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It’s Evolution

Hello again, liebe Constructed-Freunde!

Vor rund zwei Wochen fand das FNM Double Feature statt, von dem ich bereits teilweise berichtet habe. Heute folgt ein Resümee zu meinem Standard Deck und ich erkläre, wie ich es im Angesicht des aktuellen Metagames entwickelt habe. Standard ist und bleibt mein Lieblingsformat, weshalb ich auch froh bin, dass ich an den letzten beiden FNMs und dem Game Day Khans of Tarkir teilnehmen konnte. Etwas detaillierter kann ich nur über die Matches am Game Day berichten, da ich mir keine Notizen gemacht habe und die Erinnerung an den Game Day noch am frischesten ist. Daher werde ich zu den zwei FNMs davor eher auf die gespielten Match-Ups eingehen. Falls ich bei den Match-Berichten irgendwelche Tatsachen verdrehe, bitte melden!

Das Standard-Turnier des Double Features am 3.10.2014

Ich habe ja im Vorfeld schon einige Brews vorgestellt und mich dann ziemlich eindeutig für GR Monsters entschieden. Das hatte mehrere Gründe:

  • DRACHEN!! okok, ich meinte natürlich ernsthafte Gründe:
  • Stabile Manabasis: Da GR Monsters im Gegensatz zu vielen aktuellen Kreationen nur zwei Farben beinhaltet, und wir in Wooded Foothills sogar ein on-colour Fetchland nutzen können, wäre eine noch bessere Manabasis nur in einfarbigen Decks möglich.
  • Solides early game: Sylvan Caryatid und Courser of Kruphix helfen uns, gegen Aggro zu stabilisieren. Außerdem dienen Elvish Mystic und Caryatid zum Beschleunigen von 1 auf 3 bzw. von 2 auf 4 Mana.
  • Hohe Dichte an Bedrohungen: Lässt man die Mana-Beschleuniger außer Acht, hält man mit GR Monsters ein Deck in den Händen, bei dem jeder nicht-Land Top-Deck unser Gegenüber weiter in Bedrängung bringt. Zwischen verschiedensten Planeswalkern und hastigen Drachen greifen wir den Gegner darüber hinaus aus unterschiedlichen Richtungen an.

Das Deck:

Ich war fast zufrieden mit der Liste, die ich vor ein paar Wochen vorgestellt habe. Boon Satyr hat mich jedoch nicht beeindruckt. Was gefehlt hat, war eine Kreatur, die weniger als 3 Mana kostet und den Gegner unter Druck setzt, falls ich mal keine Mana-Beschleuniger parat habe, oder diese vom Gegner beseitigt werden. Heir of the Wilds war Rettung in letzter Sekunde! Er kann sorglos durch Caryatide und Courser preschen und macht sogar einen Schaden mehr, wenn wir einen Fattie liegen haben. Inzwischen gibt es Heir sogar als Promo! Perfekt! Das Sideboard ist bis auf eine Karte recht selbst erklärend. Barrage of Boulders ist meine Antwort auf Hornet Queen und ein Mittel, um gegen andere Midrange Decks einen Board-Stall zu lösen.

Die Match-Ups:

Runde 1: Adrian mit Esper Control 1-2
Monsters gegen Control. Ein Match-Up, das ich schon sehr oft genießen durfte. (ich weiß nicht einmal mehr, ob ich „genießen“ hier ironisch meine) Gegen Control gibt es eine Grundregel zu befolgen: nicht zuviel auf’s Board schmeißen. Spiele wie gegen Esper sind für mich ein Drahtseilakt zwischen genügend Druck ausüben und nicht in den Wrath reinspielen. Control ist zwar durch den Verlust von Sphinx’s Revelation und Supreme Verdict ziemlich abgeklatscht worden. Die Kombination aus Thoughtseize, Spot Removal, Countern und Wraths in Form von End Hostilities funktioniert aber noch immer. Gegen Midrange wirkt außerdem Ashiok, Nightmare Weaver wahre Wunder. Da ich weder Hero’s Downfall, noch Thoughtseize zur Hand habe, muss ich auf Ashiok einprügeln, um zu verhindern, dass dieser mir meine eigenen Courser of Kruphix oder Polukranos, World Eater in den Weg stellt. Das gibt dem Control-Spieler Zeit, mit meinen Bedrohungen fertig zu werden und über Dig Through Time die Kontrolle zu erlangen. Der Schlüssel zum Erfolg ist also, über möglichst eine einzelne Bedrohung früh Druck aufzubauen, diese(n) Kreatur/Planeswalker zu beschützen oder – bei plötzlichem Ableben meiner Bedrohung – sofort etwas nachzulegen.

