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Timeshifted Modern – Mini-Turnierbericht

Wie viele von euch vermutlich mitbekommen haben, hat Wizards of the Coast mit seinen Bannings die Uhren zurückgedreht, was das immer beliebtere Format Modern anbelangt. Nicht-blaue, nicht-Pod Decks sind auf einmal wieder gut! Als ehemaliger Birthing Pod-Spieler (bitte kein falsches Mitleid ;)) befinde ich mich in einer verzwickten Lage. Einerseits besitze ich einige Modern-Staples (auch über Melira Pod hinaus), andererseits handelt es sich teilweise um 1-ofs (ach ne!). Um mein 71-Karten Junk Deck wieder wettbewerbsfähig zu machen, könnte ich z.b. auf The Rock umbauen. JA, ich habe daran gedacht Pod durch Chord of Calling/Yisan, the Wanderer Bard zu ersetzen. Und JA, es wäre grottig 😀 Allerdings habe ich vor einigen Wochen bei GP Denver (I think) eine interessante Abzan Aggro Liste gesehen, nach deren Vorbild ich mir ein Deck für den PPTQ Modern, der heute Nachmittag in Bertil’s Spielswiese stattfand, zusammengeworfen habe:

Der Plan des Decks ist es, effiziente Kreaturen zu legen und währenddessen den Gegner mit Removal und Discard in Schach zu halten. Eine Knight of the Reliquary-Toolbox rundet das Deck ab. Siege Rhino war genauso All Star, wie ich es mir erhofft habe. Neben dem Enters-the-battlefield Trigger ist auch die Tatsache relevant, dass Rhino gegnerische Path to Exile o.ä. zusätzlich strapaziert. Wenig Mana für viel Value. Lingering Souls schlägt in die gleiche Kerbe. Gepaart mit Vault of the Archangel können die Souls auch mal ziemlich schräg abtauschen. Was dem geübten Modern Spieler vielleicht auffällt, ist die maindeck Sigarda, Host of Herons und das Worship im Sideboard. Durch die Vernichtung von Treasure Cruise- und Pod-Decks rechne ich mit einer Welle von BGx Decks. Sigarda ist dagegen einfach nur eklig. Das Worship ist Sideboard Tech, die ich auch schon in Birthing Pod gespielt habe. Decks wie Bogles, Meervolk oder auch Twin tuen sich schwer, mich zu töten, wenn Worship online ist. Nun aber genug blabla… hier meine Matches:

1-2 vs. Meervolk
Das erste Spiel war relativ ausgeglichen, wird aber beendet von einem Spreading Seas from the top. This is why you play 4-ofs. In Spiel 2 habe ich tatsächlich das Worship, er lässt sich ein paar mal Hauen, um mein Deck kennen zu lernen, bevor er aufgibt. Tatsächlich hätte er mit Phantasmal Image ein Out, da ich einen Qasali Pridemage liegen habe… In weiser Voraussicht versuche ich, den Pridemage im Kampf loszuwerden. Da das nicht klappt, schieße ich seine Turn5-Aether Vial ab. Das dritte Spiel findet in den restlichen 4 Minuten und den zusätzlichen Zügen statt. Doppel-Aether Vial und ein langsamer Draw meinerseits werden für mich zum Verhängnis.

2-1 vs. Jund
Ein ziemlich langweiliges Match. Im ersten Spiel bin ich flooded, im zweiten und dritten Spiel zieht er dagegen nur wenig Action. Er hat ein paar würzige One-ofs, darunter Thundermaw Hellkite, Grim Lavamancer, Olivia, Golgari Charm und Goblin Rabblemaster. Jund Aggro?

2-1 vs. 4-Colour Gifts
Richtig cooles Deck, das mein Gegner da am Start hatte. Discard-package + Gifts Ungiven package = fun. Problem ist nur, dass das Deck etwas rumgammelt, bis es endlich mal auf vier Mana sitzt. Gifts findet dann eine Kombination aus Fatties/Game Endern (Siege Rhino, Thragtusk, Iona, Shield of Emeria, Elesh Norn, Baneslayer Angel), Unburial Rites und wahlweise Removal oder Lingering Souls. Ich war in zwei von drei Spielen leider etwas zu schnell für ihn.

2-0 vs. Junk Rock
Ein one-for-one jagt das nächste. Das ganze Match ist eine zähe Materialschlacht, bei der wir beide zu gleichen Teilen mit Discard, Kreaturen und Removal um uns schmeißen. In Game 1 bleibt er jedoch lange auf drei Länder stehen, in Game 2 habe ich Sigarda und Thrun, the last Troll. Ich glaube, ich habe seine Liliana of the Veil weinen hören :)

0-2 vs. UW Control
Ich dachte, ich wäre auf Control vorbereitet. Dagegen habe ich nun in Standard und Modern schon so oft gezockt und inzwischen freunde ich mich selber so langsam mit der Farbe Blau an! Drei Spreading Seas haben mir im ersten Spiel allerdings den Hahn zugedreht. Das Value Package aus Wall of Omens, Kitchen Finks und Restoration Angel war mehr als ausreichend, mich zu schlagen, während ich mich noch frage, was da eigentlich vor sich geht. Da ich im Vorfeld nicht drawen konnte (zwei meiner Gegner haben gedroppt), habe ich damit das Win and In verloren.

Alles in allem halte ich Junk Beatdown für ein solides Deck. An den Zahlen kann man vermutlich noch viel drehen und manche Leute halten vielleicht nichts von Knight of the Reliquary. Ich glaube jedenfalls, dass diese Kombination aus „Haudrauf“ und „Wirfab“ viele 50/50 Matchups hat. Dann heißt es nur noch, den kleinen aber feinen Vorteil rauszugrinden 😉

By the way, das Set Review für Fate Reforged, das ich in Kooperation mit Ormus von Magicblogs.de durchziehe, nähert sich dem Ende! Vor ein paar Tagen haben wir die Farbe Rot absolviert und werden uns bald die restlichen Karten anschauen. Etwas spät, aber das soll den Unterhaltungswert nicht mindern! 😉

Tarmogoyf Art by Ryan Barger, copyright by WotC

2 Gedanken zu „Timeshifted Modern – Mini-Turnierbericht

  1. Lord Sonntag

    Oje Oje, ich hoffe dass dein Deck sich jetzt nicht weiter verbreitet, denn es ist die Hölle mit Naya Small Zoo dagegen zu spielen ;D. Gegen normales Junk kann man ja wenigstens noch schnell genug sein, aber gegen das da hat man ein Problem da viele billige Kreaturen und viel Removel…
    Dieses UW-Kontroll hört sich so an als hätte da wer gespielt den ich kenne 😉

    Antworten
  2. Pingback: Bertils Spielwiese - Beitrag - Mein erster PPTQ – ein erstes Resümee – By B

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