Nachtwache – MTG Kurzgeschichte

Da die Geschichte im Idealfall wohl für sich selbst sprechen kann, werde ich die Einleitung entsprechend kurz halten.

Die Idee eines Freundes, die folgendem Text zugrunde liegt, war schlichtweg, dass Flavor-Texte eigentlich eine recht nette Inspirationsquelle für Kurzgeschichten bieten.

Um nicht zu viel Spannung vorweg zu nehmen, werde ich die entsprechende Karte erst am Ende des Textes verlinken. Zu erraten welche es ist, dürfte jedoch vermutlich nicht allzu schwer werden.

 Als kleiner Tip: die Geschichte spielt auf Innistrad

 (Hoffentlich) viel Spaß beim Lesen!

 

Nachtwache

Ich bin der Beschützer und wache über die Seelen des Dorfes. Meine Augen versuchen die Dunkelheit zu durchdringen und Bewegungen in dem auslaufenden Dickicht des Waldes zu erkennen. Viele Wölfe sind den silbernen Spitzen meiner Pfeile und der Schneide meiner Schwerter bereits zum Opfer gefallen und auch in dieser Nacht werde ich meinen Posten nicht verlassen.

Meine Klingen sind scharf und mein Wille ist eisern.
Und doch ist diese Nacht besonders. Die Schatten und die Irrlichter, welche mich schon in so vielen Nächten geängstigt– und in die Irre geführt haben, vermögen meine Augen nicht mehr zu täuschen. Sie rufen nach mir. Die Bilder in meinem Geiste, die ich dem Fieberwahn zugeschrieben hatte, sind nicht mit ihm verschwunden. Ich… erinnere mich. Was ich vor meinem inneren Auge sehe, können jedoch unmöglich die Erinnerungen meines eigenen Fleisches sein. Sie fühlen sich alt an. Uralt. Fremd. Kalt. Nein, keine die Glieder lähmende Kälte, sondern eher… gefühlskalt. Erbarmungslos. Bar jeglichen menschlichen Gefühls. Was geschieht mit mir? Eine nie gekannte und ungezügelte Wildheit erfüllt mich und das Blut meiner Adern droht meinen Schädel zu zersprengen!

Ich werde meinen Posten nicht verlassen!
Der klägliche Rest der ehemals 200 Seelen, die das Dorf noch vor wenigen Wochen beherbergt hat, ist nun jede Nacht hinter verschlossenen Türen verbarrikadiert. Alle, die bisher von den Bestien verschont wurden, warten nun, zusammengepfercht wie Schafe, auf die Morgendämmerung und das erlösende Signal der Wächter.

„Eine weitere Nacht überstehen und einen weiteren Tag leben“, ist alles, was die Dorfbewohner sich noch zu wünschen im Stande sind. Träume von Reichtum und fernen Ländern sind im Angesicht der nächtlichen Schrecken verblasst und ein süßer Duft von Angst liegt wie ein Dunstschleier über dem Tal. In mir reift die Erkenntnis, dass, ganz entgegen der Lehren des Lunarchen Mikaeus, sehr wohl Schatten existieren, die kein Licht der Sonne je zu durchdringen vermag.

Ich werde meinen Posten nicht verlassen!
Mein Empfinden der Zeit verändert sich. Alles wird… langsamer. Meine Sinne werden schärfer. Die Nähte meiner Kleidung scheuern unerträglich auf meiner Haut. Ich höre den Hirsch auf der Lichtung, die auf der anderen Seite des Dorfes liegt, grasen. Die Geräusche des Waldes… ich erkenne sie alle. Kleine Herzen und große… sie alle pumpen dasselbe süße Blut. Das angstvolle Bellen der Hunde ist einem kläglichen Winseln gewichen. Hunde, Schafe, Dorfbewohner. Wo liegt der Unterschied? Beute.

Ein erwartungsvoller Geschmack von Eisen erfüllt meinen Mund. Obwohl ich mit aller Macht versuche, mich an das zu klammern, was mir von meinem Bewusstsein noch geblieben ist, bahnt sich ein uraltes Vermächtnis unbarmherzig einen Weg durch meinen Körper und droht, mein Innerstes mit sich zu reißen. Auch wenn ich meinen Posten nun verlassen muss, so hoffe ich doch, dass zumindest ein kleiner Teil von mir es vermag, der Bestie, die aus mir hervorbricht, zu folgen.

