Drachendraft die Zweite

Eigentlich könnte man diese Woche auch unter der Überschrift „Pleiten, Pech und Pannen“ zusammenfassen. Irgendwie lief es bei mir – magictechnisch – nicht besonders. Gerade den Draft habe ich aktuell so gar nicht drauf. Schade eigentlich, denn das Format ist wirklich schön.

Aber erst mal die Gegebenheiten. Zehn Mann beim FNM-Draft an meinem Tisch. Davon gab es deren zwei.
Ich legte mit einem Twin Bolt los. Meine Rare war Mist und die Uncommons gefielen mir auch nicht. Twin Bolt mag ich eigentlich ganz gerne bis auf die Tatsache, dass ich immer in den Decks lande, gegen die er am besten wäre. Meine Gegner eher weniger.
Jedenfalls nahm ich dann der Reihe nach Crater Elemental und Tail Slash. Soweit passte für mich alles, der rote Kern war gesetzt und offenbar auch ziemlich offen. Bis hierhin.
Ab jetzt kamen nämlich völlig andere Karten: Zunächst ein Dragonlord’s Prerogative. Sollte Oportunity wirklich so schlecht geworden sein? Ich nahm es mit, rote Karten waren ohnehin Mangelware. Im Anschluss daran gab es weiter blaue und ein paar weiße Karten. Besonders ein später Cunning Breezedancer verwunderte mich.

In zweiten Pack war Rot wieder ziemlich abgeschnitten. Dafür sprudelte Blau weiter und ich konnte mir Karten wie Ojutai’s Summons genehmigen. Doppelt halten die ohnehin besser.

Leider konnte ich mich bis in den dritten Pack hinein nicht für Weiß oder Rot entscheiden. So nahm ich alles Spielbare Material an mich, entschied mich im Zweifel aber einfach für die blaue Karte, die gesetzt war. Dass das dann einen ziemlichen Haufen ergeben muss, steht außer Frage:

2 Elusive Spellfist
Jeskai Sage
Mardu Scout
Silumgar Sorcerer
Zephyr Scribe
Crater Elemental
Gore Swine
Custodian of the Trove
Summit Prowler
Aven Surveyor
2 Ojutai’s Summons
Fierce Invocation
Shockmaw Dragon

Anticipate
Glint
Twin Bolt
Scroll of the Masters
Tail Slash
Sarkhan’s Rage
Dragonlord’s Prerogative
Shifting Loyalities

9 Island
8 Mountain

Ich weiß nicht so recht, wo ich damit hinwollte: Aggro ist es ein bisschen, stallen kann es eher weniger und Kontrollelemente sind auch kaum vorhanden. Der Silumgar Sorcerer wird als einziges gutes Ziel den Jeskai Sage finden und exploiten, Custodian of the Trove ist mangels Alternativen im Deck. Glint soll gegen gegnerische Removal helfen. Die Scroll of the Masters ist mit Kreaturen, die man über Sprüche als Token oder manifestiert auf das Spielfeld holt ganz in Ordnung. Ich bin mir auch bewusst, dass der Mardu Scout sehr lange dashen wird, bevor er einmal „richtig“ beschworen werden kann. Doppelrot mag das Deck eigentlich nicht.

Im Board sind ein paar schwache blaue sowie ein paar weiße Karten: 2 Jeskai Runemark, Learn from the Past, Neutralizing Blast, Sultai Skullkeeper, Updraft Elemental, Void Squall, Aven Tactician, Champion of Arashin, Dragon’s Eye Sentry, Fate Forgotten, Mardu Woe-Reaper, Pacifism, Sandcrafter Mage, Cunning Breezedancer.
Rot-Weiß war leider nie ein Thema und insgesamt ist Weiß zu wenig und zu schwach, um mit Rot konkurrieren zu können. Also entschied ich mich für Blau und Rot.

Das erste Spiel war eigentlich keines: Ich hatte im ersten zwei Länder on the Draw und starb mit drei Ländern auf dem Tisch, während mir 5- und 6-Drops um die Ohren knallten. Das zweite Spiel war noch eindeutiger: Ich hatte am Ende nur zwei Länder auf dem Tisch, mit denen ich auch meine Starthand gehalten hatte. So wollte ich eigentlich nicht verlieren, etwas mehr als Elusive Spellfist wollte ich schon casten.

In Runde zwei spielte ich dann tatsächlich mit. Zunächst legte mein vierfarbiger Gegner aber in vier Runden vier verschiedene Standardländer und zeigte mir, wie gute Karten aussehen sollten. Neben Flatten bekam ich auch diverse Drachen ab und konnte am Ende einschieben. Im zweiten Spiel lief die Scroll of the Masters zur Höchstform auf, weil ich beide Ojutai’s Summons beschwören konnte. Vier Token und vier Marken konnte er nicht handeln. Im dritten ließ ich den entscheidenden Block sein, als ich auf neun Lebenspunkten war: Er griff mit einem 4/4-Drachen an, ich hatte einen kleineren Flieger und ein Glint auf der Hand, hätte den Flieger also retten können. Ich hoffte aber, damit eines seiner Removal zu treffen. So bekam ich zusätzlich noch ein Sarkhan’s Rage ab und verlor.

In der dritten und letzten Runde war mein Gegner schon gegangen, bevor ich wusste, dass ich ein Bye hatte. Also gewann ich einfach kampflos. Anders hätte ich wohl an diesem Freitag auch nicht gewonnen.

Und was lerne ich aus dieser Geschichte? Sicherlich sollte ich den Fokus mehr im Auge behalten: Wenn ich so derartig rot anfange, darf ich nicht einfach bei einer andersfarbigen Karte in einem späten Pick alles über den Haufen werfen. Hätte ich zielstrebiger Rot gedraftet, wäre vieleicht ein besseres Deck entstanden.
Außerdem darf man der Scroll in einem spruchlastigem Deck gerne eine Chance geben. Die hat mich überzeugt, wenn ich sie spielen konnte.
Ansonsten ist rot-blau gar nicht so schlimm, man sollte nur mehr kleinere Sprüche nehmen und die eine oder andere Spellfist mehr haben. Die sind nämlich wirklich nervig.

Nächste Woche gibt es entweder einen weiteren Erfahrungsbericht aus der Drachendrafthöhle oder ich stelle allgemeine Fragen in die Runde zu einem neuen Commander. Da bin ich mir bei einigen Karten noch nicht sicher. Mal sehen. Wünsche dazu gerne in die Kommentare.

Bis nächste Woche

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