From the Vault: Angels, Duel Decks: Zendikar vs Eldrazi, new Mulligan

Es ist Sommer. Es sind Ferien. Entsprechend ist meine Zeit etwas knapper, aber WotC lässt es aktuell so richtig krachen. Direkt am morgigen Freitag (21.08.2015) kommt das neue From the Vault: Angels zu eurem Händler. 15 Engel im speziellen Foil Look, zum Beispiel auch der gute, alte Baneslayer Angel:

Baneslayer Angel

Die komplette Liste, auch mit schönen Infos angereichert bekommt ihr im Vorschauartikel. Große Upside für mich persönlich: In der Box finden sich 5 Engel welche direkt in meinen Cube wandern können :-) Und nach den Engeln geht es direkt auf Zendikar weiter, zuerst kommt nächsten Freitag (28.08.2015) das Duel Deck: Zendikar vs Eldarzi in die Läden. Die beiden Coverkarten kannten wir bereits, jetzt könnt ihr auch die kompletten Decklisten sehen– inklusive Vorschaukarten auf die Mechaniken der neuen Herbstedition „Battle for Zendikar“.

Dominator Drone Sheer Drop Retreat to Kazandu Veteran Warleader

Landfall und Verbündete sind also zurück, zwei Elemente von Zendikar welche mir sehr gefallen haben. Überhaupt war ja Zendikar der erste Block in dem ich richtig aktiv gespielt habe, das ist also eine Zeitreise für mich. An neuen Mechaniken sehen wir Devoid, Ingest und Awaken. Die ersten beiden sind schwer einzuschätzen, denn es hängt stark davon ab welche Synergien dafür zwischen einzelnen Karten existieren. Awaken ist eine Kicker Variation, da lasse ich mich überraschen, im Limited sicher mit viel Potential.

An dem darauf folgenden Wochenende ist in Seattle die Pax Prime Spielemesse und da geht es so richtig rund, sowohl im Bezug auf Battle for Zendikar Spoiler also auch im Rahmen der World Championship. Das ist so viel, da verweise ich euch auf den Artikel direkt auf DailyMtG, ich will ja nichts vergessen. Tipp von mir: An dem Wochenende Twitter, Twitch und Co. gut im Auge behalten!

Bleibt also letztes, aber vermutlich langfristig wichtigstes noch das Vancouver Mulligan. Das ist der Spitzname für das neue Mulligan (weil bei der Pro Tour Vancouver zuerst getestet), das wird ab dem Battle for Zendikar Prerelease für alle sanktionierten Turniere eingeführt. Grob gesprochen dürft ihr vor Spielstart (und nach Entscheidung für Hand behalten, nicht vorher!) Hellsicht 1 machen wenn ihr durch Mulligans mindestens eine Karte weniger als normal habt. Im Limited halte ich sehr viel davon und ich glaube auch im Constructed ist der Einfluss der Regel zwar vorhanden aber nicht komplett „game changing“.

Das waren die gesammelten Infos, was sagt ihr dazu? Ich denke insbesondere zum Mulligan hat sicher jeder seine eigene Meinung…

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6 Comments

  1. Ich denke, ich mag den neuen Mulligan, auch wenn gerade im Limited durchaus noch Spielraum und Bedarf für noch grundlegendere Veränderungen existiert.

    Was ich allerdings gar nicht mag ist, dass WotC wieder einmal eine Veränderung einfach umsetzen, ohne vorher geprüft zu haben, ob sie wirklich funktioniert!

    Für Limited scheinen sich ja alle einig zu sein, dass die neue Regel toll ist. Bezüglich Standard haben sich allerdings mehrere namhafte Pros darüber beklagt, dass sie bei ihrem ersten Testlauf bei der PT Aggro bevorteilt hätte. Ich halte das zwar für Quatsch (die Anzahl der Spiele, in denen die neue Regel wirklich einen Unterschied gemacht hat, sollte viel zu gering gewesen sein, um Matchup Percentages merklich zu verschieben; und auch mit einem theoretischen Ansatz sehe ich nicht ein, wieso nicht Decks, welche GEGEN Aggro spielten, davon nicht vielleicht sogar noch mehr bevorteilt werden sollten), aber das zeigt, dass es auf jeden Fall sinnvoll gewesen wäre, mit Hilfe von MTGO erst einmal einen signifikanten Datensatz zu erheben, bevor man diese Änderung vollzieht.

    Vor allem aber gab es noch überhaupt keine relevanten (oder, meines Wissens, überhaupt irgendwelche) Testläufe in größeren Constructed-Formaten (Modern, Legacy, Vintage), in denen Mulligans auf Schlüsselkarten (für Kombo zum Beispiel, oder Hate aus dem Sideboard) generell attraktiver sind. Hier kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die neue Regel spürbare Verschiebungen verursachen könnte, welche darüberhinaus auch noch das Gameplay verschlechtern.

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    • Ja, ich hätte auch gerne noch ein paar große Modern Events als Testlauf gesehen. Am Ende ist das immerhin eine Regel welche man im Härtefall auch einfach wieder zurückdrehen kann oder zum Beispiel nur auf Limited beschränkt. Intern benutzt WotC wohl schon länger diesen Mulligan, warten wir mal den Effekt im Feld ab. Generell finde ich dieses „Mulligan stärkt Aggro“, „aber das macht Combo stärker“ und so eher marginal. Ich glaube die meisten Decks werden keine übertriebene Win Rate Änderung durch Scry 1 erfahren.

