Archiv für den Monat: Januar 2015

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Tarmogoyf paint 30

Timeshifted Modern – Mini-Turnierbericht

Wie viele von euch vermutlich mitbekommen haben, hat Wizards of the Coast mit seinen Bannings die Uhren zurückgedreht, was das immer beliebtere Format Modern anbelangt. Nicht-blaue, nicht-Pod Decks sind auf einmal wieder gut! Als ehemaliger Birthing Pod-Spieler (bitte kein falsches Mitleid ;)) befinde ich mich in einer verzwickten Lage. Einerseits besitze ich einige Modern-Staples (auch über Melira Pod hinaus), andererseits handelt es sich teilweise um 1-ofs (ach ne!). Um mein 71-Karten Junk Deck wieder wettbewerbsfähig zu machen, könnte ich z.b. auf The Rock umbauen. JA, ich habe daran gedacht Pod durch Chord of Calling/Yisan, the Wanderer Bard zu ersetzen. Und JA, es wäre grottig 😀 Allerdings habe ich vor einigen Wochen bei GP Denver (I think) eine interessante Abzan Aggro Liste gesehen, nach deren Vorbild ich mir ein Deck für den PPTQ Modern, der heute Nachmittag in Bertil’s Spielswiese stattfand, zusammengeworfen habe:

Der Plan des Decks ist es, effiziente Kreaturen zu legen und währenddessen den Gegner mit Removal und Discard in Schach zu halten. Eine Knight of the Reliquary-Toolbox rundet das Deck ab. Siege Rhino war genauso All Star, wie ich es mir erhofft habe. Neben dem Enters-the-battlefield Trigger ist auch die Tatsache relevant, dass Rhino gegnerische Path to Exile o.ä. zusätzlich strapaziert. Wenig Mana für viel Value. Lingering Souls schlägt in die gleiche Kerbe. Gepaart mit Vault of the Archangel können die Souls auch mal ziemlich schräg abtauschen. Was dem geübten Modern Spieler vielleicht auffällt, ist die maindeck Sigarda, Host of Herons und das Worship im Sideboard. Durch die Vernichtung von Treasure Cruise- und Pod-Decks rechne ich mit einer Welle von BGx Decks. Sigarda ist dagegen einfach nur eklig. Das Worship ist Sideboard Tech, die ich auch schon in Birthing Pod gespielt habe. Decks wie Bogles, Meervolk oder auch Twin tuen sich schwer, mich zu töten, wenn Worship online ist. Nun aber genug blabla… hier meine Matches:

1-2 vs. Meervolk
Das erste Spiel war relativ ausgeglichen, wird aber beendet von einem Spreading Seas from the top. This is why you play 4-ofs. In Spiel 2 habe ich tatsächlich das Worship, er lässt sich ein paar mal Hauen, um mein Deck kennen zu lernen, bevor er aufgibt. Tatsächlich hätte er mit Phantasmal Image ein Out, da ich einen Qasali Pridemage liegen habe… In weiser Voraussicht versuche ich, den Pridemage im Kampf loszuwerden. Da das nicht klappt, schieße ich seine Turn5-Aether Vial ab. Das dritte Spiel findet in den restlichen 4 Minuten und den zusätzlichen Zügen statt. Doppel-Aether Vial und ein langsamer Draw meinerseits werden für mich zum Verhängnis.

2-1 vs. Jund
Ein ziemlich langweiliges Match. Im ersten Spiel bin ich flooded, im zweiten und dritten Spiel zieht er dagegen nur wenig Action. Er hat ein paar würzige One-ofs, darunter Thundermaw Hellkite, Grim Lavamancer, Olivia, Golgari Charm und Goblin Rabblemaster. Jund Aggro?

2-1 vs. 4-Colour Gifts
Richtig cooles Deck, das mein Gegner da am Start hatte. Discard-package + Gifts Ungiven package = fun. Problem ist nur, dass das Deck etwas rumgammelt, bis es endlich mal auf vier Mana sitzt. Gifts findet dann eine Kombination aus Fatties/Game Endern (Siege Rhino, Thragtusk, Iona, Shield of Emeria, Elesh Norn, Baneslayer Angel), Unburial Rites und wahlweise Removal oder Lingering Souls. Ich war in zwei von drei Spielen leider etwas zu schnell für ihn.

