Es geht voran

Nach meinem doch recht ernüchternden Abschneiden in der Vorwoche wollte ich unbedingt ein besseres Ergebnis im Draft einfahren als „1-2 mit Bye“. Also nahm ich am FNM-Draft teil, wo ich an einem von drei 8-Mann-Tischen saß. Die – für unsere Verhältnisse – niedrige Spielerzahl schiebe ich einfach mal auf das Wetter und den Beginn der Ferien.

Ich startete mit einem Booster, in dem sich Doom Blade und Flames of the Firebrand um den Preis der besten Karte prügelten. Beide landen sicher in jedem Deck, das Flames hat das etwas höhere Blowout-Potential, ist dafür aber in der weniger tiefen Farbe. Das Doom Blade räumt sicher eine Kreatur weg und ist auch noch spontan wirkbar. Trotzdem entschied ich mich für den roten Zauber, der nach Möglichkeit immer 2-1 abtauschen sollte. Im Anschluss bekam ich einen recht leeren Booster, aus dem ich nicht das glitzernde Sanguine Bond, sondern ein Volcanic Geyser nahm. Ich mag die Karte trotz ihrer Klobigkeit einfach sehr gerne. Da ich schon rot war, blieb ich einfach in der Farbe.
Im dritten Booster musste ich mich zwischen Hunt the Weak und Giant Spider entscheiden. In Weiß und Blau sah ich gar nichts mehr, in schwarz leider auch nicht. Somit blieb neben meinem eigentlich schon festgesetzten Rot nur noch grün, was ohnehin die beiden stärksten Karten des Boosters stellte. Ich griff zur Spinne, auch wenn ich Hunt the Weak sehr schätze. Ich krebste ein wenig herum, bekam einen Advocate of the Beast und im siebten Pick einen Predatory Sliver geschenkt. Nach dem ersten Booster war ich noch nicht ganz zufrieden.

Im zweiten eröffnete ich mit meinem zweiten Predatory Sliver – meine Rare war das zweite Sanguine Bond in diesem Draft. Geschoben wurden mir Goblin Diplomats, die ich für recht stark halte. Gerade im Limited kann der Effekt spielentscheidend sein. Ich bakam anschließend gutes grünes und rotes Material: Zwei Rumbling Baloth, von denen ich einen über Woodborn Behemoth nahm, Voracious Wurm und Shock. Ein Last Pick Goblin Shortcutter war auch nicht zu verachten.

Mit Traumatize war meine letzte Rare leider mal wieder unspielbar für mich, und so nahm ich einen Battle Sliver. Mit Thorncaster Sliver und doppel Blur Sliver bekam ich alleine im letzten Booster noch ein ordentliches Sliver-Thema auf die Beine gestellt. Leider schaffte es kein weiterer Predatory Sliver mehr um den Tisch, da hätte ich mir noch einen dritten erhofft. Auf der anderen Seite konnte ich mit acht gut spielbaren Slivern sehr zufrieden sein.

Striking Sliver
Goblin Diplomats
2 Goblin Shortcutter
2 Predatory Sliver
Voracious Wurm
Academy Raider
2 Blur Sliver
Advocate of the Beast
Sliver Construct
Giant Spider
2 Rumbling Baloth
Battle Sliver
Thorncaster Sliver

