GP Bochum – weniger Geld und kein Geld

Tja, Suchtprävention muss wohl sein, dank Glücksspielstaatsvertrag darf beim Grand Prix  Bochum kein Preisgeld ausgeschüttet werden. Stattdessen gibt es Techniksspielzeug und Shirts als Preise, naja. Damit konnte ja keiner rechnen! Not! Ich glaub den Wizards auch nicht, dass sie davon überrascht sind und unterstelle einfach mal, dass diese News absichtlich erst drei Tage vorher rausgehaun wurde – da sind die Reiseplanungen der Spieler mit weiterer Anreise ja schon abgeschlossen.  Schaun wir mal, ob es ihnen beim GP Hamburg nächstes Jahr auch erst kurz vorher auffällt…

Einzig positiver Nebeneffekt: Wizards steckt die gesparte Kohle (Retailpreis != Einkaufspreis) nicht in die eigene Tasche sondern senkt die Entry Fee vom GP von 35€ auf 15€.

Das könnte Dich auch interessieren...

42 Antworten

  1. TobiH sagt:

    „Wizards steckt die gesparte Kohle (Retailpreis != Einkaufspreis) nicht in die eigene Tasche sondern senkt die Entry Fee vom GP von 35€ auf 15€.“

    Ich bin beileibe kein Fan der Änderung (und insbesondere der kurzfristigen Ankündigung), aber das ist schon eine ziemlich verzerrende Darstellung. Der Verlust beim Startgeld dürfte WEIT über den Einsparungen bei den Preisen liegen. Mindestens doppelt so hoch und fünfmal so hoch würde mich auch nicht wundern!

    1) Wizards sind nun mal kein Vertriebspartner für Elektronik und bekommen dementsprechend auch kaum dieselben Einkaufskonditionen wie der Saturn/Mediamarkt um die Ecke.

    2) Sie haben den „retail value“ nicht gerade hoch angesetzt.

    3) Wie groß die Mindereinnahmen beim Startgeld wiederum sind, hängt natürlich von der Spielerzahl ab. Aber falls diese die 1000 unterschreitet, kann man ja nicht einfach behaupten, der Verlust wäre <20.000€. Vielmehr wäre eine solch niedrige Teilnehmerzahl ihrerseits ebenfalls Resultat der Änderung, also ebenfalls ein Verlust.

    • René Appel sagt:

      wie kann es denn sein, dass das erst jetzt bekannt wird, dass der gp in bo ist steht doch schon ewig fest! warum wird sowas nicht im vorfeld mit den zuständigen behörden geklärt ? sondern erst 3 tage vorher? wie wäre es wenn wotc JETZT für HH anfragt ?

      • Ormus sagt:

        Ich denke da gibt es nicht viel anzufragen. Ich gehe davon aus, dass auch für Hamburg Sachpreise angesagt sind. Stellt sich die Frage, wie WotC dann das Startgeld ansetzt, ich denke das wird abhängig vom Erfolg vom GP Bochum entschieden.

        • René Appel sagt:

          natürlich gibt es da was anzufragen… das sind unterschiedliche bundesländer…und die pt damals in berlin zb lief ja auch…es hängt denke ich stark vom jeweiligen amt ab… und vor allem ist es halt das allerletzte sowas erst kurz vorher zu sagen…

    • Ormus sagt:

      1) Ich denke man wird da trotzdem noch günstig einkaufen können.

      2) Du hast recht, habe das gerade kurz nachgeschaut, die Retail Werte sind wirklich vernünftig angesetzt.

      Ich habe wohl etwas agressiv formuliert, aber diese Änderung jetzt so kurz vorher rauszuhauen (obwohl die rechtliche Lage ja schon lange klar ist), das hat schon mehr als einen bitteren Beigeschmack…

  2. Zeromant sagt:

    Eine Frage, die sich mir da stellt: Machen Wizards bei einem Eintritt von 15 Euro überhaupt noch Gewinn pro Spieler? Ich denke, ja, da sie ihr eigenes Produkt ja sehr, sehr günstig bekommen und ihre hohen Eintrittspreise ja damit begründet werden, dass sie nicht unter dem empfohlenen Verkaufspreis liegen wollen. Insofern ist die vermiedene Verringerung, möglicherweise sogar Erhöhung der Teilnehmerzahl ja auch ein Mittel, den finanziellen Verlust ein wenig aufzufangen.

