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Archiv des Autors: Netdeck-Nico

Über Netdeck-Nico

SeventyFive Slots ist ein deutscher M:tG-Blog. Erfahrt alles über meinen Grind in Draft, Standard und Modern, meine Commander Decks und alles, was mit Magic zu tun hat!

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Retreat-to-Hagra-Battle-for-Zendikar-MtG-Art

Sommerpause !?

Moment! Bevor jetzt eine/r sagt „Ja spinnst? Das war ne Frühlings-, Sommer- und Herbstpause!“… ihr habt ja Recht :( Wer meinen Twitter verfolgt, der hat zumindest ein bisschen was von mir mitbekommen. Hier ein Draft, da ein PPTQ, aber allgemein war es sehr ruhig. Seit Vormis Gastbeitrag im Mai ist auf meinem Blog nichts mehr passiert. Aber warum? Wie man an den letzten Blog-Einträgen vor dem Nirvana feststellen konnte, habe ich mich im Frühjahr auf den Grand Prix Kopenhagen im Format Modern vorbereitet. Erst groß angekündigt, dann nie wieder etwas davon gehört… da bin ich euch wohl eine Erklärung schuldig!

MTG GP Copenhagen

Das Event mit zwei meiner Freunde war an sich ein echt cooles Erlebnis, allerdings lief es in den Turnieren bei mir eher mittelmäßig – hier die Kurzfassung:

Main Event: ein überschaubar gutes 5-4 Ergebnis (davon eine gegnerische Aufgabe) bereitet mir den ersten Frust.
Side Event Modern: 0-4 Drop bedeutet kein Modern mehr für dieses Wochenende!
Super Sunday Series Sealed: 0-3 Drop gibt mir den Rest.

Nach dieser Performance hatte ich leider wenig Lust, das Ganze zu analysieren, auch wenn das eigentlich die logische Konsequenz gewesen wäre. Offenbar war es mal eine Zeit lang nötig, es mit Magic etwas langsamer angehen zu lassen. ABER! Man soll sich ja auf die positiven Dinge konzentrieren. Einerseits schaffte es einer meiner Freunde in Kopenhagen nach fünf Runden ungeschlagen in der Feature Match Area mit Infect Marken um sich zu werfen und andererseits hatten wir das ganze Wochenende über viel Spaß, was mitunter auch an der dänischen Sprache lag 😀

5 Jahre Magicblogs.de

Was ist sonst so passiert während meiner medialen Abwesenheit? Magicblogs.de feiert den fünften Geburtstag! Habt ihr beim Gewinnspiel mitgemacht? Battle for Zendikar Produkt wird aufgerissen wie blöd und senkt die Rare-Preise. Apropos Preise… aufgrund gewisser Einzelkarten-Preise *hust*jace*hust*hangarback*hust* werde ich in Standard vorübergehend nicht mehr netdecken. Stattdessen habe ich in letzter Zeit öfter mal etwas andere Decks in Modern ausprobiert, die bisher nicht so meinem Stil entsprachen, aber dazu später etwas mehr.
Vor ein paar Wochen war jedenfalls Game Day Battle for Zendikar und auch, wenn ich mit meinem 2-3 Ergebnis nicht zufrieden war, möchte ich euch mein Deck vorstellen, dass ich so oder so ähnlich in der letzten Zeit gespielt habe, wenn ich denn mal für ein Standard Event Zeit gefunden hab:

Vor der Rotation hat das Deck natürlich mehr Goblin Rabblemaster und Stoke the Flames gespielt. Da ich Seeker of the Way, Soulfire Grandmaster und Crackling Doom alle richtig stark finde, spiele ich das Deck ziemlich gern. Auf einem Grand Prix Trial für Oakland vor zwei Wochen bin ich damit auch angetreten, was allerdings in 0-2 Drop endete. Aktuell würde ich am liebsten Jeskai Black spielen, allerdings ist mir Jace dann doch etwas zu teuer und die Decks aufgrund der bunten Mana Bases zu… willkürlich. Soviel zu Standard.

Was Modern anbelangt, habe ich ein Deck für mich neu entdeckt. Frei nach dem Motto „come to the blue side, we have counters“ spiele ich im Moment Grixis Twin. Auch wenn ich in meiner Modern-Laufbahn schon einige Twin-Decks in Aktion gesehen oder dagegen gespielt habe, handelt es sich um eine Strategie, bei denen die meisten Magic Spieler noch etwas lernen können, wenn sie es selbst pilotieren. Die Tempo-plays, das Umschalten von verschiedenen Strategien zum richtigen Zeitpunkt, das Sideboarden und zu wissen, wie man mit der Angst des Gegners vor der Combo spielen kann sind nur einige Beispiele. Kurzum: würde ein Deck namens „Brainless Junk“ (Junk ohne Lilianas) existieren, so wäre es auf einer Komplexitäts-Skala auf der einen Seite und Twin auf der anderen. Twin ist außerdem DIE Definition eines Modern Decks. Es beherrscht den berühmt-berüchtigten Turn-4-Kill, es ist komplex und es wird vermutlich nie verschwinden, solange Modern existiert. Die ganze Schwärmerei soll jetzt allerdings nicht heißen, dass ich nie wieder was anderes spiele, sondern dass ich die Abwechslung genieße :)

Apropos Abwechslung!

Da das Feedback zu meinen Boosterdiskussionen oft positiv, aber dennoch sehr divers ausgefallen ist, bin ich nicht sicher, ob diese jemals zurückkommen werden. Zu sehr fühlt es sich so an, als ob der Pick jedes Mal klar wäre, nur weil diese eine Rare oder Uncommon im Booster ist. Es kommt noch hinzu, dass wir mit dem Pack 1 Pick 1 nur 1/42 des Drafts betrachten und nie in irgendeiner Form evaluieren und reflektieren können, ob wir am Ende des Drafts das Richtige getan haben. Ich bin für Ideen offen!

Über was könnte ich noch schreiben? Zuletzt war ich auf einem Commander 2015 Release Event und habe mich für das – wer hätte es gedacht – Grün-Schwarze Deck entschieden. Beliebt waren bei der Auswahl eigentlich alle Decks außer dem rot-weißen Aggro-Haufen. Da hat vermutlich schon jeder mitbekommen, dass man in Mehrspieler Partien der Arsch ist, wenn man die Initiative ergreift (natürlich im Gegensatz zum echten Leben, Kinder!). Die Golgari Liste fühlt sich jedenfalls aufgrund der zermürbenden Unumgänglichkeit und der Rekursion, bei der jede Kuh mit ihren Mägen einpacken kann, im Gegensatz zu den restlichen Decks etwas unfair an. Über dieses neue oder zwei andere meiner Lieblings-Decks könnte ich zum Beispiel einen Blog-Eintrag schreiben, wahlweise mit definierter Deckliste oder auch nur Tipps, Gedankengänge, Anregungen, sofern sich hier auch Fans der 100-Karten Formate finden?

Beim Durchschauen des neuen Decks kam mir heute noch eine andere Idee. Skullclamp ist schon eine abgefuckte Karte. Ich bin zwar generell nicht in der Lage, das Zeitgeschehen zurückzudrehen und alles besser zu machen, aber was wäre, wenn wir in einer kleinen Blog-Serie die Fehler von Magic’s Vergangenheit diskutieren würden? Die Einordnung einer Karte in die damalige Magic-Historie, die Auswirkungen auf uns Spieler und wie müsste die jeweilige Karte aussehen, um nicht als „Fehler“ der Macher zu gelten? Karten wie Tolarian Academy sind dabei natürlich außer Frage. Es würden eher Karten sein, die ich z.b. selbst miterlebt habe und die eventuell nur grenzwertig als „zu gut“ gesehen werden können. Nun habt ihr vermutlich den „broken 2-drop cycle“ (der kein cycle ist) vor Augen. Na, wär das was?

Retreat to Hagra MtG Art by Kieran Yanner

Assault-Formation-Dragons-of-Tarkir-MtG-Art

I like big butts! – Gastbeitrag by Vormi

Willkommen zu meinem ersten Gastbeitrag auf Nicos Blog :)

Wer mich nicht kennt: Ich bin der Vormi, Student in Ulm und Magicspieler seit M13.

Was mich von den meisten Spieler unterscheidet: Während alle im Internet nach den Top-Decks der verschiedenen Turniere suchen und diese dann zum nächsten FNM bringen, gehöre ich zu den sogenannten Brewern, also Spielern, welche sich die Decks selbst überlegen. Dabei versuche ich Kreativität und Kompetitivität unter einen Hut zu bringen.

Als dann im Dragons of Tarkis Spoiler plötzlich die Karte Assault Formation zu sehen war, wusste ich direkt: Du wirst meine neue Deck-Idee!

Assault Formation verlangt nach Kreaturen mit viel Toughness. Also ist unser Gameplan für den Anfang erstmal zu stallen, bis wir selbst genügend Board-Präsenz aufgebaut haben. Die besten Kreaturen dafür bieten in meinen Augen Blau und Weiß, allerdings wollte ich auch Instant-Removal reinpacken, um vor allem im Early-Game die Bomben des Gegners auszuschalten, weshalb ich mich gegen Weiß und für Schwarz entschieden habe. Von den Manaanforderungen der Formation wurde ich natürlich direkt Richtung Grün gedrückt, weshalb schnell Sultai als Clanfarben festgelegt waren.

Die besten Kreaturen für unser Deck in Grün sind natürlich Sylvan Caryatid und Courser of Kruphix. Diese beiden Karten helfen uns einerseits früh das Board zu stallen und auf der anderen Seite sind sie unerlässlich, um zuverlässig das passende Mana zu erhalten. Denn das Deck will in Turn 3 sowohl Doppel-Grün, Doppel-Schwarz als auch Doppel-Blau produzieren können.

In der Farbe Blau habe ich mich für Dragon’s Eye Savants und die Wall of Frost entschieden. Mit einer aktiven Assault Formation auf dem Board kann Dragon’s Eye Savants in Turn 3 direkt für 6 Schaden angreifen, während wir ohne Assault Formation einen 2/2 Morph auf dem Board haben (vor allem gegen Control ein guter Early-Beater) und zusätzlich durch das aufmorphen die Hand des Gegners auf Countern oder Removal untersuchen können. Die Wall of Frost dient uns als Stabilisation gegen die ganzen aggressiven Decks mit Beatern wie Siege Rhino oder Goblin Rabblemaster. Der Profaner of the Dead dient uns zusätzlich als Blauer One-Off, welcher uns zuverlässlich das ganze Board des Gegners räumen kann. Das ist vor allem gegen Token-Strategien, welche den bereits erwähnten Goblin Rabblemaster spielen, sehr effektiv.

Auch Schwarz bietet uns starke Kreaturen für unsere Deckidee. Disowned Ancestor ist in unserem Deck der beste One-Drop und kann mit einer Assault Formation in Turn 2 direkt als pseudo 4/4er angreifen. Da unser Deck sehr abhängig von unseren Win-Conditions ist, spiele ich zudem Sidisi, Undead Vizier als Tutor. Dadurch haben wir jede unserer Win-Conditions zwei mal mehr im Deck.

