Sieben Fragen an Pegasus Spiele

Am vergangenen Freitag hat Pegasus Spiele den Vertrieb von Magic: The Gathering für Deutschland und Österreich übernommen. Ein guter Zeitpunkt, die „Sieben Fragen“ aufleben zu lassen!

Wer bist du/sind Sie und was ist deine/Ihre Aufgabe bei Pegasus?
Andreas Finkernagel und Karsten Esser, wir sind die Geschäftsführer von Pegasus Spiele.

Was sollten wir über Pegasus wissen?
Pegasus Spiele ist ein überaus erfolgreicher Spieleverlag aber eben auch Vertrieb. Gerade der Vertrieb ist eine unsere Stärken im Markt. Und wir verstehen die Produkte, die wir auf den Markt bringen.

Was beinhaltet die Rolle als offizieller Vertrieb für Deutschland und Österreich?
Wir sind für alles was mit Ware zu tun hat zuständig. Und für die Wünsche der Händler natürlich, das beinhaltet zum Beispiel auch das Trade Marketing. Wir sind allerdings nicht für Endkunden zuständig oder gar für das WPN,
dafür gibt es das deutsche Wizards of the Coast Team in Dreieich, das sich um das Wizards Play Network und alle anderen die Spieler betreffenden Angelegenheiten kümmert.

Warum hat sich Pegasus denn um den Vertrieb von Magic: The Gathering bemüht?
Für uns ist MAGIC: THE GATHERING ein Teil unserer Geschichte. Schließlich waren wir bereits Mitte der 90er-Jahre zu den Anfangszeiten dafür tätig und organisierten u.a. ersten größeren MAGIC: THE GATHERING Turniere in Deutschland und veröffentlichten mit dem Printmagazin „Ringbote“ eines der weltweit ersten Sammelkartenmagazine. Für uns ist es also fast so, als ob wir zu unseren Wurzeln zurückkehren, auch wenn wir heute soviel mehr sind.

Gibt es unter euch aktive Magic Spieler?
OH JA! Allerdings nicht in der Form, dass diese an den großen Turnieren teilnehmen, aber die Hälfte unserer Mitarbeiter spielt MAGIC: THE GATHERING. Durch die Vertriebsübernahme haben wir die Zahl dieser „Anonymen Magic Spieler“ überhaupt erst ermitteln können. Jetzt gibt es natürlich schon den Ruf nach internen Meisterschaften..

Was will Pegasus anders und besser machen im Vergleich zu seinen Vorgängern?
Da gibt es sicherlich einige Punkte, die wir anders gestalten wollen. Aber diese betreffen vorwiegend die Händler und die Zusammenarbeit mit diesen.

Und die unbequemste Frage zum Abschluss: Glaubt ihr, dass auf die Käufer und Spieler Preiserhöhungen zukommen?
Von unserer Seite wird es keine Preiserhöhungen geben, das Gegenteil ist der Fall. Preisbildung ist aber Sache des Handels und der Händler vor Ort.

Danke für das Interview!

Leave a comment

3 Comments

  1. Skar

     /  21. März 2012

    Pegasus hat echt ne lange Tradition im Fantasy-Spielesektor, Midgard im Programm, Cthulhu, das überaus erfolgreiche Munchkin (Werbung, Werbung!), seit FanPros Rückzug ab 2008 auch Shadowrun. Der Verlag wächst also grad echt extrem, habe ich das Gefühl. Waren die Händler, soweit meine Informationen da verlässlich waren (und nicht mit der Betriebsbrille eingefärbt), mit der Vertriebspolitik von Amigo und Universal Cards eher unzufrieden (u.a. wegen der Zunahme an aggressivem, quantitativem Marketing über möglichst billiges Material und weniger qualitativer Promotion), sollte man jetzt da keine radikale Kehrtwende erwarten. Pegasus wird den WotC-Stempel führen, zumal ja auch im D&D-Bereich Zusammenarbeit stattfindet.
    Aber wenn obige Antwort tatsächlich in die Tat umgesetzt wird und die Preise fallen sollten, wäre da ein guter Anfang gemacht. Bliebe natürlich abzuwarten, inwieweit die Händler solche Senkungen an die Kundschaft weitergeben würden (3€ pro Booster wäre bspw. völlig legitim).
    Also: abwarten, am Ende ändert sich nämlich wahrscheinlich gar nichts…

    Antworten
    • Skar

       /  21. März 2012

      NACHTRAG: Natürlich darf man nicht vergessen, dass die Oberhand übers Marketing nach wie vor Hasbro hat…

      Antworten
  1. Kurzinterview mit Pegasus zu “Magic – The Gathering” « Cyclopean Citadels

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *