I. Nostalgie (Resonance of Fate)

Warnung

Dieser Blogeintrag dreht sich nicht um Magic, sondern um ein anderes Rundenbasiertes (Computer) Spiel. Falls dieser Blogeintrag auf gefallen stösst müsst ihr euch noch auf weitere einstellen!

Ich werde zuerst etwas über das Spiel selbst sagen und unten zum Spielsystem kommen, wer also nur am Spielsystem interessiert ist, der sollte einfach runterscrollen.
Ich denke zu wissen in was für einem Spiel sich dieses Spielsystem befindet, macht das ganze besser vorstellbar und lebendiger.

Einleitung

An einem Wochenende hatte ich ein wenig Langeweile und habe dementsprechend etwas im internet gesurft. Und sah dann ein Video zu einem meiner Lieblingsspiele Resonance of Fate.

Das Video bestand aus allen Videosequenzen des Spiels und dauerte zweieinhalb Stunden, die mich zwar gut unterhielten aber auch ein wenig melancholisch machten.

Ich schreibe nun einen Artikel, weil ich denke, dass das Spiel euch vielleicht auch interessieren könnte, ODER dass zumindest das Spielsystem / das Kampfsystem euch interessieren/inspierieren könnte.

Resonance of Fate

Fehlender Erfolg

Das Spiel war leider nicht sehr Erfolgreich, weswegen es wohl auch keine Fortsetzung (oder ein Remake) geben wird.

Gründe für den Misserfolg waren:

– Fast gleichzeitiges Erscheinen mit Final Fantasy XII
– Hoher Schwierigkeitsgrad.
– Episodenhaft erzählte (nicht einfach zu erfassende) Story
– „Fehlendes“ Tutorial
– Nischenprodukt (Rundenbasierte Rollenspiele sind das meist)
– Kämpfe mit Schusswaffen (kann RPG Freunde abturnen)

Anfang

Wenn man das Spiel das erste mal spielt gibt es kein Tutorial, dann trifft man die erste Gruppe Gegner und man stirbt. Nicht weil das Spiel das so will, sondern weil man einfach keine Ahnung hat wie man kämpfen muss. Ein Tutorial wäre zwar vorhanden, aber man muss zuerst zur Arena hin laufen wo es ist, und man kann, wenn man auf unsicheren Strassen geht, von Gegnern angegriffen werden (und daran sterben.)

Ich habe schon unzählige rundenbasierte Spiele gespielt, und jedes neuere hatte ein unnötiges Tutorial. Nur dieses Spiel nicht. Ich kann verstehen, dass dieser Start ins Spiel, der wohl den meisten blüht frustrierend ist. Und ich kann nicht verstehen, WIESO man so so einen Anfang erschafft.

Zum Glück gebe ich kein Spiel auf, das mich damals etwa 80 Franken gekostet hat, wegen so einer kleinen Anfangsschwierigkeit.
Jedoch haben mehrere Freunde, denen ich s ausgeliehen habe, gleich darauf aufgehört.

Story/Erzählweise

Man spielt in dem Spiel eine Truppe von 3 Kopfgeldjägern. Und Jedes Kapitel im Spiel entspricht einem Auftrag, den man von reichen Personen gestellt kriegt.
Man muss dabei alles mögliche machen, von gefährlichen Befreiungsaktionen bis hin zu „Hol mir mal ne Flasche Wein.“ Dabei sieht man immer mehr von der Welt und muss in immer gefährlichere Teile der Stadt vordringen.

Man kann das ganze als Slice of Life sehen, nur dass man halt nicht High School Schüler oder sonst etwas hat, sondern Kopfgeldjäger.
Mich hat das ganze sehr an Cowboy Bebop errinnert von der erzählweise und der Geschichte her.
Ernstere und weniger ernstere Episoden (Kapitel) kommen durchmischt vor und nicht jedes Kapitel hat zur grossen Umfassenden Story beigetragen.
Aber jedes Kapitel war für sich gesehen amüsant und hat geholfen die Charaktere besser kennen zu lernen und hat zur Atmosphäre des Spiels beigetragen.

