Einiges in den Dimirfarben, was ja eine Gilde aus Gatecrash darstellt: Dimir Charm, Deathcult Rogue und Balustrade Spy sind die besseren Karten, die ich nehmen konnte. Anscheinend saß irgendwo zu meiner linken ein weiterer Dimirspieler. Oder aber die sechs Booster waren was Blau und Schwarz angeht einfach leer. Das ist wohl ziemlich schwer zu sagen.

Vor dem dritten Booster war ich immernoch blau-schwarz, weil in den anderen Farben ebenfalls nicht viel ging. Also nahm ich im dritten den Guardian of the Gateless und einen Lyev Skyknight. Anschließend wurden mir Stab Wound und ein Assassin’s Strike geschoben und ich konnte zum Deckbau übergehen. Dieser gestaltete sich gar nicht so einfach: Das Grundgerüst stand zwar, aber wollte ich eine Azorius Keyrune oder einen Orzhov Cluestone spielen? Mit einigen 5-Drops könnte man auch mal 18 Länder spielen. Spielt man Hired Torturer?

Im Endeffekt ist es dann Folgendes geworden:

Doorkeeper
Metropolis Sprite
Gutter Skulk
Tower Drake
Hired Torturer
Lyev Skyknight
Deathcult Rogue
Armored Transport
Opal Lake Gatekeepers
Runewing
Balustrade Spy
Guardian of the Gateless
Voidwielder
Horror of the Dim
Jelenn Sphinx
Maze Glider

Dimir Charm
Warped Physique
Stab Wound
Grisly Spectacle
2 Far // Away
Assassin’s Strike

Transguild Promenade
4 Plains
6 Island
6 Swamp

Der Torturer war drin, auch ein Armored Transport durfte mitspielen. Hauptsächlich waren Flieger und Mauern vertreten, dazu ein paar gute Removalsprüche. Ich war recht optimistisch für die Spiele.

Im Sideboard versteckten sich Aerial Maneuver, Basilica Guards, Eyes in the Skies, Maze Sentinel, Dispel, Spell Rupture, Voidwielder, Pilfered Plans, Azorius Keyrune, Glaring Spotlight, Izzet Cluestone, Orzhov Cluestone, Rakdos Guildgate. Das Guildgate schaffte es nicht, weil ich eines ohnehin nicht brauchen würde; die Gatekeeper würden einfach eine 2/4-Kreatur ohne Effekt bleiben. Den zweiten Voidwielder habe ich lange überlegt, mich dann aber für den Horror und gegen den ‘Wielder entschieden: Ich wollte etwas mit mehr Power im Deck haben, wenn es dann doch mal länger dauert. Das ist wohl der streitbarste Punkt. Keyrune und Cluestone waren mir zu klobig bzw nicht wichtig genug, schließlich hatte ich auch mit vier Mana genug zu tun. Sicher kann man das Deck aber auch komplett anders aufbauen.

Runde 1 gegen BG

Der Golgari-Spieler saß zu meiner Rechten und beschwerte sich bitterlich über meine Fliegerstaffel. Ein paar davon konnte er zwar mit Gaze of Granite abstellen, aber die großen Brocken blieben liegen. So konnte ich ziemlich ungefährdet den Sieg auf sicheren Flügeln nach Hause tragen. Richtig gut gefallen hat mir in diesem Match ein Far // Away. Ihm hat es dafür überhaupt nicht gefallen, da er ohnehin schon auf dem Board zurücklag.

Runde 2 gegen BWr

Er spielte Schwaz-Weiß-Aggro mit einem Splash für Madcap Skills und Warleader’s Helix. Außerdem hatte er drei Tithe Drinker im Deck, wie ich später sehen durfte. Im ersten Spiel fand ich zunächst keine Insel und er stellte mir meine Kreaturen ab. Da er aber nur eine Boros Elite auf dem Feld hatte, hielt sich der Beatdown in Grenzen. Die Elite bekam dann die Skills verpasst und durfte mich einmal angreifen bevor sie geopfert wurde. Anschließend legte er ein One Thousand Lashes auf meinen Torturer und schob mich so auf 7 Lebenspunkte, bevor ich meine eigne Kreatur mittels Dimir Charm entsorgte. Grauenhaft. Allerdings bekam ich langsam wieder Oberwasser, weil ein Runewing an seinen Lebenspunkten knabberte während eine Stab Wound das selbe machte und einen Phantom General in Schach hielt. Ein Seller of Songbirds brachte dann noch einmal Schwung in die Bude, aber ein zweites Far // Away und ein Grisly Spectacle sicherten den Sieg.
Im zweiten legte er Swamp – Mountain – Swamp – Swamp – Swamp – Mountain – Swamp, zog, sagte “Das kann doch nicht wahr sein”, betrachtete meine drei Flieger und schob zusammen. Er hatte auf weißes Mana gehofft, aber keines gefunden. Mulligan wäre wohl die richtige Entscheidung gewesen.

Runde 3 gegen 5Color-Gates

Der Spieler, der zu meiner Linken saß hatte gleich sieben Gates und drei Gatekeeper im Gepäck. Außerdem einen Species Gorger, Far // Away und den Haunter of Nightveil. Im ersten Spiel bedachten wir unsere Kreaturen mit jeder Menge Removal bis am Ende ein paar Flieger bei mir und ein Trestle Troll, ein Gatekeeper sowie eine Armory Guard bei ihm stehen blieben. Ein Doorkeeper konnte ein wenig millen, bevor er ihn zerschoss. Maze Abomination zusammen mit Haunter of Nightveil hauten mich dann in Stücke, weil ich einfach keine guten Blocks mehr fand.
Im zweiten Spiel hatte er früh den Troll, aber eine Warped Physique erledigte dieses Problem. Die Flieger machten dann trotz Saruli Gatekeeper das Spiel. Am Boden konnte ein Torturer die Gatekeeper abhalten, in der Luft kamen die Flieger ungebremst durch.
Im letzte Spiel fand er zwei Inseln und eine Ebene. Dann ließ er ein paar Landdrops aus, warf eine Karte ab, fand ein Guildgate und schob gegen multiple Flieger ein. Selbst der Troll wäre zu spät gekommen gegen meine starke Hand aus Grisly Spectacle, Far // Away und Stab Wound.

Ein im Endeffekt doch recht starkes Deck, das wohl auch gegen Decks von 8-Mann-Tischen mithalten könnte. Wobei es bei mir auch außerordentlich gut lief. Kein einziger Mulligan, die Länder kamen fast perfekt und das Removal war auch immer zur Stelle. Flieger sind enorm stark, weil es kaum Defensive dagegen gibt. Die paar Reacher sind einfach so selten, dass es gegen zwei Flieger schon schwer wird. Das ist so meine Erfahrung aus den ersten Drafts. Ansonsten werden die Deck langsamer, aber nicht unendlich langsam. Kontrolle kann man wieder ausüben, aber eine gute Clock sollte man schon auch haben. Stab Wound ist superstark, wor allem, wenn noch mehr Spieler Rakdos Drake unleashen. Doppelfarben sind unschön und oft nicht ganz einfach zu bezahlen.

Das wären meine Eindrücke bislang gewesen. Was haltet Ihr vom Format? Letzte Woche wurde geschrieben, dass es schwierig ist festzustellen, welche Farben man nun eigentlich nehmen sollte bzw was der Nachbar nimmt. Dem kann ich zustimmen, hatte aber mit den beiden Far // Away relativ deutliche Signale bekommen. Generell dürfte das aber eines der Hauptprobleme im ersten Booster sein: Was bin ich eigentlich?
Was haltet Ihr von meinem Deck? Hättet Ihr direkt zum Haunter gegriffen? Oder etwas ganz anderes genommen?

Bis nächste Woche

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Mein erster Draft mit Dragon’s Maze

Am Freitag wurde zum ersten Mal offiziell das neue Format gedraftet und zu diesem Anlass fanden sich sage und schreibe 36 Drafter im Nürnberger Funtainment ein. Somit wurden 3 8er- und 2 6er-Tische gebildet. Ich durfte an einem der größeren Tische spielen und lauschte wie alle anderen den Draftanweisungen des Judges. Außerdem erklärte ich einem Erstdrafter, wie der Draft funktioniert und dann ging es auch schon los.

Im ersten Booster gleich eine schwierige Entscheidung: Lavinia of the Tenth oder Ascended Lawmage? Ich würde auch heute noch (vielleicht ändert sich das) die Rare nehmen, weil der Effekt einfach absurd stark ist und “Schutz vor Rot” in einer bunten Umgebung meistens relevant wird. Mir war bei der Entscheidung durchaus bewusst, dass mein linker Nachbar mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit den Lawmage nehmen würde, sollte er nicht einen First Pick in komplett anderen Farben getätigt haben. Dass es der Flieger um den Tisch schaffen würde, daran dachte ich gar nicht erst.
Weiter ging es dann mit Nivix Cyclops über Putrefy. Ich finde den Defender im richtigen Deck ziemlich stark: Ebenso wie Fluxcharger steht er im Zug, in dem er ins Spiel kommt, im Weg und greift in der Runde darauf für viele Schadenspunkte an. Soetwas kann doch eigentlich nur gut sein. Außerdem konnte ich für ihn noch einige Spontanzauber oder Hexereien einsammeln.
Der dritte Pick war eine Warleader’s Helix aus einem ansonsten leeren Booster. Damit zementierte ich also quasi meine Dreifarbigkeit. Im Folgenden sind mir vor allem der Deputy of Acquittals, eine Jelenn Sphinx, ein Runner’s Bane und ein ziemlich später Maze Glider in positiver Erinnerung. Mit dem Deputy Lavinia vor einem Removal schützen und dann wieder ausspielen? Klingt gut. Außerdem konnte ich zwei Boros Guildgates ergattern.

Im zweiten Booster griff ich nach reichlicher Überlegung von etwa 0.03 Sekunden zu einem Boros Reckoner. Auch wenn er mit Blau als einer meiner Hauptfarben etwas schwieirger zum Ausspielen werden würde, er bleibt einfach eine unfaire Karte. Im Folgenden bekam ich einige gute Boroskarten: Wojek Halberdiers, Martial Glory und Ordruun Veteran fanden alle den Weg zu mir, sodass ich annahm, dass mein linker Nachbar nie und nimmer hinter der Boros-Gilde her war und Azorius mit etwas anderm kombinierte oder doch etwas ganz anderes spielte. Schließlich hatte ich ja auch ein Putrefy gepasst.

Im dritten Booster kamen dann gleich zwei meiner drei Gilden an die Reihe, Izzet und vor allem Azorius. Gerade aus der blau-weißen Richtung kam einiges angflogen: Lyev Skyknight und New Prahv Guildmage sind wohl die beiden Kandidaten, die am beeindruckendsten waren. Aber auch einen Azorius Arrester und einen Goblin Electromancer nahm ich aus Kurvengründen gerne; schließlich wollte ich schon auch früh mitspieln, damit Lavinias Effekt besser werden würde. Einen Faerie Impostor nahm ich dann auch gerne, damit ich notfalls lästige Verzauberungen loswerden könnte.