Der Fetzen des Bewusstseins, welcher der Kreatur geblieben ist, braucht lange um zu verstehen, dass die Quelle der unmenschlichen Schreie, die ihre empfindlichen Ohren malträtieren ihr eigener, von der Transformation geschundener Körper ist. Das Feuer, das einen Körper dahinschmelzen lässt, um einen anderen, widerstandsfähigeren zu formen, brennt lichterloh. Die Schmerzen, die es dabei verursacht, sind nur ein kleiner- und sehr vernachlässigbarer Teil dessen, was es wirklich fordert. Eine erschaffende Flamme will genährt werden und Hunger ist der eigentliche Preis, den sie verlangt. Unendlicher, unstillbarer Hunger.
Und so findet die Jagd, die ewig scheint und niemals endet, in dieser Nacht erneut einen Anfang.

Hanweir Watchkeep & Bane of Hanweir

14 Gedanken zu „Nachtwache – MTG Kurzgeschichte

      1. Zeromant

        Okay!

        Unterhaltsame Belletristik zu schreiben ist schwieriger, als Viele denken. Die erste Hürde ist oft bereits eine ausreichende Beherrschung der deutschen Sprache. Damit jedenfalls hast Du keine Probleme.

        Was jedoch häufig unterschätzt wird ist der Unterschied zwischen der Kompetenz, einzelne Sätze in gutem Deutsch zu verfassen, und einem guten Schreibstil – tatsächlich scheinen diese beiden Fähigkeiten sogar weitgehend unabhängig voneinander zu sein! Ersteres lässt sich leichter systematisch erlernen (zum Beispiel in der Schule); Letzteres ist eher ein kreatives Talent, welches man zwar auch trainieren kann, aber dabei geht es mehr darum, das richtige Gefühl zu entwickeln, als stur Regeln zu befolgen. (Natürlich wird man trotzdem jede Menge Regeln dafür finden – Schreibwerkstätten sind ganz groß darin, aus hilfreichen Regeln absolute Gebote zu konstruieren – doch letztlich muss man irgendwann den Punkt erreichen, an dem man VERSTEHT, wieso diese Regeln bestehen, und wann es besser ist sie zu brechen; sowie dass ihre alleinige Befolgung nicht ausreicht, um einen lebendigen und flüssigen Schreibstil zu entwickeln.)

        Diese lange Vorrede habe ich jetzt mal gehalten, weil ich versuchen will, hilfreicher zu sein als nur zu sagen: „Das liest sich furchtbar aufgesetzt und unbeholfen“ – ich will versuchen, Dir aufzuzeigen, woran das liegt.

        Eines noch: Ein guter Schreibstil ist um so wichtiger, je weniger Inhalt bzw. Handlung en Text besitzt. Bei Sachtexten (zum Beispiel auch Magic-Artikeln) steht der Inhalt üblicherweise im Vordergrund, auch wenn man Unterschiede in schreiberischer Kompetenz durchaus wahrnimmt. In der Belletristik fällt ein schlechter Stil deutlich stärker auf, wobei allerdings eine besonders spannende oder unterhaltsame Handlung hier immer noch Schwächen ausgleichen kann (wie so mancher Bestsellerautor beweist).

        Richtig problematisch wird es allerdings bei Texten, in denen eigentlich gar nichts passiert, sondern im Wesentlichen die Stimmung eines Augenblicks geschildert werden soll. In diese Kategorie fällt Dein kurzer Text (im Englischen würde man hier von einer Vignette sprechen) – es passiert sehr wenig, und das WAS passiert, wissen die meisten Leser bereits vorher. Der Unterhaltungswert Deiner Geschichte liegt also nahezu ausschließlich darin, wie sehr Deine Beschreibungen den Leser ergreifen, und deswegen fällt die Unbeholfenheit Deines Stils besonders störend auf.

        Bereits Deine ersten beiden Sätze taten mir beim Lesen sofort weh, und zwar weil sie nicht zusammen passen – einzeln gäbe es an ihnen nichts Besonderes zu beanstanden, aber sie stehen eben nicht einzeln, sondern bilden den Einstieg in Deinen Text.