Nach und nach lernt man immer mehr über diese merkwürdige Welt und über die Hintergrundgeschichte der Charakteren.

Was etwas unglücklich ist, dass die beiden Videosequenzen die man sieht, befor das Spiel beginnt (also wenn man im Titelbildschirm nichts klickt und wartet) zur Geschichte dazugehören und ungeduldige Leute sie dann wahrscheinlich übersehen.

Ebenfalls wirkt das ganze am Anfang nur wie 3 unzusammenhängende Videosequenzen und man wird einfach ins Alltagsleben rein geworfen ohne einen Zusammenhang zu sehen.

Auch später wird nicht unbedingt viel erklärt, bzw. einiges erfährt man nicht über die Videosequenzen, sondern viel subtiler, wenn man mit den Leuten spricht. Oder teilweise als Kommentare im Kampf etc. und muss sich vieles selbst denken.

Auch über die Welt erfährt man das meiste NICHT während den Videosequenzen sondern durch die Leute im Spiel, durch die Nebenmissionen und durch die Welt selbst!

Ich mochte diese Art der Story aber sie scheint einigen nicht zu gefallen, weil es (wie das ganze Spiel) nicht ganz so einfach ist zu verstehen. (Man kann nicht nur einfach hinsitzen und Film schauen, man muss auch lesen erforschen und denken!)

Ausserdem gibt es leider ein zwei Sachen die im Spiel gar nicht/ nur schlecht erklärt werden, was ein bisschen den Eindruck von Löchern in der Story gibt…

Und die Geschichte ist halt nicht so episch wie ein Final Fantasy. Man rettet keine Welt, vernichtet nicht das ultimative Böse und wird auch nicht als Held gefeiert,
dies gefällt mir persöhnlich weil es was komplett anderes ist, dies kann aber halt auch enttäuschen.

Wer die Story sehen möchte unten ist der Link zum Film mit den Videosequenzen.

Die Welt

Das spiel spielt in Basel, nein nicht dem Basel in der Schweiz, sondern einem grossen Turm der Basel heisst (und dabei an Babel angelegt ist).
Dieser Turm ist ein grosses mechanisches Konstrukt in den sich (ein Teil) der Menschheit zurückgezogen hat, als die Welt zu verschmutzt war um darin zu Leben.

Der Turm war ursprünglich dazu gedacht 6000 Jahre ohne Wartung zu laufen, aber es war auch nicht geplant, dass die Menschen in Basel leben sondern rundherum und er die Luft filtert.

Dementsprechend gibt es auch schon, obwohl der Turm erst etwa 1000 Jahre alt ist ab und zu Stromausfälle oder sonstige Störungen.

Basel ist also eine einzige riesige Maschine, und das sieht man auch. Überall gibt es Zahnräder alles ist metallisch und das ganze ist in einem sehr schönen Steampunk Stil gehalten.

In diesem Turm gibt es klare gesellschaftliche Schichten. Die Adligen (bzw. die Kirchenoberhäputer) leben ganz oben und die Slums sind ganz unten.  Auf dem Turm gibt es auch Anbei von Lebensmittel etc. und einige Teile sind unterdessen unbewohnbar geworden, aufgrund von Monstern (aus der verschmutzten Aussenwelt) oder Banditenbanden.

Hier ist noch zu erwähnen, dass die Aussenwelt nicht einfach ödes Wüstland wurde, sondern voller Pflanzen etc. einfach die Atmosphäre ist für Menschen giftig geworden und einige Tiere sind mutiert und gefährlich.

Das sieht man auch im Spiel. Oben ist alles sicher, weiter unten gibt es fast nur noch gefährliche Gassen mit Räubern. Und die Städte sind dort auch nicht mehr so schön sondern verdreckt es ist teilweise dünkler man sieht mehr Abfall und verfall.

