Mein letzter Blogeintrag ist schon beinahe eine Ewigkeit her. Nicht weiter verwunderlich, da ich im ganzen Jahr 2012 aus Zeitgründen noch kein Turnier gespielt habe. Doch dies sollte sich mit dem Legacy Grand Prix in Gent ändern.

Vorbereitung


Wenn man gefühlt eine Ewigkeit nicht mehr competitiv gespielt hat, stellt sich erst einmal die Frage, was sich im Format verändert hat. Denn komplett ohne Vorwissen und Vorahnung wollte ich dann doch nicht spielen. Zum Glück entwickelt sich Legacy nur langsam, da neue Sets meist nur 1-2 relevante Karten enthalten. Ein wenig im Internet gestöbert und ein paar Listen und Artikel gelesen und schon war ich zumindest theoretisch wieder auf dem neuesten Stand.

Als Erstes musste ich der Tatsache ins Auge blicken, dass Maverick nicht mehr die beste Wahl darstellen würde, da trotz Thalia die Matchups nicht mehr so gut sind wir vor einem Jahr. Insbesondere das neue UW Miracle ist kaum gewinnbar, wie ein paar Testspiele ergeben haben. Da ich „Island – Go“ sowieso schon immer für den besten Zug im Magic hielt, habe ich mir dann auch schnell die Playsets von Entreat the Angels und Terminus besorgt. Nach einigen Testspielen in der Woche vor dem GP stand somit meine Deckwahl fest. Einzig das Feintuning war dann eine wirklich schwierige Angelegenheit.

UW Miracle aka Terminator by Alex Socha

Manabasis:
1 Karakas
2 Plains
3 Tundra
3 Island
3 Polluted Delta
4 Flooded Strand
2 Glacial Fortress
1 Underground Sea
1 Scrubland
2 Marsh Flats

Hier fängt es nämlich schon an. Underground Sea und Scrubland sind enthalten, um die im Sideboard bedinflichen Engineered Explosives auf 3 spielen zu können und nebenbei die Surgical Extraction auch ohne Lifeloss spielen zu können. Des weiteren gab es noch einen dritten guten Grund, nämlich, Wastelands anzuziehen. Ich kann soviel vorwegnehmen und sagen, dass ich häufig auf eines dieser beiden Länder gefetcht habe, damit der Gegner dieses frisst, statt die Tundra auf meiner Hand. Und das hat überraschend oft hervorragend funktioniert. Ich denke mal, ein guter Gegner würde sich nicht in die Irre leiten lassen und auf das UW Land warten, aber gegen viele Gegner hat es wunderbar funktioniert.
Wastelands standen für mich komplett außer Frage, da ich in einem Deck, das Doppelblau in Turn 2 und Doppelweiß in Turn 4 haben möchte, auf farbloses Mana verzichten wollte.

Spells die den Gegner stören sollen:
1 Disenchant
2 Counterspell
2 Spell Pierce
4 Force of Will
4 Swords to Plowshares
4 Terminus
4 Brainstorm
3 Counterbalance
4 Sensei’s Divining Top

Auch hier gab es einige knifflige Entscheidungen. Bis kurz vor dem Turnier war ich mir nicht sicher, ob ich 2 oder 3 Counterbalance spielen sollte, da diese Karte in einigen MUs super ist und in anderen eher mies, stritt sie sich mit der dritten Entreat the Angels um einen Platz. Letztlich habe ich mich für die Counterbalance entschieden, weil es wichtiger ist das Spiel unter Kontrolle zu halten und man dann schon irgendwie eine Wincondition finden wird. Zumindest in der Theorie.
Eine kleine Besonderheit ist das Maindeck Disenchant. Ich wollte für die Kurve noch eine weitere Karte im 2er Slot haben und war mir nicht sicher, ob der vierte Snapcaster, der dritte Counterspell oder das Disenchant die bessere Wahl darstellt. Da mit Maverick, Stoneblade und Miracle drei Matchups existieren, in denen der Disenchant gut ist und man zur Not immer eine Karte wegmischen kann, erschien mir die Wahl auf den feinen weißen Instant als richtig. Auch soviel vorweg: Im Turnier hat sich diese Entscheidung mehr als bewährt.

