MKM Series 2017 Frankfurt

Am langen Wochenende vor dem 1. Mai fand der erste Stopp der diesjährigen MKM Series in Frankfurt statt. Wie erwartet war das wohl das vermutlich größte Magic Event in Deutschland für das Jahr 2017, im größten Main Event (Modern am Samstag) waren 674 Spieler am Start! Wir waren auch als 4 Mann Crew am Samstag und Sonntag vor Ort und wollten unsere Gedanken zu MKM Series hier im Blog unterbringen. Dazu habe ich Sebastian (den ihr ja auch aus diversen Videos vom MagicBlogsDe YouTube Kanal kennt) hinzugeholt.

MKM Series

An erster Stelle muss man sagen, dass wir froh sein können, dass es diese Turnierserie in Europa gibt und Stopps in Deutschland geplant wurden. Wir kennen alle die traurige Situation bezüglich Grand Prix in Deutschland. Die MKM Series ist aktuell das Nächstbeste.

Sebastian: Location war wie bisher auch bei vielen Events die JK Entertainment ausgerichtet hat in den letzten 2 Jahren das Bürgerheim in Bischofsheim. Die Site war eine sehr gute Wahl für den ersten RPTQ der stattgefunden hatte, ca 90 Personen finden komfortabel Platz in den heiligen Hallen des Hanauer Vorortes. Bei 700+ Spielern sieht die ganze Sache leider anders aus.
Empfangen wurden wir mit einer langen Schlange (wie schon die Events zuvor), selbst 30 min nach Saalöffnung. Anders als bei einem GP, bei dem Ihr morgens einfach die Site betretet, egal ob Ihr Main – Event Teilnehmer seid oder einfach nur zu den Sideevents schauen wollt, wurde bei der MKM Series Halleneintritt verlangt. Soweit wir informiert sind hat dies einfach mit der deutschen Gesetzgebung zu tun, das Turnier darf nicht mehr als 15 Euro kosten. Daher werden sonstige kosten + Zuschlag als “Halleneintritt” verkauft, der stolze 20 Euro gekostet hat.
Damit sind wir bei 35 Euro Eintritt pro Tag, also 70 € für 2 Tage und damit ca. auf dem Kostenlevel eines GPs.
Die Sonne lachte an diesem 1. Maiwochenende, also war die Wartezeit kein Problem, 10 Minuten nach Ankunft waren wir auch schon drin, bereit uns auf der Site umzusehen. Trader waren in Hülle und fülle da, darüber hinaus? Eigentlich nichts. Dieses Jahr gab es keinen einzigen Artist, Side-Events sind erst am Nachmittag gestartet (durch den Platzmangel geschuldet einige sogar in Frankfurt im Store und nicht auf der Site !) und auch sonst war eigentlich nichts verändert am Bürgerheim. Keine großen Aufsteller, keine Cosplayer, es war eben ein Bürgerheim mit Tischen drin.
Immer noch guter Laune ließ ich meine gealterten Karten checken (darüber später mehr), anschließend war Players Meeting (für mich in einem Nebenraum). Als Goodie bekamen wir für unseren vollen GP Preis nicht wie gewohnt eine Spielmatte, Würfel, eine Deckbox, oder selbst Lifecounter – Blöcke, nein, die Spielerschar bekam nichts zusätzlich für diesen stolzen Preis. Nichts.
Schwacher Beginn für ein Event das versucht neue Spieler zu gewinnen, gerade wenn man das mit Events bei BoM oder SCG oder einem Grand Prix vergleicht.

Ormus: Das Drumherum war in der Tat eher schwach, ein Pluspunkt war da schon die Lage mit einem Supermarkt direkt vor der Tür und einem Sonntags-Bäcker ein paar Meter weiter. Immerhin war die deutsche Community in Hülle und Fülle vertreten, viele bekannte Gesichter liefen mir über den Weg und man konnte auch mal miteinander reden. Tatsächlich kam mehrfach das Feedback, doch wieder mehr Artikel zu schreiben. Wir werden das versuchen, den ersten Schritt lest ihr ja gerade! Auch ansonsten war der Umgang miteinander doch sehr gut, von keinem Teamkollegen habe ich negatives über Gegner und andere Spieler gehört. Selbst die Händler mit denen wir gesprochen und gehandelt haben waren sehr entspannt und nett. Die deutsche Community hätte es echt mal verdient, einen neuen Anlauf für einen Grand Prix hierzulande zu starten, da muss sich doch eine Lösung finden lassen.

Sebastian: Mein Modern Deck spielt 4 Liliana of the Veil die von Steve Argyle (Artist der Originalkarte) gealtert und unterschrieben wurden. Bisher hatte ich keine Probleme mit diesen auf Turnieren spielen zu dürfen, da Steve das Regelbuch kennt und seine Alterierungen eigentlich immer Regelkonform sind. Ich habe mit diesen Karten auch schon auf GPs, WMCQ, RPTQ, PPTQ etc gespielt, überall waren sie legal (selbst bei den gleichen Judges, in der selben Location zum RPTQ).
Dieses mal jedoch wurden diese Karten vom Headjudge nicht zugelassen. Begründung? Sexistisch. Auf meine Nachfrage hin welche genau, warum, etc ist der Judge einfach gegangen, hat sich kurz umgedreht und sichtlich genervt noch etwas von “ja diese 2 sind glaub ich okay… oder so” eingeworfen und ist dann davon um das Turnier zu starten.

Altered Lilianas

Alle die unseren Discord Channel von MagicBlogs.de besuchen haben wohl meine Aussagen zu dieser Entscheidung mitbekommen. Mir ist schleierhaft wieso eine Karte für einen GP (Competitive Event, Video Coverage, WotC run) legal sein kann, aber bei einem MKM Event (Sanktioniert als Casual Event, keine offizielle Video Coverage von WotC) Karten nicht legal sein können.
Mir ist es ebenfalls komplett unverständlich warum ein Judge ohne für den Spieler ersichtliche Guidelines einfach erklären kann: “Danke Spieler X, aber diese 1600€ Kartenwert sind ab jetzt wertlos für dich, falls du in den nächsten 5 Minuten nicht beim Händler Ersatz kaufen kannst, bitte verlasse (nachdem Event und Halle gezahlt wurde !!!!) doch das Event.”
Hätte unser Crew – Kollege nicht zufällig noch Lilianas in seinem Binder gehabt wäre das Event für mich gelaufen gewesen (auch das Legacy Event) und ich hätte die Anreise und die Eintrittskosten umsonst gezahlt.
Absoluter Quatsch.
Zeitgleich wurden auf der Site diese Länder verkauft und auch gespielt ! Ganz zu schweigen von einigen Manga – style Matten die eindeutige sexuelle Anspielungen kleiner Mädchen nur im Höschen zeigten. Die waren wohl alle legal, dafür durfte mein Tischnachbar seine Mütze nicht tragen weil auf dieser ein Spruch mit “Bitch” stand.

