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Schizzomania: 17) 2010.03.31 – I love Legacy

2010-03-31 19:42:55
I love Legacy

Was ist los mit der Magic Community? Was ist los mit der Legacy Community?
Letztes Jahr wurde MTGBlogs noch von Legacy Blogs überrannt, maff1n, Oetzie und viele Anderen haben regelmäßig mit mehr oder weniger interessanten Inhalten begeistert.
Doch seit Dezember herrscht völlige tote Hose. Dabei waren die letzten Monate der beste Zeitraum, den man sich nur vorstellen konnte. Legacy Event in Hanau, Legacy Grand Prix in Madrid. Was will man mehr?
Legacy Karten schießen preislich in die Höhe. Events werden immer besser besucht. Selbst der eine oder andere Pro äußert sich zum Format. Aber wo sind die Nerds, die Legacy groß gemacht haben?
Wo sind die Fun-Spieler, die Legacy eben deshalb so gerne spielen, weil man hier viel mehr ausprobieren kann und der durchschnittliche Spieler nicht so verbissen ist.

Ist es Furcht? Angst, jetzt, wo Legacy im Blicklicht steht, durch eigene Ideen und Erlebnisse als Versager dazustehen? Oder fühlt man sich auf einmal nicht mehr heimisch, da es ja jetzt ernsthafter zugeht?
Oder ist es einfach so wie bei mir, dass die Zeit fehlte? Ich muss ehrlich sagen, mir fehlen die Legacy Blogs. Langsam nervt es einfach, nur noch über Jund zu lesen. Auch wenn viele Kommentare immer in die Richtung gingen, wie belanglos der Report eines Legacy 3-2 doch wäre, wenn so etwas gut geschrieben ist, kann man viel daraus lernen.

Doch wie kann man etwas verlangen, das man nicht bereit ist selbst zu geben? Und da ich ständig darauf angeschrieben werde, warum mein Blog nicht mehr benutzt werde, nutze ich meine Urlaubstage nun um die letzten 4 Monate Revue passieren zu lassen.

Anfangen möchte ich mit dem Großevent in Hanau. Als passionierter aber inaktiver Casualspieler habe ich vorher nie ein so großes Turnier besucht. Dabei ist es noch vergleichsweise winzig, wenn man sich die Zahlen eines Grand Prix betrachtet. Für mich war vorher schon klar, dass dort eine Menge Combo rumrennen würde, in Form von ANT und Ichorid. Außerdem habe ich auch mit einer Menge Bant und Canadien gerechnet, wodurch die meiner Meinung nach beste Deckwahl ein solides Meerfolk gewesen wäre. Dennoch habe ich mich lieber für mein Pet Deck MSB-Elfen entschieden, da ich dieses im Schlaf beherrsche und ich keine Ahnung hatte, wie mein Körper auf ein so langes Event reagieren würde. Also lieber ein Deck nehmen, dass nicht zu anstrengend ist. Außerdem kann man einfach den Plan verfolgen, die Combo Matchups links liegen zu lassen. Guter Plan, schlechte Ausführung.
Mein Ergebnis war mit einem 4-5 dann sehr durchschnittlich. Wobei die Matchups meine vorigen Thesen bestätigten.
2 loss gegen Ant, 2 loss gegen Ichorid, 1 loss gegen ein schwarzes Kaputtmach.deck mit Braids, Seuchen und co.
1 Win gegen Survival-bant, 1 Win gegen Countertop-Bant, 1 Win gegen Survival-Rock und 1 Win gegen Countertop-Control.
Allgemein war das Meta des Events sehr eigenartig, insbesondere wenn man sich dann die Top8 Listen angeschaut hat, die in keinster Weise das Meta darstellen konnten. Und dann gewinnt mit Dream Halls auch noch das absolute Überraschungsdeck, das vorher wirklich niemand auf der Rechnung hatte und jetzt, ein paar Monate später, schon wieder so gut wie verschwunden ist.

