Minus fünf Tage

Wenn einer eine Reise macht…

Im letzten Beitrag habe ich darauf hingewiesen, dass ich diese Woche nicht zu hause sein würde; eine Dienstreise kam dazwischen. So konnte ich leider auch keine Kommentare zum letzten Artikel erlauben. Wer alle Kommentare hierzu noch nachlesen will: Dies ist nun der aktuelle Stand.
Auf meinem Ausflug durfte ich mich unter anderem selbst vorstellen. Natürlich fehlte da auch die Magic-Spieler-Erwähnung nicht. Über dieses Thema bin ich dann direkt mit drei anderen Spielern oder Interessierten ins Gespräch gekomen. Außerdem bin ich seither Magic-Rob. Ich denke, da gibt es weit Schlimmeres. Sehr interessant fand ich aber die Tatsache, dass Menschen aus ganz Deutschland bei diesem Thema zuhören und sich darüber austauschen können, obwohl sie sich eigentlich gar nicht kennen. Ein schönes Gefühl.
Heute gibt es von mir eher kürzere Abschnitte, da ich gestern nicht viel geschafft habe. Ein Draft war drin, musste aber nach zwei Runden abgebrochen werden. Außerdem habe ich sehr flüchtig den Return to Ravnica-Spoiler überflogen. Da mir die fünf Tage der Woche nun fehlen, zu diesen beiden Themen nun ein paar Zeilen.

Draft am 8.9.

Mit 14 Draftern waren wieder einmal zwei Tische am Start zu jeweils sieben Spielern. Langsam wird mir der anhaltende Ansturm richtig unheimlich. Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen die Drafter Woche für Woche ausblieben und wir keine sechs Spieler hatten. Nun gibt es bereits Vorschauen für das nächste Set und es kommen nach wie vor mehr als genug Spielwütige. Ich hoffe, das bleibt die nächsten Wochen und Monate so.

Mein Draft war dagegen Chaos pur:
Aus einem schwachen Booster nehme ich einen Captain of the Watch, von dem ich gehört habe, dass er ganz gut sein soll. Weitergegeben habe ich ausschließlich blaue, schwarze und grüne Karten. Geschoben bekomme ich ein Predatory Rampage. Overrun ist sicherlich die stärkere Karte, jedoch hat auch die Raubtierraserei ihre Vorzüge. Im dritten Booster nehme ich dann Prey Upon über Captain’s Call. Der Call harmoniert mit dem Captain ganz vortrefflich, das Prey Upon ist starkes grünes Removal. 4-Drops gibt es aber mehr als genug, sodass ich das spärlich gesähte grüne Removal nehme. Anschließend gibt es noch zwei Captain’s Call und einen Griffin Protector. Außerdem verläuft sich noch ein Healer of the Pride zu mir. Somit bin ich sehr weiß mit ein wenig grün.

Im zweiten Booster werde ich dann stark rot: Flames of the Firebrand, Volcanic Geyser und Searing Spear sowie Torch Fiend, Mogg Flunkies und eine Krenko’s Command finden den Weg zu mir. In Grün kam dafür genau gar nichts vorbei. Also entscheide ich mich für den Farbwechsel.

Im dritten Booster runden dann mittelmäßige weiße und rote Karten das (schwache) Deck ab, wobei ich im zweiten Pick Nefarox, Overlord of Grixis und Murder und im dritten Public Execution und Bloodhunter Bat schieben muss. Mein linker Nachbar freut sich.

Im Endeffekt sieht mein Haufen dann wie folgt aus:

Ajani’s Sunstriker
Dragon Hatchling
2 Krenko’s Command
2 Mogg Flunkies
Torch Fiend
Rummaging Goblin
2 Captain’s Call
2 Griffin Protector
Healer of the Pride
Bladetusk Boar
Canyon Minotaur
Goblin Battle Jester
Mindclaw Shaman
Captain of the Watch

Searing Spear
Volcanic Geyser
Wild Guess
Flames of the Firebrand
Trumpet Blast

Hellion Crucible
7 Plains
9 Mountain

Der Blast ist sicherlich keine Bombe, hat aber eher das Potential, den Gegner auf dem falschen Fuß zu erwischen; daher bekam er den Vorzug vor Show of Valor. Mit fünf Karten, die mehr als ein Tierchen mitbringen kann man das wohl vertreten. Ansonsten sind im Sideboard noch die üblichen Verdächtigen: Smelt, Guardians of Akrasa und Guardian Lions – nichts, womit man sein Deck ausstatten möchte. Zumindest vor dem Boarden.

Die beiden Spiele

Runde 1 gegen B/G

Im ersten Spiel bekomme ich direkt die großen grünen Männer vor die Nase gesetzt. Letztendlich muss ich schneller sein als er und/oder mit dem Battle Jester elegant angreifen. Auch der Bladetusk Boar hilft hier. Allerdings findet er in zwei Runden jeweils ein Mark of the Vampire, welches mich komplett rausnimmt. Ich habe zwar Blocker und Removal, schaffe aber in beiden Runden kein Comeback. Dass ich das zweite Spiel gewinnen konnte lag wohl auch eher an seinem schwachen, als an meinem starken Draw.

Runde 2 gegen U/B

Er sagt über sein Deck, dass es wohl das Schwächste sei, dass er in den letzten Wochen gedraftet hat. Außerdem spielt er 42 Karten, von denen 15 Länder sind, wie sich später herausstellt. Ebenfalls später sehe ich in seinem Deck Stormtide Leviathan und Omniscience. Das kann so nicht funktionieren. Also gewinne ich einmal, weil meine Karten besser funktionieren (Flieger legen und Removal auf Chronomaton spielen) und einmal, weil er trotz Mulligan nur zwei Länder legt. Nach dem Spiel bauen wir dann sein Deck so um, dass die Omniscience, zwei Mind Sculpt und zwei Index rausfallen und dafür zwei Swamps und ein Jayemdae Tome reingehen. Das Artefakt ist nicht broken, aber sorgt in seinem überschaubaren Lategame für die eine oder andere Extrakarte.

Danach musste ich aus zeitlichen Gründen leider das Turnier beenden. Spass gemacht hat es trotzdem wieder. Mein Erstrundengegner hat mir zwischen den Spielen erzählt, dass er extra aus Regensburg nach Nürnberg gefahren ist, um an der Magic-Celebration teilzunehmen. Außerdem draftet er gerne und am Freitag zuvor waren in Regensburg wohl nur sechs Spieler zugegen. Eventuell sieht man somit die nächsten Wochenenden wieder einmal ein Auto aus Regensburg vor dem Nürnberger Funtainment vorfahren.

Shockland-Schocker

Die Ravnica-Doppelländer kommen wieder! Ok, das haut jetzt keinen mehr aus den Socken, aber erwähnen möchte ich es dennoch. Und zwar, weil ich die Bilder durch die Bank unschöner finde. Oder andersrum: Die alten Artworks gefallen mir um Längen besser. Mag sein, dass ich voreingenommen bin, weil ich die alten Bildchen so sehr gespielt habe und auch immernoch gerne auspacke. Aber selbst, wenn ich damals nicht gespielt hätte, fände ich die neuen Artworks irgendwie seltsam. Wie geht es euch da? Ist es Euch egal, hauptsache, das Land macht, was es soll? Oder seht Ihr bei solchen Karten auch das Artwork? Gefallen Euch die neuen Artworks besser? Oder nur teilweise?

Damit spielen werde ich natürlich trotzdem, schließlich haben die Karten ja den selben Effekt. Nur haben gerade Länder ja auch einen ästhetischen Effekt. Nicht umsonst spielen viele Spieler gerne mit Unhinged-Foil-Ländern.

Das war nun alles, was mir in nicht einmal zwei Tagen zu Magic in den Sinn kam. Nächste Woche gibt es hoffentlich wieder etwas Tiefgründigeres.

Bis nächste Woche

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Responses to Minus fünf Tage

  1. kelgh sagt:

    Artwork finde ich schon wichtig. Da ich aber so spät bei Magic reinegschnuppert habe, ist es bei mir umgedreht: Mir gefällt im seltesten Fall das alte Artwork..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.