Kartenverkauf

Für mich ist diese Regelauslegung absolut unverständlich, ich denke auch nicht dass meine 4 Lilianas in meinem Deck dass ich in einem Turnier ohne wirkliche Coverage spiele verantwortlich dafür ist eine negative Atmosphäre gegenüber Frauen zu erzeugen (dafür sollte die Regel ja mal sein). Immerhin kam ich geduscht und vollständig bekleidet zur Site, was bei einigen meiner Turnierkollegen nicht der Fall war …

Ormus: Es gab ein Feature Match jede Runde und dieses wurde auf Twitch übertragen. Das ist schonmal positiv, nur leider gab es keinen gesprochenen Kommentar dazu – das macht das zu einer ziemlich zähen Sache. Wäre es hier nicht eine gute Idee gewesen, zwei fähige Spieler anzuheuern, welche dann diesen Stream kommentieren? Der Aufwand ist vermutlich nicht arg viel höher als das Video stumm zu streamen, der Mehrwert für die Community ist aber enorm. Nebenbei wäre die Etablierung eines Kanals für solche Übertragungen sogar noch ein Weg, den Event breiter zu promoten und sogar Einnahmen zu generieren. Niemand erwartet direkt eine Übertragung auf technischem SCG Tour Niveau, aber da ist viel Raum für Verbesserung. Es gibt eine Coverage Seite, das ist ein guter Start!

Sebastian: Das Turnier startete mit 3 engen Runden für mich, die ich nicht optimal gespielt habe, da ich die Meiste zeit auf Twitter / Discord war und mich weiterhin tierisch über die Judge Entscheidung aufgeregt hatte. Ich verlore jeweils 1:2 gegen 8-whack, Turns und Reveler Prowess.
0:3 in den Tag, was nun? Schnell informiert was es eigentlich an diesem Turnier zu gewinnen gab. Immerhin hatte allein der Modern – Teil von allen Main – Event Spielern 23590€ eingebracht. Die Preisausschüttung ging bis Top 64, wobei erst ab der Top 32 der Buy – in ins Turnier wieder drin war. Wow….
Insgesamt wurden 8720 € in MKM Guthaben ausgeschüttet, bei einem 10 Runden Tournament mit Top 8, ca 700 Spieler, alles andere als ein guter Payout. Planeswalker – Punkte waren ebenfalls Fehlanzeige (wurde erst 3 Tage vor dem Event bekannt gegeben). Daher war für mich der Tag nach 3 Runden beendet, es gab absolut nichts mehr für mich zu holen, die ersten 35 € waren also komplett entwertet.
Auf zu den Side – Events!
Nicht vorhanden für einige Stunden….
Okay, wenigstens war gutes Wetter!

Ormus: Tatsächlich ist das natürlich kein Prerelease oder lokales casual Turnier, solch flache Preisstrukturen kann man nicht erwarten. Trotzdem war der Weg zu relevanten Preisen schon sehr steil und man musste wirklich eher aus Spaß am Magic dabei sein. Zum Vergleich: Der Grand Prix in Porto Alegre im März 2017 war mit etwa 570 Spielern deutlich kleiner, hat umgerechnet etwa 40€ gekostet pro Teilnehmer und hatte folgenden Payout (von zusätzlichen Goodies, Pro Punkten und PT Qualifikationen mal abgesehen):

Platz 1: 10.000 $
Platz 2: 5.000 $
Platz 3-4: 2.500 $
Platz 5-8: 1.500 $
Platz 9 – 16: 1.000 $
Platz 17 – 32: 500 $
Platz 33 – 64: 250 $

Schon klar, da spielen noch mehr Randbedingungen rein, trotzdem ist die Diskrepanz etwas zu stark für meinen Geschmack und daran sollte die MKM Series arbeiten!

Trotz des Problems mit den gealterten Karten fand ich aber, dass der knapp 30 Leute starke Judge Staff seine Arbeit generell sehr gut gemacht! Die Interaktionen waren freundlich, der Ablauf straff und somit die Zeiten pro Runde in einem guten Rahmen!

Sebastian: 10 Runden Legacy + Top 8 standen dann am Sonntag an. Wir standen ende Runde 8 alle 5:3. Bei dem eher mageren Payout und der Unsicherheit überhaupt noch etwas zu bekommen, selbst wenn wir die letzten 2 Runden 1:1 spielen entschieden wir uns zur Heimfahrt. Schon erstaunlich das ein Record der auf eine GP für Day 2 und damit ein freies Turnier gereicht hätte (bei dem man zu Beginn sogar noch Goodies bekommt) ein Grund war bei der MKM Series zu droppen, das ganze ohne die Aussicht auf PWP oder ProPoints. Ernüchternd.

Fazit von mir:

Ich war bisher ein großer Fan von JKs Turnieren, ich habe in den letzten Jahren eigentlich alle besucht. Die erste MKM – Serie in Frankfurt war für mich deutlich gelungener, der Preis hat sich deutlich verteuert, die Site verschlechtert (Keine Artist, etc.). Ich denke nicht, daß ich weiterhin meine Zeit opfern werde und zu diesen Turnieren fahren werde. Events in Deutschland sind klasse, allerdings entschuldigt das nicht für ein mieses Turnier. Wir aus Ulm haben trotz allem eine 3 stündige Anfahrt und müssen Übernachten, da sind auch GP locations wie Prag, Straßburg, Metz, etc. nicht wirklich weiter weg.

Ormus: Für mich war das die erste MKM Series und ich war dort nicht, um Geld zu verdienen. Es war eine gute Gelegenheit um Turnier-Magic zu spielen und eine gute Zeit mit Freunden zu haben. Vielleicht war man ein Opfer des eigenen Erfolges, aber der Umfang war absehbar und daher planbar. Man kann nichts für die Entscheidung von WotC, keine Planeswalker Punkte zu verteilen, allerdings hätte man wohl auch hier früher eine finale Entscheidung haben können. Nicht nachvollziehen kann ich, warum keine Artists vor Ort waren. Klar kann es immer mal eine Absage geben, aber wenn man 2-3 Künstler frühzeitig kontaktiert, dann sollte doch auch jemand buchbar sein. Und im Last-Minute Notfall bin ich der Meinung, sollte man doch wenigstens jemand buchen können, der Karten altered, auch da gibt es in Deutschland ein paar talentierte Hände.