Die letzte Kreatur im Mainboard ist Phenax, God of Deception. Dank seiner Möglichkeit, allen unserer Kreaturen die Fähigkeit „Tappe diese Kreatur. Ein Spieler deiner Wahl legt die obersten X Karten seine Bibliothek auf seinen Friedhof, wobei X die Widerstandskraft dieser Kreatur ist.“ zu geben, hat er sich prima als weitere Win-Condition angeboten.

Assault Formation ist aber der eigentliche Star des Decks. Durch sie werden unsere 0/6, 0/4 oder 0/7 Kreaturen zu 6/6, 4/4 bzw 7/7 Monstern, für die wir absurd wenig Mana bezahlen müssen. Zusätzlich können wir durch das Bezahlen von einem grünen Mana einfach das Keyword „Defender“ auf Karten wie der Wall of Frost ignorieren. Für drei Mana können wir außerdem die Widerstandskraft unserer Kreaturen erhöhen, was sich ja dank Assault Formation auch direkt auf deren Angriffskraft auswirkt.

Um die Assault Formation zuverlässlich zu finden, spiele ich Commune with the Gods. Damit haben wir auch die Möglichkeit besser auf unsere speziellen Manaanforderungen einzugehen. Da das Commune with the Gods ziemlich zuverlässig unseren Friedhof füllt, bietet sich Dig Through Time als Drawspell an. Das können wir in unserem Deck direkt schon im vierten Zug spielen und sind dabei dem Gegner einiges an Kartenvorteil vorraus.

Als Removal spiele ich eine Suite aus Hero’s Downfall und Sultai Charm. Hero’s Downfall ist das beste Removal im aktuellen Standard-Format, da es sowohl Kreaturen als auch Planeswalker trifft. Das Sultai Charm hingegen bietet uns durch die Wahl eines der drei Modi die Möglichkeit, immer direkt auf das aktuelle Board zu reagieren. Damit schalten wir sowohl einen Goblin Rabblemaster oder Courser of Kruphix aus, können aber auch am Ende des gegnerischen Zuges looten, falls uns die Handkarten ausgehen.

Thoughtseize ist einer der stärksten Disruption Spells. Können wir dank einer aufgemorphten Dragon’s Eye Savants eine gefährliche Karte auf der Hand des Gegners sehen, lassen wir ihn diese dank des Thoughtseize einfach abwerfen. Auch ein Thoughtseize im ersten Zug kann uns den entscheidenden Vorteil des Spiels bringen.

Der letzte Spell im Deck ist ein One-Off Triton Tactics. Dieses hilft uns vor allem mit einem liegenden Phenax, God of Deception den Gegner bis zu 20 Karten mehr millen zu lassen. Aber auch als Combat-Trick ist das Triton Tactics nicht zu unterschätzen, da es mit einer Assault Formation für ein Mana einfach „Zwei deiner Kreaturen erhalten +3/+3 und Vigilance“ ermöglicht…..viel zu broken.

Kommen wir zum Sideboard:
Negate kommt direkt gegen jedes Deck, welches übermäßig viele Spells spielt. Das sind im aktuellen Meta vor allem die Control-Decks.

Disdainful Stroke wird sowohl gegen Control, als auch gegen Midrange geboarded um zum Beispiel einen Gegnerischen Dragonlord Ojutai oder ein Siege Rhino zu Countern.

Vor allem gegen Control ist das Matchup eher ein Kampf um Ressourcen. Um das zu gewinnen, boarde ich gerne Tasigur, the Golden Fang, da dieser uns einen ennormen Spellvorteil bietet, indem wir uns für vier Mana einfach wieder Karten aus dem Friedhof zurück holen.

Gegen jede Liste mit vielen Kreaturen boarden wir Murderous Cut und Hero’s Downfall. Das Hero’s Downfall ist zusätzlich gegen Control und Planeswalker unschlagbar.

Drown in Sorrow wird gegen Aggro geboarded. In Game 1 rennen die ganzen Aggrokreaturen sowieso gegen unsere Mauern an und ab Game 2 können wir sie zusätzlich entfernen.

Die letzte Sideboardkarte Monastery Flock boarde ich gegen jede Liste, welche übermäßig viele Flieger spielt, also auch Esper Dragons.

Letzten Endes sieht das fertige Deck dann so aus:

Nachdem ich Euch nun das Deck erklärt habe, komme ich zu zwei Beispiel Match-Ups (ich habe das Deck in dieser Version leider nur Online gespielt):

vs. Red Deck Wins
Game 1:
Während ich Turn 1-3 damit verbringe Disowned Ancestor, Sylvan Caryatid und Courser of Kruphix aufs Feld zu bekommen, spielt mein Gegner Monastery Swiftspear, Dragon Fodder und einen Goblin Rabblemaster. Die Token kann ich lange genug aufhalten und der Courser bringt mir ein paar Leben, bis ich Turn 4 ein Removal für seinen Rabblemaster finde und Turn 7 einen Phenax, God of Deception. Im Gegenzug wird mein Courser dank Stoke the Flames abgestellt, ich kann aber mit einer Wall of Frost stabiliseren. Mittlerweile greift mein Gegner nicht mehr an, sondern wartet nur noch darauf, mir seine Burnspells direkt ins Gesicht zu werfen. Am Ende seines achten Zuges kann ich ihn direkt für 14 millen und ziehe in meinem Zug eine Sidisi, Undead Vizier. Für Sidisi exploite ich meine Caryatid und suche mir das Triton Tactics. Das reicht letzten Endes aus um die nötige Devotion für Phenax durch Sidisi zu bekommen und direkt für 24 zu millen. Mein Gegner hat nun keine Chance mehr und Spiel 1 geht an mich.

Game 2:
Ich halte eine ziemlich gute Hand mit Assault Formation, Disowned Ancestor und Drown in Sorrow und gehe in Turn 2 direkt in die Offensive. Turn 3 ziehe ich einen Courser of Kruphix nach und kann in Turn 4 mit dem Drown in Sorrow das gegnerische Board abräumen. Zwei Züge später ist mein Gegner tot.

vs. Esper Dragons:
Game 1:
Im ersten Spiel erwische ich wieder einen aggressiven Start und bin zu schnell für meinen Gegner, der sein Massremoval nicht ziehen kann.

Game 2:
Im zweiten Spiel bekomme ich keine anständige Hand zusammen und verbinge die ersten 4 Züge damit nach einer Assault Formation zu suchen, welche aber im 5. Zug gecountert wird. Ab dem Zeitpunkt ist das Match verloren, da ich nichtmehr rein komme und mein Gegner anfängt seine Drachen zu legen und seitlich zu drehen.

Game 3:
Ich habe mich entschieden mehr Removal zu boarden und selbst etwas Control-lastiger zu spielen, erwische aber wieder einen relativ guten Start und mach in Turn 3 und 4 jeweils 6 Schaden. Allerdings zieht mein Gegner nun ein Crux of Fate und stellt meine Assault Formation ab, während ich mein ganzes Removal ziehe. Da sich der Gegner sicher wiegt, tappt er sich für seinen Ojutai aus, welchen ich aber in seinem nächsten Angriff mit einem Hero‘s Downfall abstelle. Das passiert noch vier mal, da der Gegner seine Haven of the Spirit Dragon für den Drachen opfert. Ich bringe währenddessen selbst Kreaturen aufs Board und kann als Reaktion auf ein Dig Through Time vom Gegner mein eigenes wirken. Als Köder spiele ich in meinem Zug eine Assault Formation welche gecountert wird, kann aber direkt darauf einen Phenax, God of Deception wirken, welcher drei Runden lang meine Kreaturen millen lässt, da ich das Mass-Removal des Gegners countern kann.

Nun bin ich auch schon am Ende dieses kleinen Gastbeitrags angekommen. Ich hoffe, ich konnte Euch auch mal die kreative Seite von Magic etwas näher bringen (Editor’s note: Seitenhieb angekommen 😉 ) und euch dazu anregen, selbst mal ein Deck um eine Karte zu bauen. Ich hoffe, dass euch der Beitrag gefallen hat und würde mich freuen, wenn ihr ein paar Kommentare da lasst. Bei genügend positiver Resonanz werde ich euch mal von meinem Modern-Deck erzählen (Mono-White-Troll) :)

Viele liebe Grüße
Vormi

Assault Formation MtG Art by Kieran Yanner

Warleaders-Helix-Art-by-Wesley-Burt1

Lilly and friends – Nahe dran in Nürnberg

Drei Karten, die ich in einem Modern PPTQ am vorletzten Samstag eher nicht erwartet hätte?

Stubborn Denial.

Thunderbreak Regent.

Noxious Revival.

Zugegeben, ich bin ein großer Fan von Denial (pun intended) und Noxious Revival schreit nur so nach verrückter Combo… aber Thunderbreak Regent fand ich dann doch etwas zweifelhaft, sorry 😉 An alle besorgten Leser: es handelte sich natürlich um drei verschiedene Decks!

Heute lest ihr die Geschichte, wie ich mich fast für einen Regional PTQ qualifizierte. Wer meinem Twitter folgt, weiß schon wie es ausgeht, für alle anderen ist hier der Spoiler zum selbst entscheiden:

 

Tell me! SelectShow

 

Nach einer kurzen Nacht war mir Samstagmorgen schnell klar: das kann nichts werden. Welche masochistische Veranlagung muss man haben, um an einem Wochenende früh aufzustehen, um ca. 1,5h in einem Auto in eine andere Stadt zu fahren, um dort wiederum stundenlang schlechte Luft zu atmen? Winning is fun. Gegen die Augenringe hilft nicht einmal der sündhaft teure (aber fabelhafte) Cappucino vom McCafé und ich befürchte, dass ich spätestens, wenn ich gegen Bloom Titan spielen muss, schnarchend auf dem Tisch zusammensacke. Für alle, die jetzt sagen: „Junk spielt sich doch eh von selbst, du N00b!“… Darauf habe ich keine Antwort :(

Hier mein Deck in der (vor einer Woche) aktuellen Ausführung:

Runde 1: 2-1 vs Affinity
Das erste Spiel gegen Affinity war… sonderbar. Anfangs habe ich die Oberhand, da er nach seinem Hand-Romme erstmal keinen Stoff nachzieht. Ich stabilisiere mit einer Liliana of the Veil und einem Tarmogoyf. Dann finde ich aber kein Removal oder sonst irgendetwas relevantes mehr und verliere das erste Spiel gleichmal auf eine frustrierende Art und Weise. Im zweiten Spiel kann ich mich mit etwas mehr Abrupt Decay, einem Tarmogoyf und zwei Siege Rhinos fangen und gehe in den Beatdown. Das sichert mir zumindest mal die Chance auf den Match Win in einem dritten Spiel. Sein Hand-Romme on the play ist nach wie vor furchteinflößend. Als ich im dritten Zug allerdings das Creeping Corrosion von oben ziehe, ist das Spiel mehr oder weniger vorbei. Blöderweise hat er sich vor meinem vierten Zug für ein Cranial Plating ausgetappt, anstatt das Stubborn Denial (das ich übrigens bis dahin nicht gesehen hatte und kein Ferocious genoß, ich wäre also voll reingelaufen), für mein potentielles Corrosion offen zu halten.