2-0 vs. Junk Rock
Ein one-for-one jagt das nächste. Das ganze Match ist eine zähe Materialschlacht, bei der wir beide zu gleichen Teilen mit Discard, Kreaturen und Removal um uns schmeißen. In Game 1 bleibt er jedoch lange auf drei Länder stehen, in Game 2 habe ich Sigarda und Thrun, the last Troll. Ich glaube, ich habe seine Liliana of the Veil weinen hören :)

0-2 vs. UW Control
Ich dachte, ich wäre auf Control vorbereitet. Dagegen habe ich nun in Standard und Modern schon so oft gezockt und inzwischen freunde ich mich selber so langsam mit der Farbe Blau an! Drei Spreading Seas haben mir im ersten Spiel allerdings den Hahn zugedreht. Das Value Package aus Wall of Omens, Kitchen Finks und Restoration Angel war mehr als ausreichend, mich zu schlagen, während ich mich noch frage, was da eigentlich vor sich geht. Da ich im Vorfeld nicht drawen konnte (zwei meiner Gegner haben gedroppt), habe ich damit das Win and In verloren.

Alles in allem halte ich Junk Beatdown für ein solides Deck. An den Zahlen kann man vermutlich noch viel drehen und manche Leute halten vielleicht nichts von Knight of the Reliquary. Ich glaube jedenfalls, dass diese Kombination aus „Haudrauf“ und „Wirfab“ viele 50/50 Matchups hat. Dann heißt es nur noch, den kleinen aber feinen Vorteil rauszugrinden 😉

By the way, das Set Review für Fate Reforged, das ich in Kooperation mit Ormus von Magicblogs.de durchziehe, nähert sich dem Ende! Vor ein paar Tagen haben wir die Farbe Rot absolviert und werden uns bald die restlichen Karten anschauen. Etwas spät, aber das soll den Unterhaltungswert nicht mindern! 😉

Tarmogoyf Art by Ryan Barger, copyright by WotC

Cogwork-Librarian-MtG-Art

Last-minute Briefing FRF

Hi Leute, wisst ihr was ich bei gestrigem Beitrag vergessen habe? Euch auf den Prerelease-Events für Fate Reforged am Wochenende viel Erfolg zu wünschen! Das wars auch schon wieder für diesen Post! Bis bald!

Just kidding.

Während ich hier gemütlich Kenji beim 24h-Stream zuschaue, bereite ich mich auch ein bisschen aufs Wochenende vor. Thoralf Severin, alias „Toffel“, hat heute seinen Primer drüben bei PlanetMTG veröffentlicht, der von der Story über etwas Casual bis hin zu Sealed und Draft alle Themen abdeckt, die man sich nur wünschen kann!

Die Hipsters of the Coast haben außerdem einen netten Überblick über alle Instants von FRR verfasst. Schlaut euch hier auf.

Falls ihr mehr auf visuellen Content steht, der gute Ormus vom Muttiblog und ich haben angefangen, ein Set Review zur neuen Edition zu machen. Bisher könnt ihr euch ansehen, was wir zu den weißen, blauen und schwarzen Karten so zu sagen haben.

Vergesst in dem ganzen Trubel nicht, dass unser Prerelease-pack aus 1 KTK, 4 FRF und einem Seeded Pack mit bisher unbekanntem Inhalt besteht. Das bedeutet:

  • Für maximalen Erfolg müsst ihr euch mit den KTK-Karten weiterhin auskennen. Die „unter 5-Mana kann mein Gegner mit seinem Morph im besten Fall nur traden“-Regel gilt allerdings nicht für Manifest! Ist beispielsweise ein Master of the Pearls manifestiert worden, kann dieser auch für 1W aufgedeckt werden.
  • Der Seeded Pack besteht vermutlich mindestens zur Hälfte aus FRF Karten. Ihr habt also 4,5 Booster frische, neue Karten vor euch. Ich gehe mal davon aus, dass ihr den euch den offiziellen Spoiler schon reingezogen habt. Besonderes Augenmerk bitte auf die Commons und Removal. Dank der vielen, neuen Karten wird das Format nicht ganz so bunt, zweifarbige Decks mit einem Splash einer dritten Farbe, bzw. Klan-farbige Decks mit einer Hauptfarbe werden aber immer noch gang und gäbe sein.
  • Ihr dürft erneut einen Klan wählen. Meine Pick-Reihenfolge lautet wie folgt: (Wunsch-Klan zuerst) Abzan, Sultai, Jeskai, Temur, Mardu.