Fazit: Dieser Stopp der MKM Series hatte ein paar wunde Punkte, aber das Konzept als solches hat natürlich Potential! Wenn man die richtigen Konsequenzen zieht und weiter daran arbeitet die Turnierserie zu verbessern, dann kann das der jährliche Fixpunkt der deutschen Community werden. Darauf hoffe ich, die Kritik in diesem Artikel sollte auf jeden Fall konstruktiv aufgenommen werden!

Jetzt seid ihr dran, wart ihr auch auf dem Turnier? Wie ist eure Meinung zu den hier angesprochenen Themen? Wir freuen uns, von euch in den Kommentaren zu lesen…

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44 Comments

  1. Lim Dul

     /  8. Mai 2017

    Ein paar Punkte kann ich anmerken:

    * Artists: Soweit ich mitbekommen habe, sind kurz vorher welche Abgesprungen bzw. die finalen Absagen kam erst kurz vorher. Ich weiß das Jens sich bis kurz vorher noch bemüht hat, welche zu bekommen. Woran es gescheitert ist, weiß ich aber nicht. Ob am Preis oder Zeit oder sonstigen Rahmenbedinungen – keine Ahnung.

    * Twitch Coverage: Die wurde nicht von JK gestellt, sondern auf freiwilliger Basis spontan von anderen Spielern eingerichtet. Kommentierung – wo soll man den in der vollen Halle den Kommentator sinnvoll hinsetzen?

    * Preisausschüttung vs. Kosten: Das mit einem 570 Mann GP zu vergleichen, wo die Preise zum Teil von WotC gesponsered/finanziert sind, ist nicht fair.

    Und bei einem so großen Event hat man auch deutlich höhere Fixkosten bzw. muss auch das Risiko abfedern, dass es an anderen Locations (London letztes Jahr) floppt und Minus macht.

    Wenn es so einfach wäre, mit solchen Events so viel Gewinn zu machen – warum gibt es dann so wenig Events? Das Geld liegt eben nicht auf der Straße.

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    • Danke für die Info mit der Twitch Coverage – das wussten wir nicht.

      Antworten
    • Hei, Danke für die Info !

      Von wem kommen denn die MKM – Preise? Da das ganze ein Gutschein ist wird das doch auch zumindest zu dem Teil gesponsort sein, dass es keine Gebühren gibt, bzw man auf Grenzkosten rechnen kann? Wozu sonst die Gutscheine?

      Ich verstehe das natürlich dass jeder Geld machen will, trotz allem bin ich aber in diesem Fall einfach Kunde. Das Angebot für diesen Preis fand ich im Vergleich zur Konkurrenz einfach nicht ausreichend.
      Selbst das Event im Jahr zuvor war deutlich besser meiner Meinung nach, daher muss man mir das als Kunden auch zugestehen dass ich mir daraus meine Schlüsse ziehe.

      Ich habe das MKM – Event besucht anstatt nach Bologna zu fliegen, im Endeffekt wäre der Trip nach Bologna genauso teuer gewesen und der Payout deutlich besser (und das bei GPs, die ja auch an der absolut untersten Grenzen des Payouts sind).

      Solche Events sind doch für Veranstalter nicht nur eine Gelegenheit Gewinn zu machen, sondern auch eine massive Werbeaktion für Ihr Produkt. Ein Messestand meiner Firma z.B. wird auch nie Gewinn abwerfen, dazu ist er ja nicht da.

      Für mich war das ein Schritt zurück, ich bin gerne bereit weiterhin die deutsche Szene mit meinem Geld zu unterstützen, allerdings sollte sich die Leistung des Events zumindest im Mittelmaß des Bekannten liegen.

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  2. jbeleren

     /  8. Mai 2017

    Zum Thema Altered Karten:
    Es ist doch egal von Wem die Karten bemalt würden und was sie gekostet haben.
    Am Ende des Tages ist es IMMER Headjudge entscheidung, das sollte man sich doch bewusst sein sobald man sich solche Karten zulegt.
    Gibt ja auch 9von10 Leuten gut wenn sie über die Rote Ampel gehen 😉

    Das die Halle recht gut befühllt war hat man ja gesehen,da ich selbst schon dort war, kann ich mir gut vorstellen das es eig. schon zu eng war.

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    • Freakle

       /  8. Mai 2017

      Hei !

      Wenn gealterte Karten von vorne herein illegal wären hätte ich ja kein Problem. Dann wäre es wie dein Beispiel mit der Roten Ampel.

      So ist es ja nicht, mir ist auch nicht klar warum sowas subjektiv sein muss und nicht einfach von nem lvl 5 judge vorher einmal freigegeben oder gebannt wird

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    • Sersch

       /  8. Mai 2017

      sehe ich anders, sieht mir nach freier willkür des Judges aus, der bei dem Thema anscheinend wirklich extrem überempfindlich ist.

      Da hat er aber definitiv seinen Post misverstanden, seine persönliche soziale/politische Meinung bei sowas so stark einfließen zu lassen ist sehr unprofessionell.

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  3. Rofellos

     /  8. Mai 2017

    Ihr musstet Eintritt bezahlen, um nur in die Halle zukommen? Seit wann gibt es denn sowas? Müssen wir sowas auch bei GPs künftig befürchten?

    Hab schon gesehenmdass z.B. in Kopenhagen ein Startgeld von ca 90€ verlangt wird,,, teuer für ein constructed event – aber dazu noch halleneintritt…. absolut unvorstellbar….

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    • Man muss aber wissen, dass dieser Eintritt bekannt war und offen kommuniziert wurde. Das ist meines Wissens nach der Weg von JK die Glücksspielregeln zu erfüllen, dass das der Eintritt zu der „Messe“ ist.

      Antworten
  4. DerTyp

     /  8. Mai 2017

    Ich hätte die Lilianas auch nicht erlaubt. Und jeder weiß, dass eben bei allen Alters das Risiko besteht, dass sie nicht erlaubt werden. Wer für den Fall der Fälle keinen Ersatz dabei hat, ist selbst schuld.

    Halbnackte Mangamädchen würde ich im Übrigen auch nicht erlauben. Wie viel jemand für seine Alters ausgeben hat, ist auch völlig egal.

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    • Die Lilianas waren eben jahrelang legal. Bei Level 4 und 5 Judges.

      Bei jedem Ban ist Geldwert der Karten IMMER ein Thema, wir sind hier in einem CCG. Wozu sonst Reserved List.

