Grand Prix Lyon(er) – darf’s ein bisschen mehr sein?

Hallo Leute!

Mehr… was eigentlich? Mehr Decks!

Ich hoffe, ihr habt das Rivals of Ixalan-Prerelease gerockt und könnt dem neuen Draft-Format ein bisschen was abgewinnen! Um das bomb-lastige Limited ein bisschen auszugleichen, gibt es, wie versprochen, vor dem Grand Prix Lyon im Format Modern noch einen Blog-Eintrag zum Thema Constructed. Inzwischen sind Details, wie der Event Schedule, oder auch die wunderschöne Playmat bekannt gemacht worden, die nur schöner sein könnte, wenn sie in Foil wäre :O Hier findet ihr übrigens Details zu allen Grands Prix im ersten Halbjahr! Kürzlich hat außerdem Rich Hagon auf dem Mutterschiff einen Artikel veröffentlicht, in dem er ein neues Konzept für alle GP-Streams auf Twitch darlegt. Böse Zungen behaupten, die Streams wären thematisch bisher sowieso schon so ähnlich aufgeteilt und der Artikel sei nur das offizielle Manifest dafür. Ich denke aber, man merkt, dass mit Channel Fireball hier Profis am Werk sind und man versucht, Magic so langsam in die E-Sports Liga zu heben. Man darf gespannt sein, wie das Ganze dann live aussieht. Andererseits musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich für einen Grand Prix im Format Constructed inzwischen saftige 60 € berappen muss. Die Playmat muss man zwar auch extra buchen, bekommt man aber meist noch bei einem Last Chance Trial hinterhergeschmissen. Zum Vergleich: Grand Prix London diesen Monat im Format Ixalan Sealed schlägt mit 70 Pfund, also ca. 80 € zu buche. Man kann sich nun freuen, dass wir bei 80% aller europäischen Großveranstaltungen einen hohen Quality of Life-Standard bekommen, sind wir doch bisher nicht wirklich mit großen Turnierserien verwöhnt. Man kann sich aber auch über das Monopol ärgern, dass sich Channel Fireball da gesichert hat – Wizards of the Coast sollte es Recht sein. Wie immer hilft nur „vote with your wallet“ und solange ich noch an den Turnieren teilnehme, ist meine Schmerzgrenze wohl noch nicht erreicht und ich darf mich nicht beschweren.

Playmat GP Lyon

DAHER genug gelabert und zurück zum Thema!

Nachdem die Cockatrice-Server vor ein paar Wochen kleinere Ausfälle hatten, konnte ich die letzten zwei Wochen einige Länder tappen, Kreaturen töten, Kreaturen tappen und Gegner töten. Da ich mich aber bisher zwischen drei Decks nicht entscheiden kann, müsst ihr mir helfen!

Die Decks

Kurz und schmerzlos hier die drei Anwärter:

  • Abzan
  • Jund
  • Grixis Death’s Shadow

Das Metagame

Was macht netdeck-Nico den ganzen Tag, um sich schlussendlich für eins der drei Decks für Grand Prix Lyon entscheiden zu können? Genau, zu wenig! Neben Arbeit und Privatleben bleibt leider nicht viel Zeit für Testing, mit Shadow habe ich ca. 44 Matches absolviert. Das ist nichts im Vergleich zu der Anzahl an Matches, die ich mit BGx-Decks bestritten habe. Auch diese Zahl ist vermutlich in einem größeren Kontext vernachlässigbar, aber als „Hobby-Grinder“ komme ich hauptsächlich nur zu FNMs, PPTQs, (MKM) Trials und zum Online zocken über Cockatrice. In diesem Zusammenhang möchte ich zwei kleine Turnierberichte einschieben:

Turnierbericht Modern FNM 19.01.18

Runde 1: Volkan mit Eldrazi Stompy

In beiden Spielen hat mein Gegner Turn 0 Gemstone Caverns, mit denen er Eternal Scourge ins Exil schickt und gleich darauf in seinem ersten Zug ins Spiel bringt. Ich kann ihm jeweils auch immer einen Reality Smasher abwerfen und lege im ersten Spiel nach ein bisschen selbst-Verstümmelung zwei Death’s Shadow hin. Seine Armee aus Scourge und Matter Reshaper überrennt mich aber zweimal.