Runde 2: Phil mit Gb Devotion 2-1
Für Midrange-Liebhaber wie mich ist Gx Devotion inzwischen ein bescheidenes Match-Up. Wenn der Devotion-Spieler den richtigen Mix aus Ramp und Fatties zieht, kann er schneller, größere Kreaturen als ich legen. Der kürzlich angezogene Hornet Queen – Hype tötet dann auch die letzte Hoffnung in mir, meinem Gegner jemals direkten Schaden zuzufügen. Polukranossi und Stormbreath Dagons sterben alle jämmerlich an einem Bienenstich. Sämtliche Devotion-Decks haben jedoch mit dem „wrong half of the deck“-Syndrom zu kämpfen. Ziehen Sie nichts außer ihrer 12 Beschleunigungs-Kreaturen, lache ich mir ins Fäustchen!

Runde 3: Franziska mit GB Midrange 2-0
Keine Devotion-Liste und auch sonst kein typisches Deck, jedoch muss ich mich auch hier beeilen, die gegnerischen Lebenspunkte zu reduzieren, bevor Garruk, Apex Predator oder Nissa, Worldwaker die Party sprengen.

Runde 4: Raimund mit Sultai Delve/Sidisi Whip 0-2
Ähnlich wie Gx Devotion ein kleines Angst-Match-Up für mich. Noch dazu beherrscht Raimund das Deck mit tödlicher Präzision. Die Mechanik Bestow lässt mich via Herald of Torment und Nighthowler alt aussehen. Die schlimmste Karte ist in diesem Deck für mich aber Whip of Erebos. Den Lifegain kann ich meist nicht racen während mich die wiederholbare Reanimation gepflegt aus-grindet. Kombiniert mit Brain Maggot für frühe Hand-Disruption und oft auch Hornet Queen für späteres Kopfzerbrechen, ist dieses Deck eine starke Wahl für ein Metagame voller Midrange Decks.

Zwischenstopp

Dieses FNM besaß leider zu wenig Aussagekraft, um bahnbrechende Veränderungen an meinem Deck vorzunehmen. Andererseits stand zwei Wochen darauf ein Standard-FNM UND ein Game Day an. Erfahrungsgemäß ist jeder scharf auf die Spielmatte des Game Days (Spoiler: ich bin wieder knapp vorbei geschrammt), weswegen ich mit einer höheren Dichte an Top-Decks und fein-säuberlich gebastelten Eigenkreationen rechne. Was sind also die „Decks to Beat“ nach der Pro Tour? Obwohl die Top 8 der Pro Tour Hawaii mit einem Control Deck, zwei Midrange Decks, drei Aggro Decks und einem Combo Deck (!) so divers wie noch nie war, gibt es Decks, auf die man auf jeden Fall vorbereitet sein muss:

