Modern Masters 2015-Draft

Oder: Wie man viel Geld verbläst. Denn das passiert im Schnitt. Sicher, manche Spieler gehen mit Gewinn aus dem Draft hervor. Ich denke aber, dass ich für die größere Menge an Spielern stehe, die mit Minus e.V. aus einem Modern Masters 2015-Draft gegangen sind.

Aber darum geht es ja nicht. Jedenfalls nicht vordergründig. Sicher, man freut sich über teure Karten. Aber in erster Linie erfreut das Format an sich. Haufenweise gute Karten lassen haufenweise guter Strategien zu. Ich hatte mir im Vorfeld rein gar nichts überlegt. Es bring auch nicht viel, sich eine gute Strategie herauszupicken und dann diese forcieren zu wollen. Da wollte ich mich lieber auf meinen Instinkt beim Draft verlassen. Au Backe, das konnte nur schiefgehen.

Wir waren am Nachmittag exakt acht Spieler, die die Papierboxen aufreißen durften. Ich startete direkt mit einem – wie ich finde – schwierigen Pick: Spectral Possession oder Indomitable Archangel. Beide Karten sind mindestens doppelfarben, die Possession kann im dritten Zug liegen. Dafür bringt der Engel einen Punkt mehr an Stärke und Widerstandskraft mit. Gegen Spotremoval fällt der Engel allerdings sofort um.
Ich fand das schwierig, entschied mich für die Possession. Die kann man notfalls auch außerhalb von Weiß spielen, auch wenn sie dann nicht mehr gut ist.
Anschließend wurde ich weiß; sehr weiß! Hikari, Twilight Guardian, Sunspear Shikari, Raise the Alarm, Sunlance, um nur einige wenige Karten zu nennen. In anderen Farben war lediglich ein bisschen blau unterwegs, von dem ich ein Telling Time sowie ein Wings of Velis Vel einsammeln konnte. Ich sah etliche Thrumming Birds und Graft-Kreaturen, was mich ein wenig beunruhigte.

Im zweiten Booster öffnete ich Horde of Notions. YAY! Also keine Rare für mein Deck. Ich entschied mich für eine Pillory of the Sleepless und bekam mit Oblivion Ring gleich nochmals gutes Removal geschoben. Wieder war Weiß die Farbe meiner Wahl: Restless Apparition, Arrest, Raise the Alarm, Sunlance und Flayer Husk verirrten sich zu mir. Auch eine Copper Carapace war aus dem zweiten Booster. Ich schielte ein wenig auf Schwarz, denn ich bekam eine Nameless Inversion ziemlich spät. Blau war leider dicht.

Im dritten öffnete ich eine Argent Sphinx. Aber Blau war eigentlich dicht und zu diesem Zeitpunkt für mich keine Option mehr. Zudem hatte ich zwei Sunlances, die diese Sphinx einfach aufhalten sollten. Ich entschied mich für die Orzhov Basilica, um wenigstens ein wenig Schwarz spielen zu können. Dazu gab es wieder einige Weiße Karten, die den obigen sehr ähnelten. Mit vielen doppelten und vielen Sonnensymbolen baute ich meine Deck:

Flayer Husk
Kami of Ancient Law
2 Raise the Alarm
Sunspear Shikari
Glint Hawk Idol
2 Skyhunter Skirmisher
Spectral Possession
Hearthfire Hobgoblin
Restless Apparition
2 Blinding Souleater
Conclave Phalanx
Hikari, Twilight Guardian

2 Sunlance
Copper Carapace
Apostle’s Blessing
Mighty Leap
Otherworldly Journey
Arrest
Oblivion Ring
Pillory of the Sleepless

Orzhov Basilica
14 Plains
1 Swamp

16 Länder ist wenig, aber erstens ist die Kurve doch recht niedrig, zweitens habe ich eine Basilika, die auch mal einen Landdrop mehr erlaubt und drittens ist das Deck beinahe einfarbig, weshalb ich nicht viele verschiedene Länder brauchte.

Im Sideboard versteckten sich: Mighty Leap, Otherworldly Journey, Waxmane Baku, 2 Bloodthrone Vampire, Death Denied, Grim Affliction, Nameless Inversion, 2 Shrivel, Thief of Hope, Gut Shot, Copper Carapace und Culling Dais. Dazu buntes Gemüse, was es unmöglich ins Deck schaffen würde. Im Nachgang waren die Journeys meist überflüssig, selbst die eine im Mainboard. Da hätte ich den Gut Shot spielen können. Der Grund: Man möchte eigentlich nur Hikari vor Removal beschützen, der Rest ist mehr oder weniger erstzbar. Hikari kostet aber fünf Mana und dann braucht die Journey auch noch zwei, wenn ich sie offen halten will. Das wären dann schon sieben Mana. So viel soll das Deck gar nicht produzieren.
Ansonsten sind Verzauberungen als Lösung gegen Kreaturen natürlich gefährlich, aber in Weiß das Mittel der Wahl.

So schlimm war es auch nicht, damit zu spielen. Ich durfte zunächst gegen RW-Doppelschlag ran. Das war ein schwieriges Matchup, wobei die Kreaturen nicht das Problem waren. Eher die drei Brute Force des Decks. Zudem spielt er weiße und rote Kerle, die zum Teil meine Sunlance ziemlich schlecht aussehen ließen. Dank multipler Blood Ogre musste ich aber beide Lanzen im Deck behalten.
Ich verlor im ersten Spiel durch eigenes Verschulden. Er tappte sich für die letzten Brute Forces ziemlich aus und ich war tot. Allerdings hielt ich ein Otherworldly Journey auf der Hand, was ich auch auf seinen gepumpten Angreifer hätte spielen können. Ob ich es dann noch geschafft hätte zu gewinnen, bleibt offen, aber ich wäre nicht sofort hinüber gewesen.
Danach gewann ich ein Spiel dank einer späten Spectral Possession, nachdem sich das restliche Feld ziemlich neutralisiert hatte.
Im dritten wurde ich dann wieder überfahren. Die Brute Forces waren einfach zu viel für meine schwachen Blocker.

Runde zwei verlief zunächst wie die erste: Ich wurde vermöbelt. Allerdings ohne Brute Force und Doppelschlag, sondern von fünffarbigen Tieren. Dragonsoul Knight und Etched Monstrosity waren maßgeblich beteiligt.
Da ich auch mal ein Match gewinnen wollte, konnte ich das zweite Spiel mit ganz viel Willen und der bekannten einen Runde mehr im letzten Moment stehlen. Ein Kami of Ancient Law rannte immer wieder an, während ich auch andere Kreaturen legte, die aber immer wieder zerschossen wurden. Der Kami hielt Stand und konnte am Ende den Sieg davon tragen.
Im dritten Spiel war er ziemlich flooded, während ich mit Zweidrop und Possession Druck machen konnte. Damit konnte ich dann den Sieg nach Hause tragen.

Im dritten Match durfte ich gegen ein ähnliches Deck wie meines ran: Ziemlich Weiß. Zumindest dachte ich das. Er zeigte mir einen Mortarpod und zwei Sunspear Shikari. Ich hatte einen Kami of Ancient Law und einen Hearthfire Hobgoblin. Er chumpte ein wenig meinen Doppelschläger und ging danach auf zwölf. Irgendwie gingen ihm da auch die Shikaris aus, er griff noch einmal für ziemlich viel aber eben nicht genug an, während ich eine Otherworldly Journey auf meinen Goblin spielen konnte. Im Angriff – er war ausgetappt – noch ein Mighty Leap auf den Goblin und exakt zwölf Schaden durchgebracht.
Das zweite Spiel zog sich wie ein Kaugummi in die Länge, es standen sich 2/3- und 2/4-Kreaturen gegenüber, dazu einer meiner Blinding Souleater und Hikari. Interessant war der vierte Zug, als er eine Argent Sphinx legte. Ich hatte, weil ich nur weiße Kreaturen im ersten Spiel sah, eine Sunlance gegen einen Gut Shot getauscht. Aber ich konnte die andere Lanze exakt in diesem Zug finden und die Sphinx ohne Gegenwehr abstellen.
Am Ende des Matches stand meine Pillory of the Sleepless und ein Hikari im Angriff. Der musste dank Tapper immer wieder gechumpt werden, kam dann aber final durch.

2-1 geht in Ordnung. Das Deck war sicher nicht perfekt, vielleicht hätte der Schwarzanteil einfach größer sein müssen. Tipps und Anregungen dazu gerne in die Kommentare.

Generell kann ich zu diesem Format sagen, dass es sehr interessant ist, mit den alten guten Karten zu hantieren. Wer die Chance hat: Nutzt sie! Es rentiert sich. Wie eingangs erwähnt: Man kann dabei natürlich Minus machen, aber darum geht es bei diesen Drafts auch nicht. Sondern um die Freude, mit guten Karten tolle Decks zu bauen. Wer sch darauf einlässt, bekommt ein prima Format.

Bis nächste Woche

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Lieber Blog,

Wie Du weißt, war mein Verhältnis zu Dragonshield-Hüllen in den letzten Jahren eher schwierig; ich hatte dieses traumatische Erlebnis vor vielen Jahren, als ich mir meine ersten schwarzen Hüllen eben jener Marke kaufte.

Leider waren die Hüllen sehr rund und gebogen. Diese Biegung ließ sich mit nichts aus den Hüllen bekommen, am wenigsten mit Karten. Das Schlimmste war, dass die Karten am Ende selbst die Biegung angenommen hatten. Als Spieler und Sammler machte ich daher in den letzten Jahren einen großem Bogen um eben jene Hüllen, die die Karten eher unbrauchbarer machten als sie zu schützen.

Aber ich habe zuletzt beinahe nur Gutes von den Hüllen vernommen. Das prominensteste Beispiel ist uns beiden wohl noch in guter Erinnerung: Meine Mitfahrer beim Grand Prix in Straßbourg konnten über die diversen Farben verteilt nur Positives von den „Dragonshields“ berichten. Ich sah dort mit meiner Packung „Montagsprodukt“ UltraPro nicht sehr glücklich aus. Auch wenn ich sonst immer damit zufrieden war.