Runde 2: Michael mit Elfen

Mein Gegner darf anfangen und hält eine typische Elfen-Hand. Ein Land, einen Haufen Mana-Elfen und 1-2 dickere Zauber. Da ich für seinen Mana-Elf einen Fatal Push habe, geht das Spiel recht schnell zu meinen Gunsten aus. Im zweiten Spiel liegt zu meinem Leidwesen nach nicht allzu langer Zeit ein Chameleon Colossus auf der anderen Seite des Tisches. Da ich dagegen (außer doppel-Kozilek’s Return oder Lightning Bolt) NULL outs habe, werfe ich dem Koloss fünf Runden lang meine Snapcaster Mages und einen Izzet Staticasterzum Fraß vor, räume schließlich sein Board von Dwynen’s Elite, Elvish Mystics und Elvish Archdruid mit einem Kozilek’s Return aus dem Friedhof ab und gewinne das Spiel und Match mit einem Bolt.

Runde 3: Kevin mit Mono-Blue Living End

Zu Anfang kann ich meinen Gegner mit zwei Discard-Sprüchen extrem verlangsamen und habe dann sogar noch das Stubborn Denial für sein As Foretold, was mich in Führung bringt. Im zweiten Game zieht er seine Enabler-Verzauberung nicht rechtzeitig, ich kann mein Board in Ruhe aufbauen und neutralisiere in einer Schlüsselszene seinen Cryptic Command mit einem Denial.

Runde 4: Thomas mit selfmill Control

In ersten Spiel millt sich mein Gegner so einiges in den Friedhof, kann daraus aber nur geringen Nutzen ziehen, indem er ein paar Lingering Souls-Tokens baut. Ein Gurmag Angler und ein Death’s Shadow können sich aber durchkloppen, da bei ihm nicht mehr viel nachkommt. Im zweiten Spiel countere ich mit einem frühen Stubborn Denial ein Glimpse, the Unthinkable. Da ich im ersten Zug aber schon ein Thought Scour auf mich gespielt habe, kann er mit einer Surgical Extraction meine Snapcaster Mages aus dem Spiel nehmen. Hilft aber nix, leider kann ich mich nicht mehr erinnern, wie, aber auch dieses Spiel ging an mich.

Insgesamt stand ich also 3-1, wobei es aufgrund der Niederlage in der ersten Runde nur für den dritten Platz reichte. Dass das Ganze auch genau andersrum laufen kann, sieht man am Modern Turnier am Sonntag, den 30.01. in Ulm:

Turnierbericht Modern 19.01.18

Runde 1: Lukas mit UR Storm

Er gewinnt den Würfelwurf, darf beginnen und auch, wenn ich nach ein paar Thought Scours und mit einem [Death’s Shadow] auf dem Board nicht schlecht dastehe, mache ich leider den Fehler, auf 7 Leben runterzugehen, um in seinem Zug seinen [Baral, Chief of Compliance] zu zerstören, worauf er natürlich in Response ein paar Zaubersprüche ineinander-kettet und mir für genau 7 Schaden einen Grapeshot um die Ohren haut. Das zweite Spiel wird eher von mir und einem Shadow dominiert, ich habe den passenden Izzet Staticaster für sein recht frühes Empty the Warrens, zwei Discard-Spells tun ihr übriges und er geht ohne Ressourcen ein. Im dritten Spiel kann er mich genug verlangsamen, unter anderem mit einem Gigadrowse, von dem ich schlauerweise eine Kopie countere…  Die Serie der besten plays des Monats geht weiter, als ich sein Empty the Warrens mit zwei Stubborn Denial countern will, während er ein Mana offen hat. Damit ihr nicht rechnen müsst: das macht am Ende genauso viele Tokens, wie, wenn ich keine Sprüche in response gewirkt hätte -.-

Runde 2: Michael mit Elfen

Nach zwei Spielen mit viel Hin und Her übersehe ich im dritten Spiel einen offenen Pendelhaven, mit dem er seinen Elf pumpt, um meine gierige mainphase-Izzet Staticaster-Aktivierung zu beantworten. Da ich auf einem Lebenspunkt rumhänge und weder Removal, noch einen Snapcaster habe, wars das.

Runde 3: Thomas mit Mono-Rot Hollow One

Zwei Nut-draws machen mir relativ schnell den Garaus, Schlüsselkarten sind Flameblade Adept, der dank Faithless Looting und Street Wraith konstant Stärke 4 hat und Flamewake Phoenix. Beides kann ich schlecht blocken.

Rund 4: Dennis mit UG Infect

Ein Zug 1 Dismember für seinen Noble Hierarch, ein Fatal Push für seinen Blighted Agent und ein Thoughtseize für einen von 4 inzwischen nutzlosen Pumpspells lassen mich auf 8 Leben zurück, sodass meine beiden Shadows dicke 5/5er sind. Zufälligerweise hat er 15 Lebenspunkte und ich noch eine Temur Battle Rage. Da der arme Kerl zuvor schon mindestens einmal gegen GDS antreten musste, gibt er gleich nach dem ersten Spiel auf.

Macht summa summarum einen Match record von 1-3, in Zukunft sollte ich auf jeden Fall vor den Turnieren ein kleines Aufwärm-Spiel machen und eventuell ausschlafen, um Fehler wie in den ersten beiden Matches zu vermeiden. Trotzdem hat es mal wieder Spaß gemacht, ein blaues Deck zu spielen und teilweise auch „free wins“ einzuheimsen. Soviel aber noch vorneweg: für welches Deck man sich bei einem Grand Prix mit einem solch offenen Format entscheidet, sollte am Ende eher dadurch bestimmt sein, mit was man am meisten Erfahrung hat. Modern hat zwar im Moment ein paar dominierende Strategien, aber was die Zahl der unterschiedlichen Decks betrifft, kann es eigentlich offener nicht sein. Man spielt also nicht nur gegen Shadow, sondern auch mal gegen Krark-Clan Ironworks combo oder Vampire Tribal (ist mir beides schon passiert). Trotzdem möchte ich mir die verschiedenen Matchups der drei Bewerber gegen die Top-Decks im Format ansehen. Da man den Auswertungen von MTGO inzwischen aber nicht mehr zu 100 % über den Weg trauen kann, muss mehr als eine Quelle für die Tier 1-2 Decks her. Spontan würde ich behaupten, das sind aktuell die Top 3:

  • Grixis Death’s Shadow
  • EldraTron
  • UWx Control

Thought-Knot Seer

Um mein Bauchgefühl zu überprüfen, schauen wir uns drei verschiedene Metagame-Seiten an, Stand 30.01.2018. Ich werde es allerdings kurz machen, da, wie gesagt, Modern immer und aktuell besonders ein sehr offenes Format ist. Alle Metagame-Aussagen muss man also mit Vorsicht genießen, das Ziel soll eher sein, sich auf die Top-Decks vorzubereiten. Sowohl psychisch, als auch physisch mit unseren 75 Slots. Es gilt also, sich ein paar Gedanken zu machen, wo das eigene Deck im Meta steht und wie es gegen die Top-Decks aufgestellt ist.