Insgesamt blickte ich dann auf Folgende 40 Karten:

Faerie Impostor
Azorius Arrester
Deputy of Acquittals
Goblin Electromancer
New Prahv Guildmage
Wojek Halberdiers
Izzet Staticaster
Lyev Skyknight
Nivix Cyclops
Boros Reckoner
Armory Guard
Opal Lake Gatekeepers
Cobblebrute
Hussar Patrol
Ordruun Veteran
Jelenn Sphinx
Lavinia of the Tenth
Maze Glider

Runner’s Bane
Martial Glory
Paralyzing Grasp
Warleader’s Helix
Angelic Edict

2 Boros Guildgate
Orzhov Guildgate
5 Plains
6 Island
3 Mountain

Auf die Ersatzbank mussten diese Mal: Eyes in the Skies, Guildscorn Ward, Rootborn Defenses, Shielded Passage, Sapphire Drake, Zanikev Locust, Ember Beast, Survey the Wreckage, Consuming Aberration, Give // Take, Azorius Cluestone und Boros Cluestone. Ich bin kein großer Fan der Cluestones, auch wenn sie später im Spiel eine Karte nachziehen und sich somit quasi ersetzen. Allerdings braucht es dafür die passende Farbe in anderer Form, denn die Steine tappen bei ihrem Effekt sich nicht selbst für Mana. Das Ember Beast war die wohl knappste Entscheidung: Entweder der Nivix Cyclops oder das Beast. Ich habe mich für den Zyklopen entschieden, hätte aber wohl eher auf das stumpfe Beast setzen sollen. Der Splash für Consuming Aberration war mir dann aber doch etwas zu gewagt, trotz meines einen Orzhov Guildgates.

Runde 1 gegen WBG

Er spielte ziemlich dreifarbig, hatte Varolz, the Scar-Striped geöffnet und mir das Putrefy schieben müssen. Im ersten Spiel nahm er früh einigen Schaden von einem Azorius Arrester. Anschließend konnten Lyev Skyknight und Arrester gemeinsam fröhlich auf ihn eintreten, obwohl zwei Armored Wolf-Rider bei ihm lagen: Einer war getappt, einer war detained. Ein Maze Glider machte den Sack dann zu, indem er mit Wojek Halberdiers angriff, während der Lyev Skyknight abgeschossen wurde.
Im zweiten behielt ich die schlechte Hand mit zwei langsamen 6-Drops (Ich hatte Sapphire Drake für Nivix Cyclops eingewechselt), fand dann aber so mittelmäßig ins Spiel. Der Drake konnte ihm etwas Leben klauen, dafür hatte er wieder beide Armored Wolf-Rider. Außerdem konnte er einen Thrashing Mossdog scavengen, was er vorerst nicht tat. Er hatte im entscheidenden Zug Sluiceway Scorpion und zwei Armored Wolf-Rider. Ich hatte einen getappten Sapphire Drake, einen Maze Glider, einen Ordruun Veteran und eine kleine Kreatur. Außerdem war ich auf drei Lebenspunkten, er auf 12. Er griff an. Dann griff er sich an den Kopf. Ich blockte mit dem Glider einen Rider, die kleine Kreatur blockte den anderen und der Skorpion schickte mich auf 1 Lebenspunkt. Im Gegenzug konnte er den fliegenden Veteranen, den Glider und den Drake nicht aufhalten und verlor. Hätte er mal besser scavange auf den Skorpion benutzt, dann hätte er vermutlich gewonnen.

Runde 2 gegen WUG

Schon wieder Selesnya, aber hier war Simic die Hauptgilde. Im ersten Spiel legte ich fulminant die Kurve aus Goblin und Skyknight und rannte ihn ziemlich schnell zu Boden. Dass er Mulligan nahm, anfing und viel Länder hatte, kam da noch erschwerend für ihn hinzu.
Das zweite Spiel war aber gleich viel interessanter: Er hat zwei Krasis Incubation auf jeweils einem Ordruun Veteran und einem New Prahv Guildmage liegen. Bei mir lag ansonsten nur eine Jelenn Sphinx. Bei ihm dafür nichts mehr. Er topdeckte Debtor’s Pulpit. Es schien also ein längerer Kampf zu werden, da zeigte sich bei mir der Reckoner. Fortan nagte also die Sphinx an ihm, während das Pulpit den Reckoner in Schach hielt. Ein Faerie Impostor konnte den Guildmage temporär aus seinem Gefängnis befreien und schlussendlich das Spiel im Verbund mit der Sphinx auf sicheren Flügeln nach hause tragen. Das hätte im Topdeckmodus auch anders ausgehen können.

Runde 3 gegen RG

Der einzig reine zweifarbige Spieler am Tisch war im ersten Spiel direkt manascrewed nach Mulligan on the play. Er legte im vierten Zug einen Skinbrand Goblin mit zwei Gebirgen im Spiel und rannte damit gegen meine Hussar Patrol. Die Armory Guard machte das Ganze nicht angenehmer, aber ein Cobblebrute mit vier Gebirgen in Runde sechs stand meinen dann doch etwas im Weg. Er verzichtete aber auf einen Block und ich legte Guildmage und Faerie Impostor nach. Die Cobblebrute griff an, ich ließ durch und er konnte mit seinem gefundenen Wald die Hussaren mittels Savage Surge ausschalten. Die Brute fing sich dann ein Edict, der letzte Blocker wurde im Zug darauf detained und das Spiel war vorbei.
Im zweiten war er gleich viel schneller und konnte mit Armed // Dangerous nicht nur mittels Cobblebrute 12 Schadenspunkte durchbringen, er konnte auch zwei meiner Kreaturen abstellen. Da ich aber auf vier Mana festsaß, gab es da nicht viel zu reißen. Lavinia musste auf der Hand warten und konnte nicht mehr eingreifen.
Im dritten Spiel war das Glück dann wieder auf meiner Seite. Dieses Mal kam Lavinia und detainte sein gesamtes Board. Bei diesem freien Angriff ging er auf so wenige Lebenspunkte, dass ich es mir sogar leisten konnte, Laviana mittels Guildmage in einen Thrashing Mossdog rennen zu lassen, anstatt mit mehreren Kreaturen vorbeizufliegen. Selbst Scavenge half ihm dann nicht mehr wieter.

Insgesamt war der Sieg wohl relativ glücklich, auch wenn das Deck doch ganz schön viel Power entfalten konnte. Im Nachhinein würde ich wohl veruchen etwas weniger dreifarbig zu spielen, das kann den Spielfluss schon ganz schön bremsen. Ich hatte das Glück, Guildgates zu haben, auch wenn es zu wenig für die Gatekeepers waren. Ein Boros Guildgate gefolgt von einer Insel war sehr oft der Schlüssel zu einem reibungslosen Start. Außerdem würde ich den Zyklopen nicht nocheinmal in diesem Deck spielen – ich habe ihn in jedem Match ausgeboardet. Ember Beast oder Rootborn Defenses sind wesentlich effektiver.

Nächste Woche werde ich weiterdraften und Euch erzählen, wie es mir so erging. Habt Ihr inzwischen Erahrungen sammeln können? Nehmt Ihr auch so häufig einfach die Rare aus dem Dragon’s Maze-Booster? Oder fahrt Ihr (schon) eine bestimmte Strategie? Würde mich freuen davon in den Kommentaren zu lesen.

Bis nächste Woche

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Prerelease im Labyrinth

Nun ist es also endlich soweit: Die ersten Karten aus dem Labyrinth des Drachen konnten am gestrigen Samstag gekauft und getestet werden. Ich war mit von der Partie und werde zunächst die Karten nach Farbe sortieren. Anschließend zeige ich Euch, welches Deck ich aus meinem Pool gebaut habe. Die Spiele selbst werden etwas kürzer gehalten. Die wichtige Info noch vor dem Start: Ich habe mich für Rakdos entschieden. Dazu habe ich zufällig die Dimir-Schleicher bekommen. Nicht das, was ich mir erhofft hatte, aber die Karten können ja vielleicht doch was.

Weiß
Die Spiegelungen erwecken
Den Aufruhr beenden
Kirchturm-Roc
Labyrinth-Wächter
Torwächter der Sonnenspitzen

Nichts Berauschendes, soweit ich es sehen kann. Dank meiner beiden Gilden beschränken sich diese Karten ausschließlich auf die vier neuen Booster und dort sind einfarbige Karten nicht so häufig vertreten. Der Torwächter ist sicherlich ein guter Mann, aber im Dimir/Rakdos? Vielleicht mit vielen Gates zum Splashen? Der Kirchturm-Roc kann die Luft dominieren, kostet allerdings fünf Mana und ist recht fragil. Diese Karten haben mich nicht unbedingt vom Hocker gehauen.

Blau
Fesselnde Hände
Himmelsspiele
2 Labyrinth-Gleiter
Raunendes Traumwesen
Seelenlesender Sceada
Torwächter des Opalsees
2 Verborgene Fäden
Verhängnis des Läufers
Verstandesstarre
Wesensänderung

Hier sehe ich hauptsächlich die beiden teuren Labyrinth-Gleiter und den Torwächter des Opalsees. Da bin ich doch etwas von der Qualität enttäuscht, da ja immerhin ein Gildenbooster in der Farbe dabei war. Die Rare ist maximal eine Sideboard-Karte.

Schwarz
Abflussrohr-Ungeziefer
Balustradenspion
Dolchkampfbahn-Bold
Gedungener Folterknecht
Hehler aus der Unheilsgasse
Herannahen des Todes
Leichenblockade
Mitternächtliche Erholung
Perverse Freude
Rakdos-Sceada
Schattenschnitz
Seelendämpfe
Stichwunde
Tavernen-Hasardeurin
Tödliche Dämpfe

Stichwunde, Tödliche Dämpfe und Herannahen des Todes sind solides Removal, der Balustradenspion, der Rakdos-Sceada und der Dolchkampfbahn-Bold nette Flieger. Schwarz ist allerdings auch die Farbe, die zwei Gildenbooster abbekommen hat, sodass es vermutlich ein unspielbarer Pool gewesen wäre, wenn auch hier nichts dringewesen wäre.

Rot
Blutpfad-Riese
Blutspritzender Bandit
Den Feind bestrafen
Den Weg freimachen
Explosiver Aufprall
Geröllstreifen-Maaka
Kettentänzer vom Bluthaus
Torwächter des Schmelzenviertels
Verräterischer Instinkt
Waffenschub

Der Rakdos-Booster hat sich bewährt: Kettentänzer, Blutpfad-Riese und ein Bandit. Dazu den Explosiven Aufprall und aus dem neuen Set den Geröllstreifen-Maaka sowie der Waffenschub. Wie bei Schwarz wurde ich auch bei Rot nicht enttäuscht.

Grün
Heilende Berührung
Labyrinth-Behemoth
Mutantenbeute
Phyto-Austrieb
Verwüstender Moosrüde

Das selbe Problem wie bei Weiß auch hier bei Grün: Durch die Gildenbooster kamen hier nur Karten aus dem Labyrinth des Drachen, sodass die Anzahl überschaubar bleibt. Die Berührung braucht man nicht, die Mutantenbeute kommt für mein Deck nicht in Frage. Die drei anderen sind in Ordnung, aber eben auch nicht mehr.

