Tier1Con Malmö 2022

Moin Leute, Ed ist mein Name und ich bin der freundliche Asiate aus der nördlichen Nachbarschaft – genauer gesagt aus Kiel. Seit ca. 2003 bin ich mit Magic fest verwurzelt. Gestartet habe ich mit Legacy damals über Modern bis hin zu gelegentlichen Standard Events. Doch seit ein paar Jahren fühle ich mich im (c)EDH zu Hause. Daher freue ich mich hier ein paar Gedanken dazu mit euch zu teilen und euch von der Tier1Con zu berichten!

Day 1: Anreise und Fanboy Moments auf der Tier1con

Zur Vorbereitung zur Tier1con gab es nicht viel zu sagen, ich wusste mein nächstes größeres Event muss cEDH (competetive Commander) sein. Weil das Format einfach absolut bock macht! Ich mein, soviel Power in so vielen Decks und möglichen Interaktionen sind einfach nur pure love. Für Rocco, Cabaretti Caterer als Commander hab ich mich entschieden quasi als er gespoilert wurde. Auf dem Discord fand ich auch schnell eine Liste, die mir zusagte: KLICK!

Folgende Änderungen hab ich an der Liste noch vorgenommen:

Red Elemental Blast
Savage Summoning
+ Archivist of Oghma
+ Swords to Plowshares

Food Chain Tutor für beide Parts in der Commandzone klang stark für mich. So wie etliche andere Lines mit Dockside Extortionist und Temur Sabertooth/Emiel the Blessed ließen mein Herz höher schlagen.

Turn Zero: Zug Eins nehmen aka Anreise nach Malmö

Freitag früh bin ich problemlos in Kiel in die Bahn gestiegen und 60 Minuten später etwa war ich in Schleswig. Womit sich dank einer Verspätung der Deutsch/Dänischen Bahn bei jedem weiteren Anschlusszug  meine Wartezeit etwas verkürzte. Es spielte mir sozusagen in die Karten^^

Angekommen am Hotel klappte das einchecken problemlos. Erst einmal aufs Zimmer. Frisch machen und Sachen ablegen.

Denkste!

Die Fahrstuhltür ging auf und mir gegenüber stand der erste Social Media Storm Star Kai Sawatari, der relativ frisch wieder in der EU war. Da er zuvor sieben Jahre in Japan lebte und für TokyoMTG arbeitete. Kurz ausgetauscht und weiter aufs Zimmer – nach einem kurzen Ausblick aufs Ufo und einer kalten Dusche ging es frisch an die Site direkt gegenüber des Hotels! Großer Pluspunkt für mich, da ich eine Orientierung wie eine Qualle besitze.

Gott habe ich diese Stimmung vermisst!

Alle Leute haben einfach nur bock auf eine geile Zeit mit geiler Pappe.

Ich treffe recht schnell auf Mons von cEDH TV auf YouTube, dem Youtuber, dem ich verdanke hier zu sein. Seine Art Videos zu machen und Leuten das Format näher zu bringen, ist einfach klasse.

Fanboy Moment des Todes als er fragte, ob wir nicht eine Runde spielen wollen. Den Rest des Tages spiele ich ganze sieben Runden cEDH und lerne noch viel mehr über das Format und über mein Deck, welches ich am Dienstag zuvor das erste mal spielen konnte. Ragavan liebt mich und ich liebe Ragavan. Dazu aber später mehr.

Nach den ganzen Matches erstmal zusammen mit Mons in die Mall und mit Snacks und Cola eingedeckt – alles super nah am Hotel. Nach dem Einkauf noch schnell ein Sub verdrückt und es ging wieder zurück auf die Site, mal die Deutschen suchen.

Gesagt, getan, gefunden! – Flensburger am Start, Hamburger am Start und noch mehr Leute aus der Republik.

Hier und da spielen Leute noch ihre Events zu Ende. Ich drehe nochmal eine Runde und treffe weitere Leute. Unter anderem Cameran vom Play to Win YouTube-Channel.  Zack ein Foto gemacht.

Und wieder Zurück am Tisch der deutschen Spieler, dort saßen nur 5 Leute für einen sechs-Mann Pauper Cube. Da sehe ich mich doch – zack einen Platz gejoint!