Allein schon aus Mangel an Alternativen habe ich mir diese Woche eine Packung Clear Dragonshields gekauft. Ein bisschen mehr Schutz als die günstigen „1 €uro für 100“-Hüllen sollten meine Karten schon bekommen. Und leider gibt es sehr wenige Anbieter von beidseitig durchsichtigen Hüllen.

Und was meinst Du ist meinen Karten passiert, nachdem ich sie eingetütet hatte?

Nichts! Sie liegen perfekt ebenerdig auf dem Tisch. Genau so muss es sein. Vielleicht sollte ich in der nächsten Zeit öfter der Marke mit dem Drachen eine Chance geben, was meinst Du? Ok, es ist natürlich schon ein anderes Feeling, wenn man die Karten in den Händen hält: Ultra Pro bietet die rauhere Rückseite, was dazu führt, dass sich die Karten bei Dragonshields schneller „verklebt“ anfühlen. Sie kleben zwar nicht aneinander, aber ich habe das Gefühl, dass sich der Dreck dort schon jetzt ansetzt. Wir kennen das ja von langlebigen Hüllen.

Die Clear-Version scheint ein gutes Stück größer zu sein, als die Karte selbst. Ich kann Dir natürlich nicht sagen, ob das bei den „normalen“, farblichen Hüllen ebenso ist, da ich keine Vergleiche ziehen kann. Aber ich kann sagen, dass Perfect Size-Hüllen ohne Probleme hineinpassen. Wenn ich also einmal meine Delver of Secrets oder Huntmaster of the Fells zweifach schützen möchte, dann denke ich an diese Hüllen.

Die Vorder- sowie die Rückseite ist speziell bei diesen Hüllen übrigens nur schwer auszumachen. Die minimale Biegung in der Box hilft dabei, die Karte in eine Richtung in die Hülle zu schieben. Aber man könnte ohne Probleme auch die andere Ausrichtung nehmen. Das ist einer der Vorteile der Clear Shields. Der größte Nachteil ist offensichtlich: Gespielte und ungespielte Karten kann man nicht vermischen. Daher sollten Sie auch auf offiziellen Turnieren ncht mitgenommen werden. Ich bin mir relativ sicher, dass sie dor sowieso nicht erlaubt sind.

Ansonsten habe ich mich diese Woche für den Modern-Draft in Nürnberg angemedet. Es finden zwar zwei Wochen lang, jeweils samstags, Drafts statt, aber auf Grund von großer Beliebtheit und begrenztem Produkt sollte man sich besser voranmelden. Dies habe ich erledigt und freue mich auf spannende Drafts.

Bis nächste Woche

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Gedanken zu Modern Masters 2015

Eigentlich wollte ich den Titel „Warum ich mich nicht auf Modern Masters 2015 freuen kann“ nennen. Aber das hätte nicht nur den Platz der Überschrift gesprengt, ich hätte dann auch sehr pessimistisch an Modern Masters 2015 herangehen müssen. Und ich finde ja auch Gutes an der bevorstehenden Edition.

Die Frage, die ich mir bei diesem Produkt immer wieder stelle ist: Für wen ist dieses Set konstruiert? Den Casual-Mann? Den Modern-Spieler (wie der Titel vermuten lässt)? Den Sammler? Oder gar für teurere Drafts mit tollen Karten? Ich versuche, mich der Antwort darauf am Ende zu nähern. Allerdings gebe ich hier nur meine Gedanken wieder, Fehler in der Denke sind also durchaus im Bereich des Möglichen. Wenn Euch ein Punkt missfällt, einfach ab damit in die Kommentare.

Zunächst einmal freue ich mich auf Modern Masters dieses Jahr. Ich hatte das Glück, mehrere Drafts der ersten Auflage spielen zu dürfen. Ich nehme an, dass die Drafts dieses Mal ähnlich zu spielen sind. Es befinden sich wieder extrem viele starke Karten im Set, was auch ein bisschen an Conspiracy erinnert: Auch dort konnte man beinahe mit jedem Pick eine starke Karte aufsammeln. Ich erwarte Gleiches von Modern Maters 2015.

Ebenfalls einen „Daumen hoch“ bekommen von mir die vielen tollen Reprints. Zwar besteht das gesamte Set aus Reprints, aber alleine die Mythic-Rares sind beinahe alle 10 €uro oder mehr wert. Außerdem sind die meisten davon absolute Bomben. Nicht unhandlebar für den Draft, aber richtig starke Karten. Dass man in diesem Slot keine Drachen aus Kamigawa mehr findet spielt nun nicht unbedingt mit Dragons of Tarkir zusammen, ist aber für den Wert der Booster besser in dem Sinne, dass eine Mythic gar kein Totalausfall sein kann.

Auch als jemand, der viele modern-relevante Karten im Playset besitzt, finde ich es gut, dass Karten wie Dark Confidant, Karn Liberated oder Tarmogoyf einen Reprint bekommen. Erstens kann dies neuen Spielern helfen, einen Einstieg in das Format „Modern“ zu finden: Wer nun einfacher an die relevanten Karten kommt, der spielt ensprechende Decks natürlich auch. Zweitens freuen sich neue Spieler über starke und gleichzeitig wertvolle Karten. Und drittens habe ich so die Möglichkeit, das eine oder andere Exemplar für Commanderdecks oder andere Formate zu ergattern. Für die Reprints bin ich also auf jeden Fall.

Die geringe Auflage des Produkts wird dabei allerdings ein Problem sein. Ich gehe davon aus, dass die Auflage zwar ein wenig größer als die erste Modern Masters-Auflage sein wird, aber dass diese bei weitem nicht ausreichen wird, um auch wirklich jeden Spieler mit den gewünschten Karten zu versorgen. Das Produkt soll in verschiedenen Sprachen erscheinen, worunter Deutsch allerdings nicht fällt. Daher nehme ich an, dass die Auflage zu Modern-Masters-„1“ gesteigert wird, aber wie viel Produkt letztendlich bei uns verkauft wird, das bleibt abzuwarten.

Mangelnde Verfügbarkeit treibt den Preis bei einem derart beliebten Produkt natürlich in die Höhe. Oder aber es lässt ihn mindestens nicht fallen. Wenn man sich jetzt schon die Preise auf MKM ansieht, dann kann man bei den Einzelkarten erahnen, dass die einzelnen Karten nicht besonders vergünstigt zu bekommen sein werden. Das betrifft vor allem die Mythics des Sets, die einfach zu selten sind, als dass sie den Preis der Modern Masters- oder der Originalversion spürbar senken würden.

Zurück zur Ausgangsfrage: Ich kann immernoch nicht genau sagen, wen Wizards als Zielgruppe von Modern Masters 2015 im Visier haben. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht der durchschnittliche Modern-Spieler ist. Warum? Weil es bei den momentanen Preisen günstiger ist, sich die einzelnen Karten direkt zu kaufen. Wer beispielsweise vier Cryptic Command braucht, der kann natürlich vier Displays aufreißen und hoffen, die Karte viermal zu ziehen und den Rest zu verkaufen. Das kann gut gehen, wenn die Mythics stimmen. Es wird in der Regel aber zum Minusgeschäft, verglichen mit den vier eingekauften Einzelkarten.

Bei den anderen, eingangs erwähnten Zielgruppen bin ich mir nicht sicher: Wen Wizards am Ende im Visier haben spielt vermutlich auch keine Rolle. Wichtig ist, dass es mit einem derartig teuren und exklusiven Produkt nicht der auf der Packung beworbene Spieler ist. Klar sind die Karten alle im modernen Frame gedruckt worden. Aber wenn sich die Modern-Spieler lieber einzelne Karten (meist der Originaledition) anstelle des Produkts kaufen, wie viel Modern steckt dann noch in diesen Karten? Ich denke, dass nur die wenigsten der Karten das Spielfeld sehen werden. Abgesehen von den Grand Prix‘ im Format natürlich. Und das finde ich doch recht schade, weil man so kein bisschen die Einsteigerfreundlichkeit in Modern unterstützt.

Dies sind – wie zu Beginn geschrieben – einfach nur meine Gedanken zum bevorstehenden Sommerprodukt. Wenn ich den einen oder anderen Aspekt unter den Tisch habe fallen lassen, schreibt ihn in die Kommentare. Freut Ihr Euch auf das Set? Findet Ihr die Produktknappheit gut? Oder ist Euch das Modern Masters-Spektakel ohnehin egal?

Ich werde der Edition im Draft eine Chance geben. Was weiter mit der Edition und mir geschehen wird, das Steht noch in den Sternen. Aber komplett voll zu machen, daran glaube ich einfach nicht.

Bis nächste Woche

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Mein kurzer PPTQ

Endlich mal wieder ein Magicturnier und dann gleich ein PPTQ. Das beste daran: Es ist Sealed, welches viel zu selten angeboten wird. Es waren in Nürnberg wieder um die 40 Spieler anwesend, was auf sechs Runden hinauslaufen würde. Jedenfalls für alle, die bis zum Ende durchspielen würden.

Ich öffnete meinen ersten Pool zum registrieren und staunte ordentlich: Dragonord Silumgar, Silumgar’s Command und Polluted Delta. Nicht schlecht. Ich hätte daraus vermutlich ein blau-weißes Deck mit Splash auf Schwarz gemacht…
Aber die Frage stellt sich ja nicht, denn der Pool wurde ohnehin weitergereicht.
Ich bekam stattdessen dieses Deck zusammen:

Dromoka Dunecaster
Arashin Cleric
Territorial Roc
Ainok Guide
Ainok Survivalist
Atarka Beastbreaker
Arashin Foremost
Dragon Bell Monk
Misthoof Kirin
Sandcrafter Mage
Frontier Mastodon
Champion of Arashin
Lotus-Eye Mystics
Salt Road Ambushers

Artful Maneuver
Center Soul
Naturalize
Tread Upon
Battle Mastery
Scale Blessing
Hunt the Weak
Sunbringer’s Touch
Enduring Victory

Blossoming Sands
9 Plains
7 Forest

Für Fans von Marken und Bolster ein recht interessantes Deck, aber für meinen Geschmack fehlen hier ein oder zwei Siegbedingungen. Battle Mastery und Arashin Foremost sind schon eine Ansage (nicht aufeinander!), aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das Deck einfach einen Zug zu lange brauchen würde, um den Sack zu zu machen.