  • Jeskai Fireworks: Ein Deck, das mit Seeker of the Way into Goblin Rabblemaster zuweilen sehr aggressiv ist, aber auch mal drei Runden lang mit Scry-Lands rum-durdeln kann. Um zu überleben, brauchen wir Antworten auf die frühen Kreaturen und einen Plan gegen den Burn im späteren Spielverlauf.
  • Abzan Midrange aka „Removal und Rhinos“: Thoughtseize kann man im aktuellen Format schlecht beantworten (außer durch Redundanz im eigenen Deck), für die ganzen Siege Rhinos und Planeswalker sollte man allerdings einen Plan haben.
  • UWx-Control, nein… UBx..? UB? Control hat sich nun – wie bei jeder Rotation – mental wieder gesammelt und taucht auf als… Blau-Schwarze Version! Klar, via Perilous Vault, Pearl Lake Ancient und Jace’s Ingenuity bzw. Dig Through Time im Endstep des Gegners zu spielen macht Spaß, aber ich halte dieses Deck aufgrund der fragwürdigen Balance von Spot Removal und Sweepern und aufgrund der Qualität seiner Sweeper (Vault und Aetherspouts) für eine Metagame-Choice für die Pro Tour. Kann aber auch sein, dass ich mich täusche und dieses Deck in Honolulu nicht nur over-performed hat.
  • Jeskai Ascendancy Combo: Was soll man dazu sagen? Nach langer, langer Zeit existiert ein Combo-Deck in Standard und platziert auch noch einen Spieler in die Pro Tour Top 8. Aufgrund der vielen Karten, die man während der Combo zieht, sollte es niemanden überraschen, dass auch Luis Scott-Vargas Ascendency gezockt hat. Hat der Gegner eine Möglichkeit, die Mana-Kreaturen abzustellen, scheint dieses Deck aber zu fizzeln. Dem Combo-Spieler Flood oder Screw für ihn und drei nachfolgende Generationen zu wünschen, funktioniert zwischendurch aber auch. (Just kidding)
    By the way: Top 8-Mitstreiter Lee Shi Tian versuchte mit einem originellen Decknamen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf gewisse, ernste Ereignisse zu ziehen, hier in aller Ausführlichkeit nachzulesen.
  • Goblin Rabblemaster im Allgemeinen: kein Deck, aber dennoch… Ob in Mono-Rot Sligh, Mardu Midrange, Temur Aggro oder Jeskai Fireworks, der hibbelige Goblin lauert im Moment überall, weshalb man generell darauf eingestellt sein sollte – billiges Removal oder effiziente Kreaturen, gepaart mit etwas Lifegain sind nur zwei der Möglichkeiten.

Pro Tour vorbei, T2 und Game Day stehen an, was tun!?

Eine gewisse Zeit lang dachte ich, ich müsste vernünftig sein und ein zweifarbiges Deck spielen… aber wisst ihr was? Drauf geschissen!

Savage Knuckleblade - MtG Artwork

Statt langweilige Änderungen an meiner GR-Liste durchzuführen, fing ich an, Savage Knuckleblade zu testen. Bei den Star City Games Turnieren am Anfang der Saison und den TCG Player Turnieren danach waren bereits einige Temur-Listen am Start. Allgemein anerkannte starke Karten, die aber bisher nicht ausreichend Feature-Match-Licht genießen konnten, sind besagter Yeti/Oger (?), Temur Charm und Stubborn Denial. Die Shell habe ich bereits zur Hand, wie könnte also ein Temur Deck aussehen? Grundsätzlich sehe ich zwei Möglichkeiten: ein Midrange-Ansatz à la GR Monsters oder ein Tempo-Ansatz à la Jeff Hoogland. Aufgrund von Hooglands soliden Brews und den regelmäßigen Satire-Artikeln war ich von The Meadery in letzter Zeit übrigens sehr begeistert. Temur-Tempo war mir dann aber für einen Deckwechsel kurz vor knapp doch etwas zu risky. Dabei stößt mir vor allem die Mana-Base sauer auf. 10 Pain lands und 4 Fetch Lands stellen ein Risiko dar, das man auf sich nehmen wollen muss. Für das FNM am 17.10.2014 packe ich daher folgende 75 Karten ein:

Das Standard FNM am 17.10.2014

Runde 1: Bertil mit Rabble Red 0-2
Zwei recht lineare Spiele, bei denen ich immer hinten dran bin und Rabble nicht abstellen kann. Um gegen Aggro gut da zu stehen, brauche ich für gewöhnlich Turn 1 Elvish Mystic und Turn 2 einen Blocker, wie z.B. Sylvan Caryatid oder Courser of Kruphix. Ist aber der Sligh-Spieler on the play und legt im zweiten Zug auch noch zwei One-Drops, bringt er mich schwer in Bedrängnis.
Tournament Record 0-1