        „Ich bin der Beschützer…“ ist Deine Mini-Exposition, in der du die wesentliche, allgemeine Funktion des Ich-Erzählers darstellst. Erwarten darf man als Leser dann auch einen entsrpechenden Folgesatz. Stattdessen geht der nächste Satz „Meine Augen versuchen…“ dann sofort in medias res und beschreibt einen augenblicklich stattfindenden Vorgang, ohne irgendwie grammatikalisch oder wenigstens durch einen Zeilenumbruch vom vorigen abgesetzt zu sein. Das tut beim Lesen einfach weh.

        Im nächsten Absatz tust Du dann etwas Ähnliches gleich noch enmal – oder jedenfalls fast, denn prinzipiell benutzt Du hier ein geeignetes Mittel, um einen Zusammenhang zwischen der allgemein deskriptiven Aussage „Meine Klingen sind scharf und mein Wille ist eisern“ und dem nächsten Satz, welcher die aktuelle Situation widerspiegelt, herzustellen: „Und doch…“ Aber leider ergibt dieses „und doch“ keinen Sinn!

        „Meine Klingen sind scharf und mein Wille ist eisern.
        Und doch ist diese Nacht besonders.“

        …häh? „Und doch“ weist auf einen scheinbaren Widerspruch hin – aber wo soll denn da ein Widerspruch liegen? Hättest Du beispielsweise geschrieben:

        „Wie immer versucht die Dunkelheit erfolglos, ihre tödlichen Geheimnisse vor meinen wachen Augen zu verbergen; bemühen sich die bedrohlichen Geräusche des Waldes vergebens, mich einzuschüchtern.“

        …dann würde „Und doch ist diese Nacht besonders.“ als nächster Satz eher Sinn ergeben. So jedoch bleibe ich als Leser an dieser unpassenden und missglückten Überleitung hängen.

        Generell machen viele Deiner Formulierungen den Eindruck, als wenn Du ein Menü aus Fertiggericht-Bestandteilen kochen würdest, anstatt sorgfältig passende und vor allem geschmacklich nicht zu sehr in den Vordergrund drängende einzelne Zutaten auszuwählen.

        „Meine Klingen sind scharf und mein Wille ist eisern“ ist bereits ein Beispiel (eigentlich zwei Beispiele) dafür – zwei Phrasen, die Pathos vermitteln sollen, aber in ihrer Abgegriffenheit nur noch hohl klingen. Von dieser Sorte wartest Du noch mit vielen mehr auf, z.B. „das Blut meiner Adern droht meinen Schädel zu zersprengen“, „In mir reift die Erkenntnis“ oder
        „die kein Licht der Sonne je zu durchdringen vermag“ – klar, niemand kann sich der Benutzung wohlbekannter Formulierungen völlig entziehen, aber als Autor muss man ein Gefühl dafür besitzen, wann die eigene Sprache hinter solch grob zusammengezimmerten Makro-Bausteinen nicht mehr erkennbar ist oder sich vielleicht noch nicht einmal entwicken konnte. Du bedienst Dich jedenfalls dermaßen vieler abgegriffene Phrasen, dass es äußerst unangenehm auffällt und geradezu hilflos wirkt.

        Du benutzt außerdem noch einige weitere problematische Stilmittel, bei denen man sich schon sehr sicher sein sollte, welche Funktion sie im eigenen Text erfüllen, bevor man sie einsetzt. Da ist insbesondere der Wechsel der Erzählperspektive im letzten Absatz, welcher nur plump wirkt und außerdem das eigentliche Ansinnen Deines Textes konterkariert, die Gefühle und Gedanken des Ich-Erzählers darzustellen. Warum hörst Du ausgerechnet an der Stelle damit auf, wo Du wirkungsvoll den Unterschied zwischen dem gequälten menschlichen Bewusstsein und dem der von Zweifeln befreiten Bestie hättest darstellen können? Dieser Wechsel zu einem von außen kommenden Kommentator wirkt entsetztlich platt und reißt einen komplett aus der Atmosphäre Deines Textes.

        Da ist noch viel mehr, was ich ansprechen könnte, wenn ich diesen Kommentar auf Romanlänge aufblasen wollte, aber bei Vielem davon wäre es schwierig, genau zu sagen, WARUM es sich gekünstelt und unbeholfen liest, ohne Deine schreiberischen Bemühungen in ein unnötig enges Korsett zu zwängen: Zum Beispiel wird einem in jeder Schreibwerkstatt eingetrichtert, möglichst wenige Adjektive zu verwenden, und Dein Text weist auch mehrere Passagen auf, denen die Befolgung dieses Ratschlags gut getan hätte – aber letzten Endes muss man stattdessen ein Gefühl dafür entwickeln, wann ein Stilmittel passt, und wann nicht. Als Lovecraft-Fan werde ich den Teufel tun, Adjektivhäufungen generell zu verdammen, aber bei Dir und in diesem Text funktionieren sie eben nicht.