Runde 2: 2-0 vs UWR Geist
Nächste mini-Geschichte in der Geschichte! Ist das hier How I met your mother, oder was? Das UWR Geist Deck, das mein Gegner spielte, kam mir ziemlich nach Retorte aus… bis er sich in seinem vierten Zug für einen Thunderbreak Regent austappt und mich verstohlen grinsend ansieht. Ich kann seine Gedanken lesen: „Hättest nicht gedacht, was?“. Ein UWR Deck, dass sich austappt? Jap, das ist mir neu. Gut, dass ich zwei Lilianas ziehe, die nicht nur ohne Probleme seine Drachen beseitigen, sondern auch etwas seinee Handkartenzahl stutzen. Siege Rhino und Tarmogoyf räumen auf. Im zweiten Spiel tauschen wir hin und her, diesmal muss ich auch ziemlich viel Schaden einstecken, da ich zwei seiner Regents mit Path to Exile entsorge. Schließlich seufzt er jedes Mal, wenn ich mit Thrun, the last Troll in die Kampfphase gehe. Darauf schien er wohl so überhaupt keine Antwort zu haben.

Runde 3: 2-1 vs Melira Company
Melira. Company. Gibt es dafür schon einen besseren Namen? Hier eine Beispiel-Liste. Im Wesentlichen ist das Deck ein Birthing Pod – Deck ohne Birthing Pod, dafür mit Collected Company und der berühmt-berüchtigten Melira, Sylvok Outcast. Die Liste des dailydeck-Links spielt keine Murderous Redcap, das ist schlicht und einfach falsch. Mein Gegner hatte natürlich eine drin. Zusammen mit Kitchen Finks bereitet er mir ganz schöne Kopfschmerzen. Ein paar Lingering Souls tokens können dem ganzen aber ein Ende setzen. Im zweiten Spiel tötet er mich leider mit der Combo. Naja, nicht ganz. Er baut sich die Unendlich-Leben Kombo aus Anafenza, Kin-Tree Spirit, Viscera Seer und Kitchen Finks zusammen. Dagegen kann ich in einem vernünftigen Zeitrahmen nichts mehr unternehmen, also gebe ich auf. Vorsicht! Gegen viele Decks, wie z.B. Tron, Splinter Twin, oder im Mirror reicht diese Kombo immer noch nicht. Offensichtlich kann er sich aber Murderous Redcap nach oben scryen, um mich im nächsten Zug zu töten, falls ich seine Kombo nicht durchbrechen kann. Fast alles beim alten also, bis auf die Tatsache, dass das Deck durch den Verlust von Pod weniger konsistent ist, dafür aber mit Collected Company gerne mal am Ende des gegnerischen Zugs zwei Kreaturen mit „kommt ins Spiel“-Effekten findet. Das dritte Spiel ist wieder ein bisschen grindy, bis ich eine Elspeth, Knight-Errant wirken kann und zweimal in der Luft für 6 oder 7 Schaden zuhaue. Ich habe mich noch nicht so ganz entschieden, wie ich das Deck finde, aber es sieht nicht schlecht aus.

Runde 4: 2-0 vs Jund
Junk em out! Über dieses Match gibt es leider nicht allzu viel zu sagen, da mein Gegner vom Flood in den Screw stolperte und ich für seinen Thundermaw Hellkite im späteren Spielverlauf noch einen Path to Exile übrig hatte. Wie immer fliegen in diesen quasi-Mirror-Matches auf beiden Seiten die Thoughtseize und Inquisition of Kozilek raus. Wenn ihr zwei Spieler in einem Affenzahn 7-8 Karten boarden seht, handelt es sich vermutlich um BGx Decks.

Runde 5: 2-1 vs Noxious Storm
Und wieder einmal zahlt es sich aus, dass ich meine Decklisten und Decks immer zwei bis dreimal kontrolliere. Gegen Deck-checks habe ich bisher noch kein einziges Match verloren! 😉 Mein Gegner war ähnlich gut vorbereitet, also spielen wir nach knapp zehn Minuten entspanntem Gequatsche unser Match mit Verlängerung, als wäre nichts passiert. Da ich in der vorigen Runde neben meinem jetzigen Gegner gesessen habe, wusste ich, dass er in eine Art Storm Mirror verwickelt war. „In eine Art Mirror..?“ fragt ihr euch jetzt. Nur Geduld. Wer das Deck kennt, kann sich vielleicht schon vorstellen was passiert ist. Aufgrund seiner Pyromancer Ascension nehme ich an, dass er UR Storm spielt. Als er zwei Runden später in die Kombo geht, da ich ihn leider noch nicht töten konnte, frage ich, naiv, wie ich bin: „Wie wärs mit einem Würfel für den Storm Count? Wir sind schon bei drei…“. Sein Gegner vom vorigen Match neben uns lächelt süffisant, während mein Gegner bedeutungsschwanger verkündet „Oh, den brauche ich nicht, danke“. Ein paar Zaubersprüche später präsentiert er mir den Loop. Eine aktive Pyromancer Ascension erzeugt zusammen mit Manamorphose und Noxious Revival unendlich Mana. Nachdem er mir pro Forma eine Zahl nennt, die ungleich Unendlich ist, ersetzt er Manamorphose in der Kombo durch Thought Scour und millt mich aus. Ja ok. An das zweite Spiel kann ich mich leider nicht erinnern, bis auf die Tatsache, dass ich es zu einem dritten Spiel schaffe. Inzwischen sind nahezu alle anderen Pairings fertig und wir bekommen mehr und mehr Zuschauer. Mein Gegner wird immer unachtsamer. Entweder lag es an der Zuschauermenge oder daran, dass er riesen Kohldampf hatte. Jedenfalls vergisst er mehrere Trigger von Young Pyromancer und ich kann mit zwei Siege Rhinos das Spiel beenden.

Runde 6: Intentional Draw vs 4c Gifts
Ich habe keine Ahnung, wie mein Matchup gegen 4c Gifts Ungiven ist. Da wir beide 5-0 stehen, wollen wir es auch nicht ausprobieren und drawen lieber. Sein Deck kenne ich übrigens nur, weil ich mich zwischen den Runden immer etwas umsehe. Systematic scouting? Nicht ganz.

Erstaunlicherweise (oder auch nicht) sind wir mit 16 Punkten auch nach der letzten Runde erster und zweiter Platz. Die Preise in Form von Modern-relevanten Karten gibt es wie gewohnt nach Swiss Standings. Vom Wert her sind die ersten paar Picks deutlich: ein bling-bling Karn Liberated, ein Playset Polluted Delta und ein Noble Hierarch. Zwei der Drei Preise muss man allerdings vor Modern Masters 2 noch loswerden, daher bin ich mit meinen Deltas doppelt zufrieden. Eine Preisverleihung und etwas Frischluft schnappen später finde ich mich in der Top8 wieder. Dank guter Standings darf ich in jedem Match entscheiden wer beginnt. „Ich fange an?“ fragt mein Gegner verschmitzt. „Äh, neiiiiinnnnn….. !?“

Polluted-Delta-MtG-Art

Viertelfinale: 2-0 vs UWR Kiki Twin
Ein weniger spannendes Match. Zunächst habe ich dank Thoughtseize perfekte Information und nebenbei noch alles Removal für seine Deceiver Exarchs und Restoration Angels. Sein Plan B in Form von Celestial Colonnade wird von meinem Tectonic Edge vereitelt. Im zweiten Spiel sieht er viel zu spät das dritte Land und ich bin im Halbinfale!

Halbfinale: 2-1 vs RW Burn
Eine Zitterpartie, wie sie im Buche steht! Dank meiner zahlreichen Abwurf-Optionen landet er vor mir im Topdeck-Modus… allerdings mit nur fünf Lebenspunkten. Irgendwie schaffe ich es aber, ihn tot zu hauen, bevor er noch zwei Brennzauber findet. Im zweiten Spiel hat er den Nutdraw. Innerhalb kürzester Zeit sehe ich mich drei Goblin Guides gegenüber. Ein paar seiner Sprüche machen kurzen Prozess mit meinen restlichen Lebenspunkten. Das dritte Spiel ist wieder etwas ausgeglichener. Fairerweise kann ich ihm mit einem Thoughtseize im ersten Zug einen Torpor Orb abwerfen. Nicht unbedingt die Karte, die ich einem Burn-Spieler von der Hand nehmen will. Da ich aber fünf Karten spiele, die mich mit ihren ETB-Effekten potentiell retten, habe ich keine andere Wahl. Als ich auf sieben Leben bin, muss ich eine Timely Reinforcements in eine unbekannte Hand spielen. Zu meinem Glück hat er weder dafür, noch für das später folgende Siege Rhino einen Skullcrack-Effekt. Finale!

Finale: 0-2 vs Pyromancer Storm
Mein Matchup gegen dieses Deck halte ich eigentlich für solide. Pre-board habe ich Abrupt Decay für seine Pyromancer Ascension und einen Haufen anderer Removal gegen seine Goblin Electromancer. Post-board habe ich etwas mehr Discard gegen seine zweite Wincon in Form von Empty the Warrens. Im ersten Spiel bringe ich ihn nur auf neun Leben, woraufhin er in die Combo geht und mich tötet. Im zweiten Spiel muss ich meinen Golgari Charm dafür verwenden, eine Pyromancer Ascension auszuschalten. Er spielt ein Empty the Warrens für acht. Ich dafür ein Tarmogoyf und ein Siege Rhino. Nach einem Angriff bleibt mir nur noch der Goyf und er legt einen Blood Moon und noch ein Empty the Warrens für trölf. Vermutlich war ich danach zu inkonsequent. Ich wollte nicht mit Tarmogoyf angreifen, da er in Verbindung mit dem Worship, das auf meiner Hand versauerte, die einzige Chance auf einen Sieg darstellte. Die gesuchte Ebene habe ich leider nie gefunden :( Falls er wirklich angefangen hätte, meinen Goyf einzeln zu chumpen, hätte ich eventuell noch eine Chance gehabt. Da er aber mit seinen Tokens die bessere Boardpräsenz hatte und ich nur mit viel Glück ein zweites Basic hätte finden müssen, bevor ich überhaupt irgendetwas spielen kann, war es vermutlich schon egal und einfach nur blöd gelaufen.

Alles in allem war es dennoch ein erfolgreicher Tag. Ein besonderer Dank gebührt auch meinem Fahrer Alex, der nicht nur drei Runden lang auf mich gewartet, sonder mich auch motiviert hat!

