Commandertest

Da ich mich mal wieder nicht zwischen Draft und Commander als Thema entscheiden kann, gibt es einfach einen kleinen Bericht von beidem. Reine Draft-Artikel werde ich wohl erste wieder mit Born of the God’s schreiben, aber ein Prerelease ist ja nicht mehr allzu weit weg.

Commander

Letzte Woche ging es um einen gewissen roten Commander, genauer gesagt um Kiki-Jiki, Mirror Breaker. Diese Woche habe ich mit verschiedenen Spielern gesprochen und mir wurde vor allem gesagt, dass ich dieses Deck nicht zu stark bauen dürfe. Neben den letze Woche besprochenen Karten sind außerdem noch Hostility, Avatar of Fury und Ruination in das Deck gewandert.

Da ich auch letzte Woche schon mehr als 100 Karten präsentiert habe, musste ich auch ein paar Karten cutten. Also vielen Iron Myr, Chandler, Living Inferno, Shunt, Awaken the Ancient, Flamebreak, Into the Core und Thunderblade Charge der Schere zum Opfer.

Mit einer Liste, die stark an Big Red erinnert, spielte ich dann am Wochenende. Und zwar genau ein Spiel. Eine gut platzierte Ruination im vierten Zug traf bei zwei Gegnern zusammen fünf Länder und warf beide etwas zurück. Into the Maw of Hell zeregte eine nachgezogene Golgari Rot-Farm, während mein Obsidian Fireheart auf den Gegnern herumhackte. Eine Lavaball Trap traf ebenfalls zwei Nicht-Standard-Länder, nahm allerdings hauptsächlich alle Kreaturen außer Bogardan Hellkite vom Board. Dieser gewann anschließend mit freundlicher Unterstützung durch Commander Kiki-Jiki, Mirror Breaker. Da das Deck neu ist, musste ich natürlich nachfragen, ob es zu stark oder zu schwach ist.

Insgesamt ist das Deck wohl nicht zu stark. Aber drei von vier Ländern zu verlieren war für Prossh ziemlich bitter, auch das Naja-Deck war mit zwei Ländern weniger nicht unbedingt gestärkt worden. Ansonsten war der Power-Level ok. Eine besonderheit an dieser Spielgruppe ist, dass Sol Ring nicht gerne gesehen ist. Aber sollte dieser einmal auf der Starthand sein, kann ich ja einfach einen Mulligan nehmen. Ich denke, dass es sich nicht lohnt, den Ring zu entfernen; gerade im Hinblick darauf, dass einige andere Spielegruppen ihn vor allem wegen der vorkonstruierten Commanderdecks als völlig in Ordnung und gegeben hinnehmen.

Wäre da wieder das leidige Thema der Landterstörung. Ich hatte es bereits in anderem Umfeld, nämlich im 60-Karten-Casual-Deck. Und so weit ist der Spagat zu unserem Casual-Commander-Format nicht. Allerdings spiele ich nicht zwangsläufig auf Landzerstörung und versuche nach Möglichkeit ausschließlich Nichtstandardländer vom Feld zu schießen. Die drei Karten, die das nicht zwingend tun, weil ich keinen Einfluss darauf nehmen kann, sind Tyrant of Discord, Wildfire und Destructive Force. Der Tyrant ist ersetzbar, Wildfire will ich schon gerne im Deck haben, weil bei mir doch noch einiges stehen bleibt. Destructive Force könnte ich ebenso ersetzen. Vermutlich werde ich das bis zum nächsten Test auch tun. Schließlich gibt es noch so nette Kreaturen wie Urabrask the Hidden oder Conquering Manticore.

In den weiteren Spielen hielt ich mich mit Vorel of the Hull-Clade und Karn, Silver Golem recht zurück. Beide Decks waren deutlich weniger beeindruckend als Kiki-Jiki. Das lag unter anderem an Torpor Orb, die nicht so gut mit meinen Evolve-Kreaturen zusammenspielt. Aber auch das eigene Sedris, the Traitor King-Deck ist deutlich stärker als der Karn, wenn beide Decks halbwegs gut laufen. Wobei auch ein Spiel an ein monoschwarzes Deck ging, das Sanguine Bond und Exquisite Blood auspielte.

Insgesamt war es trotz der noch nicht ganz so ausbalancierten Decks ein spaßiger Abend. Aber es ist auch schwierig sich bei jeder Spielegruppe so zu platzieren, dass die eigenen Decks nicht zu stark werden. Dabei möchte man ja auch nicht auf die starken Karten verzichten. Wie handhabt ihr das? Noch striktere Banninglisten?

Draft

Waren die letzten beiden Wochen ziemich erfolgreich, so war diese Woche das genaue Gegenteil, Obwohl ich gleich zweimal die Karten um den Tisch schob. Allerdings waren die Drafts auch immer recht merkwürdig. Generell wird bei uns momentan viel gesplasht und versucht, dass das dreifarbige Deck schon irgendwie halten wird. Davon bin ich absolut kein Fan.

Von meinem schwarz-weißen Aggrodeck allerdings auch nicht. Phalanx Leader, Wingsteed Raider, Pharika’s Cure und Agent of the Fates sind zwar alles gute Karten, bekommen aber schnell die Grenzen einer Limited-Manabasis aufgezeigt. Dennoch reichte es in der dritten Runde um nach oben gelost zu werden und zu gewinnen. Auch wenn wir beide massiv merkwürdige Spielzüge einbauten. Ich habe beispielsweise ein Baleful Eidolon liegen, mein Gegner eine Leafcrown Dryad. Er spielte Time to Feed, damit seine zweite Kreatur durchkommt. Ich spielte God’s Willing anstelle von Battlewise Valor (ich konnte an dieser Stelle nur eines davon spielen). God’s Willig ist aber die deutlich bessere Karte in meinem Deck gewesen und später verlor ich das Spiel, weil mir genau ein solches fehlte.

Der Samstag verlief auch nicht besser: Blau-Weiß-irgendwas. Ein bisschen Aggro und ein bisschen Kontrolle. Zwei Divine Verdict, aber auch ein Silent Artisan. Der First Pick war Prophet of Kruphix über Sea God’s Revenge. Der Prophet ist ziemlich gut, vor allem, wenn er nicht direkt abgestellt wird und ein paar Züge liegen darf. Dafür ist die Revenge einfarbig und somit leichter weiterzudraften.

Im Turnier zog ich dann entweder keine oder ausschließlich Länder. Muss wohl an den neuen Hüllen liegen, die wissen noch nichts von meinem Siegplan. Nächste Woche bekommen sie eine neuerliche Chance ihre Unerfahrenheit unter Beweis zu stellen. Bei unseren Prereleases geht es ja ohnehin um nicht viel, weil jeder die gleiche Anzahl an Boostern bekommt. Neben den Boostern im Sealed auch bei den (Trost-)Preisen.

Vielleicht sieht man sich ja auf einem der beiden Prereleases. Anosnten berichte ich nächste Woche von den ersten Erfahrungen mit den bunten Göttern.

Bis nächste Woche

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