Später erfahre ich, dass das der Cube von Andrea Mengucci ist, der auch prompt ein Foto von uns macht und auf Twitter teilt. Great 👍!

Geiles 4-Color Deck gedrafted und 2:1 gegangen. Wir waren alle irgendwie sehr blau von den Decks her. Aber kaum einer Schwarz, sagte mir die Pestilence als sehr gute Schwarze Karte. Als last Pick.

Shit Happens!

Ich hatte ein U/R Counterburn-Deck mit schwarzen und weißen Karten als Splash. First Pick war Lightning Bolt, im ersten Booster kam noch etwas später ein Capsize hinzu, das ich als sehr brokene Karte im Kopf hatte. Alle drei Runden machen super viel Spass. Gehe dann aber am Ende doch nur 2-1.

Nach den Draft ging es auch zügig zurück aufs Hotelzimmer und es wurde sich in den Schlaf getappt – pünktlich um Mitternacht.

Day 2: Das C in cEDH steht für Casual oder Competetive???

Ich erwache morgens aus dem Schlaf pünktlich um fünf (5!) Uhr das erste mal. Also nochmal umgedreht und etwas weiter gepennt aber auch nur bis 7 Uhr. Doof nur, dass das Frühstück für 8:30 gebucht ist.

Erstmal geschaut ob, das UFO noch da ist. – CHECK!

Duschen? – CHECK!

Unausgeschlafen? – Negativ.

Great!

Hotelfrühstück ist einfach, aber effektiv. Rührei aus diesem Eiweißkonzentrat und fettiger Bacon sind einfach herrlich und sollten auch lange Zeit das einzige sein, was ich heute esse. Zurück aufs Zimmer Sachen gepackt und los. Brauch ja nur über die Straße.

Angekommen an der Side nochmal ausgecheckt, wann cEDH los geht, da man mir sagte, dass es nicht vor dem Modern Mainevent losgehen würde.  Welches wiederum aber nicht vor 11:00 Uhr erwartet würde.

Also hab ich die Zeit zum Karten signieren Genutzt bei Mark Tedin.

Eine kleine aber feine Schlange war vor uns da, aber da die meisten ihre Sachen altern lassen wollten, ließen sie uns vor –  signieren geht ja schließlich schnell!

Auf meiner Agenda standen 10 Karten, davon 9 Balothen für meinen Local Judge Hero™ Tim, welcher mir immer alles Mögliche leiht, wenn ich rechtzeitig frage. (Danke dafür nochmal!)

Und ein Swords to Plowshares mit Shadow Unterschrift für mich.  Die neue Playmat wurde sich ebenfalls gegönnt inklusive Unterschrift.

 

11:34 Uhr – MODERN Players find your seat!!!

Satte 90 Minuten Verspätung für die Modernen Jungs von heute hieß es dann. Sprich unser cEDH Runde startet pünktlich um 12:00 Uhr.

Wer kennt es nicht, Verspätungen in Turnieren?!

Time for Hells Balls!

Match 1 –  Pairings in Turn Order: Rocco, BlueFarm (Tymna/Kraum), Tayam, Kroxa

Starte mit einer guten Hand aus Lotus, Mana Vault, Forest, Triome, Archivist of Ogma, Kiki-Jiki, Mirror Breaker und Worldly Turtor. Meine Pläne einen schnellen Sieg zu erlangen, werden zunichte gemacht, als der Collector Ouph resolved beim Tayam Spieler. Der Ouphe schaltete nicht nur mein Fastmana aus, sondern auch ein Sword of Fire and Ice. Welches direkt in den Zug reingelegt wurde, als der Ouphe bereits das Spielfeld betrat.

Shit Happens!

Also doch kein fast Game für mich. Dann halt lieber stacksy? Mit Archivist, der mir hier und da ein paar Karten zieht und Leben gained. Der Kroxa-Spieler etabliert über mehrere Züge hinweg doch ein imposantes Board mit Tinybones, Liliana’s Caress sowie mit Anvil of Bogardan. Was uns zwar einen Kartenvorteil bringt, aber auch Damage kostet. Ich struggle währenddessen etwas mit rotem Mana, sodass ich keinen Kiki aufs Board bekomme und den Worldly Tutor für Yisan, the Wanderer Bard nutze da ich mich auf ein noch längeres Spiel einstellen wollte.