Die Charaktere

Wie erwähnt spielt man eine Truppe von drei „Kopfgeldjägern“, wobei man weniger nach Kopfgeldern jagt, als mehr einfach allerlei (gefährliche) Arbeiten verrichtet, die anfallen und die andere Leute nicht tun können/wollen.

Vashyron: Der Kopf der Truppe. Ein ehemaliger Soldat der als „Hunter“ arbeitet und der die zwei anderen Gruppenmitglieder bei sich zu Hause aufgenommen hat. Er möchte ein Frauenheld sein und steht auf grosse Brüste. Er hat eine etwas düstere Vergangenheit ist dennoch meistens gut drauf, teilweise sogar albern. Wenn es drauf an kommt ist er jedoch sehr verlässlich. Er übernimmt eine Art Vaterrolle, wobei er halt selbst nicht immer so erwachsen ist.

Zephyr: Ein Junge (17) den Vashyron töten sollte, weil der durchgedreht ist und einige Menschen umgebracht hat in einer Art Kirche. Teilweise fröhlich, teilweise depressiv, versucht er zu verstehen, wieso er noch lebt, obwohl er dies seiner Meinung nach nicht mehr sollte. Er mag Leanne und seit er sie „gerettet“ hat möchte er für sie Sorgen.

Leanne: Eine Junge Frau (20) die Selbstmord begehen wollte, jedoch von Zephyr „gerettet“ wurde. Danach ist sie ihm nach Hause gefolgt und bei Zephyr und Vashyron geblieben. Sie ist froh noch am Leben zu sein und man versteht nicht so ganz, wieso sie sich töten wollte.

Die drei Charaktere haben eine interessante Gruppendynamik. Es macht Spass ihnen zuzuschauen wie sie miteinendaer Spass haben Unsinn machen aber auch gut zusammen arbeiten.

Neben ihnen gibt es natürlich auch noch einige andere Charaktere im Spiel, die teilweise sehr überzeichnet und klischeehaft sind, dies stört vor allem bei einem Charakter, aber alles in allem ist dies nicht weiter schlimm.

Auch die drei Hauptcharaktere sind natürlich nicht Klischefrei, wobei ich sie sehr sympathisch finde und sie nicht ganz so typisch sind.

Das Mädchen ist relativ normal (sieht auch normal aus und kleidet sich normal), besonders für so ein japanisches Rollenspiel.

Sie versteht sich gut mit dem jungen und ist durchaus „schlagfertig“ genug um mit Vashyron umzugehen, der immer mal wieder dumme Sprüche macht.

Die drei Hauptfiguren sind meiner Meinung nach eine der Stärken des Spiels, da sie zwar nicht immer klug handeln, aber doch verständlich. Auch wirken sie relativ glaubwürdig. Ich kenne Menschen die sich so verhalten würden (dumme witze bzw. reaktionen drauf). Und auch sind sie weder immer fröhlich noch immer ernst, wie im echten Leben.

Details

Das Spiel beinhaltet viele kleine nette Details, die einfach erwähnenswert sind in meinen Augen:

Man kann die Kleidung wechseln (auch Haare färben gefärbte Linsen benutzen etc.) und man sieht dann (die meisten) Videosequenzen (sowie alle Kämpfe etc.) mit diesen Outfits.
Die haben keinerlei Auswirkungen auf das Spiel, abgesehen von der Optik.

Wenn man bestimmte Outfits anhat gibt es beim Kämpfen wenn man gewonnen hat spezielle Siegesposen.

In den Kämpfen machen die Figuren teilweise Witze, oder kloppen Sprüche. Sie können sogar mit manchen Bossgegnern interagieren, so dass sie gezielt mit denen Konversation treiben.

Viele Nebenfiguren (also Leute auf der Strasse die keine Storyrelevanz haben) haben ihre kleinen geschichten. Diese erfährt man wenn man immer wieder über verschiedene Kapitel hinweg mit der selben Figur spricht. Auch bei Tag oder Nacht sind ander Figuren da und oder sagen andere Dinge.

