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Gelegenheitsmagier aus Leipzig. Ich blogge, weil es mir Spaß macht und ich denke, so etwas lernen zu können.

(Inoffizielle) Sachsenmeisterschaft – Ein Erlebnisbericht

Am 15.03. spielten die 59 besten Spieler Sachsens um den Titel des (inoffiziellen) Sachsenmeisters, Ruhm, Ehre und MKM-Gutscheine… Oder so ähnlich. 🙂
Und weil ich da natürlich nicht fehlen wollte, stellte mir Midi freundlicherweise folgendes Deck zur Verfügung:

Maindeck

4 Nykthos, Shrine to Nyx
4 Sacred Foundry
4 Temple of Triumph
1 Boros Guildgate
12 Mountain

4 Ash Zealot
4 Frostburn Weird
4 Burning-Tree Emissary
4 Boros Reckoner
4 Fanatic of Mogis
4 Stormbreath Dragon

4 Chained to the Rocks
3 Mizzium Mortars
1 Hammer of Purphoros
1 Chandra, Pyromaster
2 Purphoros, God of the Forge

Sideboard

3 Shock
1 Mizzium Mortars
2 Glare of Heresy
2 Boros Charm
2 Wear // Tear
1 Hammer of Purphoros
2 Anger of the Gods
1 Chandra, Pyromaster
1 Assemble the Legion

Super motiviert habe ich direkt am Standard FNM einen Tag vorher teilgenommen und jedes Match verloren… Das lag zum einem kleinen Teil an meinen grandiosen Ziehkünsten, größtenteils aber daran, dass ich vom aktuellen Standard so viel Ahnung wie von chinesischer Grammatik hatte. Daran hat sich nicht wirklich etwas geändert, aber zumindest Nykthos glaube ich jetzt verstanden zu haben. 🙂
Natürlich habe ich mich nicht entmutigen und mir Strategie und Boarding gegen die 3 Decks, gegen die ich erfolgreich verloren hatte, im Nachhinein erklären lassen. So bin ich am nächsten Tag super vorbereitet (ähem) ins Tunier gestartet.
das Tunier selbst lief für mich wie folgt ab:

Runde 1 gegen Axel mit UW Control (0:0:1)

Kontrolle ist kein gutes Matchup für das Deck, 7 tote Karten sind eine Menge. Und das gleich in der ersten Runde, na danke.
In Spiel 1 werde ich am Anfang erfolgreich kontrolliert und dann vom Aetherling verhauen. Außerdem lerne ich, dass die zweite Fähigkeit von Elspeth, Sun’s Champion auch Stormbreath Dragon trifft. Da ich noch 2 Spiele gewinnen will, gebe ich auf. Ich versuche mich an den Boardingplan für UW zu erinnern und entferne Chain to the Rocks und Mizzium Mortars. Dafür wandern ein weiter Hammer,Wear // Tear, Glare of Heresy und Boros Charm ins Deck.
Im zweiten Spiel überrenne ich meinen Gegner und drücke mit Chandra, Pyromaster den letzten Schaden durch.
In Spiel 3 nehme ich wie im Zweiten keinen Schaden, Axel aber durch einen dummen Spielfehler von mir nicht genug. Man spielt erst Purphoros und dann die Kreaturen… Da hat Nykthos zu sehr an meine Gier appelliert. 🙁 Als die Extrazüge ausgerufen werden, habe ich 24 Leben und mein Gegner 11. Das Board ist leer und wir einigen uns aufs unentschieden, weil keiner von uns einen Weg sieht, den Anderen in den nächsten zwei Zügen umzuboxen.
Damit haben wir gegenseitig unsere Chancen Sachsenmeister zu werden erfolgreich dezimiert.

