Archiv für den Monat: Juli 2017

Team Magicblogs.de beim Grand Prix Metz 2017

Hallo miteinander,

 

GP Metz wird das nächste Event sein, auf das #TeamMagicblogs.de relativ zahlreich fahren wird. Da ich gerade dabei bin einige Informationen für die Reise zu sammeln dachte ich mir, ich mache das ganze mal öffentlich. Vielleicht kann der Eine oder Andere ja etwas davon verwenden. Zusätzlich hat das den schönen Nebeneffekt das ich alles selbst nachschauen kann, wenn ich vor Ort Infos brauche :)

magic gp

Falls Ihr noch nie auf einem Magic Grand Prix wart, aber gerne diesen besuchen möchtet, so empfehle ich euch meinen ersten Artikel zuerst zu lesen: Mein erster Magic the Gathering Grand Prix! Was soll ich beachten?

GP Metz ist vom 25.-27. August. Ausrichter wird dieses mal schon ChannelFireball sein. Das ganze findet auf dem Expo-Gelände statt. Hier fürs Navi:

Metz-Expo
Rue de la Grange aux Bois
Metz 57070
FR

Die Site liegt, wie meistens auf einem GP, etwas außerhalb. Ich habe die Karte hier zum vergleich mal auf das Stadtzentrum zentriert um euch ein Gefühl zu geben wo Ihr hin müsst.

metz site

hach ich werde Paint vermissen ….

Ihr erreicht die Site über die A4 von Straßburg aus oder über die A31 von Luxemburg aus mit dem Auto. Die Ausfahrt lautet „Parc des Expositions„. Solltet Ihr mit den Bussen unterwegs sein so hält die Linie 8. Haltestelle heißt ebenfalls wie die Ausfahrt.

Um euch in der Innenstadt zurecht zu finden empfehle ich euch den Stadtplan herunter zu laden.

Allgemeines zum Event:

ChannelFireball wird sowohl ein Main – Event Paket anbieten (mehrere sogar), als auch die von Ihnen bekannten „Fanatic Packages“. Falls Ihr noch nie auf einem GP von ChannelFireball gewesen seid: Fanatic Packages sind Buy ins zu 6 Events (2 an jedem Tag, Freitag, Samstag, Sonntag) in einem Format eurer Wahl. Bedeutet für GP Metz: Standard, Modern, Legacy, Limited. Das Constructed Paket kostet 95 €, das Limited-Paket 140 €. Als Beispiel hier das Legacy – Paket (mit dem ich gerade Liebäugle)

Legacy Fanatic Package
€95

  • Grand Prix Metz Playmat
  • Exclusive 2017 Grand Prix Foil Promo Progenitus
  • ChannelFireball Sleeves (80 ct)
  • ChannelFireball Deck Box
  • ChannelFireball Lifepad and Pen
  • Entry into our 6 Scheduled Legacy Constructed Events (2 Friday, 2 Saturday, 2 Sunday)

Event entries purchased as part of the Fanatic Package cannot be exchanged, refunded, or rescheduled

Der Main-Event ist Limited und wird mit Playmat und Last Chance Trial am Freitag 95 € kosten, solltet Ihr euch nur für den Main Event registrieren wollen so kostet das 75 €.

Main Event Package
€ 95

(Available Online Only until 24 August at 22:00 Local Time!)

  • Entry into the Grand Prix Metz Main Event
  • Sleep In Special (if you have byes)
  • Grand Prix Metz Playmat
  • Entry into the Mega Last Chance Trial (10:30 Friday, Sealed Deck, Single Elimination)
  • Exclusive 2017 Grand Prix Foil Promo Progenitus
  • ChannelFireball Deck Box
  • ChannelFireball Lifepad and Pen

Neben unserem bekannten Promo – Progenitus für diese Saison erhalten wir auch die Spielmatte aus Metz. Diese zeigt Nicol – Bolas wie er es dem Gatewatch anständig besorgt:

playmat

Zusätzlich könnt Ihr ein VIP – Ticket buchen, wers braucht….

 

Als Artist werden anwesend sein:

Das bedeutet für uns BUG Spieler, Foil – Leovold einpacken nicht vergessen!

leo

 

Allgemeines zu Metz:

Metz is eine klassische Studentenstadt, mit 120 000 Einwohnern, davon 20 000 Studenten. Es ist die Hauptstadt der früheren Region Lothringen und damit geschichtlich stark mit Deutschland verbunden. Metz liegt direkt an der Mündung der Seille in die Mosel.