Auch gibt es bei Sidequests kleine Geschichten die über Kapitel hinweg erzählt werden, wie Rebellen die immer heftiger Rebelieren, der Klamottenschop, der Probleme hat und einiges mehr.

Gegner droppen selten merkwürdige unpassende Dinge, sondern meist passende Dinge, wie auch Eisenschrott, Kupfer, Glasscherben und anderes.

Man kann dann diese Rohstoffe verkaufen, oder sich daraus Waffen zubehör etc. bauen, anstatt dass man Geld findet und Waffen nur kaufen kann.

Es hat immer wieder humoristische/ironische Stellen drin. So ist die Arena bekannt für Blutiges Gemetzel und Softice.

All diese kleinen Dinge lassen die ganze Welt einfach sehr lebendig wirken.

Das Spielsystem

Kommen wir zum wichtigsten und dem grund für den Artikel:

Das Spiel setzt sich aus 4 Teilen zusammen:

1. Das erkunden von Städten, und Häusern.

Dies ist sehr normal gehalten man läuft herum (wobei man wählen darf, welchen Charakter man sieht), spricht mit Personen, hohlt sich Aufträge, gibt Aufträge ab, geht shoppen oder findet Gegenstände die versteckt sind.
Hier erfahrt man auch vieles über die Welt durch Nebenmissionen und einfach reden mit Leuten.

2. Die Welt erkunden

Hier kommt schon die erste Besonderheit ins Spiel.Die Welt ist ja ein Turm und daher auf verschiedenen Ebenen aufgebaut.
Jede Ebene sieht aus wie ein Spielbrett aus Hexagonen, wobei das Spielfeld Ecken Kanten und Löcher hat, also unregelmässig ist. Man läuft als Pfeil darauf herum. Jedes Hexagon ist entweder ein Gebäude (Stadt), ein Lift (um auf eine andere Ebene zu gelangen) oder eine Strasse. Wobei Strassen verschieden sicher sein können, von ganz sicher (Hauptstrassen) bis sehr unsicher (unsicheres Gebiet/Wildnis) in dem man angegriffen werden kann.

Dies währe auch noch nicht so speziell, wenn man nicht zuerst Gebiete reparieren/warten müsste, befor man diese betreten darf. Man bekommt im Spiel (durch besiegen von Gegnern oder von Quests) kleine Puzzelstücke, also aus 4 Hexagon bestehende Teile.

Es gibt dabei alle möglichen Formen und man darf sie auch drehen wenn man sie auslegen möchte. Dabei darf man ein Feld nur so anordnen, dass es passt. Und da auf dem Feld Löcher sind und es an der Seite begrenzt ist etc. kann es sein dass man nicht überall alle Teile einfügen kann.

Man darf aber solche Teile auch so hinlegen, dass bereits repariertes Gebier ebenfalls bedeckt wird. Das heisst wenn man genug Hexagonw hat (und alle Formen, wobei man einige erst später findet), kann man einfach alles reparieren.

Das Problem ist nur, dass man wenn man nicht sehr viele Gegner tötet nicht soo viele Hexagon haben wird. Und dementsprechend will man möglichst sparsam umgehen und es ist immer ein kleines Puzzeln, wie man jetzt mit den Hexagon die man hat möglichst alles, aber zumindest den weg, den man gehen möchte repariert.

Auch möchte man eigentlich gerne alles aufdecken, da an einigen Orten Belohnungen versteckt sind die man erhält wenn man das entsprechende Hexagon repariert.

Später gibt es dann auch noch farbige Hexagone, mit denen man farbige „Blockaden“ reparieren kann, die man mit den normalen nicht kann. Ausserdem darf man damit später nochmal puzzle spielen, weil man Boni kriegt wenn man bestimmte Terminals (Felder) mit genug farbigen Teilen der selben Farbe verbindet, auch kann man Terminals über verschiedene Stockwerke über Lifte miteinander verbinden etc.