Das zeigte sich auch in der Runde. Der ersten und einzigen. Aber dazu am Ende mehr.
Zunächst der Pool. Warum habe ich denn ein Deck gebaut, dass keine Siegbedingungen spielt? Ich hatte keine: Da war einfach keine Kreatur im Pool, die sagt: „Mach mich weg oder ich gewinne jetzt!“ Aber seht selbst:

Arashin Cleric
Arashin Foremost
Artful Maneuver
Battle Mastery
Center Soul
Champion of Arashin
Dragon Bell Monk
Dromoka Dunecaster
Enduring Victory
Great-Horn Krushok
Lotus-Eye Mystics
Misthoof Kirin
Profound Journey
Sandcrafter Mage
Scale Blessing
Territorial Roc

Ich finde dieses Weiß ganz okay. Sicher, eine Bombe wie Sunscorch Regent wäre topp gewesen, aber es kann ja nicht jeder mit diesem absurden Drachen rumlaufen. Zur Not kann es auch ein Arashin Foremost richten. Wenn dieser ins Deck geht, dann qualifizieren sich meistens auch alle Warriors, also zB. Champion of Arashin.
Weiß bietet außer den Kriegern aber auch sonst viel im Aggro-Bereich, sodass ich mangels Drachen versuchte, den Gegner schon in der Defensive zu haben, sobald seine größeren Kreaturen das Feld betreten. Wie das Deck zeigt, durften bis auf den zu teuren Krushok alle Kreaturen mitmachen. Mit dem Nashorn blieb nur das Journey auf der Bank, weil es schlicht zu teuer war. Der Rest bolstert oder greift irgendwie an.

Ancient Carp
Belltoll Dragon
Contradict
2 Dirgur Nemesis
Enhanced Awareness
Jeskai Sage
Marang River Prowler
Mindscour Dragon
Ojutai Interceptor
Palace Familiar
Sight Beyond Sight
Taigam’s Strike
Whisk Away
Will of the Naga

Blau finde ich recht unspektakulär: Zwei Drachen, einen Taigam’s Strike (der bspw. mit den Doppelschlägern gut interagiert), ein bisschen Carddraw. Nichts, wofür man blau gerne spielt. Ein Ojutai Interceptor und ein Palace Familiar reichen nicht aus, um Blau ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Sagt mir, wenn ich es total falsch sehe, aber bei diesem Blau sehe ich schwarz.

Defeat
Douse in Gloom
Duress
Foul-Tongue Shriek
Grave Strength
Gravepurge
Kolaghan Skirmisher
Marang River Skeleton
Marsh Hulk
Qarsi Sadist
Rechless Imp
Silumgar Assassin
Soulflayer
Sultai Emissary
Typhoid Rats

Und wie auf’s Stichwort: Schwarz habe ich mir dennoch hauptsächlich wegen der beiden Rares angesehen. Wie in meinen Testpools hat nämlich Schwarz auch hier keinerlei Removal zu bieten; jedenfalls kein gutes. Natürlich erwischen Douse in Gloom und Defeat mal eine kleine Kreatur oder einen guten Morph. Aber ich möchte schon mindestens eine Kreatur ohne Bedingung erledigen können. Das gibt dieser Pool nicht her.
Ansonsten sind in Schwarz viele kleine Männer zu Hause, die irgendwie alle ersetzbar sind. Die Ratten und die ganzen Zwei- und Dreidrops könnten gut mit Weiß interagieren. Auch der Soulflayer freut sich über einen bereits im Friedhof gelandeten Arashin Foremost oder Territorial Roc. Theoretisch könnte ich ihm neben Flugfähigkeit auch Lebensverknüpfung, Doppelschlag, Wachsamkeit und Todesberührung mitgeben. Aber da das nur Theorie ist und in Wahrheit nie klappt, weil die Fähigkeiten meist auf einer Kreatur stehen, ist ein Soulflayerdeck wohl nicht realistisch.

Berserkers‘ Onslaught
Collateral Damage
Draconic Roar
Fierce Invocation
Flamewake Phoenix
Hardened Berserker
Lightning Shrieker
Lose Calm
Qal Sisma Behemoth
Sabretooth Outrider
Sarkhan’s Rage
Summit Prowler
Twin Bolt

Rot wäre meine erste Wahl gewesen, wenn es um das schnelle Deck gegangen wäre. Zusammen mit Weiß wäre sicher einiges gegangen: Der Qal Sisma Behemoth oder der Sabretooth Outrider können schnell sehr weh tun. Auch ist so ein Flamewake Phoenix nicht zu verachten. Dazu gibt es Karten wie Collateral Damage und Sarkhan’s Roar, die gutes Removal darstellen.
Das Problem war für mich, dass die Kurve zu hoch und zu klobig wurde. Arashin Foremost und Flamewake Phoenix wollen beide nach Möglichkeit früh gelegt werden. Und ohne Doppelland wird das extrem schwierig. Zudem hat Rot keinen Zweidrop, was bedeutet, dass das Deck erst ab der dritten Runde Kreaturen legen würde. Daher gab ich Grün den Vorzug.

Ainok Artillerist
Ainok Guide
Ainok Survivalist
Archers of Qarsi
Atarka Beastbreaker
Frontier Mastodon
Hunt the Weak
Naturalize
Revealing Wind
Ruthless Instincts
Salt Road Ambushers
Sansteppe Scavenger
Sheltered Aerie
Sunbringer’s Touch
Tread Upon
Whisperer of the Wilds

Das gefiel mir auf Grund der besseren und günstigeren Sprüche besser als das Rot eben. Außerdem arbeiten die vielen Marken- und Bolstereffekte gut mit den doppelschlagenden Kreaturen zusammen. Allerdings finde ich auch direkt zwei Männer, die man auch noch gut ins Deck hätte integrieren können: Ainok Guide bringt im späten Spiel immerhin eine Marke für eine wichtige Führungskraft mit und unterstützt den Scale Blessing-Plan. Sandsteppe Scavenger war mir einfach zu teuer, obwohl er ja einen ganz passablen Body von 4/4 mitbringt. Manchmal wäre zwar auch das 5/4 dringewesen, etwa mit einem Ainok Survivalist, aber mir waren die Gesamtkosten einfach zu hoch.

Scion of Ugin
Ethereal Ambush
Grim Contest
Ancestral Statue
Goblin Boom Keg
Ojutai Monument
Spidersilk Net
Tapestry of the Ages
Vial of Dragonfire
Blossoming Sands
Thornwood Falls

So richtig viel unterstützt meinen Plan nicht. Das Vial sind zwar immer zwei sichere Schadenspunkte, aber auch nur auf kleinere Kreaturen, welche ich sowieso dominieren sollte. Tapestry of the Ages wäre noch interessant gewesen: Mit einem hohen Spellcount von immerhin neun kann ich mir durchaus vorstellen, damit ein paar Karten zu ziehen. Aber nicht mit diesem Deck, welches einfach schneller sein will. Der Scion of Ugin scheitert wiederum am Mana und für Thornwood Falls und Ethereal Ambush war mir dann die Kreaturendichte zu undicht.

Ich durfte ein Mirror spielen, also gegen Weiß-Grün mit Sunscorch Regent und Temur War Shaman. Das erste Spiel hatte er viele Länder und einen Sunscorch Regent. Ich konnte mit Champion of Arashin und Battle Mastery aber ganz gut dagegenhalten. Solange, bis er Hunt the Weak fand.
Im zweiten Spiel kam wieder der doofe Drache, aber ich hatte das Enduring Victory. Ein Lebenspunkt ist mir das Töten des Drachen schon Wert. Ich gewann am Ende nach zähem Ringen mit diversen Doppelschlägern.
Im dritten reichte es zeitlich nicht mehr, obwohl ich vielleicht mit mehr Kreaturen und einem Scale Blessing noch einmal groß hätte auftrumpfen können. Ich gab einfach so auf.

Das hatte drei Vorteile:
Mein Gegner konnte später in der fünften Runde entspannt zum 4-0-1 drawen. Hat sich meine Aufgabe ja gelohnt.
Zum zweiten musste ich nicht mit dem schwachen Deck weiterspielen. Klar, ich wäre – da wir die letzten im Timeout waren – rauf- oder runtergelost worden, je nach Teilnehmerzahl. Aber damit gegen nicht floodede Gegner zu spielen wollte ich nicht riskieren.
Und zum dritten konnte ich so noch ein Krosmaster-Turnier mitnehmen, wo ich prompt kein Spiel verlor und eine Promofigur abstaubte.

Alo habe ich mit der Aufgabe doch noch einen schönen Nachmittag gehabt. Wenn auch das Deck etwas weniger schön war.
Was hättet Ihr gebaut? Wie findet Ihr den Sunbringer’s Touch? Muss ich den Sandsteppe Scavenger drüberspielen?
Mal sehen, was es nächste Woche gibt. Ein Draft steht jedenfalls nicht an.

Bis nächste Woche

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Armeleute-Deck

Nachdem diesen Samstag leider kein Limited-Turnier in meiner Nähe stattfand, kann ich keinen Turnierbericht beitragen. Am Freitag fiel das FNM für mich ebenfalls aus, da ich einer Beschäftigung nachging, die meinem Alter angemessen ist: Ich habe mit einer Kollegin Fotos angeschaut. Und zwar nicht digital, sondern noch ganz oldschool-analog auf richtigem Fotopapier. Allerdings habe ich keine Alben für die Bilder gekauft und auch keine witzigen Sprüche unter die Bilder geschrieben. Die Sprüche musste ich aus dem Kopf bringen. Das hat erstaunlicherweise gut geklappt.

