Archiv für den Monat: April 2013

FNM #2 – Fantasyladen.de in Mainz

Yup, ich habe das nicht abgehakt, im Gegenteil, ich muss etwas aufholen. Denn das zweite FNM in der Hopper Reihe habe ich Anfang Februar im Fantasyladen in Mainz gespielt. Wie immer zuerst ein Foto und die wichtigen Links zum Laden:

Ich war beruflich am Freitag in Wiesbaden und dann gibt man einfach seinen Standort in die Store und Event Suche bei Wizards ein, stellt den Filter auf FNM und schon findet man die nächstgelegenen Turniere. Der Fantasyladen war gut erreichbar und ich hatte mich vorab dort (via E-Mail) über die Rahmendaten informiert, das sollte man immer machen!

Was ich nicht eingerechnet hatte: Ich war am Faschingsfreitag zum FNM – in Mainz! Entsprechend war das Straßen- und Ladenpublikum recht … sagen wir bunt 🙂 Das war auch das erste FNM zu dem ich via Bahn angereist bin. Und ich habe auch schon vorher geahnt, dass ich wohl erst gegen 3-4 Uhr wieder zurück zu Hause sein werde. Aber nur die Harten kommen in den Garten, stimmts?

Es war Gatecrash Draft angesagt, wir waren noch früh im Leben der Edition, es war mein zweiter Draft damit. Die 9 Spieler waren recht bunt gemischt, inklusive der ersten weiblichen Teilnehmerin bei meinen FNM Hopper Turnieren.

Meine Notizen zum Draft sind leider recht spärlich, es gibt kein Rare Pick am Ende und mein erster Pick im ersten Booster ist eine Almosenbestie. Nach meinem erfolgreichen ersten Draft habe ich eine starke Vorliebe für defensive Orzhov Decks mit ganz flacher Kurve und genau so picke ich auch. Alles für 1-3 Mana was spielbar in dem Deck ist wird gepickt, ich merke aber schon, dass ich meinem linken Nachbarn ein extremes Boros Deck baue durch alle möglichen wichtigen Kreaturbausteine dafür. Da muss ich dann aber wohl durch. Am Ende sieht mein Deck dann wie folgt aus:

2 Syndicus der Zehntabgaben
2 Pflichtbewusster Thrull
2 Basilikakreischer
2 Bewohnerin der Schattenallee
1 Schoßtier des Hintermanns
1 Basilikawachen
1 Thrullparasit
1 Luftiges Manöver
1 Gossenschleicher
1 Messerspitzenpeitsche
1 Daring Skyjek
1 Leichenblokade
1 Bewohnerin der Hofstraße
1 Zarichi-Tiger
1 Orzhov-Amulett
1 Erscheinung herbeiwinken
1 Ritter der Pflicht
1 Crypt Ghast
1 Blind Obedience
1 Smite
8 Sumpf
8 Ebene

Ich habe schon viel schlechtere Deck spielen müssen. Man hätte wohl gerne ein Smite und eine Basilikawachen mehr, aber trotzdem ist das Deck durch die flache Kurve früh agressiv für ein paar Schaden – den Rest macht das Abnötigen. Zumindest laut Plan…

In Runde 1 spiele ich gegen Daniel, er wirkt wie ein recht erfahrener Spieler und ich bekomme in zwei Spielen sein Dimir-Simic Deck zu sehen. Das ist aber nicht gut genug positioniert gegen mein Deck und so kann das stetige Abnötigen die Spiele gewinnen, auch wenn ich durch Cipher 1-2 Mal ins Schwitzen komme.

In Runde 2 spiele ich gegen Christian mit einem agressiven Naya Deck. Die Schlüsselkarten darin sind Madcap Skills und Hellraiser Goblin. Vom Goblin bin ich bis heute nicht überzeugt, der erlaubt zwar sehr agressive Stunts, aber sehr oft muss man einfach seine Kreaturen in den sicheren Tod schicken. Das erste Spiel ist sehr knapp, ich gewinne eine Runde bevor ich eingestampft werde, in der zweite Partie rächt sich seine Manabasis und ich gewinne durch Stetigkeit.

Ich stehe also 2-0, kann aber weder drawen noch den frühen Zug erreichen. Egal, wir sind ja zum Spielen da. Mein Gegner ist Marius, mein linker Draftnachbar. Wir erinnern uns, ich hatte ihm tatkräftig beim Boros Deck bauen geholfen. Und das bekomme ich jetzt um die Ohren gehauen. In Spiel 2 kann ich das Board zustallen und tatsächlich gewinnen, in Spiel 1 werde ich aber einfach gnadenlos von all den guten Boros Kreaturen wie Daring Skyjek, Wojek Halberdiers und Skyknight Legionnaire eingestampft. Die spielt er alle mehrfach, ich glaube irgendwas davon sogar im Playset. Spiel 3 möchte mein Deck mir dann einen mono-schwarz Draw zeigen und so verliere ich diese finale Runde. Ehrlicherweise gegen das deutlich stärkere Deck.

Am Ende reicht es trotzdem zu Platz 3, einem Preisbooster und einem netten Abend, denn das Spielen im Fantasyladen hat mir schon Spaß gemacht. Auch wenn ich dann tatsächlich erst nach 4 Uhr nachts wieder zu Hause war…