Dies mag jetzt nichts schwieriges sein, und einige mögen es für unnötig halten, doch auch schon die Weltkarte in dem Spiel beinhaltet eine Art Puzzle.

Hier findet ihr einige Bilder die das zeigen.

3. Die Charakterentwicklung

In diesem Spiel gibt es 3 Arten von Waffen (Pistolen, Maschinengewehre und Granaten), und man kriegt Erfahrung mit einer Waffe für jeden Schaden den man damit verursacht.

Wenn man also mit einer Waffenart genug Schaden angerichtet hat, steigt man in der Waffenart ein Level auf und auch im Gesamtlevel steigt man ein Level auf. (Was einem mehr Leben gibt, sowie mehr Maximalgewicht, das man tragen darf.)

Das Maximalgewicht ist nicht wichtig aufgrund des Inventars, da hat man unendlich viel Platz, sondern weil jede Waffe und vor allem jede Waffenausrüstung Gewicht braucht.

In dem Spiel findet man nämlich selten neue Waffen, viel mehr findet man neue Teile um seine Waffe aufzurüsten. Also z.B. längere Läufe, grösseres Magazin, Zielhilfen, besserer Griff etc. Man kann prinzipiel alles (auch 10 Läufe) an eine Waffe anmachen, WENN man genug Gewicht tragen kann, man genug Platz hat (Waffen haben eine Maximalgrösse) und wenn man die Teile so zusammenstecken kann, dass sie passen. Denn verschiedene Teile haben verschiedene „stecker“ oder „Steckplätze“, so dass auch das Waffenupgraden zu einem kleinen Puzzlespiel wird.

Vor allem wenn man bedenkt, dass man nur eine beschränkte Anzahl Teile hat die Waffen verschieden sind, und man bis zu 5 Waffen ausrüsten möchte (über 3 Charaktere hinweg).

Dies fand ich wesentlich interessanter, als die Aufwertungssysteme in den meisten andern Spielen. Man muss etwas denken und Knobbeln beim Charakter aufrüsten. Man freut sich über jedes neue Teil und man hat nicht andauernd alte Dinge die man einfach wegwirft, vor allem da man halt am Anfang nur 1 Waffe jeweils hat und später dann auch jeweils 2 tragen kann.

Ein paar Bilder zu dem Waffenupgrades.

4. Das Kampfsystem

Grundsystem

Das wohl interessanteste am Spiel, zumindest für Fans von rundenbasierten Kampfsystemen.

Wie erwähnt gibt es 3 verschiedene Waffenarten: Maschienengewehre, Pistolen und Granaten.

Es gibt in diesem Spiel auch 2 Arten von Schaden, blauen Schaden (Scratchdamage) und roten Schaden (Real Damage).

Maschienengewehre machen viel Schaden, jedoch „nur“ Blauen Schaden. Blauer Schaden selbst kann nicht töten und regeneriert sich acuh mit der Zeit wieder.

Pistolen und Granaten machen roten Schaden. Wenn etwas roten Schaden nimmt, dann wird aller blaue Schaden, der noch nicht regeneriert ist sofort auch zu rotem Schaden umgewandelt. Roter Schaden ist richtiger Schaden und kann im Normalfall nicht regeneriert werden.

Granaten machen tendenziel mehr Schaden als Pistolen und können zurückschleudern (betäuben) sowie richten sie Flächenschaden an, vor dem man selbst auch nicht sicher ist!

Die meisten Gegner bestehen aus mehreren Teilen oder haben mehrere Panzerungen um sich, welche durchbrochen werden müssen, bevor man ihnen Schaden machen kann.
Jedoch sind die meisten Panzerungen/Körperteile nur auf eine Seite ausgerichtet.
So dass ein Schild, dass ein Gegner trägt ihn nicht vor angriffen von der Seite, oder von hinten Schützt.