Damit lag ich aber falsch.

Ich versuche währenddessen einen Rocco anzubringen für X=4, welcher schonmal Felidar aufs Feld führen soll, scheitere aber an dem Opposition Agent. Anstatt das einfach zu verneinen, weil es ja ein May-Trigger ist, lasse ich meinen Gegner etwas suchen, was uns allen helfen könnte. Er findet aber lieber Treasognus Ogre, der zum Glück für mich in diesem Spiel nicht relevant werden sollte.

Was lernen wir daraus? Read your Cards!

Ein Drantih auf meiner Seite schaltet ein paar Karten und Combos hier und da aus. Bis das Toxic Deluge für X=3 kommt, was so ziemlich alles vom Feld nehmen könnte. Denkste: Der Tayam Spieler aktiviert seine Trap Card Centaur Garden. Wtf… er will damit seinen Ouphe schützen, was mir wiederum aber gar nicht gefällt und ich Deflecting Swat drauf spiele, um meinen Dranith auf dem Board zu halten und nächste Runde zu gewinnen.

Durch den discard vom Anvil bekomm ich Kiki-Jiki in den Friedhof, wo schon der Felidar Guardian liegt. Sprich Rocco für zehn Mana gecastet und Karmic Guide geholt und der Rest wäre Geschichte.

Denkste. Das BlueFarm Deck hat quasi noch immer Gas und bekommt auch den Dranith gehandelt, sodass er in seinem Zug Intuition für die Underworld Breach, LED, Brain Freeze geht. Sevinne’s Reclamation hat er schon auf der Hand so dass es egal ist was er bekommt.

Einen Schreckmoment gab es trotzdem noch für ihn, als er seine Hand discarden muss und das Liliana’s Caress ihm satte 10 Schaden drückt, was ihn von 14 auf vier bringt. Den Rest lassen wir uns noch zeigen und schieben dann so halb zusammen. Aber nicht um eine Diskussion anzufangen, was denn wäre, wenn einer Eldrazi Titanen im deck hätte.

Spoiler off: Hat keiner.

Aber auch das wäre für ihn in diesem Stadium des Spiels machbar gewesen. Somit verliere ich meine erste Runde gegen vermutlich das beste deck am Tisch.

Match 2 – Pairings in Turn Order: Urza, Yeva, Najeela, Rocco

Ich also als Letzter an der Reihe mit Mulligan auf sechs und der Yeva Spieler auf fünf. Meine sechs waren aber echt in Ordnung mit: Fyndhorn Elves, Silence, Jeska’s Will, Food Chain, Command Tower, Yavimaya, Cradle of Growth.

Spiel startet schnell mit Fastmana vom Urza Mann, Yeva ist genau so schnell allerdings nur mit Land Go. Najeela hat genauso einen Manaelfen am Start, wie kurz danach auch ich. Ausser einem Fish (Mystic Remora) hat der Urzas Spieler nicht ganz so viel zu bieten. Yeva findet hier und da ein paar Manadorks sowie Scavenging Ooze, der hier und da etwas dicker wird im Verlauf des Spiel, findet aber sonst nicht weiter ins Spiel. Najela kann ganz nach ihrem Gameplan Board aufs Feld bringen.

Eine Derevi kann von mir per Rocco auf Skyclave Apparition gehandelt werden. Ich bekomme über die Züge hinweg einen Ragavan Online aufs Feld. Aber der Urza Spieler legt uns ein Tabernacle hin. Was es uns allen schwerer Macht die Kreaturen auf dem Feld zu halten ohne neue nach zu spielen. Unser Najeela-Spieler versucht in die Combo zu gehen mit einem Grim Hireling und sehr sehr wenig Blockern auf unsere seite, da sich jeder Mana Elf für sich selber tapped,  um sich im Spiel zu halten.

Aber Urza wusste dass es gut werden sollte und hat eine Antwort für den Grim Hireling.

Ich halte Silence und Food Chain noch etwas zurück, da wir zu viel mit dem Najeela Board zu tun haben. Ich kann manatechnisch nicht Silencen und Food Chain casten und danach mit Rocco Squee suchen. Daher versuche ich es mit Silence, welches gecountert wird. Gut für Foodchain, die resolved schlussendlich aber.