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  2. Nico

     /  21. August 2015

    Ich finde, dass das eine sinnvolle Änderung ist. Wenn man hauptsächlich um des Spaßes wegen spielt, sind Spiele, die durch Manaflood oder -screw entschieden werden, ja eher langweilig.
    Und die Regeländerung begünstigt zumindest das Nehmen eines Mulligans sehr.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass es für Decks, die überproportional von der Starthand abhängen (was zumindest im Limited Aggrodecks ja tun), durchaus mehr Vorteil bietet, als für Decks, die das Spiel erst auf die lange hand gewinnen wollen.
    Außerdem gibt es ja sicherlich einen Grund, weshalb es nur Scry 1 und nicht Scry 2 ist 😉

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  3. Ich denke, damit sich wirklich ein Unterschied zeigt, müssten zunächst einmal viele Muligans genommen werden. Ich hatte nicht den Eindruck, dass dies bei der PT der Fall gewesen sei – jedenfalls hat niemand etwas dergleichen erwähnt.

    Der Vorteil von Aggrodecks gegenüber Midrange oder Kontrolle liegt meiner Ansicht nach weniger darin, dass eine gute Aggro-Hand gute Midrange- oder Kontrollhände schlägt, sondern eher darin, dass Aggro etwas häufiger (konstanter) solche guten Hände zieht, weil die anderen Decks eher inhomogen sind. Dann allerdings würde dieser Mulligan die etwas weniger homogenen Decks bevorzugen, die so eine größere Chance haben, mit dem schnellen Start von Aggro mithalten zu können. Außerdem schlägt man Aggro am zuverlässigsten mit bestimmten Schlüsselkarten (Hangarback Walker, Drown in Sorrow, Nylea’s Disciple etc.), und der neue Mulliga bevorzugt Decks, die solche Schlüsselkarten finden können, stärker – das ist eigentlich nur noch einmal eine Umformulierung von „weniger homogene Decks profitieren stärker als homogene“.

    Ein bisschen anders sieht die Sache natürlich aus, wenn die Aggro-Decks selbst Kombo-Elemente haben (also inhomogener sind und selbst Schlüsselkarten suchen) – beim UR-Thopter-Deck kann man so argumentieren, das besonders gerne Shrapnel Blast und Ensoul Artifact zieht.

    Generell haben aber alle Direct-Attack-Decks (Burn oder Mill), die darauf beruhen, eine kritische Masse partieller Threats (also Karten, die das Spiel nicht alleine gewinnen können) zu ziehen einen geringeren Vorteil von der neuen Regel, da sie dafür mulliganen müssen, und scry hin oder her – eine Karte weniger ist eine Karte weniger, und sie gewinnen nun einmal über eine kritische Masse an Karten (siehe „Philosophy of Fire“).

    Besonders profitieren also Decks, die sowohl keine kritische Masse an Karten benötigen (und sich daher Mulligans leisten können) – auch nicht in Form von Redundanz, weil sie Interaktion weitgehend vermeiden – als auch stark auf Schlüsselkarten angewiesen sind (und daher stärker von extra Mulligans und scry profitieren) – mit anderen Worten, echte Kombo. Kombo zeigt auch das Phänomen, dass ihre überdurchschnittlich guten Anfangshände weit besser sind als die überdurchschnittlich guten Anfangshände „normaler“ Decks – zumindest vor dem Sideboarden, bei dem dann möglicherweise massiver Hate ins Spiel kommt.

    Hate-Katrten sind dann die andere Möglichkeit, massiv vom neuen Mulligan zu profitieren: Wenn man nur Leyline of the Void oder Blood Moon legen muss, um das Spiel zu gewinnen, dann ist kritische Masse an Karten wieder egal (man mulligant gerne öfter…) und extra Karten ansehen besonders wertvoll (…und es lohnt sich auch, besonders mit dem extra scry).

    Deswegen befürchte ich, dass bestehende Tendenzen, dass Spiele in größeren Constructed-Formaten durch einzelne Karten in der Anfangshand entschieden werden, durch den neuen Mulligan noch deutlich verstärkt werden.

    In Limited und auch Standard hege ich da hingegen keine Befürchtungen, denn sowohl für interaktives Spiel (via Attrition) als auch für Burn (via kritischer Masse) ist eine Karte weniger einfach eine zu hohe Hypothek, als dass es richtig sein könnte, deutlich mehr Mulligans zu nehmen als zuvor.

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  4. Rob Anybody

     /  24. August 2015

    Zu den Engeln: Zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden… Hätten Sie anstelle des 20sten reprints des wertlosen Serra nicht Desolation Angel oder of Despair reinpacken können? Und Rebecca Guys Zeichnung zeigt so gar nicht einen mächtigen 4/4 mit Wachsamkeit.
    Die neue Iona und Iridescent Angel gefallen mir richtig gut. Die Akromas sind zu Pinups verkommen, was der Archangel of Strife auch schon immer war…
    Und soll der Schleier des Exalted Angel irgendwie auf seine mysteriöse Alternatividentität als Morph hinweisen?
    Wie gesagt, Geschmäcker sind zum Glück verschieden…

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    • Immerhin gab es den Serra Engel noch nie als spielbare Variante mit diesem Artwork, insofern werden sich zumindest einige Guay-Artwork Liebhaber darüber freuen. Analoges kann man wohl auch über die Akroma Varianten sagen. Am Ende hast du aber natürlich recht, alles Geschmackssache.

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