Auch kann man bei Robotergegnern Körperteile abschiessen.

Der Kampf ist Rundenbasiert, wobei sich die Gegner immer dann bewegen, wenn man sich selbst auch bewegt. Und man die eignen 3 Charaktere abwechselnd bewegen darf.

Um zu schiessen muss sich erst ein Balken (Zielen) auffüllen, bevor man schiessen kann, wird jemand beim Aufladen des Balken getroffen (sowohl Feinde, als auch man selbst) wird der Balken wieder gelehrt.

Je näher man an seinem Ziel dran ist, desto schneller füllt sich der Balken auf, und wenn man in Deckung ist, dann kann man (von der Richtung in die die Deckung ist) nicht getroffen und damit auch nicht unterbrochen werden.

Man kann auch „mehrfach aufladen“, und zwar einmal pro Waffenlevel. Dies hat den Vorteil, dass man Bonusschaden verursacht, sowie dass man spezielle Boni erreicht wenn man 4/8/12 etc. mal aufgeladen hat (wie 5% Chance auf Stun oder Knockback, 5% Chance auf Anzeige splitten etc.)

Auch werden Ziele getroffen, die sich zwischen dem eigentlichen Ziel und dem Schützen befinden. Das heisst man kann keinen kleinen Menschen treffen, der hinter einem grossen Roboter steht und man kann auch nicht durch Wände/Pfeiler etc. schiessen, wenn sich jemand dahinter versteckt.

Die Levels haben natürlich meistens mehrere Deckungen, teilweise sogar Säulen oder Plattformen, sowie andere Objekte wie explodierende Fässer, was das ganze schon recht taktisch macht, da Positionierung und Timing eine grosse Rolle spielen (auch da einige Gegner Nahkämpfer sind und die an einen ran kommen müssen.)

Neben normalen Waffen kann man auch Granaten, Spezialmunition und Spezialgegenstände benutzen. Jedoch muss man die entsprechenden Koffer (die man nur einmal hat) ausgerüstet sein in einem Waffenplatz (von dem man nur 2 hat).

Das bedeutet man kann nur 2 Waffen oder eine Waffe und einen Koffer oder 2 Koffer tragen.

Spezialmunition (und Spezialgranaten) können mehr Schaden gegen mechanische/lebende Ziele machen, oder Elementaren Schaden und allenfalls Statusveränderungen hinzufügen.

Gegner können Schwächen und Resistenzen haben und auch selbst teilweise die selben Statusveränderungen zufügen.

Es gibt neben Physischen Schaden auch noch Feuer (das verbrennen kann (blauer Schaden über Zeit keine Regeneration von blauen Leben), Eis (das einfrieren kann, so dass man sich nicht mehr Bewegen kann), Elektrizität (das schocken und damit einem verlangsamen kann beim zielen) und Gift (das vergiften, also roter Schaden über Zeit verursachen kann).

Ausserdem kann man noch ölig als Status haben, wodurch man leichter Rrennbar ist und langsamer läuft.

Auch können einige Attacken einen umschmeissen (und somit unterbrechen und kurz Kampfunfähig machen, dies ist mit Granaten acuh bei Gegnern möglich.)

Heldenaktionen

Das zuvor genannte ist nur das Grundsystem, das ich schon relativ interessant finde, da ich das so noch nicht wirklich gesehen habe in einem rundenbasierten Rollenspiel.

Das System mit den Heldenaktionen peppt das ganze noch weiter auf.

Man hat eine bestimmte Anzahl Heldenaktionen zur Verfügung (am Anfang 3 später wesentlich mehr).

Während einer Heldenaktion rennt man einen geraden zuvor bestimmten Pfad entlang und schiesst währenddessen auf ein Ziel (also man lädt immer noch zuerst auf vor dem Schiessen). Man kann das Ziel auch ändern nachdem man auf eins geschossen hat und man kann während dem laufen springen. Was wichtig ist, der Lauf ist zu Ende, falls man in etwas rein rennt, so kann man auch auf einige Säulen rauf springen, bei diesem Lauf (sonst kann man das nicht ohne Heldenaktion).

