Blast from the Past (16) – Fazit Grün

Cheerio und herzlich willkommen zurück bei Blast from the Past!

Heute folgt die langersehnte Zusammenfassung zur Farbe Grün in Magic und meine handverlesene Top 5 der besten grünen Karten in Magic: the Gathering.

Grün steht in Magic für das Überleben des Stärksten Survival of the Fittest, das Wiederverwerten bereits genutzter Ressourcen Regrowth und die Macht ungezügelten Wachstums Giant Growth, sowie die dafür notwendigen, unterstützenden Elemente, wie die schnelle Erweiterung der eigenen Ressourcen Rampant Growth.

Eine der häufigsten Eigenschaften von Grün ist das Brechen der „ein Land pro Zug“-Regel durch Karten wie Boundless Realms oder Burgeoning. Dadurch kommt man schneller an das nötige Mana, um seine entscheidenden Treter oder sonstigen kritischen Elemente zu legen. Zu bedenken ist hier auch, dass Grün zwar nicht in der Lage ist, explosiv viel Mana auf einmal zu generieren wie die Farbe Schwarz (Dark Ritual), das Land aber dafür im nächsten Zug wieder zur Verfügung steht, was für nachhaltige Managewinnung sorgt.

Nun zur eigentlichen Liste:

Der Ehrenplatz geht an:

Plow Under

Die Karte sieht, wie viele Karten in Grün, erst einmal nicht besonders spektakulär aus, greift aber mehrere Instanzen des Gegners gleichzeitig an. Der Gegner verliert Länder, was ihn von bestimmten Farben oder Utility-Karten, wie Maze of Ith, abschneiden kann. Außerdem entscheidet man darüber, was der Gegner als nächstes zieht. Wenn es sich dabei auch noch um Länder wie Lotus Vale handelt, wirft man den Gegner sogar noch weiter zurück. Durch Wiederverwertungseffekte, wie Recollect kann man den Gegner nahezu beliebig in einer Starre der Hilflosigkeit halten, während man seine eigene Position weiter ausbauen kann.

 

Platz 5

Eternal Witness

Deine beste Karte wurde neutralisiert? Deine Kombokarte wurde abgeworfen? Du brauchst nochmal diesen Lightning Bolt? Die Antwort darauf kommt in Form der Rekursiv-Karten in Grün daher, bei denen Regrowth und Eternal Witness aufgrund des Kosten-/Nutzenverhältnisses die Klassenbesten darstellen. Die Zeugin halte ich generell für etwas besser, da sie eben noch eine Kreatur ist und mit ihr dadurch mitunter sehr absurde Dinge möglich sind, wie bspw. Chord of Calling für X=3, bringt die Eternal Witness ins Spiel und holt den Chord of Calling wieder auf die Hand zurück, um im nächsten Zug ohne weiteren Karteneinsatz den Chord of Calling für X=4 spielen zu können, der den Felidar Guardian sucht, um die Eternal Witness zu blinken, um den Chord of Calling wieder zu holen usw. usw. …

 

Platz 4

Exploration

Wie wir weiter oben schon festgestellt haben, ist das Brechen der „ein Land-pro Zug“-Regel ziemlich dämlich, deswegen Platz 4. (Fastbond ist in weniger Formaten spielbar, deshalb Exploration)

Platz 3

Sylvan Library+Abundance aka die grüne Necropotence

Hier sehen wir eine der stärksten Kartenzieh-Kombinationen, die das Spiel hergibt. Wie funktioniert das Ganze genau? Zunächst würde man in seinem Ziehsegment eine Karte ziehen, was durch Abundance ersetzt wird. Dann aktiviert man die Sylvan Library um 2 weitere Karten zu ziehen, was wiederum durch Abundance ersetzt wird. Normalerweise müsste man pro gezogener Karte nach der ersten vier Lebenspunkte für die Sylvan Library bezahlen, aber man hat ja keine Karten gezogen, weswegen diese Zahlung entfällt. Zusammengefasst: man bekommt jeden Zug drei Land-/Nichtlandkarten nach Wahl, ohne einen Nachteil zu erleiden.

 

Platz 2

Noble Hierarch

Bisher bester Manaspacken. Ende.

 

Und der erste Platz auf der Liste meiner grünen Karten geht an:

Gaea’s Blessing

Warum genau diese Karte? Zunächst schauen wir uns einmal an, was die Karte genau zu leisten im Stande ist:

  • Bis zu drei Karten irgendeines Spielers wieder zurück zu mischen, kann auf mehrere Arten genutzt werden. Zum Beispiel, um den Friedhof des Gegners leer zu halten oder eigene wichtige Karten bzw. wichtige Karten eines Mitspielers wieder ins Deck zu mischen.
  • Die Karte ersetzt sich in jedem Fall selbst, was die tatsächliche Kartenmenge, mit der man arbeitet, reduziert und dadurch die Konsistenz erhöht.
  • Es gibt auch im Casualbereich traurige Gestalten, die Mill für ein gut spielbares Deck halten, durch den eingebauten Reshuffle ist Gaea’s Blessing eine Möglichkeit, die einen ganz automatisch nebenbei gegen solche Strategien absichert.

Darüber hinaus bin ich ein sehr großer Fan des Malstils von Rebecca Guay und Gaea’s Blessing kann mit Sicherheit zu ihren zeitlosesten Kunstwerken gezählt werden.

 

Damit sind wir mit unserem Ausflug in die schöne, grüne Kartenauswahl in Magic am Ende angekommen. Seid auch beim nächsten Mal dabei, wenn es wieder heißt „Blast from the Past-Was wurde aus?“

Bis dahin, stay tuned

euer micha

micha

Ich schreibe für euch über die Constructed Formate Legacy und Modern, Limited ist nicht mein Ding. Mehr über mich findet ihr in meinem Steckbrief und meine Artikel gibt es hier im Archiv.

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1 Antwort

  1. Freakle sagt:

    Da lockt der Micha mich mit einem Bild des Deathrite und dann ist der nicht mal in der Liste 🙁

    ich hätte gedacht dass du Cultivate / Kodama’s Reach auch noch irgendwo in der Liste unterbringst, das Blessing auf 1 kam doch unerwartet 😀

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