M12 – Limitedreview (Blau)

Neue Farbe, neue Gliederung. Ich werde die Karten weiterhin nach Rarität, innerhalb dieser aber alphabetisch ordnen und am Anfang jeder Kategorie, ähnlich zu LSV, eine persönliche Rangliste präsentieren.

Der Common-Slot


Top Commons:

1.) Aether Adept

2.) Merfolk Looter

3.) Divination

4.) Frost Breath

5.) Chasm Drake

Aether Adept: Seine Stärke ist seine Vielseitigkeit. Ob man jetzt seine eigene Kreatur von Pacifism/Mindcontrol befreit, den Gegner etwas delayed, im entscheidenden Moment einen Blocker auf der Gegnerseite zurückschickt, oder einfach nochmal den Effekt einer „Wenn XY ins Spiel kommt/XY kommt mit … ins Spiel“* ( Gravedigger, Auramancer, oder ganz exotisch: Pentavus ) ausnutzen will, der Aether Adept bietet reichhaltige Möglichkeiten und ist nie eine tote Karte. Ich empfinde den Adepten in diesem Coreset als noch stärker, da er auf ein Meta treffen wird, dass sich von M11 insofern abhebt, als dass es um softes Removal wie Arachnus Web/Brink of Disaster und spielbare Enchants wie Angelic Destiny und Dark Favor bereichert wurde. Neben Gideon’s Lawkeeper eine der besten Commons.

*= Enters the Battlefield-Effekt = ETB-Effekt

Amphin Cutthroat: Einfach nicht gut. Grün bietet im gleichen Slot die, im Coreset dauerpräsente, Spinne ( Giant Spider ), welche immerhin noch Reach mitbringt. Schwarz einen pumpbaren Flieger ( Drifting Shade ), oder Gravedigger. Weiß einen Greifen der zwar an jedem Schock stirbt ( Assault Griffin ), aber eben Evasion und mehr Power hat. Rot bietet sogar, zu komplizierteren Kosten, einen potentiellen 5/5 Beater (Gorehorn Minotaurs ). Und in Blau selber hat man, meiner Meinung nach, mit Aven Fleetwing auch einen besseren Kandidaten.

Aven Fleetwing: … einen besseren Kandidaten. Natürlich wird sich zeigen müssen ob Evasion + Hexproof + irgendetwas zum drankleben (Enchants etc.) ausreicht um mit Karten wie Gorehorn Minotaurs, Vampire Outcasts bzw. Bloodthirst im Allgemeinen mithalten zu können. Das eine Karte nicht removed werden kann hilft halt nicht, wenn die Präsenz auf dem Board für sich alleine, im Vergleich zu anderen Karten, derart schlecht ist.

Cancel: Das Präventiv-Removal. Zu Cancel gibt es, meiner Meinung nach, nicht viel zu sagen. Es ist eine Karte, ähnlich wie Stoic Rebuttal im momentanen Format, die man am Ende des Drafts „im Vorübergehen“ mit aufsammelt. Wenn keiner kommt, ist es halt immernoch so.

Chasm Drake: Grundsätzlich liest sich „3/3 Flying + einer anderen Kreatur „Fliegen“ verleihen“ gut. Allerdings muss sich der Drache im gleichen Slot mit Serra Angel und Sengir Vampire messen, die für die gleichen Manakosten einen besseren Body haben. Selbst Assault Griffin würde ohne weiteres abtauschen. Unbeantwortet ist der Drache aber, wie so viele Flieger, eine Pest und bei gestalltem Board kann er die Antwort sein, die man sucht.

Coral Merfolk: 2/1 für 2 Mana reisst mittlerweile keinen mehr vom Hocker. Bessere Karten wie Garruk’s Companion, Merfolk Looter, Stormfront Pegasus usw. lassen grüßen. Als Filler jedoch allemal zu gebrauchen, da man mit ihm im frühen Spiel ein triggern von Bloodthirst verhindern kann.

