Magic Fun Series

Da schreibe ich mal ein paar Wochen lang nichts, und schon geht hier der Werwolf-Battle ab. Und ich kann obendrein auch noch keine tolle Werwolfstory beitragen. Wölfe sollen aber trotzdem eine wichtige und entscheidende Rolle in meinem Artikel spielen, versprochen.

Wie die Überschrift schon sagt, nahm ich an der Magic Fun Series teil. Was das ist? Ein Event, das auf drei Wochen verteilte Turniere beinhaltete und im UltraComix in Nürnberg stattfand.
In der ersten Woche bekam jeder Teilnehmer kostenlos zwei Einsteigerdecks aus Magic Origins, wobei das erste gewählt und das zweite zufällig dazugelost wurde. Außerdem gab es eine Deckbox, in der die Karten nach den Spielen verstaut und für das nächste Mal aufbewahrt wurden.
Aus den beiden Decks wurde ein 40-Karten-Deck konstruiert und damit vier Runden gezockt.
In der zweiten Woche wurden die selben Decks gespielt, aber es gab für 7,5 Euro drei Booster Magic Origins dazu. Dieses Mal wurden die Decks auf 50 Karten erweitert.
Die dritte und letzte Erweiterung war ein Booster-Draft für ebenfalls 7,5 Euro; die erdrafteten Karten konntn eingebaut werden, das Deckminimum war wiederum 50 Karten.

Gleich vorneweg: Das erste Turnier hatte ich verpasst. Damit würde es mindestens schwierig werden, in der Gesamtwertung irgendwas zu reißen; diese Wertung gab am Ende der Serie ein paar Preise für die besten insgesamt. Und zwar gab es bei jedem Turnier Platzierungspunkte: 1 Punkt für den Letzten, 2 für den Vorletzten usw. Der erste bekam also Punkte je nach Teilnehmerzahl. Ich hatte das erste Turnier mit acht Teilnehmern verpasst.

Dafür konnte ich in der zweiten Woche mitmischen. Und ein wenig von den schlechteren Deckwahlen (schwarz!) profitieren. Warum ist schwarz keine so tolle Wahl? Weil die Rares der Einsteigerdecks allesamt gut sind, Nachtmahr aber irgendwie im zweifarbigen Deck die unbeeindruckendste Karte ist. Die anderen Karten sind Aegis Engel, Mahamoti-Dschinn, Shivan-Drache und Festlandzertreter.

Ich nahm also Blau, weil zwei Klaustrophobien schon gut sind und ein paar Flieger zusammmen mit Bounce gut sein könnten. Innerlich hoffte ich auf Weiß als zweite Farbe, äußerlich bekam ich dann aber Grün ab. Da ich die Karten aber noch nicht in Aktion gesehen hatte, konnte ich mir keine Vorstellung der Kartenqualität machen. Also nahm ich noch meine drei Booster entgegen und stellte fest, dass ich nichts splashen konnte und außerdem zu wenig Material für eine andere Farbkombination als UG hatte. Dann eben so:

Vorbote der Gezeiten
2 Laubvergolder
Wolf des Waldrudels
Heroldin des Pantheons
Jhessische Diebin
Hautfetzen Sceada
Fangbein-Einsiedlerspinne
Springende Krasis
Turmgeist
2 Separatisten Nichtigmacher
Ringwächter-Eule
Naturalistinnen des Konklaves
Mahamoti-Dschinn
Schrecken der Tiefsee
Festlandzertreter
Riesenholz-Verschlinger

Mentales Kräftemessen
Verfroschen
Sich verziehen
2 Absturz
Titanisches Wachstum
3 Klaustrophobie
2 Schicksal weben
In die Leere

9 Insel
11 Wald

Zugegeben, 20 Länder sind grenzwertig. Ja, das sind 40 Prozent des gesamten Decks, aber andere haben bis zu 22 Länder im Haufen gehabt. Der Vorbote, die Klaustrophobie und besonders die Krasis aus dn Boostern passten superklasse ins Deck. Bei den Sprüchen hatte ich zunächst mehr Tricks und nur einen Absturz im Deck, aber das zweite ist einfach zu gut und wichtig. Aber dazu später mehr.