Runde 2 gegen Matthias mit GRW Hexproof (1:0:1)

Mein Gegner hat die letzte Runde gewonnen, ich wurde also hochgepaart. Er gewinnt den Würfelwurf, legt Gladecover Scout, darauf Madcap Skills und in der nächsten Runde Unflinching Courage. Kurz darauf schiebe ich zusammen, ich habe es knapp nicht geschafft die Courage zu racen. Für dieses Deck habe ich keinen Sideboardplan erklärt bekommen, also wird improvisiert. Wear/Tear sowie Glare of Heresy und einen Hammer nehme ich on the Play rein, dafür gehen Chain to the Rocks und ein Mortars.
Spiel 2 halte ich eine grauenhafte Hand aus 5 Ländern, Zealot und Fanatic, in die ich mich königlich reinziehe. Ich race erfolgreich Hexproofmann mit Skills und zwei Armor dank Hammer of Purhoros mit Gott und Fanatic. Als der Gott mit eile zum Hauen kam, hat Matthias nicht schlecht geschaut. 🙂
Spiel 3 nehme ich Mulligan auf 6 nach einer Hand mit 7 Ländern, habe wieder den Hammer und kann mit Mogis für 9 Schaden, gefolgt von Mogis für 10 den Sieg „erschießen“. Da hilft dem Gegner auch Unflinching Courage und Warleader’s Helix nicht.

Runde 3 gegen Felix mit GW Ramp(?) (2:0:1)

Das erste Spiel ist ein hartes Damage Race, wir sind anfangs beide nicht gewillt zu blocken und greifen munter an. Schließlich bin ich auf 6 Leben gezwungen zurück zu bleiben, kann meine Devensive dank Nykthos um zwei Reckoner auf einmal erweitern. Felix versucht noch einen Angriff, ich blocke richtig und gewinne das erste Spiel. Gegen ihn boarde ich mehr Removal rein, was ich rausgenommen habe, weiß ich nicht mehr. 🙂
Spiel 2 fessle ich eine Voice of Resurgence an den Felsen um dann von einem Witchstalker mit Courage und diversem Pump verhauen zu werden. Für Spiel 3 boarde ich Mizzium Mortars und Chandra raus, Anger of the Gods und Enchantment Removal rein.
Ich nehme wieder Mulligan auf 6, habe aber einen akzeptablen Start. Mein Gegner hat Manatiere und eine Voice, die beim Blocken stirbt. Was dann passiert, ist sehr unschön. Mein Gegner will ein Token ins aufs Feld legen und findet zwischen seinen Token eine weitere Voice. Er geht davon aus, nur drei Voice und deshalb 59 Karten zu spielen, weil er 15 Karten im Sideboard hat. Wir sind uns unsicher, was nun passiert und rufen den Judge, der ein Gameloss erteilt. Nachdem wir alles unterschrieben haben, packt Felix die Voice ins Deck, zählt seine Karten und kommt auf 61. Sofort zählt er nochmal und auch ich überprüfe die Anzahl. Es sind 61. Er nimmt sein Deck auseinander und hat nun 5 Voice darin. Das heißt, er hatte ein legales Deck und das Loss war unnötig, an dieser Stelle aber nicht mehr rückgängig zu machen. Sehr schade. 🙁

Runde 4 gegen Moritz mit U Devotion (2:1:1)

