Zurück in den Süden

Ich war dieses Jahr das zweite Mal in Deutschland um Magic zu spielen, wieder ein End of the Year Event aber diesmal in Hanau. Ich werde die Tage eventuell noch ein Paar Decklisten und Sealedpools nachliefern in einem anderen Bloggeintrag, hier werde ich nur ein paar Impressionen abliefern, es wird nur am Rande etwas mit Magic zu tun haben so als kleine Vorwarnung, dafür ist es in normalen Buchstaben und ich werde versuchen auf keinerlei Minderheiten (ausser solche die es verdient haben (Duodax)) herumzuhacken.

„Zurück aus dem Norden, mit zwei Stunden Verspätung, einer Erkältung, über 1000 Karten im Gepäck sowie zwei neuen Googleeinträgen, sowie einigen schönen Erinnerungen.“

Das vorerst als kurze Zusammenfassung vom ganzen, die genaueren Impressionen werde ich hier (eher weniger als mehr) geordnet aufschreiben. Alles rund ums spielen/abschneiden ist absichtlich noch weggelassen, kommt wenn dann im Teil mit den Decklisten.

Anreise + Sonntag:

° Hotel ist reserviert – Das obwohl ich eigentlich nur nachgefragt hatte, ob sie ausgebucht seien oder noch Platz hätten, aber gut so konnte ich mir immerhin eine Reservation sparen.
°Voller Zug – Zum Glück hatten wir eine Reservation
°40 Minuten Verspätung – Nicht so schlimm wenn man im warmen Zug sitzt und früh genug los geht.
°Taxi ist bezahlbar. – Nicht unbedingt billig aber hei eine sinnvolle Taxifahrt für unter 40 Euro habe ich schon lange nicht mehr gemacht, liegt wohl am Land.
°Zwischenstecker vergessen. – Das Hotel hat aber zum Glück nach etwas suchen sogar einen in den Schweizer Stecker rein passen.
°Hotel scheint mehr als nur in Ordnung zu sein. – Ich hätte für die 60 Euro (zu zweit) echt nicht so ein gutes Hotel erwartet.
°Es hat ein geöffnetes Restaurant. – Und das essen schmeckte sogar, schonmal ein geglückter Start.

Montag

°Kein Morgenbuffet. – „Es tut mir Leid, da wir momentan so wenige Gäste behausen, haben wir heute kein Buffet. Ich werde sie dafür mit allen was sie möchten versorgen.“ Irgendwie fand ich das jetzt gar nicht soooo tragisch.
°Nette Bedienung – Die auch noch ein gutes Gedächtnis zu haben scheint, wie sich dann auch die darauf folgenden Tage bestätigt, als sie immer noch wusste was wir wollten.
°Bombiger Sealed Pool – Ich besitze nun ne zweite Else juhu!
°Keine Sideevents – Ich wollte einfach gerne mein Sealeddeck etwas spielen.
°Mittags eine grosse Wurst – In einem ziemlich kleinen Brötchen. Angeboten am Veranstaltungsort, das Essensangebot dort war etwas mager, aber die Würste und Brötchen schienen immerhin alle gern zu haben.
°Abends Thäiländisch – Auch wenn ich den Unterschied zu einem Chinesischen Restaurant nicht so ganz sehe. Aber das ist ja auch egal, solange das Essen gut ist.