        Ein guter Rat ist eigentlich immer, sich seine eigenen Texte langsam und vor allem LAUT selbst vorzulesen. Häufig merkt man dann, dass einige Formulierungen sich merkwürdig anhören – und wenn es einem schon selbst auffällt, bedeutet das in der Regel, dass es die meisten Leser viel deutlicher bemerken! Ich halte es zum Beispiel für sehr wahrscheinlich, dass Du beim lauten Lesen selbst über “ Eine nie gekannte und ungezügelte Wildheit erfüllt mich“ gestolpert wärst.

        Das soll jetzt aber wirklich genügen – ich hoffe, Du kannst mit meinen Hinweisen und Ratschlägen etwas anfangen!

        Antworten
  1. Rob Anybody

    Hey Andreas,
    jetzt reiß dich aber mal am Riemen! Für einen Amateur fand ich diese Kurzgeschichte hervorragend – wir sind hier bei Blogs und nicht bei einer kommerziellen Anthologie, wo echte Profis schreiben.
    Insofern ist meine Rückmeldung an kuechentischmagic: Nette Geschichte, genau in der richtigen Länge für die Frühstückspause – weiter so!

    Antworten
    1. kuechentischmagic Beitragsautor

      Hallo Rob,

      danke. Wir sind für jedes Feedback dankbar :). Da wir zu viert an diesem Blog schreiben kann es möglicherweise passieren das wir alle über diesen Account euch antworten. Genauer gesagt der Verfasser der Geschichte meldet sich auf jeden Fall nochmal persönlich bzgl. eurer Anregungen etc.
      Wir freuen uns natürlich auf jeden Kommentar :)

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  2. Perloxus

    Herrlich! Andi, wie er leibt und lebt!
    Danke für diese erheiternde (auch wenn sie ernst gemeint ist) Analyse.
    Und danke an Küchentisch-Magic für die eigenen Gedanken zu einer Karte, die Dich offensichtlich inspiriert hat. Bloß nicht verdrießen lassen: Lieber unvollendete Belletristik als gar keinen Beitrag zum Lesen zu haben.

    Und Andi:
    Hast Du mal eine Karriere als Lektor in Erwägung gezogen? Für Verlage ist es fast genauso schwierig, fähige Lektoren zu finden wie fähige Autoren.
    Freue mich jedenfalls sehr, wieder mehr von Dir hier zu Lesen, sowohl Deine eigenen Beiträge als auch Deine wunderbar brutalen Kritiken.

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  3. Lord Sonntag

    Meine ehrliche Meinung zu dem Text: Ich kann so geschwollene und ausgeschmückte Kurzgeschichten nicht leiden. Vor allem nicht, wenn man sie mit „Ich bin ein Nachtwächter und guck in die Dunkelheit während ich mich in eine Bestie verwandle“ umschreiben kann. Ich mag Kurzgeschichten, die etwas länger gehen und mehr erzählen (Uncharted Realms von der Magic-WebSite).

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  4. kuechentischmagic Beitragsautor

    Anm. d. Verfassers:

    first of all: vielen Dank, sowohl für die positiven Kommentare, als auch für die konstruktive & ehrliche Kritik!

    @Zeromant: du gehst leider von einer falschen Prämisse aus… es ist gar nicht meine primäre Intention, unterhaltsame Belletristik zu liefern.

    Im Vordergrund stehen, ganz egoistisch, meine Entspannung und auch die pure Freude am Schreiben (beides hatte ich: YAY!).

    Ja, es kann sicherlich ein netter Nebeneffekt sein, positive Resonanz auf eine Veröffentlichung zu bekommen, aber ich kann auch (sehr) gut damit leben, wenn jemandem mein Schreibstil nicht gefällt, oder meine Geschichten gar Schmerzen verursachen (interessante Vorstellung übrigens! Evtl. sollte ich versuchen, das Talent irgendwie auszubauen!)

    Aber, da du so nett warst, auf einzelne Textabschnitte einzugehen, nutze ich jetzt ebenfalls die Gelegenheit, um dir noch offene Fragen zu beantworten.