Mehrfarbig
Abgeluchste Absichten
Artenverschlinger
Bersten der Leichenhalle
Bohrrausch
Brut von Rix Maadi
Den Frieden wiederherstellen
Gedankendieb
Gehölzkrabbler
Genieknall
Gigant aus dem Schorf-Clan
Glänzen der Schlacht
Helix der Kriegsführerin
Im Dreck ertrinken
Nivix-Zyklop
Rakdos-Rädelsführer
Schreitende Tote
Seelenfreikauf
Tajic, Schwert der Legion
Teysa, Gesandte der Geister
Verkrümmte Figur
2 Viashino-Erstkämpfer
Wilder Animist
Zehnttrinkerin
Zhur-Taa-Druide
Zur Jagd gezüchtet

Gleich eine ganze Reihe an guten Karten in diesem Block. Ins Auge stechen vor allem die beiden Legenden Teysa und Tajic. Beide haben eine Farbe in der Rakdos-Gilde und beide haben außerdem Weiß als weitere Farbe. Somit stand mein Plan eigentlich fest: Rakdos würde Weiß und eventuell auch Blau splashen. Auf den Seelenfreikauf wollte ich zu Beginn nämlich nicht unbedingt verzichten. Mit Weiß als Splashfarbe habe ich hier noch die Zehnttrinkerin, zwei Viashino-Erstkämpfer, einen Rakdos-Rädelsführer, die Helix der Kriegsführerin, das Glänzen der Schlacht, die Brut von Rix Maadi, den Bohrrausch sowie das Bersten der Leichenhalle zur Auswahl. Nimmt man Blau noch mit dazu ergeben sich gleich viel mehr Möglichkeiten: Man könnte beispielsweise den Gedankendieb integrieren oder die Verkrümmte Figur. Außerdem erhält man auch auf den meiner Meinung nach sehr starken Nivix-Zykopen Zugriff. Wie hättet Ihr Euch entschieden?

Split- und Hybrid-Karten
Abfall // Wiederverwertung
Profit // Verlust
Erzwungenes Geständnis
Schrecken aus der Krypta
Todeskult-Räuber

Leider funktioniert hier der Link bei den Split-Karten nicht, aber Profit // Verlust sollte wohl ohne Probleme gespielt werden. Die Hybrid-Karten liefern immerhin einen Todeskult-Räuber. Der Horror ist wohl immernoch nicht gut.

Artefakte und Länder
Boros-Rätselstein
2 Dimir-Rätselstein
Messerspitzenpeitsche
Orzhov-Rätselstein
Simic-Rätselstein
Boros-Gildeneingang
Dimir-Gildeneingang
2 Golgari-Gildeneingang
Izzet-Gildeneingang
Rakdos-Gildeneingang

Hier sind hauptsächlich Rätselsteine und Länder interessant. Der Blau-Splash wäre mit den Ländern durchaus drin, die Steine lassen durchaus auch Weiß integrieren.

Nun natürlich die Frage an Euch: Was hättet Ihr aus den Karten gemacht? Ich bin ehrlich und muss zugeben: So ganz richtig erscheint mir im Nachhinein meine Deckwahl nicht. Ich hätte wohl etwas gieriger sein müssen und mehrfarbiger spielen sollen. Hier aber nun erstmal das, was ich aus den Karten rausholen wollte.

Dolchkampfbahn-Bold
Hehler aus der Unheilsgasse
Tavernen-Hasardeurin
Kettentänzer vom Bluthaus
Rakdos-Sceada
Leichenblockade
Blutspritzender Bandit
2 Viashino-Erstkämpfer
Balustradenspion
Blutpfad-Riese
Geröllstreifen-Maaka
Tajic, Schwert der Legion
Kirchturm-Roc
Brut von Rix Maadi
Teysa, Gesandte der Geister

Herannahen des Todes
Waffenschub
Stichwunde
Bohrrausch
Tödliche Dämpfe
Helix der Kriegsführerin
Profit / Verlust
Explosiver Aufprall

Boros-Gildeneingang
Rakdos-Gildeneingang
5 Plains
5 Swamp
5 Mountain

Knapp war es für das Bersten der Leichenhalle, das Glänzen der Schlacht, die Zehnttrinkerin und Den Feind bestrafen. Das Bersten erschien mir etwas zu langsam und ich habe auch keine großen Kreaturen im Deck, für das es sich richtig lohnen würde. Klar kann ich damit mal eine Legende zurückholen, aber so richtig begeistern konnte mich die Karte beim Deckbau nicht. Das Glänzen halte ich für eine klassische Win-More-Karte: Greife ich mit Kreaturen an, lege ich lieber noch eine Kreatur nach. Die Zehnttrinkerin würde ich im zweiten Zug wohl nicht auf das Feld schicken können, aber in Runde XY ist sie dann eben zu langsam. Daher habe ich auf die einfarbigen Zweidrops vertraut. Für das Den Feind bestrafen schließlich sah ich mich nicht aggressiv genug; außerdem bekommt man damit die kritischen Kreaturen nicht in den Griff.

Die Spiele

Das ist relativ schnell erzählt. In Runde eins bin ich einmal etwas Flooded, kann aber Tajic aufs Feld legen. Leider hab ich mir eine Stichwunde auf den Hehler aus der Unheilsgasse eingefangen und die werde ich auch nicht los. Ein Gedungener Folterknecht gibt mir dann den Rest, weil ein Pflichtbewusster Thrull Tajic hinhalten kann. Im zweiten Spiel bin ich screwed und gehe recht schnell ein.

In Runde zwei stallen wir uns in wenig zu, weil eine Corpse Blockade meinerseits einen Blutpfad-Riesen seinerseits zu töten droht. Er legt Haltet das Tor mit drei Gates und kann mit jeweils einer 1- und 2-Stärke-Kreatur angreifen. Ich lege Teysa. Er ist noch auf 17 Lebenspunkten und findet in fünf Runden keine Lösung. Im zweiten Lege ich schnell drei Kreaturen, eine davon ist Tajic. Als er ausgetappt ist spiele ich Profit // Verlust, damit sein Pflichtbewusster Thrull das Spielfeld verlässt und er muss mit seinem Vizkopa-Gildenmagier blocken. Anschließend chumpblockt er noch ein bisschen und ist dann kaputt.

In Runde drei gewinnt Tajic schnell gegen seinen Screw. Anschließend verliere ich gegen mehrere grüne, viel zu große Kreaturen. Dank Scavenge kann ich selbige nur chumpen und dann einschieben. Im dritten Spiel spielen wir endlich richtig und Tajic zeigt mal wieder, warum er in meinem Deck ist. Selbst die grünen Kreaturen ziehen gegen ihn den Kürzeren.

In der letzten Runde verliere ich zunächst recht knapp, weil ich relativ viele Länder nachziehe. Außerdm sind 2/2-Kreaturen viel kleiner als 4/4-Elefanten und Kollegen. Auch hier findet mein Deck die Scavenge-Fähigkeit doof. Im zweiten Spiel spielt es dann gar nicht mit und zeigt mir den Stinkefinger mittels Color-Screw.

2-2 ist in Ordnung, eventuell hätte ich hier und da noch mehr Mulligans nehemen sollen. Pro Match war einer dabei; das war so gut wie immer der Fall, weil mindestens eine Farbe gefehlt hat.

Ich hoffe, Ihr hattet ein ebenso fröhliches Prerelease wie ich und ich bin gespannt, was Ihr aus meinem Pool baut. Nächste Woche wird dann endlich mit drei verschiedenen Sets gedraftet.

Bis nächste Woche

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Letzte Drafts mit Gatecrash

Da bereits übernächste Woche das neue Set, Labyrinth des Drachen, erscheint und es anlässlich dessen nächste Woche ein paar Prerelease-Veranstaltungen geben wird, möchte ich heute zum letzten Mal auf die dreifach Gatecrash-Drafts eingehen. Ich hatte mit dem Format eine Menge Spaß, obwohl ich relativ lange nicht auf die ungeheuer aggressiven Decks eingegangen bin und sie deshalb auch nicht gedraftet hatte. Ein paar Draftpicks hab ich heute auch noch zwischen den Decks versteckt, von denen ich auch heute noch nicht weiß, ob sie richtig waren.

Ein typisches Deck stellvertretend für meine anfänglichen Drafts sah in etwa so aus.

Der Anfänger:

2 Cloudfin Raptor
Frilled Oculus
Metropolis Sprite
Greenside Watcher
Shambleshark
Burning-Tree Emissary
Sage’s Row Denizen
Slaughterhorn
Drakewing Krasis
Deathcult Rogue
Crowned Ceratok
2 Ivy Lane Denizen
Scab-Clan Charger
Leyline Phantom
Rust Scarab
Prime Speaker Zegana

Agoraphobia
Clan Defiance
Simic Charm
Mystic Genesis
2 Stolen Identity

2 Gruul Guildgate
Simic Guildgate
9 Island
7 Forest

Es steht stellvertretend für alle Decks, die zu viele Spells mit 5+ Casting Cost aufweisen. Besonders die beiden Stolen Identity waren wohl ziemlicher Blödsinn. Folgerichtig kam das Deck auch nicht über ein 1-2 hinaus. Die Kreaturen bis CC 4 kann man so wohl immer wieder spielen und Zegana geht eventuell auch in Ordnung; ich finde sie nicht gut, weil ich zweimal mit ihr auf den Bauch gefallen bin und sie einfach nie überzeugend war. Aber das sind persönliche Erfahrungen, auf dem Papier sollte man sie wohl dennoch spielen.

Bei der Genesis geht es dann aber schon los: Fünf Mana offenhalten und nichts machen ist ungefähr so als würde ich dem halbwegs erfahrenen Gegner die Karte ins Gesicht halten und sagen, dass ich seinen nächsten Spruch neutralisieren werde. Noch dazu werde ich es mir nicht über merere Runden erlauben können, das Mana immer offen zu halten, sollte der Gegner einfach nichts spielen. Natürlich kann die Karte einen 6/6-Spielstein produzieren, aber das wird wohl in den wenigsten Fällen funktionieren. Die beiden Stolen Identity sind dann einach zu klobig und mangels multipler unblockbarer Kreaturen auch relativ schwach. Ein Deathcult Rogue genügt einfach nicht um beide zu unterstützen.

Für dieses Deck hatte ich aber eine interessante Entscheidung im ersten Pick des dritten Boosters zu treffen: Ich war mit Zegana gestartet und anschließend auch ziemlich ordentlich in Simic unterwegs. Ich hatte bereits eine Stolen Identity und eine Agoraphobia eingesammelt und öffne nun beide Karten noch einmal. Da sonst nichts Relevantes im Booster ist, entscheidet es sich zwischen diesen beiden Karten. Welche hättet Ihr genommen? Ich habe die Identity gepickt, würde den Pick heute aber genau anders herum machen. Die Begründung steht schon oben: Ich möchte doch eher schnell sein, als mehrere 6-Drops zu spielen. Zudem sind auch die Gegner meist eher auf Geschwindigkeit aus, sodass frühes Behindern nie schadet. Was meint Ihr?

Etwa ab der zweiten Hälfte der Triple-Gatecrash-Draftsaison wurden meine Decks deutlich aggressiver. Dadurch wurden sie auch schneller und konnten Gegner, die auf zu viele Farben setzten, durchaus für zu viele Farben bestrafen. Hier möchte ich das Deck vom letzten Freitag anführen, das die Geschwindigkeit recht gut zeigt.