Spiel 1 verliere ich gegen 2 Cloudfin Raptor, die 3 mal evolvt wurden. Ich boarde Anger of the Gods rein, hab aber keine Ahnung, was gegen dieses Deck gut oder schlecht ist.
Moritz baut im zweiten Spiel von Anfang an eine starke Boardpräsens auf, die ich in Zug 3 am liebsten direkt mit Anger zerstören würde. Das geht aber nicht, weil er einen Judge’s Familiar hat… Ich alber 2 Runden rum, bis ich das vierte Land finde. Der Anger räumt das ganze Board leer,denn Moritz pumpt vorher seinen Frostburn Weird um meinen angreifenden Zealot zu fressen. Nicht nur ich bin gierig. 😀 Mein Reckoner schießt 3 Schaden auf ihn und Burning-Tree Emissary in Kombination mit Fantic of Mogis bringt den letzten Schaden durch. Das Spiel war sehr knapp, ich hatte selbst nur noch 3 Leben.
In Spiel 3 werde ich schnell in die Defensive gedrängt. Um Kartenvorteil von Jace zu verhindern, leite ich 5 Schaden vom Fanatic auf den Planeswalker um. Im Nachhinein bin ich nicht sicher, ob das richtig war. Am Ende kann ich in meinem Zug nur 13 Schaden machen, 3 zu wenig, und nicht verhindern, im Gegenangriff von zwei Judges Familiar getötet zu werden. Hier wäre der Anger auch genial gewesen…
Auch in diesem Match wurde ich hochgepaart und mein Gegner schafft es sogar in die Top 8. Ich muss jetzt alles gewinnen und selbst dann sind meine Chancen auf die Top 8 sehr gering.

Runde 5 gegen Rico mit RWU Burn (2:2:1)

Spiel 1 überenne ich meinen Gegner und sehe fast nichts von seinem Deck. Dass er mich ausbrennen will, erkenne ich nicht. Deshalb schicke ich Chandra auf die Ersatzbank und nehme noch einen Hammer ein, das Removal taste ich nicht an.
In Spiel 2 halte ich on the Draw eine Hand mit einem Gebirge, Nykthos und 5 2 Mana Kreaturen. Runde 4 finde ich endlich ein weiteres Land. Zumindest konnte ich vorher schon einen Satyr Firedancer mit Mizzium Mortars abschießen und so meinen Gegener überraschen. Mit der Karte hatte er nicht mehr gerechnet. 🙂 Trotzdem bich ich einen Zug zu langsam und werde auf 4 Leben ausgebrannt. 🙁 Jetzt nehme ich 2 Mortars und 3 Chain raus und dafür Shock, Assemble the Legion und noch etwas rein.
Es folgt der obligatorische Mulligan, wieder halte ich eine Hand mit einem farbigen Land und Nykthos. Seinen ersten Firedancer kette ich an den Felsen, den Zweiten werde ich nicht los. Deshalb kann mein Genger gemütlich mich und meine Kreaturen ausbrennen. Die Kombination aus Purphoros und Assemble the Legion macht es aber noch einmal spannend, rettet mich aber nicht. Wieder werde ich auf 4 Leben ausgebrannt, diesmal von Boros Charm.
Damit bin ich besiegt und setze mir ein neues Ziel: Positiv gehen. Schließlich finde ich mein Deck gut – wenn es mich nicht gerade mit Ländern überhäuft oder sie mir vorenthält. 🙂
Auch Rico hat es übrigens in die Top 8 geschafft.

Runde 6 gegen Kai mit UWG Control

Ich verliere den Würfelwurf, nehme Mulligan auf 6 und werde gnadenlos auskontrolliert. Er hat Supreme Verdict und Detention Sphere um mein Board leer zu halten und macht mit Jace unheimlich Kartenvorteil. Als ich bei leerem Board und leerer Hand das 4. Land in Folge ziehe, während seine Elspeth bei 7 Marken ist, gebe ich auf.
Ich boarde Hammer, Glare, Chandra, Boros Charm und Assemble rein, das Removal raus.
In Spiel 2 habe ich einen sehr langsamen Draw und er Blind Obedience. Ich habe nicht makl den Hauch einer Chance und reiche meinem Gegner die Hand, als die Extrazüge ausgerufen werden. Von den 50 Minuten Spielzeit hat er gefühlte 40 gebraucht, sehr anstrengend. Da ich selbst nicht schnell spiele, bin ich langsamere Gegner nicht gewohnt. Da hab ich mal gemerkt, wie anstrengend ich sonst für meine Gegner bin. 😀

