Von Lebenspunkten und Magicgöttern

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Von Lebenspunkten
Im Moment habe ich leider viel zu wenig Zeit für Magic… Umso glücklicher war ich, dass ich gestern mal wieder Zeit hatte, Karten zu drehen. Neben ein paar Runden Commander konnte ich mein Searing Meditation-Deck mal wieder auspacken. Vorgestellt habe ich euch das Deck hier, einen ersten Spielbericht gab es kurz darauf hier.

Von Lebenspunkten

Meine Engel-/Katzenarmee stand einem Exalted-Deck um Rafiq of the Many, das leider viel zu fair war, und einem Rampdeck um Wurmcalling, Gelatinous Genesis und Primordial Hydra gegenüber.
Rafiq kam sehr schnell und stark ins Spiel, so dass meine Lebenspunkte ziemlich schnell auf weniger als 10 sanken. Das Rampdeck beschränkte sich in den ersten Runden darauf, einen Rampspell nach dem anderen zu spielen. Schließlich konnte ich mich mit Sun Droplet, Ajani’s Pridemate und einer Lightning Helix auf Rafiq ausreichend stabilisieren, um nicht als erster den Tisch zu verlassen. Eine Wall of Reverence sorgte schließlich für einen steten Zufluss an Lebenspunkten. Leider fing der Rampspieler nun an, seine Mana sinnvoll zu nutzen. Auf Gelatinous Genesis für sechs 6/6 Schleime folgte bald auch die Primordial Hydra. Zudem versorgte er sich in jeder Runde mit mehreren Würmern (Wurmcalling). Es sah ziemlich düster aus. Glücklicherweise wuchs mein Ajani’s Pridemate in jeder Runde um 4 Marken und eine zweite Wall of Reverence ließ meine Lebenspunktezahl in absurde Höhen schnellen. Irgendwann bekam ich 40 Lebenspunkte pro Runde. Einer Lightning Helix auf den letzten Blocker und einem Angriff mit Ajani’s Pridemate für >20 Schadenspunkte zwang dann Rafiq in die Knie.
Leider blieb das Rampdeck ein Problem. Durch den immensen Schaden und meinen hohen Lebenspunktegewinn stellte sich irgendwann ein Gleichgewicht des Schreckens ein… welches ich schließlich mit einigen Engeln (Angelic Accord) zu meinen Gunsten brechen konnte! Sieg für die Lebenspunkte!

Das Deck macht einfach unglaublich viel Spaß! Ständig passiert irgendetwas, es kann gut mit verschiedenen Spielstilen interagieren und überrascht meine Gegner immer wieder. Irgendwann baue ich mir mal ein Sideboard und bringe das beim Modern-FNM vorbei. 😛

Von Magicgöttern

Ein on-off-Blogger dieser Plattform hat den alten Casual-Mehrspieler-Artikel von Phips („Leitfaden zum Verärgern einer Mehrspielerrunde“) ausgegraben und ich muss dazu auch nochmal meinen Senf loswerden.
Klar, der Artikel ist lustig, die Idee, dem selbsternannten Casualgott eine Abreibung zu verpassen schlicht genial. Trotzdem hinterlässt der Beitrag einen faden Beigeschmack. „Casuals“ sind hier die nichtskönnenden Versager und Abzocker, während die Turnierspieler natürlich die Helden in strahlender Rüstung sind und zur Rettung der Neulinge anrücken. Natürlich, der Artikel ist von 2007 und die Situation spielte wohl noch früher (Thieves‘ Auction erschien 1999), das Ganze ist eine Satire und seitdem ist viel Wasser den Rhein heruntergeflossen. Obwohl die Community heute leichter vernetzbar als früher ist und auch die Regeln dank Smartphones jederzeit verfügbar sind, scheinen manche die alten Abgrenzungen zwischen Casuals und Turnierspielern immer noch nicht abgelegt zu haben. Magic bietet so viele Facetten, dass sich solche Grenzen eigentlich erübrigen sollten. Tja. Aber Magic und seine Community sind ja bekanntlich tot, also brauche ich mir dazu keine Sorgen mehr machen.

:-) Genießt den Regen (Allergiker) und die Sonne (alle anderen)!

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