Puhh glück gehabt!

Im Anschluss habe ich nicht mehr genug Mana für Rocco und Squee. Da mein General zwischendurch mal chumpen darf, lege ich  ihn in den Friedhof, worauf hin alle drei meiner Gegner einzeln nachfragen, ob das richtig sei. Mein Noxious Revival, welches sich seit ein, zwei Zügen auf der Hand befindet, sagt mir es sei richtig.

Daher Später vielleicht 😉

Aber erstmal stack interaktion: es liegt ein Isochron Scepter mit Pongify, welches den Najeela-Spieler fast alleine raus nimmt.

Removel auf den Commander ist immer sad.

Somit ist er etwas raus und es könnte bald Zeit für mich sein. Vorher  kommt aber noch etwas feinste Stack-Interaktion im cEDH style: es liegt ein Urza mit seinem Mitgebrachten Konstrukt-Token auf dem Feld. Er versucht also ein Polymorph auf seinen Konstrukt-Token zu casten, das verrät uns welche genaue Version er von diesem Deck spielt. Da er nur zwei Kreaturen im Deck hat, Tidespout Tyrant und Hullbreaker Horror, welche ihm quasi erlauben mit jedem Mana-positiven Stein infinite zu gehen und das Spiel dann mit allen Urza-Aktivierungen zu gewinnen.

Doch Yeva bekommt ihre Primetime mit Nature’s Claim auf Konstrukt, Urza hat jedoch eine passende Muddle the Mixture dagegen. Doch uns ist das grüne Mana hold bzw auch nicht. Yeva hat Force of Vigor mit Target Konstrukt-Token sowie Isochron Scepter pitch irgendwas grünes halt (Wer braucht schon Mana, wenn er Handkarten hat?).

Über meine Foodchain würde nicht allzu viel diskutiert

Was ein Glück für mich!

Weiter geht’s mit Narset’s Reversal auf Force of Vigor!

Yummi spice plays – so lieben wir das. Yeva kann nichts machen und passt weiter.

Endlich ist es Zeit für Najeela sich zu rächen und zwar mit MINDBREAK TRAP!

Welches alles bis auf Force of Vigor exiled! Die ja Konstrukt Token so wie das Pongify Scepter anzielen.

Nachdem der riesen Stack resolved, versuche ich per Noxious Revival meinen Commander wieder oben auf die Bibliothek zu legen. Aber Yevas Scavenging Ooze sagt: gehe mal lieber in die Command zone. (Also in wirklichkeit sag ich das natürlich)

Da die shields down sind denke ich mir, probieren wir es halt mal.  Nur doof, dass vorher eine Rhystic Study vom Najeela gelegt wird, bevor ich dran bin. Ich stelle mir daher eine entscheidende Frage: Wieviel Interaktion hat er noch und wenn nicht wie weit ich kann ich gehen bis er was findet und wie mach ich danach weiter?

Ich sammle all meinen Mut und mein Mana zusammen um Rocco für Squee zu casten. Nach und nach checken alle durch und Squee resolved.

Yes, halbe Miete!

Wir exerzieren jeden einzelnen Trigger von Squee und Foodchain durch, weil ich natürlich immer die Rhystic zahlen kann.

Nicht!

Ich schicke Rocco schonmal in die Küche (Commandzone) und mache mit Squee weiter, um Mana zu generieren. Mein Plan ist es für Rocco 7 Mana zusammen zu bekommen, da er selbst mindestens 5 Mana (inklusive Command Tax) kostet und X=2 sein soll. Da das Mana in der Nahrungskette nur für Kreaturen hilft, mache ich nur solange weiter wie es sein muss. Ein Removel auf die Foodchain und ich kann abwaschen gehen, da ich nicht mehr allzuviel zu bieten habe.

Gesagt getan und Rocco gecastet.

Najeela überlegt hier und da noch etwas, was ich holen könnte? Dockside Extortionist für noch mehr Mana, welches ich anders ausgeben kann? Durch die Turn 1 Gitaxian Probe wissen sie, dass ich noch eine Vivien auf der Hand habe, welche mit einer anderen Kreatur auch noch andere Sachen möglich macht. Sie passen denn Rocco durch und es wird Zeit für das Grande Finale Grand Abolisher himself!