Doch zurück zu den Karten. Diese Woche gibt es von mir einmal einen Aufguss eines uralten Decks. Leider weiß ich momentan nicht mehr, wer dieses Deck das erste Mal gepostet hat; Asche auf mein Haupt. Dennoch fand ich es extrem interessant und baute es nach. Mit der Zeit habe ich zwei-drei Karten ausgewechselt, sodass das Deck nun komplett im Modern-Rahmen daherkommt. Die Rede ist von folgendem Deck, das im Pauper-Format angesiedelt ist:

4 Nip Gwyllion
3 Tithe Drinker
4 Mourning Thrull
4 Nightsky Mimic
3 Kingpin’s Pet
4 Blind Hunter

4 Edge of the Divinity
4 Castigate
3 Pillory of the Sleepless
4 Unmake

10 Plains
9 Swamp
4 Scoured Barrens

Zuallererst: Das Deck hat kein Sideboard. Wie die Oger und Dämonen der letzten Woche, spielte ich auch dieses Deck eher in „ungezwungenen“ Formaten wie beispielsweise Arena oder Gateway. Oder einfach mal so zwischendurch. Wenn man aber sowieso vorhat, jedes Deck immer nur ein oder maximal zwei Spiele zu pilotieren, dann ist ein Sideboard nicht von Nöten.

Ursprünglich sah das Deck etwas anders aus, da es eigentlich schon uralt ist: Es enthielt noch Orzhov Basilica anstelle der lebensspendenden Länder aus dem Khans-Block. Die Kreaturen sahen – mangels Alternativen – ebenfalls nicht so aus wie heute: Es waren Harest Gwyllions im Deck und zudem der nicht im modernen Rahmen erschienene aber dafür umso stärkere Putrid Warrior. Gerade Letzteren vermisst das Deck gewaltig, auch wenn die Fähigkeit Extort eine verbesserte Reichweite für die Kreaturen bietet.

Die Basiliken störten mich schon von anfang an. Ich war irgendwie nie ein Fan dieser getappt ins Spiel kommenden und dann auch noch ein Land zurücknehmenden Länder. Deshalb wurden sie zunächst durch Orzhov Guildgates ersetzt. Da ich aber für die Tore ebenfalls keine gesteigerte Verwendung habe, sind die Scoured Barrens einfach genau das gleiche mit einem zusätzlichen Lebenspunkt. Man könnte auch zusätzliche zweifarbige Länder spielen, möchte aber spätestens ab Runde zwei ungetappte Länder legen. Deshalb habe ich nur vier Doppelländer dabei.

Die Harvest Gwyllions wurden quasi mit dem Erscheinen von Gatecrash durch Kingpin’s Pets ersetzt. Ich mochte die klobigen Fußgänger eigentlich nie so wirklich, weil sie dem Konzept des Decks nicht so ganz entsprachen. Sie stellen zwar den Boden gut zu und können auch mal kleinere unzerstörbare Kreaturen mitnehmen. Aber das Deck möchte nicht zustellen oder mitnehmen, das Deck möchte angreifen und möglichst viel Schaden austeilen. Mit nur zwei Stärkepunkten für vier Mana war ich da einfach nicht zufrieden.
Das Kingpin’s Pet macht das Ganze etwas besser: Einmal kostet es ein Mana weniger, fliegt zudem und hat ebenso zwei Stärkepunkte zu bieten. Außerdem bringt es die Extort-Fähigkeit mit, was mit Leben bringt und dem Gegner mit jedem weiteren Spruch zusätzliche Lebenspunte klaut. Die Frage, die ich mir noch nicht beantwortet habe, ist: Sollte ich nicht auch noch den vierten Blind Hunter gegen das vierte Schoßtier austauschen? Blind Hunter kostet zwar vier Mana, hat aber sofort den Lebenspunktetausch. Und beim spuken schafft er das noch einmal. Ich befürchte aber, dass Extort in der Regel wichtiger ist.

Letzter Neuzugang ist der Tithe Drinker. Sicher, er ist nicht schlecht, das Power/Mana-Verhältnis stimmt und er hat neben Lebensverknüpfung auch das wahnsinnige Extort aufgedruckt bekommen. Aber: Putrid Warrior war wohl doch ein kleines bisschen stärker. Ich bin mir nicht sicher, ob das Extort auf einer 1-Widerstandskraft-Kreatur ausreicht, um den Krieger zu ersetzen.

Soweit zu meinen Änderungen. Das Konzept des Decks ist wohl jedem von Euch schon bei der Deckliste aufgefallen: Nightsky Mimic/Edge of the Divinity legen und hauen gehen. Gegenwehr wird entweder weggenommen (Castigate) oder abgestellt (Pillory of the Sleepless/Unmake). Da alle Karten des Decks schwarz und weiß sind, triggern sie auch alle die Mimics, was dazu führt, dass man praktisch immer für vier in der Luft zuschlagen kann.
Problematisch sind lediglich die Spiele, in denen man zu viele Länder zieht. In solchen Situationen kann man schon mal gezwungen sein, eine Edge of the Divinity auf einen Nightsky Mimic zu spielen. Meist wären alle anderen Kreaturen bessere Ziele, weil der Mimic auch ohne die Verzauberung sehr Überzeugend austeilt. So eine Nip Gwyllion ist ohne die Verzauberung eben nur ein kleines Würstchen, mit dagegen eine nicht zu vernachlässigende Wurst. Aber auch ein Mimic mit Edge kann später noch ohne Trigger für fünf Schaden hauen gehen. Daher ist „Edge auf Mimic“ kein besonders großer Beinbruch.

Generell bewerte ich die Edge of the Divinity beinahe höher als den Nightsky Mimic und freue mich immer über Spiele, in denen ich beide habe. Eine von beiden Karten sollte aber mindestens auf der Starthand sein, da ansonsten die eigenen Kreaturen zu schnell zu klein sein könnten. Extort hilft dann zwar noch ein wenig, aber schneller ist man eindeutig mit Angreifen anstelle mit Abknöpfen.

So, das war schon die Deckvorstellung diese Woche. Noch einmal Gratulation an den mir unbekannten Deckbauer; ich bin ja ansonsten jemand, der überhaupt nicht auf Netdecks schielt, aber dieses Deck habe ich mir nicht nur nachgebaut, ich hatte auch eine Menge Spaß damit. Vielleicht geht es Euch ja ähnlich.

Nächste Woche hoffe ich Euch ein oder zwei Anekdoten vom nächsten Sealed PPTQ in Nürnberg berichten zu können.

Bis nächste Woche

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Oger vs Dämonen

Mein heutiges Deck lässt sich schwer einordnen. Es ist eine Mischung aus Tribal-, Fun- (aka Gateway), Kamigawa- und Budget-Deck. Von allem ein bisschen etwas. Wenn ich Fundecks und Gatewayturniere zusammen erwähne, dann deshalb, weil ich diese Serie früher nutzte, um Decks auszuprobieren und den Gegner auch einmal mit offensichtlich schwächeren Decks zu überraschen. Und dass Kamigawa nun nicht die stärksten und tollsten Karten beinhaltet, brauche ich eigentlich nicht noch extra erwähnen. Budget bleibt das Deck, weil ich beide Rares angetauscht habe. Deshalb sind beide auch nur einmal enthalten.

Doch genug der langen Schwaflerei, hier der Haufen:

4 Raving Oni-Slave
3 Skeletal Changeling
2 Bloodthirsty Ogre
3 Takenuma Bleeder
4 Villainous Ogre
1 Yukora, the Prisoner
3 Gutwrencher Oni
3 Painwracker Oni

1 Beseech the Queen
1 Bone Splinters
4 Rend Flesh
1 Soul Reap
3 Unmake

2 O-Naginata
3 Phyrexian Totem

21 Swamp
1 Tomb of Urami

So sieht das Deck im Moment aus. Ja, es verändert sich nach wie vor. Nur gibt es meistens keine geeigneten Dämonen. Von Ogern ganz zu schweigen. Zusätzlich soll es eben auch den Flair der Kamigawa-Karten behalten, zB. über das Artwork. Und dann fallen viele Männer durch’s Raster.
Wo fängt man hier denn an?

Am besten hinten. 22 Länder sehen wenig aus. Aber: Erstens spielt das Deck nur sieben Dämonen, die mehr als drei Mana benötigen. Und zweitens sind auch drei Phyrexian Totem mit dabei, die zusätzliches Mana generieren können. Am Mana scheitert das Deck auch so gut wie nie. Natürlich passiert das hin und wieder, aber das geht mir mit jedem Deck so. Am Ende wird eben doch gemischt und die Reihenfolge ist zufällig.
Vorstellen könnte ich mir hier noch ein oder zwei Urborg, Tomb of Yawgmoth. Der war meines Wissens nach ebenfalls ein Dämon. Oder er hatte zumindest einen Yawgmoth Demon.

Die Artefakte sind beinahe notwendig. Oger an sich können nicht trampeln. Abgesehen von Changelingen, versteht sich. Aber der klassische Oger an sich bringt meistens viel Stärke mit, die von einem kleinen Mann aufgehalten werden kann. Da eignet sich die O-Naginata hervorragend, um den Ogern zu helfen.
Das Totem erfüllt zwei Aufgaben: Auf der einen Seite soll es Mana generieren und nimmt daher Landslots ein. Auf der anderen Seite soll es aber auch zuschlagen können. Das Deck hat relativ viel Removal (für meine Decks) und findet irgendwann sicherlich einen Weg, um nicht allzu viele bleibenden Karten opfern zu müssen. Das Totem hat den Zuschlag vor Spawning Pool bekommen, der ebenfalls Mana produzieren und zuschlagen kann und dabei einfarbig schwarz ist.