      Zudem, Argyle hat n Haufen solcher Karten für Magic gemalt und in Game:

      https://goo.gl/images/bBIpoS

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      • DerTyp

         /  8. Mai 2017

        Joa, jahrelang waren die erlaubt. Bis sie einer eben nicht erlaubt. Der Headjudge ist hier die finale Autorität, steht in den Tournament Rules, kann man nachlesen und wissen. Der Headjudge ist auch nicht an die Ansagen anderer, früherer Headjudges gebunden. Und wenn du ne Million Euro für deine Alters ausgibst, müssen sie dadurch nicht erlaubt werden. So ein Käse.

        PS: Ich weiß durchaus, wer Steve Argyle ist. Aber sowas wie oben druckt WotC aus gutem Grund nicht als Artwork.

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        • Der Link von oben ist Deadly Alure, das ist ne Karte die existiert.

          Ich hab btw die Lilianas nicht gekauft, keine Ahnung auch warum das um den Preis gehen soll.
          Wie klar beschrieben ist in dem Artikel finde ich diese Subjektivität der Entscheidung nicht nachvollziehbar.

          Gerade wenn es sich um Freigaben Judges mit deutlich höherem „Level“ handelt ist mir schleierhaft wieso es auf niedrigerem Level bei einem Turnier ohne offizielle Coverage und als Casual sanktioniert noch dazu anders sein soll.

          Ich versteh auch nicht warum dich das so stört mich welchen Karten ICH spiele, außer du gehörst eben auch zu den hier angesprochenen.

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          • DerTyp

             /  8. Mai 2017

            Meine Güte, das ist deswegen anders, weil der Headjudge das entscheidet. Jedes Turnier hat einen Headjudge, dieser ist die relevante Autorität. Was andere Headjudges sagen ist egal. Wenn dir Restaurant A erlaubt, deinen Hund mitzubringen, muss dir das Restaurant B noch lange nicht erlauben. Hier ist das genau so. Die DCI ist auch nicht so hierarchisch, wie du dir das scheinbar vorstellst. Was andere ehemals höherlevelige Judges sagen, ist nicht bindend für die Headjudges anderer Turniere. Zumal jetzt eh alle maximal Level 3 sind und das Level-Argument endgültig wegfällt.

            PS: Warum mich interessiert, was für Karten du spielst? Interessiert mich eigentlich gar nicht. Bei dir zu Hause kannst du machen, was du willst. In der Öffentlichkeit dagegen gibt es so etwas wie die gute Sitte. Die kann natürlich jeder individuell bewerten, aber ich finde es nicht besonders geschmackvoll, Frauen so darzustellen. Und scheinbar sah der Headjudge das genau so.

          • Ich bin mir der geltenden Regeln bewusst danke, ich Spiele auch schon seit 20 Jahren Magic, darum ging es auch nirgends in diesem Artikel.

            Mir ist bewusst das der Headjudge das letzte Wort hat, wie aber im Artikel beschrieben wäre es schön eine einheitliche Regelung zu finden die nicht von der Subjektivität und morgendlichen Laune einzelner Personen abhängt.

            Dein Beispiel mit dem Restaurant ist hier einfach nur bedingt zutreffend.
            Ich benötige diese Karten ja um das Turnier zu bestreiten, also um „essen zu gehen“.
            Vergleichbar mit einem Restaurant in dem Krawattenpflicht herrscht. Ich gehe ebenfalls nicht in unterschiedliche Restaurants, sondern in das selbe hintereinander. Bisher war meine Krawatte immer ausreichend, beim 3. oder 4. Besuch allerdings nicht mehr. Wenn man bedenkt dass hinter jedem Turnierbesuch eine mehrere 100 km Anfahrt und Übernachtung steckt finde ich das schon sehr leichtfertig hier zahlende Kunden abzuweisen ohne vorher darauf hinzuweisen.

            Nach deinem Beispiel besuche ich ja eine Restaurant – Kette. Da erwarte ich dass die Spielregeln überall auf der Welt gleich sind. Genauso sollte es bei Magic – Turnieren auch sein.
            Das ganze ist auch nicht „Wirt“ abhängig, der TO kann hierbei nichts für die Entscheidung des Judges, ich kann allerdings als Kunde vorher nicht ersehen welcher Headjudge anwesend sein wird und wie er zu der Thematik stehen wird. Das einzige was mir also übrig bleibt ist das ganze mit dem TO zu verlinken und Turniere zu vermeiden, in denen ich diesen TO besuchen muss um an Turnieren zu spielen die gealterte Karten enthalten. (Sind ja nicht die einzigen, vielleicht ist ja nächstes mal was mit meinen Visions oder Deathrites, etc…)

            Zu deinem letzten Punkt mit der „guten Sitte“ muss ich mich doch sehr wundern. Ich habe oben eine Karte gelinkt, Deadly Alure, gleicher Artist, ähnliches Artwork, deutlich freuzügiger als meine Karten (man sieht sogar den Spitzen – BH!).

            Ich denke nicht dass sich meine „alters“ irgendwie anstößig sind, bisher waren Sie es ja auch nicht.
            GENAU das ist mein Punkt, Subjektivität nutzt doch hier niemandem, das sollte wie alles in Magic klar geregelt werden. Wieso muss in einem Game mit einem 400 Seiten Regelbuch so etwas wie Kartenlegalität subjektiv geregelt werden.

            Mal abgesehen davon dass du hier wohl eine persönliche Agenda verfolgst kann ich beim besten Willen nicht sehen, wieso jemand vor diesen Artworks „geschützt“ werden muss, zumal ich ja legale Alterations ebenfalls gepostet habe, die wohl unstrittiger Weise extremer in Ihrer Darstellung sind

  5. realalien1

     /  9. Mai 2017

    Schon erstaunlich, dass, trotz mittlerweile widriger Rahmenbedingungen für große Turniere in Dland, die Magic-Community und speziell die Judges einem das Leben schwer machen müssen. Das sind einfach zu oft selbsternannte Päpste.
    ‚Sexistisch‘: sowas von lächerlich, damit zieht man den Sexismus-Vorwurf selbst ins Lächerliche. Bin dafür zukünftig das Fernsehen zu verbieten. Da ist 99% nach dem Maßstab sexistisch … angefangen bei Judith Rakers.
    Kopf schüttel.

    Antworten
  6. realalien1

     /  9. Mai 2017

    @Der Typ:
    Soll ich dir die 100+ Karten raussuchen, die vergleichbar ’sexistisch‘ sind?! Einfach lächerlich, Mr. Headjudge.