Divination: Zwei Karten für eine, kostet nur 3 Mana, nie tot. Mit Divination kann man nichts verkehrt machen, wenn man sowieso schon Blau ist. Auch eine Schlüsselkarte für den Mill-Archetyp.*

*auch dieses Coreset, wie schon in M11 lässt sich gut ein Deck zusammendraften, was darauf ausgelegt ist die Bibliothek des Gegners leer zu mühlen, die im limited ja sowieso nur 40 Karten hat. Ich werde bei den jeweiligen Karten die dabei eine wichtige Rolle spielen auch kurz darauf eingehen.

Flight: Macht genau nichts. Lieber nimmt man gleich eine Kreatur die Fliegen kann.

Frost Breath: Treffen sich zwei Frost Titanen. Keiner Enttapt. Aber im Ernst: Frost Breath ist eine Karte die das Potential hat ein Spiel zu entscheiden. Ich sehe hierbei einige Parallelen zu Sleep, welches auch das Board des Gegners für zwei Runden lahmlegte, was zum richtigen Zeitpunkt meist „Game“ bedeutete. Frost Breath tappt zwar nur 2 Kreaturen, hat dank Instant-Speed aber die Möglichkeit vor der Angreiferdeklaration des Gegners einzugreifen.

Harbor Serpent: 5 Power sind in diesem Format für eine common sehr gut. Allerdings möchte man am liebsten ja, wenn man schon 6 Mana investiert eine Bedrohung liegen haben. Da kommt allerdings der „drawback“ der Schlange ins Spiel. Ich würde vermutlich lieber einen Vastwood Gorger splashen (aber ich bin auch gierig), bevor ich mich so tief in Blau begebe.

Ice Cage: Ice Cage ist zwar Removal, aber es ist Pacifism in schlecht. Hat der Gegner einen Combattrick auf der Hand, hat der Käfig gar nichts gemacht, auch wenn Equip liegt ist der Käfig eine tote Karte. Nur pick-/spielbar, falls man wirklich gar kein Removal hat aufsammeln können.

Jace’s Erasure: Ja, ja, der Mill-Archetyp. Wichtiger Vertreter, den man am besten multiple Male aufsammelt, sollte man fokussiert auf Mill draften.

Mana Leak: Für mich ähnlich wie Cancel, allerdings einfacher in den Manakosten und auf der Starthand einen Tick besser. Ähnlich wie im Constructed ist Mana Leak im Lategame schlechter und das Verhältnis zu Cancel dreht sich um.

Negate: Ein weiterer Counter, der aber aufgrund seiner Spezialisierung auf Nichtkreaturensprüche schlechter ist als Mana Leak oder Cancel.

Merfolk Looter: Es gibt Effekte im Limited, die einfach sehr gut sind. Karten zu cyclen bringt zwar keinen Kartenvorteil, aber Kartenqualität und gehört daher dazu. Was gibt es besseres als ein Land in einen Removalspell, oder eine Bombe zu verwandeln?

Merfolk Mesmerist: Blüht auch nur im Mill-Archetyp auf, aber dort ist er essentiell.

Phantasmal Bear/Phantasmal Dragon/Phantasmal Image: Ich halte die Illus für unspielbar , da der Gegner nicht mal unbedingt eine Karte ausgeben muss, um sie loszuwerden. Ein aktivierter Gideon’s Lawkeeper (den man aufgrund seiner Qualität schon oft sehen wird), Crown of Empires o.ä. entledigt einen aller Illusionen. Phantasmal Image wiederum ist besser, da man auch eine Hexproof Kreatur kopieren könnte, oder einfach eine Kreatur mit ETB-Effekt.

Ponder: Ein weiteres nice-to-have. 3 Karten tief zu schauen, ob man nicht vielleicht die gesuchte Bombe/Lösung findet ist eine tolle Eigenschaft. Ansonsten hat man in den meisten Fällen aber auf jedenfall Kartenqualität erzeugt.

Skywinder Drake: Wer möchte schon blocken, wenn man 3 Mana bezahlen kann um für 3 Schaden in der Luft hauen zu gehen? Für drei Mana bekommt man hier im frühen Spiel eine nicht zu verachtende Bedrohung.