Runde 2: Dominik mit WB Aggro 2-0
Hierbei handelte es sich um eine WB Aggro Heroic Liste mit Ordeal of Erebos,  um dem Gegner die Luft zu nehmen. Dank Schnappatmung kann ich jedoch zweimal überleben und mit meinen Hydren und Drachen zurückschlagen. Generell gilt auch hier, früh die Defensive aufzubauen. Zusätzlich sollte ich tunlichst mein Mana nutzen, möglichst viele Karten auszuspielen, um sie vor dem Discard zu retten.
Tournament Record 1-1

Runde 3: Henry mit Jeskai Fireworks 2-1
Im ersten Spiel werde ich klassich ausgebrannt, in den anderen beiden Games kann ich aber zuviele Threats legen und hole mir das 2-1. Mantis Rider ist ein riesiger Mittelfinger für alle Midrange Decks ohne Arbor Colossus. Daher muss Stormbreath Dragon ab und an auch mal Zuhause bleiben, wenn ich ihn gegen Jeskai ausspiele. Auch wenn Jeskai ein aggressives Deck ist, muss man hier jedes Zeitfenster nutzen, die gegnerischen Lebenspunkte zu reduzieren. Alternativ zieht der Gegner keine Draw-spells wie Dig Through Time und man muss „nur“ noch eine Materialschlacht gewinnen, bei dem nur einer der beiden Spieler über Brennzauber verfügt. Mit Stubborn Denial im Maindeck kann man als Monster-Beschwörer aber beruhigt ein oder zwei Threats legen und darauf warten, dass der Gegner zuerst zuckt und z.B. für Sarkhan, the Dragonspeaker austappt. Als jemand, dessen liebste Phase des Zugs die Kampfphase ist, weiß auch ich nun endlich Counterspells zu schätzen!

Runde 4: Andreas mit Jeskai Ensoul 0-2
Es endet, wie es begonnen hat. In zwei schnellen Games habe ich Mantis Rider und einige Goblin Rabblemaster vor der Nase, die ich erneut nicht abstellen kann. Es gilt dasselbe, wie vorhin schon über Rabblemaster verkündet: beantworten oder es tötet euch.
Tournament Record 2-2.

Der Game Day

Nach dem erneut mittelmäßigen 2-2 Ergebnis fällt mir auf, was ich beim Deckbau falsch gemacht habe. Die Manakurve der Kreaturen ist passend, jedoch fehlt mir bei den Spells die frühe Interaktion, um gegnerische Rabblemaster oder Mantis Rider zu töten. In Anbetracht der Tatsache, dass ich gerade gegen vier Aggro-Decks antreten musste, eine angebrachte Erkenntnis. Ein paar Anpassungen später bin ich mit folgendem Deck so zufrieden, wie lange nicht mehr:

Nochmal zwei Worte zum Deck… ok, drei…

Meine Temur Monsters-Kreation spielt sich zum Teil wie GR Monsters mit Splash für Savage Knuckleblade und Stubborn Denial (plus einige Karten aus dem Sideboard). Man kann entweder Threat nach Threat legen und den Gegner einfach überrennen (falls man kein End Hostilities fürchten muss), ODER einen einzelnen Threat legen, diesen beschützen und zum Sieg reiten. Der Klan-Charm musste leider für die billigeren Lightning Strikes weichen, die auch dann etwas ausrichten können, wenn ich zeitweise keine Kreaturen rumliegen habe.

Die Game-Day Matches

Runde 1: Raimund mit Sultai Delve / Sidisi Whip 2-1
Ein bekanntes Gesicht! Glücklicherweise ist mein Match-Up mit Temur gegen das Friedhofs-Deck besser als mit GR Monsters. Knuckleblade sorgt für noch mehr Druck und Stubborn Denial kann lästige Karten wie die Whip of Erebos, Removal (Murderous Cut und Sultai Charm) oder auch die Enabler Commune with the Gods oder Kruphix’s Insight countern.
Das erste Spiel geht hin und her, bis ich schließlich das bessere Board habe und die letzten paar Schadenspunkte durchdrücken kann. Im zweiten Spiel habe ich zunächst die Oberhand, jedoch kann eine mit Herald of Torment verzauberte Sidisi, Brood Tyrant und ein Vanilla 6/6 Nighthowler das Spiel für meinen Gegner entscheiden. Im dritten Spiel kann ich mich voll ausleben, da die gefährlichste gegnerische Karte nur eine Brain Maggot ist. Diese hat einen Stormbreath Dragon geklaut, den ich aber später aufgrund erschlagender Boardpräsenz wieder bekomme. Mit der Hand voller Fatties ist das Spiel kurz danach vorbei.
Tournament Record 1-0.

