Auf einer deutschen Magic Seite wird aktuell darüber diskutiert, wie das dortige Artikelprogramm gerettet werden kann.
Der regierende Redakteur stellt dabei eine These auf, bei der ich nur den Kopf schütteln kann. Völlig Realitätsfern, scheinbar hat er nicht im geringsten verstanden, wie das Internet funktioniert.
Oder bin ich derjenige, der sich irrt? Habe ich etwa nicht verstanden, wie das Internet funktioniert?

Um der Angelegenheit auf den Grund zu gehen schreibe ich hier einige Zeilen und hoffe darauf, dass sich ein paar Leser zu Wort melden werden.

Klasse statt Masse

Das Internet ist für mich wie ein riesiger Abstellraum. Mit ein bischen Glück und Knowhow findet man, was man sucht, andernfalls wird man sich im Dschungel voller Müll verirren.

Fast jeder Depp kann heute mit ein paar Klicks seine Meinung kundtun, einen Blog öffnen, ein Forum erstellen oder ein fertiges Websiten Template mit Inhalt füllen. Jede Minute werden tausende Minuten Videos hochgeladen, dutzende neue Webpräsenzen entstehen. Das Angebot ist riesig, leider ist die Qualität häufig Mangelware. Doch wer der englischen Sprache mächtig ist, wird eigentlich fast immer finden, wonach man sucht.

Kommt ein neues „großes“ Computerspiel heraus, werden hunderte von Möchtegern Pros das Spiel Live Streamen, Strategie Guides entwickeln, Walkthroughs produzieren und Anleitungen veröffentlichen. Die Menge an Informationen ist überwältigend und leider ist jeder selbst dafür verantwortlich, das Sinnvolle vom Blödsinn zu trennen. Das ist nicht immer leicht. Wir haben ja schließlich nur begrenzt Zeit. Wenn unere erste Suchanfrage ein vernünftiges Ergebnis liefert, wieso sollten wir dann noch eine halbe Stunde länger auf Suchmachienen herumreiten, um etwas zu finden, das vielleicht ein bischen besser ist?

Die meisten von uns haben Favoriten. Seiten, die man regelmäßig besucht. In der Regel gehen wir davon aus, dort häufiger Dinge zu finden, die uns interessieren und wir uns dadurch die Zeit des Suchens sparen. Menschen sind Gewohnheitstiere. Warum etwas ändern, was in der Vergangenheit funktioniert hat?
Sollte eine der Websiten unserer Favoriten qualitativ nachlassen, sucht man sich eben eine Neue. Nicht weiter schlimm. So ist der Lauf der Dinge. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird man eine Seite finden, die besser ist als die vorige. Und man stellt sich die Frage, warum man nicht bereits früher umgestiegen ist.

Die meisten Menschen im Internet verstehen diese Regel. Wer ein Angebot ins Internet stellt, muss darum kämpfen, Besucher bei sich zu behalten. Warum sollte ein Besucher seine kostbare Zeit opfern, um gerade Seite XYZ zu lesen? Insbesondere, wenn diese Seite nichts einzigartiges liefert sondern nur Ware mit durchschnittlicher Qualität, die es auf anderen Websiten genau so zu finden gibt?
Autoren von Blogs, Streamer auf Videoplattformen oder sonstige Internetpräsenzen reissen sich den Arsch auf, um Besucher zu frieden zu stellen. Nur dann wird die Anzahl der „Abonennten“ stätig wachsen oder zumindest gleich bleiben.

Der entscheidende Punkt ist, auch wenn etwas kostenlos bereitgestellt wird, bestimmen die Besucher, ob sie etwas haben wollen oder nicht. Ein Besucher muss sich nicht rechtfertigen, ein Besucher ist dem Autor nichts schuldig. Wer meinen Beitrag hier auf dem Blog lesen wird, muss mich nicht bezahlen, muss nicht kommentieren, muss sich nicht bedanken. Es steht ihm frei auf meinen Beitrag zu reagieren oder es zu lassen.