Der Fortgeschrittene:

Boros Elite
Legion Loyalist
2 Daring Skyjek
Syndic of Tithes
Sunhome Guildmage
Truefire Paladin
Court Street Denizen
Frontline Medic
Skyknight Legionnaire
Armored Transport
Knight of Obligation
Scorchwalker
Firemane Avenger
Spark Trooper
2 Towering Thunderfist

Mugging
Boros Charm
Martial Glory
Act of Treason
2 Massive Raid
Homing Lightning

8 Plains
8 Mountain

Ich denke, dass man den Unterschied auf den ersten Blick erkennt, auch wenn die beiden Donnerfäuste eigentlich nicht reingehören sollten. Je ein weiterer 2- und 3-Drop würde das Deck wohl ziemlich fies machen. Dennoch sind annehmbar viele 1- bis 3-Drops vorhanden und ich spiele quasi immer den Aggressor. Mit Firemane Avenger, Frontline Medic und Legion Loyalist habe ich außerdem genug Spielereien für das späte Spiel, sodass ich auch dann keine schlechte Figur machen sollte.

Auch hier hatte ich zwei relativ knifflige Picks zu entscheiden: Ich begann den Draft mit Frontline Medic. Nun bekomme ich einen Booster mit Boros Charm und Wojek Halberdiers. Boros Charm ist der meiner Meinung nach beste und unfairste Trick, den das geneigte Boros-Deck auspacken kann, Wojek Halberdier ungefähr der beste 2-Drop für das entsprechende Deck. Kreaturen sind enorm wichtig, daher würde ich wohl inzwischen eher zum Hellebardier tendieren. Dennoch ist das Boros Charm vermutlich nicht komplett falsch. Was denkt Ihr?

Nur einen Pick später die nächste Entscheidung: Ich bin also offenichtlich mit Boros in der richtigen Gilde. Nun gilt es eine Entscheidung zwischen Syndic of Tithes und Martial Glory zu treffen. Hier habe ich mich nun dank Medic und Charm für den Syndic entschieden. Ich denke, dass dieser Pick auch mit Halberdier zu Gunsten der Kreatur ausgefallen wäre. Martial Glory ist ein sehr starker Combat-Trick, allerdings nützen mir solche ohne Kreaturen nichts. Da ich vorher den Charm genommen habe, wollte ich an dieser Stelle endlich einen ordentlichen 2-Drop.

Wie hättet Ihr Euch entschieden? Hättet Ihr immer die Kreatur genommen? Ich bin in dieser Sache noch unschlüssig.

Insgesamt kann ich mich an dieser Stelle nur noch einmal wiederholen: Ich hatte mit Gatecrash eine Menge Spaß. Ob das neue Format mit dem Labyrinth des Drachen ebenso schnell wird, bleibt abzuwarten. In zwei Wochen werden die ersten Tests in diese Richtung starten, dann nämlich ist das neue Format auch im FNM draftbar. Nächste Woche wird es ein paar Eindrücke vom Prerelease geben. Vielleicht sehe ich ja den ein oder anderen dort.

Bis nächste Woche

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Völlig verdraftet?

Ich drafte inzwischen auch schon eine ganze Weile, aber einen so merkwürdigen Draft wie am gestrigen Samstag habe ich auch noch nicht erlebt. Da sitzen wir also zu sechst um einen Tisch herum und reißen den ersten Booster auf. Ich habe Skarrg Guildmage, Zhur-Taa Swine, Gruul Charm und Cloudfin Raptor zur Auswahl und entscheide mich auf Grund des Powerlevels für den Gildenmagier. Vertretbar wäre auch der Raptor gewesen, weil er einfarbig ist und mich auch aus Gruul raushält, während mindestens drei Spieler eine gute Gruulkarte abbekommen. Ich drafte danach grüne und rote Karten und habe nach dem ersten Booster etwa folgende Karten in meinem Pool:

Legion Loyalist
Spire Tracer
Disciple of the Old Ways
Skarrg Guildmage
Rust Scarab
2 Zhur-Taa Swine
Burst of Strength
dazu:
Kingpin’s Pet
Death’s Approach
Guildscorn Ward
Riot Gear
Simic Guildgate

Eine Karte habe ich nicht mehr im Kopf. Insgesamt bin ich recht zufrieden, weiß aber mindestens einen anderen Gruul-Spieler am Tisch. Ich öffne einen recht starken Orzhov-Booster mit Alms Beast als Rare und nehme Crocanura, weil ich mich immernoch in Gruul sehe. Anschließend nehme ich zwei Disciples of the Old Ways und ein Ground Assault über sehr gute Orzhov-Karten wie One Thousand Lashes oder Grisly Spectacle. Als siebter Pick tablet dann das Beast. Da sich sonst keine spielbare rote oder grüne Karte mehr im Booster befindet, nehme ich es heraus und anschließend die Orzhov-Schiene wahr. So habe ich nach dem zweiten Booster 13 Gruul Karten und etwa ebenso viele aus der Orzhov-Gilde. Kein guter Ausgangspunkt. Im dritten Booster ist dann wirklich nur noch Orzhov-Material, aber ich habe dennoch Probleme, mein Deck voll zu bekommen. So sieht das fürchterlichste Deck, das ich wohl in den letzten Monaten gedraftet habe, wie folgt aus:

Dutiful Thrull
Shadow Alley Denizen
Thrull Parasite
Syndic of Tithes
Basilica Screecher
Gutter Skulk
High Priest of Penance
2 Kingpin’s Pet
Zarichi Tiger
Alms Beast
Millennial Gargoyle

Guildscorn Ward
2 Death’s Approach
Hands of Binding
2 Devour Flesh
Razortip Whip
Riot Gear
Psychic Strike
Holy Mantle
Midnight Recovery
Purge the Profane

6 Plains
3 Island
7 Swamp

Einfach schlimm. Ich hatte nicht einmal 23 Playables mit meinen Artefakten, sodass ich blaue Karten spielen musste. Da die Kurve bei vier endet, entschloss ich mich für nur 16 Länder, was bei Dreifarbigkeit wohl auch etwas suboptimal ist. Aber ich brauche ja auch nur vier Länder um mitspielen zu können. Im Sideboard verstecken sich ganz hinten: Scatter Arc, Paranoid Delusions, Legion Loyalist, Spire Tracer, Bomber Corps, 3 Disciple of the Old Ways, Skarrg Guildmage, Warmind Infantry, Rust Scarab, 2 Zhur Taa Swine, Burst of Strength und Ground Assault. Das gesamte Gruuldeck eben. Scatter Arc habe ich in Runde drei tatsächlich einmal einboarden können.

Runde 1

Mein linker Nachbar hat es ähnlich wie ich angestellt: Er ist im zweiten Booster in Orzhov gewechselt. Die Orzhov-Karten am Tisch sind also tatsächlich bis zu ihm zurückgetablet, weil nach dem ersten Booster niemand in der Orzhov-Gilde war. Da er als Boros-Spieler begann, spielt er ein lupenreines Borzhov-Deck, also sehr dreifarbig. Im ersten Spiel finde ich zu wenig Kreaturen, auch wenn es doch länger dauert, als ich befürchtet hatte. Im zweiten gewinne ich, weil ich viele Kreaturen mit abnötigen finde. Auch wenn ich es stellenweise nicht gut spiele, Hands of Binding auf einem Gutter Skulk mit Holy Mantle sind manchmal richtig stark. Außerdem konnte das Guildscorn Ward ein One Thousand Lashes abstellen. Im dritten legt er dann den guten Start hin, während meine Würste dabei zusehen, wie sie nach und nach geoutclassed werden.

Runde 2

Der reine Gruul-Spieler am Tisch hat eigentlich die erste Runde gewonnen. Und da mein Deck so supergut ist, werde ich eben hochgelost. Ich lege also Zwei- sowie Dreidrop und er legt im vierten Zug ein Bomber Corps. Im fünften macht er Madcap Skills und greift an. Ich ziehe Devour Flesh und er bekommt zwei Lebenspunkte. Außerdem hat er keine Kreatur mehr. Anschließend schlage ich etwas auf ihn ein, bis er Ripscale Predator legt. Da er schon unter zehn ist, ist ein Angriff sehr gewagt. Dennoch greift er an, weil er Adaptive Snapjaw nachlegen kann. Dieser will aber nicht mit Gutterskulk tauschen und so kann ich ihn auf eins hauen. Im Gegenzug falle ich von 13 auf eins. Doch dann ist er weg, weil der Screecher fliegt. Im zweiten Spiel hat er Rubblehulk und ich Guildscorn Ward. Damit kann er nicht gut angreifen und dank Whip, Screecher und diversen Extort-Triggern ist er irgendwann kaputt.

Runde 3

Ich werde wieder hochgelost gegen den einzigen Spieler mit zwei Siegen. Ich ahne Schlimmstes. Im ersten zeigt er mir nicht so ganz, was sein Deck kann, weil er keine Kreaturen auf dem Feld behält. Doppel Devor Flesh und ein Death’s Approach lassen ihm nichts zurück. Ich kann aber nicht so recht gegenracen und schließlich findet er sein zweites rotes Land. Damit kann er seinen Ripscale Predator legen und dagegen bin ich dann ziemlich fix auf Null, auch weil ich ganze acht Länder in Folge ziehe. Im zweiten extorte ich wie wild, weil ein Kingpin’s Pet mit Guildscorn Ward Truefire Paladin und Skyknight Legionnaire vom Angreifen abhalten kann. Als er auf vier Lebenspunkten ist, hat er Zarichi Tiger, während mein Highpriest angreift. Da er meine Whip auf dem Feld sehen kann und ich zwei Extort-Kreaturen habe, muss er blocken; er wäre sonst Gefahr gelaufen, dass ich einen Spell spiele und ihn töte. Da ich aber wieder nur Länder gezogen habe, ist es für mich gerade nocheinmal gut gegangen. Im nächsten Zug ist er dann einfach so tot. Im dritten finde ich keine Kreatur und wieder nur Länder. Vielleicht sind auch 16 noch zu viel.

Ein für das Deck wohl recht passables 1-2 mit 4-4 nach gewonnenen Spielen ist in Ordnung, mehr war nach diesem Draft einfach nicht drin. Positiv überrascht haben mich sowohl Razortip Whip als auch Guildscorn Ward. Die Whip hat konstant um die fünf Schadenspunkte verteilt und das Ward war in jedem Matchup mindestens brauchbar. Weniger gut war der Blau-Splash, auch wenn die Hands of Binding eine gute Karte ist. Was ich mich die ganze Zeit frage ist: Wo habe ich im Draft übersehen, dass ich hätte Orzhov sein müssen? Viellecht anfangs des zweiten Booster? Im ersten war einfach bis auf das einsame Pet nichts in die Orzhov-Richtung drin. Im zeiten Booster ging es ja auch ganz gut mit Gruul los, sodass ich einfach nicht damit rechnen konnte doch in Orzhov zu landen. Wie seht Ihr das? Muss ich direkt im zweiten Booster switchen? Ich bin da ziemlich ratlos.

Bis nächste Woche

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Simic Aggro im Draft

Nach diversen Ausflügen ins Modern bzw in den ganz großen Haufen will ich heute von meinen momentanen Lieblingsarchetyp im Draft schwärmen berichten. Wie die Überschrift verrät, geht es um die blauen und grünen Karten, die versuchen, möglichst schnell den sprichwörtlichen Sack zu zu machen.