Dienstag

°Morgenbuffet jetzt offen – Da nun Anscheinend genügend Gäste nachgekommen waren.
°Magerer Sealedpool – Nun gut habe ich wenigstens Zeit für Sideevents.
°Erster Draft – Mein Deck muss 3 Golem Foundrys spielen….
°Ungläubiger Gegner – „So ich mach mir jetzt mal unendlich also sagen wir 20000 Mana“ -„Was?“- „Ja hier 2 Myr Galvanizer und 2 Manamyr“ – „Geht das?“ – „Ja das geht nur einer der Galvanizer ist am Ende getappt“ – „Ok….“ – “ Dann Spiel ich mal Golem Foundry + 4 andere Artefakte und dann ist dei Zug“ – „…….“ Ich war auf 9 Giftmarken und gewann das Spiel dann noch dank einem Glint Hawk Idol das fröhlich 9 Züge Lang angriff.
Der Blick des Gegners war unbezahlbar, aber er war sehr freundlich wenn auch schon sehr überrascht.
°Golem Foundry gecountert! – Jupp genau das ist passiert und es hat schon stark gewurmt, dass ich nicht stattdessen zuerst mein Chrome Steed in den Counter laufen liess…
°Neuer Draft – Kein Glück, es macht einfach keinen Spass, wenn man 3 Darksteel Kreaturen auf dem Feld hat und der Gegner 4 Infektkreatururen.
°Dritter Draft – Ein Kontrolldeck mit etwas Bums.
°Kein Zeitlimit! – Bei den Sidedrafts, was ich eigentlich ganz gut fand so konnten ich und mein Gegner in der ersten Runde immerhin 3 spannende Spiele, über drei Runden verteilt machen. Ist doch besser mit 12 Euro 2 Stunden Spass zu haben als nur 14 Minuten, aber irgendwie hatten die 2 anderen Spieler (die noch im Draft waren nachdem bei uns 1-0 stand) nicht ganz so viel Verständnis und waren etwas genervt. Ich konnte dann, dank „Upkeep tappe ich deine Insel“ -“ Es ist deine Upkeep?!“ – „Ich weiss“ -„???“ gefolg von Volition Rains auf Neurok Replica, gepaart mit etwas Manascrew beim Gegner schlussendlich 2-1 gewinnen.
°Alles hat ein Ende – Danach musste ich gegen den schon etwas genervten Infectspieler spielen, der vor allem etwas gestresst wirke, hm an was das wohl gelegen hat? Seine Laune besserte sich auch nicht wirklich als ich Spiel 1 Sunblast Angel gemacht habe und gewann. (Er war auf der Starthand) Spiel 2 und 3 zog er dann aber so gut, dass ich trotz Sunblast Angel nicht gewinnen konnte.
°Ende des Tages. – Nachdem wir natürlich wieder gut gegessen hatten (Italienisch dieses Mal.)

Mittwoch

°Nicht „Judge!“ gerufen – Auch wenn ich beim Frühstück sehr grosste Lust verspürte dies zu tun. (Für diejenigen die nicht wissen wieso, alle Judges waren im selben Hotel und zusammen beim Frühstücksbuffet und das ist schon ein witziger Anblick, so viele Judges ohne Magickarten auf einem Haufen)
°Infect Pool – Bäh ich hasse doch Infect, hm aber was anderes konnte ich echt nicht bauen, nunja immerhin eine Bombe, hm zwei Removal können auch reichen und Artefaktremoval braucht man nicht falls der Gegner keine guten Artefakte zieht….
°Ich kann keine Signale lesen – Und andere anscheinend auch nicht, zumindest hatte ich dieses Gefühl beim einen Draft. Ich ging in Infect, ok das war vielleicht falsch, aber ich hatte Contagion Engine geöffnet immerhin 3 mittelmässige Infecter und 2 Untamed Might und einen Tainted Strike bekommen beim ersten Boosterdurchgang (die Booster waren allgemein eher schwach bzw. das was ich von den Boostern sah), und keine Infectkarte nach Links weiter gegeben, beim zweiten Booster einen Infectdrachen geöffnet, und dann bemerkt dass ich wohl zwischen zwei Infectdraftern gesessen bin… (Der rechts von mir war nicht soo erstaunlich).
Ich mag Infect einfach genau deswegen nicht, so ein dummer All or Nothing Ansatz…

°Schweizer getroffen. – „Hei dich känni!“ Da musste ich echt lachen, hätte nicht gedacht dort noch einen Schweizer zu treffen, den ich „kannte“ zumindest schon gesehen hatte bei Highlander Turnieren (und schon gegen ihn spielen „durfe“). Es stellte sich heraus, dass er disqualifiziert worden ist. (Davon steht glaube ich nichts in der Coverage). Er hatte beim Vintage seinen Gegner gefragt, ob es erlaubt sei, das Spiel per Würfelwurf zu entscheiden. Dann kam irgendwie ein Judge dazu (oder wurde gerufen), und ja so wurde er disqualifiziert. Wenn er gesagt hätte, es wäre ein Witz gewesen (so wie es die andern um ihn herum verstanden hatten), dann wäre er wohl nicht disualifiziert worden, aber ja er war halt erlich und gab zu, dass es eine Regelfrage gewesen ist. (Das mag jetzt doof wirken, das zu fragen aber er war sich halt echt nicht sicher, und spielt ansonsten eigentlich nur unsanktionierte Events, wie Highlander oder Vintage mit Proxies).
Ich wusste auch nicht, dass ein solches Nachfragen alleine schon strafbar ist, ich bekam auf meine Verblüffung hin die Geschichte zu hören, dass irgend ein Pro in irgend einem Turnier im Finale den Judge laut gefragt habe, ob es erlaubt sei dem Gegner 5000 Dollar zu geben, damit er aufgibt. Der Judge verneinte ihm dies zwar aber sein Gegner gab anscheinend dennoch auf.

