Modern Masters

Am Freitag, den 7.6. konnte das lang ersehnte Produkt Modern Masters in den Läden käuflich erworben werden. In Nürnberg hatte wir das Glück, mit dem Produkt ein paar Drafts ausspielen zu dürfen. Nach dem Motto „Sobald acht Spieler da sind, geht’s los“ fand der erste Draft um etwa 15 Uhr statt.

Zur Info: Mehr als acht Spieler ist schon produkttechnisch schwierig, weil ein Display exakt 24 Booster enthält, also genau das Draftmaterial für 8 Spieler.

So nahm ich am ersten Draft Teil und öffnete eine Oona, Queen of the Fae. Nichts von Wert, aber eine tolle Karte für den Draft. Also nahm ich die große Fee und anschließend kamen auch viele ihrer kleinene Freunde angeflogen.
Bereits nach dem erstn Booster hatte ich zwei Faerie Macabre, eine Latchkey Faerie, ein Errant Ephemeron und eine Spellstutter Sprite.

Im zweiten Booster kamen mehr der kleinen Flieger und ich konnte beinahe schon ans Deckbauen gehen – 23 spielbare Karten würde ich auf jeden Fall bekommen. Aber so ist diese Edition nun einmal: Genügend Karten für fast jede Strategie.

Im letzten Booster sammelte ich dann noch ein paar Zubehörkarten ein, musste im ersten Pick leider einen Pestermite weitergeben, der es nicht um den Tisch schaffte. Peppersmoke und Traumatic Visions machten das Deck dann rund.

Mein Feenhaufen sah dann wie folgt aus:

Errant Ephemeron
Etherium Sculptor
Spellstutter Sprite
Rathi Trapper
Deepcavern Imp
3 Faerie Macabre
Thieving Sprite
Faerie Mechanist
3 Latchkey Faerie
Dreamspoiler Witches
Mulldrifter
Oona, Queen of the Fae

Executioner’s Capsule
2 Peppersmoke
Logic Knot
2 Erratic Mutation
Traumatic Visions

Vivid Marsh
8 Island
8 Swamp

Gar nicht so schlimm, recht aggressiv und fliegend. Removal hatte ich nicht in Hülle und Fülle bekommen, dafür würde ich mich dann eben aufs Countarn vrsteifen. Das machte ja auch früher schon die Visions zu einer recht guten Karte: Frühes Fixing oder später Counter. Der Sculptor mutete etwas lahm an, diente aber als weiteres Ziel für den Mechaniker und konnte aber auch andersherum al Beschleuniger für selbigen dienen.

Im Sideboard saßen derweil: Echoing Truth, Faerie Mechanist, Narcomoeba, Traumatic Visions, Auntie’s Snitch und Aether Spellbomb fest. Den zweiten Mechaniker wollte ich dann doch nicht spielen, weil es so viel bessere Feen mit mehr Präsenz gab. Narcomoebe war noch schwächer als der Sculptor, die Bombe hätte man evtl noch ins Deck quetschen können. Insgesamt denke ich aber, dass das Deck so schon in Ordnung geht. Und ein bis zwei Karten sind meist ohnehin abhängig von den Vorlieben des Spielers.

Runde 1

Er spielt einen dreifarbigen, artefaktlastigen Haufen. Genau kann ich es nicht sagen, weil er mir in zwei Spielen jeweils Runed Stalactite und Myr Retriever auf den Tisch legte. Im ersten setzte ich ein Errant Ephemeron aus, er einen Rift Bolt. Damit schoss er meinen gespielten Rathi Trapper um. Ich konnte Latchkey Faerie spielen, angreifen, eine zweite spielen, danach mit Ephemeron im Terzett wieder angreifen, die dritte spielen und im Zug darauf mit zwei Feen und Ephemeron das Spiel beenden.
In Spiel zwei legte er zunächst den Stalaktit, danach den Retriever. Ich konnte derweil ein wenig Flieger auf das Feld legen, der Mechaniker fand natürlich nichts. Dafür waren Peppersmoke richtig spitze und brachten die Luftangriffe zielsicher durch. Als dann am Ende auch Oona das Spielfeld betrat, gab er einfach auf.

