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Focus on Art: Descriptions

Moin!

Geschlagene zwei Jahre sind vergangen und nachdem ich nun dank 375 Spam-Kommentaren im Dashboard meines Blogs alles über Viagra weiß (Ask me anything!) und nebenbei auch noch einen Haufen Komplimente bekommen habe („Your post has enlightened me!“), dachte ich mir, es ist mal wieder Zeit für einen Blog-Eintrag.

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Ich bin noch da.
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Ähem…

Da das etwas zu wenig wäre, habe ich mir etwas Neues ausgedacht. Kennt ihr die sogenannten Art descriptions von Wizards of the Coasts? Diese werden benötigt, um den vielen, hauptsächlich frei schaffenden Künstlern der schönen Bildchen auf unseren Pappkarten, ein paar Anhaltspunkte zu geben, wie das Werk am Ende aussehen soll. Der Künstler muss sich nicht strikt daran halten, aber nutzt das Ganze als Blaupause für sein Schaffen.

Dieser Beispielartikel im Rahmen von Amonkhet zeigt, wie die Beschreibungen und die dazugehörigen Werke aussehen, die Eckpunkte sind folgende:

  • Setting: Meist die Plane, grob die Umgebung.
  • Color: Die Farbe/n im „Color Pie“.
  • Location: Der Ort des Geschehens.
  • Action: Die Szene, was passiert gerade?
  • Focus: Auf was soll der Betrachter unwillkürlich seinen Blick richten?
  • Mood: Welche Stimmung soll rüberkommen?

Ich bin der Meinung, wir Magic Spieler legen viel zu wenig Augenmerk auf die künstlerische Seite unseres liebsten Sammelkartenspiels. Teils, weil die Karten zu klein sind, um das Besondere einzufangen, teils, weil wir irgendwann so im Fokus sind, dass wir nur noch einen schwarzen Rahmen mit Manakosten, Kartentyp und Regeltext wahrnehmen und das Bild nur noch als Erkennungsmerkmal Nummer 1 nutzen. Ich bekenne mich schuldig, welcher Spike kann das schon von der Hand weisen?

Um zu meiner Idee zu kommen: wieso macht man nicht ein kleines Spiel daraus? Man nehme das Artwork einer vielleicht nicht ganz so bekannten Karte (Nein, Flaschengnome, nicht ihr!), erstelle dazu eine Custom-Art description und lasse die Blog-Leser nach Wunsch raten oder sofort die Lösung aufdecken. Voilà!

Wir starten mit der ersten Karte, die mir auf meinem Schreibtisch unterkommt!

Spoiler

Das wäre zu einfach, du Schelm!

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Color
: White spell

Location: Ein verschneites Gebirge, das Gebiet ist unwirtlich und eigentlich schwer begehbar. Es tut sich ein riesiger Felsspalt auf, der von zwei Formationen durchbrochen wird, die wie Landzungen in die Schlucht reichen.

Action: Zwei MitgliederInnen der [Spezies] stehen auf einer der Gesteinsformationen, eine/r der beiden näher am Abgrund. Das Bild wird durch den farbenprächtigen, aber sehr kühl wirkenden Wirbel eines Schneesturms verundeutlicht. Am anderen Felszacken erkennt man gerade noch das Ende eines Seils, das um die Felsspitze geschlungen ist. Es scheint sich ein Versuch anzubahnen, die Schlucht zu überwinden.

Focus: Das scheinbar unüberwindbare Hindernis.

Mood: Der Abgrund gebietet Respekt, es ist ein ebenbürtiger Kampf zwischen ihm und den beiden Reisenden.

Na? 🙂 Nicht gleich draufklicken!

Spoiler

Brave the Elements von Goran Josic

Ich denke, das Artwork und der dazugehörige Flavortext fangen die Stimmung hier sehr gut ein:

„Glaube mir, deine verlorenen Finger und Zehen sind nichts im Vergleich zum verlorenen Schatz von Sejiri.“
—Zahr Gada, Expeditionsführer aus Halimar

Man merkt, wie es sich bei Zendikar (anfangs) um furchtlose Abenteurer handelt, die alles auf sich nehmen, die Welt zu erkunden, ja ihr Leben riskieren, um einen Schatz in Händen zu halten, oder wenigstens am nächsten Lagerfeuer eine Geschichte erzählen zu können. Daher auch ein sehr treffender, kräftiger Titel mit „Den Elementen trotzen“.

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Wie fandet ihr dieses kleine Experiment? Mehr davon? Oder lieber wieder Turnierberichte, falls vorhanden? Ist hier noch jemand?

Bis zum nächsten Mal,

euer Nicolas

 

Overwhelming Splendor by Richard Wright, Copyright WotC
Brave the Elements by Goran Josic, Copyright WotC

9 Gedanken zu „Focus on Art: Descriptions

      1. Netdeck-Nico Beitragsautor

        Sorry, Karten wie Leovold, Baleful Strix oder Deathrite Shaman sind aus offensichtlichen (Wortspiel beabsichtigt) Gründen schonmal automatisch raus 😉

        Antworten
  1. Iggie

    Bitte bitte mehr davon.
    Deine Aussage kann ich auch so nur unterstreichen.
    Manchmal kann man aber auch insbesondere durch die geringe Kartengröße nur wenig erkennen. Bestes Beispiel ist für mich Worst Fears, welches im Artwork eine sehr detaillierte Szene mit Elspeth beinhaltet, aber leider kaum zu erkennen ist.

    Antworten
    1. Netdeck-Nico Beitragsautor

      Tatsache, wenn man sich das Artwork von Worst Fears in größer ansieht, versteht man erst die Proportionen und erkennt die Szene :O Schön, dass es ankommt, als nächsten Beitrag gibt’s allerdings erstmal einen Sealed Pool 🙂

      Antworten
    1. Netdeck-Nico Beitragsautor

      Problematisch ist auch, dass magicblogs.de als Vorschaubild die Auflösung verwendet, das war technisch nicht vorauszusehen 😀

      Antworten

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