Mein Prerelease-Wochenende

Freitag, 20. September

13:30 Uhr – Ich kränkle etwas vor mich hin. Allerdings könnte es schlimmer sein, das Gröbste habe ich bereits hinter mir. Neben mir sitzen zwei meiner Kollegen, die ich vermutlich erfolgeich angesteckt habe. Wenigstens etwas habe ich diese Woche erreicht. Die Bahn fährt mal wieder überfüllt und zu langsam nach Hause. Wir haben beschlossen, dass wir einen Konsolen-Nachmittag machen. Damit wird das Draften beim FNM für mich schwierig.

19:00 Uhr – Der Skelettkönig ist tot. Ein Dämonenjäger, ein Mönch und ein Zauberer zeichnen dafür verantwortlich.

22:00 Uhr – Nachdem bei Blur die Fetzen bzw die Autoteile flogen, fahre ich die beiden nach Hause. Ein Abendessen wird per Drive-In geordert, bevor ich beide an ihrer jeweiligen Haustüre absetze. Zu Hause angekommen freue ich mich auf den nächsten Tag. Prereleases sind immer etwas Besonderes, eines davon möchte man immer mitnehmen.

Samstag, 21. September

08:00 Uhr – Das Frühstück schmeckt gerade so. Ich bereite mich mental auf den Umzug eines dritten Kollegen vor und hoffe, dass ich mich vor der Waschmaschine drücken kann. Außerdem begutachte ich mir mit Google Street seine sehr verpixelte Straße. Es sind kaum Parkmöglichkeiten auszumachen.

10:00 Uhr – Ich finde keinen freien Parkplatz. Bei der Suche nach einem kostenlosen Stellplatz, der nicht zu einer Firma gehört, entdecke ich einen weiteren Helfer. In der Wohnung selbst wuseln nochmals fünf Menschen und ein Hund umher. Stellt sich mir die Frage, warum man einen Hund zum Umzug mitbringt. Zur Beantwortung meiner Frage gehorcht der Hund so gut wie ein ungezogenes Kleinkind.

13:00 Uhr – Wenn ich das letzte Prerelease am heutigen Tag mitnehmen möchte, dann muss ich nun los. Allerdings halte ich gerade das Skelett eines Einweg-Einbau-Schranks eines bekannten schwedischen Möbelhauses mit zwei Händen fest und kann nun nicht alles stehen und liegen lassen. Und ich beschließe innerlich, dass ich den Sonntag nun nicht mit Ausruhen und Nichtstun verschwende, sondern dass ich das Magicspielen nach hinten verschiebe. Wozu gibt es schließlich verkaufsoffene Sonntage?

14:30 Uhr – Der Schrank steht, wackelt nur noch unwesentlich und beherbergt drei von vier eingebauten Schubladen. Bei der vierten ist eine Rolle gebrochen, sodass sie nicht richtig läuft. Ansonsten ist die Waschmaschine auch ohne mich ausgekommen, dafür durfte ich ein unhandliches Regal schleppen. Und Kartons, aber die waren dagegen federleicht. Die Wohnung sieht stark nach Einzug aus, aber einräumen muss mein Kollege selbst. Daher verabschieden wir uns.

15:30 Uhr – Nun habe ich doch noch meinen Nichts-Tun-Nachmittag. Aber mir schmerzt der Rücken. Somit ist die Pause gerechtfertigt.

19:30 Uhr – Der Club holt in der Sportschau ausgerechnet gegen Dortmund einen Punkt. Hätten die Flaschen nicht einfach letzte Woche gewinnen und dieses Mal verlieren können?

Sonntag, 22. September

08:30 Uhr – Erst einmal gehe ich zum Wählen. Da außer mir noch niemand wach ist, bin ich alleine im Wahllokal und kann entspannt zwei Kreuzchen setzen. Anschließend geht es nach Hause und zum Frühstück.

12:30 Uhr – Ich habe meinen Pool für das heutige Prerelease in der Hand und sehe die ersten bekannten Gesichter. Mein Pool ist nicht ganz so spannend, dafür wird um mich herum ganz ordentlich aufgemacht. Ich spiele Heliod mitsamt seinem Speer, kann aber ansonsten nichts Weißes spielen, weil alles irgendwie unspektakulär ist. Rot und Grün machen einfach mehr her.

16:30 Uhr – Ich habe mich mit 1-2 aus dem Turnier verabschiedet und trete den Heimweg an. Im Sealed kann man vermutlich eine Menge falsch machen, das Format fühlt sich sehr tief an. Irgendwie ist fast jede Karte spielbar. Auf dem Nachhauseweg habe ich eine Begleitung und bin nicht ganz alleine mit meinem schwachen Ergebnis.

17:00 Uhr – Ich freue mich auf die anstehenden Drafts. Das Format sieht zunächst recht komplex aus, aber es wird wohl wieder auf viele Kreaturen hinauslaufen. Darauf ist man bei Wizards ja seit Jahren aus. Ich nehme mir für nächste Woche vor, einen Draftbericht zu schreiben.

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4 Responses to Mein Prerelease-Wochenende

  1. Manu sagt:

    Sehr schöner Beitrag 🙂 Hab mit was anderem gerechnet, aber so war’s noch viel besser.

  2. Asylfan sagt:

    Ich habe beim pre-release den zeberus der Unterwelt und den roten Gott gezogen. der Gott hat nicht wirklich viel gemacht, der zeberus jedoch hat viele spiele gewonnen. am ende stand ich mit meinem schnellen rot/schwarzen aggrodeck 2-1 da, wobei ich nur nicht 3-0 hatte, da ich bei 2 spielen keine länder bzw. nur schwarze länder nachzog. alles in allem war es aber ein geiler tag und eines steht fest: rot ist eindeutig die stärkste farbe im therosseald! beweis: alle von uns, die rot spielten, waren ganz oben platziert, und alle die was anderes gewählt hatten, gingen klang und sanglos unter, überrant von minotauren und satyren sowie von mehrköpfigen Hunden.

    • Tigris sagt:

      Bei uns sah das ganz anders aus bei den Sealed. Ich wurde mit Blau 2. und mit grün 1. Und es waren alle Farben etwa gleich vertreten bzw. rot war sogar eher am wenigsten in en Top 8

    • daxx98 sagt:

      Wenn ich deinen pool so höre glaub ich nich das es an der Farbe sondern eher an der Anzahl gleichfarbiger Mythics lag 😉

      Bei unserem Prerelease hatte auch einer nen roten Pool mit dem roten Gott, dem Drachen, Xenagos und dem Boon Satyr, dazu noch die Prerealese Karte. Der ist amEnde 2. geworden, aber wohl auch nicht unbedingt, weil rot allgemein so stark is.

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