Endlich mal mit Vogel

Es gibt im aktuellen Block nur ganz wenige Karten, die ich unbedingt einmal spielen wollte. Gestern bekam ich die Gelegenheit Fleetfeather Cockatrice auszuprobieren. Diese konnte ich nicht ungenutzt lassen.

Auf dem Papier finde ich die Karte unglaublich gut. Mit dem flashigen Vogel kann man unvorsichtige Gegner erwischen und ihnen kleine Angreifer abräumen. Anschließend fliegt man selbst durch die Luft. Oder man hält einmalig größeren Schaden ab. Zudem gibt es die Möglichkeit, den Vogel erst im sechsten Zug zu legen und ihn anschließend umgehend monströs werden zu lassen. Ein 6/6-Flieger ist auch im späteren Spiel nicht zu verachten.

Der Draft begann für mich mit einem Gnarled Scarhide. Da sonst keine schwarze Kare im Booster war und der Mann ordentlich bisgut ist, nahm ich ihn über ganz solide blaue und weiße Karten; beispielsweise einen Leonin Iconoclast, den ich überschätze, oder eine Aerial Formation, die ich unterschätze. Anschließend bekam ich besagten Vogel geschoben. Zweifarbigkeit ist so früh natürlich in Thema, aber in den ersten Picks versuche ich ohnehin gerne, die besten Picks zu ergattern und dabei die offensten Farben zu finden. Und Grün und Blau waren deutlich offen. So bekam ich unter anderem auch zwei War-Wing Siren oder einen Swarmborn Giant.

In den beiden folgenden Boostern bekam ich dann noch genau zwei Flieger ab, eine davon war Siren of the Fanged Coast. Dabei war der Born of the Gods-Booster ziemlich gut für mich: Ein Vortex Elemental konnte ich nehmen, über das zweite nahm ich eine Retraction Helix. Ein Kiora’s Follower wurde mir ebenso geschoben wie ein Sudden Storm. Pheres-Band Tromper und Snake of the Golden Grove rundeten den Booster ab.
Im Gegensatz dazu war der Theros-Booster ziemlich leer. Ich bekam zwar die eine oder andere Karte für mein Deck, aber insgesamt bekam ich zu wenig aus beiden Farben zu sehen. Prescient Chimera und Voyaging Satyr sind gut, aber wenn sonst nur noch Agent of Horizons und Guardians of Meletis dabei herumkommen, ist das ein bisschen zu wenig. Als vorletzten Pick nahm ich Shredding Winds über Fade from Antiquity, was ich im Nachhinein anders hätte machen sollen.

Da ich aber zwei gute Booster zu Beginn hatte, war das Deck nicht ganz so schlecht:

Dakra Mystic
Vortex Elemental
Sigiled Starfish
Voyaging Satyr
Kiora’s Follower
2 War-Wing Siren
Agent of Horizons
Guardians of Meletis
Pheres-Band Tromper
Setessan Starbreaker
Swarmborn Giant
Prescient Chimera
Siren of the Fanged Coast
Centaur Battlemaster
Snake of the Golden Grove
Fleetfeather Cockatrice

Retraction Helix
Nature’s Panoply
Hubris
Nullify
Solidarity of Heroes
Sudden STorm

9 Island
8 Forest

Neun Inseln über acht Wälder, weil mir die doppelblauen Sprüche wichtiger waren, besonders Nullify. Dieses wollte ich notfalls anstelle eines Zweidrops haben. Ein wenig fehlten die Heroic-auslösenden Sprüche, aber die Anzahl der Flieger, vor allem der größeren Flieger, war in Ordnung. Dafür war die Auswechselbank recht überschaubar: Floodtide Serpent, Font of Fortunes, Godhunter Octopus, Lost in a Labyrinth, Pull from the Deep, Karametra’s Acolyte, Shredding Winds und Gorgon’s Head will man allesamt lieber nicht benutzen müssen.