Winoptions:
2 Vendilion Clique
3 Snapcaster Mage
2 Entreat the Angels
3 Jace, the Mind Sculptor

Die Clique war für mich lange Zeit ein Slot, über den ich nachgedacht habe. Als Wincondition war sie mir zu fragil und machte gegnerische Removal wertvoll. Die Interaktion mit der eigenen Karakas war auch nicht wichtig genug. Letztlich entschied ich mich für diese Karte, da der 3er Slot unbedingt noch Karten brauchte und die Clique die perfekte Antwort gegen das feindliche Miracle Deck ist. Wenn der Gegner das Entreat the Angels zieht und vorzeigt und man sie ihm in Response zum Miracle Trigger einfach unter die Bib mischen lässt, ist das einfach viel zu gut.
Wie oben schon geschrieben war ich mir bei der eigenen Anzahl an Entreat nicht sicher, glaube aber jetzt nach dem Turnier, dass 3 die richtige Anzahl ist, da ich häufig in der Situation war, dass das Spiel einigermaßen unter Kontrolle war und ich eine Wincondition finden musste, bevor ich es wieder aus der Hand geben würde. Natürlich steigt so die Gefahr, richtig schlechte Starthände zu haben, aber ich glaube, dass ist es wert.

Sideboard:
1 Disenchant
1 Divine Offering
3 Surgical Extraction
1 Pithing Needle
2 Engineered Explosives
1 Oblivion Ring
1 Ensnaring Bridge
1 Grafdigger’s Cage
1 Enlightened Tutor
2 Orim’s Chant
1 Spell Pierce

Das Sideboard war wie immer die schwierigste Entscheidung.
Auf der einen Seite möchte man gegen alle wichtigen Decks Karten haben, die man reinboarden möchte, auf der anderen Seite muss man auch immer beachten, was man eigentlich rausboarden kann. Und das UW Miracle Deck ist da schon ziemlich festgefahren und lässt sich kaum großartig verändern. Ich habe im Internet Sideboardpläne gesehen, in denen die Spieler Entreat und Jace gegen gewisse Matchups rausboarden und habe mich dann gefragt, womit die eigentlich noch gewinnen wollen.

Meine Pläne sahen daher im groben so aus:
– Gegen Stormcombo (Egal ob Tendrils oder High Tide) und ähnliche Varianten helfen die Removal nicht wirklich. Insofern waren in der Theorie erstmal 8 Slots im Maindeck frei, die dann durch 3 Extractions, 2 Orim’s Chant, 1 Spell Pierce, 1 Enligthened Tutor schon fast voll ersetzt werden können. Allerdings weiß man nie, ob man nicht mit Xantid Swarm rechnen muss, sodass sich die Überlegungen manchmal verschieben müssen. Disenchant gegen zb auch den gegnerischen Top in Response zum Doomsday, oder auf Carpet of Flowers ist zumindest nicht gänzlich tot. Außerdem kann man natürlich auch gegen Gegner spielen, die mit Empty the Warrens oder Goblin Charbelcher töten wollen und dagegen sieht es dann auch nochmal anders aus. Auf einmal sind Terminus und Explosives viel besser. Allgemein ist Orim’s zusammen mit Snapcaster natürlich ziemlich unfair und auch der Counterbalance Lock eine ziemlich mächtige Sache. Und im gegnerischen Zug Token machen, damit man ja immer offenes Mana hat, ist auch eine super Sache. Insgesamt halte ich daher Combo MUs für durchaus positiv, da das typische Problem, sich für eine Wincon austappen zu müssen und dem Gegner so einen freien Zug zu ermöglichen, nicht mehr statt finden muss.
– Gegen Dredge waren natürlich die spezifischen Hatekarten notwendig. Weniger als 4 würde ich niemals spielen und mit Snapcaster sind die Extractions zum Glück wiederverwertbar. Zusammen mit dem Tutor auf den Cage und Terminus Top Decks erscheint mir das Matchup immerhin gewinnbar.
– Midrange Decks wie Maverick oder NicFit sind schon sehr positiv, sodass ich keine großartigen Plätze verschwenden wollte um diese spezifischen MUs zu haten. Insgesamt kann man aber mit mehr Disenchant Effekten und Gravehate nicht viel verkehrt machen. Allgemein sehe ich jegliche Decks in dieser Richtung als sehr gern gesehene Gegner und der Hauptgrund, UW Miracle zu spielen.
– Schwieriger sieht es da schon mit den Tribal Aggros aus. Wenn Merfolk das erste Terminus countern kann sieht es mies aus. Und die kleinen grünen Männchen in roten Karten können natürlich auch extrem nerven. Cavern of Souls macht das Matchup wesentlich härter, als es ohne es wäre, da eine Force auf der Starthand auf einmal nicht mehr den Goblin in der ersten Runde verhindern kann.
Insgesamt gewinnbar, hier sind aber die richtigen Starthände unglaublich wichtig, da man hier kaum Zeit hat sich lucky reinzudrawen. Ich würde diese Matchups als leicht negativ einschätzen-
– Dann wäre da noch Sneak and Show. Und hier war ich ziemlich überfragt, da ich dieses MU noch nicht gespielt hatte und keinerlei Erfahrung aus der Sicht eines Control Mannes hatte, habe ich mich für eine breit gefächerte Variation entschieden. So ist die Ensnaring Bridge extrem gut in diesem Matchup (und auch gegen Reanimator), weil plötzlich der Emrakul nicht mal eben 6 Permanents kaputt machen kann. Auch die Orim’s Chant können helfen, wenn ein Sneak Attack einen Emrakul reinholt und er dann nicht angreifen darf. Zusammen mit Needle auf Griselbrand oder Sneak Attack, Oblivion Ring und Karakas und einem Haufen Counter sollte das Matchup gewinnbar aber ausgeglichen sein.
– Das schwierigste MUs zum Schluss: RUG Delver. Ist für mich extrem schwer einzuschätzen. Ich habe Berichte gelesen, in denen die Miracle Spieler vernichtet worden sind, aber genauso, wie Delver kaputt gemacht worden ist. Aus dem Gefühl heraus ist dieses MU extrem von den Draws abhängig, da man zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Karten braucht, da es hier nun mal um Tempoplay geht. Dank Terminus haben wir zum Glück eine Möglichkeit Nimble Mongoose zu händeln und Explosives aus dem Sideboard helfen mit. Zusätzlich muss man extrem überlegt spielen, da kleine Fehler sofort das Game kosten können. Da ich mit Miracle keinerlei Erfahrung gegen RUG hatte und ich niemanden zum testen finden konnte, habe ich meine persönlichen Aussichten in dem MU eher finster gesehen.

