Archiv für den Monat: November 2013

Draft, Take 2

Uuuund Action!
Nach dem leicht verbesserungswürdigen Deck der letzten Woche, wollte ich diesen Freitag das synergetische Deck mit starken Karten draften ;). Also bin ich motiviert zum Laden und hab kurze Zeit später am 5-Mann Tisch platz genommen. Ich bin schon mit sechs Leuten nicht klar gekommen, wie soll das dann erst enden?

Den ersten Pick hab ich mir ein wenig (zu) einfach gemacht, da ich unglaublich gern schnelle und aggressive Decks spiele. Da kam mir Tymaret, the Murder King sehr gelegen – und da ich gern engstirnig versuche meine Firstspicks spielbar zu machen, hab ich direkt nach roten und schwarzen Karten geschaut. In Schwarz lächelt mich Disciple of Phenax an und, mich positiver Erfahrungen erinnernd, nehme ich ihn. Genauso wie den im nächsten Booster. 🙂
Ab da sind im ersten Pack alle Karten in Rot und Schwarz so schlecht, dass selbst ich sie nicht möchte und mich in den anderen Farben umsehe. Ich picke bis Mitte zweiten Pack alles wild durcheinader, da ich noch nicht weiß, in welchen Farben ich bin. Auch die anderen Drafter scheinen häufiger ihre Farben zu ändern, denn die Farben öffnen und schließen sich fortwährend. Oder es kommt mir zumindest so vor.
Schwarzes Removal wie Pharika’s Cure hätte ich zeitweilig über alles genommen, aber nichts außer Lash of the Whip, den ich tapfer einsammle, schafft es zu mir. Inzwischen sehe selbst ich ein, dass Tymaret es wohl nicht mehr ins Deck schaffen wird.
Nach dem dritten Verdict, das mir geschoben wird, lege ich Weiß als Zweitfarbe fest. Fehlt nur noch eine Hauptfarbe, da ich in Schwarz noch nicht viele Karten habe. 😀
Ich öffne Fabled Hero, nehme ihn und sammle als nächstes zwei Gray Merchant of Asphodel und Sip of Hemlock auf. Damit hat Schwarz sich entgültig qualifiziert, ich hatte aber auch schon keine Wahl mehr. Fast als letzte Karte bekomme ich Mogis’s Marauder und freue mich wie blöde.

Der Deckbau ist relativ einfach, ich lege alle Karten, die mir spielbar erscheinen hin und komme auf 23. Kein gutes Zeichen. Da Schwarz gesetzt ist, versuche ich Weiß durch Grün zu ersetzen. Das macht meine Kurve aber noch schlechter und dezimiert mein Removal erheblich. 3 Divine Verdict stechen Pharika’s Mender aus und bringen mich dazu fogendes „Deck“ zu bauen:

2 Fleshmad Steed
Bronze Sable
2 Baleful Eidolon
Fabled Hero
Scholar of Athreos
Guardians of Meletis
Blood-Toll Harpy
Felhide Minotaur
Mogis’s Marauder
Returned Centaur
2 Disciple of Phenax
Keepsake Gorgon
2 Gray Merchant of Asphodel
Loathsome Catoblepas

3 Divine Verdict
Lash of the Whip
Sip of Hemlock
11 Swamp
6 Plains

Das Deck ist sehr langsam, ich schätze es aber stärker ein als das von letzter Woche. Verbaut habe ich es trotzdem, da ich aus irgendeinem Grund nicht in der Lage bin defensive Decks zu bauen. Die Karten dafür Aufsammeln klappt meistens gut… Merkwürdig. Besonders, da ich jedes Mal versuche ein schnelles und aggressives Deck zu draften :D.
Ich zeig euch mal mein Sideboard, dann wisst ihr, was ich mit verbaut meine:

Traveling Philosopher
Setessan Battle Priest
Leonin Snarecaster
Ray of Dissolution
Evangel of Heliod

Schwarze Karten gibt es nicht, ich hab tatsächlich einfach alle ins Deck gesteckt, ohne darüber nachzudenken, ob die weißen 2-Drops nicht vielleicht besser wären. Fleshmad Steed ist nicht die Karte, die besonders gut blockt, aber genau dass will ich ja am Anfang machen. Evangel of Heliod hab ich als nicht dominant genug abgetan, aber den Catoblepas gespielt… Zumindest blockt der nicht schlecht. Außerdem hätte ich in dem Deck auch über 18 Land nachdenken können, habe ich aber nicht.

