Doppelte Vorbereitung

Jetzt ist es also amtlich: Nächste Woche fällt mein Blog schon wieder aus. Wie im März. Und wie im Februar ist ein Grand Prix daran schuld. Dieses Mal nicht Wien, sondern Straßburg. Da ich am Freitag fahre und erst am Montag wieder im Lande bin, gibt es am Sonntag nichts Neues an dieser Stelle. Allerdings hoffe ich auf die eine oder andere Anekdote aus Frankreich, die ich dann in der Woche darauf berichten kann.

Da es selten zu einem Sealed-Turnier kommt, konnte ich mich diese Woche nur mit zwei Drafts vorbereiten, jeweils einen am Freitag und am Samstag. Leider ergab sich jeweils eine ungerade Spielerzahl am Tisch, einmal waren wir zu neunt, dann nur zu siebt. Dennoch konnte ich beinahe das Optimum herausholen.

Am Freitag startete ich mit einem schwachen Booster, das einen Chief of the Scale enthielt. Diesen sammelte ich ein, um in den BW-Warriors zu landen. Daraus wurde aber nichts, da mir in der Folge ausschießlich rote Karten geschoben wurden, angefangen mit Ashcloud Phoenix. Solche Geschenke nehme ich immer gerne an. Ich war nach dem ersten Booster ziemlich rot und hatte ein Mystic Monastery einsammeln können, das mir beispielsweise RW-Aggro erlaubte.
Der Ankle Shanker im zweiten Booster wollte aber unbedingt mitmachen und so landete ich dann doch in Mardu. Vor allem, weil ich in der Folge Murderous Cut und Mardu Charm bekam, die ich nicht liegen lassen konnte. Bloodfell Caves und Scoured Barrens kamen auch in meinen Pool.
Der dritte Booster bescherte mir zunächst einen Mardu Roughrider, den ich natürlich über Pearl Lake Ancient nahm. Ein spätes Burn Away zeigte mir, dass ich die richtigen Farben gewählt hatte.

Monastery Swiftspear
2 Mardu Skullhunter
Leaping Master
War-Name Aspirant
Sidisi’s Pet
Ainok Tracker
2 Bloodfire Expert
Ponyback Brigade
Ashcloud Phoenix
Mardu Warshrieker
Summit Prowler
Highspire Mantis
Ankle Shanker
Mardu Roughrider
Sultai Scavenger

Tormenting Voice
Act of Treason
Barrage of Boulders
Mardu Charm
Murderous Cut
Burn Away

Bloodfell Caves
Mystic Monastery
Scoured Barrens
3 Plains
5 Swamp
6 Mountain

Es waren ein paar Fillerkreaturen vorhanden, aber ich wollte durch kleine frühe Drops den Druck hochhalten, bevor die guten Kreaturen das Spielfeld betreten konnten. Im Board hatte ich noch Defiant Strike, Dutiful Return, Shambling Attendants, 2 Unyielding Krumar, Mardu Blazebringer, Tormenting Voice, Valley Dasher und Chief of the Scale. Der Chief wird kompliziert zum Ausspielen, der Blazebringer ist zu fragil und zu unbeweglich, der Valley Dasher macht nicht immer das, was man möchte. Die Shambling Returns sind gut, aber ich brauchte sie schlichtweg nicht und zwei Delve-Karten sollten auch reichen.

Das Deck performte richtig gut; in der ersten Runde konnte ich gegen Abzan gewinnen, wobei Barrage of Boulders einmal drei Kreaturen entsorgte und er einmal screw ging. Gerade gegen den Screw gefallen mir die Bloodfire Experts richtig gut, weil sie so viel schneller als Morphs den Sprichwörtlichen zu machen.

In der zweiten Runde konnte ich erneut den Sieg davontragen, obwohl er mit Trumpet Blast eine richtig gute und schnelle Karte hatte. Die erwischte mich einmal, ich konnte ihn durch geschicktes Abheben zwei Mal von einer Farbe abschneiden. Mardu Skullhunter war in diesem Match eine schwierige Karte, die ich vermutlich oft zu spät ausspielte. Durch das getappt-ins-Spiel-Kommen blockt er doch relativ schlecht. Dennoch konnte ich im entscheidenden Spiel Mardu Roughrider into Ponyback Brigade legen und gewinnen.

Im Finale zog und spielte ich zum ersten Mal den Ashcloud Phoenix. Der gewann einfach so. Im zweiten Spiel genau das Selbe. Ich denke, dass es ohne die Mythic deutlich schwerer geworden wäre, aber der rote Vogel flog einfach zu hoch.

3-0 ist deutlich, wobei ich auch weniger die schwächeren, sondern meistens die guten Kreaturen hatte. Leaping Master zum Beispiel habe ich nie gesehen. Aber auch das gehört ja bekanntlich dazu.

