DLC-Pack 1 komplettiert

Letzte Woche habe ich einen Blick auf das vollständige Izzet- sowie auf das Selesnya-Deck geworfen. Heute komplettiere ich das erste Download-Paket mit den Gilden Azorius und Rakdos. Anschließend gibt es seit etlichen Wochen mal wieder ein erfolgreiches Draft-Deck zu sehen. Ich habe doch tatsächlich mal wieder drei Runden am Stück nicht verloren. Zunächst aber zu Duels of the Planeswalkers.

Azorius

Das Deck setzt enorm auf Verzauberungen. Sowohl für die eigenen, als auch für die gegnerischen Kreaturen sind Auren im Deck. Wobei die eigenen Kreaturen verstärkt und die gegnerischen abgestellt bzw übernommen werden sollen. Das klappt in der Praxis häufiger, als man denkt. Zwei Pacifism, eine Narcolepsy und zwei Mind Control genügen in der Regel, um mit einer eigenen großen Kreatur das Spiel zu gewinnen. Der Deckbau ist etwas knifflig, da das richtige Verhältnis von Kreauren und Verzauberungen gut überlegt sein sollte. Bei zu vielen Kreaturen hat man Würste auf dem Tisch, die zu klein sind. Bei zu vielen Verzauberungen hat man unter Umständen keine Kreatur und viele Verzauberungen auf der Hand. Ich spiele im Moment ein 50:50-Verhältnis auf vierzig Karten, wobei bei den „Spells“ vier Evolving Wilds mitgezählt werden.

An Kreaturen gibt es jede Menge Männer mit Fluchsicherheit: Bis zu vier Invisible Stalker, ein Geist of Saint Traft und zwei Aven Fleetwing sind vor gegnerischem Removal ziemlich sicher. Bis zu vier Kor Spiritdancer sorgen für einen dicken Body und Kartennachschub. Ansonsten spielt das Deck viele, meist fliegende Kreaturen, die sich gegenseitig unterstützen sollen. Aven Mimeomancer hilft Invisible Stalker, Guardian Seraph hilft im Damagerace und Sun Titan gräbt früh verlorene Männer wieder aus. Oder einfach mal Evolving Wilds, um an mehr Mana zu gelangen.

Insgesamt ist das Deck relativ ziehabhängig und kann auch einfach mal nichts Relevantes ziehen. Invisible Stalker alleine reicht gegen kein anderes Deck. Aber in Kombination mit den richtigen Teilen ist das Deck durchaus in der Lage, gegen alle anderen Decks zu gewinnen. Insgesamt ist es eher eine Wundertüte, bei der man vor dem Spiel nicht weiß, ob man überhaupt der aggressivere oder der defensivere Spieler ist. Mit Karten wie Wall of Reverence oder Winds of Rath kann man auch gut einmal in die Defensive gehen. Und wenn man nun einmal genau diese defensiven Karten zieht, dann bleibt einem nichts anders übrig, als den Gegner aus der Reserve zu locken. Spaß hat man mit den Verzauberungen aber allemal und ich würde jederzeit wieder zu den blauen und weißen Karten greifen.

Rakdos

Etwas schneller als das Azorius-Deck kommen die rot-schwarzen Männer daher. Auf der eins und der zwei fehlen zwar die überragenden Prügler, dafür gibt es ab dem drei Mana-Bereich die volle Auswahl: Gleich vier Ashenmoor Gouger, zwei Ashenmoor Liege und das Playser Demigod of Revenge können dem Gegner massiv und schnell zusetzen. Vor allem der Demigod ist unheimlich schwer zu stoppen. Als Spielzeuge geben Wizards dem Rakdosdeck Blightnings, Vexing Devil, Reanimate, drei Terminate und zwei Bituminous Blast an die Hand. Das Deck hat somit alles, um das gegnerische Board abzuräumen, kann aber mit Sprüchen nicht direkt auf den Gegner schießen. Trotzdem ist das Deck auch gegen Verzauberungen und Artefakte nicht verloren, da zwei Chaos Warp hier für Abhilfe schaffen können. An kleinen Spielereien, sprich nur einmal vorhanden sind Top-Karten wie Dragonmaster Outcast oder Demonic Tutor.