Damit stand mein Endergebnis fest: 2:3:1, magere 7 Punkte und der 35. Platz. Das war mein bisher schlechtestes Ergebnis bei einer (inoffiziellen) Sachsenmeisterschaft. Trauriger Weise waren alle anderen weiblichen Teilnehmer noch schlechter und ich wurde (inoffizielle) Sachsenmeisterin.
Natürlich freue ich mich über meinen Pokal, aber gleichzeitig finde ich es Schade, mit meinem doch eher schlechtem Ergebnis am Besten gewesen zu sein. Darüber, ob es gut oder schlecht ist, überhaupt einen Preis für die beste Teilnehmerin zu vergeben, will ich nicht philosophieren. Er ist als Wertschätzung gemeint und ich habe mich die letzten drei Jahre immer darüber gefreut. Gleichzeitig kann ich aber auch verstehen, warum manche Spielerinnen sich ein wenig diskriminiert fühlen.

Gewonnen hat übrigens Michael Bochmann mit Mono U, auch von mir noch einmal herzlichen Glückwunsch.
Auch wenn ich nicht überragend abgeschnitten habe, war ich mit meinem Deck sehr zufrieden. Ich würde nur einen Nykthos durch ein Gebirge ersetzen. An meinem unbefriedigenden Ergebnis bin ich selbst schuld, nicht das Deck. Einige Spiele wären gewinnbar gewesen, wenn ich den ein oder anderen Patzer vermieden hätte. Mein Boarding habe so genau beschrieben, weil ich dort eine große Schwäche von mir sehe, die ich gern verbessern würde. Bitte gebt mir dazu Feedback, möglichst ohne Samthandschuhe. 😀

Dies ist mein erster Blogeintrag seit einiger Zeit, weil Magic in den letzten Monaten sehr kurz gekommen ist. Außer versprengten Drafts hatte ich für nichts Zeit und die wollte ich nicht wieder beschreiben. Ich habe mir vorgenommen wieder häufiger Magic zu spielen und darüber zu bloggen. Aber irgendwie fehlt mir bei Letzterem der Ansatz… Meta-Analysen und Decktechs kann ich nicht geben, Draftbeschreibungen sind auf Dauer langweilig. Habt ihr eine Idee? 🙂

Hoffentlich bis bald, knuffel

Draft, Take 2

Uuuund Action!
Nach dem leicht verbesserungswürdigen Deck der letzten Woche, wollte ich diesen Freitag das synergetische Deck mit starken Karten draften ;). Also bin ich motiviert zum Laden und hab kurze Zeit später am 5-Mann Tisch platz genommen. Ich bin schon mit sechs Leuten nicht klar gekommen, wie soll das dann erst enden?

Den ersten Pick hab ich mir ein wenig (zu) einfach gemacht, da ich unglaublich gern schnelle und aggressive Decks spiele. Da kam mir Tymaret, the Murder King sehr gelegen – und da ich gern engstirnig versuche meine Firstspicks spielbar zu machen, hab ich direkt nach roten und schwarzen Karten geschaut. In Schwarz lächelt mich Disciple of Phenax an und, mich positiver Erfahrungen erinnernd, nehme ich ihn. Genauso wie den im nächsten Booster. 🙂
Ab da sind im ersten Pack alle Karten in Rot und Schwarz so schlecht, dass selbst ich sie nicht möchte und mich in den anderen Farben umsehe. Ich picke bis Mitte zweiten Pack alles wild durcheinader, da ich noch nicht weiß, in welchen Farben ich bin. Auch die anderen Drafter scheinen häufiger ihre Farben zu ändern, denn die Farben öffnen und schließen sich fortwährend. Oder es kommt mir zumindest so vor.
Schwarzes Removal wie Pharika’s Cure hätte ich zeitweilig über alles genommen, aber nichts außer Lash of the Whip, den ich tapfer einsammle, schafft es zu mir. Inzwischen sehe selbst ich ein, dass Tymaret es wohl nicht mehr ins Deck schaffen wird.
Nach dem dritten Verdict, das mir geschoben wird, lege ich Weiß als Zweitfarbe fest. Fehlt nur noch eine Hauptfarbe, da ich in Schwarz noch nicht viele Karten habe. 😀
Ich öffne Fabled Hero, nehme ihn und sammle als nächstes zwei Gray Merchant of Asphodel und Sip of Hemlock auf. Damit hat Schwarz sich entgültig qualifiziert, ich hatte aber auch schon keine Wahl mehr. Fast als letzte Karte bekomme ich Mogis’s Marauder und freue mich wie blöde.

