Doppelwarriors und eine Box

Wie versprochen werde ich heute ein paar Sätze zum Ultimate Guard Twin Flip’n’Tray Xenoskin Deck Case 160+ verlieren. Die Box war nun die beiden letzten Wochen mein Begleiter, wenn ich zum Draften oder/und Commanderspielen unterwegs war. Ich denke, dass ich eine erste Aussage nach zwei Wochen treffen kann.

Zuerst verabschiede ich allerdings das Triple-Khans-Format. Da nächste Woche Prerelease ist und am Freitag ein Chaos-Draft angesetzt ist, wird es wohl nichts mit einem weiteren dreifachen Khan.

Ich war freitags und samstags unterwegs und habe zweimal das gleiche Deck gedraftet. Sage und schreibe 13 Sprüche stimmten in den Listen der gespielten Karten überein. Zu meinem Glück waren die Karten am Samstag deutsch, sodass ich nicht mein Deck vom Vortag benutzen konnte.

Los ging es aber mit meinem FNM-Deck: Ich startete mit Debilitating Injury über Seeker of the Way. Das kann man wohl so machen, kann aber auch das gute Bärchen nehmen. Für mich war die schwarze Karte ein Glücksgriff, weil mein Vordermann ein Triland über Bloodsoaked Champion nahm. So kam ich zu meiner zweiten schwarzen Karte. Und mit einem zweiten Debilitating Injury stand auch die dritte Karte fest.
Den vierten Pick setzte ich falsch: Ich nahm ein Become Immense über Jungle Hollow. Das ist falsch, weil ich das Fixing höher einschätzen sollte als die zufällige grüne Karte. Zumal ich ja noch nichts von meiner zweiten oder dritten Farbe wusste. Im Anschluss nahm ich dann zwei von drei Rush of Battle und einige Warriors raus. Also nix mit Grün. Außer einem ziemlich späten Abzan Guide. Nun wäre die Jungle Hollow richtig gut gewesen.
Dieser eine Guide ließ mich im zweiten Booster Crackling Doom und Mardu Roughrider verschmähen und Mardu Hordechief nehmen: Ich war schwarz, weiß und sonst noch eigentlich nichts. Eventuell grün wegen des Abzan Guides. Da wollte ich nicht in unsichere Karten investieren, wenn ich auch den sicheren guten Mann nehmen konnte. Allerdings wäre Mardu offen gewesen, ziemlich spät kam eine Mardu Ascendancy vorbei. Nahm ich auch nicht, stattdessen unter anderem mein drittes Rush of Battle und ein Raider’s Spoils.
Im dritten öffnete ich dann einen Butcher of the Horde. Toll, war ich also doch der Mardu-Mann. Ich konnte noch eine Bloodfell Caves und eine Scoured Barrens sowie zwei Ponyback Brigaden aufsammeln, bevor es zum Deckbau ging:

Mardu Hateblade
Bloodsoaked Champion
2 Disowned Ancestor
2 Mardu Skullhunter
2 Mardu Hordechief
2 Ponyback Brigade
Alabaster Kirin
Unyielding Krumar
Butcher of the Horde
Sultai Scavenger

Feat of Resistance
2 Debilitating Injury
3 Rush of Battle
Raider’s Spoils
2 Rite of the Serpent

Bloodfell Caves
Scoured Barrens
6 Plains
6 Swamp
3 Mountain

Viele 1-Drops, was den Skullhuntern helfen sollte; wenig Fixing sowie 2-Drops. Ein oder zwei Kreaturen mehr wären schön gewesen, aber mit den Warrior-unterstützenden Karten kann man auch etwas reißen. Im Board war nicht mehr all zu viel: Smite the Monstrous, 2 War Behemoth, Rotting Mastodon, Witness of the Ages und der Abzan Guide befanden sich hier. Die Rite of the Serpent machen das Deck schon sehr klobig, allerdings halfen sie auch in vielen Situationen, den benötigten Schaden durchzudrücken.

Die Spiele in aller Kürze: Runde eins legte mein Gegner keine Kreaturen bzw behielt die wenigen, die er hatte nicht lange genug; Monastery Swiftspear blockte Bloodsoaked Champion, Mardu Blazebringer blockte gar nicht. Er spielte ein Feed the Clan, vergaß bei jeder Gelegenheit seine Quiet Contemplation und gab schließlich auf. Im zweiten fand er mehr Kreaturen, dafür keine Länder. Ich fand meinen Butcher. Wobei ein Rush of Battle am Ende ausreichte.

In Runde zwei verzockte es mein Gegner zunächst, indem er statt anzugreifen seine Outlast-Fähigkeit aktivierte; er hatte ein Ivorytusk Fortress auf dem Feld, dennoch hätte mich ein Angriff weit zurückgworfen, da ich blocken musste. So konnte ich mein sechstes Land finden, Rite of the Serpent auf seine Longshot Archers spielen und ihn in zwei Runden mit einem Sultai Scavenger überflügeln. Im zweiten war er auf drei Ländern und ich legte der Reihe nach Mardu Skullhunter, Mardu Skullhunter, Butcher of the Horde, Debilitating Injury, Sultai Scavenger.