Nach dem Spiel erkundigte ich mich nach dem terminlich gesetzten FNM-Draft, der ebenfalls mit Modern Masters stattfinden würde. Nachdem das FNM in wenigen Minuten starten würde, dropte ich, schenkte meinem Gegner den Sieg und wünschte ihm mehr Erfolg als er gegen mich hatte.

Im zweiten Draft waren sage und schreibe sechs 8-Mann-Tische zu verzeichnen. Hier stieg ich mit einer Doubling Season in den Draft ein. So wollte ich einmal Grün spielen. Ich pickte dann in einem gähnend leeren Booster Nantuko Shaman, um die Farbe zu wahren. Als dann aber im fünften Pick ein Scion of Oona aus dem Booster grinste, nahm ich mich der blauen Flieger an, da ich bereits ein Ephemeron im Booster zuvor genommen hatte. An Thalliden bekam ich im gesamten Draftverlauf gerade einmal ein Pallid Mycoderm und einen Thallid Germinator zu Gesicht – zu wenig um die Season zu unterstützen.

Ich nahm verstärkt blaue Feen aus den Packs, sah aber leider wiederum keine Pestermites oder Spellstutter Sprites. Dafür bekam ich auch ein paar schwarze Flatterer zu Gesicht ud nahm zwischendurch immer wieder grüne starke Männer. Auch zwei Giant Dustwasps schafften es zu mir, wobei die Wespe meiner Meinung nach zu niedrig genommen wurde. Aber wer kann das bei solch einem Format schon sagen? Eindringend benötigtes Vivid-Land oder gar eine Terramorphic Expanse sah ich dafür nicht mehr.

Beim Deckbau hatte ich dann meine liebe Not: Ich legte zunächst Grün und Blau aus, schob danach Grün zur Seite und integrierte Schwarz. Da ich beides unbefriedigend fand, nahm ich zwei grüne und drei schwarze Karten ins Deck, spielte Perilous Research um auf meine Farben zu kommen und war im Endeffekt Blau mit zwei Splashes.

Arcbound Worker
2 Errant Ephemeron
Etherium Sculptor
2 Giant Dustwasp
Myr Retriever
2 Esperzoa
Scion of Oona
2 Latchkey Faerie
Dreamspoiler Witches
Marsh Flitter
OOna, Queen of the Fae

Engineered Explosives
Reach Through Mists
Executioner’s Capsule
Runed Stalactite
Perilous Research
2 Erratic Mutation
Traumatic Visions

9 Island
4 Swamp
4 Forest

Recht viel mehr war es dann auch nicht. Für das Board notierte ich mir Vedalken Dismisser und Faerie Macabre. Grüne Männer wie Durkwood Baloth, Imperiosaur oder Penumbra Spider ignorierte ich, weil doppeltes grünes Mana nicht erfügbar sein sollte.

Runde 1

Er spielte ein grün-blaues Deck mit vielen Thalliden. Jetzt wurde mir auch klar, warum meine Season so wenig Material bekommen hatte. Im ersten bin ich einfach furchtaber schnell mit Kapsel, Ephemeron und Esperzoa. Im vierten Zug für vier in der Luft anzugreifen ist schon recht gut. Ich legte dann die Kapsel und den zweiten Esperzoa, konnte allerdings nur mit einem angreifen – ich wollte einfach einen Blocker haben. Er machte mir in diesem Spiel aber ohnehin keinen Schaden, weil er auch die Eile auf dem Ephemeron nicht wahrnahm und im Zug, in dem das Ephemeron ins SPiel kam, auf vier Lebenspunkte ging. Ich spielte meine Kapsel, Explosives für Null, was gegen Saprolinge ganz gut ist, und er gab auf.
Im zweiten Spiel agierte er etwas aggrissiver, konnte mit Thallid ein paar Punkte Schaden machen, bevor ich meine Feen zeigte. Eine Dustwasp kam pünktlich von den Ausgesetzten und setzte ihm zu. Oona betrat das Spielfeld und er hatte zunächst keine Antwort. So durfte ich einmal enttappen und Feentoken vor seinem Angriff machen, bevor er ein Take Possession auf meine Königin spielte. Ich konnte mittels Kapsel sein Ephemeron vernichten und mit drei Token, einer Latchkey Faerei und einem Ephemeron genau für tödlich angreifen. Er hatte allerdings übersehen, dass er mit blauem Mana ja auch mich um meine Bibliothek hätte bringen können.