Die Seite MTGTop8 listet als Top-Deck natürlich Death’s Shadow, scheint hier aber nicht zwischen den verschiedenen Geschmacksrichtungen Grixis, Jund, Zoo, usw. zu unterscheiden, was in Summe beachtliche 10 % Metagame-Anteil ergibt und für eine gewisse Unschärfe sorgt. Danach folgen mehrere Decks ziemlich dicht aufeinander:

7 % Anteil: Humans

6 % Anteil: Eldrazi Aggro

5 % Anteil: Affinity (Robots!), Burn, UWR Control

Bei MTG Goldfish sind die Decks um einiges näher zusammen, das liegt aber daran, dass Death’s Shadow in jeder Variante einzeln geführt wird und seit einigen Monaten nicht mehr alle Listen der MTGO-Leagues veröffentlicht werden, sondern nur noch 5 Gewinner-Listen pro Tag. Wirkliche, herausstechende Spitzen darf man hier also nicht erwarten. Die Top drei sind wie folgt:

7,33 %: Grixis Death’s Shadow (GDS)

7,33 %: Robots

6,74 %: BG Tron

Auf der relativ neuen MKM Decks App sieht das Ganze auf den ersten Blick ähnlich aus, auf den zweiten ergeben sich aber doch einige Unterschiede. Robots und GDS führen mit 11,5 bzw. 10,5 %, danach kommt lange nichts und dann das allseits beliebte Tron mit 6,7 %. UWR ist hier noch gar nicht so wirklich angekommen, dafür UW Control etwas abgeschlagen mit 3,8 %. MKM scheint, wenn man sich die Event-Liste ansieht, seine Listen sowohl von MTGO, MKM-Events, GPs, PPTQs, SCG-Turnieren und anderen Series zu ziehen. Die Auswahl ist also durchaus legitim, was mich mein MTGGoldfish-Bookmark ernsthaft anzweifeln lässt.

Ich lag mit meinem Bauchgefühl also nicht komplett richtig, aber auch nicht total falsch 🙂 Was die Top-Decks angeht, sollte man sowieso eher in Kategorien denken, als in Decks. Im Moment teilen sich zwei Strategien den Modern-Thron:

  • Lineare Strategien, wie GDS, Affinity oder Burn
  • „Big Mana“-Decks, wie Tron, Eldrazi oder Scapeshift

Daher sollten wir etwas gegen diese Strategien ausrichten können oder zumindest nicht ganz dagegen untergehen. Wenn das nicht klappt, können wir immer noch die alte Regel „If you can’t beat them, join them!“ anwenden.

Also zurück zu den drei Anwärtern. Die werden vielen von euch ein Begriff sein. Da aber nicht jeder ein Faible für Modern hat und man die drei Decks auch, mal abgesehen vom „Core“, sehr unterschiedlich bauen kann, hier drei kurze Steckbriefe, wie sie aktuell bei mir aussehen:

Liliana of the Veil

Abzan

Deck-Strategie: Midrange/grindy. Threats legen und dem Gegner dazwischen funken.

Stärken: Discard super gegen UWx Control und Combo, wie Storm. Lingering Souls hilft gegen Shadow, Affinity.

Schwächen: alle Arten von Tron und Decks, die grindyer sind, z.B. Grixis oder Sultai Control.

Besonderheit: viele 50/50 Matchups

Persönliche Note: Grim Flayer Package, evtl. Noble Hierarch oder Dark Confidant.

Nachdem ich offensichtlich nicht von Abzan loskomme, ist es auch in dieser Liste vertreten. Ich halte es für weiterhin für ein solides Deck, mein Ansatz mag aber vielleicht etwas zu edgy sein. Noble Hierarchs helfen beim frühen casten von 3-Mana Spells und zusammen mit Nihil Spellbomb, Nameless Inversion und Grim Flayer greift man auch in diesem Deck im dritten Zug hin und wieder mit einem 5/5er an.

Deaths Shadow

Grixis Death’s Shadow

Deck-Strategie: Linear. Gegner mit Discard und Removal verlangsamen, dann Threats legen und das Spiel beenden, so schnell es geht.

Stärken: Combo, Kreaturen-Decks, Lantern

Schwächen: Burn (kappa), UWx Control, Valakut

Besonderheit: Macht aus life loss eine Notwendigkeit. Kampf-Mathematik wird ad absurdum geführt.