Vor all diesen Überlegungen wurde natürlich noch ein Hotel gebucht. Das Holiday Inn direkt an der Location, das sich als absoluter Glücksgriff herausstellte. Für 40€ die Übernachtung eine schöne saubere Anlage, mit allem drum und drann was man sich wünschen kann und deutlich angenehmeren Räumen als ich es erwartet hätte. Und keine 500 Meter zum Grand Prix. Besser ging es nicht mehr.
Das Hotel selbst war quadratisch aufgebaut, mit einem Loch in der Mitte. Hier ein grober Plan, den ich aus irgendeinem Grund sehr amüsierend fand:

In der Mitte war das (völlig überteuerte) Restaurant mit Sitzmöglichkeiten:

Die Fahrt nach Belgien war dagegen ein absolutes Abenteuer. Das fing damit an, dass unser Navigationsgerät uns auf der Autobahn ständig links abbiegen lassen wollte, obwohl keinerlei Straßen zum Linksabbiegen vorhanden waren. Und natürlich auch nicht zum Wenden, egal wie sehr sich das Navi beschwert hat. Letztlich war das Fahren nach Verkehrsschildern deutlich angenehmer, wenn auch anfangs extrem verwirrend, wenn man eine Stunde lang nur Schilder mit „West-Antwerpen“, „Nord-Antwerpen“, „Ost-Antwerpen“ und ihr werdet es erraten… „Central-Antwerpen“ sieht. Wie unglaublich groß ist bitte Antwerpen? Und dann die geile Straßenführung. In Belgien gib es Straßen, direkt neben den Straßen. An einer Ampel haben wir aus Unwissen die falsche Spur genommen und waren auf einmal auf einer solchen Nebenstraße zur Hauptstraße. Das geile ist, dass die Einfahrt auf die Hauptstraße ungefähr einen Meter groß ist und im rechten Winkel, sodass es eigentlich unmöglich ist, aus dem Stand heraus auf eine Straße zu fahren, auf der jede Sekunde ein Auto mit Vollspeed vorbei fährt. Mit viel (Über)Mut und schimpfenden vollbremsenden Belgiern haben wir es doch wieder auf die Hauptstraße geschafft. Dazu kamen dann noch eine Wendung an einer Autobahnkreuzung an der schön deutlich erkennbar Schild angebracht waren, die uns den Wendevorgang ausreden wollten und viele andere schöne Aktionen. Irgendwie hat Matthias uns (Martin, David und mich) aber doch heile nach Gent gebracht. Doch auch dort war die Straßenführung absolut bescheuert. Auf der rechten Seite der Straße konnten wir unser Holiday Inn sehen, aber bis wir tatsächlich da waren, vergingen nochmal mindestens 10 Minuten in denen wir mehrmals links abbiegen mussten, komischen Straßen folgen mussten mit Schlaglöchern über eine Brücke, aber letztlich alles egal, Lokation ausgemacht, Hotel gefunden, alles super.