Was endlich für Ruhe in meinem Zug sorgt. Weiter geht es mit Squee, Rocco und der Nahrungskette, die mir hilft beliebig viel Mana zu generieren. Da ich bereits im meinen Zug angegriffen habe muss ich mir was einfallen lassen wie ich auch so gewinnen kann. Ich entscheide mich für eine Line aus Kiki-Jiki & Felidar Guardian, diese gewinnt dann erst als ich noch einen Terror of the Peaks dazu hole.

Alles gesagt und getan, meine ganzen Gegenspieler nicken mir zu und akzeptieren ihre Niederlage. Somit hab ich mein Erstes cEDH Spiel auf einem Turnier gewonnen. Ich bin endlos happy mein Tagesziel erreicht zu haben!

Match 3 – Pairings in Turn Order: Minsc, Krarkashima, Curiosity Control, Rocco

Nach dem vorangegangen Match komme ich nun an meinen Tisch für Spiel Nummer drei. Es stellt sich heraus, dass die drei Dänen sind und auch noch aus derselben Playgroup. Daher bin ich sehr erfreut gegen diese Jungs zu spielen.

Was gibt es besseres, als in eine neue bestehende Spielgruppe Einzutauchen?

Minsc, Beloved Ranger ist wohl eine Art Protean Hulk-Combo deck, wovon ich mal gehört habe. Da es aber recht neu ist und weder Blau noch Schwarz hat, hab ich vor dem Tempo, dass das Deck vor legen kann, wenig Angst.

*Hust* Thassa Consultation Lines *Hust*

Curiosity Control hingegen hat coole Control Elemente und versorgt sich selbst über besagte Karte auf Vial Smasher mit Nachschub. Mit Thrasios, der eine reine Value & WinCon-Karte in dem Format ist, ist da doch schon eher furchteinflößender. Und spielt auch gerne oben erwähnte Combo.

Krakashima hingegen scheint wohl ein sehr lustige Combo zu sein, die versucht Krark, the Thumbless mit Sakashima of a Thousand Faces zu kopieren und richtig großen Schabernack anzustellen.

Getreu dem Motto: Doppelt oder Nix 😉

Start in Runde 3

Also beginnt unsere Runde so wie eine gute cEDH Runde starten muss: mit recht vielen Mulligans und für uns alle und für mich auf fünf die wie folgt aussieht: Ragavan, Nimble Pilferer, Force of Vigor, Noxious Revival, Forest, Gaea’s Cradle.

Nicht so mächtig in Anbetracht der Tatsache, dass man keinen Affen Turn 1 casten kann, aber was will man machen?  Auf vier Karten wird es auch nicht besser.

Minsc legt los mit Land und einem Chrome Mox, Imprint irgendwas grünes. Krakashima startet mit Training Center, Mana Crypt und einem Turn eins Krark, was schonmal recht gut aussieht was da so aus seinen sechs Handkarten heraus kommt. Was Curiosity Control macht, weiß ich leider nicht mehr. Auf jeden fall nichts allzu Spannendes, da er auch einen Mulligan auf fünf nahm. Mein Deck hingegen beschenkt mich und den Affen mit Zucker in Form eines Command Tower von oben. Beide Karten spiele ich natürlich gleich aus.

Zurück zu Minsc und seinem Hamster, der nur einen verspäteten Birds of Paradise legen kann in seinem Turn zwei. Krakashima legt ein Shivan Reef und versucht einen Jeska’s Will zu casten, woraufhin Krark erstmal einen Trigger auf den Stack legt. Wenn er die Trigger richtig resolved, bekommt er einfach zweimal 6 Mana (ja zweimal 6 Rote Mana was zwölf ergibt!) und dazu dürfte er noch zweimal drei Karten von seiner Bibliothek entfernen, was nach Adam Riese sechs ergeben würde.

Was für Turn zwei in jedem Format einfach mal unglaublich wäre. Curiosity Control und Ich lassen es leider einfach so passieren. Unser Minsc Spieler überleg noch recht lange, winkt es aber am Ende auch durch, sodass Krarks Münzwurf entscheidet: Winner, Winner, Chicken DINNER!!

