Highlander – Es kann nur einen geben!

Hallo miteinander,

 

heute möchte ich den unglücklichen unter euch, die mit dem interessantesten Casual-Format in Magic – Highlander – nichts anfangen können diese Vorstellen.

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Highlander ist das Vorgängerformat zu EDH, dem heutigen Commander. Die Idee stammte aus dem Untertitel des gleichnamigen Kinofilms mit Christopher Lambert: „Es kann nur einen geben!“ Damit wird auch klar, was wohl die Hauptregel beim Deckbau im Highlander – Format ist:

  • Jede nicht-Basisland-Karte darf nur einmal im Deck vorhanden sein.

Diese Regelung hat sich bis heute im Commander-Format beibehalten und ist verantwortlich für den ganz besonderen Charme dieser Singleton Formate.

  • Ein Deck muss aus mindestens 100 Karten bestehen

Hier schon der erste Unterschied zu Commander. Alle Decks müssen nur mindestens die 100 Karten – Marke sprengen. Sprengen ist oft das richtige Wort für Decks die im Highlander einen gegenüber sitzen, laxe Deckbauer verzichten gerne auf optimierte Decks und haben deutlich über 100 Karten im Deck

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„Ich hab wirklich höchstens 105 oder 106 Karten im Deck“

  • Gespielt wird 1 Match, ohne Sideboard. Highlander kann sowohl 1 gegen 1, als auch im Multiplayer gespielt werden.
  • Startlebenspunkte betragen 20

20 Leben führt gerade im Multiplayer dazu, dass Highlander – Decks klassischerweise nicht Rampen bis Zug 8 und dann den unspielbaren 8-11 Mana Draftbulk auf den Tisch legen. Nein, hier wird weiterhin mit etwas Sinn und Verstand gearbeitet. Ein Deck muss auch vor Turn 6 interagieren können, es gibt sehr viele Decks im Format die wie in einem Format wie Legacy Turn 2 eine „Must Kill“ Kreatur legen können. Sollte man ein Ramp – Deck spielen wollen, dann muss es wirklich ein Ramp Deck sein, nicht nur ein Random Deck in dem zufälligerweise Sol-Ring und Mana-Vault liegen. (Zu diesen beiden Karten später mehr). Diese Einschränkung führt dazu, dass die meisten Highlander-Decks, egal ob Aggro, Control, Combo oder Ramp, schon in den ersten Zügen tatsächlich etwas zu tun haben dass das Spielfeld beeinflusst. Dies führt unweigerlich ebenfalls dazu, dass die meisten Highlander-Matches auch im Multiplayer sich nicht stundenlang dahin ziehen. Ausnahmen bestätigen die Regel, ich musste auch schon gegen einen Kozilek zusammen schieben der End of Turn aus einem Aether Vial rausgehüpft ist …

  • Es sind alle Magic – Karten legal, bis auf diese, die auf der Banned-List stehen. Dies gilt auch für goldrandige Karten.

Die Banned – List von Highlander – Magic wird weiterhin gepflegt. Zusätzlich existiert auch eine Watch-Liste, so dass man frühzeitig über geprüfte Bans oder Unbans informiert wird. Diese Banned – List beinhaltet schnelles Mana wie Sol-Ring und Mana-Vault, allerdings nicht die Payoff-Karten wie Prime Time oder Emrakul. Highlander wird eben nur mit 20 Leben gespielt, falls jemand versucht Eldrazi zu casten, Attackiere diese Person einfach….oder caste Armageddon …. oder Combo an Turn 4 …. oder Tutor dir deinen Winter Orb ins Spiel.

Highlander wird immernoch aktiv auch auf Turnieren gespielt (zumindest im deutschsprachigen Raum). Es besteht also sogar die Möglichkeit euer komplett ausgepimptes Deck auf das nächste Turnier zu tragen und um Preise zu spielen!

Probiert das Format doch einfach mal aus, wir sind hier lokal immer noch große Verfechter davon und treffen uns weiterhin regelmäßig zu Spielrunden. Falls Ihr es verpasst habt, auf unserem Youtube-Channel gab es auch eine Mini-Serie in der wird euch ein paar unserer Decks vorgestellt haben und gegeneinander antreten ließen.

 

 

Schreibt mir doch in den Kommentaren ob Ihr das Format noch kennt oder gar noch spielt, gerne auch mit eurem Lieblingsdeck! Ich bin sowieso immer auf der Suche nach neuen Deck Ideen, vielleicht kann ich einige eurer Decks mal in einer Video Serie vorstellen!

 

Freakle

 

 

 

3 Gedanken zu „Highlander – Es kann nur einen geben!

  1. Ich weiß nicht, warum, aber das „klassische“ Highlander hat mich nie so gereizt. Ich hatte immer das Gefühl, es kommt mehr den Spielern entgegen, die nur ein Deck oder einige wenige Decks besitzen und diese(s) optimieren, hegen und pflegen und bis aufs Letzte ausreizen — inklusive dem Kauf von teuren Karten, vielleicht auch nach und nach, weil es ja um „das“ Deck geht und man die Karte auch nur einmal braucht. Auch sonst hatte lange Zeit keiner in unserer Multiplayer-Runde den Drang verspürt, sich auf Highlander-Pfade zu begeben.