°Kurzes Erstaunen bei mir- Nachdem ich gefragt wurde, ob ich Tigris sei, von einer Person die ich noch nie gesehen hatte. Als er dann aber gesagt hat, dass TobiH ihn gebeten hatte mich zu fragen, war ich nicht mehr ganz so verwirrt.

°Kleine Verwirrung wegen mir – „Ähm was für eine Sprache sprecht ihr eigentlich?“ Als ich mit dem Freund, mit dem ich da war, Schweizerdeutsch gesprochen habe.  Das fand ich schon zum Lachen, ich weiss ja, dass viele Deutsche uns nicht verstehen, und dass wir als Zürcher sehr schnell sprechen, aber das war schon sehr krass. Dabei ist Schweizerdeutsch gar nicht so gross anders, als das was ihr Deutschen so sprecht, es klingt einfach viel besser!

°Steger gewann – Habe ich dann im Internet im Hotelzimmer gesehen und ich gönn es ihm, er hat gut gespielt und war so wie ich ihn erlebt hatte (im Gegensatz zu etwaigen Teamkollegen) ein angenehmer und netter Spieler.

Donnerstag + Heimreise

°Lange geschlafen – Es gab ja keinen PTQ mehr.
°Langsam gefrühstückt – Ich wurde aber noch genau rechtzeitig fertig bevor ein Sturm von Personen kam, welche im Hotel reserviert hatten um dort Brunch zu essen. Hier mal eine Frage: Wieso esst ihr Deutschen so gerne Brunch? Ich hatte das schon beim letzten Deutschlandaufenthalt (3 Wochen davor) beobachtet dass viele Deutsche in gute Hotels gehen um dort Brunch zu essen, aber ich verstehe einfach nicht wieso. Wenn ich ein Brötchen mit Konfitüre und etwas Rührei essen will, dann mach ich das doch zu Hause, aber ok Rührei zu kochen ist schon nicht sooo einfach.
°Freundliches und schnelles Auschecken – Und das obwohl die Dame am Empfang eigentlich zu Tode genervt hätte sein müssen, weil sie ein paar Asiaten die kaum Englisch verstanden, erklären musste, dass sie die Rechnung tatsächlich bezahlen müssen.
Aber nein sie nahm mich schnell dran war nett, und ich war nach 5 Minuten (ich musste noch nach einer Nummer eines Taxiunternehmens fragen), schon auf dem weg zu ein paar Drafts.

°Gegen Duodax verloren! – Und das beim ersten Draft in der ersten Runde, ok ich war beide spiele wohl etwas zu agressiv, aber nunja das hatte mich dennoch geärgert, mein Deck war nicht super, aber das von Duodax schien eher schlecht zu sein, ausserdem hat er beim Draften die ganze Zeit gequatscht (und etwas genervt…) und hat anscheinend komplett die Infectzeichen seines Nachbarn (die wirklich SEHR deutlich waren) ignoriert.
Allerdings ist er beim spielen selbst nicht negativ aufgefallen, weder durch spielfehler, noch durch sein Verhalten. Er war sogar eher ruig und angenehm ich war positiv überrascht.
°Clone Wars – So könnte man den zweiten Draft bezeichnen. Das erste Match gewann ich weil mein Gegner in beiden spielen innerhalb von 4 Zügen (kein 3. Land gezogen) aufgab.
Und beim zweiten Gegner ging es dann rund, da gab es einiges an Action mit meiner Clone Shell und der des Gegners. Aber irgendwie war sein Land das darunter lag nicht ganz so toll, wie meine Myr Battlesphere, welche sich zu meiner anderen auf dem Spielfeld gesellte. Und so konnte ich den Koth spieler besiegen (er hat nie den Koth gezogen). Gegen den Foilkoth spieler (jup Koth + Foilkoth am Tisch) konnte ich in einem Spiel ebenfalls gewinnen, weil er meine Cloneshell knackte (er dachte ich bluffe) und so meine zweite Myr Battlesphere das Spielfeld betrat. Das dritte Spiel gewann ich dann mit Carnifex Demon.

