Archiv für den Monat: November 2015

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Retreat-to-Hagra-Battle-for-Zendikar-MtG-Art

Sommerpause !?

Moment! Bevor jetzt eine/r sagt „Ja spinnst? Das war ne Frühlings-, Sommer- und Herbstpause!“… ihr habt ja Recht :( Wer meinen Twitter verfolgt, der hat zumindest ein bisschen was von mir mitbekommen. Hier ein Draft, da ein PPTQ, aber allgemein war es sehr ruhig. Seit Vormis Gastbeitrag im Mai ist auf meinem Blog nichts mehr passiert. Aber warum? Wie man an den letzten Blog-Einträgen vor dem Nirvana feststellen konnte, habe ich mich im Frühjahr auf den Grand Prix Kopenhagen im Format Modern vorbereitet. Erst groß angekündigt, dann nie wieder etwas davon gehört… da bin ich euch wohl eine Erklärung schuldig!

MTG GP Copenhagen

Das Event mit zwei meiner Freunde war an sich ein echt cooles Erlebnis, allerdings lief es in den Turnieren bei mir eher mittelmäßig – hier die Kurzfassung:

Main Event: ein überschaubar gutes 5-4 Ergebnis (davon eine gegnerische Aufgabe) bereitet mir den ersten Frust.
Side Event Modern: 0-4 Drop bedeutet kein Modern mehr für dieses Wochenende!
Super Sunday Series Sealed: 0-3 Drop gibt mir den Rest.

Nach dieser Performance hatte ich leider wenig Lust, das Ganze zu analysieren, auch wenn das eigentlich die logische Konsequenz gewesen wäre. Offenbar war es mal eine Zeit lang nötig, es mit Magic etwas langsamer angehen zu lassen. ABER! Man soll sich ja auf die positiven Dinge konzentrieren. Einerseits schaffte es einer meiner Freunde in Kopenhagen nach fünf Runden ungeschlagen in der Feature Match Area mit Infect Marken um sich zu werfen und andererseits hatten wir das ganze Wochenende über viel Spaß, was mitunter auch an der dänischen Sprache lag 😀

5 Jahre Magicblogs.de

Was ist sonst so passiert während meiner medialen Abwesenheit? Magicblogs.de feiert den fünften Geburtstag! Habt ihr beim Gewinnspiel mitgemacht? Battle for Zendikar Produkt wird aufgerissen wie blöd und senkt die Rare-Preise. Apropos Preise… aufgrund gewisser Einzelkarten-Preise *hust*jace*hust*hangarback*hust* werde ich in Standard vorübergehend nicht mehr netdecken. Stattdessen habe ich in letzter Zeit öfter mal etwas andere Decks in Modern ausprobiert, die bisher nicht so meinem Stil entsprachen, aber dazu später etwas mehr.
Vor ein paar Wochen war jedenfalls Game Day Battle for Zendikar und auch, wenn ich mit meinem 2-3 Ergebnis nicht zufrieden war, möchte ich euch mein Deck vorstellen, dass ich so oder so ähnlich in der letzten Zeit gespielt habe, wenn ich denn mal für ein Standard Event Zeit gefunden hab:

Vor der Rotation hat das Deck natürlich mehr Goblin Rabblemaster und Stoke the Flames gespielt. Da ich Seeker of the Way, Soulfire Grandmaster und Crackling Doom alle richtig stark finde, spiele ich das Deck ziemlich gern. Auf einem Grand Prix Trial für Oakland vor zwei Wochen bin ich damit auch angetreten, was allerdings in 0-2 Drop endete. Aktuell würde ich am liebsten Jeskai Black spielen, allerdings ist mir Jace dann doch etwas zu teuer und die Decks aufgrund der bunten Mana Bases zu… willkürlich. Soviel zu Standard.