Angefangen hat alles vor neun Tagen beim Draft. Ich saß an einem 9-Mann-Tisch – was eine furchtbare Spieleranzahl ist – und öffnete den wohl bislang schlechtesten ersten Booster in Gatecrash. Die Entscheidung war dann eine zwischen Cloudfin Raptor und Spire Tracer. Wenn so der Draft schon losgeht, erwarte ich nicht mehr allzu viel. Aber weit gefehlt. Im Anschluss bekam ich Drakewing Krasis, Elusive Krasis, Shambleshark und späte Zhur-Taa Swines nur so hinterhergeworfen. Auch der zweite Booster wurde nicht leerer und im dritten gab es dann noch eine späte Rapid Hybridization. Insgesamt wurde dann dieses Deck eingehüllt.

2 Cloudfin Raptor
Spire Tracer
Frilled Oculus
2 Greenside Watcher
2 Shambleshark
Zameck Guildmage
Crocanura
Slaughterhorn
Drakewing Krasis
Elusive Krasis
Ivy Lane Denizen
2 Millennial Gargoyle
2 Zhur-Taa Swine
Nimbus Swimmer

Rapid Hybridization
Burst of Strength
Ground Assault
Miming Slime

2 Gruul Guildgate
7 Island
Mountain
7 Forest

Im Sideboard durften Diluvian Primordial, Hands of Binding, Sapphire Drake, Scatter Arc, Totally Lost, 2 Way of the Thief, Hindervines, Naturalize, Predator’s Rapport, Rust Scarab, Spire Tracer, Bioshift, Armored Transport, Razortip Whip und Riot Gear warten. Ich war zwar nicht der einzige Simic-Spieler, bekam aber dennoch eine Menge spielbarer Karten ab. Die Entscheidung um den 23. Slot war die zwischen Nimbus Swimmer, der den Zuschlag erhielt, und dem Primordial. Der Schwimmer kann eben gerne auch mal für X=3 gelegt werden und dann immernoch glänzen, während das Primordial einfach immer sieben Mana kostet. Und da ich aggressiv sein wollte, musste der teurere Spruch eben auf der Bank Platz nehmen. Sapphire Drake gewinnt zwar hin und wieder im Alleingang, war mir aber auch zu klobig. Vermutlich hätte ich den zweiten Tracer noch eher gespielt. Mit Naturalize, Totally Lost und Hindervines hatte ich außerdem noch gute Antworten im Sideboard parat.

Spiel 1 gegen Boros

Das waren eigentlich drei merkwürdige Spiele. Ok, es waren zwei, weil ich im ersten auf zwei Ländern stehenblieb und nichts mehr ziehen wollte. Kreatur? Fehlanzeige! Im zweiten Spiel kam dann der schnelle Draw, gegen den selbst Boros wenig ausrichtet: Raptor, Shambleshark, Drakewing Krasis. Auf ins dritte Spiel. Hier wurde der Frilled Oculus zum Staller des Tages ernannt, weil er einfach alles aufhalten konnte. Ich war ein wenig screwed, weil ich mir immer zwei Mana offenhalten wollte, aber mit Greenside Watcher ging es dann bergauf. Als dann der Zameck Guildmage anfing, Kreaturen mit zwei bis drei Marken auf das Spielfeld zu legen, griff mein Gegner doch noch mit allem inklusive Legion Loyalist an. Im Gegenangriff hatte es dann gerade so ausgereicht, weil der Drakewing Krasis mit Marke trampelnd vorbeikommt.

Spiel 2 gegen Dimir

Hier gab es nur zwei Spiele. Im ersten zog ich wieder wie bekloppt meine Kurve und konnte einen Spire Tracer in das gegnerische Devour Flesh opfern. So blieb ein Slaughterhorn auf dem Tisch und schlug fröhlich auf meinen kreaturenarmen Gegner ein. Er spielte dann einen Syndicate Enforcer, blockte aber nicht. Gegen einen Zwei-Power-Blocker griff er dann auch nicht an, sondern zog Karten mit Extort. Ich konnte dann ein Schwein legen und irgendwann blockte er dann doch. Allerdings zu spät, sodass er einfach am Schwein einging. Im zweiten Spiel wurde mein Slaughterhorn mit One Thousand Lashes bedacht. Gegen einen angreifenden Syndicate Enforcer hatte ich nur einen Crocanura ohne Marken liegen. Also wurde das Slaughterhorn mit Rapid Hybridization erlöst, der Crocanura um eins größer gemacht und der Enforcer kaputtgeblockt. Danach kam dann wieder ein Schwein gegen sein nun leeres Board und das wars dann auch schon.

Spiel 3 gegen Simic

Er spielte es etwas kontolliger, was mir auch direkt im ersten Spiel zum Verhängnis wurde. Da er anfing, tauschte ich gerne ab und am Ende lag eben ein Skarrg Goliath auf dem Feld. Die Hybridization war gerade nicht zur Hand, also ging es ans Mischen. Ich boardete hier das Primordial ein, weil es vermutlich ohnehin länger dauern würde. Denkste! Spiel zwei dauerte gefühlte fünf Runden, weil ein Oculus, ein Spire Tracer und eine Drakewing Krasis manchmal schon ausreichen. Ein blutgerauschtes Schwein beendete dann das Spiel. Im dritten fing er an, konnte allerdings keinen 2-Drop legen. Bei mir kam wieder der gute Oculus und von nun an hatte er keine guten Blocks mehr. Außerdem nahm ein Burst of Strength auf Drakewing Krasis den lästigen Crocanura vom Spielfeld und machte die Luft frei. Nimbus Swimmer für X=5 war dann zu viel.

Im Endeffekt ein 3-0 mit einem gefirstpickten … Nein, das machen wir unten zusammen mit dem andren First Pick. Ich war in jedem Fall sehr zufrieden mit dem Deck, wobei man sagen muss, dass ich es auch extrem gut gezogen habe. Der Oculus bildet zusammen mit Shambleshark und Drakewing Krasis wohl so etwas wie das Rückgrat dieses schnellen Decktypen, davon will man wohl immer mehrere haben. Burst of Strength und Zameck Guildmage waren ebenfalls klasse. Die billigen Sprüche eben.

Vorgestern – am Freitag, dem 5.4. – wurde mir dann ein ähnliches Deck zugeschoben. Größter Unterschied: Es war ein 6-Mann-Tisch. Ein Drittel weniger und mein erster Booster offenbarte wieder Cloudfin Raptor, Spire Tracer und Giant Adephage. Was hättet Ihr genommen? Ich ging im Anschluss wiedermal in die Simicfarben, weil mir unter anderem noch im ersten Booster zwei Drakewing Krasis und ein Frilled Oculus geschoben wurden. Die beiden weitergegebenen Zhur-Taa-Swines machten mir etwas Angst, weil sie auch nicht mehr wieder kamen. Im zweiten Booster öffnete ich Clan Defiance. “So ein Mist, werde ich also wieder dreifarbig”, dachte ich mir. leider bekam ich im gesamten Draft kein Gruul Guildgate mehr. Im dritten Booster öffnete ich Zameck Guildmage und Simic Charm. Leider musste ich mangels Rarepick den Godless Shrine drüberdraften. Machte aber nicht so viel, weil BEIDE tableten. Also hatte ich doch noch die Entscheidung zwischen beiden und mangels 2-Drops griff ich zum Mage. Im Endeffekt sah das Deck dann wie folgt aus:

Frilled Oculus
Incursion Specialist
Metropolis Sprite
Shambleshark
Zameck Guildmage
Sage’s Row Denizen
Simic Fluxmage
2 Slaughterhorn
2 Drakewing Krasis
Keymaster Rogue
Crowned Ceratok
Leyline Phantom
Mindeye Drake
Sapphire Drake
Giant Adephage

Burst of Strength
Agoraphobia
Clan Defiance
Mystic Genesis
Stolen Identity

Simic Guildgate
8 Island
2 Mountain
6 Forest

Meiner Meinung nach nicht ganz so geschmeidig wie das erste Deck, aber immernoch in Ordnung. Im Board befanden sich Voidwalk, Way of the Thief, Naturalize, Predator’s Rapport, Hydroform, Bioshift, Simic Keyrune und für einen ausgedehnteren Splash Ground Assault und Gruul Charm. Ich wollte den Splash auch wegen der fehlenden Guildgates so gering wie möglich halten, aber die Defiance ist doch zu gut um sie nicht zu spielen. Was hättet Ihr gemacht? Mehr Gruulkarten gespielt? Den Splash ganz weggelassen? Immerhin ist es nur eine einzige Karte.

Spiel 1 gegen Gruul

Mein linker Nachbar im Draft. Er spielte Gruul mit Splash für Aurelia’s Fury. Im ersten Spiel stallten wir uns endlos zu. Meine Agoraphobia hielt seine Dödel vom Angreifen ab, meine Flieger wären in seinem Crocanura hängengeblieben. Ein Zameck Guildmage konnte mir ein paar Karten ziehen, bevor er mittels Pit Fight den Kürzeren zog. Da er nur einen Crocanura hatte, war ein Mindeye Drake zusammen mit einer Metropolis Sprite für mindestens einen Schadenspunkt gut. Mein Fluxmage stattete beide nach und nach mit Marken aus und die Stolen Identity auf Mindeye Drake kopierte selbigen Drake. So wurde der Drake notgedrungen geblockt und die Fee machte sieben Schadenspunkte, weil ich sie bei 4/5 dreimal aktivieren konnte. Im Zug darauf griff ich auch mit dem zweiten Drake an und er blockte die Fee mit seinem nachgezogenen Crocanura. Im Zug darauf war er kaputt. Für das zweite Spiel hatten wir etwas Extrazeit, brauchten aber nur fünf Minuten, weil seine erste Kreatur ein Towering Thunderfist war. Gegen meinen rieseigen Adephagen und einen markengebenden Fluxmage stellte er dann die Faust zusammen mit einem Ghor-Clan Rampager als Blocker auf. Als ich dann Slaughterhorn blutrauschte, schob er ein.

Spiel 2 gegen Boros

Er begann rasant mit einem Truefire Paladin, konnte aber nicht viel nachlegen. Ich hatte einen Oculus und später eine Drakewing Krasis. Beide machten mehr Schaden als der Paladin, auch weil er einen Millennial Gargoyle nachspielte. Ein Specialist blockte dann heldenhaft den Paladin und meine beiden Angreifer kamen erneut ungeblockt durch. Mit ein wenig Blutrausch war das Spiel dann schnell vorbei. Im zweiten Spiel blieben wir beide auf drei Ländern hängen. Ich hatte zwar die Adephage rausgenommen, trotzdem den Sapphire Drake und den Mindeye Drake auf der Hand. Ohne ein viertes Mana wurde es dann schon eng, allerdins hatte ich wohl drei bis vier Runden Zeit. Leider kam gar kein weiteres Land, sodass ich langsam an multiplen Warmind Infantrys einging. Im dritten Spiel lief es leider ähnlich: Dieses Mal blieb ich auf vier Ländern stehen. Mit dem Deck aus dem letzten Drafts hätte ich möglicherweise noch etwas reißen können, so sterbe ich im zwölften Zug mit vier 5- und 6-Drops auf der Hand.