    Eine andere Frage ist die: Ist der Grand Prix INSGESAMT (also nicht nur das Main Event) ein Gewinn- oder Verlustgeschäft für Wizards? Hat jemand einen Überblick, wie viel über die Side Events eingenommen wird? (Eine Verringerung des Eintrittspreises für das Main Event wird sich sicherlich indirekt auf die Teilnehmerzahlen bei den Side Events auswirken.) Wenn die ganze Geschichte eh nur eine Promoveranstaltung ist (und also aus dem Werbeetat finanziert wird), dann sind diese entgangenen 20000€ auf Grund des niedrigeren Eintritts eh Peanuts – klar, das können (wollen) sie nicht bei jedem GP machen, aber einmal ist da kein Mal. Oh, und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie diese Sachpreise NICHT zu sehr günstigen Konditionen kriegen.

    Wenn ich zwei oder drei Byes (Rating oder Trial) hätte, dann würde ich in meine Überlegungen, zu einem GP zu fahren, ganz bestimmt auch die Chance meine Unkosten zu refinanzieren einfließen lassen. Ich denke, das betrifft durchaus einige Leute, die nicht wirklich in erster Linie auf PT Points hoffen.

    Der niedrigere Eintritt wurde gemacht, um niedrigere Teilnehmerzahlen (schlechte Publicity) zu vermeiden, und das Konzept wird aufgehen, weil einfach deutlich mehr lokale Spieler aufkreuzen werden. Die Informationspolitik, sowie die langfristige Planung ist jedoch schlicht miserabel, und die Art und Weise, wie eine Minderheit (diejenigen Spieler, die berechtigte Aussicht auf Geldpreise hatten) durch Geldgeschenke an die große Mehrheit mundtot gemacht wird, schäbig. Mir kann keiner erzählen, dass Wizards diese Angelegenheit nicht besser hätten regeln können, wenn sie sich wirklich Mühe gegeben hätten – aber in ihrer Prioritätenliste steht das halt ganz unten. Ein Geldgeschenk in fünfstelliger Höhe an die Spieler können sie sich da mal eben aus den Rippen schneiden; das geht.

    Die im P-Forum aufgebrachte Frage, wie man seinen tollen Flachbildschirm als Preisträger eigentlich nach Hause bekommen soll, finde ich übrigens auch nicht irrelevant…

    Und noch ein Gedanke: Wenn GPs in Deutschland bereits dermaßen problematisch sind – kriegen wir dann jemals wieder eine Pro Tour?

    • René Appel sagt:

      also sorry auch wenn 20k im werbeetat von hasbro im verhältnis zur gesamtsumme ein minimaler bruchteil ist sind 20k trotzdem 20k… das wird oft vergessen… jeder unternehmensbereich ist nen eigenes profitcenter und man kann dass nicht einfach dem gesamtetat gegenüberstellen….und sich mal eben aus den rippen schneiden.. da wird der orgaverantwortliche sicher kräftig auf den deckel kriegen…

      nichtsdestotrotz ist das natürlich schwach wie beschissen die planung gelaufen ist…gerade im kontext vergangener gps in good ol germany.

      hat wotc sich zum transport der sachpreise nicht geäußert? zb dass versand übernommen wird? gerade für leute wie lsv oder sowas sicher sehr relevant…(überseeversand von schweren technischen geräten ist mit zoll usw kein spass)

      wenn wotc weiter so lernfähig bleibt… klar kriegen wir dann ne pt.. auch ohne preise 😉

    • Ormus sagt:

      Es würde mich wundern, wenn man die Sachpreise in die Hand gedrückt bekommt, die werden sicher geliefert (teilweise hat man ja auch die Wahl zwischen zwei Preisen). Es ist ja auch eine internationale Veranstaltung und ein potentieller amerikanischer Sieger könnte mit europäischen Geräten auch nur begrenzt etwas anfangen (Stichwort Netzteile und Co.).

      Der Staatsvertrag wurde von allen Bundesländern unterschrieben, also hängt es am Ende immer an der Einteilung: Ist Magic ein Glückspiel – ja oder nein? Unwissende Behörden sehen dann Leute Karten mischen und damit ist es automatisch ein Glücksspiel für sie.

  3. daxx98 sagt:

    Ist doch das gleiche wie letztes Jahr in Hannover, nur dass da erst am Freitag vor dem GP bei der Anmeldung bekannt gegeben wurde, dass es kein Preisgeld gibt.