Er gewinnt denn Münzwurf und darf Jeska’s Will casten und kopieren. 12 rote Mana und sechs weitere Karten von seiner Bibliothek gehören ihm! Was für ein Start für in einen Combo Turn, eher die zwei anderen Spieler ein zweites Land gelegt haben!

Die ersten drei Karten sind Pyroblast, Overmaster und Heat Shimmer.

Darauf folgen Misty Rainforest, Dockside Extortionist, Treasonous Ogre.

Mana Versorgung ist also schon mal da! Nicht das er sie bräuchte mit zwölf roten Mana im Pool.

Mit dem Shivan Reef und drei roten Mana, wird erst mal Krark’s lustiger Bruder Sakashima aus der Command Zone geholt und eben dieser kopiert!

In diesem Sinne: doppelt oder Nix!

Heat Shimmer wird das erste mal gecastet, welches den Sakashima anzielt, der ja ein Krark ist. Zwei Kopier-Trigger gehen auf den Stack. Wenn die beiden Kopien resolven, macht er sich noch zwei weitere Krakashima Token und das Original darf gern gecountert werden und auf die hand gehen, damit er es einfach wieder Casten kann!

Unglaublich!

So passiert es also auch und er wiederholt die ganze Line noch einige Male. Da wir Anderen keine Interaktionen haben, die sinnvoll sind, schauen wir gespannt zu. Besonders ich, der sowas noch nie in Aktion gesehen hat, freut sich wie ein Schnitzel und weiß einfach innerlich schon, dass er verloren hat. Besonders als er zwischendurch noch mal eine Birgi, God of Storytelling dazu legt und von ihr zwei Kopien erzeugt, was ihn quasi Heat Shimmer für umsonst casten lässt.

Die netten dänischen Jungs erklären mir noch schnell, dass es ab sieben Kopierten Krarks nur noch eine 0,09% Chance gibt zu fizzeln. [Hier dürft ihr mir gern Mathe Nachhilfe in den Kommentaren geben.]

Auf meine Frage hin, wie er denn nun gewinnt, wird nur gelächelt und gesagt, dass die Kopien ja alle Haste haben. Ich falle vor Lachen fast wieder in meinen Stuhl, von dem ich aufgestanden bin, da ich mir das Spektakel anschauen wollte. Hier treffen mal wieder die Worte zu: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Nie war ein Turn zwei Loss lustiger als heute da ich das Deck meines Gegner im Groben kannte, aber noch nie Aktion gesehen habe. Freudig und zufrieden wurden Hände geschüttelt und gratuliert, selbst mir wurde ein Lob ausgesprochen, was für ein toller Gegner ich sei und super dem Combo Win mitgefiebert habe. Tja so ist das halt, wenn man das erste Mal auf einem cEDH Turnier ausgecomboed wird. Man nimmt alles mit, was man bekommen kann und gibt nix wieder her!

Nach einer schnellen Runde ist vor einer schnellen Runde! 

Da diese Prozedur nur etwa 30 Minute gedauert hatte, einigen wir uns auf noch eine Runde. Da cEDH Turnierrunden ja 75 Minuten gehen, hatten wir also noch mehr als genug Zeit. Tja was soll ich sagen….unser Minsc Spieler hat den Würfelwurf gewonnen und Krarkashima hat uns wieder Turn zwei rasiert. In diesem Sinne: doppelt hält besser!

Nach so einer entspannten Niederlage konnte ich mit aller Gelassenheit in die finale Runde gehen.

Match 4 – Pairings in Turn Order: Rocco, Thrasios&Tymna&Thrasios (aka T.N.T), Urza, Lord High Artificer, Najeela, the Blade-Blossom

Juhu, ich darf meine vorerst letzte Runde cEDH beginnen! Dazu erfahre ich, dass wenn jemand von uns diese Runde gewinnt, dieser noch eine Chance auf Top 4 hat mit einem 2:2. Da ein Sieg 5 Punkte bringt in diesem Format und nicht drei, wie man es sonst aus 1 vs. 1 kennt. Ein Draw bringt wie man es kennt einen Punkt.

Ab ins letzte Spiel!