Bei den Sprüchen findet sich – wie eben angedeutet – ziemlich viel Removal. Dazu der wohl schwächste Tutor, Beseech the Queen. Dieser ist für den Verbund mit den beiden One-Offs bei den Sprüchen gedacht: Nur vier Länder und kein Removal? Beseech the Queen auf Bone Splinters. Der Gegner hat eine nicht-grüne Kreatur rumliegen? Beseech the Queen auf Soul Reap. Letzteres hat den Vorteil, dass man auch direkt einen schwarzen Spruch vor dem Soul Reap gespielt hat. Und ich gestehe, dass an dieser Stelle Demonic Tutor deutlich besser wäre, es aber nicht ins Budget geschafft hat. Dabei hätte er den Dämonen schon im Namen…
Rend Flesh ist eh klar. Kamigawa und gutes Removal? Bitteschön. Es erinnert mich immer ein wenig an Eyeblight’s Ending oder Chill to the Bone. Karten eben, die gezielt irgendeinen Kartentyp meiden, gegen alles andere aber gut sind. Soul Reap ist in gewisser Weise ähnlich.
Unmake ist eine gute Ergänzung aus dem Shadowmoor-Block. Auch wenn die Karte eigentlich nur Rend Flesh 5-7 darstellt, erfüllt sie manchmal ihren Job besser als gedacht. Lästige Zombies oder Kreaturen mit Persist oder Unearth bleiben damit einfach außen vor. Gleichzeitig ist Unmake eine der wenigen „unpassenden“ Karten, wenn ich auf das Thema schaue. Aber ich sehe einfach keine bessere Lösung. Ihr etwa?

Auf zu den Kreaturen, wegen denen das Deck überhaupt entstanden ist: Kamigawa hatte die – für mich! – tollen Dämonen, die beiden Onis. Diese wollte ich unbedingt in einem Deck spielen. Um daraus aber keinen himmelschreienden Nachteil zu generieren, braucht es nun mal Oger.
Los geht es mit einem Raver, Raving Oni-Slave. Der tut meistens ziemlich weh, wenn er das Spielfeld betritt, holt die sechs Lebenspunkte aber meistens auch wieder raus. Wenn er länger liegen bleibt oder ein Changeling nach ihm gespielt wird, verursacht er nur einmal drei Schadenspunkte. „Gut“ ist er insofern, als dass er zwei Mana kostet und mit O-Naginata im dritten Zug für sechs angreifen kann.
Skeletal Changeling ist ein Eingeständnis an die harten Kreaturentypen-Anforderungen. Allerdings wollte ich kein Playset, weil er außer „Oger und Dämon sein“ nichts Relevantes kann. Okay, hin und wieder blockt er einen dicken Mann und kann regenerieren. Aber er kann als einzige Kreatur das Messer nicht halten (klar, als Skelett) und gibt auch im Angriff eine furchtbare Figur ab.
Auf der Drei geht es dann ziemlich eng zu: Phyrexian Totem ist ohnehin schon da und Angreifer wollen auch gespielt werden. Bloodthirsty Ogre bleibt aber meistens zu Hause und legt Marken auf sich selbst. Und irgndwann kann er dann damit sogar Kreaturen abräumen. Wiederholbares Removal ist nicht schlecht, aber er ist sehr anfällig und daher nur zweimal dabei.
Anders als Takenuma Bleeder und Villainous Ogre. Die Aufteilung zwischen diesen beiden ist deshalb so, weil sich das Regenerieren meistens als wichtiger als das Blocken herausgestellt hat. Drei Power haben beide und so gewinnt der Villainous Ogre einen Slot mehr.

Schließlich die Dämonen: Yukora, the Prisoner ist nur einmal dabei weil er erstens für mich nicht öfter vorhanden war/ist, und weil er zweitens auch gerne mal die Onis wegräumt. Wobei man dann den jeweils anderen vermutlich nicht spielt. Aber selbst der zweite Yukora wäre ziemlich mau, wenn der erste noch liegt. Skeletal Changeling bleibt verschont, weil nur Nicht-Oger abgeräumt werden und nicht Dämonen.
Die Onis erledigen ihren Job ziemlich gut: Gutwrencher Oni kann auch ohne Handkarten und Ogre noch angreifen oder Blocken, was beim Painwracker Oni schwieriger werden dürfte: Der opfert sich früher oder später selbst. Dafür hat er mit „Furcht“ die besser Fähigkeit, sodass ein Mix aus beiden in Ordnung geht.

Eine Stärke des Decks ist ein recht schneller Ansturm aus ansehnlichen Kreaturen. Kombiniert mit Removal können gegnerische Decks schnell unter Zugzwang geraten. Ein Nachteil ist die hohe Selbstverstümmelungsrate: Ob man nun Lebenspunkte, Handkarten oder Kreaturen verliert spielt dabei keine Rolle; Dämonen fordern zusammen mit ihren Ogerkollegen einen hohen Preis.

Natürlich könnte ich nun einfach zwei oder drei Umezawa’s Jitte in das Deck stopfen, um wenigstens den Lifeloss zu kompensieren. Aber dann, fürchte ich, wird sich das Deck eher um das Equipment als um die Kreaturen drehen. Und das möchte ich mir mit diesem Deck bewahren. Und wer weiß: Vielleicht gibt es ja doch eine Rückkehr nach Kamigawa und das Deck bekommt neue Spielereien.

Bis nächste Woche

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Sealed, Runde III

Dies ist der vorerst letzte Teil meines Ausflugs ins Sealedformat. Damit sollte ich dann gut genug gewappnet sein, um den PPTQ anfang Mai wenigstens nicht schon beim Deckbau zu verbauen. Natürlich werde ich keinen der drei Pools mitnehmen dürfen, aber die Kartenevaluation wird mir – so hoffe ich – ein wenig leichter fallen. Einen Bericht wird es dazu natürlich auch geben.

Heute also noch einmal durch die Farben gewühlt. Wie immer legt Weiß vor:

Abzan Runemark
Abzan Skycaptain
Arashin Foremost
Artful Maneuver
Aven Tactician
Center Soul
2 Dromoka Captain
Dromoka Warrior
Echoes of the Kin Tree
Graceblade Artisan
Herald of Dromoka
Misthoof Kirin
Sandsteppe Outcast
Wardscale Dragon

…Und irgendwie gefällt mir das Weiß schon wieder richtig gut. Okay, es gibt kaum Removal wie zB Sandblast oder Pacifism, aber dafür einiges an Bolster-Kreaturen und einen Abnehmer dafür in Arashin Foremost. Der sammelt nur zu gerne Marken von den Dromoka Captains, Echoes of the Kin Tree oder Sandsteppe Outcast ein. Beinahe würde man wegen des Doppelschlägers sogar das Abzan Runemark spielen. Naja, so weit muss man ja nicht gehen.

In jedem Fall finde ich Weiß schon einmal gut. Flieger, Bolsterthema und den doppelschlagenden Spoilermann. So kann es weitergehen.

2 Elusive Spellfist
Gudul Lurker (foil)
Gurmag Drowner
Jeskai Runemark
Jeskai Sage
Mistfire Adept
Monastery Loremaster
Mystic Meditation
Ojutai’s Breath
Rakshasa’s Disdain
Updraft Elemental
Write into Being

Hier fiel mir vor allem der Mistfire Adept auf. Wenn man den gut unterstützenkann, können auch die beiden Elusive Spellfists unterstützt werden. Und meistens lohnt sich dann auch ein Monastery Loremaster, der mindestens einen guten Spruch auf die Hand zurückbringen kann.

Gut fände ich bei Blau-Weiß: Etliche Flieger und eine ordentliche Kurve; die Spellfists kommen auf der zwei, drei Mana wird von ein paar Morphs und weißen Kreaturen eingenommen und auf der vier gehen die weißen Flieger und der Adept los. Schwierig wird es mit Removal, Interaktion mit den gegnerischen Kreaturen gibt es praktisch keine. Ojutai’s Breath ist schon das Maximum.

Alesha’s Vanguard
Ambuscade Shaman
Ancestral Vengeance
Battle Brawler
Coat with Venom
Douse in Gloom
Fearsome Awakening
Flatten
2 Hand of Silumgar
Mind Rot
Qarsi Sadist
Reckless Imp
Self-Inflicted Wound
Ultimate Price
Vulturous Aven
Wandering Tombshell

Schwarz hat Flatten und ein paar wirklich ordentliche Kreaturen. Hand of Silumgar wird in zweifacher Ausführung meistens nicht schlechter, Vulturous Aven kann gut in der Luft agieren und lässt zwei Karten ziehen. Der Battle Brawler kann durchaus auch eine Bedrohung werden.

Wie gut ein gemaindecktes Ultimate Price ist, kann ich nicht gut einschätzen. Ich vermute, dass man es über das Sideboard einwechseln möchte, wenn man einen oder mehrere Drachen gesehen hat. Es gibt zwar Uncommon-Drachen, aber die bekommt im Notfall auch das Flatten in den Griff. Dennoch ist das Ultimate Price dann die sichere Lösung, sodass ich es einboarden möchte. Zunächst ist die Karte aber kein Removal für das Maindeck. Wie seht Ihr das? Alles Quatsch oder doch eher die Karte, die besser im Board startet?

Atarka Efreet
Defiant Ogre
Dragonlord’s Servant
Fierce Invocation
Hardened Berserker
Kindled Fury
Kolaghan Stormsinger
Lightning Berserker
Mardu Scout
Smoldering Efreet
Stormwing Dragon
Summit Prowler
Tormenting Voice
2 Twin Bolt
Volcanic Rush
Wild Slash

Gleich zwei Twin Bolts? Sehr gerne. Rot geht wieder den sehr aggressiven Weg, kann aber auch nur kleinere Bedrohungen umnieten: Zwei Bolts und das Wild Slash sorgen für nur geringe Reichweite beim Entsorgen. Allerdings gibt es kreaturentechnisch auch nur kleines Gemüse, sodass man durchaus den schnellen Ansatz mit WR-Aggro wählen könnte. Genügend Kreaturen finden sich in jedem Fall, die Frage wird in jedem Match sein, ob man schnell genug den Sack zu machen kann. Und man sollte wohl besser einen Mulligan mehr nehmen, da es sinnvoll ist, mit den richtigen Karten zu starten. Dennoch wird das Deck aber mit Vierdrops arbeiten müssen. Summit Prowler wird es dann wohl auch schaffen.