Was Modern anbelangt, habe ich ein Deck für mich neu entdeckt. Frei nach dem Motto „come to the blue side, we have counters“ spiele ich im Moment Grixis Twin. Auch wenn ich in meiner Modern-Laufbahn schon einige Twin-Decks in Aktion gesehen oder dagegen gespielt habe, handelt es sich um eine Strategie, bei denen die meisten Magic Spieler noch etwas lernen können, wenn sie es selbst pilotieren. Die Tempo-plays, das Umschalten von verschiedenen Strategien zum richtigen Zeitpunkt, das Sideboarden und zu wissen, wie man mit der Angst des Gegners vor der Combo spielen kann sind nur einige Beispiele. Kurzum: würde ein Deck namens „Brainless Junk“ (Junk ohne Lilianas) existieren, so wäre es auf einer Komplexitäts-Skala auf der einen Seite und Twin auf der anderen. Twin ist außerdem DIE Definition eines Modern Decks. Es beherrscht den berühmt-berüchtigten Turn-4-Kill, es ist komplex und es wird vermutlich nie verschwinden, solange Modern existiert. Die ganze Schwärmerei soll jetzt allerdings nicht heißen, dass ich nie wieder was anderes spiele, sondern dass ich die Abwechslung genieße :)

Apropos Abwechslung!

Da das Feedback zu meinen Boosterdiskussionen oft positiv, aber dennoch sehr divers ausgefallen ist, bin ich nicht sicher, ob diese jemals zurückkommen werden. Zu sehr fühlt es sich so an, als ob der Pick jedes Mal klar wäre, nur weil diese eine Rare oder Uncommon im Booster ist. Es kommt noch hinzu, dass wir mit dem Pack 1 Pick 1 nur 1/42 des Drafts betrachten und nie in irgendeiner Form evaluieren und reflektieren können, ob wir am Ende des Drafts das Richtige getan haben. Ich bin für Ideen offen!

Über was könnte ich noch schreiben? Zuletzt war ich auf einem Commander 2015 Release Event und habe mich für das – wer hätte es gedacht – Grün-Schwarze Deck entschieden. Beliebt waren bei der Auswahl eigentlich alle Decks außer dem rot-weißen Aggro-Haufen. Da hat vermutlich schon jeder mitbekommen, dass man in Mehrspieler Partien der Arsch ist, wenn man die Initiative ergreift (natürlich im Gegensatz zum echten Leben, Kinder!). Die Golgari Liste fühlt sich jedenfalls aufgrund der zermürbenden Unumgänglichkeit und der Rekursion, bei der jede Kuh mit ihren Mägen einpacken kann, im Gegensatz zu den restlichen Decks etwas unfair an. Über dieses neue oder zwei andere meiner Lieblings-Decks könnte ich zum Beispiel einen Blog-Eintrag schreiben, wahlweise mit definierter Deckliste oder auch nur Tipps, Gedankengänge, Anregungen, sofern sich hier auch Fans der 100-Karten Formate finden?

Beim Durchschauen des neuen Decks kam mir heute noch eine andere Idee. Skullclamp ist schon eine abgefuckte Karte. Ich bin zwar generell nicht in der Lage, das Zeitgeschehen zurückzudrehen und alles besser zu machen, aber was wäre, wenn wir in einer kleinen Blog-Serie die Fehler von Magic’s Vergangenheit diskutieren würden? Die Einordnung einer Karte in die damalige Magic-Historie, die Auswirkungen auf uns Spieler und wie müsste die jeweilige Karte aussehen, um nicht als „Fehler“ der Macher zu gelten? Karten wie Tolarian Academy sind dabei natürlich außer Frage. Es würden eher Karten sein, die ich z.b. selbst miterlebt habe und die eventuell nur grenzwertig als „zu gut“ gesehen werden können. Nun habt ihr vermutlich den „broken 2-drop cycle“ (der kein cycle ist) vor Augen. Na, wär das was?

Retreat to Hagra MtG Art by Kieran Yanner