Ein erster Blick auf die Lokation hat dann auch direkt klar gemacht, dass Magicspieler scheinbar eine gefährliche Randgruppe sind. Warum sonst sperrt man sie in einen Käfig ein?

Ernsthaft, der Eintritt war frei, warum also den Käfig zu machen?

Nach einem ersten M13 Draft meinerseits (das Format war deutlich synergetischer als gedacht. Jede Runde Insekt spielen und eine Marke auf ein Viech legen, und dank einem anderem Viech wieder auf die Hand nehmen, war schon stark. Aber dann auch noch das neue Control Magic in Formt einer Sorcery immer wieder spielen können, weil man eine Kreatur hat, die beim Entern des Battlefields eine Spell Karte auf die Hand nimmt, ist schon ziemlich sick. Ehrlich gesagt finde ich die neue Variante deutlich stärker als die vorige. Da diese eine Verzauberung war, konnte man sie wenigstens kaputt machen, wenn jetzt getauscht wird, wars das) der im Halbfinale ziemlich in die Hose ging, war dann auch schon Essen angesagt (Sandwich Toaster mitbringen war eine super Idee) und ab in das Bettchen um im Hotel noch ein wenig den dortigen PC/TV zu bewundern, im Internet zu surfen (kostenlos) und dann letztlich zu pennen.

Legacy Tournament

1 Runde:
Arnould aus Belgien mit Elfen

Mal wieder mein Petdeck gegen mich. Supi. Im ersten Spiel werde ich dann auch mal direkt verhaun, weil der Gegner einfach fleisch aufs Feld legt, darunter 2 Symbioten. Als mein Terminus kommt, werden einfach 2 Kreaturen zurück auf die Hand genommen und dann erneut Fleisch gelegt. Ein zweites Terminus sehe ich nicht mehr.
Spiel 2 ist deutlich interessanter. Er haut mich auf 1 Lebenspunkt runter, doch dann kann ich mich stabilisieren. Mit Terminus, Snapcaster auf Terminus (hardcast), Terminus, Swords, Snapcaster Swords, Snapcaster auf Terminus (hardcast) und dann Entreat the Angels schaff ich es irgendwie zu gewinnen, ohne dass ich je tatsächlich in der Situation war, verlieren zu können, weil ich immer die Antworten schon auf der Hand hatte.
Im dritten Spiel macht mein Gegner sich selbst kaputt, da er Th Thorn of Amethyst spielt, aber nur 2 Wälder und Gaea’s Cradle als Manaquellen hat, nachdem mein Terminus das Feld räumt. Dank Counterbalance und Top couter ich alle One-Drops und er kommt nie auf das dritte Mana für den Krosan Grip auf der Hand.

1:0 (2:1)