  4. TobiH sagt:

    „Oh, und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie diese Sachpreise NICHT zu sehr günstigen Konditionen kriegen.“

    Ja, klar bekommt man Rabatt, wenn man zu irgendeinem Endverkäufer hingeht und dem erzählt, dass man Ware im Wert von 25–30000 Euro kaufen will. Aber genauso klar bekommt man nicht DESSEN EK-Preis.

    „[Ich würde] in meine Überlegungen, zu einem GP zu fahren, ganz bestimmt auch die Chance meine Unkosten zu refinanzieren einfließen lassen.“

    Die kannst du weiterhin genauso gut refinanzieren. Die Sachpreise entsprechen dem Gegenwert der ursprünglich veranschlagten Geldpreise nicht nur, sie gehen darüber zumindest ein Stück weit hinaus.

    „die Art und Weise, wie eine Minderheit (diejenigen Spieler, die berechtigte Aussicht auf Geldpreise hatten) durch Geldgeschenke an die große Mehrheit mundtot gemacht wird, [ist] schäbig.“

    Der Minderheit entsteht aber kein nennenswerter Schaden.

  5. Mal ganz ehrlich ,so überraschend ist das doch nicht vor 2 Jahren beim GP Hannover war es ähnlich .Diesmal gibt es halt vernüftige Sachpreise und keine 30 Displays für den ersten .

    Wie schon jemand im Planetmtg Forum geschrieben hat wird Wizard die Änderung schon mindestens seit 2 Wochen wissen.Das ganze wurde halt erst jetzt bekannt geben ,damit die Teilnehmerzahl hoch genug bleibt .

    Mich persöhnlich freud es das ,daß Startgeld nur 15€ beträgt .

    • TobiH sagt:

      Bei allem, was ich bisher geschrieben habe, möchte ich folgende zwei Punkte aber unbedingt unmissverständlich festhalten:

      1. DASS sie es erst jetzt bekanntgegeben haben, ist ein Skandal!

      2. Dass die Startgeldreduktion für die meisten Spieler einen größeren Vorteil darstellt als die Änderung der Preise eventuell einen Nachteil, darf kein Argument bei der Bewertung des Ganzen sein. Wenn sie das tatsächlich als Mittel einsetzten, um die Mehrheit gegen die Minderheit auszuspielen, wäre das in der Tat schäbig.

      • René Appel sagt:

        @1 du sitzt doch auf alle fälle dichter an der quelle als wir ottonormal playere, gibt es denn eins tatement warum es erst jetzt bekanntgegeben wurde?

        @2 und es wäre sicher auch schlecht vom marketingstandpunkt her die pros so anzupissen… denn die schreiben ja die meisten artikel und werden sich da sicher noch en masse dazu äußern!

  6. Sherlock sagt:

    Nichts für ungut, aber ich finde es schon ein bisschen witzig, worüber sich „die Community“ die Köpfe heiß redet.

    Für mich ist die Sache ganz einfach:
    Vermutlich fliege ich relativ schnell raus, weil ich die Qualifikationsmarke schon nach Runde drei oder vier nicht mehr schaffen kann. Also geht es für mich um das Erlebnis, mal GP mitgemacht zu haben.
    35 EUR hätte ich dafür nicht in den Ofen geschossen, aber für 15 EUR und sechs Booster im Gegenwert bin ich dabei.

    Was nun Wizards durch die neuen Sach- und Eintrittspreise an Gewinneinbußen hat, ist mir relativ egal. Und außerdem für uns hier auch nicht ansatzweise zu klären, ohne genauere Kenntnis über die Kostenrechnung von den Jungs zu haben. Je nachdem, wie sich die Kostenstruktur des Events darstellt (Trennung nach Fixkosten pro Teilnehmer und variablen Kosten) kann es durchaus sein, dass WotC da ganz gut raus kommt.

    • René Appel sagt:

      egal sein können einem die gewinneinbußen von wotc nur sein wenn man extrem kurzfristig denkt… wenn sie nämlich zu groß sind wird das ganze eingestampft….

      • Sherlock sagt:

        Und dieser Einschätzung kann man nur folgen, wenn man extrem pessimistisch ist.