    Antworten
  7. Anonymus

     /  9. Mai 2017

    Guten Tag zusammen,

    ich bin durch Zufall auf euren Blog gestoßen und würde hierzu gerne mal ein Statement abgeben. Da viele der Punkte einfach Jammern auf hohem, teils unverschämten Niveau ist.
    Zum Eintritt, wieso wird sich hierüber beschwert? Er war angesagt und kostet 20€ das vorallem (laut meinen Informationen) auch nur an den beiden Maineventagen (Modern und Legacy) ist mit den 15€ für die Karte selbst auf dem gleichen Preis wie für jeden anderen Stop der Series.
    Preisausschüttung und Gewinn, hier ist Frankfurt nunmal das Zugpferd für die ganze Serie, was hier an Gewinn erwirtschaftet wird, dient einfach als Polster für Events die floppen wie letztes Jahr London. Keiner von uns würde so etwas organisieren mit dem Wissen das mit Minus aus der Geschichte gegangen wird. Und selbst wenn ~5000€ Gewinn gemacht werden an der ganzen Geschichte, sollte man nicht vergessen das es nicht nur die Turnier-Tage sind, sondern auch die ganze Orga vorher bezahlt werden muss. Niemand arbeitet umsonst, sollte das einer von euch jedoch tun wollen, kann er sich gerne melden ich stelle Ihn sofort ein.
    Auch liest es sich einfach so das hier absolut kein Bewusstsein zu Kosten eines solchen Events vorherrscht, aber sich erstmal Pauschal beschwert wird. Großes Kino, klassisch Deutschland.
    Nur mal als Ungefährrechnung für Prag 2016.

    Spieler 290 = ~9500€ Eintritt für Modern
    Ausschüttung laut Site = ~4650€
    Bleiben 4900€
    Kosten Halle pro Tag ~2000€ (kann man googeln 😉
    Bleiben 2900€
    Kosten Judges ~150 – 200 pro Judge bei 10 Judges = 1750 €
    Bleiben 1150 €

    So und jetzt dürft ihr noch überlegen was alles an Kosten kommt für Logie des Teams, die vorherige Orga und sonstige Auslagen wie Equipment. Und dann überlegt mal wie viel da wirklich hängen bleibt. Ich möchte betonen das es hier wirklich nur eine grobe Rechnung ist.

    Zu den altered Cards, bin ich bei der Typ und finde es vollkommen ok wenn ein Judge sagt das Karten nicht gespielt werden dürfen wenn sie gealtered sind. Begründung hierbei ist vollkommen egal. Sich hierüber dann aufzuregen das es Judges gibt die sich auf gottgleichen Status erheben, ist einfach eine Unverschämtheit. Aber es ist immer leichtes es auf andere zu schieben.

    Zur Orga des Turniers, kann ich nicht nachvollziehen wie man diese schlechter finden kann wie im Vorjahr. Es ging pünktlich los, zwischen den Runden nie mehr als 20 Minuten Wartezeit, alles lief Reibungslos. Was wollt ihr noch mehr? Massagestühle zwischen den Runden?

    Ihr dürft das gerne als Gegendarstellung und konstruktive Kritik zu eurer Turnieransicht sehen, vorallem der Kostenpart.

    Antworten
    • Danke für deinen Kommentar! Na klar ist das alles auch Grauzone. Der eigentliche Eintritt- und Antrittspreis ist ja auch gar nicht das eigentliche Thema, eher das was man dafür bekommt. Und da wäre mehr gegangen. Die Spieler die in Frankfurt waren können auch nichts dafür, dass andere Stopps der Serie Minus machen, ist doch nicht optimal, dass diese Spieler das querfinanzieren sollen, oder?

      Bei den altered Cards ist Sebastian natürlich direkter betroffen, aber auch hier finde ich darf man durchaus mal diskutieren, ob man nicht einheitliche Standards haben kann und Karten entweder immer oder nie zulässt. Dann beschwert sich auch keiner. Es gibt so einige programmierende Judges meines Wissens nach, was spricht gegen eine App die Alters katalogisiert und in der die Level 3 Judges einfach Karten als legal/nicht legal flaggen können per Mehrheitsentscheid?

      Ich habe den Turnierablauf und die Arbeit der Judges auch explizit gelobt im Artikel, das fand ich wirklich gut!

      Antworten
  8. Michael W

     /  9. Mai 2017

    Es gibt richtlinien zu altered Cards. stehen in den mtr und da steht auch das der HJ die finale Entscheidung hat.

    Will man eine klare einheitliche Regel, am besten von WotC. Die könnte es geben, aber dann heißt diese immer, alle altered Karten sind illiegal auf turnieren und strenggenommen wurden dann schon signierte Karten illegal sein. Das will von euch auch keiner.

    Jeder der altered Karten hat und spielen will, sollte immer non altered ersatz dabei haben, genau aus dem grund.

    Sachen wie mehrheitsentscheidung durch L3 wurden auch direkt gegen die Regeln der MTR widersprechen. Nicht gegen die Judges hetzen, wir haben die Regeln nicht gemacht, sondern setzen sie nur nach besten wissen und gewissen um. Wenn ihr das ändern wollt, dann geht zu wotc, aber die einzige änderung die es geben könnte, habe ich oben schon erwähnt.

    Antworten
    • Ich seh mich nicht hetzen, ich habe nur meine Situation erklärt.

      Wie oben steht, weis ich vorher nicht welcher Judge Headjudge ist, ich kenne vorher nur den TO, also ist der Ansprechpartner.

      Falls alle Alterations gebannt werden sollten, dann sei es so. Dann weis jeder Spieler vor der Anreise und vor dem Event woran er ist.

      Der Event lief ja sehr zügig ab, da gab es auch im Artikel nur Lob.

      Antworten
      • Michael W

         /  9. Mai 2017

        Und genau weil du nicht weißt wer HJ ist, solltest du halt Ersatz dabei haben. Natürlich hattest du dich auch informieren können, wer HJ ist und diesen vorher einfach anmailen und fragen, aber das verlangt niemand von dir. Wer TO ist, ist dabei einfach komplett egal. TO ist kein Anprechpartner für alterations.
        Eventuell war „hetzen“ nicht das richtige wort, aber aus den Kommentaren hier kann man den Eindruck schon bekommen.

        Antworten
  9. solring

     /  9. Mai 2017

    Zu dem Beitrag von „Anoynmus“ (cooler Name btw):

    „Begründung hierbei ist vollkommen egal.“

    „Sich hierüber dann aufzuregen das es Judges gibt die sich auf gottgleichen Status erheben, ist einfach eine Unverschämtheit.“

    Das widerspricht sich doch oder?