2 Runde:
David aus Nürnberg mit einem Bant Build mit Punishing Fire.

Im ersten Spiel macht mein Deck, was es soll. Gegner legt mehrere Kreaturen, ich spiele Terminus und counter bzw Remova alles, was danach so kommt. Im zweiten Spiel läuft es umgekehrt, sein Deck macht genau, was es soll. Als ich mein Entreat Aufdecke spielt er Clique und nimmt es mir weg. Anschließend grindet er mich ewig mit Punishing Fire aus, gegen das ich nichts tun kann.
Im dritten gibt es einen harten Schlagabtausch. Ich kann seine Kreaturen alle auskontrollieren, aber irgendwie resolvt er einen Jace. Ich habe ca 7 Züge (weil ich zwischendurch mit meiner Clique seinen Jace angreife) um meinen Jace zu finden oder ein Entreat the Angels um zu gewinnen. Trotz Senseis Divining Top und mehreren Fetchländern, und trotz der Hilfe des Gegners, der mit seinem Jace ständig meine oberste Karte drunter legt (da ich ihm jedes mal freiwillig die beste Karte nach oben gelegt habe, in der Hoffnung er würde sie drunter legen, damit ich eine Karte tiefer graben kann), finde ich keine Lösung und werde von Jace getötet. Absolut ärgerlich, mit Top, Counterbalance im Spiel, Counterspell und Swords und Terminus und Brainstorm in der Hand und ca 20 gesehenen Karten keine der 6 möglichen Karten (Oblivion Ring war auch noch drinn) zu finden. Schade

1:1 (3:3)

3 Runde:
Richard aus den Niederlanden mit Maverick

Hier gibt es nicht viel zu sagen. Klares 2:0, ohne jemals ein Problem gehabt zu haben. Gewinne mit jeweils über 15 Lebenspunkten. Der Gegner war aber auch nicht ganz so bei der Sache habe ich das Gefühl. Im zweiten Spiel caste ich ein Terminus, er hat Karakas und Thrun, the last Troll liegen, benutzt aber sein Karakas nicht. Danke.

2:1 (5:3)

Runde 4:
Julien aus keine Ahnung mit Maverick

In beiden Spielen gewinne ich auf 18 Lebenspunkte, nur durch Fetchen. Meine Güte wie krass das Matchup ist.

3:1 (7:3)

Runde 5:
Nick aus Aachen (oder?) mit Maverick

Musste ja so kommen, drittes Maverick in Reihe, aber zum ersten mal gegen einen, der das Deck beherrscht. Und dann natürlich mal wieder Nick. Gefühlt spiele ich auf jedem größeren Turnier gegen ihn, bei dem ich dabei bin. Die Spiele sind auch gleich viel interessanter und knapper, letztlich ziehe ich am Ende auch ein wenig besser und gewinne erneut 2:0. Wobei im im zweiten Spiel auf 2 Lebenspunkte war und er ein Gut Shot auf der Hand hatte. Nicht, dass es resolvt wäre, aber knapp war es trotzdem und das erste Spiel gegen Maverick, bei dem der Gegner richtig mitgespielt hat.

4:1 (9:3)

Runde 6:
Barney mit Maverick

Einer geht noch. Wie soll es anders sein, klar und locker.

5:1 (11:3)

Runde 7:
Igor mit Canadien / RUG mit Stifle

Im ersten Spiel fängt er an und erwischt mich direkt mit Stifle. (Deswegen sind die Listen mit Stifle auch deutlich besser, meiner Meinung nach). Ein Wasteland dazu und schon bin ich auf 2 Ländern screwt. Ich kann mich ein bischen wehren aber werde dann verprügelt.
Im zweiten Spiel ist es deutlich interessanter. Er kann Turn 1 einen Mongoose resolven, ich dafür direkt eine Explosives legen. Leider hat er auf seiner Hand das eine Ancient Grudge, dass er auf gut Glück geboardet hat. Dadurch kann der Mongoose mich ein wenig runterhauen, bis ich ihn durch Terminus wegkriege (genau wie den zweiten Mongoose danach). Als ich mich auf 6 Lebenspunkten stabilisieren kann, spielt er in meinem EOT eine seiner drei Handkarten, einen Lightning Bolt auf mich. Ich spiele Force of Will Hardcast, er tut es mir gleich, ich habe Spell Pierce. In seinem Zug zieht er eine Karte und spielt zwei Lightning Bolt auf mich. Er hat sich anschließend ganz doll für den übelsten Luck entschuldigt, den vierten Bolt im Deck genau dann getopdeckt zu haben. Aber so ist das Spiel. Auf in den KO Modus.