Aerie Bowmasters
Archers of Qarsi
Assault Formation
Atarka Beastbreaker
Cached Defenses
Circle of Elders
Collected Company
Epic Confrontation
Feral Krushok
Press the Advantage
Return to the Earth
Servant of the Scale
Temur War Shaman
Tread Upon

Grün legt mit vielen Rares, aber insgesamt recht wenigen Karten einige Optionen auf den Tisch: Temur War Shaman bringt direkt einen zweiten Mann mit und lässt uns die Kämpfen-Option bei allen Morphs und Manifestern. Epic Confrontation fightet ebenso. Aerie Bowmasters sind zurecht als spielstark gefürchtet und der Rest ist wohl eher solide: Atarka Beastbreaker passt in jede Kurve, Assault Formation würde ich wohl spielen, weil sie meine ohnehin eher hinten Dicken noch weiter pumpen kann. Die Cached Defenses passen zum Bolster-Thema und Circle of Elders und Feral Krushok können mit und ohne Assault Formation Aufhalten bzw. Angreifen.
Ich mag auch dieses Grün ganz gerne, aber es lässt nur wenige gute Karten raus. Es gibt ein paar Tricks, aber eben recht wenige klasse Karten.

Cunning Strike
Grim Contest
Ojutai, Soul of Winter
Silumgar’s Command
Keeper of the Lens
2 Spidersilk Net
Dismal Backwater
Plains (foil)
Scoured Barrens

Was sagen denn die Länder? Ich sollte wohl am ehesten Esper-Farben spielen, dann könnte ich die Länder am maximalsten ausnutzen.
Ich finde die Idee gar nicht so schlecht: Man kann das Weiß, das mir von den fünf Farben am besten gefallen hat, spielen, kann dazu noch die guten blauen Karten einpacken und hat einen kleinen Schwarz-Splash, der Flatten und das Silumgar’s Command einbaut. Dann könnte man auch die alte Ojutai, Soul of Winter spielen, die zwar weniger spektakulär als die neue Ojutai, aber immernoch ein sehr beachtlicher Flieger mit Frost-Atem ist.

Meine Alternative dazu wäre ein weiß-grünes Deck gewesen. Schon wieder. Ich habe nur die Befürchtung, dass dieses Mal die Karten nicht ganz ausreichen werden, um ein gutes GW-Bolster zusamenzustellen. Sicher, zwei Dromoka Captain, Echoes of the Kin Tree, Sandsteppe Outcast und Cached Defenses sind ein guter Anfang, aber es kommt nur noch wenig nach. Insgesamt denke ich, dass das Deck zu wenige gute Kreaturen haben wird.

Weiß-Rot wäre mein letzter Versuch geworden. Das Deck kann richtig aggressiv werden. Es hat zwar nur einen Dash-Mann, kann aber ansonsten kleine frühe Drops legen und bis zu Morph-Größe alles abstellen. Dennoch kommt man schon in Bedrängnis, wenn der Gegner eine Elusive Spellfist legt, weil man dann kaum noch durchkommt. Dragon’s Eye Sentry wäre ein Albtraum.

Was hättet Ihr heute gebaut? Ich bin etwas unentschieden, aber dennoch für alle Varianten offen. Vielleicht hättet Ihr auch Weiß weggelassen? Wobei ich mir dann kein Deck vorstellen kann, das auf eine gute Kreaturenbasis kommt.

Bis nächste Woche

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Sealed, Runde II

Willkommen zum zweiten Teil meiner Sealedpools. Letzte Woche habe ich das abschließende Deck absichtlich ausgelassen. War das gut so oder eher doof? Ich werde heute meinen Deckvorschlag einbauen um den Unterschied zu präsentieren.

Um aber gleich wieder mit einer Menge Karten durchzustarten, macht Weiß wie gewohnt den Anfang:

Abzan Skycaptain
Artful Maneuver
Champion of Arashin
Dragon Bell Monk
Dragon’s Eye Sentry
Dromoka Captain
Echoes of the Kin Tree
Lightwalker
Misthoof Kirin
Myth Realized
Radiant Purge
Resupply
Sandblast
Sandcrafter Mage
Shieldhide Dragon
Student of Ojutai

Ich mag dieses Weiß: Es gibt gute Kreaturen, allen voran die beiden Captains (Abzan Skycaptain und Dromoka Captain). Dazu einen Haufen ordentlicher Treter wie Lightwalker, Sandcrafter Mage oder Misthoof Kirin. Auch der lebensverknüpfende Drache ist einer der besseren.
Vor allem gefallen mir aber die beiden Verzauberungen Echoes of the Kin Tree und Myth Realized für das späte Spiel. Ein Naturalize hat man ja schon mal parat, aber beide Verzauberungen wird der Gegner besonders im ersten Spiel nur selten los.
Weiß kommt für mich auf jeden Fall in die engere Auswahl.

2 Anticipate
Belltoll Dragon
Blessed Reincarnation
Elusive Spellfist
Enhanced Awareness
Marang River Prowler
Negate
2 Ojutai’s Breath
Rakshasa’s Disdain
Reduce in Stature
2 Refocus
Silumgar Spell-Eater
Zephyr Scribe

Blau kann gleich zwei mal antizipieren. Dazu kann Blau zwei Ojutai’s Breath wirken, die Myth Realized gleich doppelt triggern. Ich denke, dass Blau Weiß sehr gut unterstützen kann: Es hat selbst nur wenige richtig gute Kreaturen zu bieten, kann aber mit guten Sprüchen unterstützen.
Zephyr Scribe und Elusive Spellfist werden es aber wohl dennoch zusammen mit Belltoll Dragon ins Deck schaffen. Blessed Incarnation würde ich aus dem Board bringen, falls auch ein Reduce in Stature eine Kreatur beim Gegner nicht in den Griff bekommt.

Alesha’s Vanguard
Ambuscade Shaman
Blood-Chin Rager
Douse in Gloom
Duress
Dutiful Attendant
2 Foul-Tongue Shriek
Hand of Silumgar
2 Kolaghan Skirmisher
Mind Rot
Qarsi High Priest
Rakshasa Gravecrawler

Bei Schwarz fehlt mir vor allem das Removal. Immerhin: Ein Douse in Gloom ist dabei. Das reicht mir aber für ein ordentliches Schwarz nicht. Mindestens ein echtes Removal sollte da schon drin sein. So bleiben einfach eine Menge mittlerer Kreaturen bei Schwarz: Viele kleine unspektakuläre Männer, die ohne Unterstützung wenig ausrichten werden.
Man könnte zwar den Qarsi Highpriest missbrauchen, aber dafür lohnt es sich kaum, andere schwächere Kreaturen zu spielen. Einzig der Rakshasa Gravecrawler sticht noch ein wenig heraus, weil er aus einem Mann zwei macht. Für mich ging Schwarz erstmal zur Seite.

Dragonrage
Fierce Invocation
Impact Tremors
Kolaghan Aspirant
Lightning Shrieker
Lose Calm
Magmatic Chasm
Sarkhan’s Rage
Sprinting Warbrute
Temur Battle Rage
Vandalize
Volcanic Rush
Warbringer

Nächste Farbe, umgekehrtes Bild: Rot hat gerade einmal vier Kreaturen. Warbringer wird ohne Dash-Kreaturen zum Hill Giant, Sprinting Warbrute ist in Ordnung. Lightning Shrieker ist die Lavaaxt ins Gesicht. Hoffentlich. Und Kolaghan Aspirant alleine ist für die aggressive Startegie einfach zu wenig. Ok, man kann noch Fierce Invocation als Kreatur nennen, aber auch die unterstützt eher den mittellangsamen Plan.
Dafür arbeitet sie gut mit Myth Realized zusammen, womit man einen rot-weißen Build in Erwägung ziehen könnte. Weiß hat die deutlich billigeren Kreaturen, Rot würde den Abschluss liefern. Removaltechnisch bietet Rot eher weniger, ein Sarkhan’s Rage ist da schon alles. Insgesamt ist Rot eher dünn besiedelt, was die tollen Karten angeht.

Aerie Bowmaster
Ainok Artillerist
Atarka Beastbreaker
Colossodon Yearling
Destructor Dragon
Dragon-Scarred Bear
Explosive Vegetation
Frontier Mastodon
Guardian Shield-Bearer
Hunt the Weak
Ruthless Instincts
Salt Road Quartermasters
Stampeding Elk Herd
2 Temur RUnemark
Whisperer of the Wilds

Ganz anders Grün: Grün kann rampen (Whisperer of the Wilds, Explosive Vegetation) und Removal gibt es auch noch dazu in Form von Hunt the Weak. Grün hat außerdem jede Menge gute Kreaturen in der jeweiligen Preisklasse. Es gibt gute kleine Kreaturen wie Atarka Beastbreaker, mittlere wie die Aerie Bowmasters und große wie Destructor Dragon und Stampeding Elk Herd. Ich würde einfach mal Grün und Weiß zusammen ausprobieren. Theoretisch könnte man mit der vegetation und eventuellen Ländern sogar einen Splash in Erwägung ziehen, falls die Karten der Farben nicht ausreichen.

Cunning Strike
Ethereal Ambush
Dragonlord Kolaghan
Harsh Sustenance
Dragonloft Idol
Goblin Boom Keg
Scroll of the Masters
Spidersilk Net
Crucible of the Spirit Dragon
Dismal Backwater
Thornwood Falls

Mehrfarbige Karten, Artefakte und Länder liefern als hervorstechende Karte einen Dragonlord Kolaghan. Nur liegt der dummerweise in den beiden Farben, die ich am weitesten weg vom Deck platziert habe. Damit scheidet er leider aus. Ansonsten sind die mehrfarbigen Karten aber alle spielbar. Scroll of the Masters und Goblin Boom Keg kann man auch durchaus mit an Bord nehmen.

Ich entschied mich für die grün-weiße version, wobei ich denke, dass auch Blau durchaus Chancen gehabt hätte, es in das Deck zu schaffen.

