Kartensammler

Wenn eine neue Edition auf den Markt kommt, versuche ich möglichst viele der neuen Karten in die Finger zu bekommen. Ein Draft ist zwar interessant, aber man bekommt nur einen einzigen Booster mit neuem Material. Anders sieht es da beim Sealed aus: Die Verteilung der Booster ist hier 3-3. Außerdem beginnt das Event zwei Stunden früher, sodass man sogar noch etwas mit seinem Nachmittag anfangen könnte.

Der Entschluss stand also, ich wollte Sealed spielen. Nachdem ich mein Produkt ausgepackt und sortiert hatte, sprang mir sofort eine Karte ins Auge: Xenagos, God of Revels. Ich tat das Offensichtliche und legte die roten und grünen Karten aus. Dabei kam ich auf etwa fünf rote spielbare Karten, einige davon grenzwertig. Also versuchte ich mich an einem anderen Ansatz; ich hatte einige gute und schnelle weiße Karten gesehen und baute diese ein. Xenagos wollte ich mit Springleaf Drum und zwei Gebirgen unterstützen.

Sedge Scorpion
Akroan Skyguard
Hero of Iroas
Satyr Hedonist
Elite Skirmisher
Ghostblade Eidolon
Observant Alseid
Wingsteed Rider
2 Setessan Oathsworn
Karametra’s Acolyte
Nylea’s Disciple
Setessan Starbreaker
Snake of the Golden Grove
Xenagos, God of Revels
Pheres-Band Raiders

2 Aspect of Hydra
Warrior’s Lesson
Springleaf Drum
Ordeal of Nylea
Savage Surge
Time to Feed

7 Plains
2 Mountain
8 Forest

Leider verbrauchte ich dabei jegliche grüne Option. Fade into Antiquity war die einzige Sideboardoption. In den anderen Farben waren immerhin noch 2 Last Breath, Loyal Pegasus, Anax and Cymede, Guardians of Meletis, Pyxis of Pandemonium und ein Unknown Shores zu finden. Das Shores mag ich gar nicht, auch wenn es in vier- oder fünffarbigen Decks sicher hilfreich sein kann. Für meinen Splash wollte ich lieber ein rotes Standardland haben. Bei Anax and Cymede habe ich mich einfach nicht getraut. Wenn die beiden erst in Runde XY ausgespielt werden können, verlieren sie deutlich an Wert und Stärke.

Da ich neben diesem Deck eine Menge von anderen Karten geöffnet hatte, blieben auch noch blaue und schwarze Karten übrig. Nach kurzem Überlegen wurde auch dieser Stapel zu einem Deck zusammengebaut. Die besten Karten waren hier blau, obwohl schwarz die Mehrheit des Decks stellte. Zudem war das Deck etwas klobig, was sich bei den Spells deutlich abzeichnete. Wenn ich allerdings einmal ins Lategame kommen konnte, dann sollte das durchaus Chancen haben.

Felhide Brawler
Returned Phalanx
Spiteful Returned
Nimbus Naiad
Blood-Toll Harpy
Felhide Minotaur
Cavern Lampad
Forlorn Pseudamma
Chorus of the Tides
Thassa’s Emissary
Prognostic Sphinx
Gray Merchant of Asphodel
Archetype of Imagination
Kraken of the Straits

Stratus Walk
Bile Blight
Pharika’s Cure
Necrobite
Read the Bones
Weight of the Underworld
Lash of the Whip
Sea God’s Revenge
Sip of Hemlock

7 Island
10 Swamp

Der Plan war: Durch die Luft zu gewinnen, während Removal die gegnerischen Kreaturen abstellen sollte. Nicht besonders in diese Strategie passten da: Deepwater Hypnotist, 2 Divination, Grisly Transformation und Marshmist Titan. Den Titan hätte man sogar spielen können. Bei Divination habe ich mich für Read the Bones entschieden, weil der zusätzliche Scry-Effekt doch einen Unterschied machte.

Ich hatte vor, mit jedem Deck ein Spiel auszutragen und danach zu wechseln um zu sehen, welches das stärkere Deck war. Beide strotzten nicht vor Bomben, waren aber in meinen Augen durchaus solide.

Die Spiele brauche ich nicht in aller Ausführlichkeit zu beschreiben: Im ersten Match war ich zweimal furchtbar flutig unterwegs, während sein fünffarbiges Deck glänzende Draws produzierte. Hinterher spielten wir noch einige Spiele mit meinem grün-weißen Deck, wobei es lang nicht so eindeutig war.