Wenn man das ganze tryhard- und spike-getue mal vergisst, wünsche ich euch vor allem viel Spaß auf dem Prerelease und mögt ihr alle einen alternative-art Ugin aus dem Fate pack ziehen!

Cogwork Librarian Art by Dan Scott, Copyright by WotC

Putrefy by Igor Kieryluk

Wreaking Havoc in Hanau… sort of

Die Anfahrt am Morgen eines Turnieres hat schon was. Neben verschlafenen Gesichtern, verwirrten Navigationsgeräten und übersüßen Energydrinks vor allem eines: etwas Nervenkitzel. Baut man sich einen Zeitpuffer ein, der groß genug ist, sollte alles natürlich kein Problem sein. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass wir im August beim PTQ/WMCQ-Wochenende und Ende Dezember beim PTQ/PPTQ-WE auf der Hinfahrt auch eine Prise Glück hatten.

Eins nach dem anderen…

Als ich mich endlich dazu entschieden hatte, das letzte Dezember-Wochenende in Hanau zu verbringen, waren wir inzwischen vier Grinder. Zum Training sind wir im echten Leben nicht gekommen, jedoch habe ich einige Matches auf Cockatrice absolviert. Das hilft vor allem beim Modern-Format, dessen Turniere ja etwas rarer gesät sind. Ein bisschen Sideboard-Guide und Decklisten schreiben später sitzen wir auch schon im Auto. Wieder fahren wir erst am Morgen des ersten Turniers, einem Samstag, los. Beim letzten Mal im August (es lockten ein PTQ und ein WMCQ) standen wir auf der A3 natürlich im Stau. Nachdem sich dieser aufgelöst hatte, waren es aber nur noch 20 Minuten zur Location, die erste Runde war also safe. Das Doppel-PTQ-WE am 28./29.12. sollte uns dafür mit reichlich Schneegestöber verwöhnen. Es fing auch tatsächlich an, unübersichtlich zu werden, als wir von der Autobahn runterfuhren. Nachdem es anderen Teilnehmern wohl nicht so gut erging, verspätete sich das Turnier um eine Stunde. Genug Zeit, um noch ein paar Spiele zu machen!

Der Pro Tour Qualifier am Samstag, den 28.12. war im Standard-Format. Da ich auf Aggro- und Control-Decks weniger Lust habe, musste eine Midrange-Liste her. Was tut man aber, wenn das ganze Feld aus Midrange besteht? Go Under, Go Over, Go Deep? Choose your weapon. Interessanterweise ist KTK-Standard ein sehr Tempo-orientiertes Format. Midrange-Decks spielen anfangs jedoch eine ganze Weile lang nur einen Spell pro Zug. Wie kann man das also ausnutzen? Aggro-Decks, wie z.B. Mono Red Sligh, überfluten das Board mit mehreren Kreaturen pro Zug. Ich will aber keine 1/1- oder 2/2-Würstchen spielen, und schon gar keine Goblins! Was tun?

Das Temur-Deck an sich spiele ich ja schon seit einiger Zeit und hab auf meinem Blog auch schon ein bisschen was darüber geschrieben. Der Deck-Plan ist grundsätzlich, dicke Kreaturen zu legen und den Gegnern nebenbei mit Spells unter Druck zu setzen. Je nach Matchup kann man ein paar Fatties legen und den Gegner überrennen, oder auch nur einen Savage Knuckleblade spielen und diesen mit Counter-magic beschützen.

Decks wie Abzan Midrange oder Sidisi Whip legen oft ein getapptes Land in Zug 1, einen Manabeschleuniger in Zug 2 und fangen dann erst so richtig an, ihr Board aufzubauen. Wisst ihr, wie gut es sich anfühlt, einen Goblin Rabblemaster in Zug 2 zu legen? Oder einen Savage Knuckleblade? Letzteren können wir sogar mit Stubborn Denial oder seiner eigenen Fähigkeit beschützen, wenn er einen Zug überlebt hat. Temur bietet einige heiße Karten und viele Möglichkeiten, den Gegner auszuspielen. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Decks, die gerade so kursieren, einigermaßen gut kennt. Heir of the Wilds lässt uns z.B. sorglos in Sylvan Caryatid oder Courser of Kruphix rein-angreifen. Mit vier verfügbaren Mana kann man auch mal einen Yeti legen und mit Crater’s Claws einen Seeker of the Way killen. Kurzum: Ferocious is awesome! Nun aber zu den einzelnen Runden. Ich habe mir währenddessen keine Notizen gemacht, verzeiht mir also, wenn mein Bericht teilweise etwas ungenau ist!