„Es war einmal ein Keltenstamm“, so in etwa beginnt die Geschichte rund um die Entstehung von Metz. Die Kelten nannten ihre Siedlung Götterburg!(Divodorum). Die Römer machten daraus Mediomatricum und später Mettis. Als die Stadt vor ca. 2000 Jahren von den Kelten wieder erobert wurde führten diese die Stadt zu früherer Blüte zurück, größer als Paris zur damaligen Zeit.

Zwischenzeitlich wurde Metz Stammsitz der Karolinger, ab dem 10. Jahrhundert entwickelte es sich zur Republik, geführt von den ansässigen Patriziern. Parallel entdeckten christliche Orden die Stadt für sich und erbauten zahllose geistliche Gebäude, allen voran die Kathedrale St. Etienne. Im 16. Jahrhundert machte König Heinrich II gegen den Willen der Bürger Schluss mit der Unabhängigkeit, dadurch wurde Metz französisch. 1870 belagerte die deutsche Armee die Stadt im Deutsch-Französischen Krieg und konnten diese auch erobern, dadurch wurde Metz deutsch. Nach dem ersten Weltkrieg, 1919 wurde Metz wieder zurück gegeben durch den Versailler Vertrag und damit wieder französisch. Während des 2. Weltkrieges wurde Lothringen wieder deutsch, ab 1945 wieder französisch. Das zeigt sich auch im Stadtbild, die Altstadt ist französisch/keltisch, die Neustadt deutsch

Bekannt dürfte Metz vor allem uns Fußballfans sein, da Sie immer wieder im UEFA – Pokal teilgenommen haben (und gegen Größen wie den Karlsruher SC ausgeschieden sind). Erfolgreicher sind dagegen die Handball Damen der Stadt, diese sind auch Erstligisten.

Die gesamte Innenstadt von Metz kann zu Fuß besichtigt werden und viele Straßen sind Fußgängerzonen. Es gibt außergewöhnlich viele Parks und verschiedene Promenaden entlang der Mosel und der Seille. Hier einige der Sehenswürdigkeiten die Ihr mitnehmen solltet falls Ihr in der Stadt seid:

800px-Metz_Pont_Moyen

Mittelbrücke „Pont Moyen“ über einen Moselarm

place de chambre

Place du Chambre

Dom St. Etienne

Dom St. Etienne

Centre Pompidou

Centre Pompidou

Deutsches Tor

Das Deutsche Tor

Kulinarisch ist ebenfalls viel geboten. Metz gilt als Gourmetstadt. Die Stadt hat unzählige kleine Bäckereien oder Konditoreien, Spezialitäten sind vor allem Mirabellen-Tarte, Makronen und natürlich die Quiche Lorraine.

Viele Restaurants bieten Menüs zu günstigen Tarifen an (leider viele Mittags), die meisten Lokale findet Ihr auf den Plätzen St. Jacques und St. Louis, sowie auf dem Place de Chambre und den umliegenden Straßen

Nach getanem Tagwerk ist auch ausreichend alkoholische Entspannung wichtig. Die meisten Bars sind zu finden auf den selben 3 Plätzen,  St. Jacques, St. Louis und Place de Chambre. Beliebte Bars sind: Vivian’s Fairy, Les Paraiges, Les Frères Berthom und La Comédie. Alle haben auch ne Happy Hour, irgendwann zwischen 18 und 23 Uhr variierend. Da wird noch einen dabei haben der 18 wird:

Die Clubs zu diesen Zwecken sind nahe dem Bahnhof (gern geschehen Matze)

 

Das wars von meiner Seite, ich hoffe euch interessieren solche spezifischen Artikel. Ich habe vor das ganze für unsere GP – Reisen weiter zu führen, evtl. bringt es ja dem einen oder anderen etwas. Falls Ihr in Metz seid, kommt doch vorbei und sagt Hallo!

 

Freakle

 

Highlander – Es kann nur einen geben!

Hallo miteinander,

 

heute möchte ich den unglücklichen unter euch, die mit dem interessantesten Casual-Format in Magic – Highlander – nichts anfangen können diese Vorstellen.