2 Shock
Ranger’s Guile
Seismic Stomp
Volcanic Geyser
Flames of the Firebrand

9 Mountain
8 Forest

Das Deck sah für mich eigentlich richtig stark aus. Wenn ich es vermied, zu viele Länder zu ziehen, dann würde das Deck ordentlich Druck machen können. Im Sideboard tummelten sich Cyclops Tyrant, Lava Axe, Gladecover Scout, Into the Wilds, Plummet, Voracious Wurm, Bubbling Cauldron, Rod of Ruin, 2 Staff of the Flame Magus, Staff of the Wild Magus, Hive Stirrings und Steelform Sliver. Das Sliver-Thema war zwar schön und gut, alerdings konnte ich meiner Meinung nach unmöglich dreifarbig spielen. Ohne irgendein Fixing waren es die beiden weißen Sprüche nicht wert, ins Deck integriert zu werden. Dennoch wollte ich sie der Vollständigkit halber aufzählen. Die gleiche Begründung bei den Stäben: Ich hatte sie eben. Über die Axt oder den zweiten Wurm kann man wohl streiten. Sicher, der Wurm ist ein solider Zwei-Drop, aber ohne seinen Kollegen Brindle Boar macht er meist gar nichts. Alternativ hätte ich natürlich Bubbling Caludron spielen können und dann den zweiten mit aufnehmen, aber das war mir dann doch zu umständlich. Plummet ist aus dem Sideboard super und der Cyclops Tyrant beinahe unspielbar.

Match 1

Er spielte ein blau-weiß-grünes Deck, wobei grün recht gesplasht aussah. Im ersten schob ich gegen Griffin Sentinel ein. Er legte Trollhide drauf, Divine Favor und schließlich Fireshrieker. Da ich weder Removal, noch große Kreaturen hatte, war hier nichts zu holen. Fing ja schon mal gut an. Im zweiten durfte ich anfangen und drei Sliver gefolgt von Thorncaster Sliver gewannen einfach so. Im dritten fing er wieder an und zeigte mir mal eben einen Fiendslayer Paladin. Zum Glück hatte er keine Verzauberung dafür und so stand der Paladin meistens recht abseits in der Ecke. Im Endeffekt konnte ich dann genau tödlichen Schaden durchdrücken, obwohl er mit Erstschlag zwei Leben dazubekommen hätte können.

Match 2

Hier legte ich einfach mal mit dem Nuts-Start gegen sein blau-schwarzes Deck los. On the play mit Mulligan kam bei mir T2 Predatory Sliver, T3 Blur Sliver, T4 Sliver Construct, T5 Predatory Sliver. Danach mischten wir wieder. Dann allerdings hielt ich zunächst eine sehr langsame Hand mit Rumbling Baloth als erste Kreatur; er hatte Doom Blade dafür und somit massig Zeit. Als er mir dann Jace, Memory Adept zeigte, konnte ich mittels Effekt des Goblin Shortcutter seinen Planeswalker zwar ausschalten, aber multiple Tome Scour gaben mir dann doch den Rest. Im Dritten war ich ebenfalls kanpp zu langsam, obwohl er erst mit Traumatize so richtig zu millen anfing. Als wir danach noch ein paar Spiele spielten, zeigte sich, dass beide Decks in etwa gleich schnell waren, wobei ich das Gefühl hatte, dass seines etwas zuverlässiger agierte, während meines hin und wieder einfach absurd schnell sein konnte.

Match 3

In Runde drei habe ich eigentlich nicht gespielt. Mein Gegner spielte blau und weiß und ich befürchtete Schlimmstes. Allerdings war er erst einmal screwed und legte nichts aus. Im zweiten Spiel speilte er ein wenig mit, schob aber gegen schnell größer werdende Bedrohungen dann doch ein. Hilfreich war hier auch die einzelne Island nicht, er hätte mindestens eine weitere gebraucht.

So kann man natürlich auch Spiele gewinnen. Immerhin zeigt es einem, dass das eigene Deck eventuell doch recht ordentlich gebaut und gemischt ist und man auch die richtige Entscheidung in Richtung Mulligan genommen hat. Für den Gegner ist so etwas natürlich immer doof, aber man kann ihm ja nicht das Deck bauen, beim Draften daneben sitzen oder die Entscheidung zum Mulligan abnehmen.

Nächste Woche versuche ich dann nach 1-2 und 2-1 einmal, ein 3-0 zu Erreichen. Wobei ich ja auch noch kein 0-3 gespielt habe. Das kommt aber mit Sicherheit auch noch. Diese Woche fand ich das Deck zwar gut, aber es performte eben in der zweiten Runde nicht so gut wie das des Gegners.

Bis nächste Woche

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1 Response to Es geht voran

  1. atog28 sagt:

    Die Ergebnisse mit Draws musst du auch noch berücksichtigen.

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