Frontier Bivouac by Titus Lunter, Copyright by WotC

Runde 1: 0-2 gegen Abzan Aggro
Es sitzt mir ein sehr versierter Spieler gegenüber, der mich im Modern-PTQ im August schon einmal besiegt hat. Spiel 1 hat seinen Wendepunkt in einem Zug, in dem ich mit allem angreife und noch ein tödliches Crater’s Claws auf der Hand halte. Da ich schon eins davon gespielt habe, riskiere ich es. Als er fragt, ob er meinen Friedhof sehen kann, weiß ich, dass das Spiel vorbei ist. Er rechnet ein bisschen, macht den richtigen Block, um nicht zu sterben und tötet mich kurz darauf mit seiner eigenen Mannschaft. Das zweite Spiel dreht sich vor allem um eine Anafenza, the Foremost, die ich partout nicht abstellen kann. Ihre Pump-Fähigkeit macht die Kampfphasen noch ekliger und mein schlechter Start ist perfekt. Das geht ja schon mal gut los!

Runde 2: 2-0 gegen Abzan Aggro
Abzan Aggro again! Spiel 1 sieht lange Zeit nicht gut für mich aus. Als er jedoch gierig wird und ich sein Siege Rhino Doppel-blocken kann, wendet sich das Blatt. Ich baue ein Board mit u.a. zwei Courser of Kruphix auf und lasse seine einsame Anafenza traurig aussehen. Die zwei Stubborn Denial, über die er durch meine Courser weiß, sorgen dafür, dass er mit einer vollen Hand verliert. Das zweite Spiel gewinnt er, ich kann mich jedoch nicht mehr daran erinnern. Im dritten Spiel habe ich den perfekten Draw. Elvish Mystic hilft, Goblin Rabblemaster in Zug 2 zu legen. Ein Magma Spray kümmert sich um seinen Rakshasa Deathdealer. „Das ist genau die Sequenz, die ich nicht schlagen kann.“, bemerkt er. Sorry, Bro.

Runde 3: 2-0 gegen Mono Black Control
Ihr habt richtig gelesen. Mono. Black. Control. Er ist on the play, legt einen Sumpf und sagt „Go!“. Ich denke mir „Mono Black Aggro und er hält eine Hand ohne One-Drop? Oke..“. Als er jedoch Zug 2 Sign in Blood spielt, muss ich grinsen. „Die Zeiten sind doch längst vorbei!“ werfe ich ihm entgegen. Ab da erwarte ich, dass er mir ein Hero’s Downfall nach dem anderen um die Ohren schmeißt, mein Savage Knuckleblade überlebt aber wundersamerweise den Zug, in dem er schutzlos ist. Ich halte danach also konstant drei Mana offen, und mache ihm kurzen Prozess. Das zweite Spiel läuft ähnlich. Zu meiner Verwunderung legt er in Zug 5 einen Indulgent Tormentor. Jap. Glücklicherweise kann ich darauf den zweiten Knuckleblade mit Eile legen und ihn zum Chump-block zwingen, da er auf 10 Leben sitzt. In seinem Zug zieht er wohl auch nichts nach und ich gewinne das Match. Damnation, anyone?