Persönliche Note: Liliana of the Veil maindeck

Im dritten Zug ein 5/5er? Das kann Death’s Shadow natürlich um einiges besser! Da ich doch einige Spike-Gene in mir trage, komme ich nicht umhin, das aktuell von vielen als „bestes“ im Format erwähnte Deck auszuprobieren. Ein paar Street Wraiths und Thoughtseizes oder Thought Scours helfen hier, in Zug zwei einen 5/5er zu legen. Wahlweise hat man dann noch 8 Leben oder einfach keinen Friedhof mehr. Aber was soll’s!

Jund

Deck-Strategie: Proaktiv. Gegner mit Discard und Removal verlangsamen, dann Threats legen und das Spiel beenden, so schnell es geht.

Stärken: Gut gegen Kreaturen-Decks, wie Humans, Affinity, Infect.

Schwächen: alle Arten von Tron und Decks, die grindyer sind, z.B. Abzan.

Besonderheit: Zieht Karten.

Persönliche Note: evtl. Goblin Rabblemaster maindeck

Die dritte Option kommt tatsächlich von Holex‘ Nachbar-Blog. Jund ist immer voll gepackt mit Interaktion, zieht Karten und mit Rabblemaster hat es einen Threat, der früh kommt und sofort beantwortet werden muss.

Alle Decks haben ein paar Dinge gemeinsam. Ihr merkt es schon. Ich steh‘ auf das Sammeln von vollständiger Information, bei dem man nebenbei noch Karten aus der Hand des Gegners abwirft, gegnerische Kreaturen tötet und auch mal mit Fulminator Mage aus dem Sideboard ein Man- oder Tronland zerstört. In allen drei Decks findet sich eine Anzahl an Thoughtseize, Inquisition of Kozilek und Fatal Push. Das hat vermutlich damit zu tun, das Schwarz die beste Farbe in Modern ist. Auch Reid Duke hat das erkannt und dem Thema gleich eine ganze Artikel-Serie gewidmet, die ich jedem Fan von Schwarz, aber auch jedem Modern-Spieler nur ans Herz legen kann! Zum Thema Jund habe ich außerdem zuletzt einen Podcast mit Keith Capstick gehört, der – ähnlich Reid – nicht von dem Deck loskommt und auch einige interessante Dinge zu sagen hat.

Weil man aber nicht immer dieselbe Hälfte vom Deck zieht und um diesen Blog-Eintrag noch etwas aufzulockern, habe ich ein paar Sample-Hands für euch kommentiert:

Sample Hand – Abzan

Zwei Länder, mit denen wir alle nötigen Farben zur Verfügung haben, einen Discard Spell, und genügend Druck hinterher in Form von Tarmogoyf und Liliana of the Veil! Was will man mehr? Nun, mehr will man tatsächlich noch eventuell ein Land, aber viel wichtiger, ein Removal, das man auch in den ersten paar Zügen spielen kann. Path to Exile ist hierfür nicht gerade bekannt, aber einen Nachteil muss die Hand ja haben. Außerdem sind wir insofern flexibel, dass wir mit Inquisition of Kozilek den 1- oder 2-drop abwerfen und den Path für später aufheben können. Insgesamt eine recht ausgewogene Hand, die sowohl gegen Kreaturen-, als auch Control-Decks gut ist.

Sample Hand – GDS

Kann man sich als GDS-Spieler eine bessere Hand wünschen? Zug 1 Street Wraith -cycle, fetch auf 15 Lebenspunkte, ein Thoughtseize für den Gegner und dann haben wir immer noch Optionen (kek), um noch eine oder zwei Karten zu finden, die unseren Shadow aktivieren bzw. können auch noch eine gegnerische Kreatur abstellen. Das ist mit linear gemeint! Top!