Unsummon: Während Vapor Snag im jetzigen Format hauptsächlich aggressive Listen ergänzt, ist Unsummon in M12 mehr als nur eine Karte um einen Blocker auszuschalten. An sich ist die Argumentation ähnlich wie beim Aether Adepten, der jedoch viel besser ist, da er noch hauen gehen kann. Da man im Draft vermutlich sowieso das ein oder andere geschoben bekommt, kann man sich als späten Pick gerne für ihn entscheiden.

Der Uncommon-Slot

1. Mind Control

2. Azure Mage

3. Belltower Sphinx

4. Levitation

5. Alluring Siren

Eigentlich würde eine Top 3 hier schon genügen, da der Abstand zwischen Mind Control, Azure Mage, Sphinx und den auf ihn folgenden Karten sehr groß ist.

Alluring Siren: Eine sehr situative Karte. Für mich läuft es auf folgendes Szenario hinaus:

1.) Man ist auf dem Board vorne, hat also entweder die stärkere Kreatur oder einfach mehr Kreaturen.

2). Man liegt hinten.

3.) Das Board ist gestalled.

Im ersten Fall macht die Sirene nur dann einen Kartenvorteil, wenn der Gegner die zweite Karte gegen den eigenen Fattie rennen lässt und sie dadurch verliert. Der Gegner hat dann aber ohnehin schon ein Problem, weil er dann schon in der zweiten Runde die Kontrolle über das Board nicht zurückgewinnen konnte. Die Sirene hilft einem dann zwar zu gewinnen, aber irgendwie fühlt es sich nur nach „win more“ an. Denn wenn der Gegner eine Möglichkeit findet das Board zu stabilisieren ist sie genauso tot wie in Situation 2). Gut ist sie eigentlich nur, wenn das Board gestalled ist und man eine Möglichkeit sieht, durch einen abgestellten Blocker für tödlichen Schaden vorbeizukommen oder den Gegner zu ungünstigen Blocks zwingt.

Azure Mage: Im späten Spiel die Karte die man haben möchte, um überflüssiges Mana loszuwerden. Kriegt der Gegner sie nicht gehandhabt, wird man ihn einfach mit der schieren Fülle seiner Handkarten besiegen. 4 Mana zu bezahlen, nur um eine Karte ziehen zu können ist auf der anderen Seite eine Menge. In Hinsicht auf die Manakurve und damit den späteren Deckbau, würde ich diese Karte daher eher als CMC4+ einordnen.

Belltower Sphinx: Hier muss man meiner Meinung nach eine Unterscheidung vornehmen. Meines Erachtens nach ist der Mill-Archetyp mit M12 noch stärker als in M11. Das ist nicht nur dank der Sphinx so, die in diesem Archetyp fast eine Bombe darstellt. Auch Karten wie Jace’s Archivist, Jace, Memory Adept (für ihn muss man sich allerdings nichtmal im Archetyp befinden, der gewinnt auch so), Merfolk Mesmerist und die alte Jace’s Erasure sorgen dafür. Aber selbst Abseits des Archetyp ist die Sphinx ein Evasiontierchen mit sehr solidem Body, die common/uncommon Bereich nahezu alles wegblockt.

Flashfreeze: Sehr situativer Counter. Höchstens SB-Material.

Levitation: Evasion für alle Kreaturen ist grundsätzlich eine wünschenswerte Eigenschaft im Limited. Das Problem an dieser Karte jedoch ist, dass Blau, sowie Weiß sowieso jede Menge Evasiontiere besitzt und Levtiations Farbkombination ein Splashen unmöglich macht. Am meisten von dieser Karte würden Grün und Rot profitieren, da sie die dicksten Tiere haben.  Während Grün/Blau keine gute, da removalarme, Farbkombination im Limited ist, kann man Levitation wohl am besten in U/R spielen.

Master Thief: Viel zu Situativ. Es gibt viel zu wenig lohnenswerte Ziele in M12, als dass der Master Thief ein lohnender früher Pick wäre.