Runde 4: 2-1 gegen Jeskai Fireworks
Meine Länder in Game 1 sind Yavimaya Coast, Shivan Reef, Mana Confluence. Mein Gegner erwähnt mitleidig „Sieht schmerzvoll aus..“. I did not win this game. Beim sideboarden strotzt er nicht gerade vor Selbstbewusstsein. Er hätte oft gegen seinen Freund getestet, der auch Temur spielt und dabei wohl 75 % der Spiele verloren. „Muss nichts heißen, du liegst 1:0 vorne“, chatte ich zurück. Abgesehen davon gibt es ca. trölf verschiedene Arten, Temur zu bauen. Mit meinen Painlands fühle ich mich gegen die Burn-Spells von Jeskai jedenfalls nicht so gut aufgestellt. Etwas Lebenspunkte-bewusstes Mana-Erzeugen und ein paar Removal und Counter später, gewinne ich jedoch mein drittes Match und stehe 3-1. Value ist, wenn man einen Sarkhan, the Dragonspeaker mit einem ein-Mana-Zauber postwendend in den Friedhof schickt 😉

Runde 5: 2-1 gegen Mardu Midrange
Mit Ach und Krach gewinne ich das erste Spiel, sehe jedoch keinen einzigen Goblin Rabblemaster. Dementsprechend stelle ich mich auf Mardu Control ein, es soll ja auch Listen geben, die mehr auf teure Planeswalker setzen. Pustekuchen. Mein falsches sideboarden rächt sich sofort und ich gehe an Doppel-Rabblemaster ein. Das dritte Spiel hat mir gezeigt, warum ich eigentlich Temur Charm spiele. Zwei der drei Modi sind ziemlich Win-more, wenn man sich mal überlegt, was man für ein Board haben muss, um den Charm gut zu machen. Einen Stormbreath Dragon gegen Butcher of the Horde kämpfen zu lassen UND für 5 zu hauen, gewinnt aber nun mal Spiele.

Runde 6: 2-1 gegen Jeskai Tokens
Wieder mal endet Game 1 ziemlich schnell. End of Turn doppel-Lightning Strike und Main Phase doppel-Stoke the Flames (mit Convoke über Hordeling Outburst-Tokens) kümmert sich um meinen relativ hohen Lebenspunktestand. An das mittlere Spiel kann ich mich wieder nicht erinnern, im Spiel darauf schlage ich ihn dafür mit seinen eigenen Waffen. Ich habe (unter anderem) 8 Mana, einen Stormbreath Dragon im Spiel, Crater’s Claws auf der Hand und einen end-of-turn Lightning Strike. Er hat 16 Lebenspunkte. Do the math.

Runde 7: 2-0 gegen Mardu Midrange
Schon wieder Mardu Midrange, das Match war allerdings weniger aufregend. In Game 1 kann er kein Board aufbauen und in Game 2 fehlen ihm die Länder. Glück gehört eben auch dazu! Match record: 6-1.

Runde 8: 0-2 gegen UW Heroic
Mein Gegenspieler stand übrigens wegen des Schneesturms im Stau. Er verpasste Runde 1, gewinnt dann aber einfach mal die nächsten sechs Runden. Wir sitzen an Tisch 4; unser beider Opponent Score ist, wegen der Niederlage in Runde 1, eher suboptimal. Ein Draw kommt also nicht in Frage. Zu meinem Leidwesen gewinnt er den Würfelwurf – ich saß in einer der vorherigen Runden neben ihm und konnte bereits den Deck-Archetyp ausmachen. Es wird jedenfalls ein interessantes Spiel. Seinen Hero of Iroas kann ich zwar dank Aqueous Form nicht blocken, meine eigenen Kreaturen, darunter old Knucks und Goblin Rabblemaster, machen ihm aber einigen Druck. Unglücklicherweise hat er zum rechten Zeitpunkt ein Ordeal of Heliod, das ihn aus meiner Reichweite zaubert und ihm den Sieg im ersten Spiel bringt. Im zweiten Spiel habe ich vermutlich den Match-entscheidenden Fehler gemacht. In Runde 2 muss ich mich entscheiden, ob ich mittels Elvish Mystic einen 3-Mana 4/4er hinklatsche, oder meinen Temur Charm benutze, seinen Favored Hoplite auszuschalten. Aus Angst, den Hopliten nicht mehr töten zu können, wenn er mit ihm enttapt, entscheide ich mich für letzteres. Das rächt sich natürlich postwendend, als er einen Hero of Iroas nachlegt und ich ohne Removal da stehe. Hätte ich Knuckleblade gespielt, hätte ich einen Blocker gehabt, der später auch noch den Hero mittels übrigem Charm töten könnte. Eine späte Einsicht. Übrigens hätte ich wirklich zu gerne ein Force Away auf eine seiner Kreaturen gespielt, das scheint richtig albern zu sein. 😀 (optimalerweise ohne, dass er Gods Willing präsentiert oder in response auf das Willing)

Das war also meine Reise im vermutlich allerletzten, „alten“ PTQ der Welt! Am Ende reichte es für einen 13. Platz, 9 Booster und jede Menge Anteilnahme, Mitfiebern und mentale Unterstützung meiner Freunde! Danke!