Sample Hand – Jund

Bei dieser Hand haben wir zwar keinen Discard-Spruch, was wir uns in Jund für den ersten Zug generell wünschen, aber immerhin ist ein Fatal Push für frühe Kreaturen des Gegners vorhanden. In Zug 2 würde ich auf jeden Fall den Dark Confidant legen, um ggf. noch in Discard-Sprüche reinzuziehen, die wir dem Gegner um die Ohren hauen können! Keine ultra-starke Hand, da wir auch nicht wissen, ob wir unbedingt auf Kreaturen treffen, aber insgesamt doch sehr flexibel und durchaus solide.

Die Listen

Bis auf die 5 Lilianas ist mein Abzan ziemlicher Standard. Die Sideboards sind natürlich immer „work in progress“, ob wir wirklich 4 Slots für Fulminator Mages hergeben möchten, wäre noch zu diskutieren. Auch das Back to Nature rührt eher von meinem lokalen Meta her. Die Dark Confidants tausche ich je nach Tagesform durch 3 Noble Hierarch und einen 4-drop meiner Wahl aus. Dazu könnt ihr gerne einen meiner vorherigen Artikel durchlesen 🙂

Spielt nie 19 Länderin diesem Deck, glaubt mir! Das nur so nebenbei. Der vierte Street Wraith ist bei mir quasi ein Dismember, weil mir der life loss manchmal zu viel und das Removal etwas zu wenig war. Würde ich auch tatsächlich so lassen. Andere „Besonderheit“ sind 3 Stubborn Denial, weil ich das recht effektiv finde, um die wenigen Threats, die wir haben, zu beschützen. Da lohnt es sich manchmal, den Threat erst mit Denial-Backup auszuspielen, wenn man sonst keinen mehr in petto hat. Ansonsten wird die Liste meinem Spitznamen gerecht.

Hier wieder eine stock list, liegt zum Teil daran, dass ich noch nicht soviel damit gespielt habe, wie mit den anderen. Viel würde ich auch nicht mehr ändern, denke ich, außer vielleicht, ein drittes Manland reinzustopfen. Die Gründe, Jund zu spielen, sind natürlich allen voran Kolaghan’s Command für mehr Optionen und Olivia Voldaren in einem Meer von Lingering Souls Token bzw. weil sie für sich selbst schon ein guter Threat ist.

Die Entscheidung

Um ehrlich zu sein: im Moment habe ich mich noch nicht entschieden. In letzter Zeit habe ich aber die meisten Matches mit Abzan und GDS bestritten, sodass auf Jund am Ende eher nicht die Wahl fallen wird. Während mir Abzan schon länger gute Dienste leistet, gefallen mir die Entscheidungsbäume und die Flexibilität von Snapcaster-Decks immer mehr. Das macht einen einerseits überglücklich, wenn man durch ein schlaues play ein Spiel gewinnt, andererseits frustriert es umso mehr, wenn einem im Nachhinein auffällt, dass man die schlechteste von 3 möglichen Entscheidungen getroffen hat. Daher werde ich vermutlich erstmal an den Sideboards von den beiden übrigen Decks basteln, nebenher am Wochenende die Pro Tour verfolgen und mich dann relativ kurzfristig für das Deck entscheiden, mit dem ich mich kurz vor dem Grand Prix am wohlsten fühle!

Ich hoffe, euch hat der kleine Ausflug in meine Welt gefallen und freue mich über jegliche Kommentare, konstruktive Kritik und Erfahrungen bezüglich aktueller Modern-Listen! 🙂 Folgt meinem Twitter unter @75Slots, um euch z.B. während GP Lyons meine Updates reinzuziehen!

– euer Nico

Netdeck-Nico

Content Creator, Midrange-Liebhaber und Katzen-Fan von MagicBlogsDe. Mehr über mich findet ihr in meinem Steckbrief und meine Artikel gibt es hier im Archiv. Weitere Infos und Neuigkeiten findet ihr auf meinem Twitteraccount @75Slots.

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1 Antwort

  1. 6. März 2018

    […] wäre ein Blogpost über einen Grand Prix ohne darauffolgenden […]

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