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Highlander ist das Vorgängerformat zu EDH, dem heutigen Commander. Die Idee stammte aus dem Untertitel des gleichnamigen Kinofilms mit Christopher Lambert: „Es kann nur einen geben!“ Damit wird auch klar, was wohl die Hauptregel beim Deckbau im Highlander – Format ist:

  • Jede nicht-Basisland-Karte darf nur einmal im Deck vorhanden sein.

Diese Regelung hat sich bis heute im Commander-Format beibehalten und ist verantwortlich für den ganz besonderen Charme dieser Singleton Formate.

  • Ein Deck muss aus mindestens 100 Karten bestehen

Hier schon der erste Unterschied zu Commander. Alle Decks müssen nur mindestens die 100 Karten – Marke sprengen. Sprengen ist oft das richtige Wort für Decks die im Highlander einen gegenüber sitzen, laxe Deckbauer verzichten gerne auf optimierte Decks und haben deutlich über 100 Karten im Deck

936

„Ich hab wirklich höchstens 105 oder 106 Karten im Deck“

  • Gespielt wird 1 Match, ohne Sideboard. Highlander kann sowohl 1 gegen 1, als auch im Multiplayer gespielt werden.
  • Startlebenspunkte betragen 20

20 Leben führt gerade im Multiplayer dazu, dass Highlander – Decks klassischerweise nicht Rampen bis Zug 8 und dann den unspielbaren 8-11 Mana Draftbulk auf den Tisch legen. Nein, hier wird weiterhin mit etwas Sinn und Verstand gearbeitet. Ein Deck muss auch vor Turn 6 interagieren können, es gibt sehr viele Decks im Format die wie in einem Format wie Legacy Turn 2 eine „Must Kill“ Kreatur legen können. Sollte man ein Ramp – Deck spielen wollen, dann muss es wirklich ein Ramp Deck sein, nicht nur ein Random Deck in dem zufälligerweise Sol-Ring und Mana-Vault liegen. (Zu diesen beiden Karten später mehr). Diese Einschränkung führt dazu, dass die meisten Highlander-Decks, egal ob Aggro, Control, Combo oder Ramp, schon in den ersten Zügen tatsächlich etwas zu tun haben dass das Spielfeld beeinflusst. Dies führt unweigerlich ebenfalls dazu, dass die meisten Highlander-Matches auch im Multiplayer sich nicht stundenlang dahin ziehen. Ausnahmen bestätigen die Regel, ich musste auch schon gegen einen Kozilek zusammen schieben der End of Turn aus einem Aether Vial rausgehüpft ist …

  • Es sind alle Magic – Karten legal, bis auf diese, die auf der Banned-List stehen. Dies gilt auch für goldrandige Karten.

Die Banned – List von Highlander – Magic wird weiterhin gepflegt. Zusätzlich existiert auch eine Watch-Liste, so dass man frühzeitig über geprüfte Bans oder Unbans informiert wird. Diese Banned – List beinhaltet schnelles Mana wie Sol-Ring und Mana-Vault, allerdings nicht die Payoff-Karten wie Prime Time oder Emrakul. Highlander wird eben nur mit 20 Leben gespielt, falls jemand versucht Eldrazi zu casten, Attackiere diese Person einfach….oder caste Armageddon …. oder Combo an Turn 4 …. oder Tutor dir deinen Winter Orb ins Spiel.

Highlander wird immernoch aktiv auch auf Turnieren gespielt (zumindest im deutschsprachigen Raum). Es besteht also sogar die Möglichkeit euer komplett ausgepimptes Deck auf das nächste Turnier zu tragen und um Preise zu spielen!

Probiert das Format doch einfach mal aus, wir sind hier lokal immer noch große Verfechter davon und treffen uns weiterhin regelmäßig zu Spielrunden. Falls Ihr es verpasst habt, auf unserem Youtube-Channel gab es auch eine Mini-Serie in der wird euch ein paar unserer Decks vorgestellt haben und gegeneinander antreten ließen.

 

 

Schreibt mir doch in den Kommentaren ob Ihr das Format noch kennt oder gar noch spielt, gerne auch mit eurem Lieblingsdeck! Ich bin sowieso immer auf der Suche nach neuen Deck Ideen, vielleicht kann ich einige eurer Decks mal in einer Video Serie vorstellen!

 

Freakle

 

 

 

Freakle’s Top Decks !