Ich persönlich fand die Erfahrung Hanau brauchbar. Ich weiß jetzt, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht überzeugen kann. Der Aufwand – sehr früh aufstehen, weit fahren, hohes Startgeld, viele Stunden spielen, stickige Halle, Kopfschmerzen, nochmal viele Stunden fahren, sehr spät Nachts zu Hause ankommen – ist absolut nicht lohnend, da der Spielspass in keinster Weise ansteigt. Insofern fand ich es interessant, werde soetwas aber sicherlich nicht häufiger machen. In gewisser Weise habe ich dadurch auch mehr Respekt vor den Pro-Spielern, die von Event zu event gurken und sich so etwas immer 2-3 tägig antun. Das ist dann wirklich kaum mehr Spass zu nennen, sondern wirklich Arbeit.

Die letzten 3 Monate habe ich mich also wieder auf meine Basis besonnen. Haufen spielen. Und das hab ich dann auch wesentlich besser drauf. Hier mal meine Ergebnisse:
6 Platz, 21 Platz, 6 Platz, 7 Platz, 8 Platz, 4 Platz, 1 Platz, 13 Platz, 2 Platz, 3 Platz, 2 Platz, 1 Platz.
Natürlich haben die Zahlen keine große Aussagekraft im Vakuum. Ich erkenne aber an meiner Spielweise und den Ergebnissen, dass ich in den letzten Monaten wesentlich besser geworden bin.
Weniger Fehler ist das Eine, aber dem Gegner immer einen Schritt vorraus sein, ist das Andere.

Mal ein simples Beispiel. Ich bin on the Draw und spiele einen Brainstorm im EOT des gegnerischen 2ten Zuges. In meinem Zug spiele ich eine Counterbalance und decke dann den Rhox War Monk auf, als der Gegner in seinem Zug einen Krosan Grip auf die Balance spielt. Letztes Jahr wäre mir soetwas noch nicht eingefallen und ich hätte etwas mit 2 oben gelassen, um Tarmogoyf oder ähnliches countern zu können. Mittlerweile kann ich meine Gegner gut genug lesen um so etwas vorauszuahnen. Das ist natürlich nur eine Kleinigkeit, die für viele selbstverständlich ist, aber oftmals kann so etwas über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Mit der Zeit bekommt man dann auch das gewisse Selbstvertrauen, wird lockerer und kann Entscheidungen sicherer fällen. Was besonderes gegen Decks wie ANT notwendig ist. Wenn man seine Starthand anschaut und überlebt, ob man einen Mulligan nehmen soll, ist das für den Gegner schon Signal genug, dass er nicht viel Gegenwehr fürchten muss. Countert man das Silence mit Spell Pierce, wird der Gegner trotzdem abgehen, wenn man vorher lange über einen Mulligan nachgedacht hat. Keept man sofort, rechnet der Gegner noch mit einer zusätzlichen Force und wird nicht abgehen, sodass man Zeit hat, die Force wirklich zu finden.
Gerade in solchen Spielen ist Körpersprache einfach immens wichtig. Wie beim Pokern spielt man nicht unbedingt mit Karten, sondern mit Gegnern.
Dann macht man auch mal so absurde Sachen, wie den Goblin Lackey angreifen zu lassen, obwohl man Swords in der Hand hat. Und wenn der Gegner das Feld dann voll rotzt, spielt man in Zug 3 das Firespout und hat 1 Lebenspunkt gegen mehrere mehrere Kreaturen getauscht. Natürlich kann so ein „pokern“ auch schief gehen, aber der Vorteil den man in mehreren Begegnungen erlangt, ist das eine Spiel wert, in dem man daneben liegt.