°TobiH erleichtert – „Hei du schuldest mir noch Booster“ – „Hm wer bist du denn“ – „Tigris“ – „Ah stimmt ich habs notiert, hm steht nichts aber ja stimmt. Ich notier mir deinen Namen dann mal auf der Liste und schreib dass ichs dir gegeben habe.“ Unkompliziert nett und ich war überrascht dass er sich noch erinnerte.
°Abgezockt -Nach einem kurzen Gespräch kam ich mir dann in der Schweiz (wiedermal) abgezockt vor, bei uns kosten Displays umgerechnet 130 Euro und ja ich hätte an diesem Wochenende für den Preis zwei Displays bekommen können.
°Zug verspätet – 120 Minuten was soll der Mist? Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich noch einen Draft mehr machen können. Naja fahr ich mal nach Frankfurt dort wird es sicher noch andere Anschlüsse haben.
°Freundliches Schalterpersonal – Da war ich überrascht, vor allem weil das restliche Personal das herumstand nicht wirklich hilfreich war und einfach versuchte alle Personen an den Informationsschalter weiterzulenken. (Der Übrigens eine sehr lange Schlange davor hatte als ich geschaut habe).
°Keine anderen Verbindungen – Zumindest keine die ich erreichen würde, weil anscheinend die anderen Züge in die Schweiz keine Verspätung hatten die Züge welche ich hätte nehmen müssen um zu diesen hinzuzusteigen jedoch schon…
°Wagen 6 abgehängt- Meine Reservation Wagen 6 Platz 11…
°Zu Hause… – Nach 2h auf Bahnhöfen warten fast 5 Stunden fahrt und nachdem ich mich um halb zwei Morgens auf dem Bahnhof abholen lassen musste.
Erkältet – Ich war es zwar schon am Morgen ein wenig aber am Abend dann so richtig, danke Deutsche Bahn, bzw. danke du scheiss Wetter….

Fazit

Es war ein sehr interessanter Event und das Geld dass ich ausgegeben habe, hat sich sicher gelohnt, auch wenn ich nächstes Mal früher droppen werde und Sideevents machen,
da ich zeitweise etwas gefrustet war. Ich bin mir nicht sicher ob ich wieder mit der Bahn gehen werde, aber vielleicht haben sie das Wetter ja nächstes Jahr etwas besser im Griff. Das Hotel war auf alle Fälle super und ich fand es sehr gut dass dieses vorgeschlagen wurde (und man einen reduzierten Preis erhielt). Ich hoffe das nächste Jahr werden mehr Schweizer dort sein, von meinen Kollegen wollte dieses Jahr ja leider nur einer mitkommen.

Über Tigris

Schweizer Magicspieler.
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11 Responses to Zurück in den Süden

  1. spam sagt:

    Schöner Beitrag… Hab ihn sogar komplett gelesen, was das größte Kompliment darstellt, dass ich vergeben kann.

  2. Zeromant sagt:

    „Er hatte beim Vintage seinen Gegner gefragt, ob es erlaubt sei, das Spiel per Würfelwurf zu entscheiden. Dann kam irgendwie ein Judge dazu (oder wurde gerufen), und ja so wurde er disqualifiziert.“

    Das kann so nicht stimmen. Gibt es da eine Stellungnahme vom Judge? Mit dieser bloßen Frage hätte sich der Spieler absolut nichts zu Schulden kommen lassen. Vermutlich hat er es einfach ein wenig verdreht dargestellt.

    Der Fall mit der 5000$-Frage liegt natürlich ein wenig anders, denn das war eine „oberschlaue“ Möglichkeit, seinem Gegner dieses Angebot zu machen und ihm zu versprechen, ihm für eine Aufgabe später das Geld zu geben, wenn die Judges dies nicht mehr nachprüfen können.

    • Tigris sagt:

      Ich habe keine offizielle Stellungsnahme von einen Judge gesehen, ich kann dir nur sagen was ich weiss. Ich habe diese Info vom Spieler selbst, und von seinem Gegner, und ich habe einen Judge (als er später mit dem Gegner gesprochen hat) sagen hören, dass er halt ihm gegenüber auch klar gesagt hat es sei eine Regelfrage gewesen und nicht ein Jux (Der Gegner hatte dem Judge gesagt ,dass er es als Jux empfand und die Spieler neben ihnen auch und nicht wollte dass er disqualifiziert wird). Klar ich kann mich auch irren aber ich habe von allen Seiten es so gehört, dass es eine Regelfrage gewesen ist und er diese nicht dem Gegner hätte stellen dürfen sondern den Judge fragen, ohne dass der Gegner dies höhrt. Und klar ich sage auch nicht dass der Fall mit der 5000$ Frage das selbe sei ich habe einfach dies als Grund gehört wieso solche Regelfragen nicht erlaubt seien, da man so ja schon auskundschaften könne was der Gegner von so einem Vorschlag hält usw. und deswegen schon die Frage selbst als eine Art Angebot gedeutet wird.