Mind Control: Ähnlich wie beim Merfolk Looter. Die Bomben von anderen Spielern klauen ist einfach gut. Man hat gute Chancen 2:1 abzutauschen, da der Gegner zusehen muss wie er seine eigene Karte entsorgt.

Turn to Frog: Ein weiteres blaues Removal, welches man im Gegensatz zum Ice Cage aber besser mitnehmen kann, da es ähnlich zu echtem Removal eben in der Regel 1:1 abtauschen wird. Es wird lediglich dadurch schlechter, dass der Gegner auch mit einem 1/1 Frosch noch rumtricksen kann und die Counter von Bloodthirst den Effekt quasi ganz negieren.

Der Rare/Mythic-Rare-Slot


Djinn of Wishes: Mit 4/4 Flying nur so gut wie Serra Angel und Sengir Vampire. An eine Rare hat man eigentlich höhere Ansprüche; nämlich das Spiel zu gewinnen. So verlockend sich auch die Ability des Djinns liest – die etwas bedeuten könnte, „Zahle 2UU: Cheate eine zusätzliche Kreatur ins Spiel wenn dein Gegner Angreifer deklariert hat“ – so durchschnittlich ist sie letztlich. Wird ein Land aufgedeckt, darf man es nicht in der Gegnerrunde spielen (und dort wird man die Ability am meisten verwenden wollen), wird etwas unter den 4 Manakosten aufgedeckt, so muss man sich fragen, ob man nicht effizienter mit seiner Ressource Mana hätte umgehen können (zum Beispiel: Hätte man auch noch Mana für Removal, Counter oder ähnliches offenhalten können?), wird etwas total nutzloses aufgedeckt (Hunter’s Insight, Day of Judgment, Equipment, X-Sprüche wie Fireball für 0, Counterspells) hat man eine potentielle Lösung für die Zukunft exiled. Auch wenn das letztere vermutlich nicht allzuoft vorkommt ist der Effekt, ohne Library-Manipulation à la Ponder, random. Fazit: Das Risiko der Karte ist ihr (Random)Effekt, der zugleich aber auch das Potential birgt Kartenvorteil zu erwirtschaften.

Frost Titan: Treffen sich zwei Frost Titanen… Beide gewinnen? 😉 Wie alle Titanen eine Bombe, welche Spiele alleine gewinnt.

Jace, Memory Adept: Eine weitere Bombe im Mythicbereich. Wenn man ihn beschützen kann dann gilt 2-3 x 0 = Win. Und selbst wenn dieser Plan nicht stabil genug durchgebracht werden kann, so zieht er Karten und verhindert Schaden auf einen selber.

Jace’s Archivist: Wie bereits oben angesprochen ist er im Mill-Archetyp eine Bombe, aber auch so hat er, klug ausgespielt, das potential Kartenvorteil zu erwirtschafen.

Lord of the Unreal: Ich wünschte die Chance auf einen Illusions-Archetyp wären nicht so unreal… Offensichtlich keine gute Rare, da man mit ihr alle möglichen Illusionen spielen wollte, deren Anfälligkeit im Limited viel zu hoch ist.

Mind Unbound: Für mich kein Firstpick.  Man verwendet eine Runde darauf das Enchant zu legen und erst 2 Runden später macht man Profit. Auf der anderen Seite klingt die Karte zwar unheimlich verlockend, da sie dann jede Runde die sie liegt mehr und mehr Karten erwirtschaftet. Allerdings dann auch soviele, dass man gut den eigenen Decktod produziert.

Redirect: Wiederum eine blaue Rare, die absolut nicht dazu geeignet ist sie firstzupicken. Sie ist ein weiterer Counter, den man gerne nebenbei aufsammelt, weil er mal random das Removal des Gegners umlenkt, aber weit weg von der Qualität der meisten uncommons/commons.

Sphinx of Uthuun: Eine der wenigen Rares, die man ohne Probleme firstpicken kann. Neben 5/6 Flying bekommt man in der Regel 2-3 Karten. Selbst wenn die Sphinx removed wird hat man unter dem Strich also noch ein gutes Geschäft gemacht.