Da ich diesen Blog-Eintrag mit einer Woche Verspätung verfasst habe, kann ich auch gleich noch kurz vom gestrigen Turnier berichten:

Am Sonntag fand in Bertil’s Spielwiese ein bananiger Grand Prix Trial zum GP Kopenhagen im Format Sealed statt. Mit meinem regenbogenfarbigen Pool konnte ich ein halbwegs solides Grixis Deck zusammenbauen (Link), das im Gegensatz zu meinen anderen Optionen sogar ein oder zwei starke Karten und das nötige Fixing aufweisen konnte. Nach einem schlechten Start reichte es leider nur für ein 3-2, das heißt, ich muss mir in Kopenhagen die ersten beiden Siege also doch erst noch verdienen 😉
Da ich aber zu den Decks, die auch in den beiden ersten Runden gegen etwaige Tier2/Tier3/random-Haufen ein gutes Matchup haben, nunmal Twin, Junk und Affinity zähle, nehme ich es einfach mal als Herausforderung. Während Twin und Affinity das erste Spiel gegen alles mögliche gewinnen sollten und damit schonmal einiges an Boden gut machen, ist Junk durch seine Kombination aus Threats, Removal und Disruption an Konsistenz und Anpassungsfähigkeit kaum zu übertreffen. Interessanterweise habe beim Turnierplaner für Nürnberg keinen GPT für Kopenhagen mehr erspähen können, aber wer mich eines besseren belehren kann, möge das bitte tun!

Das wars auch schon wieder für heute! Mögen eure draws saftig und eure plays feinsinnig sein!

Warleader’s Helix Artwork by Wesley Burt, Copyright by WotC
Polluted Delta Artwork by Vincenct Procee, Copyright by WotC

Dromokas-Command

Stein, Papier, Schere, Echse, Spock

Schere schneidet Papier, Papier bedeckt Stein, Stein zerquetscht Echse,… na, ihr wisst schon.

Während Kyoto dieses Wochenende mit dem Legacy Grand Prix offenbar nicht eine andere Timeline, sondern die Vergangenheit besucht, gibt es für mich immer noch zwei ganz andere Formate, die mich in Atem halten. Schere-Stein-Papier-Standard und Free-for-all Modern. Nach meinem lächerlichen Sealed Pool am Prerelease Dragons of Tarkir war es glücklicherweise Zeit für ein bisschen Grind in den Constructed Formaten. Wer meinen Twitter verfolgt, hat vermutlich schon das eine oder andere davon mitbekommen. Im heutigen Post werde ich die letzten paar Turniere etwas komprimierter als sonst zusammenfassen und meine Gedanken ansonsten einfach schweifen lassen. Viel Spaß!

Modern

Unsere Reise zu Grand Prix Kopenhagen rückt immer näher und es liegt nahe, bis dahin jedes Modern Turnier mitzunehmen, das auch nur irgendwie im Umkreis stattfindet. Gut, dass ich dabei nicht alleine bin und die Magic-Hochburg Nürnberg nicht allzu weit von uns entfernt ist. Am Samstag, den 4. April nahm ich also in Nürnberg an einem Grand Prix Trial für Utrecht im Format Modern teil. Dabei gibt es im Funtainment auch noch Format-relevante Karten zu gewinnen, was zusätzlich für Motivation sorgt. Mein Deck war wieder Junk Rock, an dem ich im Vergleich zum letzten GPT bis auf zwei Karten nichts geändert habe. Hier trotzdem nochmal die Liste:

Der zweite Scavenging Ooze musste weichen für Elspeth, Knight-Errant. Während Scooze zwar eine mächtige Karte sein kann, hat er inzwischen einiges an Relevanz verloren. Aktuell gibt es wenig populäre Decks, die den Friedhof nutzen und die, die es tun, machen dies so exzessiv (Snapcaster Mage Decks) oder so schnell (Delve Decks), dass Scooze oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein darstellt. Schade. In der Theorie erfüllt Elspeth für mich zwei wichtige Rollen: bin ich das aggressive Deck, beendet sie das Spiel. Bin ich im Hintertreffen, baut sie Kreaturen und kauft mir Zeit. In der Praxis konnte ich sie leider noch nicht ausgiebig testen…

Im Sideboard ist das zweite Creeping Corrosion für ein Worship ausgetauscht worden. Ob es fachlich richtig ist, nur eine Corrosion zu haben, ist zweifelhaft, aber Worship ist gegen eine breitere Masse an Decks gut: Burn, alle Arten von Kreatur-basierten Aggro Decks (mit Einschränkungen gegen Affinity aufgrund von Inkmoth Nexus) oder auch Midrange Decks ohne alternative Wincon.

Junk Rock ist und bleibt ein Deck, das ich nur zu gerne spiele. Ein paar der mächtigsten und coolsten Sprüche im Format wirken zu können, hat einfach was für sich. Dadurch, dass sich kein Deck auf einen Haufen synergieloser, aber guter Karten richtig vorbereiten kann, hat man außerdem eine Menge 50/50 Matchups. Die Farbe Weiß bietet darüber hinaus ein paar interessante und starke Sideboard-Optionen.

GPT Utrecht – die Matches

Runde 1: 2-0 vs Little Kid Junk. Eigentlich mein Nemesis, der Hass seines Decks wollte sich allerdings nicht so recht entfalten. Lob an Zealous Persecution, die für mich einen 3-for-1 erzeugte.

Runde 2: 1-2 vs Affinity. Das Thoughtseize nahm mir im dritten Spiel das Creeping Corrosion… damn.

Runde 3: 0-2 vs Living End. Offenbar ein weniger gutes Match-Up für mich. Zuviel Cycling um die Kontrolle über seine Hand zu erlangen.

Runde 4: 2-0 vs Griselcannon. Gut dass ich schon vorher wusste, was er spielt. Abrupt Decay mit target Pentad Prism bricht ihm das Genick. Oder eigentlich waren es seine schlechten Draws im zweiten Spiel. Komisches Through the Breach Deck halt 😀

Runde 5: 2-1 vs Grixis Delver. Cooles Deck. Blood Moon macht aber leider nicht soviel, wenn man sich darauf einstellen kann.

Runde 6: 2-0 vs UR Twin. I love me some Discard!

4-2 mit mittelmäßigem Opponent Score reicht für den 10. Platz und ein Windswept Heath. Why not!

Die Woche nach dem GPT fand in meinem LGS Bertils Spielwiese ein PPTQ für Milwaukee statt. Jetzt lest den Satz nochmal und stellt euch vor, ihr würdet die ganzen Abkürzungen nicht kennen. Zurück zum GPT… Coolerweise auch im Format Modern, was nicht nur die regionalen Spieler, sondern auch viele von außerhalb angezogen hat, hier der Kurzbericht.

PPTQ Modern – die Matches

Runde 1: 2-1 vs UWRb Control. Lingering Souls im Maindeck, um Rock Decks wie meines zu bekämpfen – okay. Myth Realized aus dem Sideboard, wenn ich meine Abrupt Decays rausboarde – not okay.

Runde 2: 2-0 vs UWR Geist. Der spätere Finalist hat wohl in unserem Match fast seine gesamten Bad Draws aufgebraucht. Ein paar Mulligans und bad draws waren tödlich.

Runde 3: 0-2 vs Grixis Twin. Eine Vendilion Clique abstellen zu müssen, nur um dann an Splinter Twin zu sterben, kann echt ein bisschen frustrierend sein :/

Runde 4: 2-0 vs Boros Burn. Möglicherweise das lustigste Match in letzter Zeit. Zugegeben – nur für mich. Nach einem Mulligan auf fünf ziehe ich meine einzigen Kitchen Finks und er nichts als Länder. In weiser Voraussicht ziele ich mit Liliana of the Veil’s -2 mich selbst an und opfere die Finks. Damit bin ich zwar nur auf 3 Leben, habe aber wieder einen Blocker für seinen Goblin Guide, den er tatsächlich topdeckt. Im zweiten Spiel nehme ich ihm den Skullcrack mit Inquisition of Kozilek und klatsche ihm ein Siege Rhino vor die Nase. Armer Gegner :(

Runde 5: Intentional Draw vs Naya Burn, was mir meine zweite Top8 einbringt. Diesmal spiele ich sie auch wirklich!

Top8 Viertelfinale: 1-2 vs Naya Burn. In zwei Games hatte er leider alle Skullcracks und Atarka’s Commands der Welt. Es hat nicht sollen sein :(

3-1-1 reicht also am Ende für den 7. Platz und drei Trost-Booster. Breaking news: leider immer noch kein foil Fetch aufgemacht 😀

Standard

Nachdem mit Dragons of Tarkir ein ganzer Haufen neuer, interessanter, starker, mächtiger und DRACHENIGER Karten das Standard Format betreten haben, ich aber die ganze Zeit mit Modern beschäftigt war, befand ich mich in einer Existenzkrise. Das Temur Aggro, das ich über die letzten Monate zu soliden Ergebnissen gespielt habe, kam mir auf einmal obsolet vor. Das RW Aggro, das ich ausprobierte, fühlte sich allerdings in Relation zu schwach an. Da suche ich noch nach der richtigen Konstellation. Ein paar Spiele habe ich mit Ben Starks Liste ausprobiert:

Ich finde das Deck ultracool und es hat in Soulfire Grand Master und Outpost Siege echt starke Karten am Start. Leider fühlt es sich oft so an, als dass die Defizite, die es hat, äußerst schwer wiegen. Chained to the Rocks braucht nicht nur ein bisschen Set-Up, sondern ist auch noch leicht mal pre-blocks vom Gegner zerstört. Nicht nur von engstirnigen Sideboard Karten, sondern inzwischen leider auch von Mainboard Dromoka’s Command. Außerdem kommt es vor, dass man den ersten Spruch im dritten Zug spielt, was gegen viele Decks einfach nur erbärmlich ist. Eventuell kann ich es noch nicht richtig spielen, oder ich muss noch an den Zahlen feilen… Ich gebe das Deck jedenfalls noch nicht auf.

Zurück zur ausstehenden Deckwahl. Game Days sind erfahrungsgemäß von roten, aggressiven Decks bevölkert, die sich durch unbarmherzige Starts gegen langsamere Gegner, die eventuell auch noch dabei stolpern, ihren eigenen Plan auszuführen, gute Chancen auf den Sieg ausrechnen. Aggro schlägt Control. Control schlägt Midrange. Midrange schlägt Aggro. So die reduzierte Theorie mit nur drei verschiedenen Archetypen, wie sie vielleicht einmal vor 20 Jahren gestimmt hat. Blöderweise ist das „Metagame“ in meinem Store, bis auf ein paar Control-Spieler sehr variabel. Was tun?

Was kurz vor diesem Wochenende, mit seinem Standard FNM und Game Day dann meine Aufmerksamkeit gewann war Devotion. Plötzlich verspüre ich den Drang, mindestens drei Dromoka’s Command maindeck zu spielen. Der passt natürlich ganz gut in ein grün-weißes Midrange Deck. Und weil das zu langweilig wäre, splashe ich rot. Offenbar ist Grün meine Lieblingsfarbe, kommt sie doch, bis auf einen Ausrutscher in Form von Mono Black Devotion, in nahezu allen meiner Constructed Decks in den letzten paar Jahren vor.

