Meine Gier nach Macht

Vor zwei Wochen habe ich ein wenig auf Seiten mit Magic Artikeln herum gesurft und die Commander Decks einmal genauer unter die Lupe genommen. Ich fand hier auf Magicblogs.de genaue Auflistungen aller Karten und eine kurze Regelerläuterung. Zunächst habe ich mir die Listen angeguckt und überlegt welches Deck ich kaufen möchte. Schließlich habe ich am nächsten Tag den Magic-Händler in meiner Nähe besucht und mir das Deck „Gier nach Macht“ gekauft. Mein Cousin besitzt das Deck „Himmlisches Inferno“.

Man findet im Internet diverse Video Reviews zu den Commander Decks und oft wird erwähnt, dass jedes der Decks eine Reprint Version vom „Sonnenring“ und die „Beinschienen des Blitzes“ enthält. Das scheint ein besonderes Extra für Sammler zu sein.

Viel Spielerfahrung mit den Commander Decks kann ich leider noch nicht berichten, da mein Cousin nach zwei Duellen schon genug hatte. Er war der Meinung, dass ihm dieses Format überhaupt nicht zusagt. Seine Meinung ist, dass man in ein 100 Karten Deck, in dem jede Karte nur einmal erlaubt ist, ausgenommen Standardländer, keine Strategie einbauen kann. Laut seiner Aussage beruht das Commanderformat komplett auf Glück.

Die erste Partie hat er Haushoch gewonnen und die zweite Partie habe ich eiskalt für mich entschieden, da er nichts gegen den jede Runde wachsenden „Dornenschädel, das wandernde Grab“ auf die Hand bekam.

Aus zwei Spielen kann man nicht viel herausholen, aber auch wenn es keine ausgeglichene Partie gab muss ich sagen, dass ich die Idee hinter „Commander“ sehr interessant und abwechslungsreich finde. Ich finde es schön, wenn man mal ein bisschen auf Zieh-Glück angewiesen ist und nicht schon in der Starthand oder durch einen Mulligan fast das Spiel für sich entschieden hat, da man seine Killercombo schon auf der Hand hat.

Ich habe mir das Deck gekauft, weil es eine Vielfalt an coolen Karten enthält, diverse Reprints und einige neue exklusive Karten. Dieses Deck bietet mir schöne Karten als Sammler, sehr viele Rares und auch einige Karten die mich an meine älteren Decks erinnern.