Der Deckbau ist relativ einfach, ich lege alle Karten, die mir spielbar erscheinen hin und komme auf 23. Kein gutes Zeichen. Da Schwarz gesetzt ist, versuche ich Weiß durch Grün zu ersetzen. Das macht meine Kurve aber noch schlechter und dezimiert mein Removal erheblich. 3 Divine Verdict stechen Pharika’s Mender aus und bringen mich dazu fogendes „Deck“ zu bauen:

2 Fleshmad Steed
Bronze Sable
2 Baleful Eidolon
Fabled Hero
Scholar of Athreos
Guardians of Meletis
Blood-Toll Harpy
Felhide Minotaur
Mogis’s Marauder
Returned Centaur
2 Disciple of Phenax
Keepsake Gorgon
2 Gray Merchant of Asphodel
Loathsome Catoblepas

3 Divine Verdict
Lash of the Whip
Sip of Hemlock
11 Swamp
6 Plains

Das Deck ist sehr langsam, ich schätze es aber stärker ein als das von letzter Woche. Verbaut habe ich es trotzdem, da ich aus irgendeinem Grund nicht in der Lage bin defensive Decks zu bauen. Die Karten dafür Aufsammeln klappt meistens gut… Merkwürdig. Besonders, da ich jedes Mal versuche ein schnelles und aggressives Deck zu draften :D.
Ich zeig euch mal mein Sideboard, dann wisst ihr, was ich mit verbaut meine:

Traveling Philosopher
Setessan Battle Priest
Leonin Snarecaster
Ray of Dissolution
Evangel of Heliod

Schwarze Karten gibt es nicht, ich hab tatsächlich einfach alle ins Deck gesteckt, ohne darüber nachzudenken, ob die weißen 2-Drops nicht vielleicht besser wären. Fleshmad Steed ist nicht die Karte, die besonders gut blockt, aber genau dass will ich ja am Anfang machen. Evangel of Heliod hab ich als nicht dominant genug abgetan, aber den Catoblepas gespielt… Zumindest blockt der nicht schlecht. Außerdem hätte ich in dem Deck auch über 18 Land nachdenken können, habe ich aber nicht.

Da ich am gemütlichen 5-Mann Tisch gedraften hatte, starte ich mit einem Freilos ins Tunier und bespitzel erstmal die Decks der Anderen. Da gibt es UG, UB, RW und UW zu bestaunen. Das mit dem Signale lesen muss ich noch üben, Grün war mal wieder offen, Weiß dafür auf beiden Seiten neben mir zu.