Ich als Autor bin in der Verpflichtung, mein Angebot so zu verfassen, dass ich dem Leser etwas bieten kann. Dass ich Informationen anbiete, Diskussionen auslöse oder einfach für kurzweiligen Spass sorge. Wenn ich das gut genug mache, werde ich belohnt: Die Leser kommen wieder.
Im Grunde ist jeder Artikel nichts weiter als Werbung für den nächsten Artikel.

Wer von der Annahme ausgeht, dass die Leser etwas dafür tun sollten, dass ein Autor weiterhin Inhalt bietet, liegt einfach vollkommen falsch.


Auch wenn ein Autor mit besten Gewissen etwas für die Community tut… die Community ist ihm absolut nichts schuldig.

Autoren kämpfen um Leser, nicht umgekehrt. Für jede schließende Website entstehen dutzende Neue, die versuchen, die Lücke zu schließen.

Wer das nicht versteht, wird meiner Meinung nach im Internet untergehen und kann sich die investierte Zeit direkt sparen.
Eine Website, die versucht ihre Leser zu Kommentaren zu zwingen und schlimmer noch, den Lesern die Schuld zuschiebt, hat ihr Todesurteil bereits unterschrieben.

Wie seht ihr das? Liege ich vollkommen falsch? Sind Besucher einer Seite dem Anbieter etwas schuldig?

  • Hi Schizzo, da Du ja offensichtlich auf die von mir angetretene Diskussion anspielst, rasch zwei Dinge:

    1. Natürlich sind Anbieter Konsumenten etwas schuldig – das habe ich auch eindeutig gesagt! Ich zitiere aus meinem Artikel:

    „Ich sage Euch jetzt, worauf Ihr ein Anrecht habt: WENN es ein Artikelprogramm gibt, dann dürft Ihr erwarten, dass die Redaktion sich Mühe gibt, Euren inhaltlichen Wünschen nachzukommen, und dass sie einen durch ihre Existenz implizierten Qualitätsstandard bei veröffentlichten Artikeln einhält. Dies sind nämlich die Unterschiede zwischen einer bloßen Blogplattform und einem Artikelprogramm: Vorauswahl und Qualitätssicherung. Für diese stehe ich auch ein, so lange ich diesen Job hier mache.“

    Das fasst eigentlich alles zusammen, was Du hier auch ansprichst.

    Wo du falsch liegst:

    2. SELBSTVERSTÄNDLICH sind auch Konsumenten Anbietern etwas schuldig!

    In der Regel ist das übrigens Geld. Dieses zahlen sie entweder direkt durch Kauf der konsumierten Ware oder indirekt, indem sie beworbene Produkte kaufen.

    Wenn allerdings Geld ein Angebot nicht gegenfinanziert, wie es im ehrenamtlichen Bereich sowie in Hobby-Szenen üblicherweise der Fall ist, dann muss der Anbieter einen zusätzlichen Gegenwert erhalten, und dieser lautet: Anerkennung. Erhält der Anbieter auch diese nicht, hört er eben auf Anbieter zu sein!

    Vielleicht muss man es etwas ausführlicher formulieren, damit Du es akzeptierst:

    Konsumenten sind Anbietern etwas schuldig, wenn sie Konsumenten bleiben wollen.

    Natürlich hat kein Anbieter ein Anrecht auf Konsumenten – aber es hat eben auch kein Konsument ein Anrecht auf einen speziellen Anbieter!

    „Autoren kämpfen um Leser, nicht umgekehrt.“

    Warum sollten sie das tun? Ach ja: Weil sie einen Gegenwert erwarten! Bleibt dieser aus, stellen sie den Kampf eben ein.

    Sollte die Seite, von der wir hier sprechen, genau dies tun, dann werden allerdings sicherlich einige Leute enttäuscht sein, und deswegen erinnere ich diese Leute daran, dass ein Anbieter einen Gegenwert benötigt, für den es sich um Konsumenten zu kämpfen lohnt.

  • Ach, übrigens: Wenn Du schreibst „Autoren kämpfen um Leser“ meinst Du doch offensichtlich eigentlich „Redaktionen kämpfen um Leser“ – oder?