Das Deck macht nicht nur richtig Spaß zu spielen, es fühlt sich auch noch super an, wenn man einen Wald, eine Ebene und ein Gebirge liegen hat. Ich habe schon so lange kein Shard-Deck mehr gespielt, dass das richtig erfrischend ist! Die Tatsache, dass man 8 Fetchlands spielen kann, ist zwar einerseits in Hinblick auf Aggro-Decks etwas zweifelhaft, andererseits aber auch top Manafixing. Das „wrong half of the deck syndrom“ musste ich hingegen garnicht so oft spüren, wie erwartet. Ein paar Mana Dorks will man sowieso früh haben, denn ein Whisperwood Elemental in Zug 3 oder eine Hornet Queen in Zug 5 on the play ist einfach nur eklig.

Crater’s Claws hat genau das gemacht, was ich erwartet habe. Es hat ein oder zwei kleinere Kreaturen in den ersten paar Zügen abgestellt und es hat gegen Control in einem Spiel die letzten paar Schaden durchgedrückt. Whisperwood Elemental dagegen ist einfach zu stark gegen viele Decks. Control und Aggro stehen nicht so auf diesen Schnellfeuer-Manifestierer. Zu schade, dass das Elementar an z.B. einem einzelnen Stoke the Flames stirbt.

Standard FNM

Runde 1: 2-1 vs Mono Red Impact Tremors. Die Verzauberung in Kombination mit Token Makers, wie Dragon Fodder und Hordeling Outburst kann ganz schön wehtun.

Runde 2: 2-0 vs Temur Midrange. Die gewohnte Kombination aus dicken Kreaturen und Neutralisierungszaubern fühlt sich auf der anderen Seite des Tisches nicht so toll an.

Runde 3: 1-1 vs Esper Control. Ein Crater’s Claws gewinnt mir das erste Spiel. Im zweiten finde ich keine Antwort auf Silumgar, the Drifting Death. Das dritte Spiel wäre seins gewesen, wären wir nicht ins Timeout gegangen.

Runde 4: 0-2 vs Abzan Control. Dank Removal und einem Misplay kann ich nie Fuß fassen, fieses Matchup.

Mit 2-1-1 lande ich auf dem dritten Platz. Nicht schlecht für ein Deck, das ich am Tag zuvor gebaut genetdeckt habe.

Game Day

Runde 1: 2-1 vs Mono Red Sligh. Und schon geht es los mit den Aggro-Decks. Courser of Kruphix rettet mir das Leben.

Runde 2: 2-0 vs Sultai Delve. Ein interessanter homebrew, der allerdings einmal an Mana Screw eingeht.

Runde 3: 2-0 vs Temur Aggro. Temur scheint immernoch gut zu sein. Eventuell sollte ich meine Liste einfach nochmal überarbeiten.

Runde 4: 1-2 vs Atarka Aggro, Pro Tour Winning Liste. Zu schnell. Zu viel Schaden. Zu schade.

Runde 5: 1-2 vs GW Aggro. Eigentlich kein übles Matchup, Heir of the Wilds ist aber quasi unblockbar für mich.

Nach einem perfekten Start verlässt mich leider das Glück und ich lande mit 3-2 auf dem 5. Platz. Das hat mir zwar ein paar Booster für weitere Blog-Einträge eingebracht. Die Picks scheinen jedoch, ähnlich wie in Fate Reforged, oft etwas uninteressant zu sein. Aber lassen wir uns überraschen!

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Zeitraffer der letzten Wochen gefallen! Kommenden Samstag steht nochmal ein Modern PPTQ an, danach ein Sealed GPT. Es bleibt also spannend!

Dromoka’s Command Art by James Ryman, Copyright by WotC

DTK Booster 1 30x30

Limited Lullaby: DTK Booster #1

Willkommen zurück, Drachenbrut-Anhänger!

Ich hoffe ihr habt ein wunderprächtiges Prerelease verbracht und seit nicht von irgendwelchen Gülle-speienden Drachen verspeist worden! Wie ich gelernt habe, repräsentieren die Würfel in den Prerelease-Packs dieses Mal das „Element“ (in Ermangelung eines besseren Begriffs), das die Drachen speien… Ich habe Silumgar gewählt und mein Würfel war grünlich-braun… Da hätte ich lieber den fancy rosa Kolaghan-Blitzwürfel gehabt! Mein Pool war dafür umso mehr fancy. Mir blieb nichts anderes übrig, als UB zu spielen, ein anderes Deck wäre auch gar nicht zusammen gekommen. Manche von euch wissen es bereits, ich sage es einfach nochmal: Sealed. ist. bescheuert.

Klar braucht man Deckbau-Fähigkeiten, aber die Glückskomponente ist dennoch immer sehr vorherrschend und führt oft auch zu Frust, bevor die Spiele überhaupt beginnen. An welchem Ende der Varianz man dann sitzt, lässt sich über die Zeit sicherlich balancieren. Erschwerenderweise ist aber die Zufallskomponente durch die Seeded Packs in den letzten Jahren noch verstärkt worden. Was einerseits Anfängern beim Deckbau hilft, generiert von Zeit zu Zeit auch mal ein degeneriertes Deck wie meines. Zwar waren bei mir die Synergien nicht so sehr vorhanden. Das hat meine Liste aber durch rohe Gewalt wieder ausgeglichen. Ein Sealed-Pool, wie man ihn auf einem Grand Prix geschoben bekommen möchte. In der Zwischenzeit finde ich mich einfach damit ab, dass Sealed kein Format für kompetitive Spieler ist und übe weiterhin Draft und Constructed… Hier also mein Deck vom Prerelease:

DTK Pre Deck 4-1 30x30

Nach vier Matches voller ausgedehnter Spiele, seufzenden Gegnern und freundlichem Gekabbel verlor ich im Finale leider gegen ein GR Aggro Deck. Mein Opponent Score schien mich zu hassen, denn ich landete hinter Ormus von magicblogs.de auf dem dritten Platz. Dennoch habe ich ein paar Booster gewonnen, die ich für meine kleinen Diskussionsrunden wieder aufreißen kann! :) Da wir die unsägliche „FIRSTPICK ME“-Edition Fate Reforged endlich verlassen können, draften wir nun DTK-DTK-FRF. Im Folgenden geht es um einen Draft mit anschließendem Rare-Pick, sodass unsere Entscheidungen nicht durch schnöden Mammon beeinflusst werden.

DTK Booster 1 30x30

Wo sind denn die ganzen goldenen Karten hin? :( Nur die Ruhe, es gibt noch genügend! Da hätten wir die Drachenlords, die zweifarbigen Rare-Drachen, den goldenen Uncommon Drachen-cycle… Unser Booster hier ist leider Drachenlos – deren Präsenz spüren wir aber sehr wohl. Ein Spidersilk Net, der quasi-Counterspell oder das neue Artwork von Duress deuten darauf hin. Die Rare weiß uns erst einmal nicht so sehr zu beeindrucken. Sieben Mana für einen schlecht einschätzbaren Effekt scheinen auch in Sealed etwas übertrieben zu sein. Viele alten und neuen Mechaniken sind hier übrigens schön präsentiert: Bolster als Drawspell, Palace Familiar als Exploit-Futter, der Cousin von Temur Sabertooth mit VFormidable, Rebound auf unserer Rare und natürlich Megamorph auf einem blauen Flieger. Was würdet ihr hier picken, wenn ihr am Anfang eines DTK-Drafts stehen würdet?

Option 1) SelectShow

 

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Meine Pick-Reihenfolge) SelectShow

 

Das war’s also schon wieder! Was wäre eure Pick-Reihenfolge? Wie war euer Prerelease? Wie findet ihr die Edition? Ich les‘ alle eure Kommentare! 😉

PS: Zieht euch die Set-Reviews von Ormus und mir rein! Wir habens zwar nicht ganz geschafft bis zum Prerelease, der Rest wird aber nachgeliefert. Weiß! Blau! Schwarz! Viel Spaß!

Thoughtseize-Art

Mystery Modern – Turnierbericht

Long time, no see!

Was, wann, wo?

Sealed GPT in München. Pauper in Ravensburg. Modern GPT in Nürnberg. Standard GP in Miami. Ja ok, zwei von diesen sind nicht wie die anderen… Nichtsdestotrotz war diesen Samstag ziemlich viel geboten. Wenn man das ganze Wochenende betrachtet, sogar noch etwas mehr: in Bertil’s Spielwiese findet am Sonntag auch ein Sealed GPT für den Grand Prix Utrecht statt, bei dem ich aus Spaß an der Freude ebenfalls teilnehmen werde.
„Problem“ bei der Sache? Ich will eigentlich nur auf den Modern Grand Prix nach Kopenhagen und nicht nach Utrecht. Um für Modern ein bisschen Übung im wahren Leben zu bekommen, nahm ich bei dem GPT im Nürnberger Funtainment teil. (hi, grozoth, wo bist du?!) Die Entscheidung dafür war relativ kurzfristig, nachdem ich aber für Kopenhagen sowieso schon ein bisschen am Testen bin, dachte ich mir „wieso nicht?“. Als ich alle Karten zusammengekratzt hatte, sieht meine Liste so aus:

Wieso, weshalb, warum?

Dass ich auf Midrange Decks stehe, wissen meine fleißigen Leser vermutlich inzwischen. Da kommt es mir natürlich äußerst gelegen, dass Junk Rock (oder auch „Goyf ’n‘ Souls“, „Siegerino.dec“, „Thoughtseizeyou“) im Moment zu den Top Tier Decks in Modern gehört. Die Kombination aus allen möglichen „goodstuff“-Karten, die zudem auch noch sehr flexibel sind und ein schnelles Umschalten von verschiedenen Strategien ermöglichen, ist einfach zu schön, um wahr zu sein. Don’t ban it, pls!