        Mal im Ernst:
        Bei diesem GP scheint in der Orga etwas schief gegangen zu sein. Für die Zukunft kennt WotC den Glückspielstaatsvertrag und wird das in die Planung einbeziehen. Was das genau heißt, werden wir im nächsten Jahr in Hamburg sehen…

  7. Zeromant sagt:

    Da fällt mir gerade etwas ein:

    Wurde in der Diskussion um den GP Hannover nicht gesagt, dass Wizards gar keinen höheren Eintritt als 15 Euro nehmen DURFTEN, eben wegen der Glücksspielproblematik? Dann wäre das natürlich weniger ein Bonbon an die Spieler, als vielmehr die einzige Möglichkeit, das Event überhaupt durchzuführen!

    • Ormus sagt:

      Du Fuchs, das hätte ich noch wissen sollen aus meiner Pokerzeit!

      Derzeit ist das öffentliche Pokerspiel gegen Geldeinsatz und mit Gewinnmöglichkeit nur in staatlich-konzessionierten Spielbanken erlaubt. Öffentliche Pokerturniere, die durch private Personen oder Unternehmen veranstaltet werden, gelten als legal, wenn das Eintrittsgeld der Teilnehmer 15 Euro und der mögliche Gewinn 40 Euro nicht überschreiten. Bei Überschreitung dieser Beträge liegt sowohl für den Veranstalter als auch für die Spieler ein Strafbestand vor.

      Sieht wirklich danach aus, als wäre WotC da blind ins offene Messer gerannt…

      Quelle Zitat: Uni Hohenheim

  8. klau_s sagt:

    Erst dachte ich, nach GP Hannover es gibt keine turniere mehr in deutschland. Dnan doch GP Bochum und ich dachte die leute von wotc hätten was gelernt. Puste Kuchen. Ich find es eine Schweinerei. Hätt ich das früher gewusst wäre ich nicht hingefahren, genauso wenig wie zum GP Hannover.
    Was will ich mit nem scheiss sachpreis. Geschmäcker sind verschieden und den stress das ding zu verkaufen….Das muss doch der TobiH genauso sehen. Wie kann man das nicht als nachteil sehen.
    Und GP 15 euro wird ja nur gemacht, damit viele leute mitspielen.

    • Christopher Eucken sagt:

      Fahr mal ruhig hin und hol dir einen Sachpreis…du wirst womöglich zahllose Personen im selben Raum finden, die sowas gern haben würden….und dafür ist ein McDo nicht weit^^

  9. klau_s sagt:

    hmm da könnte AP recht haben mit den 15 euro

  10. René Appel sagt:

    was mich mal grundsätzlich interessieren würde, wie wird ein glücksspiel juristisch genau definiert? es muss ja genau einen grad geben ab dem der einfluss eine zufälligen elements (salopp eben „glück“) genau diese bedingung erfüllt, denn es kann ja nicht sein, dass jedes spiel bei dem nur irgendein random element involviert ist ein glücksspiel ist, dann wäre auch fußball, tennis usw ein glücksspiel…und die sind es ja laut unserer rechtslage defintiv nicht… und woran wird dieser wert festgemacht und wie genau ermittelt?

  11. Jörn sagt:

    Es gibt keinen Wert, und keine genaue juristische Definition. Ein Wert ist auch ziemlich unmöglich. (Man müsste auch erstmal ein ‚Spiel‘ definieren – ist es ein Duell, ein Match, ein Turnier?)

    • René Appel sagt:

      dass es ggf keinen wert gibt ok… aber es muss doch ne klare juristische definition geben… dass kann doch nicht einfach sachberater krause so at random jedesmal entscheiden ob das nen glücksspiel ist oder nicht…

  12. Dray Prescot sagt:

    Ist ja mal wieder toll. Kein Geld, aber wenigstens Sachpreise! Die Fluggutscheine von Hannover haben die Leute auch nicht so wirklich vom Hocker gehauen:(

    In Hamburg wirds auch kein Geld geben und das wird dann auch bedeuten, das nur wir Einheimischen uns dort begegnen werden. Denn niemand aus dem Ausland, der in Hannover und jetzt in Bochum teilnimmt, wird wieder nach Deutschland kommen!!!

    Ganz großes Kino!!!

  13. BiJay sagt:

    Eine Pro Tour hier in Deutschland sollte kein Problem darstellen, da dort kein Eintritt verlangt wird und das Turnier deswegen nicht mehr unter die Glücksspiel Regelung fallen sollte. (Angaben ohne Gewähr.)

