Das Länder-Dilemma

Kennt Ihr das? Ihr habt eine Menge Commander-Spiele hinter Euch, dabei eine Menge Spaß gehabt und anschließend keine Ahnung, was Ihr darüber schreiben könntet? So geht es mir in eben diesem Augenblick. Ok, ein paar Dinge fallen mir schon ein. Schließlich haben wir sieben Partien 2HG-Commander hinter uns. Aber ich habe keine Deckliste aus den Commanderspielen, weil es teilweise die selben sind, die hier vorgestellt wurden und teilweise ganz neue. Diese haben einen eigenen Blogeintrag verdient, befinden sich aber noch in starkem Wandel.

Zunächst: Da keiner „offizielle“ 2HG-Commander-Regeln kannte, einigten wir uns auf eigene Regeln: Je Team 40 Lebenspunkte und normale Mulligans, wobei einmal beliebeig viele Karten ausgetauscht werden durften. Das funktionierte recht gut.

Ich habe mir vorgenommen, möglichst viele Decks zu spielen. Daher wechselte ich nach jeder Partie mein Deck. So kamen Kiki-Jiki, Mirror-Breaker, Karn, Silver GOlem, Karametra, God of Harvests, Mogis, God of Slaughter, Xira Arien, Vorel of the HUll Clade und Sedris, the Traitor King zum Zug.

Im Gedächtnis ist mir vor allem das Spiel mit Karn geblieben, von dem mein Mitkopf bis heute davon ausgeht, dass wir es verloren haben. Wir sind auf einem Lebenspunkt und ich suche mir am Ende des gegnerischen Zuges mittels Eye of Ugin Voltaic Construct. Außerdem kann ich Karn dank Shimmer Myr und viel Mana flashen. Ich mache mir beliebig viele Mana via Dreamstone Hedron, spiele Planar Portal von der Hand, suche Lightning Greaves und kann mein Portal beliebig oft einsetzen. Kombo eben.

Ansonsten bestanden die Spiele aus vielen Kaalia of the Vast bei unseren Gegnern und auch vielen „Mach ich mal die Kaalia kaputt“-Sätzen von uns. Die Dame ist fragil aber auch sehr gefährlich. Ein Spiel konnten wir gewinnen, weil mein Mitspieler seine Kaalia Runde drei casten und Runde vier Avacyn, Angel of Hope daneben legen kann. Nicht gerade angenehm für gegnerische Köpfe. Als Ausgleich hat er das Deck sofort wieder weggepackt.

Wir verloren aber auch einige Spiele. Meist, weil wir zu wenige Sweeper im Deck hatten. Die gegnerischen Horden waren in beinahe jedem Spiel sehr unangenehm. Ob Maelstrom Wanderer, der einen Thundermaw Hellkite zeigte, oder Kaalia, die diverse Dämonen ins Spiel schubste. Ein Spiel verloren wir auch einfach gegen Black Vise und viel gemeinschaftlichen Carddraw wie Howling Mine oder Font of Mythos.

Das sind die Gedanken, die ich mir zu meinem Commander-Abend gemacht habe. Sehr interessant – und daher soll es hier auch erwähnt werden – war allerding die Diskussion, die gestern um meinen Limitedpool entstand. Ich habe folgende Karten gedraftet:

2 Akroan Skyguard
Acolyte’s Reward
Battlewise Valor
Decorated Griffin
Ephara’s Warden
2 Excoriate
Leonin Snarecaster
Leader
Ray of Dissolution
Wingsteed Rider
Yoked Ox

Arbor Colossus
Aspect of Hydra
Culling Mark
Fated Intervention
Leafcrown Dryad
Mischief and Mayhem
2 Nessian Courser
2 Nessian Asp
Nylea’s Disciple
Nylea’s Emissary
Pheres-Band Tromper
Satyr Wayfinder
Savage Surge
2 Setessan Oathsworn
2 Shredding Winds
Time to Feed
Vulpine Goliath

2 Chronicler of Heroes

Was würdet Ihr daraus bauen? Ich habe von vier Spielern vier unterschiedliche Decks bekommen, wobei mindestens 30 Karten Verwendung fanden. Das Problem, das beim Deckbauen auffällt, sind die doppelten Manakosten: Phalanx Leader und Wingsteed Rider benötigen zwei weiße Mana, Arbor Colossus und Fated Intervention drei grüne. Setessan Oathsworn immerhin noch zwei. Zusätzlich kann man gut über Excoriate streiten, das ich relativ hoch genommen habe. Daher auch das Problem: welche Länder spielt man dann? 11 Wälder und möglichst wenig weiß? Oder eher zehn Länder und auf das Beste hoffen? Oder 9-8, um die weißen Kreaturen zuverlässiger legen zu können?

Was aber auffällig war: Der Kern aus 2 Nessian Courser, 2 Chronicler of Hearoes und 2 Nessian Asp blieb immer unverändert. In den Spielen waren die 3/3-Kreaturen für drei Mana immer topp, die Schlangen sowieso. Ein wenig gestrauchelt bin ich bei meiner Manabasis, weil ich zunächst 9 Wälder und 8 Ebenen spielte; später stellte ich auf eine 10-7-Verteilung um – dank ‚Continuous Deckbuilding‘ kein Problem. Damit lief es dann wie geschmiert. Das kann aber auch nur mein Eindruck gewesen sein und die Verteilung sollte ganz anders aussehen.

Ich bin gespannt darauf, was Ihr bauen würdet; ich denke nämlich, dass das Deck durchaus ordentlich ist, sich aber auch ein wenig verbauen lässt. Es wäre interessant, hier noch ein paar Kommentare zu möglichen Ansätzen zu lesen.

Bis nächste Woche

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