5:2 (11:5)

Runde 8:
Marco mit Maverick

Das erste Spiel läuft wie gewohnt. Das zweite Spiel gegen ihn ist dann das erste gegen Maverick, dass ich verliere, weil er mit Surgical Extraction auf Terminus den Weg freimacht und ich es nicht schaffe ein Entreat zu finden und er mich irgendwann mit Würsten tot haut. Am schlimmsten war: Durch seine Extraction konnte er mein Divine Offering sehen und hat daher den Batterskull auf seiner Hand gar nicht erst ins Spiel gebracht. Schade. Mit einer Extraction gegen mich hatte ich aber nun gar nicht gerechnet, war aber in der Situation echt gut.
Tja und das dritte Spiel ist nun das, was passieren kann. Mulligan auf 5, sodass ich erst langsam ins Spiel finde, er hat dafür einen schnellen für mich fiesen Start mit Thalia (kriegt swords), zweiter Thalia (swords), Gaddock. Ich werde ein wenig verhaun aber finde irgendwann doch Länder um Snapcaster auf Swords auf Gaddock zu machen. Leider hat er einen zweiten und ich kann weder Terminus noch Entreat spielen und bin tot.

Da gewinnt man vorher 8 Spiele hintereinander gegen Maverick und dann in einem Match 2 Niederlagen, wegen Mulligan und einer Extraction die mich hart erwischt. Doof gelaufen. Hätten sich die beiden Niederlagen gegen Maverick doch mal besser auf die anderen Spiele verteilt.

5:3 (12:7)

Tja, mal wieder gut angefangen, aber zum Schluss ging die Puste aus. Sowohl das Match in Runde 2 als auch das letzte hätte ich mit ein wenig mehr Glück gewinnen können. Ich habe lange nachgedacht, ob ich anders hätte spielen können, aber gerade im letzten Game war das auf Grund des Doppel Mulligan nicht möglich. Sehr schade, da ich mein Deck echt mochte und es bis dahin echt gut performt hat und ich meiner Meinung nach echt gut auf das Feld eingestellt war. Schade.

Letztlich hatte ich keine großen Erwartungen, immerhin war ich ein halbes Jahr lang in der Versenkung verschwunden, aber nach dem Verlauf war deutlich mehr drinn gewesen. Für den nächsten Grand Prix habe ich mir aber vorgenommen, GP Trials zu spielen. Mit 3 Byes ist es sicherlich um einiges entspannter und einfacher, in den nächsten Tag einzuziehen. Einen Versuch ist es Wert.

Den Rest des Abends habe ich mich dann mit meinem Zimmerkollegen David damit beschäftigt, die Mücken im Zimmer zu töten. In unserem Zimmer stand am Fester eine Warnung: Bitte nicht öffnen, wegen der Klima Anlage. Im Zimmer der anderen beiden stand: Bitte nicht öffnen, wegen Moskitos. Tja, doof gelaufen. Immerhin ist so mein persönlicher Killcounter um mindestens 10 gestiegen.

Da von uns vieren niemand in Tag zwei eingezogen ist, haben wir den Sonntag damit verbracht, M13 zu draften, erst Two Headed Drafts und dann noch ein Display für uns. Überraschend war, wie extrem aggressiv Two Headed M13 ist. Ich hatte mit etwas anderem gerechnet.

Insgesamt war das Wochenende absolut Spitze. Eine Menge Spass gehabt, viele Leute nach langer Zeit wieder gesehen. Viele Deutsche in Tag 2 und ein deutscher Gewinner des GP. Und dann auch noch mein Petdeck im Finale (wenn ich auch die Liste sehr eigenartig finde, er muss extremes Glück bei den MUs gehabt haben, wenn er damit so weit oben stand).

Wie meine nächsten Magic Monate anfangen, weiß ich noch nicht genau. Meine Ausbildung habe ich beendet und beginne im August mit einem neuen Job in Mülheim. Mal schauen wie sehr ich davon veranschlagt werde. Ich hoffe, ich finde wieder mehr Zeit, um an Wochenenden Legacy zu spielen. Und dann gibt es ja Ende des Jahres den GP in Bochum. Leider ist Standard überhaupt nicht mein Format. Überhaupt, ich kenne kaum jemanden, der das regelmäßig spielt und einen vernünftigen Kartenpool hat. Das Format klingt auch leider nicht besonders spannend, wenn man sich anschaut was da so gespielt wird. Dennoch, ein GP vor der Haustür, da muss ich eigentlich mitmachen. Vielleicht findet sich ja jemand, der mir für das Event ein Deck leihen würde. Seht das als Aufforderung und Bitte an euch 🙂

Ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder.