Hallo zusammen,

ich habe in der letzten Woche meine alten Deckbuilder Daten ausgerümpelt und dabei einige meiner mehr oder weniger erfolgreichen Decks noch abgespeichert gefunden. Darunter sind ziemliche Haufen, als auch sehr coole Decks (vor allem Standard!), da dachte ich mir, ich poste einige der Decks die mir noch in Erinnerung geblieben sind, entweder weil Sie gut performt haben, ich viel Spaß mit Ihnen hatte, oder einfach lustige Haufen waren die man heute wohl auch anders bauen würde …

Hier nun die Decks, ohne großartig zu sortieren:

rhino

8 Rhino – undefeated aka 0-0-6

Maindeck:

Sideboard:
SUUUUPER lustiges Deck. Ich denke, dass ich eigentlich ein relativ schneller Spieler bin und normalerweise komme ich eigentlich nicht in das Timelimit in Magic. DIESES Deck allerdings…
Standard zu Khans-Zeiten war sehr Midrange-lastig, und dieses Deck war der König der Boardstalls. Ich habe 2 Turniere mit diesem Deck gespielt, war ungeschlagen, 2-0-3 und 4-0-2 in diesen beiden Events. Hat nie für nen Win gereicht, war allerdings sehr sehr spaßig. Noch spaßiger war allerdings die Storys zu hören, als ich das Deck unserem lokalen Slowplayer ausgeliehen hat und er jede Runde 0-0-1 beendet hat. Klassiker!

Sidisi Whip ! PPTQ Winner, Gameday HAWAII Winner

Maindeck:

Sideboard:

Für mich das coolste Standard-Deck aller Zeiten. Sidisi-Whip hatte alles was meine Decks besitzen müssen: Value-Engine, gutes Removal, Midrange Dudes, Planeswalker, und genug Lifegain um grade so noch gegen Burn zu verlieren. Dragons kam heraus als ich im Urlaub in Hawaii war. Ich habe weiterhin die selbe Liste gespielt und den Gameday gewonnen. 5 Tage später bin ich nach Deutschland geflogen auf den PPTQ und habe mich dazu entschieden im Flugzeug auf Esper Dragons zu wechseln. Goldfischen reicht ja als Vorbereitung…. 5:3 beim RPTQ, hätte ich lieber Sidisi behalten. Sultai > Esper

 

Bant Thragtusk Control – PTQ Augsburg Rang 10 

Maindeck:

Sideboard:

Für lange Zeit mein erfolgreichstes Turnier – Deck. Bant in Standard war eine Macht, Rückblickend war wohl allerdings nur Thragtusk verantwortlich. Es gab zu dieser Zeit so viele Midrange oder Control-Decks, die irgendwie spielbar waren wegen dieser Karte.

 

Modern Sultai – PPTQ Winner, WMCQ Rang 9, GP Lille 10-5

Maindeck:

Sideboard:

Mein Pet-Deck. Sultai Stuff in Modern, kann ich jedem nur ans Herz legen. Versionen dieses Decks spiele ich immer noch, in der Zwischenzeit ist das Deck auch komplett in Foil, um auch jedem Zweifler zu beweisen das ich nicht aus versehen meine Mountains mit Islands verwechselt habe.

 

Khans Draft Sultai Power – PPTQ Winner

Der allererste PPTQ nach deren Gründung den ich besucht habe konnte ich gleich gewinnen. Das hatte wohl auch damit zu tun, dass im Top 8 Draft niemand etwas mit der Karte Icefeather Aven anzufangen wusste. DANKE !

 

 

Tinker 2000

Maindeck:
Tinker war eines der ersten wirklichen Tier „Netdeck“ – Decks die ich gespielt habe. Unsere Magic-Community musste dieses Deck ertragen weil einer es sich nach dem Pro – Tour – Erfolg nachgebaut hat. Ich hab damals einen der wichtigsten Grundregeln von Magic gelernt… „If you can’t beat em, join em !“
Sehr cooles Deck, allerdings war ich damals deutlich zu schlecht um so ein Deck zu pilotieren. Trotzdem war es relativ einfach free wins zu erzielen, bleibt mir bis heute in Erinnerung !

Thopter Depth’s – Extended

Maindeck:
Nach meiner Magic – Pause (die wohl fast jeder mal eingelegt hat) war Extended eines der ersten Formate die ich wieder gespielt habe. Das hatte vor allem damit zu tun, dass ich von einem bekannten sein Dark Depths – Deck geschenkt bekommen habe. Wenn man bedenkt wie abartig stark dieses Deck ist und ich gefühlt wohl niemals ein Spiel auch nur ansatzweise gewonnen habe … tja… Game is hard.
Der Wiedereinstieg in Magic hat mir auch gleich jede Menge Hass dank meiner Deckwahl gebracht, alles in allem ein großer Erfolg !