Runde 2

Mein Gegner nahm Mulligan und legte dann etwas langsam los. Er war dreifarbig mit weißen, schwarzen und roten Ländern unterwegs und staunte, weil bei mir alles auf dem Tisch flog. Als er dann in Runde sechs Yosei, the Morning Star castete, hatte ich die Visions am Start. Das wäre gegen den Drachen recht eng geworden. So blockte er ein bisschen mit nacheinander gelegten Deepcavern Imps meine Dustwasps und ging dann einfach ein.
Im zweiten Spiel ein ähnliches Bild: Ich konnte ein Ephemeron aussetzen, danach ein paar Flieger legen. Dieses Mal hatte er keinen Drachen, dafür wiederum einige Imps. Bei einem Doppelblock gegen meine Wespe stellte eine Mutation einen Imp ab, der andere ging dann im Kampf drauf. So war der Luftweg frei und der Sieg sicher.

Runde 3

Im Finale hatte mein Gegner Kiki-Jiki, the Mirror-Breaker im Deck. Dazu nahm er natürlich alle Pestermites, die er bekommen konnte. Im ersten suspendete ich der Reihe nach Ephemeron, Wespe, Wespe. Das war natürlich doof, da die zweite Wespe ja viel früher ins Spiel kommen konnte, da ich zwar kein schwarzes, dafür doppelt grünes Mana hatte. Kiki-Jiki kopierte zwischendurch fleißig Warspike Changeling, Pestermite konnte ich gerade so countern. Am Ende gewann ich einen Zug vor ihm, weil ihm die Luft ausging, durch die ich anstürmte.
Im zweiten Spiel lieerten wir uns eine Schlacht, bei der er alles auf das Feld warf, was er hatte. Da er anfing und Bonesplitter legte sowie Riftwing Cloudskate aussetzte, spielte ich gerade so, da er nichts schwerwiegendes bouncen würde können. Meine Wespe kam im Zug nach der Scholle ins Spiel, war also relativ sicher. Wir tauschten ein wenig ab, bis ich feststellen musste, dass Aethersnipe eine große, schwer zu blockende Kreatur ist. Mein Marsh Flitter hatte aber zwei Blocker dabei und ich fand meine Latchkey Faeries. Beide konnten dank Marsh Flitter mit Prowl ins Spiel kommen und so hatte ich eben noch Karten und Kreaturen, während seine Hand leer und sein Board überschaubar waren. Am Ende gewannen einfach die vielen Karten.

So stehe ich am Ende mit 4-0 in Matches und 8-0 in Spielen da, bin mir aber relativ sicher, dass ich unheimlich viele Fehler gemacht habe. Allein die teureren Karten, die ich aus den Boostern nahm, hätte man nicht genommen, wollte man auf das stärkste Deck draften. Außerdem ist ein dreifarbige Deck mit Sicherheit eigentlich kein 6-0-Kandidat, aber das ungewohnte Draftformat bereitete doch einigen Spielern Kopfzerbrechen. Spaß gemacht haben beide Drafts auf jeden Fall und ich kann nur jedem, der die Chance auf solch einen Draft hat, empfehlen, diese zu nutzen. Es lohnt sich! Konntet Ihr Modern Masters testen? Wie gefällt Euch die Edition? Wie steht Ihr zu solch einem Set?

Mal sehen, ob es auch nächste Woche noch Produkt davon gibt, wobei das eigentlich nicht zu erwarten ist. Somit wird dann wieder das reguläre Dragon’s Maze – Gatecrash – Return to Ravnica-Format gedraftet.

Bis nächste Woche

Edit Auf Grund von Internetproblemen, werden die Einzelkarten zu einem späteren Zeitpunkt verlinkt

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