    • EndlosZyniker sagt:

      Schau an unser verärgerter Endloszyniker Zeromant ist wieder aktiv. Du solltest du einen Vorsatz fürs neue Jahr machen: Weniger Zynismus! Dann wirst du auch enrst genommen. *Auf die Schulter klopf*

  3. Lim_Dul sagt:

    Ich war als Judge dabei, daher kann ich noch ein paar Worte dazu sagen, auch wenn es keine internas zu dem besagten DQ gibt.

    1. Fragen zur Turnierregeln (am besten zu allen anderen Regeln auch, aber da besonders) sollte man generell dem Judge stellen und nicht dem Gegner.

    2. Die Sache die, wenn man den Gegner so eine Frage stellt, im Raum steht ist die folgende:
    – Hat er keine Ahnung und will es einfach nur wissen (eher unkritisch)
    – Weiß er, dass es prinzipiell verboten ist und will wissen, ob sein Gegner es weiß (eindeutig DQ)
    – Ist er sich nicht sicher, will das klären und wenn es erlaubt ist, den Würfelwurf anbieten (Grauzone)

    Sprich, hat die Frage an den Gegner das Ziel
    – die Regelfrage zu beantworten oder
    – Den Würfelwurf nach Möglichkeit auszumachen

    Und wenn man als Judge der Ansicht ist, dass Ziel dieser Frage ist weniger die Regeln zu klären, sondern mehr dazu dazu möglichst harmlos den Würfelwurf auszumachen, ist ein DQ. Das hängt natürlich immer am genauen Wortlaut, den Antworten auf die Nachfragen, der Einschätzung der Judges etc. ab.

    Von daher fragt bei sowas immer den Judge, dann kommt es nicht zu der beschriebenen Situation.

  4. Kazan sagt:

    Spannender Bericht, freu mich auf mehr.

    Props zu Top4 beim PTQ, nice auch 2mal Ichor Rats ftw im Feature Match auf dem Planeten. Schade hats nicht für den Win gereicht.

    Re Taxipreise: Kenn ich als Schweizer nur zu gut. Auf meinen Trips durch Europa wundern sich die Taxifahrer immer über meine Grosszügigkeit. Tipp für Taxifahrer: mich kann man gut abzocken, ist im Vergleich mit Zürich bloss Hartgeld.
    Re Golem Foundry: Nicht schlecht. Neuer Draftarchetype?
    Re Coinflip: Nach IPG wird das Anbieten eines Coinflips zur Bestimmung des Gewinners als Unsporting Conduct gewertet (Improperly determing a Winner). Darauf steht DQ für beide Spieler, ausser für den Spieler, der den Judge ruft. Meldet ihr euren Opp nicht, wenn er dieses anbietet, werded ihr disqualifiziert.
    Fraglich ist, ob die Regelfrage als Angebot gewertet werden kann. Wenn ja, ist die DQ gerechtfertigt. Meines Erachtens muss auf die Umstände geschaut werden, wie Alter, REL des Events und Erfahrenheit des Spielers. Darüber hinaus würde ich den Vergleich mit einem durchschnittlichen Magicspieler ziehen. Ich denke, man kann von niemanden verlangen, dass er die IPG kennt, eine Paralellwertung in der Laiensphähre sollte daher als Massstab dienen. Imho kann von jedem Teilnehmer an einem Turnier erwartet werden, dass er das Grundprinzip versteht, dass der Sieger der Best-of-3 Matches, dass Game gewinnt und nicht der Würfel entscheidet. Er kann nicht vom Gegner erwarten, dass er concedet aufgrund eines Würfelwurfs und das dies von den Regeln gedeckt ist. Meiner Ansicht nach gebietet das der gesunde Menschenverstand, dass die Frage nicht ernst gemeint sein kann. Andererseits gewinnt er durch ein solches Angebot bloss die Möglichkeit aus einem Spiel einen Würfelwurf zu machen also eine 50%-Chance auf den Win. Macht das Sinn für ihn? Wohl eher nicht. Allerdings soll somit auch das Trittbretfahren untersagt werden. Es ist für einen TO nicht wünschensert, dass es eine von den IPG nicht erfasste Möglichkeit gibt, die Regeln auszuhebeln (im Sinne eines Judgecalls).
    Ich denke, dass es darauf ankommt, wer den Judge gerufen hat. War der Spieler bereit den Judge zu fragen, kann man wohl eher nicht von einem Angebot ausgehen, ausser der Spieler wirkt übertrieben naiv. Der Vergleich mit der Saito-situation ist nicht so weit entfernt, wie man denkt.