Interessanterweise gibt es aber auch in solchen Decks einigen Spielraum. Natürlich ist das Metagame auf der Pro Tour jedes Mal etwas pervertiert, aber die 2,5 Arten, Junk zu bauen, sind alle immer noch spielbar. Da ich diesmal kein Wilt-Leaf Junk wie Jacob Wilson spielen wollte, war eine der Fragen für mich: Noble Hierarch oder nicht? Dieser glänzt vor allem im Mirror, da er Beschleunigung und die Oberhand im (selbst initiierten) Kampf bietet. Diese Vorteile lassen sich aber auf eine Vielzahl von Match-Ups übertragen, sodass ich im Moment gerne drei Slots an den Mana Dork vergebe. Die beiden One-ofs Kitchen Finks und Tasigur, the Golden Fang waren eine kurzfristige Änderung. Rausgeflogen sind dafür der dritte Scavenging Ooze und das vierte Lingering Souls. Auch wenn One-ofs statistisch gesehen kaum einen Unterschied machen sollten, war ich über diese beiden Karten sehr glücklich. Die Finks sind sowohl gegen Aggro Decks, als auch gegen Control eine solide Karte. Tasigur stellt quasi Tarmogoyf numero cinque dar, der allerdings ein paar kleinere Upsides hat: er ist Abrupt Decay-proof, kann auch mal nur 1 Mana kosten und gibt uns mit seiner Fähigkeit auch noch eine Mana Sink im Lategame. Genug blabla! Hier die Matches:

Runde 1: 2-1 vs UG Infect
Man fährt knapp 200km auf ein Turnier und wird in Runde Eins gepairt gegen… seinen Fahrer!? It’s ok, DCI Event Reporter…
Es ist 12 Uhr, ich bin noch nicht ganz wach und werde schon vor eine Mulligan-Entscheidung gestellt. Ich weiß, dass mein Gegner auf Infect ist und habe Thoughtseize, Siege Rhino, 5 Länder. Ich bin on the draw, gönne es mir also, Mulligan auf eine 6-Karten Hand mit einem Land zu nehmen. Nicht viel besser. Meine 5 Karten Hand hat endlich ein Abrupt Decay und entwickelt sich durch etwas Glück auch noch zu einem Sieg. Das Removal fehlt dafür leider in Spiel Zwei komplett. Ich tappe für ein paar Blocker aus und sterbe an Become Immense auf Blighted Agent. An Game 3 kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern, ich gewinne es jedenfalls und habe damit schonmal das 1-0 in der Tasche.

Runde 2: 2-1 vs RUG Twin
Mein Gegner kommt aus Chicago und wird von mir leider nicht sehr freundlich empfangen. Dreimal Discard hintereinander zerstören seine Hand. Zu allem Überfluss bleibt er auf zwei Ländern stehen. Im zweiten Spiel haben wir beide einen Thrun, the last Troll (thx, Legendenregel!), was meine Offensive jäh stoppt. Als er dazu noch einen Batterskull legt, ist es schnell vorbei. Im dritten Spiel habe ich vermutlich einen persönlichen Rekord für die längste Fehlerfolge errungen. Meine Lingering Souls und Manlands prügeln ihn auf 3 Leben runter. Als er alle Antworten, von denen ich durch ein Thoughtseize wusste, aufgebraucht hat, fürchte ich immer noch den Cryptic Command. Memo an mich selbst: von Beginn des Kampfes zu Angreifer deklarieren überzugehen, ohne ein tödliches Treetop Village zu aktivieren, sollte nach einer Wiederholung auffallen. Unverdient gewinne ich das Match in den extra Turns.

Runde 3: 1-2 vs UR Twin
In diesem Match kann man sich darüber streiten, ob ich einen Fehler gemacht habe. Thoughtseize zeigt mir, dass er zwar Splinter Twin auf der Hand hat. Den dazugehörigen Deceiver Exarch werfe ich ihm aber ab. Als ich gierig werde und ein oder zwei Runden später mit meinem Stirring Wildwood angreife (was mich effektiv austappt), hat er die Combo. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, ob ein Serum Visions dazwischen lag. Wenn ja, war ich eindeutig zu gierig. Im zweiten Spiel habe ich allen Discard, den ich brauche. Als ich ihm Pestermite abwerfe und er noch Sower of Temptation und Flame Slash auf der Hand hat, spiele ich meinen bis dahin wohl gehüteten Path to Exile auf seinen Grim Lavamancer und greife mit Treetop Village seine drei letzten Lebenspunkte an. Das dritte Spiel war ziemlich offen, bis er einen Jace, Architect of Thought resolven kann und ich ohne Kreaturen dastehe. Zwei Abrupt Decay und ein Dismember helfen leider nicht gegen Jace.

Runde 4: 2-0 vs Breachshift (so heißt das Deck angeblich)
On the draw. Ich habe keine Ahnung was mein Gegner spielt. Meine Hand ist Overgrown Tomb, Thoughtseize, Thoughtseize, Tarmogoyf, Tasigur und zwei andere nicht-Land Karten. Ihr seht, worauf das hinausläuft… Ich halte meine gierige Hand, und ziehe… noch ein Thoughtseize! Glücklicherweise spielt er Combo. Ich werfe ihm nacheinander Farseek, Scapeshift und Summoning Trap ab. Den Emrakul, the Aeons Torn kannst du behalten, bro! Mein zweiter Draw ist Gott sei Dank ein Land und ich kann Tasigur für 2 Länder und 4mal Delve wirken. Zwei Goyfs später ist das Spiel vorbei. In Spiel Zwei nimmt er einen Mulligan und wird auch noch von einem Thoughtseize bestraft. Goyf erledigt den Rest.

Runde 5: 2-1 vs UG Infect (ohne Wild Defiance, weil „es keine mehr gab“)
Ohne Wild Defiance, dafür liegt im ersten Spiel ein Ichorclaw Myr vor mir. Inquisition of Kozilek zeigt mir Mutagenic Growth, Mutagenic Growth, Become Immense, Vines of Vastwood. Ich nehme das Vines, gehe brain-afk und blocke die Runde darauf nicht. Doppel-Growth into Delve für 6 bedeutet 11 Infect-Marken für mich! GG, easy. Das zweite Spiel ist interaktiver. Ich spüre, dass er mehrere Runden lang etwas plant oder sogar vor hat. Ich halte mich mit Lingering Souls über Wasser und halte bei drei Handkarten immer 1-2 Mana offen. Was er nicht weiß: meine Hand ist Souls, Souls, Liliana of the Veil. Aus Angst vor Removal greift er zwar mit seinen Inkmoth Nexus (Plural: Nexi?) an, gibt ihnen aber nicht Schutz vor weiß mit Apostle’s Blessing. Zwei Siege Rhino beenden das Kasperletheater. Im dritten Spiel nimmt er einen Mulligan und hält einen one-lander mit Noble Hierarch. Ich stelle um auf Mana Denial.dec, zerstöre zwei Hierarchen, lass ihn mit Liliana of the Veil seine Dryad Arbor opfern und kloppe ihn zu Tode.

Runde 6: 2-0 vs Meervolk
„Willst du nach Utrect?“ „Nein, du?“ „Nope…“ Wir stehen beide 4-1 inkl. relativ gutem Opponent Score und wollen beide nicht in der Top8 um die Byes kämpfen. Draw und Concede bringen niemandem etwas. Was liegt also näher, als das Match wirklich auszupielen? Im ersten Spiel habe ich mit Noble Hierarch into Thoughtseize und Tarmogoyf in Zug Zwei einen ziemlich guten Start. Der Discard wirft Tidebinder Mage ab, ein Abrupt Decay kümmert sich um seinen Lord of Atlantis. Ein zweiter Goyf und ein Siege Rhino lassen ihm irgendwann keine Wahl mehr, außer zu blocken. Wenn das Aggro Deck mal blockt, verliert es. Im zweiten Spiel hält er einen one-lander on the play und bleibt drei Runden lang auf seiner Insel und seinem Cursecatcher stehen. Zu seiner Verteidigung: mit einem zweiten Land wäre die Hand mehr als solide gewesen. Als er die Manaquellen nachzieht, ist der Schaden jedoch schon angerichtet und ich bin mit 5-1 in meiner ersten Top 8… die ich nicht spielen werde. Der Meervolk-Spieler war jedenfalls mein entspanntester Gegner an diesem Tag, auch wenn er 0-2 verloren hat, das ist nicht immer so!

Ihr merkt schon, ich hatte etwas Glück an diesem Tag. Muss aber auch mal sein =) Mein Fahrer gelangt mit 4-1-1 zwar auch in die Top8, will aber ebenfalls nicht in Utrecht Modern Masters 2 Sealed zocken. Also beenden wir das Turnier an dieser Stelle und freuen uns über die Modern-Übung mit Preisen. Es reicht für einen chinesischen Noble Hierarch :)

What would Nico do?

MVP war für mich heute… das ganze Deck. Blöde Aussage, ich weiß. Die Möglichkeit, allein mit Thoughtseize/Inquisition of Kozilek, Abrupt Decay und Tarmogoyf auf eine Vielzahl von Decks vorbereitet zu sein, ist aber einfach absurd. Was heute nicht wirklich gut performt hat, war Scavenging Ooze. Immer, wenn ich einen in der Hand hatte, hatte ich bessere Sachen mit meinem Mana zu tun. Als ich mir im Vorfeld Decklisten angesehen habe, habe ich mich gefragt, wo denn mein Lieblings-Ooze steckt. Es scheint, als hätte er durch den Tod von Melira Pod etwas von seiner Daseinsberechtigung verloren. Zudem ist er gegen viele Decks schlicht und ergreifend zu lahm. Zugegebenermaßen rennen in Nürnberg 1-2 4colour Gifts-Listen rum. Ich werde mich dennoch mal nach einer Alternative umsehen. Ansonsten war ich mit meiner Liste recht zufrieden. Das Sideboard kann noch etwas Tuning vertragen, vor allem, sobald ich weiß, auf welche Decks ich mich wirklich einstellen muss. Affinity-Decks waren diesen Samstag zum Beispiel nur wenige am Start.

Feta, Kreta, Meta

Die Überschrift lässt schon darauf schließen: ihr habt den Blog-Eintrag gleich überstanden. Vorher wollte ich aber noch ein paar nette Decks aufzeigen, die ich an den Nachbartischen, oder auch mir Gegenüber gesehen habe. Ein einziges Turnier ist offensichtlich nicht sehr aussagekräftig, aber das Meta war recht divers. Hier ein paar auffällige Listen:

  • 4colour Gifts (aka Hippster-Rock)
  • Grixis Faeries (das würde PVDDR freuen)
  • Breachshift (Wer unterschreibt mir eine Petition für einen anderen Namen?)
  • Blue Moon
  • Sultai Control (Damnation Reprint, anyone?)
  • Esper Control (draw two, draw two, draw two)
  • UWR Control mit Splash für Lingering Souls und Mystical Teachings

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Turnierbericht gefallen! Es war in letzter Zeit sehr Ruhig hier, da mich das „Real Life“ zur Zeit etwas im Griff hat 😉 Zu allem Überfluss haben mich die Fate Reforged Booster etwas frustriert, da man hier so oft die Rare picken muss. Eine richtige Überlegung kommt dabei selten zu Stande. Nachdem ich jetzt einen Eintrag über Modern verfasst habe, sollte ich aber vermutlich wieder etwas Abwechslung reinbringen. Es stehen da auch noch gewisse Commander-Artikel aus… :)

Thoughtseize MtG Art by Lucas Graciano

FRF Booster 1 30

Limited Lullaby: FRF Booster #1

Willkommen in der Vergangenheit, verehrte Drafter!

