"Clone" from Onslaught, Illus. Carl Critchlow, (c) Wizards of the Coast

Highlander-Begrifflichkeiten oder „Wenn es doch nur einen gäbe!“

"Clone" from Onslaught, Illus. Carl Critchlow, (c) Wizards of the Coast

„Clone“ from Onslaught, Illus. Carl Critchlow, (c) Wizards of the Coast

Früher war alles besser. Früher, als noch alles aus Holz war. 1994 oder so. Damals haben wir schon viel und gerne mit sog. „Highlander“-Decks gespielt. Das bedeutete: Jede Karte nur einmal, außer Ländern. Länder sind natürlich auch Doppelländer, von denen es damals nur eine Sorte gab (Tundra) und Urza-Länder. Die dann vier mal. Wie groß die Decks damals waren, kann ich nicht mehr genau sagen. Vielleicht waren es 100 Karten, vielleicht auch keine bestimmte Anzahl. Über Formate haben wir damals nicht gesprochen. Warum sollte man auch nicht mit Karten spielen dürfen, die man besitzt? Ich sage ja: Schöne Zeit damals. Heute ist alles etwas komplizierter geworden.

Warum ist das für mich heute noch ein Thema? Hauptsächlich weil meine Sammlung immer noch so aufgebaut ist, dass sie zwar viele verschiedene Karten enthält, aber wenige mehr als einmal. Das finde ich auch ganz gut so. So spiele ich lieber mit stärkeren Karten, davon dann aber nur mit einer, statt neueren Karten in vierfacher Ausführung. Finde ich abwechslungsreicher. Wenn das Kind ja nur einen Namen hätte.

Obwohl ich eine einigermaßen klare Vorstellung habe, welche Formate es gibt und was „die Leute“ darunter verstehen, sehe ich trotzdem noch Unklarheiten.

So gibt es z.B. die Meinung, dass EDH (Elder Dragon Highlander) = Highlander = Commander sei. Das halte ich für falsch. Vermutlich ist EDH und Commander das gleiche. Aber gibt es heutzutage noch Highlander-Spieler?

Dass es kein „Nur beliebige Länder mehrfach“-Singleton-Format zu geben scheint, damit muss ich mich wohl abfinden – oder einen eigenen Namen erfinden (Projekt: „Schnabbeldiwauwau-Singleton“). Gibt es zufällig noch jemand anders auf der Welt, der sich daran erinnern kann, dass man das früher gespielt hat? Und während es für 100-Karten-Decks zumindest noch durch EDH einigermaßen Akzeptanz gibt – wer kann sich schon mit Singleton-Formaten mit z.B. 60 Karten anfreunden (ausser mir)? „Highlander“ scheint mir immer „100 Karten“ zu bedeuten.

Aber selbst bei den „offiziellen“ (offizielleren?) Formaten finde ich Dinge verwirrend. So gehen z.B. die Regeln für Commander von genau 100 Karten aus. Warum eigentlich? Canadian Highlander tut das nicht und vergibt die Punkte pro 100 Karten im Deck. Ja, ein 100-Karten-Deck mag effizienter sein als eines mit mehr Karten, aber können die Regeln das nicht dem Deckbauer überlassen? Gerade bei einem Format, wo der Spaß im Vordergrund steht und nicht die Effizienz?

"Dueling Grounds" from Invastion, Illus. Pete Venters, (c) Wizards of the Coast

„Dueling Grounds“ from Invastion, Illus. Pete Venters, (c) Wizards of the Coast

Oh, und dann gibt es auch noch Duel Commander (i.e. „French Commander“) für Spieler, die weniger Politik und weniger Multiplayer wollen. Auch ein Schritt in meine Richtung, irgendwie. Zumindest, was den Wunsch angeht, mit 100-Karten-Decks eins gegen eins zu spielen. Allerdings nicht, was die Tendenz zu „ernsthafterem“ Spielen angeht – ich will ja nicht unbedingt gewinnen.

Und dann gibt es natürlich noch Tiny Leaders, was ja eigentlich auch ein Highlander-Format ist, aber nicht so genannt wird. Oder doch?

Liebe Leser, danke dafür, es bis hierhin durchgehalten zu haben! Zusammengefasst habe ich folgende Fragen, für die ich um eine Antwort in den Kommentaren bitte:

  • Gibt es einen Namen für ein Highlanderformat, bei dem alle Länder 4x vorkommen dürfen?
  • Gibt es ein Highlanderformat, das 60 Karten nutzt?

2 thoughts on “Highlander-Begrifflichkeiten oder „Wenn es doch nur einen gäbe!“

  1. grozoth

    Also das mit beliebig vielen Länder kenne ich nicht, habe ich auch nie so gespielt/gesehen.
    60-Karten-Highlander wurde hier in Nürnberg tatsächlich gespielt in privaten Runden. Allerdings gleich richtig, also mit Power 9. Ob das einen eigenen Namen (abgesehen von 60-Karten-Highlander) hat, kann ich nicht sagen.

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    1. Spiggy

      Wir spielen seit langen Jahren Highlander nach der Vintage Banned-List. In aller Regel 2HG, wobei die Beschränkung der Karten nicht auf das Team, sondern nur auf das Deck gilt. (also keine separaten Bannings von einzelnen Karten à la highlandermagic.de.)

      Power 9 haben wir nicht am Start, Tinker into BSC passiert auch eher selten. Aber Jitte, Sol Ring, Mana Vault, Birthing Pod sind regelmäßig auf dem Tisch. Da wir alle seit Jahr(zehnt)en aktiv sind und Zugriff auf viele Karten haben, passt auch das Deckniveau untereinander sehr gut.

      Kombo wird kaum gespielt, in der Regel (Aggro-)-Control. Dadurch, dass wir 2 gegen 2 spielen, sind auch mehr Antworten gegen Permanents vorhanden. Läuft eigentlich sehr gut, auch wenn durch Exsanguinate entschiedene Spiele etwas sucken. 😉

      60 Card HL haben wir nur mal ansatzweise getestet und die Beschreibung des HL Formates mit „Non Basic Lands dürfen 4 mal gespielt werden“ ist mir auch unbekannt.

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