Runde 1 bekam ich direkt GW ab, das mich in der ersten Runde nach zähem Kampf mit irgendeinem Flieger verdrosch. Gerade dagegen boardete ich das zweite Absturz rein und ich beließ es im Deck. Im zweiten Spiel machte er den Mulliganking und ich konnte einfach so gratis gewinnen. Im dritten Spiel stallte es sich etwas zu, er war auf drei Lebenspunkten. Ich hatte drei Kreaturen, er auch und spielte eine Joraga-Anrufung. Ich blockte und mein Schrecken der Tiefsee überlebte und machte ihn platt. Die Anrufung ist im grünen Deck enthalten, aber ich finde sie nicht gut. Dafür ist zu wenig Tokenzeug unterwegs, besonders in UG oder GW.

In der zweiten Runde durfte ich dann gegen RB ran, das zweimal nicht so zog, wie es konnte. Ich legte brav meine Kreaturen und konnte später ein bisschen bouncen und gewinnen. In den Nachspielen – wir waren sehr zeitig fertig – waren die Decks etwa gleich auf mit leichtem Üergewicht für RB. Da hab ich wohl ziemlich Glück gehabt. Und selbst das Absturz fand hier hin und wieder einen Sengir-Vampir oder einen Shivan-Drache.

In Runde drei bekam ich UR ab – das einen ganz ähnlichen Plan wie ich verfolgte: Kreaturen legen, Blocker beseitigen oder am Blocken hindern und gewinnen. Zu meinem Glück zeigten sich aber bei mir meine Separatisten Nichtigmacher, während die bei ihm nicht mitmachen wollten. Bei ihm zeigten sich Shivan-Drache und Mahamoti-Dschinn, die aber gefundene Ziele für In die Leere und Absturz waren. So konnte ich auch hier zwei Mal relativ sicher gewinnen.

In der finalen Runde wurde ich dann gegen einen UW-Gegner mit sieben Punkten gelost – der erst einmal zwei Mulligans nahm und dann nicht mitspielte. Im zweiten Spiel legten wir beide lahm los und er hatte dann eine Wächterin der Ewigen Wache. Die war etwas nervig, aber am Ende konnte ich sie mit Bounce und Klaustrophobie gut im Griff halten. Und damit auch diese Runde gewinnen.

Da hat mich mein UG-Deck doch tatsächlich einmal überzeugt. Wobei die Karten aus den Boostern auch extrem stark waren. Gerade die beiden oben genannten Kreaturen sind mit Flash einfach nur sehr gut. Da konnten sich meine Gegner auch auf nichts so richtg einstellen – es konnte alles mögliche aus meinem Deck herauspurzeln. 20 Länder sind im Nachhinein auch gut, weil man ja schon eher Spells ziehen möchte. Klar, diese will man auch spielen, aber mit zwei Laubvergoldern und Carddraw sollte das ausreichend sein. Die beiden Abstürze waren in jedem Matchup wichtig, weil so gut wie jedes Deck einen Flieger spielt, der auf jeden Fall weg muss. Einzig BG könnte darauf verzichten, aber auch dort sollte man in diesem Format auf einen Sengir-Vampir treffen.
Der Lohn für die ganze Mühen: Vier Booster, ein T-Shirt und jede Menge Spaß. Und das alles für 7,5 Euro!