    Karten ohne (oder ohne vernünftige) Begündung nicht zuzulassen ist schlicht und ergreifend Willkür.
    Und wer trifft willkürliche Entscheidungen?
    Richtig, jemand der sich über den Dingen stehen sieht. Oder jemand der einfach mal random Entscheidungen trifft, weil ihm gerade mal danach ist.

    Beides sind Eigenschaften, die eine Autoritätsperson (die Judges auf einem Magic Event nunmal sind) nicht haben darf!

    Und noch ganz Allgemein zu der angeblichen „Seximus“ Begründung:
    Wenn wir hier in der Diskussion schon hanebüchene Real-Life Vergleiche machen:

    Wer bitte beschwert sich denn über TV Werbung für Pflegeprodukte in denen Frauen in Unterwäsche durchs Bild hüpfen oder gar nackt unter der Dusche stehen?

    Richtig, kein Mensch!

    Und die Alters der Lilianas sind bis auf eine Ausnahme nicht mal nah dran am Nacktsein. Die Version mit dem Morgenmantel mag für manche grenzwertig sein, aber auch hier sollte für Menschen mit normalen Moralvorstellungen keine Form von „Seximus“ erkennbar sein.

    Und keines der Motive wertet Frauen in irendeneiner Weise ab.

    Es gibt einfach keine vernünftige Eklärung für das Banning. Also bleibt nur noch Willkür als Begründung. Was absolut nicht vertretbar ist.

    Ich kann den Ärger des Autors völlig nachvollziehen.
    Und manche Leute sollten sich einfach mal Fragen, ob der Community geholfen ist wenn man auf nem Magic Event Spielern (und zahlenden Kunden) ohne Sinn und Verstand auf den Sack geht.

    Antworten
    • Anonymus

       /  9. Mai 2017

      Mit der Aussage „Begründung ist völlig egal“ wollte ich aussagen, das es eine Begründung (vermutlich berechtigte gibt) ich darauf aber grade nicht eingehen will. Sollte zum Beispiel eine Karte etwas „dicker“ gealtered sein, ist diese auch nicht zuzulassen da man hier Cheating unterstellen könnte. Jeder der ohne Ersatz seiner Alters auf ein Turnier fährt, mit der Hoffnung das sie zugelassen werden ist einfach blauäugig und sollte sich nicht beschweren. Der Ersatz der Karten steht ebenfalls in den Regeln. Nur weil Polizist 1 bei einer Ordnungswidrigkeit nochmal Gnade vor Recht walten lässt, muss es Polizist 2 noch lange nicht.

      Aber man wenn man dann durchgreift wie Michael das schon sagt und alle Karten welche eine Änderung aufweisen (auch signed) nicht erlaubt wäre der Aufschrei auch groß.

      Antworten
      • Wie oben beschrieben:

        Wenn alle gebannt wären, wüsste man woran man ist.
        Mir geht es nicht um diesen Vorfall, sondern um eine Diskussion einer Verbesserung dieser merkwürdigen Regel.
        Ich sehe keinen Vorteil 5 Minuten vor Turnierbeginn in jedem Fall neu über Legalität von Karten entscheiden zu lassen, dazu noch von einer einzigen Person, ohne großartige Begründung.

        Das sollte klar geregelt und vorher bekannt sein.

        Wenn alle Alterations gebannt sein würden (was Sie nicht sind!), müsste ich Ersatz kaufen oder eben das Format nicht mehr spielen, völlig richtig.
        Warum ich aber viel Geld in die Hand nehmen soll nur weil, aus meiner Sicht willkürlich (und zu dem direkten Vergleich oben konnte ja immer noch keine schlüssige Begründung geben), Karten mal zugelassen werden, mal nicht, schaff ich mir sicher nicht alles doppelt an.

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  10. Sandor

     /  9. Mai 2017

    Grüß euch,
    Ich möchte mal auf ein paar Sachen nochmal eingehen:

    Preisausschüttung

    Wie schon vorgerechnet wurde gibt es da doch einige Stellen die alles andere als Kostenlos sind. Klar, eine 100% Ausschüttung wäre aus spielersicht genial.
    Nur dann gibt es keine Judges, keine Scorekeeper, Tournament Organizer, keine Location usw.
    Die Ausschüttung ist durchaus höher als sie hätte sein müssen um sicher zu gehen, dass die anderen Events der MKM Series auch bezahlt werden können und das auch noch die nächsten Jahre.

    Keine Artists/Mehr aus der Location rausholen:

    Es gab soweit ich mitbekommen habe kurzzeitige Absagen von Artists. Es wurde gesucht, aber „einfach mal Fragen“ ist gar nicht so einfach. Unter Umständen müssen Verträge geschlossen werden, Unterkünfte besorgt werden und vieles mehr. Das geht nicht einfach mal in 2 Tagen.
    Klar wäre „mehr“ gegangen. Aber das tut es immer. Die Frage ist, wie viel davon geht mit den verfügbaren Mitteln. Da war die Location meiner Meinung nach in Ordnung. Aber ein paar Banner oder Ähnliches hätten der Stimmung durchaus geholfen. Aber das muss man haben und dann auch befestigen können/dürfen. (Hier kommen Brandschutzrichtlinien und so meist in die Quere)

    Alters:
    Ich kann die Entscheidung des Headjudges definitiv verstehen. Hätte ich Sie erlaubt? Die ersten 2 durchaus. Die unteren 2…Fragwürdig. Dazu kommt noch, dass der Headjudge solche Entscheidungen in gestresstem Zustand (Organisation des Events) durchführen muss. Da hat man keine Zeit 10 Minuten zu überlegen, ob das jetzt Sexistisch ist oder nicht. Auf den ersten Blick auf jedenfall fragwürdig. Da ist die Entscheidung „NEIN“ durchaus sinnvoll.

    „Aber andere haben gesagt…“:
    Was soll das denn für ein Argument sein? Policy und Entscheidungen ändern sich auch. Die gelinkte Karte ist von 2012. Das sind jetzt 5 Jahre…in diesen hat sich viel in dem Thema geändert. Vor allem auch der Standpunkt von Wizards of the Coast.
    Inzwischen wird Sexismus und Darstellung von Charakteren in Magic sehr viel genauer betrachtet. Entsprechend ist es auch völlig sinnvoll, wenn hier die Judges und gerade Headjudges hier genauer darauf achten.
    Zu sagen „Ja aber vor 5 Jahren war das anders und ok“ ist hier einfach nicht ausreichend als Argument.

    Und wie Michael W. schon geschrieben hat:
    Einheitlich wird es nur dann, wenn alles verboten wird. Oder wer bezahlt den L3 Judge der JEDE altered Karte sich anschaut und sagt „ok“ oder „nicht ok“. Das wäre ein ziemlich grauenvoller Job.