Während man so rennt, kann der rennende Charakter nicht getroffen werden, die andern jedoch schon. Dies ist natürlich ein Vorteil, ausserdem wenn man weite Wege läuft kann man lange schiessen und da man teils am Gegner vorbei rennt, lädt die Waffe dann sehr schnell (das Zielen geht ja schneller, wenn man näher ist).

Auch kann man so von verschiedenen Richtungen auf den Gegner schiessen, wenn man über ihn hinweg springt sowieso. Und wenn man mehrfach auf den selben Gegner schiesst, kann es vorkommen, dass dieser in Die Luft geschleudert wird.

Hinaufgeschleuderte Gegner können entweder von unten getroffen werden um sie (hoffentlich) länger in der Luft zu halten oder von oben (drüber springen) um ihn auf dne Boden zu schmettern für zusätzlichen Schaden.

Was das ganze aber wirklich interessant macht ist, dass diese Heldenaktionen auch eine Art Lebensversicherungen darstellen für die Helden.

Wie ich erwähnt hatte, machen die meisten Gegner nur blauen Schaden, dies ändert sich aber, wenn man keine Heldenaktionen mehr hat. Von dem Zeitpunkt an ist aller Schaden den man nimmt roter Schaden.

Ausserdem zerbricht immer eine Heldenaktion, wenn ein Charakter vollen blauen Schaden genommen hat (worauf die Leben wieder grün werden).

Wenn die Gegner die Scherben der zerbrochenen Heldenaktion aufnehmen werden sie ein wenig geheilt. Ausserdem kann man diese selbst wieder aufnehmen um den zerbrochenen Container zu flicken.

Denn man kann auch Heldenaktionen wieder aufladen im Kampf, jedoch nur von nicht zerbrochenen Behältern.

Die Heldenaktionen werden wieder aufgeladen, wenn man einen Gegner tötet, oder einem Gegner ein Körperteil abschiesst. (Oder später im Spiel kann man lebensanzeigen „splitten“ mit Pistolen und wenn man bis zu einem Split Schaden gemacht hat, gilt dies auch als Körperteil abgeschossen, so wird es ebenfalls wichtig Pistolen upzugraden, auch wenn sie weniger Schaden als Maschinengewehre machen).

Dadurch, dass diese Resource auch als Leben dient, kommt immer ein wenig ein Risiko auf, wenn man sie benutzt. Vor allem wenn man die Letzte benutzt muss man damit zwangsläufig einen Gegner töten oder was ähnliches sonst ist man in Bedrängniss.

Es gibt noch eine weitere taktische Möglichkeit, man kann eine gemeinsame Attacke machen, wenn man Resonanz gesammelt hat.

Resonanz erhält man 1 wenn man mit einer Heldenaktion zwischen den 2 andern Mitspielern durchläuft (man spielt ja zu 3.) und verliert ein, wenn man irgend eine Aktion ausser dies tut.

Das bedeutet um viel Resonanz zu sammeln, muss man zwangsläufig mehrere (erfolgreiche) Heldenattacken nacheinander machen.

Bei einer gemeinsamen Attacke, rennen alle Figuren im Dreieck und schiessen dabei. Es machen also alle eine Heldenaktion gemeinsam.

Hierbei ist natürlich wichtig, dass das Dreieck möglichst gross ist, und dass keine der Figuren in etwas reinläuft während des laufens.

Je mehr Resonanz man hat, desto mehr Wege werden auf dem Dreieck geloffen und das ganze kostet eine Heldenaktion egal wie viel Resonanz man hat.

Fazit

Resonance of Fate ist ein interessantes Spiel, mit einem guten Kampfsystem. Ich kann es jedem nur empfehlen mal zu spielen, auch wenn es schon etwas älter ist (von 2010).