    • René Appel sagt:

      aber die definition macht ja auch kaum sinn… es kann doch nicht sein, dass der glücksspielstatus nicht vom spiel selbst abhängt sondern davon ob es eintritt gibt? (wobei zutrauen würde ich es der schwachsinnigen deutschen justiz…)

      • BiJay sagt:

        Die Glücksspielregelung ist doch gerade deswegen, dass man nicht sein Geld verspielt. Wenn man keins einzahlt, kann man es natürlich auch nicht verspielen. Das macht eigentlich sehr viel Sinn.

        • René Appel sagt:

          lol ja stimmt… weil man kann sein geld ja auch nicht anders verpulvern… kaufsucht… da gibts keinen schutzmechanismus.. alkoholsucht..gibts auch keinen… aber das wobei man wenigstens noch seine grauen zellen anstrengt wird verboten…

  14. SDF sagt:

    Der Glückspielsattsvertrag verstößt gegen primäres Europarecht und muss daher unangewendet bleiben! jedenfalls hätten Ausnahmegenehmigungen erteilt werden müssen!

    EuGH vom September dieses Jahres:

    http://kanzlei-flick.de/EuGH_Lotto_Gl%C3%BCcksspiel.html

    ergo: wizards verarscht uns!

    • Zeromant sagt:

      So ein Quatsch!

      Selbst wenn diese Entscheidung eindeutig auf diesen Fall anzuwenden und auf nationaler Ebene sofort rechtsgültig wäre (das muss ein Jurist neurteilen; mir ist das zu kompliziert), ist es immer noch das Ordnungsamt, welches hier rechtswidrig gehandelt hat, nicht Wizards. Und gewiss ist es für Wizards billiger und sinnvoller gewesen, sich hier anzupassen anstatt auf ihr möglicherweise bestehendes Recht zu pochen und dabei eine Schließung des GPs durch das Ordnungsamt und die damit verbundene PR zu riskieren, selbst wenn sie im Nachhinein Recht bekommen würden.

      Es ist eben wieder die Informationspolitik. Irgendein Dummkopf im P-Forum (okay, nicht irgendeiner, sondern TMM, einer DER Dummköpfe) hat gefragt, wieso sich denn alle beschwerten, wenn doch alles jetzt viel besser sei! Nun, wenn die Konditionen des GP rechtzeitig vorher bekannt gewesen wären, hätte jeder seine Planungen darauf einstellen können, und wem es nicht gepasst hätte (und da gibt es einige, was auch deren Recht ist), der wäre halt nicht gefahren.

      • SDF sagt:

        Du als Apologet von wizards?

        Kundennähe sieht m.E. anders aus, und fragt nicht unreflektiert danach, ob etwas „sinnvoll“ ist.

        Man hätte auch andere Lösungen anvisieren und frühzeitig eine Ausnahme beantragen können. So wie es jetzt an die Öffentlichkeit kommt, stellt es sich so dar, als hätte wizards keine andere Wahl und das ist unrichtig. In diesem Punkt verkauft man uns für dumm. Ergo: man verarscht uns…

        Diese Möglichkeit sieht der Staatsvertrag jedenfalls vor. Ob es in NRW noch ein Spezialgesetz gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber auch dieses hätte Schwierigkeiten mit Niederlassung- und Dienstleistungsfreiheit….

    • Sherlock sagt:

      @SDF:
      Wenn ich mich richtig an die endlosen Vorlesung Staats- und Europarecht erinnere, lässt sich aus dem von Dir angeführten Urteil nicht automatisch eine Rechtsfolge ableiten. Vielmehr muss das Urteil des EuGH nun durch die nationale Regierung und Legislative in geltendes Recht umgesetzt werden.

      Ergo könnte es sein, dass sich in Zukunft eine Rechtslage ergibt, in der die Ausnahmegenehmigungen, auf die Du Dich beziehst, tatsächlich erteilt werden. Im Moment (also jetzt und heute) ist das aber Phantasie und Schneegestöber.

      Qualifiziertere Rechtsverdreher mögen mich korrigieren, wenn ich mich irre.

      • SDF sagt:

        Jurastudium schon länger her?

        spätestens seit Mangold ist anerkannt, dass ein VErstoß gegen primäres Europarecht zur Unanwendbarkeit deutschen REchts führt. Für diese ERkenntnis muss man nicht mal in die Vorlesung, stand zeitnah auch in der FAZ u.a.