Mittlerweile bin ich ja schon fast für meine Haufen bekannt. Decks anders zu spielen als die Meisten, aber trotzdem erfolgreich zu sein. Sind das jetzt Metaanpassungen? Verschlimmbesserungen? Oder doch der Haufen, für den man das Deck hält? Christian sagt immer, ich bau Decks, die nur ich erfolgreich spielen kann. Jetzt hat er am Samstag mal das gleiche Experiment gewagt und selbst ein Deck gebaut und war mit seinem Cruel Control Deck, feat Nicol Bolas Planeswalker, auch direkt in den Top4 vertreten. Für mich ein Beweis, dass in Legacy vieles möglich ist, solange man sich mit seinem Deck und den Karten auseinander setzt. Wenn man weiß, was die Stärken und Schwächen sind, weiß man auch, wie man spielen muss. Viel zu viele Leute klauen sich einfach Decks aus dem Internet, bauen sie 1 zu 1 nach und wundern sich dann, warum sie keine Spiele gewinnen. Gerade wenn man ein Control Deck spielen möchte, kommt noch hinzu, dass man nicht nur das eigene Deck, sondern auch die Gegnerischen kennen muss, um die Schlüsselsprüche identifizieren zu können. Man kann nun mal nicht alles Countern, auch wenn Counter-Hasser das gefühlt immer anders erleben, daher muss man sich auf die Sprüche konzentrieren, die tatsächlich einen spielbeeinflussenden Effekt haben. Das sind natürlich keine neuen Weisheiten und wurden schon dutzende Male durchgekaut, aber man kann es nicht oft genug erwähnen.

Auch hat sich mein Spielstil mittlerweile ein wenig verändert. Ich spiele zwar nach wie vor gerne Aggro Decks, aber mit denen muss man sich Combo Decks fast zwangsläufig ergeben. Und da Combos nicht mehr nur so aussehen wie ANT, sondern mal eben durch Retainer und Iona mit 2 Karten in jegliches Survival integriert werden können, hat sich das Format in letzter Zeit einfach zu sehr in eine Richtung entwickelt, in der reinrassige Aggro Decks und Monofarbige Decks sehr deprimieren können. Der Wegfall von Monodecks spielt dann Canadien und Team America in die Hände, Landstill und MUC ist beinahe tot und schon ist das Legacy Meta ganz anders als noch vor einem Jahr. Eine Aussage, die viele wahrscheinlich nicht unterstützen werden. Gerade die letzten Wochen haben Legacy sehr in den Mittelpunkt gerückt, sodass viel darübe diskutiert worden ist, ob Legacy überhaupt ein nachvollziehbares Meta hat. Pros mögen Legacy nicht, weil es unberechenbar ist und so viele Optionen gibt, dass man mit vielen verschiedenen Decks erfolgreich sein kann. Genau das ist es aber, was typische Legacy Spieler an dem Format so toll finden.
Als dann Madrid von einem Reanimator Deck gewonnen worden ist, dass vorher so gut wie Niemand auf der Rechnung hatte, fing der Spuk erst an. Die einen schimpfen, die anderen jubeln und die dritten verstehen es den Erfolg richtig einzuordnen. Genau wie im Januar Dream Halls. Wobei dieses bei weitem nicht so Konsistent ist wie Reanimator.

Ich für meinen Teil bin jetzt an einem Punkt angekommen, an dem ich lieber flexible Decks spiele, die auf möglichst Alles eine Antwort haben sollen. Ob die Antwort nun so aussieht, dass die Bedrohung niemals das Battlefield betritt, oder ob man es entfernt, nachdem es dieses betreten hat, spielt dabei keine so große Rolle.

Daher spiele ich momentan sehr gerne Supreme Blue, ein Deck mit vielen recht ausgeglichenen Matchups. Damit es eine „Schizzo-Haufen“ ist, muss natürlich auch ein gewisser Haufen Anteil ins Deck, der für mich durch die Trinket Mage Toolbox erfüllt wird. Durch die Toolbox kriegt man in fast jeder Situation gegen fast jedes Deck genau die Karten, die einem das Spiel gewinnen können.
Meine momentane Liste sieht in etwa so aus: Supreme Trinket

Die aktuellste Veränderung ist die Addition der Super Anti-Reanimator Tech: Zapfenstreich
Es ist einfach nur super lustig, wenn der Gegner Inkwell Leviathan reanimiert, anfängt zu jubeln und man dann mit den Worten „Jetzt ist aber mal Zapfenstreich!“ die Karte auf den Tisch knallt, der Gegner sie durchliest und dann anfängt zu seufzen. Nebenbei funktioniert das auch wunderbar mit Progenitus und zukünftigen Eldrazi-Spacken.