 

Wie sieht es bei euch aus? Was sind eure Pet-Decks oder eure Decks an die Ihr euch noch gerne zurück erinnert? Schreibt mir in den Comments!

 

 

Freakle

1on1 Commander Banned Update, aka. Jedes Format sollte wie Standard sein !

WotC hat am 5.7.17 Ihr neuste Ban-Listen Update für das 1on1 Commander-Format announced. Ein Format, das noch in der Anfangsphase steckt, mir persönlich aber sehr Spaß gemacht hat, da es sehr dem uns sehr gut bekannten Highlander geähnelt hat.

doomsday

Tja das ist wohl vorbei, wie auch meine Beteiligung an diesem Format, hier sind die Änderungen:

wohingegen die Liste verlassen durften:

Interessant sind die Begründungen zu dein einzelnen Bans. Diese liefern auch den Hauptgrund warum ich keine große Hoffnung in den Fortbestand des Formates habe, bzw mir mal wieder bewiesen wurde dass WotC weiterhin versucht die Designphilisophie von Hearthstone zu kopieren (Zufälligerweise bekommen wir ja Un’goro im nächsten Set…).

Vial Smasher wurde gebannt, da er zu stark war, kein Einwand von mir, das Deck war letztendlich 30% des Metas und sehr stark, allein wegen Vial Smasher. Da es sich um einen Commander handelt war diese Strategie auch sehr schwierig zu bekämpfen.

Alle anderen Bans erfolgten aus einer neuen Philosophie heraus. WotC versucht die Farben zu balancen, in einem Format in dem alle Sets legal sind muss dies natürlich eines bedeuten:

BAN ALL BLUE CARDS.

Die Idee ein Vintage-lite Format so hin zu bekommen, dass Weiß gleich stark sein soll wie Blau kann nur mit dem brillanten Hirn eines Dummkopfes entspringen. 1on1 Commander gab uns die Möglichkeit mit Karten aus allen Formaten wieder zu spielen, tatsächliche Spellslinger Decks zu bauen, bzw neue Combo-Decks zu erforschen. Diese waren natürlich durch die Natur des Singleton-Formates schon deutlich schwächer als Sie in Legacy oder Vintage sein könnten. Hier wäre ein schöner Ansatzpunkt gewesen eine Balance der Decktypen herzustellen, Karten wie Treachery sind selbstverständlich eine Diskussion wert. Der Ban aller Cantrips ist allerdings ein deutliches Zeichen, dass WotC auch dieses Format vereinheitlichen will, weg von den spell basierten Formaten alter Zeiten hin zu Kreaturen und on Board Tricks. Die große allumfassend Philosophie dahinter ist sicherlich, dass es neuen Spielern leichter gemacht werden soll hinein zu kommen. Schön wäre es allerdings, wenn WotC sich auch irgendwo eine Nische behält, in der wir altgedienten Spieler, die schon locker 5 stellige Beträge in Magic versenkt haben uns austoben können.

Nachdem Legacy so gut wie außen vor ist, Modern den selben weg geht und bis auf einen GP im Jahr komplett unrelevant wird, fand ich die Einführung eines neuen Formates, gezielt Online, in der keine Reserved List herrscht und jeder das Vintage/Legacy Deck seiner Träume für bezahlbare Preise bauen kann eine tolle Idee. Das ganze gerade im Singleton-Format zu betreiben war natürlich zusätzlich ein Anreitz, zumindest in meiner Gegend wird sein 20 Jahren Highlander Magic als top casual Format gespielt.

Nun also zurück zur neuen Design-Philosophie. Standard-Lite. Danke ohne mich.

 

Freakle

Ein Sturm zieht auf …

Hallo miteinander,

Nachdem sich zwar der Andrang auf 1on1 Commander-Content eher in Grenzen hält, das ganze sich allerdings immer mehr zu meinem Lieblingsformat entwickelt, habe ich mich entschlossen euch mein neues Deck Vorzustellen.