Im ersten Match war das auch nicht nötig: Ich spielte gegen RW-Aggro und bekam direkt einen Akroan Crusader zu sehen. Dieser lief ohne zu zögern in meinen Voyaging Satyr und war Geschichte. Bevor ich mir überlegen konnte, was los war, lag ein Loyal Pegasus alleine auf der anderen Seite und sah meine Armee wachsen. Irgendwann konnten die Lebenspunkte auf der anderen Seite das nicht mehr aufhalten. Im zweiten ein ähnliches Bild: Ich legte Kreaturen wie Centaur Battlemaster und sah einen Pegsaus nichts tun. Der Battlemaster wurde mit einem Nature’s Panoply versehen und wurde quasi unstoppbar.

Im zweiten Match verlor ich gegen Thassa’s Ire. Ich hätte nun doch gerne das Fade into Antiquity genommen, tauschte im ersten Spiel zudem leichtfertig Kreaturen ab odr schenkte sie her. Ich rechnete nicht mit einer Cloaked Siren und verlor eine War-Wing Siren. Außerdem war mein Cockatrice zu anfällig gegen Fall of the Hammer. Gegen dieses U/R-Deck hätte ich vermutlich noch zehn Spiele in Serie verloren, aber zum Glück ist ja nach zweien schon Schluss.

Im letzten wurde ich hochgelost und gewann völlig unverdient mit 2-0. Im ersten spielte mein Gegner lange Zeit ausschließlich mit Sümpfen, sodass vor allem Nemesis of Mortals lange auf sich warten ließ. Er konnte mir zwar einige Kreaturen abräumen, aber eine Prescient Chimera brachte die finalen Schadenspunkte durch. Im zweiten hatte ich einfach viele Kreaturen und am Ende den einen benötigten Schadenspunkt in Form eines Fliegers. Nach den Spielen sppielten wir einfach weiter, weil die anderen Partien noch liefen und es ging 3-3 oder 4-3 an ihn (mit den beiden Spielen des Turniers).

Insgesamt war das Deck in Ordnung, aber einfach zu unspektakulär. Außerdem vereinte es zwei Ansätze: Einmal ein wenig Ramp mit Follower und Satyr. Allerdings fehlten die richtig guten Klöpse, in die man rampen möchte. Dann war auch ein wenig Heroic am Start, was aber manchmal auch hinderlich war. So hatte ich zum Beispiel Solidarity of Heroes auf der Hand, aber weder monströse noch heroische Kreaturen auf dem Feld. Alles in allem fehlten besonders Pin to the Earth oder Time to Feed, da ich nichts permanent loswerden konnte.

Ich gebe zu, dass ich außer Draften im Moment zu wenig Magic komme. Und M15 liegt auch schon in der Luft. Da ist die Motivation für viele Drafts natürlich etwas gebremster. Wie ist das bei Euch? Draftet Ihr noch oder wartet Ihr schon?

Bis nächste Woche

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3 Kommentare zu Endlich mal mit Vogel

  1. Christian sagt:

    Draften geht immer 😉 Ich finde das Format mit Journey auch schöner als vorher. (Nicht mehr ganz so Voltron/Tempo-fokussiert – man kann auch öfter mal ein schönes Kontroll-Deck auspacken.)

    Aber mal die interessante Frage: Wie gut war den eigentlich dieser Swarmborn Giant? Ich trau mich nicht wirklich den auszuprobieren, gefühlt sieht der irgendwie nicht so gut aus. Wenn du in der Offensive bist hast du oft wenig zum blocken und kannst ihn durch nen Gegenangriff verlieren, in der Defensive liegt er zwar schon gut im Weg rum, aber hat halt schon so seine Probleme gegen Evasion oder manche Tempo-Karten.

    Oder rede ich mir den nur viel schlechter als er eigentlich ist?

  2. Lord Sonntag sagt:

    Das mit dem Swarmborn Giant interessiert mich auch. Ich kann den überhaupt nicht einschätzen.

  3. grozoth sagt:

    Der Giant war erstaunlicherweise einer der besseren Männer. Mein ‚Vorteil‘ war hier aber, dass die War-Wing Sirenen die Luft abriegeln und er dann den Boden dicht macht. Da mir ein paar Heroic-Auslöser fehlten, blieb die Sirene meistes ganz gerne zurück und ließ den Riesen angreifen.
    Ohne eigene Flieger finde ich in aber wohl zu riskant und kann gegen Weiß und Blau meistens raus.

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