Schmiede des Schicksals ist schon lange in den Läden aufgeschlagen und es zeichnet sich bereits in vielerlei Hinsicht ein bleibender Eindruck ab. Wir reisen aber nicht nur in die Vergangenheit, was das alte/neue Modern-Format angeht, sondern auch storytechnisch. In Bezug auf das Draft-Format bedeutet das: der erste Khane von Tarkir-Booster wird durch einen Schmiede des Schicksals-Pack ersetzt. Diese Änderung konnte ich bisher noch nicht genießen, jedoch habe ich an zwei Prerelease-Turnieren die neue Edition im Sealed und danach in einem spaßigen (?) Triple-FRF-Draft kennen gelernt. Kurze Zusammenfassung: ich habe bei beiden Prereleases den Jeskai-Klan gewählt. Davor war ich ja eigentlich auf Abzan fixiert, der Primer von PVDDR hat mich dann aber von dem USA-farbigen Klan überzeugt. Mit meinen Ergebnissen, 4-1 mit Dark Jeskai und 3-2 mit reinem Jeskai war ich ganz zufrieden. Das Jeskai Deck kann übertriebene Starts haben, kränkelt logischerweise am Lategame. Eine Ojutai, Soul of Winter kann da aber ein bisschen entgegen wirken 😉
Triple Fate Draft ist etwas seltsam, ich würde es nicht empfehlen. Man spielt zwar nur zweifarbig, aber Fixing ist kaum vorhanden und die Decks fühlen sich ziemlich halbgar an, da die Synergien zu den Karten aus Khans fehlen. Mit dem First Pick Dromoka, the Eternal habe ich mir ein recht solides GW Manifest-Deck gebaut, bin aber leider nur 1-2 gegangen. Don’t ask me.

Nun aber zur Booster-Diskussion! Dank der Prerelease-Action habe ich inzwischen acht Fate Reforged-Booster zur Verfügung. Da mir noch keine bessere Möglichkeit eingefallen ist, in schriftlicher Form Draft-Entscheidungen zu diskutieren, werde ich erstmal wie bisher weitermachen. Soll heißen: Wir schauen uns den ersten Booster eines FRF-KTK-KTK Drafts an und überlegen uns (bei anschließendem Rare-Redraft), was wir picken wollen. Die neue Edition scheint jedoch vor Rare-Bomben nur zu strotzen, zumindest lassen meine Preisbooster darauf schließen. Daher werde ich, wenn die Entscheidung viel zu einfach ist, mir zusätzlich überlegen, was die Pick-Reihenfolge ist, wenn die doofe Rare nicht im Booster wäre. Das mag für Real-Life Draft-Entscheidungen auf den ersten Blick nichts bringen. Wenn man sich dann aber wirklich mal über Uncommons und Commons Gedanken machen muss, habt ihr vielleicht schon die eine oder andere Einschätzung getroffen und wisst, wie der Viashino läuft.

Genug Gelaber! Heißt unseren allerersten Schmiede des Schicksals-Booster auf 75Slots willkommen:

FRF Booster 1 30

Braucht jemand ein GR Fetchland? Im Gegensatz zu Dragon’s Maze bietet uns Fate Reforged so einige seltene und begehrenswerte Land-Karten. Danke, Wizards of the Coast! Denkt daran, wir draften um des Draftens Willen; Mythics, Rares und Foils geben wir nach dem Draft also wieder ab und die Spieler entscheiden sich je nach Reihenfolge selbst für ihre Preise. Ich fange gleich mit meinen Überlegungen an, also zieht euch erst noch den Booster rein und bildet eure eigene Meinung!

Die Rare, Wildcall ist sehr solide, verlangt jedoch doppel-Grün in ihren Manakosten. Wenn wir in Grün sind, sind wir aber vermutlich sowieso recht tief drin. Dann ist Wildcall eine flexible Karte, die nicht nur eine faire Rate bietet, was Manakosten und Stärke/Widerstandskraft angeht, sondern auch noch skaliert und daher im späteren Spielverlauf immer noch nützlich ist. Es handelt sich jedoch nicht um eine der Manifest Karten, die mit den verstreuten „bringe eine Kreatur, die du besitzt, auf die Hand ihres Besitzers zurück“-Karten aus Fate synergieren. So nützlich kann die darunter liegende Karte fast nicht sein, dass ich die X +1/+1-Marken aufgeben möchte.
Ich habe eingangs erwähnt, dass ich bei den Fate-Boostern, die ich für den Blog fotografiert habe, fast immer die Rare picken möchte… bei diesem Pack lässt es sich aber noch am ehesten diskutieren. Es gibt noch drei andere Karten, die meine Aufmerksamkeit geweckt haben – nicht zuletzt, weil ich schon mit ihnen gespielt habe.

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Meine Pick-Reihenfolge SelectShow

 

Das war also unser erstes Schicksals-Päckchen. Wie ist eure Pick-Reihenfolge? Wie war euer Prerelease? Schon erste Erfahrungen mit dem neuen Draft-Format gemacht? Ich les‘ alle eure Kommentare und freue mich aufs nächste Mal!

PS: Ormus von magicblogs.de und ich haben nun das Video Set Review nun vollendet! Hier könnt ihr euch unser Geplapper über die restlichen grünen, mehrfarbigen und farblosen Karten ansehen!

Tarmogoyf paint 30

Timeshifted Modern – Mini-Turnierbericht

Wie viele von euch vermutlich mitbekommen haben, hat Wizards of the Coast mit seinen Bannings die Uhren zurückgedreht, was das immer beliebtere Format Modern anbelangt. Nicht-blaue, nicht-Pod Decks sind auf einmal wieder gut! Als ehemaliger Birthing Pod-Spieler (bitte kein falsches Mitleid ;)) befinde ich mich in einer verzwickten Lage. Einerseits besitze ich einige Modern-Staples (auch über Melira Pod hinaus), andererseits handelt es sich teilweise um 1-ofs (ach ne!). Um mein 71-Karten Junk Deck wieder wettbewerbsfähig zu machen, könnte ich z.b. auf The Rock umbauen. JA, ich habe daran gedacht Pod durch Chord of Calling/Yisan, the Wanderer Bard zu ersetzen. Und JA, es wäre grottig 😀 Allerdings habe ich vor einigen Wochen bei GP Denver (I think) eine interessante Abzan Aggro Liste gesehen, nach deren Vorbild ich mir ein Deck für den PPTQ Modern, der heute Nachmittag in Bertil’s Spielswiese stattfand, zusammengeworfen habe:

Der Plan des Decks ist es, effiziente Kreaturen zu legen und währenddessen den Gegner mit Removal und Discard in Schach zu halten. Eine Knight of the Reliquary-Toolbox rundet das Deck ab. Siege Rhino war genauso All Star, wie ich es mir erhofft habe. Neben dem Enters-the-battlefield Trigger ist auch die Tatsache relevant, dass Rhino gegnerische Path to Exile o.ä. zusätzlich strapaziert. Wenig Mana für viel Value. Lingering Souls schlägt in die gleiche Kerbe. Gepaart mit Vault of the Archangel können die Souls auch mal ziemlich schräg abtauschen. Was dem geübten Modern Spieler vielleicht auffällt, ist die maindeck Sigarda, Host of Herons und das Worship im Sideboard. Durch die Vernichtung von Treasure Cruise- und Pod-Decks rechne ich mit einer Welle von BGx Decks. Sigarda ist dagegen einfach nur eklig. Das Worship ist Sideboard Tech, die ich auch schon in Birthing Pod gespielt habe. Decks wie Bogles, Meervolk oder auch Twin tuen sich schwer, mich zu töten, wenn Worship online ist. Nun aber genug blabla… hier meine Matches:

1-2 vs. Meervolk
Das erste Spiel war relativ ausgeglichen, wird aber beendet von einem Spreading Seas from the top. This is why you play 4-ofs. In Spiel 2 habe ich tatsächlich das Worship, er lässt sich ein paar mal Hauen, um mein Deck kennen zu lernen, bevor er aufgibt. Tatsächlich hätte er mit Phantasmal Image ein Out, da ich einen Qasali Pridemage liegen habe… In weiser Voraussicht versuche ich, den Pridemage im Kampf loszuwerden. Da das nicht klappt, schieße ich seine Turn5-Aether Vial ab. Das dritte Spiel findet in den restlichen 4 Minuten und den zusätzlichen Zügen statt. Doppel-Aether Vial und ein langsamer Draw meinerseits werden für mich zum Verhängnis.

2-1 vs. Jund
Ein ziemlich langweiliges Match. Im ersten Spiel bin ich flooded, im zweiten und dritten Spiel zieht er dagegen nur wenig Action. Er hat ein paar würzige One-ofs, darunter Thundermaw Hellkite, Grim Lavamancer, Olivia, Golgari Charm und Goblin Rabblemaster. Jund Aggro?

2-1 vs. 4-Colour Gifts
Richtig cooles Deck, das mein Gegner da am Start hatte. Discard-package + Gifts Ungiven package = fun. Problem ist nur, dass das Deck etwas rumgammelt, bis es endlich mal auf vier Mana sitzt. Gifts findet dann eine Kombination aus Fatties/Game Endern (Siege Rhino, Thragtusk, Iona, Shield of Emeria, Elesh Norn, Baneslayer Angel), Unburial Rites und wahlweise Removal oder Lingering Souls. Ich war in zwei von drei Spielen leider etwas zu schnell für ihn.

2-0 vs. Junk Rock
Ein one-for-one jagt das nächste. Das ganze Match ist eine zähe Materialschlacht, bei der wir beide zu gleichen Teilen mit Discard, Kreaturen und Removal um uns schmeißen. In Game 1 bleibt er jedoch lange auf drei Länder stehen, in Game 2 habe ich Sigarda und Thrun, the last Troll. Ich glaube, ich habe seine Liliana of the Veil weinen hören :)

0-2 vs. UW Control
Ich dachte, ich wäre auf Control vorbereitet. Dagegen habe ich nun in Standard und Modern schon so oft gezockt und inzwischen freunde ich mich selber so langsam mit der Farbe Blau an! Drei Spreading Seas haben mir im ersten Spiel allerdings den Hahn zugedreht. Das Value Package aus Wall of Omens, Kitchen Finks und Restoration Angel war mehr als ausreichend, mich zu schlagen, während ich mich noch frage, was da eigentlich vor sich geht. Da ich im Vorfeld nicht drawen konnte (zwei meiner Gegner haben gedroppt), habe ich damit das Win and In verloren.

Alles in allem halte ich Junk Beatdown für ein solides Deck. An den Zahlen kann man vermutlich noch viel drehen und manche Leute halten vielleicht nichts von Knight of the Reliquary. Ich glaube jedenfalls, dass diese Kombination aus „Haudrauf“ und „Wirfab“ viele 50/50 Matchups hat. Dann heißt es nur noch, den kleinen aber feinen Vorteil rauszugrinden 😉

By the way, das Set Review für Fate Reforged, das ich in Kooperation mit Ormus von Magicblogs.de durchziehe, nähert sich dem Ende! Vor ein paar Tagen haben wir die Farbe Rot absolviert und werden uns bald die restlichen Karten anschauen. Etwas spät, aber das soll den Unterhaltungswert nicht mindern! 😉

Tarmogoyf Art by Ryan Barger, copyright by WotC

Cogwork-Librarian-MtG-Art

Last-minute Briefing FRF

Hi Leute, wisst ihr was ich bei gestrigem Beitrag vergessen habe? Euch auf den Prerelease-Events für Fate Reforged am Wochenende viel Erfolg zu wünschen! Das wars auch schon wieder für diesen Post! Bis bald!