Da ich am gemütlichen 5-Mann Tisch gedraften hatte, starte ich mit einem Freilos ins Tunier und bespitzel erstmal die Decks der Anderen. Da gibt es UG, UB, RW und UW zu bestaunen. Das mit dem Signale lesen muss ich noch üben, Grün war mal wieder offen, Weiß dafür auf beiden Seiten neben mir zu.

Als erstes darf ich gegen das blauschwarze Deck ran. Ich lege gut Kurve und mache viel Schaden. Dann zeigt mir mein Gegner, warum er blaue und schwarze Karten gedraftet hat: Ashiok, Nightmare Weaver. 2 Runden bevor ich ihn tot habe, spielt er ihn und mühlt meinen Gray Merchant of Asphodel, der ihm 6 Leben geben würde. Also muss ich Ashiok angreifen. Das verschafft meinem Gegener wieder Zeit, er zieht Spells und ich Länder. Kurz darauf bringt er meinen Fabled Hero ins Spiel. Im nächsten Zug versuche ich hinten zu bleiben und seine Angreifer zu blocken. Leider gibt er mir alle Blocker auf die Hand zurück und haut mich tot.
Dennoch glaube ich, ihn schlagen zu können, weil ich eine Karten besser finde. Nach einem Mulligan auf 6, zwei Plains als Länder sind unhaltbar, habe ich einen lamgsamen Start. Und noch schlimmer ist, dass ich lange kein 5. Land finde. Ashiok ist am Start und mühlt mir alle Länder weg. Mein Gegner hingegen hat zu viele Länder, der Disciple für 3 trifft 3 Länder. Danach übernimmt der Gegner meinen Keepsake Gorgon, tötet meinen Scholar of Athreos und ich muss ihn mit Divine Verdict loswerden. Ich sitze mit 2 Gray Merchant of Asphodel, Lash of the Whip und Sip of Hemlock da und denke mir, wenn ich ein Land finde bist du tot. Das Land kommt, ich spiele einen Merchant für 7 und hoffe, dass mein Gegner nicht auf die Idee kommt, sich meinen Disciple mit Ahsiok zu holen. Dann müsste ich den zweiten Merchant abwerfen, der meine einzige realistische Gewinnoption ist. Mit 4 Karten in der Bibliothek habe ich keine Zeit mehr.
Natürlich schnappt sich mein Gegener den Disciple, kann sich 5 Karten ansehen und lässt mich den Merchant abwerfen. Good game… 0:2 und ich fühl mich ein wenig veralbert. 🙁

Neue Runde, neues Glück. Vor RW hab ich Respekt und nachdem ich den Würfelwurf verloren habe, erscheinen mir meine Aussichten nicht rosiger. Ich nehm wieder den zwei Plains-Mulligan und werde mit einer Hand mit 2-Drop belohnt. Mein Gegner zieht viele Länder, ich viel Removal und Zug 6 satbilisiere ich auf 8 Leben. Zwei Züge und einen Gray Merchant of Asphodel später habe ich mein erstes Spiel gewonnen. 🙂
Im Zweiten hab ich erst ab Zug 3 einen Blocker, mein Gegner hat einen super Start und viele Combattricks. Trotzdem gelingt es mir auf einen Lebenspunkt zu stabilisieren und seine Lebenspunkte mit meiner Harpye zu dezimieren. Leider ziehe ich 4 Länder nach, mein Gegner nicht.
Spiel 3 fängt ähnlich an und wieder habe ich einen langsamen Draw. Mit meinem Disciple of Phenax kann ich meinen Gegner Rage of Purphoros oder Portent of Betrayal abwerfen zu lassen. Beides ist in dieser Situation sehr gut und ermöglicht es ihm meine Defensive zu umgehen. Ich entscheide mich ihn die Rage discarden zu lassen, da sie bis auf Guardians of Meletis alles töten würde und meine Kreaturen nicht die besten Angreifer sind. Ob das richtig war, weiß ich aber nicht. Danach rüsten wir beide unsere Armeen auf. Während er nicht mehr angreifen kann, nagt meine Blood-Toll Harpy beständig an seinen Lebenspunkten. Schließlich geht mein Gegner zum finalen Schlag über. Er übernimmt meinen Gorgonen und zwingt mich auf 1 Leben zu gehen. Vielleicht hat er sich da verrechnet, ich behalte 3 Kreaturen, er zwei. Wegen Leonin Snarecaster, von dem ich weiß, dass mindestens zwei weitere Kopien im Deck lauern, kann ich nicht mehr angreifen. Schließlich ziehe ich nach längerem Stellungskrieg Mogis’s Marauder und kann 12 unblockbare Schaden machen.

