Bastelstunde: Dragon Deck Case von Blackfire

Hallo Leute, ich hoffe, ihr steht auf Drachen und auf basteln, denn um beides geht es in meinem heutigen Blogpost! Da die Schlüsselworte bereits im Titel vorkamen, geh‘ ich einfach davon aus und wir legen sofort los!

Als Erstes möchte ich ein Dankeschön an blackfire-games.eu richten, die uns, von magicblogs.de, ein paar Deck Cases zur Verfügung gestellt haben. Danke auch an Ormus, der mich zwar im Fach Kunst am Gymnasium nie erlebt hat, mir aber dennoch zutraut, dieses Deck Case zusammenzuschustern und auch noch ein paar sinnvolle Worte darüber zu verlieren 🙂 Spoiler: es reicht ein Hauch von Geschick für das assemblen aus. Hier ein Link zur Produktseite der Dragon Deck Case:

Blackfire Wooden Deck Case – Drache

Bevor wir uns anschauen, aus welchen Einzelteilen die Box besteht, hier noch die harten Fakten:

  • Breite x Tiefe x Höhe: 78 x 84 x 109 mm (auch wenn die Anleitung „cm“ behauptet)
  • Kreisrunder Lebenszähler an der Seite
  • Kartentrenner enthalten…
  • … inklusive 8 Marken (6mal +1/+1, 2 mal -1/-1), die auch wieder im Kartentrenner aufbewahrt werden können
  • Bietet Platz für 100 Karten in Hüllen, wahlweise auch 75 doppelt eingetütete und etwas Luft
  • Kommt in Einzelteilen an, muss daher geklebt werden

Die Wände des Case bestehen aus High Density Fiberboard (HDF), zu Deutsch zusammengepresste Holzfasern, die besonders robust sein sollen. Tatsächlich wirken sie frisch aus der Verpackung sehr wertig, der Deckel ist, wie im Video auf der Produktseite versprochen, erstaunlicherweise äußerst flexibel. Er hat einen Bereich mit ganz fein ausgestanzten Linien, sodass er sich zum Öffnen und Schließen beliebig verbiegen lässt. Auch wenn Zubehör wie dieses für blackfire-games nicht das Kerngeschäft ist, wollen oder müssen Hersteller im heutigen Kartenspiel-Zubehörmarkt durch besondere Tricks und Kniffe wohl auf sich aufmerksam machen. Man denke nur an die Xenoskin von Ultimate Guard oder auch die alte Ultra Pro Deck Vault mit eingebauter Würfelbox.

Beworben wird das Ganze natürlich mit dem äußerst schicken und für Deckboxen eher ungewöhnlichen Design. Auf der Homepage kostet dieses Case 19,99 €,  angeboten wird es in den drei Designs „Drache“ für die Brian Kibler-Fans unter uns, „Cthulhu“ für alle Scientologen und, zu guter Letzt, im zu Unstable perfekt passenden Design „Gears“.  Auf den ersten Blick wirken die Boxen zwar etwas zu filigran, um sie zusammen mit Ordner, Trinkflasche, Spielmatte und Bäckertüte in einen Rucksack zu stopfen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Aber dazu möchte ich lieber in einiger Zeit nochmal ein Update geben, wenn ich die Box ein paar Mal im Einsatz hatte.

Hat man die Verpackung aufgerissen, bietet sich einem folgendes Bild:

Die Wände befinden sich in einer Platte zum Ausbrechen, zwei Plastik-Karten und diverse Kleinteile sind auch noch dabei. Die Anleitung ist zwar Englisch, aber relativ eingängig – nur an einer Stelle soll man keinen Kleber verwenden, ok. Vor dem Kleben habe ich die Box einmal Probe gesteckt und danach die Schritte in der Anleitung durchexerziert:

Als erstes steckt man den Lebenspunktezähler und den späteren Verschluss mit Hilfe der schwarzen Kleinteile zusammen. Hier sollte man eher gut zielen, bevor man Gewalt anwendet, denn die beiden schwarzen Stöpsel müssen einfach nur ineinander treffen.