Das letzte Event brachte einen Booster-Draft: Dank Force-of-Will-Turnier fanden sich sieben Spieler ein. Im Draft wollte ich kurzzeitig die Farben wechseln, entschied mich dann aber doch dafür, die beiden zu behalten. Ich draftete so, dass es ein möglichst schnelles Deck werden sollte. Also lag der Fokus auf Zwei- und Drei-Drops, die durch Bounce Unterstützung erhalten sollten. Folgendes kam nach drei Boostern heraus:

Vorbote der Gezeiten
3 Laubvergolder
4 Wolf des Waldrudels
Hautfetzen Sceada
3 Yevas Kraftmagier
2 Springende Krasis
3 Separatisen Nichtigmacher
Dämmerwald-Alphatier
Dwynen, Güldenlaub-Daen
Naturalistinnen des Konklaves
Rhox-Malmer

2 Sich verziehen
Verfroschen
Einschläfern
Titanisches Wachstum
Absturz
3 Klaustrophobie
In die Leere

Sich entfaltende Wildnis
9 Insel
9 Wald

Zugegeben, 19 Länder sind hart an der Grenze. Aber: Das Deck ist auch so gebaut, dass es das verkraften will. Möglichst wenige Fünf-Drops, keine Sechs-Drops. Vierer auch nur, weil die Bounce-Sprüche so verdammt gut sind, auf das Alphatier könnte ich verzichten. Um Dwynen noch mehr zu pushen hätte ich noch drei Elfischer Visionär spielen können, aber diese haben nur einen Stärkepunkt und sind ohne Dynen eben nur 1/1-Deppen. Da fand ich die Wölfe besser, auch wenn ich kein Gedicht dazu verfasst habe.
Weh taten mir nur die zweiten Naturalistinnen des Konklaves auf der Ersatzbank, für die ich beinahe die Malmer rausgeschmissen hätte. Aber das hatte ich für das Boarden im Blick.

Runde eins gegen meinen Endboss vom letzten Mal, also wieder UW Airforce. Dieses Mal hatte er angeblich mehr 2-Drops, was von Haus aus in dieser Farbkombination nicht so ganz gegeben ist. Ich sah davon nix, konnte aber mit zwei Ländern und drei Wölfen das Spiel beginnen und beenden. Dagegen war er aufgeschmissen. Wenn das mein Spiel mit Screw war, konnte das ein schöner Tag werden! Im zweiten nahm er Mulligan und ging mit dicken Männern am Bounce und erneut zwei Wölfen ein. Zwei Wölfe machen eben auch konstant sechs Schaden. Wahnsinn, dieser Zweidrop.

In Runde zwei bekam ich ein RW-Deck ab, das sich nicht so recht zwischen Aggro und Midrange entscheiden konnte/wollte. Zudem ließ er Pia und Kiran Nalaar auf der Bank. So konnte ich zwei Mal knappst den Längeren ziehen und mit Bounce, Tricks und Wölfen die Spiele für mich entscheiden. Gut war hier auch der Lifegain der Dwynen, die zwar alleine war, aber konstant nach vorne rannte.

In der dritten Runde der RB-Gegner von letzter Woche. Mit dieses Mal deutlich besseren Karten und auf meiner Seite ein Flood. 11 von 19 Ländern. Ein Wunder, dass ich die überhaupt legen konnte bzw. so lange dagegenhalten konnte. In Spiel zwei leider zwei Mulligans bei mir und ein immerhin noch halbwegs spannenden Spiel, bis mir die Karten ausgingen. Da hatte ich also meine erste Niederlage eingefahren. Wir spielten noch ein paar Matches, die ich allesamt verlor; es war immer das gleiche Bild: Ich machte Druck und er konnte sich irgendwann stabilisieren und zurückschlagen. Aber defensiv kann mein Deck einfach nicht.

In der letzten Runde gegen den einzigen neuen diese Woche, der ebenalls UG spielte; Allerdings in der Ohne-Länder-Version. Ok, selbst schuld: Mulligan auf sechs und dann ein „Naja, versuch ich mal“ seinerseits ließen ihn auf einem Land in Spielzug sechs stehen, während bei mir die Laubvergolder wie Elfen aus dem Wald schossen. Er schob dann auch viel zu früh ein, auch wenn es wohl minestens schwierig war, da noch herauszukommen. Im zweiten hatte ich mal wieder drei Wölfe am Start. Irgendwie machte er da auch nix, konnte Pharikas Schülerin legen, die von mir gebounced und Klaustrophobiert wurde und dann war es geschafft.