Nach diesem knappen Spiel hatte ich mir den Booster verdient und war mit meinem Deck versöhnt. Das BU Deck hat übrigens das Tunier gewonnen, entgegen aller Vermutungen. Ashiok hat auch hier deutlich zum Sieg beigetragen. 🙂

Zum Schluss hab ich noch Fragen an euch: Habt ihr Tipps für den 5-Mann Draft oder seid ihr in der Situation genauso überfordert wie ich? Oder bilde ich mir das alles nur ein und es gibt im Draft keinen Unterschied zwischen 5- und 8-Mann Tischen?

Cut, knuffel

PS: Kritik und Verbesserungsvorschläge sind willkommen, genauso wie Lob und Fragen! 😀

Auf zu neuen Ufern

Es ist Freitag und ich hab seit längerem mal wieder Zeit den Draft im Laden der Wahl mit meiner Anwesenheit zu beehren. Da der Draft bereits 16.00 Uhr startet, rechne ich nicht damit viele Gleichgesinnte anzutreffen. Weit gefehlt, ganze 21 Spieler haben sich eingefunden. Nach einer kurzen Diskussion über die Tischgrößen(10 und 11 vs. 8,7 und 6) nehme ich am 6er Tisch platz. Keine ideale Vorraussetzung, aber wir reden es uns gemeinsam schön.

Der erste Booster ist unspektakulär, ich picke Zornblütiger Schamane und hoffe auf Minotauren. Die nicht kommen. Einen Magmastrahl und Akroischer Hoplit später denke über ein schnelles RW nach. Den Plan kann ich ein paar Picks später auch begraben, als sowohl rote als auch weiße Karten durch Abwesenheit glänzen. Ich bekomme ein Ende der Reise als 10. Pick und danach Auftauchender Hippokamp. Im Nachhinein ist mir klar geworden, dass blau den ganzen Draft über offen war. Genauso wie grün. Leider führt mich eine Elspeth, Auserwählte der Sonne im zweiten Booster in Versuchung und ich spähe wieder nach weißen Karten. Erfolglos, dafür bekomme ich Titan des ewigen Feuers und Seherische Dämpfe geschoben. Dann eben rot und blau. Dabei bin ich den Rest des Drafts geblieben.
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass auf beiden Seiten neben mir rot gedraftet wurde, einmal in Verbindung mit weiß, einmal mit schwarz. Das erklärt, warum sich mein Removal auf den einen Magmastahl beschränkte. Die Beiden sind mit ihren Picks auch nicht wirklich glücklich, zeigen mir aber einige gute Karten. Ich bin ein wenig angeschlagen, ahne aber noch nicht, dass ich gegen Beide werde spielen müssen.

Unzufrieden setze ich mich an den Deckbau und versuche vergeblich für Elspeth einen Platz zu finden. Schließlich redet mir ein erfahrener Spieler ins Gewissen und sie wird zusammen mit dem extra für sie gepickten Opaleinhorn auf die Ersatzbank verbannt 🙁 . Danach zittere ich mit dem folgenden Haufen meiner ersten Partie entgegen:

Dunstgeschöpf
Todessenken-Plünderer
Umherstreifender Satyr
Zornblütiger Schamane
Nimbus-Najade
2 Kundige Flammenseherin
Zweiköpfiger Zerberus
Zauberherz-Chimäre
Gesandter des Purphoros
Auftauchender Hippokamp
2 Grenzland-Minotaurus
Hellsichtige Chimäre
Erinnernde Mauer
Ausschweifende Zelebranten
Titan des ewigen Feuers

Magmastrahl
2 Ende der Reise
Seherische Dämpfe
Rache der Meeresgöttin
Schatz der Thassa

10 Gebirge
7 Insel

Im Nachhinein wäre es besser gewesen statt Erinnernde Mauer und Schatz der Thassa Drachenumhang und Tritonier-Glücksjäger zu spielen, auch die Länderverteilung finde ich nicht mehr optimal.