        Auf einem anderen Blatt Papier steht der blue pencil test beim Staatsvertrag.

  15. rudeltier² sagt:

    Ich weiß zwar nicht obs schon beantwortet worden ist, aber bei PTs wirds da doch keine Probleme geben denke ich. einfach weils kein public event ist sondern nur bestimmte spieler zugelassen werden.

  16. Christopher Eucken sagt:

    Ich hab im Forum von PMTG bereits kommentiert, wie ich das sehe, ich flamm’s eben hier auch rein:

    Ich sehe das so:

    In Hannover wurde man hart überrascht und musste eilig umorganisieren, wie man an den nicht vorbereiteten Sachpreisen gesehen hat.
    DIeses Jahr wird man sich drauf eingestellt haben, dass es so kommen könnte, hat alternativ eine Sachpreispalette zusammengestellt falls…

    …ja falls denn auch in Bochum die Behörden dementsprechend einschreiten würden.
    Offensichtlich haben Wizards von den Behörden diesen Beschluß bekommen und konnten nun schneller (=professioneller) reagieren, indem die Alternative gezogen und präsentiert wurde.

    Ich kann und will mir einfach nicht vorstellen, dass Wizards darauf nicht vorbereitet waren und erneut ins offene Messer rennen.

    Falls die Meinung besteht, die Mitteilung sei zu kurzfristig, will ich gegenhalten, dass mir kürzlich ein Ordnungsgeldbescheid wegen eines abgelaufenen Persos zugestellt wurde (letzte Woche)…..den Ausweis beantragte ich im Juni, erhielt den neuen mitte Juli und nun rund 3 Monate (!) später die Zustellungsurkunde.

    Es kann durchaus die langwierige Bearbeitung sein, die dazu führte, dass wir erst jetzt davon erfahren.

    Davon abgesehen, zeigt auch der Umfang der Preispalette, dass man sich vorher vorbereitet haben muss – das fällt einem nicht in 15 Min ein. /paste ende

    Eine Pro Tour in Deutschland ist (siehe Berlin 2008) offensichtlich kein Provblem, da eventuell kein Eintritt dafür verlangt wird. Am möglichen Gewinn kann’s nicht liegen, wenn man GP Win und PT Win payout vergleict, solltze es deutlich sein.

    Möglicherweise werden GPs in Deutschland von einem in Deutschland ansässigen Veranstalter durchgeführt. Eine Pro Tour wird mMn von einem ausländichen (USA, in Europa: Belgien?) Veranstalter durchgeführt.

    Schaut euch doch mal diese ganzen Pokerturniere an, die es hier gab und gibt. Da werden Millionen über den Tisch gereicht und gewonnen, und kein Ordnungsamt der Welt verbietet dies.

    Warum ist das so?

  17. MyMaBlo sagt:

    Mich würde ja brennend interessieren wieviel Prozent der Spieler, die hier jetzt Zeter und Mordio schreien tatsächlich regelmäßig Top64 bei GPs machen und für wieviele mtg-Preisgelder die Haupteinnahmequelle ist.
    Soweit ich informiert bin kann man die deutschsprachigen Pros an einer Hand abzählen und für diese sind ProPoints sowieso wichtiger. Alle anderen belügen sich selbst, wenn sie sich einbilden bei GPs jetzt das große Geld machen zu können.
    Da bei GPs, im gegensatz zu PTs, die ausgeschütteten Summen eigentlich lächerlich sind und eher symbolischen Wert haben gehen die Sachpreise meiner Meinung nach total in Ordnung, vorallem da Wotc durch die deutsche Gesetzeslage die Hände gebunden sind. Genau so wie beim niedrigeren Eintrittspreis. Interessant, wie man sich sogar darüber aufregen kann und gleich „Verschwörung“ schreit.
    Warum jetzt einige so überrascht tun ist mir auch nicht ganz klar. in Hannover war es doch genau so und seitdem hat sich die Gesetzeslage/Rechtsprechung nicht geändert.
    Sicher, gute Informationspolitik ist etwas anderes, aber Mitdenken ist ebenfalls nicht verboten!

  18. MyMaBlo sagt:

    PS: Der Gewinner kann sich nach dem Tunier gerne bei mir melden. Ich würde ihm seine Sachpreise sofort um umgerechnet 2512,65€ abkaufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.