    Das änderte sich, als uns jemand seine Idee von „Common Highlander“ darlegte: ein Singleton-Deck mit 200 Karten, maximal 40 Uncommons, keine Rares/Mythics, ein Verhältnis von 2:1 für Kreaturen zu sonstigen Sprüchen, Schaden/LP-Verlust auf Spieler nur von Kreaturen, 40 Lebenspunkte und von jedem Standardlandtyp ein Land vom Start weg verfügbar (wenn auch nicht „im Spiel“). Zu diesen Vorgaben konnte jeder von uns ein Deck zusammenwerfen, ohne besondere Ausgaben zu haben. Die Spiele sind entsprechend vom Kreaturenkampf geprägt, und da man gleich fünf oder mehr Mana zur Verfügung hat, kommen große Brocken auf den Tisch, die man ansonsten nicht so häufig sieht — da hüpft das Herz des Freizeitspielers höher. Allerdings gilt für diese Variante ganz besonders, dass pfiffige Deckbauer die Schwächen des Formats erkennen und zum Vorteil ausnutzen können, sodass ihre Decks in einer anderen Liga spielen als die der unbedarfteren Deckbauer. Da sich diese „Tricksereien“ bei uns aber nicht durchgesetzt haben, ist das Format relativ unverdorben geblieben, und wir spielen es seither regelmäßig an unseren Themenabenden.

    Einige Jahre später wurde dann „Kommandeur“ mit Unterstützung der vorkonstruierten Decks von WotC populär (und zu Geld) gemacht, und damit habe ich Zugang zu diesem Highlander-Format gefunden. Mir macht es großen Spaß, wobei ich glaube, dass die Besonderheiten (die spezielle Rolle des Kommandeurs, 40 Lebenspunkte) einen großen Anteil daran haben. Den Spielern, mit denen ich regelmäßig spiele, ist es genauso gegangen (bloß ein entfernt wohnender Freund hatte vorher schon über seine Spielrunde Kontakt zum „klassischen“ Highlander aufgenommen). Und seither hat auch „Kommandeur“ seinen festen Platz in unseren Themenabenden. Mittlerweile besitze ich neun „Kommandeur“-Decks, während mich das „klassische“ Highlander nach wie vor nicht reizt.

    • Freakle sagt:

      Hallo Mario !
      Danke für deine Antwort,

      das „common – Highlander“ klingt ja verlockend, so etwas gibt es ja auch schon länger unter immer wechselnden Namen, allerdings ist die Regel mit 200 Karten und nem Basic-Land im Spiel unbekannt, interessant davon zu hören!

      Spielt Ihr in eurer Runde nur mit den vorkonstruierten Kommandeur – Decks oder werden diese auch verbessert bzw erweitert? Sonst ist mir ehrlich gesagt nicht ganz klar wieso hier nicht ebenfalls die selbe von dir ja genannte „Schwäche“ liegt, dass manche Spieler mehr Geld investieren oder eben auch mit kleinem Budget ein stärkeres Deck zusammen bauen als die anderen.

      Ich finde es immer sehr interessant bei unbekannten Gruppen einzuschätzen welches Deck nun das beste sein könnte. Es sollte ja weder zu Stark noch zu Schwach sein um allen Beteiligten noch Spielspaß zu gönnen.

      • „Common Highlander“: Die Regeln dazu findest du auf „Magic für Freizeitspieler“ -> Spielvarianten -> Highlander.

        „Kommandeur“: In unserer Runde ist alles drin von vorkonstruiert und unverändert bis hin zu Eigenkreationen. Klar besteht auch hier die „Gefahr“, dass eine Optimierungsspirale entsteht, bei der am Ende dann lauter teure Karten in den Decks sind. Allerdings bedürfen die vorkonstruierten Decks nur weniger Änderungen, um erst einmal spielbar zu sein und Spaß zu machen, sodass man mit dem Kauf eines vorkonstruierten Decks schon ganz gut dabei ist. Das ermöglicht einen wesentlich einfacheren Zugang zu dem Format als das Erfinden und Bauen eines neuen Highlander-Decks. Bei den sieben meiner Kommandeur-Decks, die ein vorkonstruiertes als Ausgangspunkt hatten, liegt der Anteil an Austauschkarten bei etwa 50%. Meine beiden selbst gebauten Kommandeur-Decks sind nur wegen des jeweiligen Kommandeurs entstanden und benötigen zum Glück so gut wie keine teuren Karten.

        Ja, die Abwägung der Stärke eines Decks ist immer so eine Sache. Aber das gilt natürlich für jedes Format, nicht nur für Highlander und Konsorten.

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