Lightwalker
Atarka Beastbreaker
Guardian Shield-Bearer
Whisperer of the Wilds
Dromoka Captain
Misthoof Kirin
Sandcrafter Mage
Dragon-Scarred Bear
Frontier Mastodon
Salt Road Quartermasters
Abzan Skycaptain
Champion of Arashin
Student of Ojutai
Aerie Bowmasters
Stampeding Elk Herd
Shieldhide Dragon
Destructor Dragon

Myth Realized
Artful Maneuver
Echoes of the Kin Tree
Sandblast
Ruthless Instincts
Hunt the Weak

8 Plains
9 Forest

Wegen doppelter grüner Manakosten in den höheren Slots und den vielen grünen Kreaturen auf der zwei spiele ich hier einen Wald mehr als Ebenen. Myth Realized bleibt ein wenig auf der Strecke, weil die Sprüche überschaubar sind. Dafür sind die Kreaturen gut, was das Kosten/Power-Verhältnis angeht. Natürlich gibt es knapp spielbare wie Student of Ojutai, der Colossodon Yearling verdrängt. Aber erstens ist der Dreier-Slot ohnehin so voll, dass auch der Dragon Bell Monk draußen bleiben musste und zweitens kann der Student später noch etwas machen, wenn beispielsweise Hunt the Weak oder Artful Maneuver gespielt werden.

Was hättet Ihr diese Woche gebaut? Weiß-Blau? Oder hättet Ihr KOlaghan integriert? Ist ein Splash möglich/nötig? Ich habe Explosive Vegetation einfach außen vor gelassen, wie seht Ihr das?

Bis nächste Woche

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Sealed, Runde I

Ich möchte heute eine kleine Serie an Sealed-Pools starten. Nichts Großartiges, ich werde mir einfach ein paar Pools ansehen und versuchen, das Maximum rauszuholen. In einem Monat ist wieder ein Sealed-PPTQ in Nürnberg und es schadet nicht, sich vorher einmal damit auseinandergesetzt zu haben.

Dafür habe ich mir einfach sechs Booster Fate Reforged geholt und ein paar Dragons of Tarkir-Booster zur Seite gepackt. Ursprünglich wollte ich damit zwei Pools bauen, wurde dann aber aufgeklärt, dass das offizielle Format aus nur zwei Boostern Fate Reforged besteht. Daher wandern ganze vier Booster Dragons in einen Pool. Bei Khans war das Format noch 3 und 3 Booster. Jedenfalls auf dem PPTQ damals.

Beim heutigen Pool musste ich gleich beim Auslegen schmunzeln. Ich denke, dass die Frage hier nicht ist, welche Farben man grundsätzlich spielt, sondern, welche Farbe man neben Weiß noch spielen möchte. Aber seht Euch Weiß selbst an:

2 Aven Skirmisher
Champion of Arashin
Dragon’s Eye Sentry
Dromoka Captain
Dromoka Dunecaster
Enduring Victory
Gleam of Authority
Graceblade Artisan
Great Teacher’s Decree (foil)
Great-Horn Krushok
Lightform
Lotus-Eye Mystics
Ojutai Exemplars
Pacifism
Pressure Point
Resupply
Sandstorm Charger
Soulfire Grand Master

Das ist natürlich ein lustiger Zufall, dass man gleich zwei klasse Kreaturen im Mythic-Slot bekommt. Und auch wenn der Grand Master eher eine Constructed-Karte ist, die paar Lebenspunkte nimmt man doch gerne mit. Ojutai Exemplars ist nur sehr schwer abzustellen und auch das Gleam of Authority soll unser Gegner doch bitte erst einmal handeln. Ansonsten gibt es ein Pacifism und ein Enduring Victory, um nicht ganz ohne Removal dazustehen. Viele Mönche und gute Verteidiger bzw. Kreaturen, die mehr Widerstandskraft als Stärke haben runden das Paket ab.

Ich denke, dass Weiß mit diesen Karten die Basis des Decks bildet. Wie viele farblose Karten in das Deck wandern, das hängt von der jeweiligen Zweitfarbe ab. Ein möglicher Kandidat wäre Blau:

Belltoll Dragon
Contradict
2 Gurmag Drowner
Mindscour Dragon
Monastery Siege
Mystic Meditation
Ojutai’s Summons
Palace Familiar
Rakshasa’s Disdain
Reduce to Stature
Skywise Teachings
Sultai Skullkeeper
Whisk Away

Weiß liefert 11 bis 14 Karten, die ich gesetzt sehe. Fehlen also je nach Landanzahl noch acht bis zwölf Karten der Zweitfarbe. Die Drachen stechen heraus und können prima integriert werden. Allerdings sind die nun nicht so spoilerlastig, wie die meisten Raredrachen und sehen gegen viele ihrer Artgenossen etwas mikrig aus. Die Monastery Siege ist gute Kartenauswahl beim Ziehen und Reduce to Stature wird es auch in das Deck schaffen. Und dann? Contradict, um zu countern? Whisk Away? Palace Familiar ohne viel Exploit? Oder gerade dann doch noch zwei Gurmag Drowner?
Ich sehe Blau nicht stark genug an, um definitiv sagen zu können, dass das meine weißen Karten unterstützen kann. Abhängig von den später folgenden farblosen und bunten Karten möchte ich eigentlich maximal vier Karten aus dieser Farbe gerne spielen, der Rest wären Füller.

Alesha’s Vanguard
Blood-Chin Rager
Coat with Venom
2 Damnable Pact
Defeat
2 Gravepurge
Grave Strength
Hand of Silumgar
Marang River Skeleton
Reach of Shadows
Reckless Imp
Sibsig Host
Silumgar Butcher
Sultai Emissary
Tasigur’s Cruelty

Zwei Damnable Pact? Da bin ich schwer am überlegen, ob die Karte so gut ist. Sign in Blood kostet ja eigentlich nur zwei Mana für zwei Karten, hier muss ich vier bezahlen um die gleiche Anzahl zu bekommen. Sicher, bei stabilen Lebenspunkten kann man im Lategame die Hand von null auf sieben auffüllen, aber ist es die Karte wert? Und braucht man sie zweimal?
Ich hätte sie, falls ich mit Schwarz spielen wollte, nur einmal in das Deck gesteckt. Zusammen mit Reach of Shadows und Defeat bekommt man Carddraw und Removal. Beides hat Weiß noch nicht im Überfluss zu bieten. Die Kreaturen sind nicht der Reißer, aber den Rager kann man spielen, der Imp sorgt für frühen Druck in der Luft. Silumgar Butcher tauscht einen kleinen Mann gegen eine Kreatur beim Gegner, was in Ordnung ist. Hand of Silumgar und Marang River Skeleton würden mein Schwarz abrunden.
Schwarz gefällt mir etwas besser als Blau, weil es in meinen AUgen mehr spielbares Material liefert. Es fehlt etwas die Siege wie in Blau, also eine Karte, die einen unbedingt in Schwarz springen lässt. Insgesamt ist aber einfach mehr Spielbares vorhanden.

Collateral Damage
Draconic Roar
Goblin Heelcutter
Gore Swine
Hardened Berserker
Hungering Yeti
Kindled Fury
Kolaghan Aspirant
Kolaghan Stormsinger
Magmatic Chasm
Sabretooth Outrider
Screamreach Brawler
2 Summit Prowler
Vandalize

Rot ist vor allem für den Soulfire Grand Master interessant. Aus Collateral Damage und Draconic Roar kann der eine Lightning Helix bauen, was stark ist. Nur stellt sich die Frage, wie wichtig das beim Deckbau ist. Also: Wie sehr möchte ich auf diese Interaktion eingehen? Schließlich fällt der Meister selber gegen beinahe jedes Removal im Format um.
Rot bietet neben diesen beiden Blitzen außerdem noch aggressive Kreaturen, also das Gegenteil zu dem, was Weiß auffährt: Heelcutter, Schwein und Berserker haben (viel) mehr Power als Toughness. Ob das gut zu Weiß passt?
Voll bekommt man das Deck in jedem Fall: Die Summit Prowler und der Hungering Yeti sind ordentliche Kreaturen in der Kurve und dürfen jederzeit mitmachen. Kolaghan Aspirant ebenso, beim Stormsinger bin ich mir unsicher. Ok, man kann ihn notfalls ins Collateral Damage packen, aber er macht mir insgesamt für die Sealeddecks zu wenig. Da dann doch eher einen Screamreach Brawler und den Sabretooth Outrider, die auch später noch eine halbwegs gute Statur haben und nicht von Grizzlybären geplättet werden ohne ihn selbst mitzunehmen.

Ainok Artillerist
Ainok Guide
2 Archers of Qarsi
Circle of Elders
Frontier Mastodon
Naturalize
Press the Advantage
Segmented Krotiq
Stampeding Elk Herd
Tread Upon

Grün hat einen kleinen aber feinen Platz im Pool gefunden. Irgendwie finde ich Press the Advantage auch eine klasse Karte. Dazu bekommt man gute Kreaturen, wie Ainok Guide oder Stampeding Elk Herd. Ein Naturalize ist auch gerne gesehen, vor allem wegen der Sieges aus Fate Reforged. Mastodon und Circle sollten das grüne Deck abrunden.
Wichtig – vor allem für Grün – sind auch die mehrfarbigen und farblosen Karten:

Scion of Ugin (foil)
Enduring Scalelord
Grim Contest
Dromoka Monument
Stormrider Rig
Ugin’s Construct
Vial of Dragonfire
Evolving Wilds
Jungle Hollow
Wind-Scarred Crag

So könnten noch zwei weitere Drachen in das Deck wandern: Scion of Ugin und Enduring Scalelord. Der Scalelord wird sich allerdings schwer tun zu wachsen, wenn nicht gerade das Gleam of Authority liegt. Dennoch eine nicht zu unterschätzende fliegende Waffe. Dromoka Monument könnte dann auch genutzt werden, wenn Grün den Zuschlag zu Weiß erhält.
Evolving Wilds ist wohl in jedem Build enthalten, Vial of Dragonfire ebenso. Beim Stormrider Rig bin ich mir schon nicht mehr so sicher. Eigentlich finde ich die Karte gut, weil sie dauerhafte und dazu kostenlose Unterstützung bietet; aber manchmal passt sie einfach nicht mehr ins Deck.