In der dritten Runde gab ich das zweite Spiel mangels Ländern ab. Das kann mal passieren, dafür war ich im dritten Spiel mit Bloodsoaked Champion, Mardu Skullhunter und Raider’s Spoils zur Stelle. Mit der Spoils generierte ich zu großen Vorteil und gewann nach dem zweiten Rush of Battle mit drei Removal auf der Hand.

Ok, BW-Warrior-Synergien sind gut. Was brachte der Samstag? Einen Booster, der Thousand Winds sowie Crackling Doom enthielt. Wieder keine einfach Entscheidung, ich nahm den Crackling Doom heraus. Für den Flieger spricht die Einfarbigkeit und das Potential zur Brokenness. Dafür ist Crackling Doom immer gut. Mit der Einschränkung, dass es drei Farben braucht. Ich nahm denn auch gleich ein Mystic Monastery, konnte so also noch in alle Richtungen gehen. Das wollten meine Vordermänner aber nicht. Stattdessen wurde dort vielfarbig gedraftet und ich bekam die schwarzen und weißen Karten ab. Also ziemlich unbunt, schwarz-weiß eben. Ich nahm Kill Shot, Mardu Hordechief, Sultai Scavenger, erneut zwei Debilitating Injury und eine von zwei Rush of Battle.
Im zweiten Booster öffnete ich unspektakulär einen Seeker of the Way, der heute gerne mitspielen durfte. Der nächste Booster war der Hit, bestimmt fünf Karten für mein Deck; ich nahm Ankle Shanker, bekam auf dem Rückweg Dead Drop. Wobei Mardu Hateblade und Rite of the Serpent immer noch enthalten waren.
Im dritten Booster wurde mir ein Bloodsoaked Champion geschoben, den ich wiederum gerne einbaute. Drei Mardu Skullhunter freuten sich über den frühen Mann.

Bloodsoaked Champion
Seeker of the Way
3 Mardu Skullhunter
2 Mardu Hordechief
Sage-Eye Harrier
2 Ponyback Brigade
Unyielding Krumar
Ankle Shanker
Mardu Roughrider
2 Sultai Scavenger

3 Debilitating Injury
Kill Shot
Crackling Doom
Rush of Battle
Raider’s Spoils
[card]Drop Dead

Mystic Monastery
6 Plains
7 Swamp
3 Mountain

Das Deck war deutlich roter, das Fixing nicht ganz so „gut“ wie im FNM-Deck. Wobei es auch dort nicht wirklich gut war, aber da war außer den Brigaden und dem Butcher auch nichts rotes enthalten. Hier würden Ankle Shanker, Mardu Roughrider und Crackling Doom ihre Farbe brauchen, die Brigaden konnten notfalls einfach bäuchlings liegen bleiben. Das Board war deutlich breiter aufgestellt: Abzan Battle Priest, Defiant Strike, 2 Jeskai Student, Sage-Eye Harrier, Salt Road Patrol, Smite the Monstrous, 2 War Behemoth, Bitter Revelation, Despise, Gurmag Swiftwing, Rakshasa’s Secret, Rite of the Serpent, Bring Low, Abzan Guide, Abzan Banner und Blossoming Sands. Für Grün und einen Abzan Guide reichte es wieder nicht. Ich nahm ihn im ersten Booster, weil eine Fünffarbigkeit dort noch nicht ausgeschlossen werden konnte. Ansonsten befinden sich hier viele Karten, die deutlich schwächer sind als die roten Karten im Deck. Der Harrier wäre sogar noch ein Warrior gewesen, aber ich wollte keinen zweiten spielen.

Apropos spielen: Im ersten gegen Jeskai Aggro konnte ich zunächst zwei Leaping Master racen. Ein gezieltes Rush of Battle gewann. Im zweiten war ich hoffnungslos unterlegen, fand aber auch keine oder nur wenige weiße Länder. Im dritten war ich dann im Glück, es lagen eine gespielte Jeskai Ascendancy, Dragon-Style Twins und Highspire Mantis. Er hatte fünf Mana offen und eine Karte auf der Hand. Er griff an, meine geboardete Gurmag Swiftwing blockte den Zwilling. Mit Bloodsoaked Champion und Mardu Roughrider und ihm auf 10 wollte ich in meinem Zug ein Rush of Battle spielen. Da sagte er in Reaktion einen Arrow Storm an. Nice Try! Der ist Hexerei und ich kloppte ihn tot.

In der zweiten Runde verhaute ich das fünffarbige Deck, weil er gegen schnelle Draws nicht wirklich ein Out hat. Bloodsoaked Champion ist da einfach eine Bank. Im ersten verlor er ausgetappt mit vier Blockern gegen zwei Brigaden, ein Raider’s Spoils und einen Ankle Shanker. Im zweiten fand er kein zweites schwarzes Mana. Daher hatte er immer einen Necropolis Fiend auf der Hand, den ich als Disdainful Stroke wertete. Daher ließ ich mein Dead Drop lange stecken und spielte Morphs oder Mardu Hordechiefs. Die tauschten gut ab und am Ende gewannen ein paar Goblin-Token das Rennen.