Runde 2: Manuel mit Rabble Red (inkl. Howl of the Horde!) 2-0
Und wieder ein Aggro-Deck! Darauf bin ich vorbereitet, yay! In Spiel 1 bin ich unter 10 Leben, als ich mich fangen kann, gegnerische Kreaturen erledige und zurückschlage. Im zweiten Spiel verfüge ich über zwei Courser of Kruphix, was zugegebenermaßen gegen ein rotes Deck, wie in diesem Fall, etwas eklig ist. Schlechte Draws seinerseits helfen da nicht weiter. Ich töte seinen einsamen Monastery Swiftspear und er zeigt mir einen Trumpet Blast und ein Howl of the Horde auf seiner Hand, die mir zum Glück nicht das Gesicht einschlagen konnten.
Tournament Record 2-0

Runde 3: Adrian mit Esper Control 0-2
Am Anfang des Turniers habe ich noch überlegt, in welcher Runde ich denn oft das erste Mal verliere. Offensichtlich ist es die dritte. Game 1 muss ich Mulligan auf 4 nehmen. Ein bis zwei meiner Kreaturen stehen schließlich Ashiok und Elspeth gegenüber und ich schiebe zusammen, wohl wissend, dass ich noch zwei Runden innerhalb des Zeitlimits gewinnen muss. Im zweiten Spiel bringe ich Adrian auf 4 Lebenspunkte… bin dabei aber zu gierig. Ich pumpe Savage Knuckleblade anstatt das Mana für den lebensrettenden Bounce offen zu halten. In Anbetracht der Tatsache, dass meine Hand zu diesem Zeitpunkt aus Ländern und Mana-Kreaturen bestand, eine bescheuerte Entscheidung. Das Hero’s Downfall folgt im Zug darauf. Ein klassischer Spielfehler, der mich das gesamte Match kostet. Danach ziehe ich einige Runden lang nur Länder nach.
Tournament Record 2-1

Runde 4: Andi mit UB Control 2-0
Das erste Spiel gleicht einem Ressourcen-Austausch, wie er im Buche steht (nur in welchen Büchern?). Ich lege Kreatur nach Kreatur, die er zunächst einzeln töten kann. Durch meinen Ramp, meine soliden Top-Decks und gezielte Stubborn Denials behalte ich aber die Oberhand. Als ich in einer Runde einen Polukranos lege (den er neutralisiert) und einen Stormbreath Dragon hinterher schmeiße, hat er keine Antworten mehr und ich bringe es zu Ende. Im zweiten Spiel erlangt er nach einiger Zeit die Kontrolle und ich muss von gewöhnlichen Top Decks leben. Währenddessen kann ich dafür ein Jace’s Ingenuity und ein Dig Through Time countern. Als ich endlich ein Knuckleblade auf dem Feld habe und noch einen Drachen hinterherspielen kann, wird es spannend. Der Angriff wäre tödlich, er will daher eine Kreatur mit Hero’s Downfall erledigen. Ich kontere mit Denial. Mit seinen letzten zwei offenen Ländern spielt er ein Negate. Das zweite Denial auf meiner Hand gewinnt das Spiel und das Match!
Tournament Record 3-1