Time Reversal: Aufgrund der Symmetrie des Effektes keine gute Karte im Limited.

Visions of Beyond: „Beyond of being playable in Limited“ oder sowas würde jetzt vermutlich LSV sagen. 20 Karten im Friedhof wäre immerhin die Hälfte des eigenen Decks, und wenn das der Fall ist hat euer Gegner vermutlich gerade Jace gelegt.

Das Ende

Die Review für blau ist zu ende, und vor allem ich bin am Ende, weil ich hier seit Stunden sitze um diese Review noch vor LSV on zu bringen. Ich fürchte zwar, dass dieser seltsame Anflug von Ehrgeiz die Qualität drückt, aber ich kann ruhiger schlafen.

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19 Responses to M12 – Limitedreview (Blau)

  1. Sandmann sagt:

    Hmm…an manchen Stellen merkt man, dass Du fertig werden wolltest. Da bist über das wiedergeben des Kartentextes kaum hinausgekommen, schade.
    Aber ansonsten kein schlechter Eintrag, liest sich angenehm und Deinen Einschätzungen kann ich weitestgehend folgen.
    Der Djinn spielt übrigens im gegnerischen Zug eine Kreatur so wenig wie ein Land 😉

    Und das Visions of Beyond würd ich nicht direkt als unplayble abstempeln. Als Filler in nem Deck, dass eine Bombe(n) suchen will, finde ich einen 1-Mana-Cycler durchaus ok. Natürlich kein hoher Pick (wenn man vom Geldwert absieht), aber nicht gänzlich unspielbar.

    Allerdings würde ich den 2/1er Merfolk und den 2/4er auch nicht völlig ignorieren. Ich mein sicher, gut ist anders und ein 2/1er für 2 ist in nem aggressiven Deck noch vertretbarer als in nem blauen Evasion/Control-Deck, aber ich habe am Wochenende festgestellt, dass so ein früher Blocker gegen die ganzen Bloodthirst-Tiere Gold wert sein kann. Das Merfolk tausch mit jedem 1 und 2 Drop (ausser dem weissen Gaul) und kann einem die benötigte Zeit kaufen.
    Naja, ich will den aber auch nicht besser machen als er ist, ich spiel lieber auch gute Kreaturen in dem Slot 😉 Ich wollte nur sagen, dass frühe dumme Blocker in dem Format auch ihren Zweck haben können.

    • moony sagt:

      Bist du dir sicher beim Djinn? In seinen Regeln steht: „You play the revealed card as part of the resolution of Djinn of Wishes’s ability. Timing restrictions based on the card’s type (such as creature or sorcery) are ignored.“ Das mit Visions of Beyond als Filler in einem Deck ist natürlich richtig. Die Frage ist, ob man nicht lieber noch eine Kreatur o.ä. mit mehr Wert spielt als die Visions, sprich ob man Platz dafür im Deck hat.
      Auch mit dem frühen Blocker hast du nicht unrecht. Ich habe halt, vor allem im Sealed, gemerkt, dass die Leute, die viel Bloodthirst spielen auch die Enabler dafür haben, also den schwarzen, unblockbaren Typen oder den Schadenschieß-Gobo. Und in der Regel willst du ja nicht Blocker „traden“, ohne das du vom Gegner was mitnimmst. Aber ich glaube, ich verstehe was du meinst und werde das im Artikel gleich noch ergänzen. Vielen Dank auf jedenfall für deine Anmerkungen =)

    • Beim Dschinn liegst du falsch, siehe Frage (7919) auf „Magic für Freizeitspieler“.

      (Mit „du“ war hier Sandmann gemeint.)

      • Sandmann sagt:

        Hoppla…Asche über mein Haupt. Hier war ich tatsächlich auf dem falschen Dampfer.
        Danke euch beiden für die Aufklärung.