Meine Starthand habe ich diesmal leider nicht fotografiert, was aber gar nicht so schlimm ist, wie sich gleich herausstellen wird. Ich darf wieder mit dem guten alten Command Tower und Ragavan anfangen, T.N.T. legt Land und Mystic Remora, was ein guter Start ist, besonders weil der Urza Spieler den Fisch ordentlich mit zwei Mana Steinen füttert. Unser 4ter Spieler, der nebenbei erwähnt auch Norddeutscher ist, findet das genauso wie ich: nicht so toll.

Was unseren Urza Mann davon aber nicht abhält im selben Turn noch einen Timetwister zu spielen. Die frischen sieben Handkarten vom Najeela Spieler lassen sich dann aber auch sehen. Als er endlich in seinen Zug geht, beginnt er ebenfalls mit Land, Ragavan und dazu kommt noch ein Mox Diamond sowie Birds of Paradise.

Nicht schlecht für eine unfreiwillige Sieben-Karten-Hand.

Meine neuen Sieben hingegen sehen mit Karmic Guide, Silence, Valakut Awakening, Felidar Guardian, Bird of Paradise, Grand Abolisher sowie einer Taiga recht solide aus.

Weitere Lines für mein Spiel könnten also mit Grand Abolisher für meine Sicherheit zu sorgen sein, Silence als Interaktion zu haben und mit einem Felidar Guardian einen späteren Manastein zu enttappen, bzw. in die Combo zu gehen. Aber erst einmal geht der Ragavan in den kommenden Zügen unseren T.N.T Spieler besuchen und flippt neben Ad Nauseam auch noch sein Isochron Scepter, was ganz schön auf seine Stimmung schlägt, da die beiden Karten zu den zwei Haupt-Wincons gehören. Er zahlt in den kommenden Zügen fleißig mana für seinen Fisch, welchen wir aber nicht allzu viel füttern.

Mein Grand Abolisher, der zwischenzeitlich das Spielfeld betreten hat, wird vom Urza Man mit einem blauen Zauber ins Exil geschickt und ich bekomme dafür einen 4/4 Elemantal.

Nicht fair!

Noch dazu kommt, dass er seinen Commander aufs Schlachtfeld führt und dazu den passenden Token erschafft. Nachdem ein, zwei schnelle Züge ins Land gegangen sind und die Mystic Remora in den Friedhof gelegt wird, wird vom Najeela Spieler ein Wishclaw Talisman gelegt und sofort getutort. Der Talisman geht dann an den Urza Spieler, welcher folglich auch direkt von Ragavan angegriffen und durch gelassen wird. Der Hit zeigt uns eine Pithing Needle, welche wiederum als perfekte Antwort auf besagten und verschenkten Talisman gecastet wird.

Fair! 😉

Womit das Tutoren für den Urza Mann ins Wasser fällt. Da sein Commander schon leicht angefangen hat auszurasten, können wir uns schon fast sicher sein, was er sich herbei wünschte.

Derevi, Empyrial Tactician maybe?

Mein Board sieht dabei gar nicht so übel aus mit Ragavan, Mana Elf, Felidar Guardian, Drannith Magistrate der von einem Rocco gesucht wurde sowie dem 4/4 Elemental Token. Unser T.N.T Spieler hat nur seine Tymna draußen, die es zwischenzeitlich schafft, eine Karte zu ziehen. Zurück zu Najeela der, wer hätte es gedacht, seine Derevi castet und resolved bekommt mit einer Handkarte und etlichen Warrior Token, die uns anfangen zu stressen.

Der erste Hit geht Richtung Urza Spieler. Die beiden Jungs lassen sich einmal die Line mit Derevi Triggern und Najeela’s aktivierter Fähigkeit zeigen. Bis sich dafür entschlossen wird, ein Abrupt Decay auf Derevi zu casten, welcher der Najeela Spieler nicht abwehren kann mit seiner letzten Handkarte.

Es kommt also wie es kommen muss: Das Spiel wird in die Länge gezogen. 

Dabei rasen die Lebenspunkte vom Tymna Spieler in den Keller Schneller als AC/DC TNT singen kann. 😉 Nur der Ragavan kommt bei mir vorbei, welchen ich auch durch lasse, da wir drei uns erhoffen, eine Lösung für den Konstrukt Token zu finden. Dieser wird sonst nächste Runde ge-polymorph-ed.