Der nächste Tag…

Vom Modern-Turnier liefere ich keinen detaillierten Bericht, nachfolgend könnt ihr aber mein Deck, alle Runden und die Match Records sehen. Das Ergebnis war unbeeindruckenderweise 2-5-1, inklusive Bye. Cool fand ich Domain Zoo mit Siege Rhinos, um den Life Loss auszugleichen. Interessant war auch der „Top Control“-Haufen in Runde 5. Macht euch auf MTGSalvation selbst ein Bild. Blöderweise lässt er mich im vierten Extrazug die letzte Karte meiner Bibliothek entfernen. Gegner war außerdem von der Sorte „Control-Spieler, der genervt ist, dass die Runde nur 50 Minuten hat.“ Frust.

Putrefy by Igor Kieryluk

Putrefy by Igor Kieryluk, Copyright by WotC

Die Runden im Modern-PPTQ:

Runde 1: 0-2 gegen Domain Zoo

Runde 2: 0-2 gegen Jund

Runde 3: 1-2 gegen Bogles

Runde 4: 1-1-1 gegen WB Tokens – Worship gewinnt leider nicht von alleine.

Runde 5: 1-2 gegen Bg Top Control

Runde 6: 2-1 gegen BR Vampires, oder auch „Kalastria Highborn-Combo“

Runde 7: 2-0 gegen Missing Opponent – Wollte eigentlich spielen :(

Runde 8: 1-2 gegen TarmoTwin – Ich sehe nie Tarmogoyfs, dafür aber den Rest von seinem Deck, da er tatsächlich imstande war, teilweise mit den Artworks zu mir hin zu mischen. Bevor jetzt jemand schreit, das hätte ich ihm sagen sollen – es war so offensichtlich, dass jede darauf abzielende Bemerkung einer Beleidigung gleich gekommen wäre. Habe das im Nachhinein auch mit einem Judge abgeklärt; es ist kein „looking at extra cards“. Spikes können solche Mischkünste also zu ihren Gunsten nutzen.

Fazit
Um ehrlich zu sein, habe ich ja schon länger im Hinterkopf, Standard den Rücken zu kehren und mich dafür mehr Modern zu widmen. Das hat bisher nicht geklappt, vor allem mangels Modern-Turnieren in der näheren Umgebung und weil Standard IMMER WIEDER SO AWESOME IST! Temur macht mir richtig Spaß zu zocken und offensichtlich hat es auch einen Platz im Metagame, obwohl es keine großen Erfolge feiern kann (bisher). Eventuell ist das natürlich auch der Underdog-Bonus. Auf dem PTQ gab es doch tatsächlich noch Leute, die sich Stubborn Denial durchlesen mussten – obwohl dieser nicht nur in Temur, sondern auch in manchen UW Heroic Listen Platz findet und auch im Modern Fish/Meervolk ausprobiert wird. Dass Heir of the Wilds in einem Meta voller Midrange Decks ein Knüller ist, hat Abzan Aggro jedenfalls auch erkannt.

Alles in allem genieße ich einfach immer wieder den frischen Wind, den Standard alle paar Monate mit sich bringt. Über die Kosten in Form von Finanzmitteln und Zeitaufwand (um auf dem neuesten Stand zu bleiben) wollen wir mal nicht reden 😉 Was Modern angeht, werde ich vermutlich mal eine Pause von meinem geliebten Pod machen, und dafür andere Decks ausprobieren. Das sollte mir helfen, den Kopf in dieser Hinsicht etwas freizumachen.

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Bericht gefallen und wir lesen oder sehen uns bald wieder!

Fate Reforged Set Review – Weiß [Video]

Hi Magic-Fans! Wie ihr an der Überschrift erkennen könnt, gibt es heute mal etwas anderen Inhalt! Ich habe mit Ormus von Magicblogs.de einen gemütlichen (virtuellen) Abend verbracht, um euch den ersten Teil unseres Set-Reviews zu präsentieren! Das ganze folgt allerdings keinem strikten Thema, wir schauen uns einfach jede Karte nach der anderen an und quatschen ein bisschen darüber, was uns so zur Spielbarkeit, Anwendung in bestimmten Formaten, oder auch story-wise dazu einfällt.