Ich habe heute absichtlich kein Deck vorbereitet. Erstens, weil es schon zu viele Listen sind und ich nicht noch eine präsentieren möchte. und Zweitens weil ich mir absolut nicht sicher bin. Vielleicht liegt es am Ende wirklich an der Farbpräferenz des Spielers?

Was hättet Ihr gebaut? Weiß mit einer weiteren Farbe? Mit welcher?
Hättet Ihr etwas ganz anderes zusammengestellt? Schätze ich Karten völlig falsch ein?
Ich bin gespannt auf Eure Vorschläge.

Bis nächste Woche

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Prerelease daheim

Da mein Bauch anscheinend weiterhin ein Eigenleben besitzt, bin ich leider immernoch nicht in der Lage, an Turnieren teilzunehmen. Daher war ich unter größter Anstrengung im Laden meines Vertrauens und erstand eines der Prerelease-Pakete. Wieder zu Hause angekommen, musste ich natürlich umgehend nachsehen, was ich aus meinem Kolaghan-Pack gebaut hätte. Zunächst zu den einzelnen Farben. Den Anfang macht dabei Weiß:

Anhaltender Sieg
Ausgestoßener der Sandsteppe
Avior-Taktiker
Daghatar der Unerbittliche
Drachenglocken-Mönch
Lichtschreiter
Nachschub
Orator des Ojutai
Panzerhautdrache
2 Sandstürmer
Vergessenes Schicksal
Wache des Drachenauges

Dafür, dass Weiß ein Päckchen weniger hatte, ist das gar nicht so schlecht: Daghatar ist natürlich Zufall, der Drache ist in Ordnung und auch Ausgestoßener der Sandsteppe und Drachenglocken-Mönch sind gut. Dazu ein wenig frühe Verteidigung und ein bisschen Removal in Form vom Anhaltenden Sieg. Insgesamt aber zu wenig, um ein gleichwertiger Partner in einem zweifarbigen Deck zu werden. Was kann Blau?

Aufwind-Elementar
Faszination
Gurmag-Ertränker
Jeskai-Runenzeichen
Lehrmeister des Klosters
Quarsi-Täuscherin
Refokussieren
Sidisis Ergebene
Trügerischer Gewinn
Vakuumböe
Wendige Zauberfaust
Widersprechen
Zurechtstutzen

Blau kann meiner Meinung nach nicht mehr, sondern eher weniger: Ein bisschen im Weg stehen und ein wenig Bounce (Vakuumböe), das ist für mich nicht mal das Durchschauen wert. Der Trügerische Gewinn ist genau das, was sein Name auch sagt; wenn der Gegner clever spielt, hat man immer eine der schlechtesten Kreaturen auf dem Feld. Zwar gehört die dem Gegner, aber 1/1 ist einfach doof, wenn man nur chumblocken kann. Diese Rare macht die Farbe also nicht besser. Zurechtstutzen ist noch ganz nett, wird aber von Marken ausgehebelt und ist daher kein vollwertiges Removal. Insgesamt habe ich Blau schnell zur Seite gelegt.

Da die beiden Hauptfarben Rot und Schwarz sein sollten, vorher noch schnell ein Blick auf Grün:

Abzan-Klangardist
Ainok-Führer
Atarka-Bestienbrecher
Den Vorteil nutzen
Diener der Schuppe
Flüsterin der Wildnis
Gefiederter Schmaus
Gegliedertes Krotiq
Geschützter Horst
Herdenfresserdrache
Nistplatz-Bogenschützen
Panische Elchherde
Sandformung

Ok, das ist wieder besser als Blau: Den Klangardisten spiele ich gerne, der Führer kann schon mal einen Splash ermöglichen. Auch der Horst unterstützt diesen Plan. Ansonsten fallen mir noch die Bogenschützen, die Elchherde und der Herdenfresserdrache auf. Keine schlechten Kreaturen und ein bisschen Ramp. Aber insgesamt auch nur wenige Karten.

Das soll sich mit Schwarz doch bitte ändern:

Äußerster Preis
2 Giftbeschichtung
Pflichtbewusster Leibdiener
2 Plattmachen
Qarsi-Sadist
Schandzungen-Kreischen
Schattenangriff
Selbstverletzung
Sibsig-Eisbrecher
Sibsig-Schar
Sibsig-Schlammschlepper
Sumpfkoloss
2 Todeswind
2 Verwegener Bold
Wonne des Schlächters
Zwang

Oh ja! Äußerster Preis, 2 Plattmachen und 2 Todeswind, dazu der eine Schattenangriff? Schwarzes Removal geht dem Pool nicht ab. Ok, die Kreaturen könnten ein wenig besser sein, aber an einem Mangel an Removal leidet das Deck nun nicht mehr. Zugegeben, ein Booster war rein rot/schwarz, aber dennoch ist die Ausbeute ziemlich stark. Bei den Kreaturen finde ich die beiden Bolds gar nicht schecht und auch der Qarsi-Sadist kann ein paar Lebenspunkte dazugewinnen bzw. absaugen. Er hilft vor allem gegen Pazifismus nzw. gewinnt diesem noch etwas ab. Die Wonne des Schlächters empfinde ich ebenfalls als sehr gut: Countert Removal und lässt Chumpattacks zu. Vier oder mehr Lebenspunkte sollte man damit schon holen. Ist Rot auch so aufgestellt?

Abgehärteter Berserker
2 Atarka-Ifrit
Die Ruhe verlieren
Donnerbruch-Regentin (promo)
Entzündete Wut
2 Gipfelstreuner
Glühender Ifrit
Kolaghan-Anwärterin
Kolaghan-Sturmsängerin
2 Kreischfenn-Raufbold
Kriegsbringer
Magmaschneise
Rösten
Sarkhans Triumph
Sprintender Kriegsrohling
Sturmfels-Elementar
Temur-Kampfwut
Vulkanischer Ansturm

Leider nein. Zumindest, was das Removal angeht. Kreaturen sind dafür jede Menge vorhanden. Einige sehe ich als gut an, brauchen aber ein Deck um sie herum (Kriegsbringer). Andere sind fragil, könnten aber mit Removal ungehindert angreifen. So beispielsweise die beiden Atarka-Ifrits. Die finde ich gar nicht so schlecht, weil sie beim Aufdecken eins günstiger sind als das Bergschlucht-Kommando und dabei noch eine Power mehr haben. Die Promo ist natürlich super, Karten wie Kreischfenn-Raufbold oder Abgehärteter Berserker kann man auch mal spielen. Das sind keine Bomben, aber sie erledigen ihre Arbeit.
Fehlt noch der Rest in Form von Mehrfarbigkeit und Artefakten sowie Ländern.

Atarkas Befehl
Drachenfürstin Atarka
Flinker Kriegsdrache
Kolaghans Befehl
Denkmal des Ojutai
Sich entfaltende Wildnis
Erblühender Sand

Atarka und ihr Befehl? Das Hätte doch bitte Kolaghan sein dürfen. So ein Mist! Wobei ich mich nicht beschweren will, so kann man immerhin darüber diskutieren. Atarka ist teuer, Atarka ist langsam, aber sie kann fünf Schadenspunkte verteilen. Und ein Splash ist bei einer so teuren Karte recht leicht unterzubringen, weil man sie ja ohnehin nicht vor der siebten Runde auf das Feld werfen kann. Spielt man sie?
Dass man den Kriegsdrachen und Kolaghans Befehl spielt, kann ich mir gut vorstellen, aber reicht das Grün oben bzw die eine Wildnis, um Atarka oder eventuell auch ihren Befehl im Deck unterzubringen?

Ich meine: Nein. Das Deck kann auf genügend Kreaturen zurückgreifen, die den Gegner unter Druck setzen können. So ein Drache ist zwar nett, aber eben auch zu langsam.
Stattdessen hätte ich das solide, zweifarbige Deck gebaut. In etwa wäre ich auf folgendes Gebilde gekommen:

Kolaghan-Sturmsängerin
Qarsi-Sadist
Glühender Ifrit
Kolaghan-Anwärterin
2 Verwegener Bold
Abgehärteter Berserker
2 Kreischfenn-Raufbold
Atarka-Ifrit
Donnerbruch-Regentin
2 Gipfelstreuner
Kriegsbringer
Sprintender Kriegsrohling
Flinker Kriegsdrache

Äußerster Preis
Wonne des Schlächters
2 Plattmachen
Schattenangriff
2 Todeswind

Sich entfaltende Wildnis
7 Swamp
9 Mountain

Ich denke, dass es ordentlich nach vorne arbeitet; Kolaghans Befehl habe ich gar nicht dabei, weil ich mehr Kreaturen haben möchte. Eventuell würde ich dafür die Sturmsängerin drangeben. Ich weiß nicht, wie gut und wichtig 1-Drops sind, die man durchaus auch als Morph spielen kann. Eile kommt bei ihr noch obendrein dazu.
Das Removal ist für mich gesetzt. Die Wonne finde ich auch klasse und ist meistens Quasi-Removal.

Ansonsten stecken viele Gebirge im Deck wegen der doppelten roten Manaanforderungen. Die Wildnis spiele ich auch, auch wenn ich ab Runde zwei keine getappten Länder haben mag. Aber die Sicherheit geht vor, weshalb ich auch Atarka nicht aufnehmen würde.

Was meint Ihr? Welche Farben hättet Ihr gespielt? Mit/ohne Atarka? GBr, also grün-schwarz mit Splash für Rot?
Wie schätzt Ihr das Deck ein? Ich habe ja keine Erfahrungen im Spiel sammeln können, da müsst Ihr berichten, wie es so gelaufen ist. Aber ein 2/2 oder besser sollte damit wohl drin sein, oder?

Bis nächste Woche

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