Als erstes darf ich gegen das blauschwarze Deck ran. Ich lege gut Kurve und mache viel Schaden. Dann zeigt mir mein Gegner, warum er blaue und schwarze Karten gedraftet hat: Ashiok, Nightmare Weaver. 2 Runden bevor ich ihn tot habe, spielt er ihn und mühlt meinen Gray Merchant of Asphodel, der ihm 6 Leben geben würde. Also muss ich Ashiok angreifen. Das verschafft meinem Gegener wieder Zeit, er zieht Spells und ich Länder. Kurz darauf bringt er meinen Fabled Hero ins Spiel. Im nächsten Zug versuche ich hinten zu bleiben und seine Angreifer zu blocken. Leider gibt er mir alle Blocker auf die Hand zurück und haut mich tot.
Dennoch glaube ich, ihn schlagen zu können, weil ich eine Karten besser finde. Nach einem Mulligan auf 6, zwei Plains als Länder sind unhaltbar, habe ich einen lamgsamen Start. Und noch schlimmer ist, dass ich lange kein 5. Land finde. Ashiok ist am Start und mühlt mir alle Länder weg. Mein Gegner hingegen hat zu viele Länder, der Disciple für 3 trifft 3 Länder. Danach übernimmt der Gegner meinen Keepsake Gorgon, tötet meinen Scholar of Athreos und ich muss ihn mit Divine Verdict loswerden. Ich sitze mit 2 Gray Merchant of Asphodel, Lash of the Whip und Sip of Hemlock da und denke mir, wenn ich ein Land finde bist du tot. Das Land kommt, ich spiele einen Merchant für 7 und hoffe, dass mein Gegner nicht auf die Idee kommt, sich meinen Disciple mit Ahsiok zu holen. Dann müsste ich den zweiten Merchant abwerfen, der meine einzige realistische Gewinnoption ist. Mit 4 Karten in der Bibliothek habe ich keine Zeit mehr.
Natürlich schnappt sich mein Gegener den Disciple, kann sich 5 Karten ansehen und lässt mich den Merchant abwerfen. Good game… 0:2 und ich fühl mich ein wenig veralbert. 🙁

Neue Runde, neues Glück. Vor RW hab ich Respekt und nachdem ich den Würfelwurf verloren habe, erscheinen mir meine Aussichten nicht rosiger. Ich nehm wieder den zwei Plains-Mulligan und werde mit einer Hand mit 2-Drop belohnt. Mein Gegner zieht viele Länder, ich viel Removal und Zug 6 satbilisiere ich auf 8 Leben. Zwei Züge und einen Gray Merchant of Asphodel später habe ich mein erstes Spiel gewonnen. 🙂
Im Zweiten hab ich erst ab Zug 3 einen Blocker, mein Gegner hat einen super Start und viele Combattricks. Trotzdem gelingt es mir auf einen Lebenspunkt zu stabilisieren und seine Lebenspunkte mit meiner Harpye zu dezimieren. Leider ziehe ich 4 Länder nach, mein Gegner nicht.
Spiel 3 fängt ähnlich an und wieder habe ich einen langsamen Draw. Mit meinem Disciple of Phenax kann ich meinen Gegner Rage of Purphoros oder Portent of Betrayal abwerfen zu lassen. Beides ist in dieser Situation sehr gut und ermöglicht es ihm meine Defensive zu umgehen. Ich entscheide mich ihn die Rage discarden zu lassen, da sie bis auf Guardians of Meletis alles töten würde und meine Kreaturen nicht die besten Angreifer sind. Ob das richtig war, weiß ich aber nicht. Danach rüsten wir beide unsere Armeen auf. Während er nicht mehr angreifen kann, nagt meine Blood-Toll Harpy beständig an seinen Lebenspunkten. Schließlich geht mein Gegner zum finalen Schlag über. Er übernimmt meinen Gorgonen und zwingt mich auf 1 Leben zu gehen. Vielleicht hat er sich da verrechnet, ich behalte 3 Kreaturen, er zwei. Wegen Leonin Snarecaster, von dem ich weiß, dass mindestens zwei weitere Kopien im Deck lauern, kann ich nicht mehr angreifen. Schließlich ziehe ich nach längerem Stellungskrieg Mogis’s Marauder und kann 12 unblockbare Schaden machen.

Nach diesem knappen Spiel hatte ich mir den Booster verdient und war mit meinem Deck versöhnt. Das BU Deck hat übrigens das Tunier gewonnen, entgegen aller Vermutungen. Ashiok hat auch hier deutlich zum Sieg beigetragen. 🙂

Zum Schluss hab ich noch Fragen an euch: Habt ihr Tipps für den 5-Mann Draft oder seid ihr in der Situation genauso überfordert wie ich? Oder bilde ich mir das alles nur ein und es gibt im Draft keinen Unterschied zwischen 5- und 8-Mann Tischen?

