Mit Lebenspunkten in den Tod – Spielbericht

Im letzten Beitrag habe ich mein neues 60-Kartendeck um Searing Meditation vorgestellt.

Ich konnte das Deck nun endlich zweimal in größerer Runde (und nicht nur online) testen. Und ich muss sagen: Es läuft so gut, wie ich mir das gewünscht habe.

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Die erste Runde mit fünf Spielern wurde von einem seltsamen Deck um Repercussion, Wildfire, Artefaktmana und Temporal Aperture (wtf?!?) dominiert, was dazu führte, dass niemand mehr Länder und kreaturenlastige Decks schnell das Nachsehen hatten (inklusive Zauberer und Goblins). Glücklicherweise konnte ich mich relativ gut stabilisieren, da ich meine Kreaturen einfach auf der Hand behielt und meine Lebenspunkte mit Sonnentröpfchen gut regenerieren konnte. Weil das gegnerische Deck keine Möglichkeit hatte, mir Schaden zuzufügen (ich hatte schließlich keine Kreaturen auf dem Feld und er konnte nur über Repercussion gewinnen), konzentrierte er sich eher auf die anderen Gegner. So war das Zaubererdeck recht schnell vom Tisch. Das Goblindeck konzentrierte sich hauptsächlich auf diesen Gegner und schaffte es, ihn auf drei Lebenspunkte zu prügeln. Eine Lightning Helix von oben besiegelte dann sein Schicksal. Die verbleibenden beiden Gegner, die kaum noch Lebenspunkte hatten gingen dann recht schnell gegen meine Searing Meditation zu Boden.

Im zweiten Spiel ging es gegen ein sehr hochgezüchtetes Verzauberungsdeck, die Goblins und einen Artefakthaufen. Das Verzauberungsdeck rastete mit Hilfe von Fastbond, Argothian Enchantress und Mirari’s Wake aus und wurde mit Mühe und Not von den Goblins besiegt. Ich wurde glücklicherweise in Ruhe gelassen und konnte so mit Himmlische Eintracht, Mauer der Verehrung und Brunnen der verlorenen Träume eine Engelarmee aufbauen, die mir dann den Sieg bescherte.

Natürlich hatte ich in beiden Spielen Glück, dass man mich in Ruhe ließ. Aber genau hier liegt auch eine Stärke des Decks: Es fliegt unter dem Radar und kann die Lebenspunkte sehr stabil halten. Ich hatte nicht erwartet, dass sie auch so stark explodieren können und so stand ich im ersten Spiel mit über dreißig und im zweiten Spiel sogar mit fast fünfzig Lebenspunkten da.

Interessant finde ich, dass dieses Deck im EDH/Commander so nie funktioniert hätte. Es gibt bisher einfach nicht genug unterschiedliche Karten, die das Lifegainthema EDH-tauglich unterstützen, zumindest nicht in Borosfarben. So hat jedes Format eben seine Strategien, die funktionieren. Dementsprechend wird es sicher nicht mein letzter Ausflug in die Welt der 60-Kartendecks sein.

TEASER: Gerade ist ein weiterer Artikel in der Mache! Ein paar Freunde und ich haben überlegt, welche Karten aus Innistrad uns besonders gefallen. Seid gespannt!

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4 Kommentare zu Mit Lebenspunkten in den Tod – Spielbericht

  1. Cynric sagt:

    „Interessant finde ich, dass dieses Deck im EDH/Commander so nie funktioniert hätte. Es gibt bisher einfach nicht genug unterschiedliche Karten, die das Lifegainthema EDH-tauglich unterstützen, “ *Tiefluftholumzuwidersprechen* „zumindest nicht in Borosfarben. “ Ja, gut. Zugegeben 😀

  2. cheonice sagt:

    😀 Sag ich ja!
    Mit Oloro, Trostani, Selvala oder Gerrard *hust* sollte es aber trotzdem gehen.

  3. Andy sagt:

    Ich würde mich über eine Info freuen, in welchem Format die Decks gebaut wurden, bzw. ob ihr eigene Bannings verwendet. Das Stärkegefälle von Random Deck zu Ultra krasses Fastbond Deck ist schon irgendwie merkwürdig und für mich als Leser nicht unbedingt nachzuvollziehen.

  4. cheonice sagt:

    Ja, das kann ich verstehen.
    Ich war heute bei mir im Laden und habe eine Truppe, die ich nicht kannte, gefragt, ob ich eine Runde mitzocken kann. Das Wildfire-Deck und das Fastbond-Enchantressdeck gehörten einem, der mit seinen Oldschooldecks prahlte und sich als den größten Threat am Tisch bezeichnete. Sein Kumpel hingegen spielte Artefakthaufen und Allyhaufen, die leider nicht sehr ausgebaut waren. Goblins (eher Oldschool mit Piledriver) und Zauberer (mit 4 Sol Ring… Das Deck war aber nicht broken deswegen.) gehörten einem Bekannten. Und eben ich mit meinem modernlegalem Deck.
    Wie du siehst, gab es kein wirkliches Format und dementsprechend schwankte das Powerlevel von schwach bis stark. Meiner Einschätzung nach hätte mein Deck einigermaßen mit den Goblins und Zauberern mithalten, Allys und Artefakte leicht besiegen und Fastbond eher unterliegen können.
    Repräsentativ ist das natürlich nicht. Aber da meine Freunde fast ausschließlich EDH spielen, war ich froh über die Gelegenheit.

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