Vorneweg, was kann es schöneres geben als folgendes Bild:

storm kleib

Hach das freut doch das Magicspieler-Herz! Zumindest meines und aller, die gerne in einen Zen-gleichen Meditationszustand abtauchen und sich an 10 Minuten langen Goldfisch Zügen erfreuen können.

Storm ist ein sehr starkes Deck, sowohl in Modern, als noch mehr in Legacy. Das Hauptproblem in Singelton-Formaten ist allerdings, dass wir unsere Filterkarten nicht als 4of spielen können, genau so wenig wie unsere zusätzlichen Manaproduzenten. Daher müssen wir auch schwächere Karten spielen, die letztendlich die Power des Decks nach unten ziehen. 30 Leben sind auch ein deutlicher Unterschied zu den 20 im regulären 1 gegen 1 Magic. Glücklicherweise hat uns WotC vor kurzem eine weitere „Storm“-Karte geschenkt, die ein sehr sehr hohes Powerlevel besitz und uns gleichzeitig hilft selbst bei unvorteilhaften Boardpositionen zu überleben:

reservoir

Dieses Artefakt kann uns leicht in unserem Storm Turn 100+ Leben generieren und ist daher ein noch stärkere Finisher als Tendrils. Dank der hohen Zahl an Counterspells im 1on1-Format sollten wir uns allerdings auch einen Plan B zurecht legen. Dieser Plan B hat mich letztendlich auch wieder in meine liebste Farbkombination geführt:

leo timetwister

Die Spaßpolizei-Combo vernichtet effizient die Hand unseres Opponents, der Twister-Effekt ist sowiso einer, den wir in einem Storm-Deck dringend benötigen. Daher synergiert unser Plan B zusätzlich sehr gut mit unserem Plan A, dem Storm-kill.

Das ganze wird gespickt mit ausreichend Disruption, so dass wir hoffentlich unseren Turn überstehen, in Form von Discard und Counterspells

ForceOfWill hymn_to_tourach

Daraus ergibt sich folgende Liste, mit der ich zur Zeit teste:

Leovold Storm 

Bisher hat das Deck es nur auf ein 4:1-Finish geschafft. Durch weitere Verfeinerungen könnte es schon möglich sein auch 5:0 in einer Liga zu gehen.

Wichtige Karten für eine erfolgreichen Kill sind solche, die Mana erzeugen:

High Tide, Turnabout, Mind over Matter um Mana zu erzeugen, Timetwister, Time Spiral um die Hand aufzufrischen, und letztendlich Tendrils of Agony oder Aetherflux Reservoir.

Es gibt noch eine Karten die ich auch ausprobieren will, bzw für die ich evtl Platz schaffen will. Consecrated Sphinx, Simic Charm, Life from the Loam sind die ersten 3 die ich gerne testen würde.

Es wäre auch möglich dass dieses Deck grünen Ramp zusätzlich benötigt, hier wären Exploration, Burgeoning, Farseek, Explore, Rampant Growth und Sakura-Tribe Elder die üblichen verdächtigen.

Evtl. ist auch ein Artefakt-basierter Ramp-Ansatz mit Dimir Signet, Golgari Signet, Talisman of Dominance und Tezzeret the Seeker sowie Tezzeret, Agent of Bolas die richtige Antwort. Es könnte auch sein dass beide Ramp-Varianten zu langsam sind? Probieren geht über studieren!

Falls Ihr Ideen habt, gerne immer raus damit in den Kommentaren, ich werde die Tests mit diesem Deck auch immer wieder Streamen, also schaut rein!

 

 

Freakle

 

Hour of Devastation in Modern Sultai

Hallo zusammen,

Zum jetzigen Zeitpunkt (zumindest zur der Zeit in der ich den Artikel schreibe) sind 115/199 Karten des neuen Sets schon bekannt. Da einige der großen Cycle schon bekannt sind und viel wohl nur noch Common und Uncommons sein werden, werfe ich einen Blick auf die Karten die für uns Sultai-Liebhaber vielleicht interessant werden könnten.