Cut, knuffel

PS: Kritik und Verbesserungsvorschläge sind willkommen, genauso wie Lob und Fragen! 😀

Auf zu neuen Ufern

Es ist Freitag und ich hab seit längerem mal wieder Zeit den Draft im Laden der Wahl mit meiner Anwesenheit zu beehren. Da der Draft bereits 16.00 Uhr startet, rechne ich nicht damit viele Gleichgesinnte anzutreffen. Weit gefehlt, ganze 21 Spieler haben sich eingefunden. Nach einer kurzen Diskussion über die Tischgrößen(10 und 11 vs. 8,7 und 6) nehme ich am 6er Tisch platz. Keine ideale Vorraussetzung, aber wir reden es uns gemeinsam schön.

Der erste Booster ist unspektakulär, ich picke Zornblütiger Schamane und hoffe auf Minotauren. Die nicht kommen. Einen Magmastrahl und Akroischer Hoplit später denke über ein schnelles RW nach. Den Plan kann ich ein paar Picks später auch begraben, als sowohl rote als auch weiße Karten durch Abwesenheit glänzen. Ich bekomme ein Ende der Reise als 10. Pick und danach Auftauchender Hippokamp. Im Nachhinein ist mir klar geworden, dass blau den ganzen Draft über offen war. Genauso wie grün. Leider führt mich eine Elspeth, Auserwählte der Sonne im zweiten Booster in Versuchung und ich spähe wieder nach weißen Karten. Erfolglos, dafür bekomme ich Titan des ewigen Feuers und Seherische Dämpfe geschoben. Dann eben rot und blau. Dabei bin ich den Rest des Drafts geblieben.
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass auf beiden Seiten neben mir rot gedraftet wurde, einmal in Verbindung mit weiß, einmal mit schwarz. Das erklärt, warum sich mein Removal auf den einen Magmastahl beschränkte. Die Beiden sind mit ihren Picks auch nicht wirklich glücklich, zeigen mir aber einige gute Karten. Ich bin ein wenig angeschlagen, ahne aber noch nicht, dass ich gegen Beide werde spielen müssen.

Unzufrieden setze ich mich an den Deckbau und versuche vergeblich für Elspeth einen Platz zu finden. Schließlich redet mir ein erfahrener Spieler ins Gewissen und sie wird zusammen mit dem extra für sie gepickten Opaleinhorn auf die Ersatzbank verbannt 🙁 . Danach zittere ich mit dem folgenden Haufen meiner ersten Partie entgegen:

Dunstgeschöpf
Todessenken-Plünderer
Umherstreifender Satyr
Zornblütiger Schamane
Nimbus-Najade
2 Kundige Flammenseherin
Zweiköpfiger Zerberus
Zauberherz-Chimäre
Gesandter des Purphoros
Auftauchender Hippokamp
2 Grenzland-Minotaurus
Hellsichtige Chimäre
Erinnernde Mauer
Ausschweifende Zelebranten
Titan des ewigen Feuers

Magmastrahl
2 Ende der Reise
Seherische Dämpfe
Rache der Meeresgöttin
Schatz der Thassa

10 Gebirge
7 Insel

Im Nachhinein wäre es besser gewesen statt Erinnernde Mauer und Schatz der Thassa Drachenumhang und Tritonier-Glücksjäger zu spielen, auch die Länderverteilung finde ich nicht mehr optimal.