    Ansonsten verstehe ich Deine Vorschläge nicht, dass Redaktionen Autoren auch für nicht veröffentlichungsfähige, verspätet eingetroffene Artikel, die das vereinbarte Thema verfehlt haben, entlohnen sollen. Diese lassen sich doch nur erklären, wenn Redaktionen nicht nur um Leser, sondern auch um Autoren kämpfen müssen (und diese offensichtlich nicht um ihre Veröffentlichung) – nicht wahr?

  • schizzo1985:

    Lieber Andreas,

    leider verstehst du mich falsch. Ich muss mir wohl an meine eigene Nase fassen, dass ich mich unmissverständlich ausdrücke. Vermutlich liegt es am allgemeinen Problem im Internet. Würde man sich direkt miteinander unterhalten, würde es dazu gar nicht kommen. Doch nun gut, ich versuche mal, mich noch genauer auszudrücken.

    Ich wollte sagen, dass der Autor eines Artikels (welcher Form auch immer), dazu verpflichtet ist Qualität zu liefern, WENN er die Konsumenten an sich binden möchte.
    Auf gar keinen Fall ist der Autor den Konsumenten etwas schuldig (es sei denn, es besteht eine vertragliche Vereinbarung, Konsumenten haben Geld gezahlt ect…).
    Der Autor ist ausschließlich sich selbst etwas schuldig. Der Autor muss nur für sich selbst rechtfertigen, wieso er viele Stunden damit verbringt etwas anzufertigen.

    Ich respektiere, was du für die deutsche Community seit mehr als einem Jahrzehnt geliefert hast, aber niemand hat dich dazu gebracht, außer du selbst. Aber sowohl du, wie auch alle anderen potentiellen Autoren, müssen für sich selbst entscheiden, ob der Aufwand die Entlohnung (welcher Form auch immer) wert ist.

    Anders ist das für MU an sich. Diese müssen für sich entscheiden, ob die Werbung und die dadurch einhergehenden (möglicherweise) höheren Einnahmen die Kosten des Artikelprogramms rechtfertigen. Ich persönlich habe MU seit über 10 Jahren in meinen Favoriten und habe dort noch nicht einen einzigen Cent ausgegeben. Wenn ich an anderer Stelle günstiger einkaufen kann, dann mache ich das, unabhängig von sonstigen Angeboten der Seite.

    Wenn die Antwort von MU negativ ist, dann ist das ein klein wenig schade, aber nicht weiter tragisch. Es wird niemanden negativ im Leben beeinflussen, wenn MU keine weiteren Artikel veröffentlicht.

    Der Gegenwert, den du von Lesern erwartest, in Form von Kommentaren, kommt ganz automatisch, wenn man als Anbieter die richtigen Vorraussetzungen schafft.
    Dazu gehören zum einen technische Vorraussetzungen und zum anderen regelmäßiger qualitativ guter Inhalt.
    Wenn MU die technischen Vorraussetzungen nicht erfüllen will, dann ist das eure Schuld und nicht die der Leser, die mit der Zeit gehen. Niemand erwartet, dass ihr alles vollkommen umgestaltet, wie WIzard es getan hat (und vermutlich viel Geld gezahlt hat… obwohl das Endergebnis echt bescheiden ist). Aber den Lesern ein wenig entgegen zu kommen, ist nicht weiter schwer. Zum Beispiel einen Like Button einzubauen ist für jemanden mit minimalen IT Kentnissen und Google Fähigkeiten in einer halben Stunde erledigt. Oder man bittet die Community oder zahlt jemandem 10€.

    WENN die Vorrausetzungen erfüllt sind und die Qualität stimmt, bekommen Autoren automatisch ein gewisses Feedback.
    Du sagst, Konsumenten sind verpflichtet sich zu beteiligen, wenn sie Konsumenten bleiben wollen. Und genau da ist der Knackpunkt. Wo ich meine „Droge“ herbekomme, ist vollkommen irrelevant. Wenn ihr weg seid, konsumiert man auf einer der vielen anderen Seiten. Und wenn sich nach einiger Zeit herausstellt, dass in Deutschland zu wenig passiert, reguliert sich das System automatisch. Wenn die Nachfrage groß genug ist, wird es genug Leute geben, die versuchen die Lücke zu schließen. Wenn die Nachfrage nicht besteht, muss auch das Angebot nicht verbessert werden.

