3. Generalstreik: Dimir

Willkommen zum dritten Generalstreik! Diesmal sogar mit echten Streiks im öffentlichen Dienst im Rücken.

Heute im Streik: Wie ich ihnen, so Dimir.

Szadek, Lord of SecretsEndlich tot? Der Alte:

Mill gilt im EDH eigentlich als nicht machbar. Das liegt auf der einen Seite an den unsäglichen Eldrazi, die die gemillten Friedhöfe wieder in die Bibliothek schaufeln. Auf der anderen Seite nutzen etliche Decks ihre Friedhöfe wie eine zweite Hand. Scheint also keine gute Idee, die gegnerischen Friedhöfe vollzuschaufeln.

Vielleicht klappt es ja doch. Durch den schlechten Stand, den Mill allgemein hat, sollte Szadek, Lord of Secrets unter dem Radar der meisten Spieler fliegen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Unser Lieblingsvampir sollte es dementsprechend schaffen, viele Karten zu millen. Aber vergesst nicht, Szadek verursacht keinen Schaden an Spielern!

Deckplan:

1. Mill? Was ist das eigentlich?

Szadek alleine wird wahrscheinlich nicht reichen, eine Vielzahl von Gegnern kleinzukriegen. Dementsprechend braucht er Unterstützung. Karten wie Mind Grind, Increasing Confusion, Jace, Memory Adept, Mind Funeral, Nemesis of Reason, Grindstone (leider ohne Painter’s Servant) oder Traumatize und eventuelle auch Geth, Lord of the Vault können hier helfen. Genauso kann hier Jace, the Mind Sculptor helfen, falls er in euer Budget passt.

Andererseits bietet sich hier auch die Kombo-Route an. Unendlich Mana und Ambassador Laquatus haben sich schon immer gut verstanden. Spin Into Myth und Tunnel Vision sind die andere wirkungsvolle Kombination von Karten.

Psychic Spiral und Archaeomancer können bei Mill, der alle betrifft, evtl. eure wichtigen Karten retten.

Darüber hinaus dürfen die Karten nicht in den Friedhöfen bleiben. Packt also alles ein, was diese irgendwie ins Nirvana schickt: Leyline of the Void, Planar Void, Relic of Progenitus, Bojuka Bog und Tormod’s Crypt sind hier die Waffen der Wahl.

2. Und wenn Millen nicht reicht?

Schmeißt ihr euren Gegnern Szadek an den Kopf. Rite of Consumption und Final Strike sind ungewöhnliche Karten für’s EDH, aber Szadek liebt sie genauso wie Xathrid Demon. Altar of Dementia bietet dann den letzten Schluss Mill, falls zu viele Blocker im Weg sind.

Ansonsten kann man es auch mit einer anderen Route versuchen: Duskmantle Guildmage und Bloodchief Ascension bestrafen jede Karte, die den Friedhof eines Gegners trifft.

3. Was fehlt noch?

Man darf sich keine Illusionen machen: Das Deck ist langsam und brauch viel Mana. Ein Haufen Manasteine hilft hier viel weiter. Und vergesst nicht, ein paar Counter und Removal einzupacken.

Schwächen:

Yep, die hat es. Mill ist, wie schon gesagt, nicht der effizienteste Ansatz, selbst wenn man das Beste rausholt. Zudem ist das Deck eher langsam und wird schnellen Aggrostrategien eher unterlegen sein. Kein Grund, dem Deck nicht trotzdem eine Chance zu geben. Ungewöhnlicher Ansatz = ungewöhnlicher Spaß.

Lazav, Dimir MastermindWer bin ich? Der Neue:

Vier Mana, 3/3, Hexproof, gute Zusatzfähigkeit. Das ist eigentlich genau das, was man von einem guten General erwartet. In diesem Fall bietet sich aber kein reines Milldeck an, sondern eher ein klassisches Control-Deck mit dem ein oder anderen Milleffekt. Damit sollten genug große Kreaturen im Friedhof landen, um Lazav zu füttern. Ein Commander mit viel Potential.

Deckplan:

1. Kontrollieren deinen Geist du musst.

Oder eher den der anderen. UB bietet die Möglichkeit, gegen alle möglichen Kreaturen in nahezu allen Zonen vorzugehen. Schwarzes Removal von Doom Blade über Diabolic Edict bis Damnation (naja, die vielleicht nicht so ganz), Discard (Ostracize, Thoughtseize, aber auch Distress oder Brainbite) oder Counter (Counterspell und Undermine und andere) erfüllen diesen Zweck perfekt.

2. Doch noch Mill?

Ja, denn Mill liest sich fast zu schön, solange Lazav liegt. Glimpse the Unthinkable wird plätzlich zu „Durchsuche die obersten 10 Karten einer gegnerischen Bibliothek nach einer Kreatur. Lazav wird zu dieser Kreatur. Mit Hexproof.“ Weitere, gut nutzbare Karten sind hier Mind Funeral und Mind Grind.

3. Reicht das nicht?

Doch, eigentlich schon. Trotzdem helfen auch Karten wie Windfall sehr gut weiter. Grinning Totem tutort eine Kreatur aus einer fremden Bibliothek in den jeweiligen Friedhof – bzw. macht Lazav zu dieser Kreatur. Ein oder zwei Schwerter machen ihn (oder sie?) zu einem guten Angreifer. Da Lazav sowieso nichts mit ETB-Kreaturen anfangen kann, darf auch gleich Torpor Orb mitspielen.

Schwächen:

Decks ohne Kreaturen berauben Lazav seiner größten Stärke. Darüber hinaus verträgt Lazav zwar den ein oder anderen Wrath of God, einen Terminus aber eher nicht. Allgemein sollte man den Tisch steht’s gut im Auge behalten und die Gefahr für das eigene Deck bewerten lernen.

Szadek, Lord of Secrets VS. Lazav, Dimir Mastermind

Beide Generäle gefallen mir nach der Analyse sehr gut. Sie bieten beide interessante Ansätze und sind sicher spaßig zu spielen. Zudem machen beide machen das beste aus Mill, was man im EDH erwarten kann, wenn auch auf unterschiedliche Art. Heute ein erstes aber dennoch klares Unentschieden!

Über Kommentare, Kritik, Tipps und Anregungen freue ich mich natürlich.

P.S.: Ideenlieferant waren Raver von MTGS (http://forums.mtgsalvation.com/showthread.php?t=475468) und Sharuum. Danke dafür.

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4 Kommentare zu 3. Generalstreik: Dimir

  1. atog28 sagt:

    Ich mag diese Serie.

  2. b. sagt:

    Bloodchief Ascension/Mind Crank + Grim Monolith/Power Artifact spiel ich in meinem Mill-EDH 🙂 Aber ich spiele Oona als General…

    • cheonice sagt:

      Ups, Mind Crank stand auf meiner Liste aber irgendwie ist sie mir dann doch durchgegangen. Danke für den Hinweis 😉 Irgendwann wollte ich damit mal ein Deck basteln… Irgendwann…

      Klar, Oona ist mit Infinite Mana ziemlich übel.

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