Am Samstag dann der Draft mit sieben Spielern und ich startete mit Wooded Foothills. Also dann eigentlich erst mit dem zweiten Pick. Ich merkte mir aus meinem Booster zwar ein Temur Charm, das ich auch gerne genommen hätte, aber das Fetchland kann man ohne Rarepick nicht weitergeben. Ich landete in Temur, nahm aber auch ein Sultai Charm sowie mehrere bunte Länder. Ich stellte mich auf fünf Farben ein, bekam aber irgendwie keine weißen Länder zusammen. Weiße Sprüche blieben auch aus und das Schwarz beschränkte ich auf wenige gute Karten. Der Temur Charm tablete, sodass ich mir ziemlich sicher war, in den richtigen Farben zu sitzen.
Im zweiten Booster nahm ich einen weiteren Temur Charm zusammen mit einem Snowhorn Rider. Scion of Glaciers und Burn Away kamen ebenfalls in meinen Stapel.
Im dritten Booster nahm ich der Reihe nach Grim Haruspex, Sagu Mauler und Crater’s Claws. Kann man mal machen. Und ich denke, dass man das Deck mit den verfügbaren karten auch so bauen kann:

2 Embodiment of Spring
Archer’s Parapet
Highland Game
Mistfire Weaver
Grim Haruspex
Pine Walker
Abomination of Gudul
Sagu Mauler
2 Snowhorn Rider
Scion of Glaciers
2 Summit Prowler
Hooting Mandrills

Crater’s Claws
Sultai Charm
2 Temur Charm
Weave Fate
Bring Low
Arrow Storm
Burn Away

Bloodfell Caves
2 Dismal Backwater
Opulent Palace
Rugged Highlands
Swiftwater Cliffs
Thornwood Falls
Wooded Foothills
3 Island
3 Mountain
3 Forest

Viele Länder, keines davon kann weißes Mana produzieren. Das Board enthielt Glacial Stalker, Canyon Lurkers, Mardu Blazebringer, Incremental Growth, Kin-Tree Warden, Sagu Archer, 2 Scout the Borders, Abomination of Gudul, Armament Corps und ein Wind-Scarred Crag. Es ist immer hart, das Armament Corps nicht zu spielen. Hättet Ihr das Crag plus eine Ebene gezockt, die dann von den Embodiments gefunden werden kann? Ich habe mich nicht getraut. Ich wollte auch den Schwarzanteil so gering wie möglich halten, mit dem ich auch nie Probleme hatte; trotz 0 Sümpfen im Deck.

Hier waren die Spiele spannend, aber weniger efolgreich. Im ersten konnte ich ein Spiel gegen zwei liegende Mardu Roughrider racen, dann spielte ich es im zweiten Spiel falsch: Ich rüstete einen Angreifer erst vor dem Schaden, nicht vor dem Angriff ab. Dadurch konnte ein Arrow Storm meinen Pine Walker töten und ein nachgelegter Roughrider finishte mich, der ich nur noch Länder zog. Im dritten zog ich dann erst als zweiter das vierte Land und ging unter. Hinterher sah ich, dass er sogar drei Roughrider und zwei Arrow Storms spielte.

Im zweiten konnte ich dafür gewinnen, weil mein Gegner seine kleinen Kreaturen zog. Als ich dann einen schnellen Sagu Mauler umdrehte, kippte das Spiel in meine Richtung. Im zweiten hatte ich zwar keinen Mauler, dafür hatte er zunächst nur vier Länder. Ich konnte mit Pine Walker und Snowhorn Rider zwei dicke Angreifer legen, die er nicht mehr in den Griff bekam.

In der dritten Runde gewann zunächst wieder der Sagu Mauler. Einfach eine alberne Kreatur. Im zweiten Spiel verlor ich gegen zwei Kreaturen und eine Jeskai Ascendancy. Mein Screw half freilich ein wenig mit. In Spiel 3 nahm ich zunächst einen Mulligan und war dann mit Ländern gesegnet. Ein wenig zu vielen Ländern, aber das war nur der Ausgleich zum vorigen Spiel. So musste ich mich denn auch hier geschlagen geben.

1-2 wird dem Deck vermutlich nicht ganz gerecht, das erste verspielte ich selbst. Im dritten konnte ich mich einfach nicht wehren. Ich denke, dass das Deck mit dem des Vortages auf Augenhöhe war, aber es hat nunmal ein ganz anderes Ergebnis eingefahren. Was meint Ihr? Welches der beiden Decks ist stärker?

Ich freue mich jetzt erst einmal auf Frankreich und werde in zwei Wochen berichten, wie unser Auto bzw dessen Insassen abgeschnitten hat.

Bis übernächste Woche

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2 Responses to Doppelte Vorbereitung

  1. atog28 sagt:

    Ich wünsche euch viel Erfolg und Spass in Strasbourg.

  2. Denny sagt:

    Also das zweite Deck finde ich ja SEHR gefährlich!

    Erstmal zu deiner Frage: Nein, ich hätte das Crag nicht für die Corps gespielt. Es ist sehr verlockend eine spielwendende Karte zu spielen. Aber möchtest du dadurch nicht mehr so konsistent spielen können wie ohne? Ich denke eher nicht. 🙂

    Zum ersten Deck brauch‘ ich nichts sagen, selten habe ich ein gleichgültiges Deck gedraftet, großes Respekt, wobei der Ashcloud auch sehr falsch war. (Natürlich vom rechten Partner, nicht von dir 😉 )

    Im zweiten Deck passen mir folgende Karten leider gar nicht:
    2 Summit Prowler – Die klingen für mich falsch im Deck. Ein Deck welches 4 Farben behandelt, möchte so ungerne wie möglich Karten mit multiplen Manasymbolen spielen müssen. (1 Arrow Storm wäre da das Maximum an Gefühlen 😉 ) – Als Ersatz hätte ich an deiner Stelle lieber die beiden Morphs gespielt, die gar nicht sooooo schlecht sind, wie manche es erwarten. (Vor allem nicht mit dem Pine Walker – Glacial Stalker u. Canyon Lurkers)

    So, das war’s aber auch erstmal mit meiner Meinung, wir sehen uns in alter Frische am Freitag-Vormittag! 🙂

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