  2. Till Riffert sagt:

    Wenn du dir LSVs Limited Reviews anschaust, dann merkst du noch einen großen Unterschied zwischen seinen Reviews und deinen: Er lehnt sich aus dem Fenster und beschreibt das Format wie er es sich vorstellt. In deinem Review liest man wie du schreibst: „ich selber das Tempo des Formates noch nicht abschätzen kann.“

    Genau dass ist aber was interessant ist, weil ansonsten dein Review nichts anderes ist als die Betrachtung der Einzelkarten im Vakuum. Das ist jedoch nicht nur uniteressant, sondern zum größten Teil auch blödsinning, da die Karten eben in einem Kontext auftreten. Ein Set Review sollte, auch wenn man sich ab und an einmal irrt, deine Vorstellung dessen wie das M12 Format aussieht wiederspiegeln und die Karten in diesem Kontext bewerten.

    • moony sagt:

      Es tut mir leid wenn ich diese, vermutlich provokant wirkende, Frage stelle aber: Ziehst du nur von der einen Karte ausgehend deine Schlüsse? Denn bei vielen anderen Karten sind Querverweise zu lesen, vor allem beim Adepten lege ich mich fest, beim Cutthoraot gibt es Querverweise warum er schlecht ist, der Fleetwing wird verglichen und aufgrund seiner mangelnden Boardpräsenz im Meta als nicht gut befunden.

      • Olaf sagt:

        Mit „Kontext“ hat Till schon das richtige Wort hier gefunden. Bloss mal ein Beispiel: Hexproof erwähnst Du in beiden Artikeln insgesamt 6 mal, Bloodthirst nur zweimal. Jetzt gehe auf Gatherer, suche nach Hexproof M12 und Bloodthirst M12! Beziehe Default-Kreaturenqualität und Rarities in Deine Überlegungen zur Bedeutung der Mechaniken mit ein!
        Ebenfalls per Gatherer kann man dann z.B. auch die Phantasmal-Kreaturen einschätzen (da findet man dann ausreichend wenig, um das Prädikat „unspielbar“ doch nochmal zu überdenken).

        • moony sagt:

          Die Frage ist, was ist ausreichend wenig? Frost Breath, Unsummon, Aether Adept, Alluring Siren, Lawkeeper, Crown of Empires, Arbalest Elite werden zu großen Teilen Spiel sehen. Goblin Arsonist, Stave Off, Sorin’s Thirst vermutlich nicht in der Masse, aber auch in der Kategorie. Ich verstehe aber was du sagen möchtest. Nur in der Review zu Weiß wurde gesagt, dass ich zu schwammig wäre. Also wollte ich dieses Mal polarisierender sein und mich eher festlegen.

          Den anderen Tipp werde ich versuchen zu beherzigen. Es stimmt, dass ich wenig auf BT eingegangen bin, dafür viel auf Hexproof bisher. Ich wollte BT aber in späteren Reviews noch näher beleuchten, da die Farben in denen es vertreten ist ja noch kommen werden. Aber ich vermute du hättest öfter mal den Bogen geschlagen von der Quali der BT Kreaturen zu den jeweils vorgestellten.

  3. Tom sagt:

    Mind Unbound: Ist ein sehr zweischneidiges Schwert…hat mich im Sealed Decktod gehen lassen

  4. Chickenfood sagt:

    Djin of Wishes ist einfach Kartenvorteil.
    Kartenvorteil + body kann nicht soo schlecht sein.
    Wenn ich im Draft einen öffens Picke ich ihn zu 99% (wenn keine bessere Fiol drin ist obv.)
    Mir ist nicht ganz klar wiso du rares anders bewertest als andere Karten. da man in rares nicht mehr ressourcen investiert als in andere karten muss man sie gleich behandeln.(man investiert seinen draftpick/platz im sealed booster/ manakosten) nebenbei: im draft müssen sich rares mit UCs messen und eher selten mit rares, daher ist die gewichtung unsinnig.