    Und grundsätzlich ist das Magic Angebot im Internet viel größer als die Nachfrage. Einzig das qualitativ hochwertige Angebot lässt zu wünschen übrig.
    Und aktuell bezweifel ich, dass MU qualitativen (und einzigartigen) Inhalt liefern kann.

    Im Grunde diskutieren wir über die Henne und das Ei. Was soll zuerst kommen?
    Müssen zuerst die User kommentieren, damit ihr Artikel liefert?
    Oder müssen zuerst die Artikel und VOrraussetzungen stimmen, damit User kommentieren?

    Du verlangst Ersteres, ich sage Zweiteres.

    Bezüglich des Themas der Bezahlung:
    Du verdrehst ein wenig meine Aussage. Ob absichtlich oder nicht, stelle ich mal dahin.
    Stell dir bitte folgendes (extreme) Szenario vor:

    Der 14 jährige Magic Anfänger schreibt eine Redaktion an, ob ein Artikel eines Magic Anfängers gefragt ist, wie er in die Szene einsteigt.
    Die Redaktion ist begeistert und erklärt die Grundlegenden Vorraussetzungen und Strukturen des Artikels.
    Der Anfänger versteht das alles nicht so ganz, denkt sich aber nichts dabei. Grundlegend war die Redaktion von der Idee begeistert, das ist alles was zählt.
    Freitags geht er zum ersten mal zu einem FNM und wird vollkommen zerstört. Statt mit seinen Freunden auf der Playstation zu spielen, setzt er sich Samstags hin und schreibt vier Stunden lang einen Bericht.
    Dann schickt er das ganze an die Redaktion.

    Dort ist man verwundert, weil man keinen Turnierbericht vereinbart hatte. Und mit einem Bericht, wie jemand die ganze Zeit verliert, kann eh niemand was anfangen, geschweige davon etwas lernen. Dann sind Grammatik und Aufbau auch so mies, dass sich die Redaktion gar nicht erst daran setzen möchte.
    Dem Anfänger wird eine E-Mail geschrieben:
    „Sry, aber dmait können wir nichts anfangen. Wenn du was völlig anderes schreibst, dann veröffentlichen wir das vielleicht.“

    Glaubst du wirklich, dass der Anfänger sich jemals wieder hinsetzen wird und mehrere Stunden etwas schreiben wird?

    Die Bezahlung ohne Veröffentlichung war eine spontane (und zugegeben nicht zuende gedachte) Idee, die nur beispielhaft darlegen sollte, dass potentielle Autoren ermutigt und nicht demotiviert werden sollten. Wer sich Mühe gibt, sollte auch irgendeine Form von Entlohnung bekommen.
    Da du in deinem Ausgangsartikel dargelegt hast, dass es an Autoren mangelt, dann ja, ist es deine Aufgabe um Autoren zu kämpfen.

  • Hi Shizzo,

    weil es in jeder Hinsicht sinnvoll ist, verlagere ich unsere Diskussion wieder zurück unter meinen Artikel, wo ich Dir im Verlauf des Abends antworten werde.

  • schizzo1985:

    Ich hab es extra ausgelagert, weil es mir hier um eine Prinzipien-Diskussion geht:

    Sind Konsumenten ihren Anbietern etwas schuldig? Haben sie nicht, allein durch ihren Konsum, ihre Schuldigkeit bereits getan?

    Wenn ich ein Produkt genieße (egal was für ein Produkt, auch gerne Nahrungsmittel, technische Artikel ect), bin ich dem Hersteller keine Rückmeldung schuldig. Allein dadurch, dass ich das Produkt verwende, habe ich bereits eine gewisse Rückmeldung gegeben.

  • Die Frage, ob das von Dir genannte Prinzip hier überhaupt anwendbar ist, muss aber dort geklärt werden. (Und außerdem willst Du doch Rückmeldungen? Ich denke schon noch, dass auf MU mehr Leute mitlesen.)

