Block-Constructed Highlander

Bei dieser Überschrift ist wohl eine Erklärung fällig; die meisten von Euch denken nun bestimmt „Wozu denn das?“. Recht habt Ihr. Hier nun meine Erklärung: Da ich schon so viele Booster aus der aktuellen Edition aufgemacht und somit etliche Karten gezogen habe, bot es sich einfach an, dass man auch die Commons und Uncommons mit an Bord nimmt. Am Besten geht das vermutlich mit einem Highlander, der auf ein Set bzw einen Block beschränkt ist. Altkartenverwertung, sozusagen. Auf der anderen Seite hat dieses Format den Vorteil, dass auch Einsteiger ein Deck bauen und mitspielen können, ohne dass sie ältere Karten oder Booster kaufen müssen.

Zusätzlich bietet das Deck eine schöne Möglichkeit, es in den nächsten beiden Sets eigenständig zu erweitern. Ich gehe davon aus, dass die meisten Decks mit Theros relativ gleiche Karten spielen werden. Mit den nächsten beiden Sets wird sich das ändern. Und vielleicht kommen noch ein paar interessante Legenden, dann könnte daraus auch ein Commander-Deck werden. Mit den Theros-Legenden ergibt das nur wenig Sinn.

Los ging es bei mir mit einer Überlegung: Welches sind die Karten, die man spielen und folglich als Gegner auch loswerden möchte? Spontan kamen Planeswalker und Götter in Frage. Um diese beiden Kartentypen entsorgen zu können, überlegte ich mir zunächst die Farben Weiß, Blau und Schwarz. Da man aber um Götter kaum herumkommen und sie mit diesen Farben nur bedingt erfolgreich loswerden kann, wollte ich relativ schnell Grün anstelle von Weiß spielen. Somit baute ich meine erste Version dreifarbig, übersah dabei aber unter anderem die Power von Elspeth, Sun’s Champion und Ashen Rider. Der Rider würde auch bis zu einen Gott erwischen können.

Mit dieser letzten Überlegung und ein paar Goldfischspielen, bei denen ich nie ernsthafte Farbprobleme hatte, rang ich mich dazu durch, einige weiße Karten quasi zu splashen. Rein weiße Karten sollten dabei möglichst einfarbig sein oder einfach enorm stark.

Elspeth, Sun’s Champion
Hopeful Eidolon
Obeservant Alseid
Vanquish the Foul

Alternativ dazu könnte man auch Divine Verdict spielen, der Celestial Archon war mir zu weiß. Vermutlich muss man ihn dennoch über die Alseid spielen, da er einfach zu viel Boardimpact hat, vor allem wenn er bestowed das Spielfeld betritt. Auch eine Überlegung wert könnten Heliod, God of the Sun und Heliod’s Emissary sein. Der Gott bringt dem Deck zu wenig Vorteil und bindet dauerhaft zwei weiße Quellen. Der Emissary ist stark, aber erst ab Zug 7.

Bei Blau kamen deutlich mehr Karten ins Deck. Zum einen, weil im dreifarbigen Deck Blau enthalten war, und zum anderen, weil es auch eine der Hauptfarben bleiben sollte.

Curse of the Swine
Dissolve
Griptide
Horizon Scholar
Nimbus Naiad
Omenspeaker
Prescient Chimera
Prognostic Sphinx
Sea God’s Revenge
Sealock Monster
Shipbreaker Kraken
Thassa, God of the Sea
Thassa’s Bounty
Thassa’s Emissary
Triton Fortune Hunter
Voyage’s End

Hier könnte noch Bident of Thassa stehen. Der war mir bislang immer zu schwach. Ich lege ohnehin nicht früh genug mit den Kreaturen los, da wollte ich diese Waffe nicht im Deck. Für Master of Waves reichte mir die Devotion nicht aus. Benthic Giant sollte das gleiche Schicksal wie in etlichen meiner Drafts in letzter Zeit ereilen: Er musste draußen bleiben.

Schwarz als zweite Hauptfarbe bekam auch viele Slots spendiert, hat aber meiner Meinung nach noch zu viele doppelfarbige Kosten. Allerdings sind die gespielten Karten so stark, dass ich sie meist nicht missen möchte: Alle machen irgendwie Kartenvorteil oder schlagen ordentlich zu.