    • moony sagt:

      Ich will damit eigentlich auch keine Gewichtung innerhalb der Rares implizieren. Es stimmt was du sagst, und auch, dass man wohl nur wenige Rares über Mind Control (als Beispiel) picken würde. Rares stehen für mich mehr oder weniger außerhalb der Bewertung, da sie im Draft nicht verlässlich kommen (ist ja einfach eine Frage der Häufigkeit, da logischerweise commons/uncommons öfter vertreten sind). Rares in die Gesamtwertung mit einzubeziehen halte ich daher für nicht sinnvoll. Ich glaube das es besser ist zu sagen, welche Rares auf jedenfall gespielt werden sollten und welche nicht. Das sind in Blau für mich: Jace, Sphinx, Titan und mit Einschränkung der Djinn, wobei ich kein Freund von Randomeffekten bin (deswegen steht am Anfang des Artikels auch „persönlich“). Von den genannten würde ich aber, beispielsweise, nur Jace und Titan über ein Mind Control picken.

      Und nein, der Djinn ist nicht „so“ schlecht. Ich glaube man liest aus der Bewertung – zwischen den Zeilen – stark meine persönliche Note raus. Aber 4/4 Flying + Kartenvorteil ist tatsächlich sehr gut.

  5. Man merkt wirklich das du Fertig werden wolltest mit dem Review schade eigentlich .

    • moony sagt:

      Nachdem ich sie jetzt drölf Mal überarbeitet habe, finde ich es jetzt nicht mehr so schlimm. Stört dich irgendetwas besonders? =)

  6. eddos sagt:

    Zunächst einmal:
    Bedenklich, wenn du sagst, Dein eigener Artikel ist für Dich nicht mehr schlimm. Aber echt lustig, btw. wir wissen wies gemeint war.
    Zu dem Artikel:
    Wirkt oberflächlich ganz anders. Du hast eine eigene Struktur gewählt, und diese sachlich durchgezogen, mir persönlich gefällt diese gut.
    Inhaltlich würde auch ich mir noch weniger „Besser ist..“ und „Besser als….“, dafür mehr über die Interaktion (vor allem die Removal-anfälligkeit oder Anwendungsmöglichkeiten als „Antworten“ oder Schwächen im Nutzen der Karten) im Set wünschen. Freue mich auf jeden Fall auf Schwarz!
    Zu den Karten:
    Im großen und ganzen würde ich einzig für die Illusionen eine Lanze brechen, da diese unbeantwortet echt eine Plage werden können, oder die billigen Tierchen auch mal ein wertvolles Removal abfangen .Meiner Meinung nach spielbar.
    Der Bär hat dem Ormus in einem Game beim Pre 8 oder 12(Ormus???) Schaden gehauen, seitdem ist bei mir die große Liebe ausgebrochen 😉
    Der Skywinder ist bei mir übrigens eher in den top 5 zu finden…

    • moony sagt:

      Beim Skywinder geb ich dir recht, wobei ich halt finde, dass die Top 5 – abgesehen vom Adepten und dem Looter – durchaus austauschbar sind. Der Drake ist halt T3 „a real beating“. Wobei ich glaube, dass man viele Evasiontierchen im Draft sehen wird, sodass ich die von LSV prophezeiten „es wird wohl so sein das er öfter mal 12 Schaden macht bevor er abgestellt wird“ (interpretiere ich aber vllt. auch falsch) nicht ganz teile.

      Das mit dem „nicht mehr schlimm“ (bzw ich schrieb „nicht mehr so schlimm“) war darauf bezogen, dass der Artikel gestern nacht viel schlimmer aussah (fast so schlimm wie meine Augenränder! 😉 ). Verbesserungspotential ist immer da, welches haben ja andere Vorposter und du auch schon angemerkt. Danke dafür.

      Also ich werde testweise mal auf den Bären-Archetyp draften. Aber wehe ich gehe nicht 3:0 😉 Aber im Ernst, der Klon ist echt okay, und ich glaube auch der Drache ist eine veritable Bedrohung T4.

  7. silver_bullet sagt:

    Wie belastbar sind eigentlich deine Einschätzungen zum Mill-Deck?