Euer Schizzo

  • Hi Schizzo,

    sehr interessanter Artikel, der Lust und Laune macht, selbst in Legacy einzusteigen.
    Dazu habe ich eine Frage: Wie findet man einen Einstieg in Legacy? Ich frage mich das bezüglich Card-Pool und bezüglich Decklisten.
    Und du hast geschrieben, du hast nach einem Jahr einfach kurz Artikel gelesen, und warst wieder drin. Kannst du mir sagen, welche Quellen du liest, was gute Anlaufstellen sind?

    Und dann noch eine letzte Frage: Wie kann man denn die Kartennamen im Blog so verlinken, dass bei einem Mouseover das Bild der jeweiligen Karte angezeigt wird?

    Beste Grüße und Danke für ein paar Tipps,
    Fachexot

  • schizzo1985:

    Ich könnte jetzt eine Ode an Legacy schreiben und wieso dieses Format das interessanteste und vielseitigste ist. Aber Legacy hat natürlich auch seine Schattenseiten und das ist im Grunde der Einstieg.

    Viele Karten sind extrem teuer. Auch wenn sie quasi eine Wertanlage sind, da die meisten Karten eher teurer werden als günstiger, ist das erst einmal eine Hürde, die man überwinden muss.
    Es gibt natürlich Budget Lösungen und Decks, die schon ab 100€ vernünftig spielbar sind. Aber viele Decks sind auf Grund der teuren Landbasis bei 500€ oder noch weit größeren Summen zu finden.

    Wenn man also einsteigen möchte, gibt es zwei Möglichkeiten.
    Man kennt genug Leute, die Legacy spielen und einem Karten leihen können. Ich zb hab keinerlei Probleme mit meinem Kartenpool 5 Decks gleichzeitig zu bauen. Und Legacy Spieler sind nach meinen Erfahrungen immer sehr freundlich und entgegen kommend, wenn es um Kartenleihen geht.
    Die andere Möglichkeit ist es, Geld in die Hand zu nehmen und sich erst einmal ein Deck zu besorgen und damit auf Turniere zu gehen (kann auch gerne ein Budget Deck sein), weil man dann schnell Leute kennen lernt und dadurch automatisch in einen Freundeskreis stößt, der einem ermöglicht auch andere Karten zu spielen.

    Anders als bei Standard ist die Variation an spielbaren Decks in Legacy deutlich höher. Das macht es gerade Einsteigern extrem schwer sich vorzubereiten. Man kann um so besser spielen, um so besser man weiß, was man von einem Gegner erwarten kann. Wenn man auf Grund eines Landes und einer ersten Karte sofort weiß, was der Gegner spielt und 90% der gegnerischen Deckliste kennt, dann ist es einfacher Entscheidungen zu treffen. Um dieses Wissen zu erlangen, muss man auf der einen Seite spielen und selbst Erfahrungen sammeln und auf der anderen Seite auf Legacy Magic Seiten schaun, was so gerade gespielt wird. Das Legacy Unterforum von http://www.mtg-forum.de ist da als Informationsquelle sehr nützlich. Wer englisch kann, sollte auch gerne auf http://www.mtgthesource.com vorbei schauen.

    Das sind auch die Seiten, die ich überwiegend nutze.

    Ein weiterer wichtiger Punkt für den Einstieg ins Legacy ist die örtliche Community. Wenn man irgendwo im Niergendwo wohnt, in der es keine regelmäßigen Turniere gibt, dann ist es auch kaum möglich einzusteigen. Insofern sollte man sich auch erstmal erkundigen, wo in der Nähe es regelmäßige Turniere gibt. Nicht jeder wohnt im Ruhrgebiet und kann sich aussuchen, wo er spielen möchte.^^

    Das mit den Kartennamen und dem Mouseover macht der Blog automatisch. Wenn man einen Beitrag schreibt und einen Kartennamen hat, kann man auf den Button „Karte“ klicke und alles wird automatisch erledigt.

    Ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen.

  • Vielen Dank fuer deine Antwort.

    Momentan arbeite ich an einem Cardpool fuer das Standard-Format, und bin fleissig am Draften. Aber das Standard Metagame gefaellt mir nicht wirklich, und wie ich schon desoefteren hoeren musste, wird sich das wohl auch nie bessern.

    So recht weiss ich noch nicht, in welche Richtung es mich verschlagen wird, aber ich danke dir fuer diese Tipps, und wenn es Richtung Legacy gehen sollte, werde ich sie wieder zu Rate ziehen.

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