Für diese Eldrazi Spacken habe ich ja keinerlei Verständnis. Die sind so teuer, dass man die beim draften niemals spielen kann, außer man kommt auf die Idee, ein 25 Länder, 10 Defender, 5 Eldrazi-Spacken Deck zu bauen. Denn das gewinnt gegen das 15 Land, 25 Levler Deck, das Turn 1 einen kleinen Mongo legt und dann 6 Züge lang über 12 Mana reinpumpt, damit der Mongo endlich was kann. Weil genau in dem Moment, wo der Mongo auf sein drittes Level kommt, kann man dann doch den Eldrazi-Spacken auspacken.
Noch nie gab es eine Edition mit soviele Karten, die entweder vollständig unspielbar sind oder total überzogen. Die Karten schreien nahezu nach Combo. Warum sonst haben sie nicht den Progenitus-ersatz Effekt wenn sie im Friedhof landen, sondern einen Trigger auf den man reagieren kann? Schon jetzt wird daran gearbeitet, ob man die Spacken mit der Mooswurz-Brücke ins Spiel „Gespielt-Schummelt“ kriegt.
Story technisch und vom Flavour sind sie ja durchaus gelungen, aber spieltechnisch einfach der aller größte Dreck.
Ich warte nur auf den Moment, in dem Emrakul, the Aeons Torndas fliegende Spaghetti Monster mich zu Klump haut.

Doch zurück vom fetten Haufen zu Haufen-Decks. Gegipfelt hat sich dies vor einiger Zeit in diesem Ungetüm.
Intuition und Gifts Ungiven schreien schließlich danach einen Alleskönner zu bauen. Und wenn der Gegner einem 3 mal Progenitus hinklatscht und trotzdem nicht gewinnen kann, weil er Progenitus zum blocken braucht, weil man einen 12/12 Knight of the Reliquary hat, nachdem man bereits Wrath und Damnation benutzt hat, dann ist die Spielsituation einfach zu lustig.
Wobei die meiste Action gab es gegen Aggro Loam.
Er beginnt mit Mox (discard land), Land, go.
Ich lege auch Land und sage go. Er also EOT Entomb auf Loam. Ich discarde Faerie Macabre um Loam zu entfernen. Er macht weiterhin EOT noch mal Entomb auf Loam. Ich habe Ravenous Trap.
Das sind dann Spielzüge, die einfach in Erinnerung bleiben, da man so etwas nicht häufig sieht. Das ist der klare Vorteil von Legacy. Nur hier sind richtig kranke Spielzüge überhaupt möglich.

Und weil es bei mir gerade so gut lief, wollte ich ein nahezu totes Deck wiederbeleben. MUC. Und da MUC nicht unbedingt wörtlich zu nehmen ist, kam folgende Liste bei raus, die leider am heutigen Tag noch nicht bei Deckcheck eingegangen ist: NQMUC
Ein Deck, das den Spass beim spielen vor allen Dingen daraus zieht, dass die Gegner einen entnervt anschauen und meckern, wie man soetwas nur spielen kann.
Insofern finde ich das Deck durch aus kompetetiv, aber nicht unbedingt was für mich Harmoniebedürftigen. Und das Sideboard Blood Moon hat mehr Spiele gewonnen als man denkt. 😉 Hätte ich nicht traurigerweise ein doofes Spiel gegen den First Turn Nimble Mongoose verloren, in dem der Gegner auf Grund meines Blood Moons 15 Runden lang nichts tut außer den Mongoose zum angreifen zu tappen und ich 3 Ponder und 3 Brainstorm spiele ohne eine Lösung zu finden, könnte ich nun auch von einer Top Plazierung berichten. Aber auch so etwas passiert halt einmal.