Im zweiten Match verlor ich mit dem Xenagos gegen einen großen Hero of Iroas auf der gegnerischen Seite und anschließend gegen Gray Merchant of Asphodel. Länder waren wieder zu viele vorhanden. Danach hatte ich eine 50%-Chance auf das Bye, da wir zu elft im Turnier waren. Bevor es aber so weit kommen sollte, erkundigte ich mich über einen Draft; ich wollte ja immer noch möglichst viele Karten mitnehmen. Es waren exakt acht Drafter eingetragen. Die wollte ich nicht mit einem Bye bestrafen. Allerdings würde mit großer Wahrscheinlichkeit noch mindestens ein Teilnehmer eintreffen, es war ja noch Zeit. Nagut, ich trug mich beim Draft ein.

Bei den Seatings für den Draft merkte ich dann, dass wir genau neun Drafter waren. Ich draftete mit dem Entschluss im Bauch, anschließend aus dem Turnier zu steigen. Dennoch wollte ich das bestmögliche Deck draften. Ich begann mit einer Perplexing Chimera, weil ich sie witzig finde und der Booster ansonsten nicht viel hergab. Ich bekam in der Folge zwei Asphyxiate geschoben und freute mich über blau-schwarz. Allerdings kam in Schwarz nichts mehr, in blau nur noch vereinzelt gute Karten; so tablete beispielsweise ein Chorus of the Tides. Dafür war rot relativ offen und ein später Archetype of Aggression blieb bei mir hängen. Auch ein Fall of the Hammer wurde eingesteckt.

Im zweiten Booster wurde es sehr blau für mich, rot war scheinbar nicht mehr vorhanden. Also nahm ich Griptide, Prescient Chimera und Nimbus Naiad. Ich war mir bei Rot als Zweitfarbe gar nicht mehr so sicher. Im dritten öffnete ich Stormbreath Dragon und bekam anschließend Hammer of Purphoros geschoben; plötzlich war ich mir der Zweitfarbe wieder sicher. Magma Jet und Crackling Triton kamen sehr spät vorbei.

Omenspeaker
2 Vaporkin
Crackling Triton
Nimbus Naiad
Nyxborn Triton
Archetype of Aggression
Flamespeaker Adept
2 Minotaur Skullcleaver
Chorus of the Tides
Thassa’s Emissary
Purphoros’s Emissary
Perplexing Chimera
Prescient Chimera
Stoneshock Giant
Stormbreath Dragon

Spark Jolt
Fall of the Hammer
Magma Jet
Hammer of Purphoros
Griptide
Eternity Snare

8 Island
9 Mountain

Ein wohl ganz gutes Deck. Im Nachhinein hätte ich in den ersten beiden Boostern mein Augenmerk eher auf günstige Kreaturen legen sollen, 5-Frops hatte ich genug. Das zeigt auch das Sideboard: Evanescent Intellect, 2 Floodtide Serpent, Lost in a Labyrinth, Sealock Monster, Triton Shorethief, Wavecrash Triton, Akroan Conscriptor, Boulderfall, Impetuous Sunchaser, Spark Jolt, Thunderous Might und Wild Celebrants. Etliche dicke Tiere, die aber alle gegen die Mainboardkarten verlieren. Einzig der eine Spark Jolt im Maindeck war ein Wackelkandidat, ich habe aber immer gerne einen an Bord. Bei Bedarf konnte ich noch einen zweiten einwechseln. Außerdem gab er mir einen Scryeffekt, der dem Flamespeaker Adept gefallen konnte.

Wie ich es vorher gesagt hatte, habe ich damit kein Spiel gemacht. Ich wollte einfach nicht, dass wegen mir ein Bye entsteht; zumal wir auch neue Spieler am Tisch hatten, die zum ersten Mal gedraftet haben. Gerade diese sollten nicht durch Zusehen vom Spielen abgehalten werden. Sicher hätte ich mit dem Deck mindestens ein 2-1 erreichen können, aber da war mir der eine Extrapreisbooster einfach nicht wichtig genug. Außerdem war ich ordentlich müde.

Was haltet Ihr von den Decks? Gerade das Draftdeck sieht nach einem potenten Versuch aus. Klar, spekulieren kann man viel, vor allem, wenn man nicht mit dem Deck spielt. Aber die Karten deuten doch ziemlich in die gute rot-blaue Schiene. Ich fand es beim Draft auch nicht allzu schwierig in ein bis zwei Farben zu rutschen. Das ist ja gerade am Anfang immer ein Problem, weil man so viele Karten gut findet.

Nächste Woche werde ich nicht nur Trockenübungen mit meinem Deck machen, sondern damit auch spielen. Versprochen.

Bis nächste Woche

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