Jetzt kommen wir schon zum klebrigen Teil! Das fiese an dieser Verzahnung ist, dass der Kleber quasi überall wieder austreten kann. Hier also nicht zu viel Kleber auftragen und am besten in die Zwischenräume zielen. Das wird nicht immer gelingen, daher sollte man gleich danach mit einem feuchten Tuch den überschüssigen Kleber abtragen. Ein paar unschöne Ränder sind bei mir leider übriggeblieben, aber nur bei näherer Betrachtung zu erkennen.

Bei der durchsichtigen Front soll man eigentlich darauf achten, dass diese keinen Kleber abbekommt. Hat man zuvor die etwas größeren Zwischenräume allerdings auch großzügig eingeschmiert, ist das nicht mehr möglich. Das Ganze dient auch nur dazu, dass der Kleber nicht an der Seite wieder rausläuft, denn auswechselbar ist die Front sowieso nicht, wenn die Box mal fertig ist.

Nächster Schritt, noch mehr Kleben. Es fügt sich langsam zusammen. Nach 24 Stunden ist das Deck Case auch ganz schön getrocknet, hier das Endergebnis:

    

Spätestens jetzt, wo wir sie zusammengebaut haben, fallen einem noch ein paar coole Features auf:

  • Die Front ist mit einem durchsichtigen Cover versehen, sodass die Farbe der Kartenhüllen immer auch eine Auswirkung auf das Aussehen der Box hat
  • Der Verschluss ist recht einzigartig und dank des flexiblen Deckels kann man schön mit der Hand in die Box greifen
  • Der Life Counter ist je nach Design Unterschiedlich, in unserem Fall ein Drachenkopf, hat aber blöderweise nur 27 Lebenspunkte zur Anzeige

Die Marken kann man auch tatsächlich wieder in der Plastikkarte verstauen, je nachdem, wie gewaltsam man sie zuvor herausgebrochen hat. Lobend zu erwähnen ist auch, dass der Deckel auf den Rändern der Box aufliegt, das heißt, es existieren keine Hinterschnitte, an denen Karten hängen bleiben könnten, wie man es von den ganz alten Metallboxen von Ultra Pro kennt.

Fazit: Für 20 € bekommt ihr eine schicke Deckbox, die für den Rucksack vielleicht etwas zu schade ist. Ich denke nicht, dass sie Schaden nimmt, aber wie abriebfest das HDF und das Design sind, würde nur ein Langzeittest zeigen. Etwas unglücklich finde ich den Maximalwert des Lebenspunktezählers, wobei hier einfach nur der Platz optimal ausgenutzt wurde und dabei nun mal 27 Striche herausgekommen sind. Richtig Eindruck macht dafür die durchsichtige Front, die immer die Farbe eurer Hüllen annimmt.

Ich hoffe, diese kleine Vorstellung hat euch gefallen! Für alle, die jetzt „Nein“ sagen: der nächste Artikel geht bestimmt wieder über Constructed, der Flug für Grand Prix Lyon im Februar 2018 (Modern) ist schon fast gebucht 😉

– euer Nico

Netdeck-Nico

SeventyFive Slots ist ein deutscher M:tG-Blog von "netdeck-Nico". Erfahrt alles über meinen Grind in Modern/Limited, meine Commander Decks und alles, was mit Magic zu tun hat!

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1 Antwort

  1. Freakle sagt:

    Hei Nico!

    hab auch schon 2 dieser Deckboxen gewonnen, dankenswerter Weise hat der Spatz die für mich vorher schon zusammen gebastelt 😀

    Ich habe die Boxen allerdings gerade nicht im Einsatz, da ich wirklich Angst habe, dass Sie bei richtigem Gebrauch (in der Tasche mit all dem anderen Krimskrams) doch kaputt gehen.

    Update wäre wirklich sehr gut, ob die Box bei dir hält oder nicht!

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