Spiel 3 gegen Boros

Mein Gegner hatte das klassische dreifarbige Deck: Gute Karten aus Boros, aber leider nicht genug für ein Deck. Also spielte er eben noch gute (Skarrg Guildmage) und schlechte (2 Primal Visitation) Karten aus dem Gruulclan. Im ersten fand er nur besagten Guildmage, der mich aber ordentlich in Schwierigkeiten bringt: Ich kann nicht einfach wild angreifen, ohne einen Angreifer zu verlieren. Mit der Visitation bekomme ich den kleinen Schamanen gar nicht mehr vom Tisch, aber da er angreift, kann ich ihn im Gegenzug auf so wenig Leben bringen, dass selbst der nachgelegte Ruination Wurm nichts mehr ausrichten konnte. Im zweiten Spiel legte ich einfach frech die schnelle Kurve hin und er fand dafür überhaupt keine Kreaturen mehr. So kanns gehen, ist aber nicht befriedigend für beide Seiten.

Ein 2-1 ist für dieses Deck wohl in Ordnung. Mehr Drafter am Tisch machen das Deck wohl auch gewaltig besser, weil man einfach mehr Karten geschoben bekommt und die Wahrscheinlichkeit der Schlüsselkarten Oculus, Shambleshark und Drakewing Krasis höher wird.

First Picks

Da war ja noch was.

Was hättet Ihr genommen?
Cloudfin Raptor oder Spire Tracer im ersten Pick? Ich habe mich für den Tracer entschieden, was ich im Nachhinein falsch finde. Aber mit einem gefirstpickten Tracer den Draft noch zu gewinnen muss man ja schließlich auch erstmal schaffen. Der Raptor ist wohl aber in jedem Deck besser, außer im Gruul.

Cloudfin Raptor oder Spire Tracer oder Giant Adephage im ersten Pick? Wie man aus der Deckliste sehen kann habe ich mich für die schlechteste Variante entschieden und den teuren Sieben-Drop genommen. Auch hier ist der Raptor wohl der einfach Pick.

Und für zwischendurch noch die Frage: Ihr habt einen Drakewing Krasis, eine rieseige Adephage und seid ziemlich sicher Simic. Drakewing Krasis oder Crocanura? Ich habe den zweiten Flieger genommen, bin mir hier aber nicht sicher. Beide sind super, aber eigentlich brauche ich im schnellen Deck den langsameren Crocanura nicht. Leider ist das mit der Geschwindigkeit im zweiten Deck nicht so ganz zutreffend und ich hätte mir durchaus auch den Evolver leisten können. Was meint ihr?

Abschließend bleibt mir nur noch, Euch einen ruhigen Sonntag zu wünschen.

Bis nächste Woche

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Der große 500er, Teil II

Wer bereits hoffte, dass er mich nun für eine Woche los sei, den muss ich hiermit entäuschen. Nach dem abrupten Cliffhanger gestern folgt heute ohne die wöchentliche Verzögerung der zweite Teil des großen Decks. Weiter geht es mit den künstlichen Kreaturen und danach mit den Nicht-Kreatur-Sprüchen.

Artefakt-Kreaturen

Arcbound Ravager
Bottle Gnomes
Clockwork Gnomes
Coiled Tinviper
Copper Gnomes
Copper-Leaf Angel
Darksteel Colossus
Dromar’s Attendant
Duplicant
Energizer
Etched Champion
Extruder
Frogmite
Golem Artisan
Grim Poppet
Juggernaut
Junk Diver
Karn, Silver Golem
Lodestone Golem
Lodestone Myr
Lotus Guardian
Masticore
Memnarch
Metalworker
Molten-Tail Masticore
Mycosynth Golem
Myr Enforcer
Myr Quadropod
Myr Retriever
Phyrexian Ironfoot
Phyrexian Snowcrusher
Pilgrim’s Eye
Pili-Pala
Platinum Angel
Scarecrone
Silver Myr
Spire Golem
Steel Hellkite
Steel Overseer
Stuffy Doll
Sundering Titan
Synod Centurion
Ticking Gnomes
Triskelavus
Voltaic Construct
Workhorse

Wichtig ist bei allen Kreaturen: Es gibt auch in der Liste der farbigen Kreaturen solche, die den Artefakt-Typ besitzen. Wichtig ist das zB für Master of Etherium, der selbst ein Artefakt ist oder Metallurgeon. Von den heutigen freuen sich zB Metalworker oder Voltaic Construct. Auch Junk Diver, Myr Retriever und Scarecrone haben mehr Ziele, je mehr Artefakte mitmachen dürfen. Alternativ können die ersten beiden auch Artefakte zurückholen, die keine Kreaturen sind.

Einige Gedanken, die mir zu den Kreaturen einfallen:

- Die Wurmcoil Engine fehlt noch. Und dafür spiele ich immernoch diese schlechte Coiled Tinviper. Alleine diese beiden auszutauschen würde das Deck schon wesentlich verbessern.
- Mit dem Voltaic Construct lässt sich so unglaublich viel Blödsinn anstellen: Ob er nun Metalworker mit mindestens zwei Artefakten in der Hand enttappt, einfach nur den Energizer auflädt oder im Duett mit Karn, Silver Golem eigentlich leblose Artefakte enttappt – diese Karte spiele ich immer gern.
- Evtl sollten auch Gold Myr und Leaden Myr ins Deck gepackt werden. Da die meisten Sprüche sowie Kreaturen allerdings blaues Mana erfordern, ist bislang nur der Silver Myr im Deck.
- Blightsteel Colossus wäre auch noch ein Kandidat. Allerdings kommt der meistens schon verdammt spät aufs Schlachfeld.

Nicht-Kreatur-Sprüche

Wer dachte, dass die Listen bislang noch ganz annehmbar seien, der bekommt nun die volle Dröhnung. Satte 201 Sprüche fehlen nämlich noch. Ich unterteile sie der Übersichtlichkeit halber wiederum in farbige und farblose Sprüche. Los geht es mit den bunten Sprüchen.

Argivian Find
Aura of Silence
Day of Judgment
Disenchant
Dismantling Blow
Dispeller’s Capsule
Elspeth, Knight-Errant
Gideon Jura
Iona’s Judgment
Journey to Nowhere
Martial Coup
Oblivion Ring
Path to Exile
Resurrection
Roar of Reclamation
Swords to Plowshares
Scepter of Dominance
Scourglass
Seal of Cleansing
Wrath of God
Acquire
Ancestral Vision
Argivian Restoration
Battle of Wits
Braingeyser
Brainstorm
Careful Study
Concentrate
Copy Artifact
Counterspell
Courier’s Capsule
Dismiss
Drafna’s Restoration
Exclude
Fabricate
Fact or Fiction
Foresee
Gush
Jace Beleren
Jace’s Ingenuity
Mystical Tutor
Opportunity
Opt
Persuasion
Ponder
Psionic Blast
Quicken
Reconstruct
Repulse
Reshape
Resounding Wave
Serum Visions
Stroke of Genius
Telling Time
Tezzeret the Seeker
Thirst for Knowledge
Thoughtcast
Tidings
Time Warp
Tinker
Transmute Artifact
Twincast
Whispers of the Muse
Time Stop
Chill to the Bone
Damnation
Demonic Tutor
Diabolic Edict
Executioner’s Capsule
Eyeblight’s Ending
Hand of Death
Liliana Vess
Rend Flesh
Ribbons of Night
Terror
Unburial Rites
Absorb
Agony Warp
Clutch of the Undercity
Countersquall
Crystallization
Death Grasp
Deny Reality
Detention Sphere
Dromar’s Charm
Esper Charm
Fieldmist Borderpost
Hindering Light
Lim-Dûl’s Vault
Mistvein Borderpost
Mortify
Perplex
Punish Ignorance
Recoil
Slave of Bolas
Sorin, Lord of Innistrad
Soul Manipulation
Stormcaller’s Boon
Tezzeret, Agent of Bolas
Thopter Foundry
Time Sieve
Unbender Tine
Venser, the Sojourner
Vindicate

Auch hier wieder ein riesiger Batzen. Da ich Planeswalker gerne spiele, sind einige davon vertreten. Beide Tezzerets mussten einfach sein, da sie mit Artefakten so gut interagieren und ohne selbige quasi nutzlos sind. Sorin, Jace, Elspeth, Gideon, Venser und Liliana runden das Walkerpaket ab. Ich habe mich bei den vier Jaces ausschließlich für den kleinen entschieden, weil er gekonnt Karten nachzieht. Jace, the Mind Sculptor wäre auch eine Möglichkeit. Die beiden anderen fallen für mich heraus. Ebenso würde ich vermutlich den neuen Gideon, Champion of Justice nicht spielen, da er mir zu speziell ist. Und Sorin Markov war mir zu farbintensiv, schließlich ist der Großteil des Decks blau. Da werden drei schwarze Mana schwieriger zu erreichen.

Neben den Walkern wird viel Wert auf Removal und Kartenziehen gelegt. Nur die wenigsten Karten sind damit jetzt noch nicht abgedeckt:

- Unbender Tine macht einfach brutal viel zB mit den noch kommenden Urza’s Blueprints. Die möchte man wohl immer einmal im Deck haben. Ebenso Voltaic Key.
- Stormcaller’s Boon gibt mir einen Spruch für drei oder weniger frei Haus und hilft sowohl bei der Fliegerabwehr als auch bei einem letzten Angriff durch die Luft.
- Battle of Wits ist die Wincondition, die alle halbe Jahre einmal zuschlägt. Mit solch einem Deck wird man einfach nicht unter 200 Karten gemillt.
- Time Sieve ist gerade mit sehr günstigen Artefakten und Salvagers wiederholt gut. Ansonsten generiert es hin und wieder einmal einen Extrazug und kann sich bei Bedarf auch selbst opfern.
- Die Thopter Foundry schließlich ist nicht nur wegen des Sword of the Meek drin, sondern auch um Kreaturen zu generieren und auch etwas an verlorenen Lebenspunkten wieder reinzuholen.

Der ganze Rest dreht sich, wie oben schon erwähnt, um das Aufhalten der gegnerischen Pläne und um das Ziehen von mehr Karten.