Ich möchte nun auf einige Karten eingehen. Als Kommandeur kommen für mich eigentlich nur „Damia, Weise des Steins“ oder „Das Mimeoplasma“ in Frage, da ich „Vorosh der Jäger“ zu unspektakulär finde. „Damia, Weise des Steins“ bietet Todesberührung und unbezahlbaren Kartenvorteil, da bei einem 100 Karten Deck das Deck nicht so schnell geleert ist und „Das Mimeoplasma“ ist sehr interessant, da es eine nahezu unerschöpfliche Möglichkeit bietet das Beste aus zwei Kreaturen herauszuholen. „Szadek, Herr der Geheimnisse“ war bislang meine Lieblingslegende. Er befand sich 2007 in einem Ravnica Starterdeck. Man kann mit der Karte sehr viel Spaß haben und in diesem Deck macht er sich sehr gut, da sich in „Gier nach Macht“ ein „Avatar des Leids“ befindet, der statt umgewandelten Manakosten von 8 nur noch zwei Sümpfe kostet, sobald sich in allen Friedhöfen 10 oder mehr Kreaturen befinden. Außerdem finden wir in dem Deck den „Kadaverreißer“ dessen Stärke und Widerstandskraft auf der Anzahl aller Kreaturen in den Friedhöfen basiert. Man sollte also schauen das man beide Friedhöfe so voll wie Möglich bekommt um das ganze Potential dieses Deck herauszuholen. Umso sinnloser Finde ich es, dass man in diesem Deck den „Nezumi-Grabräuber“ findet. Bis man ihn wenden kann ist das Spiel beendet, falls man ihn überhaupt zieht und wenn er mitten im Spiel kommt ist er quasi wertlos. Die „Muse der Traumkunde“ ist ganz cool um beide Decks zu leeren, kann aber auch den eigenen Kartentod bedeuten, wenn man bereits einige Runden mit „Damia, Weise des Steins“ hinter sich gebracht hat. „Das Wunder“ und „Die Muskelkraft“ sind zwei schöne Reprints aus Judgment, die erst dann richtig stark sind wenn sie im Friedhof liegen. Die „-Gelübde“ Karten sind super, da man sich entscheiden kann ob man eine eigene Kreatur verstärkt oder eine Fremde Kreatur daran hindert einen anzugreifen. Der „Vergessenheitsstein“ ist gut für aussichtslose Situationen. Die „Ewige Zeugin“ würde ich mir aufheben um „Donenschädel, das wandernde Grab“ oder „Damia, Weise des Steins“ bzw. „Das Mimeoplasma“ wieder zu holen, je nachdem was man nicht als Commander gewählt hat. Alternativ kann man auch erst den „Totengräber“ wiederholen und dann eine Kreatur, sofern man definitiv eine Kreatur wiederhaben möchte. Richtig cool wird die Kombo mit „Kozileks Handwerker“. Den „Geiernden Zombie“ halte ich auch für sehr stark. Manakosten sind leider hoch, aber in einem Commander Deck ist das meines Wissens zweitrangig und er hat Flugfähigkeit. Da der Gegner andauernd Karten in den Friedhof schmeißen muss wächst der „Geiernde Zombie“ ziemlich schnell. Karten wie „Erinnerungserosion“ „Todespakt“ und „Schlächter von Malakir“, mit integriertem „Todespakt“ beschleunigen das wachsen des gegnerischen Friedhofes. Insgesamt ist das Deck in sich schlüssig, dem Gegner den Friedhof füllen und davon profitieren.

Mir gefällt das Commander Format und ich sammele bereits Ideen für ein eigenes Commander Deck. Da kommen Karten rein, die sonst nur im Sammelordner liegen würden, da ich sie nur einmal habe, bzw. sie in bestehenden Decks oder zukünftigen Decks zu langsam, aber dennoch für Commander schnell genug sind. Meiner Meinung nach kann man sehr wohl eine Strategie in ein Commander Deck einbauen, man braucht sicherlich etwas mehr Kartenziehglück, aber man kann im voraus schon viel Unglück vermeiden indem man sich bei der Kartenwahl genug Mühe gibt.

Da dies mein erster Blogeintrag über Magic ist, bitte ich Fehler oder unnütze Erwähnungen zu entschuldigen. Vielleicht habt ihr das Deck auch und seid der Meinung ich habe genau die falschen Karten erwähnt und hervorgehoben. Aber das könnt ihr mich und alle anderen Leser ja in den Kommentaren wissen lassen.

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3 Responses to Meine Gier nach Macht

  1. Sandmann sagt:

    Netter Eintrag. Für mich persönlich sind solche Commander-Erfahrungsbericht-Blogs recht interessant, da ich selbst a) Commander noch nie gespielt hab (normales Highlander aber bis zum Abwinken), b) demnach auch die Preconstructed Decks von Wizards noch nicht in Aktion gesehen hab und c) von diesem Format noch nicht überzeugt bin.
    Daher Danke für die Einblicke mit dem Deck.
    Ich werde dem Format wohl früher oder später mal eine Chance geben.

  2. daxx98 sagt:

    Bei den Decks von Wizards kommt es wohl aufs Ziehglück an, aber in den meisten EDH und auch normalen Highlander decks die ich bisher gesehen habe sind extrem viele Kartenzieher und Tutoren drin, so dass das Ziehglück nicht mehr so notwendig ist. Dementsprechend kann man also selbstverständlich eine Strategie verfolgen.

    • Tigris sagt:

      Gewinnt beim EDH nicht eh häufig das „schlechteste“ Deck wie bei vielen Politischen Spielen? Man braucht einfahc am besten Karten um das Spiel aus dem Nichts zu gewinnen. Die Wizarddecks sind halt hauptsächlich deswegen gut weil es neue EDH taugliche Karten gibt aber die muss man ja nicht in diesen Decks spielen.

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