Zu Beginn der ersten Runde male ich mir keine großen Erfolgschancen aus, spiele dementsprechend, ziehe viele Länder und werde von Gesandter des Erebos und Andenkensammelnde Gorgo eingestampft. Das grünschwarze Deck meines Gegenübers scheint mir um längen besser zu sein. Deshalb gebe ich die Runde in Gedanken verloren und boarde Elspeth, Auserwählte der Sonne zusammen mit Opaleinhorn, Triumph über das Böse und drei Ebenen ein. Dafür gehen zwei Gebirge, eine Insel, Schatz der Thassa, Umherstreifender Satyr und die Erinnernde Mauer. Entgegen aller Erwartungen gewinne ich die nächsten Spiele, da mein Gegener jeweils nur zwei Länder findet und mich die Ebenen in meinem Spielfluss nicht stören :). Elspeth habe ich in keinem Spiel gesehen.

Beflügelt von meinem Sieg schmeiße ich die weißen Karten für das nächste Match wieder aus dem Deck und werde mit einem schnellen Sieg belohnt. Mein linker Draftnachbar spielt blau uns schwarz mit einem Rotsplash für Blitzeinschlag. Den boardet er dann direkt gegen mich raus, während ich mich entschließe Abstreiten eine Chance zu geben. Im zweiten Spiel halte ich eine Hand mit rotem Mana, drei roten Sprüchen ab Runde 3 und 4 sowie Ende der Reise und Hellsichtige Chimäre. Ich ziehe weitere 4-Dropps und kann in Zug 5 mein drittes rotes Land legen. Ich spiele meine Kundige Flammenseherin, welche sich direkt ein Removal einfängt und werde weiter vom Dunstgeschöpf verhauen. Als ich das 4. Land ziehe bin ich faktisch schon tot. Spiel 3 stellt dann nur eine Wiederholung dar. Ich sehe das als ausgleichende Gerechtigkeit und hoffe, dass die Managötter mir in Runde 3 wieder holt sind.

Letzte Runde und letzter Gegner – mein Nachbar von rechts. Er spielt rote und weiße Männer, die sich im ersten Spiel aber nicht zeigen. Wir haben beide eine menge Länder, ich spiele in Zug 4 Magmastrahl auf ihn, einfach nur um zu scryen. Nicht elegant, aber ich kann zumindest ein Gebirge unter meine Bibliothek legen. Die andere Karte ist Schatz der Thassa, welche ich Zug 6 ausspiele und mir mit Erinnernde Mauer zurückhole. Nebenbei mühle ich dem Gegner seine ganzen Flieger in den Friedhof. Er hat keinen Blocker für die Zauberherz-Chimäre, deren Stärke auf 5 anwächst und ihn zusammen mit trampelnden Minotauren vermöbelt. In diesem Spiel hatte ich das einzige Mal im Tunier Elspeth auf der Hand, da ich ausversehen meine weißen Karten mit eingemischt hatte. Die Ebenen hab ich aber leider nicht gezogen :D. In Spiel 2 finde ich keine Insel und werde von Sagenhafter Held mit bestandener Prüfung des Heliod besiegt. Spiel drei ist wieder kein Spiel, mein Gegener hat nur 3 Länder während ich in Umherstreifender Satyr, Kundige Flammenseherin und Grenzland-Minotaurus, auskurve, danach ein Dunstgeschöpf lege und ihm Zug 6 mit einer getoppdeckten Rache der Meeresgöttin seine Blocker auf die Hand gebe.

Mit meinem 2-1 bin ich abschließend sehr zufrieden, dass ist besser als ich gedacht hätte. Bemerkenswert finde ich auch, dass ich kein Spiel mit Elspeth in der Bibliothek verloren habe 😀 .
So, das war mein erster Blockeintrag. Puh, es ist echt nicht leicht einen Anfang zu finden. Ich würde mich sehr über Anregungen, Verbesserungsvorschläge und eure Drafterfahrungen in den Kommentaren freuen. Als nächstes werde ich mich an einem Blogtext zu meinen Erfahrungen als Modo-Neuling versuchen.

Bis demnächst, knuffel