Im Prinzip spielt sich das Deck immer gleich: In den ersten zwei Runden die Farben mittels Evolving Wilds suchen, dann dicke Treter auf den Tisch knallen, die in Kombination mit dem guten Removal das Spiel nach Hause schaukeln sollen. Und wenn alles nichts hilft, dann muss es eben Massacre Wurm richten. Wem dieser Deckplan nicht gefällt, der sollte lieber die Finger vom Rakdosdeck lassen. Zwar gibt es noch die Möglichkeit, auf Kreaturen wie Hissing Iguanar und Spiteflame Witch zu setzen, aber davon gibt es erstens zu wenig Exemplare und zweitens sind sie einfach zu schwach um vernünftig angreifen oder blocken zu können.

Mir persönlich gefällt das Deck alleine schon wegen der vier Demigods sehr gut. Außerdem gab es gegen viele Decks ein sehr knappes Ergebnis, was die Spannung erhöhte und Konzentration sowie gutes Timing des eigenen Removals erforderte. Es ist also kein einfaches Hau-Drauf-Deck, da man hin und wieder auch überlegen sollte, welchen Spruch man wann spielt. Auch die Ashenmoor Gouger sind nicht in jeder Situation richtig, da sie nicht blocken können.

Draft am 24.11.

Einen Monat vor dem Heiligen Abend fanden sich zehn Spieler in Nürnberg zusammen, um zu draften. Somit gab es einen großen Tisch und das tablen eines Spruches funktionierte praktisch nicht. Ich habe – wie in letzter Zeit so oft – mit einer guten mehrfarbigen Karte gestartet; dieses Mal mit Selesnya Charm. Anschließend wurde ich komplett von diesen Farben abgeschnitten und musste in Rot wechseln. Rakdos mit Izzet war dann auch das finale Deck. Für ein reines Rakdos reichte es im zweiten Booster leider nicht, denn ich hatte eine Menge roter Karten zu Beginn des Drafts weitergeschoben. Insgesamt kann ich mich nicht beschweren, das Deck lief dafür, dass ich zu Beginn einige Picks verschwendet habe, ausgezeichnet. Natürlich gehört auch immer das nötige Glück dazu, was man an dem Deck auch gut ablesen kann:

2 Gore-House Chainwalker
Goblin Electromancer
Nivix Guildmage
Frostburn Weird
2 Splatter Thug
Viashino Racketeer
Dark Revenant
Perilous Shadow
Voidwielder
2 Batterhorn
Spawn of Rix Maadi
Golgari Longlegs
Isperia’s Skywatch
Street Sweeper

Inaction Injunction
Izzet Charm
Mind Rot
Rakdos Keyrune
2 Explosive Impact

Blood Crypt
Rakdos Guildgate
Transguild Promenade
4 Island
6 Mountain
4 Swamp

Gut gefallen haben mir die vielen und guten Two-Drops. Ich hatte nie Probleme mit den Farben, da der Blauanteil auf den Karten recht gering und der Schwarzanteil bei den Ländern recht hoch war. Auch die Keyrune war genau richtig. Etwas doof war der Street Sweeper. Den habe ich nur gespielt, weil die Alternativen im Sideboard nicht viel besser waren. Da warteten noch Conjured Currency, Jace, Architect of Thought, das dritte Batterhorn, Dynacharge und Traitorous Instinct auf ihre Einwechslung. Der Rest waren dann entweder weiße oder grüne Karten, die irrelevant waren.

Den Jace im Board wollte ich nicht spielen, da die Manabasis ohnehin schon wackelig sein würde. Also habe ich ihn dauerhaft draußen gelassen. Eingewechselt habe ich tatsächlich nur den Dynacharge. Und zwar als gute Karte gegen Rubbleback Rhino. Zusammen mit den beiden Splatter Thug ist dann auch das Hexproof-Tier klein zu kriegen. Die Impacts waren ein Wucht und offensichtlich rechnet niemand mit zweien davon. Das Izzet Charm war ebenfalls topp.

Nächste Woche werde ich in jedem Fall wieder draften gehen; die Edition bereitet mir noch immer große Freude. Zudem möchte ich bis dahin die beiden neuesten Decks für DotP, Boros und Simic, besprechen.

Bis nächste Woche

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