Farblose Nicht-Kreatur-Sprüche

Eldrazi Conscription
Aether Spellbomb
Aether Vial
Armillary Sphere
Azorius Signet
Basalt Monolith
Basilisk Collar
Brittle Effigy
Candles of Leng
Charcoal Diamond
Chimeric Staff
Chromatic Sphere
Chromatic Star
Coldsteel Heart
Cranial Plating
Crumbling Sanctuary
Crystal Ball
Crystal Shard
Darksteel Forge
Darksteel Plate
Dimir Signet
Drake-Skull Cameo
Dreamstone Hedron
Elsewhere Flask
Energy Chamber
Ensnaring Bridge
Erratic Portal
Everflowing Chalice
Expedition Map
Eye of Ramos
Galvanic Key
Gix’ Ring
Grafted Wargear
Grim Monolith
Helm of Kaldra
Icy Manipulator
Isochron Scepter
Lightning Greaves
Lotus Bloom
Lotus Petal
Loxodon Warhammer
Mana Vault
Manalith
Marble Diamond
Mask of Memory
Metrognome
Mind Stone
Mind’s Eye
Mishra’s Helix
Myr Incubator
Necrogen Spellbomb
Nevinyrral’s Disk
Obelisk of Alara
Obelisk of Esper
Phyrexian Furnace
Predator, Flagship
Pristine Talisman
Relic of Progenitus
Riptide Replicator
Rod of Ruin
Scrabbling Claws
Sculpting Steel
Seashell Cameo
Seer’s Sundial
Sensei’s Divining Top
Shield of Kaldra
Sigil of Distinction
Sisay’s Ring
Skeleton Shard
Skull of Ramos
Skullclamp
Sky Diamond
Skyship Weatherlight
Sol Grail
Sol Ring
Spectral Searchlight
Sunbeam Spellbomb
Sunstone
Sword of Kaldra
Sword of the Meek
Talisman of Dominance
Talisman of Progress
Thran Dynamo
Tooth of Ramos
Tormod’s Crypt
Tower of Calamities
Umezawa’s Jitte
Ur-Golem’s Eye
Urza’s Blueprints
Vedalken Orrery
Voltaic Key
Wayfarer’s Bauble
Welding Jar
Well of Discovery
Whetwheel
Whispersilk Cloak
Worn Powerstone

Das waren meine Gedankengänge zu den Karten:

- Hier werden viele von Euch – vermutlich mit Recht? – ausrufen: “Das ist viel zu wenig bzw schlechtes Equipment. Wo bitte sind die Swords (Sword of Fire and Ice etc.)”. Dazu muss ich sagen, dass das Deck lange vor den drei neuen Schwertern entstanden ist und ich die alten beiden damals einfach nicht hatte. Vom Powerlevel her sind sie sicherlich stärker als beispielsweise Whispersilk Cloak, die drei Kaldra Teile oder Mask of Memory. Dagegen spricht, dass ich mit all den genannten auch gute Erfahrungen gemacht habe; vielleicht müsste dann doch anderes Zeug raus?
- Manabeschleunigung: Nach nur 166 Ländern muss man hier einfach auf mindestens 25 Manaartefakte zurückgreifen. Je mehr, desto zuverlässiger findet man auch im ganz großen Deck die gesuchten Karten. Sollte eine wichtige Fehlen, dann immer her damit. Evtl Gilded Lotus über Lotus Bloom?
- Eldrazi Conscription ist ähnlich wie der Battle of Wits: Manchmal gewinnt es einfach direkt, meistens zieht man es aber gar nicht erst. Wenn er aber kommt, dann schlägt er brutal ein.
- Ich könnte sicher noch mehr Friedhofshass spielen, aber ich denke, dass Relic of Progenitus, Phyrexian Furnace, Scrabbling Claws und Tormod’s Crypt ausreichen. Selbst wenn einmal eine Friedhofsspielerei mitspielt, den ein oder anderen Tutor hat das Deck ja doch.

Ganz zum Schluss

Am Ende dann endlich die Erklärung, was der ganze Aufwand soll: Ich habe mit dem Deck tatsächlich früher Gateway-Turniere gespielt. Zwischenzeitlich hatte ich natürlich auch damals andere Karten im Stapel. So kann ich mich an einen zufälligen Sieg erinnern, bei dem ich glücklich die eine Force of Will gezogen hatte. Selbige wanderte noch am Abend heraus, weil sie gegen Standard-legale Decks ziemlich unfair ist. Wobei es natürlich auch recht unwahrscheinlich ist, dass ich sie jemals wieder gezogen hätte.
Heute dient der Stapel meist zum gemeinsamen Spielen: Alle sitzen am gleichen Deck und ziehen aus der gemeinsamen Bibliothek. Sicher sind dann Karten wie Sensei’s Divining Top oder Lim-Dûl’s Vault kleinere Vorteile, aber die bietet beispielsweise Etched Champion ja auch.
Ich würde mich freuen, mal wieder ein Fun-Turnier damit bestreiten zu können, aber ich fürchte, dass es kaum mehr Gateway-Turiere gibt. Zudem findet man schwer einen ähnlich “großen” Gegner.

Wie seht Ihr das? Ist solch ein Deck kompletter Blödsinn? Das habe ich auch schon gehört: Viel zu riskant, man zieht ja nie das, was man braucht. Oder habt Ihr gar selbst einen ausgewachsenen Riesen-Stapel zu Hause stehen?

Bis zum nächsten Sonntag

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Der große 500er, Teil I

Am Ostersonntag dachte ich mir: “Mach doch mal was anderes als sonst”. Und weil das Modern nun hinter mir, Legacy bzw Drafts noch vor mir liegen, geht es heute um ein Deck, das mir persönlich sehr ans Herz gewachsen ist. Angefangen hat alles mit einem handelsüblichen Highlander etwa zu Zeiten des Sets Shards of Alara. So nach und nach wurden gute oder einfach nur lustige Karten der Farben mit aufgenommen, sodass immer mehr und mehr Hüllen gekauft werden mussten. Schließlich war die 500er-Marke erreicht und ich zog einen Schlussstrich: Es sollte nun für jede neue Karte eine andere, vermeintlich schwächere weichen.

Im Folgenden geht es um die Länder und die Nicht-Artefakt-Kreaturen des Decks. Im zweiten Teil kümmere ich mich dann um die künstlichen Kreaturen und die Nicht-Kreaturen-Sprüche. Diese Zweiteilung nehme ich daher vor, da die Listen relativ lang werden und ich es unheimlich anstrengend finde, Listen über Listen durchzublättern. Falls gewünscht, kann ich aber gerne eine komplette Liste an den zweiten Teil anhängen, damit man den Stapel insgesamt einmal sehen kann.

Länder, Länder, viele Länder

Los geht es mit den Ländern. Da ich – gezwungenermaßen – eine Menge an Standardländern spielen muss, geht es hier in einem Rutsch.

Academy Ruins
Adarkar Wastes
Mutavault
Ancient Den
Ancient Spring
Arcane Sanctum
Bad River
Blinkmoth Nexus
Blinkmoth Well
Boreal Shelf
Boseiju, Who Shelters All
Buried Ruin
Caves of Koilos
Coastal Tower
Creeping Tar Pit
Duskmantle, House of Shadow
Desert
Dread Statuary
Dreadship Reef
Dromar’s Cavern
Drowned Catacomb
Dust Bowl
Esper Panorama
Eye of Ugin
Faerie Conclave
Fetid Heath
Flood Plain
Hallowed Fountain
Forbidding Watchtower
Frost Marsh
Gargoyle Castle
Flooded Strand
Gemstone Mine
Glacial Fortress
God’s Eye, Gate to the Reikai
Godless Shrine
Halimar Depths
Skycloud Expanse
Himmlische Säulenreihe
Inkmoth Nexus
Jwar-Insel-Refugium
Marsh Flats
Mishra’s Facory
Mouth of Ronom
Mystisches Tor
Mystifying Maze
Nimbus Maze
Oboro, Palace in the Clouds
Reliquary Tower
River of Tears
Rupture Spire
Salt Marsh
Scrying Sheets
Seat of the Synod
Sejiri-Refugium
Sich entfaltende Wildnis
Spawning Pool
Stalking Stones
Sunken Ruins
Strip Mine
Tectonic Edge
Tendo Ice Bridge
Terramorphic Expanse
Tolarian Academy
Underground River
Vault of Whispers
Vivid Creek
Vivid Marsh
Vivid Meadow
Watery Grave
Wizards’ School
Zoetic Cavern
25 Snow-Covered Plains
42 Snow-Covered Island
27 Snow-Covered Swamp

Das ist schon mal eine ganze Menge: 166 Karten, die die Manaversorgung sicherstellen sollen. Etliche davon haben zudem auch noch Einfluss auf das Geschehen auf dem Schlachtfeld. Das war mir auch wichtig: Wenn ich schon eine dreistellige Anzahl an Ländern spiele, dann sollten möglichst viele davon auch noch in Runde xyz etwas ausrichten können. Natürlich geht es aber dennoch nicht ganz ohne die Stadardländer. Schneebedeckt sind letztere deshalb, weil die Scrying Sheets davon profitieren, der Phyrexian Ironfoot sowie der Phyrexian Snowcrusher etwas davon haben, Mouth of Ronom sonst nicht aktiviert werden könnte und auch Sunstone ansonsten nutzlos wäre. Gerade der Sunstone profitiert zwar von noch ganz viel mehr Ländern, damit man ihn jede Runde mindestens einmal nutzen kann; dennoch habe ich mich eher auf die Artefakte verlassen, die ebenfalls der Manabeschleunigung dienen. Daher spiele ich eben keine 200+ Länder in einem 500-Karten-Deck.

Da eine Card-by-Card-Analyse wohl den nicht gesetzten Rahmen sprengen würde, ein paar Worte zu einzelnen Karten:

- Die Marsh Flats ist gerade in meinem Modern-Deck. Da ich nicht ständig hin- und herwechseln möchte, werde ich mir entweder eine fünfte oder adäquaten Ersatz suchen müssen. Vorschläge sind hier jederzeit willkommen, da die Karte momentan recht teuer ist.
- Mishra’s Workshop ist mir eindeutig zu teuer, auch wenn es sicherlich sehr gut passen würde. Hier hält mich der Preis von einem Kauf ab.
- Wasteland war im Deck, ist aber im Legacy untergetaucht. Hier gilt Ähnliches wie bei dem Marsh Flats, mit dem Unterschied, dass es schon ersetzt wurde. Tectonic Edge, Strip Mine und Dust Bowl erledigen den Job ja auch. Eventuell sollte noch ein Ghost Quarter rein?
- Die Tolarian Academy ist meistens total albern. Hin und wieder macht sie die ersten paar Züge gar nichts, aber ab zwei bis drei Artefakten wird sie einfach lächerlich. Aber das war ja auch im Turnier-Constructed schon so und ist auch der Grund für den Bann im Legacy.
- Anstelle von Tundra, Underground Sea und Scrubland spiele ich ‘nur’ die Shock-Duals. Ich denke, dass man nicht in jedem Deck mit den alten Doppelländern herumzulaufen braucht. Außerdem finde ich persönlich sie hier nicht passend. Was meint Ihr? Sollte ich sie gerade in solch einem Deck spielen?

Insgesamt fahre ich mit den Ländern eigentlich sehr gut. Hin und wieder ist mal der Screw oder der Flood drin, aber das ist ja selbst bei 40-Karten-Decks der Fall. Für Vorschläge zu Änderungen bin ich allerdings immer offen, da dies ein Deck ist, welches gerne einmal umgebaut wird.

Nicht-Artefakt-Kreaturen

Emrakul, the Aeons Torn
Kozilek, Butcher of Truth
Auriok Salvagers
Bringer of the White Dawn
Ethersworn Canonist
Exalted Angel
Fountain Watch
Indomitable Archangel
Leonin Abunas
Mangara of Corondor
Metallurgeon
Razor Hippogriff
Sanctum Gargoyle
Seht’s Tiger
Treasure Hunter
Deathless Angel
Aeon Chronicler
Arcum Dagsson
Sphinx Ambassador
Chromescale Drake
Cloudheath Drake
Esper Battlemage
Esperzoa
Etherium Sculptor
Ethersworn Adjudicator
Faerie Mechanist
Filigree Sages
Goliath Sphinx
Inkwell Leviathan
Jushi Apprentice
Kira, Great Glass-Spinner
Linessa, Zephyr Mage
Master of Etherium
Master Transmuter
Mist Dragon
Morphling
Mulldrifter
Parasitic Strix
Phyrexian Metamorph
Quicksilver Dragon
Qumulox
Scornful Aether-Lich
Sharding Sphinx
Somber Hoverguard
Sphinx of Jwar Isle
Sphinx of Lost Truths
Sphinx of Magosi
Stormscape Apprentice
Trinket Mage
Vedalken Archmage
Raven Familiar
Desolation Angel
Disciple of the Vault
Glaze Fiend
Salvage Titan
Xenic Poltergeist
Angel of Despair
Arsenal Thresher
Chromium
Dakkon Blackblade
Enigma Sphinx
Esper Cormorants
Esper Sojourners
Esper Stormblade
Ethercaste Knight
Etherium Abomination
Ethersworn Shieldmage
Glassdust Hulk
Hanna, Ship’s Navigator
Jhessian Zombies
Magister Sphinx
Mistmeadow Witch
Moroii
Necrotic Sliver
Sen Triplets
Shadowmage Infiltrator
Sharuum the Hegemon
Sludge Strider
Sphinx of the Steel Wind
Sphinx Sovereign
Sphinx Summoner
Tidehollow Strix
Tower Gargoyle
Vedalken Outlander
Windwright Mage
Wrexial, the Risen Deep
Zombie Outlander

Die Überschrift stimmt natürlich nicht ganz: Es befinden sich durchaus einige Artefakt-Kreaturen unter den obigen. Die fablosen Artefakte folgen allerdings im nächsten Teil, ebenso die Nicht-Kreaturen-Sprüche.