    In M11 war dieser Archetyp furchtbar, da das Meta aus Aggro oder Bombe bestand, wobei die meisten Bomben, wenn sie denn mal online waren, auch recht schnell das Spiel beendet haben. Du musstest also ein sehr defensives Deck draften, das statt einem „normalen“ Finisher den Mühl-Plan hatte. Das ist insofern schlechter, weil deine defensiven Kreaturen den Gegner eben auch kaputt hauen konnten, beim Mühlen brauchst du einen Haufen Slots im Deck die eben nur gemühlt und nicht in der Defensive geholfen haben.
    Das Aggro-Milldeck kam ungefähr nie zusammen, dafür sah man die Commons nicht in ausreichender Anzahl. Im Hardcore-Control-Mirror wurde best. ab und an mal auf den Mühlplan geboardet, aber als echten Archetypen kannst du mir das nicht verkaufen. Deshalb kann ich mit der Aussage „noch besser als in M11“ wenig anfangen.

    Deshalb frage ich ob das in M12 schon mal probiert wurde. Man könnte das natürlich theoretisch betrachten, aber da gehört eben die oft angesprochene Einschätzung der Umgebung dazu. Als erstes wäre hier die Frage, wie schnell das Format ist. Diese Frage ist übrigens zentral für die Bewertung von fast allen Karten. Dann müste man sich überlegen, wie schnell man den Gegner gemühlt bekommt (kann ich den Gegner racen?) und wie defensiv blau i.A. ist (ist Mill-Control möglich?). Wie fragil sind dein Win-Conditions (wie viel Removal ist im Format, dass das Mill-Merfolk abstellt)?

    Nur zur Klarstellung:
    Mir wäre in der Theorie zu anstrengend. Das ist es z.B. dem LSV auch, deshalb probiert er das aus, weswegen seine Einschätzungen der weißen Karten meist ziemlich daneben sind, bei den grünen Karten wird es dann etwas brauchbarer.
    Der einzige, der das wirklich durchgezogen hat, war glaub ich der Pischner, evtl. noch TrashT (man möge mich verbessern). Deshalb hat der Pischner meiner Meinung auch diesen Anspruch an die Limited-Analysen anderer Leute.

    Mich persönlich stört es nicht, „schlechte“ Artikel bzw. Blogeinträge zu lesen und ich finde es schön, wenn sich Leute die Mühe machen, was zu verfassen, solange es lesbar und im besten Fall unterhaltsam geschrieben ist.

    Grundsätzlich kann man wohl zusammenfassend sagen, dass „gute“ Beiträge eine Menge Arbeit erfordern, damit meine ich die „Forschungsarbeit“, nicht das Schreiben selbst, das kommt dann noch dazu. Ob man sich diese Arbeit machen möchte muss jeder selbst wissen. Wenn er das nicht tut, kann er von mir aus gerne trotzdem schreiben, muss aber auf negatives Feedback gefasst sein

    • moony sagt:

      Ich habe mal mit dem Draftsimulator rumgetestet. Das Problem ist natürlich, dass der alles andere als repräsentativ ist. Auf jedenfall ist der Deckbau sehr anspruchsvoll, die Matches gegen aggressive Deck waren dabei recht knapp.
      Das mit der Defensive ist immernoch so. Ich finde halt, dass mit Belltower Sphinx, dem Mesmerist, Divinination, Merfolk Looter, Ponder die „Combo“ wesentlich stabiler laufen sollte, da man mit diesen Karten im Gegensatz zu Tome Scour noch Mehrwert hat und mit der Drawengine gut nach Lösungen (z.B. Removal) suchen kann. Die Frage ist halt, wann man den Archetyp überhaupt fokussieren soll. Ich hatte öfter die Situation, dass man eben keinen Rarespoiler aufgemacht hat und die Uncommons auch unterdurchschnittlich waren. Das war dann meiner Meinung nach die Chance sich auf Mill zu stürzen. Weiterhin bleibt abzuwarten, ob dieses Kartenmaterial ausreicht. Ich werde einfach mal fleißig weitertesten, bis dahin ist die Antwort bedauerlicherweise etwas schwammig.

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