Als Startpunkt, hier ist meine derzeitige Liste, die ich auch auf dem letzten WMCQ gespielt habe:

Freakle Sultai Push

Maindeck:

Sideboard:

Neuheiten aus Hour of Devastation:

Beginnen wir mit dem wohl meist debattiertest Cycle, den letzten Atemzügen der Götter:

bontu kefnet rhonas

Alles in allem gibt es hier unterschiedlich starke Effekte, alle 3 sind für Ihre Manacosten gepusht…bis auf den kleinen aber sehr negativen Zusatz „Lands you control don’t untap during your next untap step“. Selbst billige Effekte wie Rhonas’s Last Stand sind daher immer einen vollen Zug wert, da auch andere Spells die man in diesem Zug spielt dazu führen dass diese Länder ebenfalls nicht entappen. Ich denke, dass dieser Drawback zu stark sein wird und alle dieser Karten aus Modern heraus halten wird. Möglicherweise will man solche Effekte in einem Tezzeret-Deck spielen, hier könnte Artifakt-Ramp wie Dimir Signet dazu führen, dass man diese günstigen und sehr starken Effekte optimaler nutzen könnte. Für uns Sultai-Liebhaber ohne starke Artefakt-Core sehe ich allerdings leider keine Einsatzmöglichkeit. Schade auch dass auf Kefnet’s Control-Magic-Effekt Planeswalker nicht erwähnt wird, sonst wäre das ganze eine sehr schöne Sideboard-Karte gegen Tron.

Eine weitere sehr Interessante Mechanik für Modern ist (und bleibt) Cycling. Für uns sehr interessant werden die Cycleländer.

desert lonelysandbar ramunapexcavator

Modern-legale Cyclingländer haben auf jedenfall ein großes Potential, auch wenn die Kosten als 2 Mana-cycler deutlich anspruchsvoller sind als die Onslaught-Cycler die nur ein Mana kosten, aber leider nicht Modern legal sind. Zusammen mit Life from the Loam und Crucible of Worlds kann hier schon eine Value Engine entstehen. Sehr interessant auch, dass mit Ramunap Excavator ein weiterer Crucible-Effekt gedruckt wird, der als Kreatur seine ganz eigenen Vorzüge hat.

All diese Karten, als auch die Mechanik „Aftermath“, synergieren hervorragend mit einem deutlich zu wenig gespielten blauen 2 Drop im Modern

jace

Jace wird deutlich gepusht, vor allem wenn es über die Jahre erneut Aftermath-Karten geben sollte, bei denen die 2. Seite deutlich gepusht ist. Die wohl relevanten aus diesem Set für Modern Sultai sind:

drivendespair strugglesurvive claimfame

Driven/Despair kann ein sehr guter Grind-Finisher sein, Survive eine Sideboardkarte gegen Graveyard, Claim ein neuer Unearth – Effekt für Modern !

Das Set bringt weiterhin eine der stärksten Hatekarten für und gegen den Großteil unseres Decks:

lilianasdefeat

Diese Karte wird auf jeden Fall Modern Play in Sideboards sehen, eventuell sogar in unserem Deck um Rock/Death’s Shadow-Decks zu bekämpfen.

Zuletzt möchte ich euch noch meine 3 Picks zeigen, die meiner Meinung nach Potential haben, auch wenn sie sehr fringe aussehen. Alle 3 sind auch noch blau! Welch Zufall!

nimbleobstructionist supremewill hourofeternity

Ein Flash-Flyer der sehr an Vendilion Clique erinnert, auch wenn die Cycling-Kosten sehr hoch sind und der Effekt sehr „narrow“. Allerdings kann diese Karte gezielt bestimmte Strategien bekämpfen, sowohl als Disruption als auch als Flash-Beater. Supreme Will ist eine Art Charm, aus Mana Leak und Impulse. 2 starke Spells, ein Mana teurer, allerdings flexibler. Supreme Will wird auf jeden Fall Standard-Play sehen, evtl. reicht es auch für Modern. Hour of Eternity ist eine Karte die die Color-Pie bricht in dem Sie Blau eine Reanimationskarte gibt. Gerade mit Jace können hier auch sehr starke Combos entstehen. Würde mich nicht wundern wenn wir diese Karte in Modern sehen würden.

Kleiner Bonus, falls jemand diese Karte hier auf macht

doomsday

Ich melde schon mal Bedarf an!!!

Fazit:

Das Set enthält einige Karten die den Sprung in Modern schaffen könnten, gerade in den Sultai Farben. So uninspiriert ich dieses Set zum draften finde, umso mehr freue ich mich darauf mit diesen Karten in älteren Formaten rum zu durdeln.

 

Was haltet Ihr von dem neuen Set? Ist für euer Deck etwas dabei? Egal ob Modern, Standard, Commander, schreibt mir in den Kommentaren!

 

Freakle