Das Glück kehrte dann diesen Samstag zurück, als ich gegen Marc (er möge mir verzeihen) 5 seiner 7 Sprüche mit einer blinden Counterbalance countere. Und das nicht irgendwie, sondern mit ziemlich lächerlichen Aktionen. Er EOT Brainstrom, ich Deck auf: gecountert. Er in seinem Zug Painter’s Servant, ich fetche in Response auf ein Land, er hebt ab und deckt auf: gecountert. Das war mir beinahe peinlich.
Ich weiß noch, wie ich nun vor fast 2 Jahren angefangen habe Merfolk im Legacy zu spielen, aus Budget Gründen ohne Force, Stifle, Standstill und co. Zu einem Zeitpunkt, als Merfolk auch noch gar nicht so sehr vertreten war. Ich hatte damals mit CounterTop gespielt, da die Manakurve förmlich dazu einlud und habe viele durchschnittliche Ergebnisse eingefahren. Einerseits wegen des Decks, andererseits wegen meiner Spielfehler und vor allen Dingen, weil ich zu oft gegen Goblins spielen musste. Irgendwann habe ich deshalb noch Weiß reingesplasht, zu der Zeit, als Merfolk dann groß im Aufwind war. Also hab ich das Deck zur Seite gelegt, weil ich keine Lust hatte immer die gleichen Sprüche zu hören, wie mies meine Liste doch sei. Merfolk muss man Mono U spielen mit Standstill, Manlands, Wasteland und Stifle und blabla.
Nun ist seit dem einiges an Zeit vergangen und ich hatte mir gedacht, es wäre mal ein Comeback drinn. Einfach um zu beweisen, Merfolk mit W funktioniert. Merfolk mit Countertop ebenfalls. Und wenn man beides benutzt, ist das Deck sogar richtig gut.
Gut, gegen das Painter Deck war dann doch einiges Glück dabei, aber wenn man 5-0 (10-1) geht, dann hat man wohl etwas richtig gemacht.
Schließlich ist Zoo/Goyfsligh seit jeher das miese MU von Merfolk, da die eigenen Lords abgeschossen werden, während der Gegner mit Tarmogoyf und Nacatle Druck aufbaut. Mit Counter Top sieht das dann auf einmal gar nicht mehr so mies aus.
Hier mal meine Liste: Merfolk-Haufen
Ich höre schon die Fragezeichen aufploppen. In erster Linie war das Deck als Anti-Combo Deck gedacht und so sieht auch das Sideboard aus. Leider hatte ich nicht das vergnügen am Samstag gegen Combo zu spielen, sodass ich fast immer zwischen 0-4 Karten geboardet habe und trotz der Tatsache, dass ich nur einen Würfelwurf gewonnen habe, hatte ich nie wirkliche Probleme. Die Wanderwine Hub finde ich übrigens sehr stark, nicht zuletzt weil sie auch dann enttappen, wenn der Gegner ein Choke gespielt hat.

Momentan wirft man mir vor, ich kann jeden Haufen spielen, ich würde trotzdem erfolgreich sein. Ich sehe das als Kompliment. 😉
Dabei sehe ich die Decks nie als Haufen, sondern habe für jede einzelne Karte meine Begründung. Und ich kann mir damit selbst beweisen, dass es in Legacy nicht notwendig ist Decks geistlos zu kopieren. Wenn man sein eigenes Gehirn bemüht, hat man viel mehr davon. Alles ist möglich. Ok, nicht Alles, aber Vieles!

Abschließend möchte ich mich dann bei einer Reihe von Leuten bedanken, deren Fortschritte und Erfolge der letzten Monate mich genauso erfreuen, wie die meinen.
Andreas, Christian, Christian, Dirk, Max, Martin und eigentlich alle regelmäßigen Spieler in der Leverkusener Bäckerei Müller. Nur durch euch haben wir Woche für Woche viel Spass in einer entspannten Atmosphäre in der coolsten Location überhaupt. Und wenn der Zufluss an neuen Spielern so weiter geht, sind wir bald an einem Punkt angekommen, an dem wir die Registrierung stoppen müssen. 😉

So, ich hoffe ich habe euch nun genug mit meinen Uninteressanten Geschichten gelangweilt. Ich habe zwar für jedes einzelne Event Notizen und könnte daher ein dutzend Turnierberichte schreiben, aber das muss ja nun auch nicht sein. Dafür gibt es ja euch. Auf auf Legacy Community. Ich will wieder mehr von dir lesen! Traut euch eigene Ideen auszuprobieren. Seid mutig. Berichtet eure Turniere, auch wenn ihr nicht ganz oben landet. Durch Fehler lernt man, sammelt Erfahrungen und spürt mit der Zeit, dass man sich verbessert. Mehr Legacy braucht das Land!

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