    Sorry wegen dem langen Post und den wahrscheinlich unzähligen Rechtschreibefehlern. Hatte gerade eine Strafrechtsprüfung und musste mich ein wenig mit Magic ent-tilten.

    Merci für deine Gedanken zum End-of-the-year event, war angenehm und interessant zu lesen. Hätte ich keine Prüfungen diese Woche, wär ich wohl auch dabei gewesen.

    Gruss Yasar
    By the way: Hab noch 3 Doomsday, wenn du sie noch brauchst.

    • Kazan sagt:

      „War der Spieler bereit den Judge zu fragen, kann man wohl eher nicht von einem Angebot ausgehen, ausser der Spieler wirkt übertrieben naiv.“
      Ist natürlich falsch. Richtig ist (m.E.)
      A fragt Gegner = Angebot (ausser er sagt sowas wie „machen wir eh nicht“)
      Ob A glaubt, dass Gegner einwilligt, spielt keine Rolle.
      A fragt Gegner und ruft Judge, fragt diesen ebenfalls = Abwägung aufgrund von Verhalten des A
      A fragt Gegner, Gegner ruft Judge = Abwägung (Naiv/REL/Exot Vintage/Jux/Bereitschaft des A beim Judgecall)

      Meiner Meinung nach hätte der Judge das DQ nicht ausprechen sollen, aber er lag aufgrund der Faktenlage, die du schilderst nicht komplett falsch. Es kommt half extrem auf die Konkrete Sachlage an. An einer Pro Tour wäre das DQ aber gerechtfertigt, da es keinen vernünftigen Grund gibt, warum A nicht auch nach dem Match danach hätte fragen können und die Vorstellung, dass dieses Verhalten erlaubt sein könnte, nicht wirklich glaubwürdig ist.

      Ich gebe zu, dass es viele Wenns und Abers braucht für eine Befürwortung der DQ, aber das Verhalten kann von einem Judge schon so interpretiert werden. Der Judge hätte aber sicher noch min eine 2te Meinung einholen sollen, betr. Dem Verhalten des A.

      Ich habe fertig.

      • Tigris sagt:

        Danke für den kommentar und noch viel Erfolg bei den Prüfungen ich brauche die Doomsday vorerst nicht da ich wahrsch doch kein Legacy zocken werde (zum einen weil es bei uns kaum Turniere gibt, und zum andern weil mir doch zu viel von dem Deck fehlt ausserdem ist meine abneigung gegen constructet auch immer noch da^^)

  5. Heretakliker sagt:

    Ein toller Bericht. Vom Frühstück hin bis zum Lob über das Schalterpersonal Alles drinnen. Was mir noch fehlt ist, der Gang zur Toilette und ob du Klobrillen dort auch sauber gewesen sind.

    • Tigris sagt:

      Im Hotel war auch dies in Ordnung. Und das waren nunmal die Eindrücke die ich von der Reise noch hatte und es ging mir mehr darum das Hotel usw. weiter zu empfehlen, weil anscheinend doch viele Personen die in Hanau waren, nicht dieses Angebot genutzt hatten. Ausserdem hat jetzt das echt nur einen kleinen Teil des Berichtes ausgemacht und ich finde es halt wichtig empfehlungen usw zu geben vor allem da es ja gut sein kann, dass es das nächste Jahr wieder an diesem Ort ist.

  6. grozoth sagt:

    noch zum brunchen:
    geh ich auch gerne hin (allerdings nur alle 4 schaltjahre einmal ;-)); und es ist schon etwas groesser als nur ruehrei und broetchen. ist eben kombiniertes freuhstuck into mittagessen, meist mit riesen bueffet. und die kunst ist es (nach meiner auffassung) vor der nachspeise nicht schon so satt zu sein, dass man nicht noch 3 portionen essen kann.
    aber daneben sitzen moechte ich auch nicht, und du hast es ja auch grade noch vermieden 🙂

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