Baleful Eidolon
Cavern Lampad
Disciple of Phenax
Erebos, God of the Dead
Erebos’s Emissary
Gray Merchant of Asphodel
Hero’s Downfall
Hythonia the Cruel
Keepsake Gorgon
Lash of the Whip
Nighthowler
Read the Bones
Rescue from the Underworld
Sip of Hemlock
Whip of Erebos

Nicht dabei ist Abhorrent Overlord, der sich zu oft selbst wegopfern musste. Außerdem Blood-Toll Harpy, Loathsome Catoblepas und Viper’s Kiss. Alles keine unterirdisch schlechten Karten und – bis auf den Overlord – auch ausnahmslos mit nur einem schwarzen Symbol. Aber insgesamt sind es wohl die schwächeren Karten.

Da Rot nicht vorhanden ist, geht es mit Grün weiter. Hauptsächlich soll diese Farbe die Manastabilität sichern, Verzauberungen und Artefakte loswerden und hin und wieder einen dicken Mann auf das Feld schubsen.

Artisan’s Sorrow
Bow of Nylea
Fade into Antiquity
Leafcrown Dryad
Mistcutter Hydra
Nemesis of Mortals
Nessian Asp
Nylea, God of the Hunt
Nylea’s Disciple
Nylea’s Emissary
Nylea’s Presence
Polukranos, World Eater
{card]Sylvan Caryatid[/card]
Time to Feed
Voyaging Satyr

Arbor COlossus hatte ich gestern im Draft, aber einen drei grüne Mana-benötigenden Mann möchte ich im vierfarbigen Deck nicht sehen. Auch die einfachen Kreaturen wie Agent of Horizons oder Nessian Courser blieben außen vor. An Fettsäcken sind alle vertreten, abgesehen vom Vulpine Goliath. Der wäre auch im Hinblich auf Devotion eine echte Option. Zusätzlich bringt er die ohnehin seltene Trampelfähigkeit mit.

Im mehrfarbigen Bereich gibt es wohl keine Überraschung. Die nicht-weißen Uncommons passen alle gut, ebenso die Rares. Die Mythics sind in Theros zu einem großen Teil schwarz, die weißen dürfen auch mitmachen.

Ashen Rider
Ashiok, Nightmare Weaver
Horizon Chimera
Medomai the Ageless
Pharika’s Mender
Prophet of Kruphix
Psychic Intrusion
Reaper of the Wilds
Shipwreck Singer

Der Fleecemane Lion war mir zu unsicher, weiß ist ja alles außer einer Hauptfarbe. Und im achten Zug gelegt ist er nicht mehr beeindruckend. Die weißen Uncommons sowie die Triad of Fates waren mir einfach zu schwach. Eine Möglichkeit zum Umbau wäre es, Underworld Cerberus zu spielen. Mit einigem an Farbproduzenten und zwei roten Tempeln kann man einfach ein Gebirge sowie den Hund einpacken.

Die Artefakte sind bei mir ausschließlich für die Farbsicherheit zuständig.

Burnished Hart
Opaline Unicorn
Traveler’s Amulet

Ich denke, dass man auch noch Colossus of Akros spielen kann. Allerdings haben die Farben so viel Qualität, dass ich vorher wohl eher zum weißen Emissary oder zum Celestial Archon greifen würde. Das Akroan Horse kam nicht in Frage.

Bei den Ländern gibt es keine Überraschung: Was gespielt werden kann, das wird auch gespielt. Abgesehen von Nykthos, Shrine to Nyx, von dem ich mir keinen Vorteil verspreche. Je bunter das Deck wird, desto schwieriger sollte aus dem legendären Land Profit geschlagen werden können.

Temple of Abandon
Temple of Deceit
Temple og Mystery
Temple of Silence
Temple of Triumph
Unknown Shores
6 Plains
9 Island
9 Swamp
8 Forest

Und damit ist der 100-Karten-Stapel auch schon komplett. Vielleicht findet sich ja der ein oder andere, der es anders gebaut hätte. Oder Ihr habt Lust, Euch auch einmal an einem solchen Deck zu versuchen. Ich kann es nur empfehlen, vor allem, wenn die Karten dank Vieldraftens ohnehin vorhanden sind.

Bis nächste Woche

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