Auch zu den Kreaturen ein paar Anmerkungen:

- Esperzoa ist immer gut mit allen möglichen Enter-the-Bettlefield-Fähigkeiten, zB Sphinx Summoner. Mistmeadow Witch hilft diesen Kreaturen ebenfalls zu einem weiteren Effekt, unterstützt aber zusätzlich noch Nicht-Artefakt-Kreaturen wie Mulldrifter.
- Die beiden Outlander sind erstaunlich gut gegen die entsprechende Farben. Außerdem sind sie mehrfarbig und helfen der Stormblade ungemein.
- Der Treasure Mage fehlt leider noch. Irgendwie konnte ich bislang dafür keinen Platz schaffen, denn es soll ja auch immer eine Karte für eine neue weichen. Was würdet Ihr dafür rausnehmen?
- Arsenal Thresher ist so ein Wackelkandidat: Mal ist er richtig gut, dann wiederum kommt er nicht über 3/3 hinaus. Mit leerer Hand ist er zudem einer der schlechteren Topdecks.
- Desolation Angel ist Spielgruppenabhängig der Durchcycler: Gewinnt in den einen Runden einfach alleine und wird daher in den anderen nicht gerne gesehen bzw verboten.

Insgesamt funktionieren die Kreaturen recht gut. Problematisch wird es, wenn man zu viele von den kleinen und relativ harmlosen Alara-Block-Kreaturen zieht. Auf sich alleine gestellt machen die nämlich relativ wenig. Wenn Euch dazu gute altenative Vorschläge einfallen, dann immer gerne her damit.

Das war es erstmal für heute. Respekt an jeden, der sich durch diese Listen durchgewühlt hat. Ebenso wie ich für Kartenvorschläge dankbar bin, werde ich Vorschläge zur besseren Lesbarkeit annehmen und im zweiten Teil berücksichtigen.

Einen fröhlichen Osersonntag

Hier geht es zum zweiten Teil.

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Premium Event

Letzte Woche hatte ich es ja schon angekündigt: Das Premium Event im Format Modern stand für diese Woche auf dem Programm. Da ich qualifiziert war, nahm ich auch sehr gerne teil, obwohl ich von Modern so gut wie keine Ahnung habe. Auch heute, nach dem Turnier, nicht. Die Liste ist im Großen und Ganzen die selbe wie letzte Woche, einzig ein Overgrown Tomb mehr wurde gespielt, weil ich hin und wieder mit dem Regenwald schwarzes Mana finden wollte. Hier nochmal die Liste:

4 Marsh Flats
4 Verdant Catacombs
1 Misty Rainforest
1 Godless Shrine
1 Temple Garden
2 Overgrown Tomb
3 Swamp
2 Forest
2 Plains
3 Stirring Wildwood
1 Gavony Township
4 Deathrite Shaman
4 Tarmogoyf
4 Lingering Souls
4 Dark Confidant
3 Loxodon Smiter
2 Doran, the Siege Tower
3 Thoughtseize
3 Inquisition of Kozilek
4 Path to Exile
3 Abrupt Decay
2 Maelstrom Pulse

SB:

2 Zealous Persecution
3 Kataki, War’s Wage
3 Surgical Extraction
3 Kitchen Finks
4 Rain of Tears

Um 11 Uhr sollte das Turnier starten. Wer wie ich zwei Byes hatte, konnte seine Deckliste bereits am Vortag abgeben und etwas später kommen. So schlug ich dann leicht erkältet um 12.30 Uhr auf um mir noch das Ende der ersten Runde anzusehen. Eine Stunde später ging es dann endlich auch für mich los.

Runde 3 gegen Affinity

Direkt zum Aufwärmen das Affinity-Deck. Er legte mit Ornithopter und Vault Skirge im ersten Zug gleich zwei Kreaturen, ich antwortete mit Deathrite Shaman. Er machte ein wenig Schaden, legte den zweiten Skirge. Ich bekam zwei Token aus einem Lingering Souls, er legte Ravager und tauschte einen Skirge und den Ravager gegen meine Token. Ein Skirge wurde somit 2/2. Er bekam etwas Leben, auch weil ich dann nur Deathrite Shaman und Stirring Wildwood legen konnte. Danach griff er dankeswerterweise in mein Land an und verlor seinen Skirge. Ich fand ein zweites Lingering Souls und das Township und danach war das Spiel schnell durch.
Im zweiten Spiel durften die Katakis mitspielen und eine lag wie angefordert in Runde zwei. Da er auf einer Insel festsaß, konnte er mit einer Skirge recht wenig anrichten. Ich konnte derweil aufbauen und ihn einfach kaputt machen.

Das fing ja ganz gut an. Allerdings denke ich, dass Affinity gerade im ersten Spiel ein ziemlich unangenehmer Gegner werden kann. Kataki hilft da natürlich gut weiter.

Runde 4 gegen Eternal Command

Er überlegte lange, ob er einen Mulligan nehmen sollte, behielt aber und startete mit Aether Vial. Ich spielte eine von zwei Inquisitions und nahm ihm einen von zwei Tarmogoyfen weg. Er hatte außerdem noch ein Serum Visions, einen zweiten Goyfen und zwei Eternal Witness. An der Stelle hätte ich ihm eventuell einfach die Vision nehmen sollen, damit er weniger schnell auf seine Länder kommt.
Er hatte dann zwischenzeitlich einfach mal 3 Goyfen auf dem Feld, weil er zwei nachzog und einen mittels Zeugin wiederbelebte. Ich hatte einen eigenen auf dem Feld, konnte aber mit Lingering Souls nur Jumpblocker produzieren. Am Ende gewann ein Cryptic Command, der mir mein gesamtes Board tappte und einen tödlichen Goyfen durchdrückte.
Im zweiten Spiel nahm er dann doch Mulligan, aber ein Smiter verpasste ihm zwölf Schadenspunkte. Mit Fetchen und zwei fliegenden Tokens auf meiner Seite sah er gegen das nachgelegte Township dann keine Chance mehr und schob ein.
Im dritten war er dann wieder am Drücker. Er blieb zwar lange auf Grün und Blau sitzen, fand aber irgendwann das rote Mana und legte von da ab immer Karten, die mindestens 2-1 tauschten. Dagegen gewinnt ein etwas langsamerer Draw von mir vermutlich nie. Dieses Deck sollte am Ende ungeschlagen auf dem ersten Platz sitzen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Matchup nicht gut für mich ist. Er zieht zu viele Karten nach und ich muss mit Smiter oder Decays arbeiten, um überhaupt etwas ausrichten zu können.

Runde 5 gegen Affinity

Hier zeigte sich, was ich oben schon geschrieben habe: Gegen die starken Draws mache ich vor dem Boarden nichts. Zusätzlich hing ich auf zwei Ländern fest, was die Sache für ihn enorm beschleunigte. Dann machte ich auf Grund von Krankheit oder einfach Unkonzentriertheit meinen einzigen wirklich doofen Fehler beim Boarden. Die Katakis und die drei Austauschkarten wurden zu Dreierstapeln auf den Tisch gelegt. Dann wollte ich auch die Zealous Persecutions hereinnehmen und legte diese ebenfalls auf einen Dreierstapel. Zusätzlich suchte ich mir zwei karten zu Ausboarden aus, besah aus dem einen Stapel die oberste Karte, stellte fest, dass es sich um eine Persecution handelte und mischte die fünf Karten hinein. Wo lag der Denkfehler?
Ich mischte mit den Persecutions die drei Karten hinein, die ich für Kataki hinausboarden wollte. Ich hatte nämlich blöderweise die Persecutions auf die falschen Karten gelegt. Das fiel mir auf, als ich mir während des zweiten Spieles mein Board besah. So verlor ich dann gegen Affinity, das auch gerne mal ein Whipflare abfeuert. Wer aber solche Fehler produziert, der braucht sich über eine Niederlage nich zu wundern.

Auch mit Kataki wäre es hier wohl sehr schwer geworden. Dennoch ist solch ein Fehler natürlich sehr ärgerlich.

Runde 6 gegen WBR-Aggro

Runde eins hielt ich die schlechte Hand mit einem Land on the Draw. Ich konnte allerdings zweimal Path to Exile Spielen, was mich zu dieser Entscheidung brachte. Außerdem zog ich eigentlich immer mehr Länder als Spells nach. Hier ist ein Mulligan natürlich immer Pflicht, das werde ich mir aufschreiben. Er zeigte mir dann einen Goblin Guide, der mir wiederholt keine Länder zog. Da ich aber auch ohne den kleinen roten Kerl keinerlei Länder nachziehen wollte, schob ich nach acht Zügen ein.
Mit Finks und Zealous Persecuions, dafür ohne Discard ging es ins zweite Spiel, wo mein Deck gleich viel besser funktionierte. Ich war zwar teilweise kurz vor dem Tode, konnte mir mit Confidant auf dem Feld aber die eigenen Finks mittels Decay abschießen und auf zwei Leben in meine Versorgungsphase gehen. Auf eins lege ich dann die zweiten Finks und greife für noch nicht ganz tödlich an. Er machte Faithless Looting, flashbackte selbiges und gab auf.
Im Dritten bin ich etwas zu langsam, nachdem mit eine Inquisition eine Finks nahm. Ein feindlicher Deathrite Shaman raubte mir die letzten Lebenspunkte.

Hier kommt es auch ein wenig auf den Würfelwurf an, denke ich. Und natürlich auf die Mulligans, die man nehmen muss. Das Matchup ist nicht ganz schlecht, auch wenn er Direktschaden statt dicker Männer spielt.

Fazit

Auch wenn ich etwas kränklich ein eher mieses Ergebnis eingefahren habe, so war es doch ein gelungenes Turnier. Das Deck ist ganz solide, manchmal habe ich aber das Gefühl, dass viel zu viele Länder im Deck stecken. Auf der anderen Seite will man ja immer seine Länder legen. Dieser Spagat ist extrem schwierig zu meistern und ich denke, dass die 24 Länder dennoch benötigt werden. Mit dem Sideboard bin ich noch nicht zufrieden, aber da kann man ja ohnehin beinahe alles bringen.
Wie findet Ihr das Deck? Habt Ihr in letzter Zeit Modern gespielt? Was sind Eure Erfahrungen?

Bis nächste Woche

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