Besagte Ragavan flippt eine Finale of Devastation, welche er versucht zu casten, bevor es mir wie Schuppen von den Augen fällt: er kann sie gar nicht spielen aus dem EXIL, da mein guter alter Drannith Magistrate auf dem Spielfeld liegt.

Somit ist die Karte im Exil, die mir hätte den Sieg bringen können. Mit dem Finale of Devastation von oben und einem X=5 wäre der Sieg mein gewesen.

Fail meinerseits!

Somit erliegen wir doch einer nicht ganz unerheblichen Menge an Warrior Token des Najeela Spielers. Nach und nach ergeben wir uns in unserem Schicksal. Zuerst wird der T.N.T.-Spieler rausgehauen der eh schon low on life war. Unserem Najeela Spieler reicht halt auch eine Aktivierung um seine Tokenarmee zu verdoppeln, es muss ja nicht immer gleich unendlich Schaden sein. Danach geht es dem Urza spieler an den Kragen, der zwar hier und da was chumpen kann, ihm aber nicht hilft zu überleben.

In den zwei Zügen die er noch hat findet er auch kein Out was ihm das Spiel gewinnt. Als die 32 Warrior Token fertig mit dem Urzas Spieler waren ging es mir an den Leib. Ich war erst noch frohen Mutes da ich mit 30+ Leben doch noch recht gut da stand. Als mir aber bewusste wurde dass sich die Token noch mal auf 64 verdoppeln werden, reichte es mir dann auch und ich gratulierte ihm zum Sieg.

Abschließende Worte:

Mit meinem 1:3 Abschneiden bin ich, so komisch wie es aus klingen mag, doch recht zufrieden. Ein Win war das Tagesziel welches ich auch erreicht habe. Das META ist nicht so wie man es erwartet hat, falls man was zu erwarten hätte. Es ist wie in jedem Format, es wird einfach das gezockt worauf die Leute bock haben. Somit war ich doch mit meiner Deckwahl mehr als zufrieden.

Bei Blauen Decks muss man nämlich etwas mehr aufpassen bei so stack Interaktionen was bei vier Spielern doch etwas anstrengend sein kann, so über den ganzen Tag hinweg.

Am Abend wurde sich mit der restlichen Mannschaft wieder zusammengefunden. Und die erfolge der Legacy Jungs gefeiert.

Bei Burger und Bier!

Drei der Jungs spielten sich bei 84 Spielern in die Top8. Ein mir bis dahin unbekannte Nachwuchsspieler aus Kiel rassierte ordentlich mit einem 6-0 Infect Deck.

Es gäbe noch theoretisch so viel zu erzählen, aber der nächste Tag verlief dann nicht mehr solange an der Site, da meine Bahn schon wieder um 11:53 in Richtung Süden fuhr.

Ich bedanke mich bei allen die bis hierher gelesen haben und einen kleinen einBlick ins cEDH gewagt haben!

Peace out,

Euer Ed

 

PS: Wo für steht nun das C in cEDH steht für Casual or Competetive 😉

Ich denke die mischung macht es

 

ed_nauseam

Ed ist mein Name und ich bin der freundliche Asiate aus der nördlichen Nachbarschaft. Genauer gesagt aus Kiel. Seit ca. 2003 bin ich mit Magic fest verwurzelt. Gestartet habe ich mit Legacy damals über Modern bis hin zu gelegentlichen Standard Events. Doch seit ein paar Jahren fühle ich mich im (c)EDH zu Hause.

Das könnte Dich auch interessieren...

1 Antwort

  1. papaSocke (Najeela) sagt:

    Moin Ed 🙂
    Macht echt Spaß drüber zu lesen und dabei in den eigenen Erinnerungen zu schwelgen

    Zu unserem spiel kann ich noch ergänzen, dass ich beim abrupt decay ein pact of Negation in Hand hatte, der dann ja prompt deine Vivian gecountered hat 🙁

    das Event hat mega Spass gemacht und schön dich kennen gelernt zu haben
    Freu mich auf spelltable Games und evt kriegen wir ja auch live hin, so weit ist es dann ja nicht 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.