Monger ist ein Deck

Irgendwie blicke ich nicht durch: Einmal bleibe ich möglichst offen, woraufhin mein Draftdeck nicht läuft. Dann wiederum picke ich explizit um eine Karte, die ich aufmache – und mein Deck läuft schon wieder nicht. Naja, nicht laufen ist übertrieben, ich habe gegen viele Removal verloren, von denen ich genau gar keines hatte. Aber irgendwie werde ich aus den Drafts nicht schlau.

Zu meiner Entschuldigung sei zu sagen, dass nicht KTK gedraftet wurde, sondern Chaos. Und da ist es ziemlich schwierig, irgendetwas vorherzusagen. Gute Kreaturen und gutes Removal will man natürlich immer haben, Bomben sowieso. Daher auch mein First Pick diese Woche: Spiritmonger. Der sollte gut genug sein. Auch wenn ich zähneknirschend einen Fact or Fiction passen musste, der Monger ist die im Draft stärkere Karte. Negativ fällt bei ihm nur der zweifarbige Aspekt ins Gewicht, ansonsten bringt er alles mit, was eine Kreatur braucht.
In der Folge pickte ich grüne und schwarze Kreaturen sowie gute Sprüche, die sich allerdings in Grenzen hielten. Die Devise war 3/3er für drei Mana, Bärchen und gute 4-Drops, um möglichst schnell zu sein. Das klappte so mittel, würde ich behaupten.

In den folgenden Boostern nahm ich hin und wieder eine andersfarbige Karte, wenn für meine beiden Farben absolut nichts im Pack war. So hatte ich beispielsweise ein Lingering Souls oder ein Bring Low in meinem Pool, konnte und wollte beide aber nicht splashen. Ich nahm weiterhin alles, was das Deck unterstützte und landete am Ende mit:

Black Cat
Spineless Thug
Bassara Tower Archer
Tangle Asp
Bloodhusk Ritualist
Kelinore Bat
Serwer Shambler
Takenuma Bleeder
Centaur Courser
Nessian Courser
Hand of the Praetors
Vengeful Dead
Thrashing Mossdog
Golgari Rotwurm
Spirirtmonger

Duress
Burst of Strength
Ranger’s Guile
Melancholy
Surging Might
Strands of Undeath
Creeping Mold
Caustic Tar

8 Swamp
9 Forest

Das Board dazu ist relativ groß, weil ich immer die farblich passende Karte bevorzugte. Meine farblich passende Öffnungsqualität war dabei bescheiden, sodass mir noch Carrion Feeder, Dark Favor, Mind Rot, Nim Grotesque, Psychic Miasma, Aspect of Hydra, Grappler Spider, Scaled Hulk, Selvela’s Charge, Simian Brawler, Pillar of War und Worldslayer blieben. Worldslayer und Spiritmonger sind zwar zusammen mindestens einmal ganz lustig, danach müsste ich allerdings schon Sümpfe nachlegen, um die Bestie nicht zu verlieren. Grappler Spider war zunächst im Deck, machte aber Creeping Mold Platz, vor allem weil viele -1/-1-Effekte unterwegs waren. Duress hätte ich noch durch Aspect of Hydra ersetzen können, war mir aber meist zu wichtig. Auch wenn ich damit keine Kreaturen erwischen konnte. Dank keinem Removal, hatte ich vor guten Kreaturen am meisten Angst.

Völlig zurecht, wie sich gleich im ersten Spiel herausstellte. Obwohl mein Gegner erst einmal viele Länder hatte. Da konnten meine Power3-Männer kurzen Prozess machen. Aber in Spiel zwei legte er direkt mal einen Agent of Horizons. Der ist natürlich gut gegen mich. Auch wenn er nicht sofort damit angriff, weil er erst einmal ein Inferno Elemental legte. Klar, der ist auch gut gegen meine 3/3er. Also auf in Spiel drei, nachdem ich mit den großen Jungs und den Tricks knapp zu langsam war. Dort besorgte es dann der Bassara Tower Archer, der sich nicht nur Surging Might, sondern auch noch Strands of Undeath einfing. Mein Gegner gab ein wenig zu früh auf, sagte aber, dass er da nicht mehr vorbeikäme. Ok, das ging grade nochmal gut.

Nicht so in Spiel zwei. Dort warteten gute Kreaturen UND Removal. Und was für welches! Arrest, Utter End und Auger Spree weiß ich noch aus dem Kopf. Ich ging einach zweimal unter, wobei ich einmal sogar einen Spiritmonger zum Stallen nutzen konnte. Problem war einmal vor allem ein Dictate of Heliod und einmal ein grottenschlechter Draw bei mir. Das ging sogar so schnell, dass wir noch drei Spiele und einen Tausch schafften. Immerhin: Insgesamt sieht die Statistik mit 2-3 nicht mehr ganz so schlimm aus.

In der dritten Runde bekam ich meinen linken Draftnachbarn ab, der sich die blauen Karten einverleibte, die ich weitergab. So erledigte mich im ersten Spiel ein Screw bei mir und ein Talrand, Sky Summoner bei ihm. Im zweiten kamen meine Kreaturen besser in Fahrt und bei ihm kamen viele Länder. Allerdings hatte er mit deren fünf behalten. Im dritten Spiel mulliganierte ich auf sechs, während er wieder mehrere Länder hielt. So topdeckten wir, ich konnte Spiritmonger legen, er konnte einen dicken 8/8-Wurm spielen, vergas aber die Dragon Wings im Friedhof. So konnte mein Monger angreifen und dank Ranger’s Guile und Burst of Strength den Wurm mittels Block entsorgen. Am Ende gewann der Spiritmonger auch endlich mal ein Spiel.

2-1 ist ok, ein oder zwei gute Removal wären für das Deck sicher nicht schlecht gewesen. Aber da habe ich einfach nichts gesehen. Also musste ich eben die Kreaturen nehmen und versuchen, die Fragen zu stellen. Das hat so lala geklappt. Der Monger war natürlich gut, sobald er lag; ansonsten war Hexproof immer sehr stark.
Die Melancholy war auch sehr stark, aber davon hätte ich viele gebraucht. Und dann hätte ich wiederum kein schwarzes Mana mehr gehabt. Ein Teufelskreis.

Nächste Woche werde ich ein wenig zu meiner neuen Deckbox schreiben. Vielen Dank an dieser Stelle an Ormus.
Ich möchte sie aber noch ein wenig öfter als einmal einsetzen. Denn nach einer Woche kann ich noch nicht sagen, ob sie das richtige oder völlig daneben für Limited oder Constructed ist. Bislang ist der erste Eindruck aber sehr gut.

Bis nächste Woche

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