Dieses Mal zweiter, dafür immerhin noch ein Booster und ein weiteres Tshirt. Für die Endabrechnung bekam ich erst einen Druck mit Jace drauf, weil ich der erfolgreichste Blaumann war. Zudem konnte ich insgesamt den zweiten Platz einfahren, hatte 16 Punkte aus zwei Turnieren. Das gab einfach nochmal einen Booster und das zugehörige TShirt ließ ich im Preispool. Andere wollen ja vielleicht auch eins haben.

Insgesamt war ich:
– Sehr erstaunt, dass mein UG-Haufen so klasse performte. 7-1 in zwei Tagen ist eine gute Leistung für diese Farbkombination. Auch wenn man beim Booster-Aufmachen Glück braucht, die Farben arbeiteten sehr gut zusammen.

– Etwas überrascht über die geringe Spielerzahl: Vielleicht lag es an der beginnenden Urlaubszeit oder den parallel stattfindenden Turnieren, aber ich hätte bei einem an sich kostenlosen Turnier mit mehr Spielern gerechnet. Ich fand es aber auch im kleinen Kreis nicht schlecht, im Gegenteil.

– Sehr angetan von der Organisation: Alles ging pünktlich los, am späteren Nachmittag waren die Turniere vorbei. Genau richtig, um noch etwas unternehmen zu können. Es gab keine Längen und das Timeout war auch rechtzeitig da, wenn es überhaupt mal gebraucht wurde.

– Schlicht begeistert von den Tatsache, dass es auch noch Preise on Top gab; schließlich sind 15 Euro für sechs Booster und Deckbox und zwei Decks schon fair, aber dann auch noch weitere Boosterpreise und Shirt rauszugeben, war spitze.

Schlussendlich denke ich, dass ich für alle Teilnehmer spreche, wenn ich sage, dass die Magic Fun Serie im UltraComix ein tolles Erlebnis war und sich alle Spieler wohlfühlten und auf ihre Kosten kamen. Wenn es nach mir ginge, könnte man solche Aktionen gerne wiederholen. Sofern es meine Zeit zulässt, bin ich dabei.

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5 Kommentare zu Magic Fun Series

  1. Ormus sagt:

    Schöne Idee für eine Serie, da hätte ich dem Veranstalter durchaus mehr Zulauf gewünscht…

  2. Paul sagt:

    Hätte ich gewusst, dass diese Turniere veranstaltet werden, hätte ich mitgemacht. Aber der UltraComix ist irgendwie nicht mehr auf meinem Schirm. Ich würde mir diese Art von Fun-Turnier aber auch im Funtainment in Nürnberg wünschen. Genügend Fun-Spieler sind ja dort auch vorhanden.

  3. Tigris sagt:

    Klingt nach einer tollen Turnierform, schade hast du das erste Turnier verpasst und kamen nicht mehr Personen…
    Und naja das ist doch nicht nur was für „fun spieler“ das klingt auch für limited spieler (wie mich) nach einem tollen Event!

  4. Christian sagt:

    Ich war dabei (alle drei mal – ich war der RB Gegner 😉 ), und ich kann auch nur sagen, dass ich schwer begeistert war. Zwar muss ich zugeben, dass gerade die erste Deck-Form (rein die beiden Intro Packs) sehr merkwürdig zu spielen war (insbesondere was Tempo/Kurve angeht), aber das es insgesamt sehr lustig war.

    Gerade der Draft auf das „fertige“ Deck war sehr interessant – man konnte sich eigentlich sehr gut konzentrieren Lücken zu füllen. Im Nachhinein wäre es imo ohne große Probleme möglich gewesen eine Farbe zu wechseln – ich habe mich an BR gehalten und hatte am Ende gefühlt ein zweites BR Deck im Sideboard (und hatte einige extrem schwierige Cuts zu machen).

    Ich bin zwar nicht so der casual Spieler, aber für (auch merkwürdiges) Limited bin ich immer zu haben :-).

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