    Grüße
    Sandor

    Antworten
    • „Oder wer bezahlt den L3 Judge der JEDE altered Karte sich anschaut und sagt „ok“ oder „nicht ok“. Das wäre ein ziemlich grauenvoller Job.“

      Der wird ja jetzt schon bezahlt. Irgendjemand im Judge – Programm schaut sich jede einzelne Alteration an die auf nem Turnier gespielt wird. In meinem Fall waren es gut und gerne über 20 Judges die sich diese Karten angeschaut haben.
      Man kann also die Arbeit deutlich reduzieren, indem man das ganze EIN EINZIGES MAL bewertet und diese Entscheidung steht.

      Genau darum geht es mir.

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  11. bongoking

     /  9. Mai 2017

    Die Tatsache , dass es 0/1 PlaneswalkerPoints für Legacy und Vintage gibt ( Für Modern und Standard gab es welche mit x3 oder x4 Multiplikator) War schon mehrere Wochen vorher Bekanntgegeben worden.
    Dies und die bekannte erwartungsgemäss schlechte Preisstruktur haben mich gar nicht erst hinfahren lassen. Da hab ich ja nichts falsch gemacht

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    • the real

       /  9. Mai 2017

      Richtige Entscheidung! Ich meide seit jahren kesselflicker evnets weil es entweder böse überraschungen vor ort gibt oder ich es nicht einsehe den selbsternannten turnier guru , der immer amateurhafter wird, in irgendeiner weise mein geld in den körper zu pumpen!

      Antworten
  12. bongoking

     /  9. Mai 2017

    Mir ist auch nach wie vor schleierhaft, wie man etwas als Preise bezeichnen kann, was weniger wert als mein eigentliches Startgeld ist.
    Einen Preis verstehe ich immer als Belohnung für meine Gute Leistung etc…
    Daher finde ich Preise mit Wert<StartGeld einfach völlig absurd. Juhu , ich hab was gewonnen….. Ach nee, doch nicht :-(
    Es kann natürlich nicht jeder was gewinnen. Aber wenn ich was gewinne, dann soll das bitte auch ein Gewinn sein, und kein schlechter Witz. Ich glaube, wenn Wotc bei GPs oder aehnlichem Preise < Startgeld announcen würde, geht da keiner mehr hin. Diese Preisränge sind demnach völlig überflüssig.

    Antworten
    • Anonymus

       /  9. Mai 2017

      Und jetzt rechne mir bitte mal vor wo bei GP’s nur annähernd Preise > Startgeld sind. Wollt ihr dafür wirklich einen 500 Mann GP hernehmen, anstatt die üblichen 1500 bis 2500 Mann GP’s?
      2000 Leute * 75€ = 150000 €
      bei keinem GP wird so viel ausgeschüttet.
      Auch wird bei JK nichts gesponsert wie eben jene GP’s. Welche absurden Vorstellungen in der Community vorherrschen ist erschreckend.

      Ab wann soll es denn Preise geben, 7-3 Standing und damit even gehen find ich sogar noch nett. Mit 7-3 wäre man auf nem GP vor 2 Jahren noch nichtmal Day 2 gewesen.

      Antworten
      • GPs sind aber verfügbar.

        Warum sollten wir zu diesen Events gehen die von MKM oder in diesem Fall JK angeboten werden?

        Außer viel Beleidigungen gegen die zahlende Kundschaft lese ich da wenig bisher?!

        Warum soll ich als Magic – Spieler in den 30ern, verheiratet, genügend Auskommen um Geld für so etwas wie Pappkarten auf den Kopf zu hauen, nach Hanau fahren und nicht nach Bologna?

        Das ist doch die direkte Konkurrenz, genau darum geht es doch in dem Artikel.
        Viele hier waren bestimmt auch schon auf SCG oder BoM Events, da wird auch nichts gesponsort, aber man wird mit Werbegeschenken wie Hüllen, Matten und anderen Goodies zugeworfen UND das Payout ist besser. Wenn ich beginne die MKM Series damit zu vergleichen wird ja noch düsterer!

        Antworten
      • bongoking

         /  9. Mai 2017

        Ich glaub, du hast mich falsch verstanden.
        Es geht mir nicht darum, dass die Summe aller Startgeldeinnahmen nicht ausbezahlt wird, das ist völlig OK, jeder muss gewinnorientiert arbeiten. Es geht mir vielmehr darum, dass ich auf Platzierung 28 ( Zahl beliebige gewaehlt) noch mit einem Preisgeld „belohnt“ oder eher verhöhnt werde, das geringer ist als die Startgebühr, die ich bezahlt habe. Sowas kann man schlichtweg nicht als Preisgeld bezeichnen! Ein Gewinn ist für mich ein Mehrwert, den ich geschaffen habe aus meinem finanziellen Einsatz + meiner persönlichen Leistung.

        Antworten
  13. Michael W

     /  9. Mai 2017

    @Freakle:

    zu 5 Minuten vor Turnierbeginn: Du hattest auch einfach früher fragen können und eben nicht 5 Minuten vor Beginn. Da

    Ebenfalls hat dich niemand gezwungen die Karten altern zu lassen, hier jetzt einfach willkür zu unterstellen ist falsch. Du kannst nicht wissen, ob der Judge seiner eigenen legalen Linie treu bleibt.
    Weiterhin bist du nicht gezwungen dir alles doppelt anzuschaffen, allerdings bist du dann auch eben mal einfach der dumme, wenn ein judge sagt, die beiden Karten nein. Von den 4 lilis hatte ich auch 3 einfach nicht zugelassen, einfach weil 3 davon zu wenig anhaben, von Karten dicke / erfühlbarkeit etc abgesehen.

    Fazit: Jeder der Karten altern lässt trägt das Risiko das diese eben mal legal/ mal nicht legal sind.

    Antworten
    • „Du kannst nicht wissen, ob der Judge seiner eigenen legalen Linie treu bleibt.“

      GENAU DA LIEGT DER PUNKT!

      Wieso denn nicht bitte? Ein Judge ist nicht dazu da Regeln auszulegen oder gar zu ändern, er soll bitte nach Regelbuch handeln. Wenn er bei der selben Regel zu mehreren Ergebnissen bei dem gleichen Ereigniss kommen kann, ist die Regel wohl nicht ausreichend.