Runde 5: Thomas mit WB Aggro 2-1
Ein geübter Spieler, es handelt sich jedoch um sein erstes Standard Deck… und was für eins! Eine weiß-schwarze aggro-Hülle mit Soldier of the Pantheon, Thoughtseize, Athreos, God of Passage , Herald of Torment, einigen Kriegern und Brimaz, King of Oreskos. An das erste Spiel kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern, außer, dass es danach 1-0 für mich stand. Im zweiten Spiel baut Thomas ein riesiges Board auf, das aus knapp 10 Kreaturen, darunter auch ein aktiver Athreos und ein Brimaz, der mit einem Herald of Torment verzaubert ist. Den Brimaz kann ich zwar ein paar Runden lang mit einem Stormbreath Dragon aufhalten, jedoch bin ich schon auf nur 6 Leben und es reichen ein paar Angriffe mit dem gesamten Team für den Ausgleich. Das dritte Spiel war eher eindeutig. Im dritten Zug setze ich seinen drei One-Drops einen Polukranos vor’s Gesicht. Er kann ihn nicht abstellen, woraufhin ich Polukranos monströs werden lasse, zwei seiner Kreaturen töte und für 7 angreife. Eine Runde darauf folgt ein Sarkhan, the Dragonspeaker. Beide verlassen das Board nicht mehr und das Tag-Team fährt mir schließlich das 4-1 und nach den Tie Breakern den dritten Platz ein. Glückwunsch an Phil für seinen 5-0 Sieg und die verdiente Spielmatte!

An dieser Stelle auch ein Dankeschön an Bertil’s Spielwiese für einen wiederholt reibungslosen Ablauf des Game Days (und für den Cappuccino)!

Fin

Wie der Grand Prix Las Vegas am Wochenende gezeigt hat, bin ich nicht das einzige Temur Klan-Mitglied. Brian Kibler machte Top 16 mit dieser Liste. Diese gleicht aber eher einem Tempo-Ansatz á la Hoogland. Viele Länder, die ungetappt ins Spiel kommen und die Synergie aus Boon Satyr und Temur Charm (Mana offen lassen, gegnerische Sprüche neutralisieren oder Satyr legen -> Value) bestätigen, dass Kibler dem Midrange-Ansatz nicht so verfallen ist, wie ich. Bei nur vier Kreaturen mit der Fähigkeit Aufblitzen halte ich diese Spielweise aber für fragwürdig. Eine schnelle Suche ergibt, dass Satyr wohl leider auch die beste Karte für diesen Slot ist. Ich bleibe erst mal bei meinem „Homebrew“.

Puh, geschafft. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch ein oder zwei Decklisten diskutieren, die Standard eventuell noch aufmischen könnten. Nach dieser Wall of Text spare ich mir aber in diesem Fall die Worte und den kompetitiven Vorsprung noch auf 😉 Danke für’s Lesen und bis zum nächsten Mal!

2 Gedanken zu „It’s Evolution

  1. Lord Sonntag

    Wow, wenn das nicht mal ein Haufen Text ist 😀
    Danke das du dir die Mühe machst hier so viel zu schreiben, es macht extrem viel Spaß so gewaltige Blogs zu lesen!
    Ich wollte anfangs auch erst ein Temurdeck bauen, hab mich nachdem ich 4 Sidissi aus meinen Boostern zog dann aber doch für Sultai entschieden. Da ich kaum zum Standardspielen komme (wegen Arbeit) bin ich eher der Modernspieler und wollte daher nicht allzu viel Geld in ein Standarddeck stecken, dass ich eh nicht so oft spielen würde. Ich hatte ja schon Sidissi, Heros Downfall und andere nette Sultaikarten.
    Ich würde mich freuen wenn du uns auf dem Laufenden halten würdest was du alles an dem Deck veränderst und wie es in den nächsten FNM´s performt.

    Antworten
    1. Netdeck-Nico Beitragsautor

      Freut mich, dass es auch ankommt =) Wie gesagt, ich wollte am Schluss eigentlich noch ein oder zwei interessante Listen vorstellen,… wäre dann aber zuviel gewesen.

      Sultai Delve scheint ein sehr spaßiges Deck zu sein und – wie auch schon im Artikel erwähnt – stark gegen andere Midrange Decks. Sidisi sorgt auch gern alleine mal für eine überragende Boardpräsenz.

      Standard-Artikel werden auf jeden Fall weiterhin kommen, wielange ich auf dem Temur-Plan bleibe, kann ich aber nicht sagen. Das Metagame ist immer noch nicht stabil, weswegen ich auch permanent nach neuen Decks Ausschau halte. Monster mit Counter-Backup gefällt mir aber sehr gut 😀

      Antworten

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