    Dein Prinzip ist aber auch falsch formuliert. Nicht der Konsum ist die Rückmeldung des Konsumenten, sondern die Bezahlung! Und trotzdem machen Hersteller zusätzlich groß angelegte Meinungsunfragen zusätzlich.

  • schizzo1985:

    „Nicht der Konsum ist die Rückmeldung des Konsumenten, sondern die Bezahlung!“

    Ich bezahle nicht, um für das Produkt zu danken, sondern um es überhaupt zu bekommen. Daher ist die Bezahlung ein notwendiger Bestandteil des Konsums, aber auch nur dann, wenn ein Produkt etwas kostet. Dei kostenlosen Angeboten ist das schwer nachzuvollziehen. Im Fall von MU ist es schwierig festzustellen, ob MU tatäschlich mehr verkauft, wenn es Magic Artikel gibt. Auf Webseiten, die sich über Werbung finanzieren, zählen ausschließlich die Klicks. Also bei allen Magic Spielern, die auf Twich, Youtube und co streamen. Zusätzlich dazu kann man die besagten Personen „abonnieren“ und/oder Geld spenden.

    Wie du richtig gesagt hast, ist das alles im Fall einer Shop Seite schwer anwendbar.
    Wenn wir hunderte Kommentare schreiben, bringen wir beide allein die Klicks in die Höhe. Mehr verkauft wird weder durch die Kommentare, noch durch die Klicks. Mehr verkauft wird, wenn überhaupt, wenn die Artikel gut sind und sich rumsprechen, sodass der Benutzerkreis wächst. Aber selbst dann gibt es keinen messbaren Wert, der den Vorteil beziffern kann. Insofern ist eine Diskussion über geldwerten Vorteil für eine Shop Seite müßig.

    Das bringt uns zurück zur wesentlichen Frage:
    Warum sollte ich in meiner Freizeit gerade die Webseite XY ansteuern? Und wenn dort ein Artikel ist, den ich nicht mag, wieso sollte ich meine wertvolle Zeit opfern und den Artikel zu Ende lesen und anschließend auch noch eine konstruktive Kritik schreiben?

    Wenn man als Autor/Redakteur möglichst viele Rückmeldungen möchte, muss man es den Konsumenten möglichst einfach machen.

    Letztlich hat man auch als Autor rein gar nichts konstruktives davon, wenn jemand schreibt „Danke für den Artikel, war toll“. Und niemand wird sich extra registrieren um so einen Kommentar zu schreiben.

    Es ist die Aufgabe des Anbieters, den Konsumenten alles so bequem wie möglich zu machen. (warum sonst gibt es bei postalischen Umfragen immer direkt einen bereits frankierten Rückumschlag?)

  • Ich sehe gerade, dass ich eigentlich alles Wichtige bereits in meiner Antwort auf einen andere Kommentator auf Magic Universe gesagt habe und mich nicht wiederholen muss. An dieser Stelle daher nur zwei Dinge:

    1. „Anders ist das für MU an sich. Diese müssen für sich entscheiden, ob die Werbung und die dadurch einhergehenden (möglicherweise) höheren Einnahmen die Kosten des Artikelprogramms rechtfertigen.“

    Glücklicherweise müssen sie das (noch?) NICHT – denn wenn sie es täten, wäre das Artikelprogramm ruckzuck futsch. Ich kenne die MU-Artikelklickzahlen seit Anbeginn der Zeit; und ich kenne mein Budget und das der beiden vorigen Redaktions-Inkarnationen, und ich kann Dir versichern, dass der Shop diesen Zusammenhang zuallermindest sehr wohlwollend interpretiert hat! MU BRAUCHT dieses Artikelprogamm nicht und WILL es auch nicht unbedingt, aber der Shop ist BEREIT es zu finanzieren, so lange das wirtschaftlich nicht ZU unvernünftig ist.

    2. Deine Idee, das marktwirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage (das selbst in der Marktwirtschaft nicht wirklich funktioniert) auf die Hobby-Szene zu übertragen, die zu 95% von Engagement lebt, ist grundlegend falsch. Das Leben besteht NICHT nur als Märkten.