      Genau darum geht es mir!
      Mir geht es doch nicht um den Judge der eben ne Entscheidung treffen muss, mir geht es darum das die Regulierung zu schwammig ist.
      Wieso muss denn ein Judge nach eigenem Gewissen Spieler Quasi Karten bannen. Das kennt man ja sonst nur vom EDH – rules committee

      Antworten
      • Michael W

         /  9. Mai 2017

        Natürlich sind beide Judges dazu da die Regeln auszulegen, denn genau das erlaubt die Regel ja. Judges sind da umentscheidungen in Sinne der aktuellen Regeln zu treffen. Genau das hat der Judge gemacht. Das ergebnis hat dir nicht gefallen und das haben wir alle hier verstanden.

        Diese Regel kann halt nicht so wasserfest gemacht werden wie du es gerne hättest, außer eben jede alteration ist verboten.

        Es gibt noch andere Beispiele wo Judges entscheiden und regeln auslegen müssen, zum Beispiel die IPG und das thema wann wird was zurück gedreht.

        Zusammenfassung: Entscheidungen zu Treffen und Regeln auszulegen ist die daseinsberechtigung für judges. Wenn die Regeln 100% klar wären, dann bräuchte kein Turnier ein Judge.

        Antworten
        • „Das ergebnis hat dir nicht gefallen und das haben wir alle hier verstanden. “

          Danke für die ausführliche Antwort !

          Ich kann persönlich mit der Entscheidung des Judges leben, ich habe nur im Zuge des Artikels einen relativ einseitige Position eingenommen um eben eine Diskussion anzuregen. Ist ja gelungen :)

          Mir geht es nicht um die Entscheidung an sich, sondern vielmehr den Punkt den du hier mit angesprochen hast:

          Ich finde es nicht i.O. das es im Regelwerk viele Auslegungssachen gibt. Mein bestreben war auch eine Diskussion daraufhin anzustoßen, ob das Magic – Regelwerk nicht präziser formuliert werden muss. In vielen Fällen ist das ja der Fall ! Wenn ich eine zusätzliche Karte ziehe ist das Procedere immer das selbe! Da gibt es mit der neuen Regel keine Diskussionen mehr.

          Warum sollte dies nicht in allen Regelbereichen sein?

          Ich denke nicht dass Judges obsolet werden, wenn die Regularien klarer formuliert sind. Ich denke nur dass die Grundlage für alle beteiligten klarer wird.

          Antworten
          • Michael W

             /  9. Mai 2017

            Du bist herzlich eingeladen die Regeln oder auch nur diese eine wasserdicht zu formulieren. Eine Möglichkeit habe ich schon genannt dafür. 😉

            Grade auch dein Beispiel mit der Extrakarte ziehen, da kann ich dir Beispiele geben, wo es nach aktuellen Regeln unterschiedliche Ergebnisse gibt und das ist sogar gewollt. Hat der Gegner zugestimmt, war direkt vorher ein anderes vergehen etc.

            Auch wirst du hier genau nichts erreichen, wenn du eine Regeländerung erreichen willst. Die kann nur WotC in deinem Fall machen (auch wenn es ein paar Judges gibt, die WotC da unterstützen) , also solltest du dich auch mit WotC in Verbindung setzen. Hier bringt es nichts. Mein Ziel
            ist es, dir genau das klar zu machen. 😉

          • Hallo nochmal,

            Ich MUSS überhaupt nichts formulieren, ich muss mich auch nicht an die „richtigen“ Stellen wenden, ich erstelle nur Content für die deutsche Community – Seite von MagicBlogs.de

            In unserem Discord – Channel habe ich nun auch mal einen konkreten Ansprechparter / Link erhalten, da werde ich mich weiter erkundigen.

            Danke auf jeden Fall für die anregende Diskussion :)

          • Michael W

             /  9. Mai 2017

            Von „Muss“ war auch nie die Rede. Aber du machst es ja trotzdem 😀

            Wenn es möglich wäre, die Regeln wasserdicht zu schreiben, dann hätten wir das vor 20 jahren schon machen können, aber das Spiel entwickelt sich, weswegen sich auch die Regeln entwickeln müssen. 😉

  14. Pumba

     /  9. Mai 2017

    Tigris du bist der beste!

    Antworten
  15. Dennis

     /  9. Mai 2017

    Die deutsche Tunierlandschaft ist leider relativ karg, was leider auch an MKM liegt, denn es wird immer weniger lohnenswert einen Laden zu eröffnen oder Händler zu werden. Da die Einnahmen die aus Einzelkarten und Boostern erwirtschaftet werden könnten, kaum noch die Kosten tragen um dieses Geschäft am laufen zu erhalten, bzw. das was man dafür einsetzen muss.
    Leider wird sich an der deutschen Turnierlandschaft auch nichts mehr ändern, zum einen Dank toller Gesetze, zum anderen, weil wir niemals das Niveau erreichen können das die Spieler gerne hätten im Payout. Natürlich gäbe es die Möglichkeit von Sponsoren oder nur einen Händler zuzulassen, bzw bei JK der einzige Händler zu sein, um die Kosten nicht mit den Einnahmen des Events aufzufangen, aber die Logistik dahinter ist momentan nicht zu tragen ohne ein Relativ großes Investment, das aus oben genanntem
    Grund nicht durchsetzbar ist.

    Antworten
  16. Euphrat

     /  9. Mai 2017

    Dieser ganze Kommentar ist ein Strohmann.
    Wer sich Karten altern lässt, der muss damit rechnen, dass sie abgelehnt werden, hat er keinen Ersatz oder Alternativen dabei oder ist nicht in der Lage sie zeitnah zu organisieren ist er und nur er dafür verantwortlich nicht Teilnehmen zu können.

    Es gibt eine Regelung dafür, sie gibt den Judges einen Spielraum sich zu entscheiden, die einzige grundsätzlich eindeutige Alternative wäre es Alterations grundsätzlich zu verbieten.

    Antworten
  17. Rofellos

     /  9. Mai 2017

    Ich hatte bezüglich der Eintrittsgelder nicht jammern wollen – ich war lediglich Überrascht davon. Da ich ncht auf dem Turnier war, sondern erst hier davon las, hatte ich zuvor auch nicht nach der öffentlichen Info des Veranstalters gesehen.

    Turniere wandeln sich in dem Sinne also zu einer Art Messe, zu der man einen Eintritt bezahlt und dann bei den dortigen Programmestandteilen noch eine kleine Teilnahmegebühr zu entrichten.

    Antworten
  18. Hier noch ein weiterer Turnierbericht von der MKM Series in Frankfurt, umfangreich und unterhaltsam geschrieben:

    http://itsjulian.com/mkm-series-frankfurt-top8-in-legacy-super-finals-winner/

    Antworten

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