Es gibt das Spiel für die Xbox 360 und für die PS3 und man kriegst es meist sehr billig, entweder online oder auch teilweise (gebraucht) in einigen Läden.

Und selbst wenn ihr das Spiel euch nicht kaufen möchtet, so hoffe ich, dass ich euch ein interessantes Kampfsystem zeigen konnte.

Vielleicht inspiriert es ja den einen oder anderen, in irgend einer Weise.
Also falls ihr selber mal ein Spiel entwerft, sei es Erzählspiel, Pen and Paper, Brettspiel oder Videospiel.

Ich kann euch sagen, dass dieses Kampfsystem sehr viel Spass machen kann und sehr fordernd sein kann. Und es einiges an taktischen Überlegungen bedarf.

Und für alle die die Geschichte des Spiels dennoch interessiert hier der Zusammenschnitt von allen Videosequenzen. Was dazwischen passiert ist meist, dass man irgendwo hin geht und Kämpfe bestreitet etc. Ich bin mir nicht sicher wie klar das ganze ist, wenn man das Spiel nicht selbst gespielt hat, mir hat dieser Film jedoch viel Freude bereitet.

Man kann sich auch einfach mal die ersten 10 Minuten anschauen, das sind die Eröffnugnssequenzen von dem Spiel, aber sie geben einen guten Eindruck der Stimmung wieder, welche dieses Spiel vermittelt.

Wenn es Fragen oder Anmerkungen gibt zögert nicht die in die Kommentare zu schreiben.

Über Tigris

Schweizer Magicspieler.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu I. Nostalgie (Resonance of Fate)

  1. jashinc sagt:

    Was mir durch deine Beschreibung leider noch überhaupt nicht klar ist:
    Bewegt man sich während des Kampfes auch auf einem hexagonalen Feld?
    Oder sind die Bewegungen völlig frei im Gelände?
    Und was genau heißt „die Gegner bewegen sich immer genau dann, wenn man sich selbst bewegt“? Bewegen sie sich für jeden Schritt den man selbst macht synchron einen Schritt? Oder gibt es einen bestimmten Zeitraum, in dem sich alle bewegen? Bewegen sich alle gleich weit?
    Und die fast wichtigste Frage: Sind die Gegner intelligent oder nur stupides Kanonenfutter?

  2. Tigris sagt:

    Während des Kampfes ist man völlig frei im Gelände. Nur die Weltkarte ist aufgebaut aus hexagonen.

    Sie bewegen sich nicht genau synchron, aber ja wenn man sich bewegt, also läuft oder zielt bewegen sie sich auch wenn man einfach still steht, machen sie nichts.

    Man hat so einen Bewegungsbalken der Runter geht, wenn ein Charakter am Zug ist (man steuert nur imer einen charakter aufs mal), aber der geht eben nur runter wenn man was macht und dann gibt es auch Gegner bewegungen.

    Zu den Gegnern:

    Sie können in Deckung gehen, und wenn man auf einer Anhöhe ist und sie Nahkämpfer sind, dann gehen sie weg von einem.
    Wenn man ungeschützt zielt, dann werden sie eine, auch unterbrechen, und sie gehen auch um Hindernisse herum, wenn sie einen sonst nicht erreichen.
    Und sie laufen nicht in wände oder dumm im Zeug herum sondern versuchen gut erreichbare Ziele anzugreifen und nehmen auch die Scherben (die sie heilen) auf.

    Also ganz dumm sind sie nicht, mehr ist schwierig zu sagen, sie können halt nicht das selbe wie der Spieler und bewegen sich dementsprechend ganz anders.

    Aber Kanonenfutter sind die Gegner auf jeden Fall nicht.
    Der Schwierigkeitsgrad ist sehr hoch und wenn man nicht klug spielt, stirbt man, dies liegt nicht unbedingt am Intellekt der Gegner aber das ist auch irgendwie nicht nötig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *