Bärchen

Da ich in den letzten Wochen immer über irgendwelche Drafts geschrieben habe, kommt diese Woche ein wenig frischer Wind in den Blog. Das hat mehrere Gründe: Zunächst ist es vermutlich sehr ermüdend, jede Woche Draftwalkthroughs zu lesen. Außerdem soll es hier ja um verschiedene Decks und Formate gehen. Casual kam da bislang etwas zu kurz. Ich möchte Euch heute gerne mein Bärchendeck vorstellen, das im Wesentlichen ein Tribaldeck ist. Vielleicht findet der ein oder andere Gefallen an meinen Bärchen und baut es sich einfach mal nach. Bevor ich nun weiter um den heißen Brei herumschreibe, hier die Liste:

Kreaturen [29]

4 Ashcoat Bear
4 Spectral Bear
2 Grizzly Bear
1 Balduvian Bear
1 Bear Cub
1 Runeclaw Bear
1 Werebear
3 Pale Bears
3 Ulvenwald Bear
3 Druid’s Familiar
2 Razorclaw Bear
2 Striped Bear
1 Golden Bear
1 River Bear

Nicht-Kreatur-Zaubersprüche [9]

3 Giant Growth
2 Bear Umbra
2 Overrun
1 Bearscape
1 Grizzly Fate

Länder [23]

4 Terramorphic Expanse
4 Evolving Wilds
15 Forest

Wie man unschwer erkennen kann, dreht sich bei den Nicht-Ländern alles um Bären. Gerade die Spells wurden auf die Thematik hin ausgewählt. Das Giant Growth beispielsweise stammt aus Magic2011, auf dem ein großer Bär abgebildet ist. Bearscape, Bear Umbra und Grizzly Fate haben den Bären schon im Kartennamen. Overrun schließlich enthält zwar einen Bären auf dem Bild (in der Magic2010-Version), ist aber hauptsächlich wegen der Spielstärke im Deck.

Die Kreaturen wurden ebenfalls nach Spielstärke ausgewählt, wobei ich schon gerne jeden möglichen Bären einmal im Deck hätte. Da ich aber ohnehin schon 61 Karten im Deck habe, ist es sehr schwierig, neue Bären einzubauen. Eigentlich sollten also 4 Grizzlybären im Deck sein, aber da Ashcoat Bear und Spectral Bear besser sind, gehen diese beiden als 4-Off durch. Der Grizzly bekommt immerhin noch zwei Slots, weil er als Namensgeber für zig 2-Drops herhalten muss. Einzeln sind dann einige Abwandlungen des Grizzlys anzutreffen: Balduvian Bear und Runeclaw Bear. Bear Cub ist eigentlich hauptsächlich drin, weil er so putzig aussieht. Der Werbär ist eigentlich meistens zu schlecht, weil man eher schnell gewinnen will; dennoch möchte ich ihm einen Slot im Deck widmen. Gleichwohl bin ich mir bewusst, dass er mit Bearscape ähnlich schlecht harmoniert wie Grizzly Fate.

Auf der drei gibt es nur wenige Bären, weshalb ich die vorhandenen jeweils dreimal spiele. Eisbären sind offensichtlich gegen alle Decks gut, die Inseln spielen. Ulvenwald Bären sind ein nettes Gimmick, falls ein Bär im Angriff zerstört wurde. Zudem passen sie ausgezeichnet in die Kurve. Alternativ könnte man mehr 2-Drops und Pump-Spells für ein Mana reinnehmen.

Für vier Mana gibt es dann wieder die volle Auswahl. Druid’s Familiar ist wahrscheinlich der stärkste Bär im Deck, weil er sechs Power auf den Tisch legt. Aus Platzgründen habe ich bislang nur drei an Bord. Striped Bears waren früher mal mehr und sind der Hauptgrund, weshalb ich dieses Deck begonnen habe. Daher habe ich mich lange Zeit geweigert, sie zu ersetzen. Nun sind sie aber dennoch auf zwei Slots runter. Razorclaw Bear wird eigentlich nie geblockt, weil er unheimlich schwer totzublocken ist, gerade mit Pumpsprüchen. River Bear ist der große Bruder des Eisbären und ebenso wie die kleinere Variante super gegen alles, was blau spielt. Golden Bear schließlich wurde als Nettle Swine mit anderem Kreaturentyp neu aufgelegt. Vier Power auf einer Kreatur haben allerdings die wenigsten Bären, sodass ihm der letzte Platz gehört.

Zu den Ländern gibt es kaum etwas zu sagen. Wälder sind gesetzt, da sie das machen, was man braucht: Grünes Mana. Ich habe mich daneben für die volle Dröhnung Evolving Wilds und Terramorphic Expanses entschieden, weil ich gerne Karten in den Friedhof lege (Grenzwert und Bearscape). Leider gibt es kaum Länder, die Bären zeigen und/oder speziell Bären erwähnen. Daher muss ich mich hier etwas außerhalb der Thematik bewegen.

Das Spielen mit dem Deck ist eigentlich immer gleich: Bären ausspielen und möglichst oft und effektiv nach rechts drehen. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. Absolut ungewinnbar ist nur das Deck, das viele Massremoval spielt. Ansonsten spielt man eigentlich immer mit und kann dank Overrun hin und wieder den Lucky Punch ansetzen. Ich würde mich über etwas mehr Carddraw freuen, aber da gibt es in Grün ohnehin schon wenig; und mit Bären sinkt die Anzahl der möglichen Karten gegen Null.

Ich habe auch über einen Highlander nachgedacht; allerdings gibt es dafür wohl zu wenige Bären und auf Changelinge möchte ich nur ungern zurückgeifen. Ansonsten wäre Chameleon Colossus natürlich auch ein hervorragender Bär.

Wenn Ihr Ideen zu meinen Bären habt, oder ich einen wichtigen Bären vergessen haben sollte, dann schreibt mir das doch einfach.
Nächste Woche kommt vermutlich wieder Limited an die Reihe; vielleicht dann auch mal ein Sealed. Wir werden sehen.

Bis nächste Woche

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8 Responses to Bärchen

  1. Muamahumpapa sagt:

    Du könntest 2-3 Caller of the Claw ins Deck packen. Sind zwar keine Bärchen, sollten aber trotzem gut zum tribal-Gedanken passen.

  2. atog28 sagt:

    wobei ich schon gerne jeden möglichen Bären einmal im Deck hätte

    Ah ok, es ist also kein Deck, sondern ein Schaufenster. Hm. Bären sind ja nun auch kein super-starker Tribe. IMO sollte man das mit entsprechenden Sidekicks aufwerten.

    Ulvenwald Bären sind ein nettes Gimmick

    Ich denke, sie sind mehr als das und wegen der Kurvenlage die Bären, die man auf jeden Fall spielen will. Schlage vor, die auf 4 auszubauen und dafür die schwachen Pale Bears zu kürzen.

    Auch Druid’s Familiar und Striped Bears würde ich weiter ausbauen. Mit Werebear hat man doch auch die passende Manabeschleunigung in den 4-er Slot.

    River Bear ist der grosse Bruder von Müll? Aha. Warum dann nicht lieber was besseres spielen, was, das nicht geblockt wird? Warum diese Schaufenstergeschichte?

    Zu den Ländern gibt es kaum etwas zu sagen.

    Doch.

    Du rechtfertigst die acht getappt ins Spiel kommenden Basic Lands damit, dass hier ein Werebear und ein Grizzly Fate drin ist? Schmeiss die Fetchländer raus und spiele nur Forests (oder von mir aus Gemstone Mine) oder begründe sie mit einem Blausplash für Phantasmal Bear (wobei der dann auch nie in der ersten Runde liegen wird) und um Massenremoval countern zu können.

    Andere Entwicklungsmöglichkeiten sind die Gebärhalterung (Birthing Pod) oder der Stachelbär (Ursapine) – letzterer harmoniert besser mit Bear Umbra, deren Enttapp-Effekt läuft hier so ins Leere.

    Was ist denn mit Descendants‘ Path oder Adaptive Automaton?

    Ich lese auch gerne mehr Casual.

    • grozoth sagt:

      Ich stimme dir darin zu, dass Bären nicht zu den stärksten Tribes gehören. An Elfen, Wizards, Goblins, Meervolk oder Zombies kommen sie nicht heran. Das versuche ich aber auch gar nicht.

      Die Ulvenwaldbären sehe ich zB weniger gut an als du. Die liegen nur dann gut in der Kurve, wenn mein zuvor gelegter Angreifer draufgeht. Das ist eben nicht häufig gegeben (jedenfalls in den Spielen, die ich gemacht habe). Klar, den kann ich auch später noch spielen, aber dann fehlt mir das T3-Bärchen.

      Du hast recht, mit Werebear kann man gut in den 4-Mana-Bären reinrampen. Ich habe allerdings den aggressiveren Ansatz gewählt und Spectralbären über den Manabären gewählt. Damit sind Vierdrops zwar nicht außerhalb des möglichen, kommen aber nicht vor T4.
      Riverbear ist in einigen Matchups klar der Schlechteste Mann im 4er-Slot, keine Frage.

      Getappte Standardländer sind manchmal unangenehm, dafür gibt es aber auch keinen 1-Drop. Phantasmal Bear wird da auch nicht reinkommen. Evtl sollte ich auf ‚richtige‘ Fetchländer (Wooded Foothills etc) umsteigen? Auch wenn sie nichts mit dem Thema gemeinsam haben.

      Gebärhalterung und Stachelbär: Wenn dann nur auf deutsch. Dann muss ich aber auch den Standardbearern aus Apokalypse eine Chance geben 🙂

      Danke für deinen umfangreichen Kommentar und deine ehrliche Meinung!

      • atog28 sagt:

        Spectral Bear hat mit 1,5 Power auch keinen wesentlich aggressiveren Ansatz als ein Werebear.

        Terramorphic Expanse passen eben nicht in ein Monocolored-Deck, weil sie Basic Lands immer unterlegen sind. Du brauchst keine Fetchländer. Nur Basic Lands.
        Zwei Threshold-Karten sind ebenso zu vernachlässigen wie der „Ausdünn-Effekt“.

        Ausserdem unterstütze ich Ormus‘ Vorschlag mit dem Ulvenwald Tracker (oder auch: Arena als Sonderland).

        Und was ist jetzt mit den Tribal-Enablern für schlechte Tribes (Descendant’s Path, Automaton)?

  3. Jashin sagt:

    Du könntest mehr Vanilla-Bären spielen und dich dann auf Muraganda-Petroglyphen setzen…

  4. Ormus sagt:

    Vielleicht repeatable Removal (light) in Form von Ulvenwald Tracker? Ist immerhin ein Bär auf dem Bild, das gibt style-bonus 🙂

  5. konko sagt:

    Wenn ich gezwungen wäre den Bär Tribe zu spielen würde das so ausssehen:

    4 Ashcoat Bear
    4 Phantasmal Bear
    4 Werebear
    4 Psionic Blast

    + Counter
    + Brainstorm, Cantrip
    + Fetch

    So stupides Kreaturenlegen + Pump wäre mir einfach zu stupide.
    Diese Liste hat das Problem das sie kein removel spielt, Psionic Blast ist die einzige Karte die mir auf anhieb für den Job einfiel.

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