  • SDF:

    tl dr. pischer verwaltet seit Jahren nur sein ego und seine draftskills. das ist es einfach nicht wert. erst geht er, weil zuviel gemeckert wird. da fehlt es ihm und er kommt wieder, nur um zu diskutieren. dieser blog mag recht haben, er ist jedoch genau das, was pischner und seine neurosen brauchen – gut gemacht, schon deshalb werde ich mich nie bei MU registrieren.

  • Ich habe das alles gelesen: den Beitrag von schizzo1985 (der leider vor Fehlern nur so strotzt), alle Kommentare über mir, die Initialzündung auf MU (vorher schon), die Kommentare dort, und schließlich auch noch den Folgeartikel auf MU. Eigentlich wollte ich mit diesem Kommentar nur zum Ausdruck bringen, dass ich schizzo1985 in jedem einzelnen Punkt zustimme, und dass das, was SDF in seinem kurzen Kommentar ergänzt hat, es auch aus meiner Sicht gut zusammenfasst.

    Aber dann kam eben dieser Folgeartikel auf MU dazwischen, den ich als absolute Frechheit auffasse. Statt sich die Kritik zu Herzen zu nehmen und zu versuchen, wenigstens ein paar Punkte zu verbessern, wird so gut wie alles gegen jegliche Kritik verteidigt. Andreas Pischner ist mir in all den Jahren immer wieder mal unangenehm aufgefallen, aber das war für mich der Gipfel der Unverschämtheit.

    Ein Mensch wie er sollte, wenn überhaupt, sein Ego wieder in einem eigenen Blog ausleben, ob in Deutsch oder Englisch ist wurscht, weil ich dort wohl nur reinschauen würde, wenn ich mich amüsieren oder über etwas den Kopf schütteln wollte. An der Schnittstelle zu potenziellen Kunden eines Unternehmens ist er hingegen ganz offensichtlich nicht zu gebrauchen. Ehrlich, wenn ich MU wäre, wäre der Beitrag für mich ein Trennungsgrund gewesen. Kunden beschimpfen geht irgendwie gar nicht.

    (Ja, die letzten beiden Absätze hätten eher als Kommentar auf MU gehört, aber ihr wisst schon, Registrierung, Einstiegshürde, usw.)

  • Manu:

    Ich glaube, dass ihr euch beide einmal intensiver mit Themen wie USPs und (ja, das hört sich jetzt hochtrabender an, als es eigentlich ist) Marketing-Basics auseinandersetzen solltet.
    Natürlcih entscheidet einzig und allein die Qualität darüber, ob der Leser zu euch kommt.Qualität hat viele Aspekte, wenn es um Magic im speziellen geht. Einer davon ist mit Sicherheit der Unterhaltungswert. Ich persönlich bin ein großer Fan der Beiträge von Frank Lepore und Conley Woods. Sind sie die besten Spieler? Nein. Sind sie außergewöhnlich im allgemeinen Video-Wust des Internets? Definitiv.

    Sie haben es verstanden, sich ihre „Lücke“ zu erschließen. Nur so geht es. Und Zeromant: Deine Beiträge sind auch deshalb weniger frequentiert als du es gerne hättest, weil sie oft unfassbar langweilig udn langatmig sind. Das Internet funktionier so nicht. Achtet mal auf eure eigene Internetnutzung und die eurer Bekannten. Da kann man viel lernen. Nur so als Tipp…
    Grüße

  • schizzo1985:

    „den Beitrag von schizzo1985 (der leider vor Fehlern nur so strotzt)“

    Meinst du inhaltliche Fehler? Dann bitte erläutern.

    Sollt Grammatik und Rechtschreibung gemeint sein, entschuldige ich mich vielmals.

  • Dieser Blog ist übrigens ein wunderbares Beispiel dafür, wie Blogs und Foren sich ihre eigenen Nischenpublikums mit Konsenskulturen schaffen; und wie aggressiv man sich darin gebärdet, wenn jemand diesen Konsens mit abweichenden Ansichten zu stören wagt. Leider auch wieder einmal dafür, wie man Dinge lesen kann (oder es zumindest behauptet) ohne sie zu verstehen. Vor allem aber dafür, dass manche Leute jede Gelegenheit nutzen, auf mich einzuschlagen, selbst wenn sie damit zu mindestens 95% das Thema verfehlen.