Zu Beginn der ersten Runde male ich mir keine großen Erfolgschancen aus, spiele dementsprechend, ziehe viele Länder und werde von Gesandter des Erebos und Andenkensammelnde Gorgo eingestampft. Das grünschwarze Deck meines Gegenübers scheint mir um längen besser zu sein. Deshalb gebe ich die Runde in Gedanken verloren und boarde Elspeth, Auserwählte der Sonne zusammen mit Opaleinhorn, Triumph über das Böse und drei Ebenen ein. Dafür gehen zwei Gebirge, eine Insel, Schatz der Thassa, Umherstreifender Satyr und die Erinnernde Mauer. Entgegen aller Erwartungen gewinne ich die nächsten Spiele, da mein Gegener jeweils nur zwei Länder findet und mich die Ebenen in meinem Spielfluss nicht stören :). Elspeth habe ich in keinem Spiel gesehen.

Beflügelt von meinem Sieg schmeiße ich die weißen Karten für das nächste Match wieder aus dem Deck und werde mit einem schnellen Sieg belohnt. Mein linker Draftnachbar spielt blau uns schwarz mit einem Rotsplash für Blitzeinschlag. Den boardet er dann direkt gegen mich raus, während ich mich entschließe Abstreiten eine Chance zu geben. Im zweiten Spiel halte ich eine Hand mit rotem Mana, drei roten Sprüchen ab Runde 3 und 4 sowie Ende der Reise und Hellsichtige Chimäre. Ich ziehe weitere 4-Dropps und kann in Zug 5 mein drittes rotes Land legen. Ich spiele meine Kundige Flammenseherin, welche sich direkt ein Removal einfängt und werde weiter vom Dunstgeschöpf verhauen. Als ich das 4. Land ziehe bin ich faktisch schon tot. Spiel 3 stellt dann nur eine Wiederholung dar. Ich sehe das als ausgleichende Gerechtigkeit und hoffe, dass die Managötter mir in Runde 3 wieder holt sind.

Letzte Runde und letzter Gegner – mein Nachbar von rechts. Er spielt rote und weiße Männer, die sich im ersten Spiel aber nicht zeigen. Wir haben beide eine menge Länder, ich spiele in Zug 4 Magmastrahl auf ihn, einfach nur um zu scryen. Nicht elegant, aber ich kann zumindest ein Gebirge unter meine Bibliothek legen. Die andere Karte ist Schatz der Thassa, welche ich Zug 6 ausspiele und mir mit Erinnernde Mauer zurückhole. Nebenbei mühle ich dem Gegner seine ganzen Flieger in den Friedhof. Er hat keinen Blocker für die Zauberherz-Chimäre, deren Stärke auf 5 anwächst und ihn zusammen mit trampelnden Minotauren vermöbelt. In diesem Spiel hatte ich das einzige Mal im Tunier Elspeth auf der Hand, da ich ausversehen meine weißen Karten mit eingemischt hatte. Die Ebenen hab ich aber leider nicht gezogen :D. In Spiel 2 finde ich keine Insel und werde von Sagenhafter Held mit bestandener Prüfung des Heliod besiegt. Spiel drei ist wieder kein Spiel, mein Gegener hat nur 3 Länder während ich in Umherstreifender Satyr, Kundige Flammenseherin und Grenzland-Minotaurus, auskurve, danach ein Dunstgeschöpf lege und ihm Zug 6 mit einer getoppdeckten Rache der Meeresgöttin seine Blocker auf die Hand gebe.

Mit meinem 2-1 bin ich abschließend sehr zufrieden, dass ist besser als ich gedacht hätte. Bemerkenswert finde ich auch, dass ich kein Spiel mit Elspeth in der Bibliothek verloren habe 😀 .
So, das war mein erster Blockeintrag. Puh, es ist echt nicht leicht einen Anfang zu finden. Ich würde mich sehr über Anregungen, Verbesserungsvorschläge und eure Drafterfahrungen in den Kommentaren freuen. Als nächstes werde ich mich an einem Blogtext zu meinen Erfahrungen als Modo-Neuling versuchen.

Bis demnächst, knuffel