Spiel drei traten zwei Flieger in Form von Watcher of the Roost und Alabaster Kirin auf mich ein. Bloodsoaked Champion und Ponyback Brigade drehten mit einem Rush of Battle das Spiel und ein Ankle Shanker gefolgt von Crackling Doom machten den Sack zu. Im zweiten fand er viele große Kreaturen. Das war Gift für meinen Draw, der aus klobigen, langsamen Tieren bestand. Im dritten kamen – wie am Vortag im Finale im dritten Spiel – Bloodsoaked Champion, Mardu Skullhunter und Raider’s Spoils. Das will man anscheinend nicht gerne blocken (trotz Blocker!) und ich zog – wie am Vortag – zwei Karten. Den Vorteil holte er nicht mehr auf, Brigade und Ankle Shanker später gab er auf.

Ok, BW-Warrior-Synergien sind wirklich gut. Beide Decks fühlten sich extrem gut an, der Bloodsoaked Champion Turn 1 hat nicht viele Feinde. Ankle Shanker und Butcher of the Horde sind alberne Karten, gerade wenn sie von Token getragen werden. Raider’s Spoils ist eine richtig gute Karte, besonders mit Token. Aber auch ohne ist ein Schaden mehr pro Kreatur sehr stark. Die habe ich bis zuletzt immer unterschätzt. Unyielding Krumar war in beiden Decks und machte seine Sache mindestens ordentlich; es gibt nicht so viele Warriors, die schon ordentliche Kampfwerte mitbringen, der Krumar hat mich immer abgesichert.
Schlecht war eigentlich nur das Mana, das ich mir entweder zusammenziehen oder einfach mit einem Mulligan auskommen musste. Aber das ist eben so, wenn man nicht die Länder bekommt, die man braucht. Und dank des Kerns aus schwarzen und weißen Karten war fiel dieser Nachteil nicht so sehr ins Gewicht.

Und Cut: Nun noch eine kurze Ausführung zum Twin Flip’n’Tray Xenoskin Deck Case 160+ von Ultimate Guard. Ich habe meine Hüllen für den Draft, Token und einen Block sowie einen Commander dort untergebracht. Für Commander-Spiele ist er sicherlich eine der besseren Wahlen: Man bekommt zwei Commander in den beiden großen Fächern unter und hat dann noch ein kleineres Fach, in dem man entweder Token oder Würfel mitnehmen kann. Das oberste Fach ist mit den hundert einfach eingehüllten Karten exakt voll, unten passt noch eine Zeitung dazwischen. Dennoch verknickt keine Karte. Würfel bzw. Token sind einfach zu erreichen, wer mag kann die mitgelieferte Mini-Schublade benutzen.
Ich habe im obersten Fach meine Draftshields untergebracht. Außerdem passte ein kleiner Schreibblock hinein. Den Stift und die Würfel musste ich extra halten, aber gerade für einen Stift ist in kaum einer Box Platz.

Für den Draft ist die Box nicht schlecht, erwies sich aber vor allem bei der Suche nach Token als umständlicher als eine kleine Deckbox. Durch die Größe möchte man sie nicht ständig quer auf den Tisch stellen, was mir gerade bei den obigen Decks doch hin und wieder passierte. Durch die Abgeschirmtheit sieht zudem der Gegner nicht, was ich da treibe, wenn ich aus der Box etwas heraushole.
Dem kann man nur Abhilfe schaffen, indem man seine Token vorher bereitlegt. Findige Gegner könnten dann aber auf gewissen Karten schließen, was nicht unbedingt gewollt ist.

Die Verarbeitung der Box muss ich aber loben. Allem Anschein nach werde ich lange Freude an dem Teil haben. Drei Magnete halten die Seitenklappe fest und die Nähte sind gut verarbeitet. Die Fächer sind grundsolide, selbst ohne die beiden Einschub-Schubladen halten sie stabil ihre Position. Das Logo is dezent angebracht und stört das Äußere der Box nicht.

Alles in allem kann ich die Box sehr für Constucted empfehlen; wenn ein Commanderdeck Platz findet, wird auch ein Modern- oder Standard-Deck reinpassen. Für meine Token werde ich in Zukunft wieder eine kleinere Box nehmen. Allerings habe ich dann Platz für meine Würfel, die in der Box verstaut werden können.

Soweit meine Meinung dazu. Sollte sich in den nächsten Wochen und Monaten daran etwas ändern, wird das nachgereicht. Zwei Wochen sind ja nun nicht unbedingt der Langzeittest schlechthin. Nächste Woche gibt es dann schon die ersten Eindrücke von Fate Reforged, auf das ich sehr gespannt bin.

Bis nächste Woche

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