    Highlights Eurer Kommentare:

    Ich „beschimpfe Kunden“, wenn ich Leuten vorwerfe, dass sie mitlesen, ohne sich wenigstens zum Kommentieren zu registrieren… Oh ja, die finanziellen Verluste für MU, wenn Ihr auch weiterhin keinen Cent dort ausgebt, werden gewiss enorm sein! (Es gibt übrigens einen Begriff, den WotC gelegentlich für die Local Game Store Szene verwendet: „toxic player base“. Er bezeichnet Anspruchsdenken ohne überhaupt Geld in einem Store auszugeben, bei gleichzeitig aktiv den Laden schädigendem Verhalten. Faszinierend, nicht wahr?)

    Meine Beiträge sind „nicht so stark frequentiert, wie ich es gerne hätte“… na klar, meine Beiträge gehören nicht etwa zu den mit Abstand meistfrequentierten der Seite! Wenn es nur um Besucherfrequenzen ginge, würde ich einfach mein Blog auf MU verlagern und das kostspielige Artikelprogramm einstellen, und die Seite würde davon unterm Strich profitieren. Darum geht es aber nicht – dem Shop nicht, und mir schon gar nicht. Worum es eigentlich geht, werdet Ihr aber wohl nie verstehen, wenn Ihr es bis jetzt nicht verstanden habt. Trotzdem noch einmal zwei Tipps:

    1. Es geht ganz bestimmt nicht um mich.

    2. Es geht auch nicht um den Shop.

    So, und jetzt zerreißt Euch ruhig weiter das Maul über den Typen, der es wagt, Euch nicht zu Munde zu reden…

  • @schizzo1985: Nein, nur Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik. Man sollte sich immer die Zeit nehmen, einen Beitrag vor Veröffentlichung glattzubügeln, denn so sieht es so dahingeschludert aus.

    @Zeromant: Ich habe keine andere Reaktion von dir erwartet. Trotzdem auch für dich ein paar Tipps zum Thema Beschimpfen:

    „Ihr geht nämlich offenbar weiterhin immer noch von völlig falschen Voraussetzungen aus!“ — Abgesehen von der unnötigen Anhäufung von „nämlich“, „offenbar“, „weiterhin“ und „immer noch“ und der gewohnheitsmäßigen Steigerung von „falsch“ zu „völlig falsch“ ist das das typische Bild „Andi gegen den Rest der Welt“ — wohl aber noch keine wirkliche Beschimpfung. Ebenso dies hier: „Niemand hier schuldet Euch etwas“, „Worauf Ihr hingegen kein Anrecht habt“ — Vorwärtsverteidigung; unnötig noch dazu, denn niemand hat das behauptet.

    Aber das hier: „Ihr seid verwöhnt!“, „Ihr seid undankbar!“, „Faulheit oder einer überzogenen Erwartungshaltung“ braucht wohl keine weitere Erklärung, denke ich.

    Ich weiß, dass du gerne provozierst, um Reaktionen hervorzurufen, und es gelingt dir ja auch immer wieder. Du freust dich darüber und klopfst dir auf die Schulter. Wir schließen daraus auf deine Person, was dich aber nicht weiter juckt. Du weißt, dass du Recht hast und wir dumm sind. Manche von uns amüsieren sich darüber, andere schütteln den Kopf, und einigen wenigen tust du womöglich sogar leid. So war es immer, so wird es immer sein.

  • Manu:

    @Mario: Besser als mit deinem letzten Absatz kann man es nicht ausdrücken!

  • SDF:

    hmm. also es kommt Kritk von zwei Autoren kostenloser communityseiten? Pischner? get it? und bitte nenn die schweigende Mehrheit von Spielern und Lesern nicht toxicplayerbase. Dazu fehlt dir das Recht. Hier schädigt niemand. Sie haben nur einfach keine Lust auf dich.

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