    1. „In diese Kategorie fällt Dein kurzer Text (im Englischen würde man hier von einer Vignette sprechen) – es passiert sehr wenig, und das WAS passiert, wissen die meisten Leser bereits vorher.“

    J… nö.

    Sofern man sich vor dem Lesen der Geschichte keinen Blick auf die verlinkte Karte gönnt, wird dem Leser i.d.R. erst im Verlauf der Geschichte klar, in welche Richtung sich die Handlung bewegt (hellseherische Begabungen mal ganz kategorisch ausgeklammert).

    u.a. darin liegt der Sinn, die Karte, welche als Inspirationsquelle gedient hat, erst am Ende der Geschichte zu verlinken.

    Raten, um welche Karte es sich handelt, ist übrigens durchaus erwünscht! Wer hätt’s gedacht?

    Und: super, dass du weißt, was eine Vignette ist! Tut in dem Fall zwar nichts zur Sache, ist aber edukativ wertvoll und natürlich auch sehr beeindruckend. Echt jetzt!

    2. “Meine Klingen sind scharf und mein Wille ist eisern.
    Und doch ist diese Nacht besonders.”

    „…häh? “Und doch” weist auf einen scheinbaren Widerspruch hin – aber wo soll denn da ein Widerspruch liegen?“

    Stell dir hinter ‚besonders‘ mal einen Doppelpunkt (und meinetwegen auch gerne einen spannungssteigernden Trommelwirbel) vor. Wird’s jetzt klarer?

    Kleiner Tip am Rande: Die Erklärung, wieso die Nacht besonders ist, folgt im nächsten Textabschnitt & könnte evtl. etwas damit zu tun haben, dass der (bisher) eiserne Wille des Wächters im Laufe der Nacht noch gebrochen wird.

    *Ende des Trommelwirbels*

    3. „Generell machen viele Deiner Formulierungen den Eindruck, als wenn Du ein Menü aus Fertiggericht-Bestandteilen kochen würdest, anstatt sorgfältig passende und vor allem geschmacklich nicht zu sehr in den Vordergrund drängende einzelne Zutaten auszuwählen.“

    Hahaha ernsthaft?

    Du wirfst mir „Pathos“ und „hohl klingende Phrasen“ vor und kommst dann mit einer solchen Formulierung? Bei genauerer Betrachtung schon etwas aufgeblasen, nech? Jetzt habe ich übrigens ein kleines Hüngerchen auf Fertigpizza. Vielen Dank dafür!

    4. „Du benutzt außerdem noch einige weitere problematische Stilmittel, bei denen man sich schon sehr sicher sein sollte, welche Funktion sie im eigenen Text erfüllen, bevor man sie einsetzt.“

    Problematische Stilmittel.

    Huiuiuiuiui! Das… klingt gefährlich!

    „… problematische Stilmittel, deren unsachgemäßer Einsatz schwere Schäden in der ( –> zutreffendes bitte hier einfügen <– ) hervorrufen können!“

    5. „Warum hörst Du ausgerechnet an der Stelle damit auf, wo Du wirkungsvoll den Unterschied zwischen dem gequälten menschlichen Bewusstsein und dem der von Zweifeln befreiten Bestie hättest darstellen können?“

    Mögliche Antworten:

    a) Weil ich es kann! (beste Antwort auf eigentlich alles!)

    b) Wie jetzt? Ich dachte, deine komplette Kritik fußt auf der Prämisse, dass ich gerade das nicht kann! O_o

    6. „Ein guter Rat ist eigentlich immer, sich seine eigenen Texte langsam und vor allem LAUT selbst vorzulesen. Häufig merkt man dann, dass einige Formulierungen sich merkwürdig anhören – und wenn es einem schon selbst auffällt, bedeutet das in der Regel, dass es die meisten Leser viel deutlicher bemerken!“

    Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mir wünschte, du hättest diesen Ratschlag befolgt, bevor du die in Unterpunkt 3 bereits erwähnte Textpassage abgeschickt hast! Ich hab noch immer Bock auf Pizza!

    Antworten
  5. Nico

    Also ich muss gestehen, dass ich zunächst nur den ersten Absatz der Geschichte gelesen hatte und sie erst nach der Veröffentlichung von Zeromants Kommentar zu Ende gelesen habe. Ich muss sagen, dass er durchaus Recht hat mit dem, was er schreibt – auch wenn man geteilte Meinung über seinen Duktus sein kann.

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