Weiter unten findet ihr das Video; noch weiter unten könnt ihr gerne kommentieren, wie es euch gefallen hat und ob ihr mehr davon sehen wollt! =)

 

Fires-of-Undeath-Art

News Reforged

Frohes, neues Jahr zusammen!

Ich hoffe, ihr konntet einige ruhige Tage verbringen und seit gut ins neue Jahr gerutscht. Eventuell waren ja auch das ein oder andere Commander oder Duel Deck: Anthologies unterm Baum? 😉 Ich für meinen Teil habe mit den Phantom Points, die uns Wizards für Magic Online geschenkt hat, ein paar unterhaltsame Stunden verbracht. Einen bisher unbekannten Cube zu draften, kann aber zu gleichen Teilen lustig und frustrierend sein :) Mit diesem Post möchte ich euch auf dem Laufenden halten, was sich auf meinem Blog in der nächsten Zeit so tut!

Wie bei der letzten Boosterdiskussion angekündigt, habe ich beim PTQ/PPTQ-Wochenende in Hanau teilgenommen. Während Modern eher suboptimal lief (2-5-1), hatte ich in Standard mit 6-2 einen kleinen Run. Der Turnierbericht folgt!

In Bezug auf Constructed-Artikel plane ich außerdem, „Commander Concepts“ zu einer kleinen Reihe zu machen. Auf Daretti sollen noch zwei weitere Decks folgen. Eines davon wird von Nahiri, the Lithomancer angeführt, die andere Liste soll ein Deck sein, dass ich von Grund auf selbst gebaut habe. Zur Auswahl stehen Prime Speaker Zegana und Karador, Ghost Chieftain. Was interessiert euch mehr?

Was die Boosterdiskussionen angeht, bin ich im Moment unschlüssig. Ich habe noch acht Khans of Tarkir-Booster, die wir uns ansehen können, Fate Reforged steht mit seinem Release am 23. Januar aber quasi schon in der Tür. Damit wird vermutlich das Interesse an First Picks im Triple Khans Draft verschwinden, da wir in Zukunft FRF-KTK-KTK draften werden. Wollt ihr nur noch frische Fate Reforged Booster sehen, oder ist es euch egal, wenn wir zwischendurch Flashbacks zu Triple KTK machen? Eine Alternative ist auch, die KTK Booster auf Grundlage von 14 gedrafteten FRF Karten zu betrachten.

Zum Schluss habe ich noch eine Ankündigung und ein Ratespiel für euch. Ich freue mich, euch mitzuteilen, dass Seventyfive Slots nun auch über einen Twitter-Account verfügt! Unter @75Slots könnt ihr meine Tweets über alle MtG-relevanten Themen verfolgen. Seien es aktuelle Grands Prix, erstaunliche News, meine Erfolge und Misserfolge beim shuffeln oder warum Timberwatch Elf euch Freundschaften kostet – dort könnt ihr es lesen!

Nun aber zum Ratespiel. In einem unseren letzten privaten Khans-Drafts öffnete ich im ersten Pack einen Mantis Rider. Eine coole Karte, ich erzwinge also das Jeskai Aggro in den nächsten Picks. Jeskai Ascendancy, Seeker of the Way, Monastery Swiftspear, Mistfire Weaver und ein paar Singing Bell Strike machen den Haufen perfekt. Was denkt ihr, habe ich in drei Runden Swiss für ein Ergebnis erzielt? Hier nochmal das Deck in bunt:

Jeskai T2 im Draft 03.01.15 1-2 30x30

Klick! Für größer =)

Die Auflösung werde ich unter diesem Beitrag und auf Twitter posten, wenn ihr genug geraten habt 😉 Bis dahin könnt ihr mir eure Meinung zu den Booster-Diskussionen, eure Stimme zum Commander Deck und alles, was euch sonst noch so einfällt, in den Kommentaren hier lassen. Ich freu‘ mich!

Disclaimer: Fires of Undeath Art by Jason Chan, Copyright by WotC