Just kidding.

Während ich hier gemütlich Kenji beim 24h-Stream zuschaue, bereite ich mich auch ein bisschen aufs Wochenende vor. Thoralf Severin, alias „Toffel“, hat heute seinen Primer drüben bei PlanetMTG veröffentlicht, der von der Story über etwas Casual bis hin zu Sealed und Draft alle Themen abdeckt, die man sich nur wünschen kann!

Die Hipsters of the Coast haben außerdem einen netten Überblick über alle Instants von FRR verfasst. Schlaut euch hier auf.

Falls ihr mehr auf visuellen Content steht, der gute Ormus vom Muttiblog und ich haben angefangen, ein Set Review zur neuen Edition zu machen. Bisher könnt ihr euch ansehen, was wir zu den weißen, blauen und schwarzen Karten so zu sagen haben.

Vergesst in dem ganzen Trubel nicht, dass unser Prerelease-pack aus 1 KTK, 4 FRF und einem Seeded Pack mit bisher unbekanntem Inhalt besteht. Das bedeutet:

  • Für maximalen Erfolg müsst ihr euch mit den KTK-Karten weiterhin auskennen. Die „unter 5-Mana kann mein Gegner mit seinem Morph im besten Fall nur traden“-Regel gilt allerdings nicht für Manifest! Ist beispielsweise ein Master of the Pearls manifestiert worden, kann dieser auch für 1W aufgedeckt werden.
  • Der Seeded Pack besteht vermutlich mindestens zur Hälfte aus FRF Karten. Ihr habt also 4,5 Booster frische, neue Karten vor euch. Ich gehe mal davon aus, dass ihr den euch den offiziellen Spoiler schon reingezogen habt. Besonderes Augenmerk bitte auf die Commons und Removal. Dank der vielen, neuen Karten wird das Format nicht ganz so bunt, zweifarbige Decks mit einem Splash einer dritten Farbe, bzw. Klan-farbige Decks mit einer Hauptfarbe werden aber immer noch gang und gäbe sein.
  • Ihr dürft erneut einen Klan wählen. Meine Pick-Reihenfolge lautet wie folgt: (Wunsch-Klan zuerst) Abzan, Sultai, Jeskai, Temur, Mardu.

Wenn man das ganze tryhard- und spike-getue mal vergisst, wünsche ich euch vor allem viel Spaß auf dem Prerelease und mögt ihr alle einen alternative-art Ugin aus dem Fate pack ziehen!

Cogwork Librarian Art by Dan Scott, Copyright by WotC

Putrefy by Igor Kieryluk

Wreaking Havoc in Hanau… sort of

Die Anfahrt am Morgen eines Turnieres hat schon was. Neben verschlafenen Gesichtern, verwirrten Navigationsgeräten und übersüßen Energydrinks vor allem eines: etwas Nervenkitzel. Baut man sich einen Zeitpuffer ein, der groß genug ist, sollte alles natürlich kein Problem sein. Im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass wir im August beim PTQ/WMCQ-Wochenende und Ende Dezember beim PTQ/PPTQ-WE auf der Hinfahrt auch eine Prise Glück hatten.

Eins nach dem anderen…

Als ich mich endlich dazu entschieden hatte, das letzte Dezember-Wochenende in Hanau zu verbringen, waren wir inzwischen vier Grinder. Zum Training sind wir im echten Leben nicht gekommen, jedoch habe ich einige Matches auf Cockatrice absolviert. Das hilft vor allem beim Modern-Format, dessen Turniere ja etwas rarer gesät sind. Ein bisschen Sideboard-Guide und Decklisten schreiben später sitzen wir auch schon im Auto. Wieder fahren wir erst am Morgen des ersten Turniers, einem Samstag, los. Beim letzten Mal im August (es lockten ein PTQ und ein WMCQ) standen wir auf der A3 natürlich im Stau. Nachdem sich dieser aufgelöst hatte, waren es aber nur noch 20 Minuten zur Location, die erste Runde war also safe. Das Doppel-PTQ-WE am 28./29.12. sollte uns dafür mit reichlich Schneegestöber verwöhnen. Es fing auch tatsächlich an, unübersichtlich zu werden, als wir von der Autobahn runterfuhren. Nachdem es anderen Teilnehmern wohl nicht so gut erging, verspätete sich das Turnier um eine Stunde. Genug Zeit, um noch ein paar Spiele zu machen!

Der Pro Tour Qualifier am Samstag, den 28.12. war im Standard-Format. Da ich auf Aggro- und Control-Decks weniger Lust habe, musste eine Midrange-Liste her. Was tut man aber, wenn das ganze Feld aus Midrange besteht? Go Under, Go Over, Go Deep? Choose your weapon. Interessanterweise ist KTK-Standard ein sehr Tempo-orientiertes Format. Midrange-Decks spielen anfangs jedoch eine ganze Weile lang nur einen Spell pro Zug. Wie kann man das also ausnutzen? Aggro-Decks, wie z.B. Mono Red Sligh, überfluten das Board mit mehreren Kreaturen pro Zug. Ich will aber keine 1/1- oder 2/2-Würstchen spielen, und schon gar keine Goblins! Was tun?

Das Temur-Deck an sich spiele ich ja schon seit einiger Zeit und hab auf meinem Blog auch schon ein bisschen was darüber geschrieben. Der Deck-Plan ist grundsätzlich, dicke Kreaturen zu legen und den Gegnern nebenbei mit Spells unter Druck zu setzen. Je nach Matchup kann man ein paar Fatties legen und den Gegner überrennen, oder auch nur einen Savage Knuckleblade spielen und diesen mit Counter-magic beschützen.

Decks wie Abzan Midrange oder Sidisi Whip legen oft ein getapptes Land in Zug 1, einen Manabeschleuniger in Zug 2 und fangen dann erst so richtig an, ihr Board aufzubauen. Wisst ihr, wie gut es sich anfühlt, einen Goblin Rabblemaster in Zug 2 zu legen? Oder einen Savage Knuckleblade? Letzteren können wir sogar mit Stubborn Denial oder seiner eigenen Fähigkeit beschützen, wenn er einen Zug überlebt hat. Temur bietet einige heiße Karten und viele Möglichkeiten, den Gegner auszuspielen. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Decks, die gerade so kursieren, einigermaßen gut kennt. Heir of the Wilds lässt uns z.B. sorglos in Sylvan Caryatid oder Courser of Kruphix rein-angreifen. Mit vier verfügbaren Mana kann man auch mal einen Yeti legen und mit Crater’s Claws einen Seeker of the Way killen. Kurzum: Ferocious is awesome! Nun aber zu den einzelnen Runden. Ich habe mir währenddessen keine Notizen gemacht, verzeiht mir also, wenn mein Bericht teilweise etwas ungenau ist!

Frontier Bivouac by Titus Lunter, Copyright by WotC

Runde 1: 0-2 gegen Abzan Aggro
Es sitzt mir ein sehr versierter Spieler gegenüber, der mich im Modern-PTQ im August schon einmal besiegt hat. Spiel 1 hat seinen Wendepunkt in einem Zug, in dem ich mit allem angreife und noch ein tödliches Crater’s Claws auf der Hand halte. Da ich schon eins davon gespielt habe, riskiere ich es. Als er fragt, ob er meinen Friedhof sehen kann, weiß ich, dass das Spiel vorbei ist. Er rechnet ein bisschen, macht den richtigen Block, um nicht zu sterben und tötet mich kurz darauf mit seiner eigenen Mannschaft. Das zweite Spiel dreht sich vor allem um eine Anafenza, the Foremost, die ich partout nicht abstellen kann. Ihre Pump-Fähigkeit macht die Kampfphasen noch ekliger und mein schlechter Start ist perfekt. Das geht ja schon mal gut los!

Runde 2: 2-0 gegen Abzan Aggro
Abzan Aggro again! Spiel 1 sieht lange Zeit nicht gut für mich aus. Als er jedoch gierig wird und ich sein Siege Rhino Doppel-blocken kann, wendet sich das Blatt. Ich baue ein Board mit u.a. zwei Courser of Kruphix auf und lasse seine einsame Anafenza traurig aussehen. Die zwei Stubborn Denial, über die er durch meine Courser weiß, sorgen dafür, dass er mit einer vollen Hand verliert. Das zweite Spiel gewinnt er, ich kann mich jedoch nicht mehr daran erinnern. Im dritten Spiel habe ich den perfekten Draw. Elvish Mystic hilft, Goblin Rabblemaster in Zug 2 zu legen. Ein Magma Spray kümmert sich um seinen Rakshasa Deathdealer. „Das ist genau die Sequenz, die ich nicht schlagen kann.“, bemerkt er. Sorry, Bro.

Runde 3: 2-0 gegen Mono Black Control
Ihr habt richtig gelesen. Mono. Black. Control. Er ist on the play, legt einen Sumpf und sagt „Go!“. Ich denke mir „Mono Black Aggro und er hält eine Hand ohne One-Drop? Oke..“. Als er jedoch Zug 2 Sign in Blood spielt, muss ich grinsen. „Die Zeiten sind doch längst vorbei!“ werfe ich ihm entgegen. Ab da erwarte ich, dass er mir ein Hero’s Downfall nach dem anderen um die Ohren schmeißt, mein Savage Knuckleblade überlebt aber wundersamerweise den Zug, in dem er schutzlos ist. Ich halte danach also konstant drei Mana offen, und mache ihm kurzen Prozess. Das zweite Spiel läuft ähnlich. Zu meiner Verwunderung legt er in Zug 5 einen Indulgent Tormentor. Jap. Glücklicherweise kann ich darauf den zweiten Knuckleblade mit Eile legen und ihn zum Chump-block zwingen, da er auf 10 Leben sitzt. In seinem Zug zieht er wohl auch nichts nach und ich gewinne das Match. Damnation, anyone?

Runde 4: 2-1 gegen Jeskai Fireworks
Meine Länder in Game 1 sind Yavimaya Coast, Shivan Reef, Mana Confluence. Mein Gegner erwähnt mitleidig „Sieht schmerzvoll aus..“. I did not win this game. Beim sideboarden strotzt er nicht gerade vor Selbstbewusstsein. Er hätte oft gegen seinen Freund getestet, der auch Temur spielt und dabei wohl 75 % der Spiele verloren. „Muss nichts heißen, du liegst 1:0 vorne“, chatte ich zurück. Abgesehen davon gibt es ca. trölf verschiedene Arten, Temur zu bauen. Mit meinen Painlands fühle ich mich gegen die Burn-Spells von Jeskai jedenfalls nicht so gut aufgestellt. Etwas Lebenspunkte-bewusstes Mana-Erzeugen und ein paar Removal und Counter später, gewinne ich jedoch mein drittes Match und stehe 3-1. Value ist, wenn man einen Sarkhan, the Dragonspeaker mit einem ein-Mana-Zauber postwendend in den Friedhof schickt 😉

Runde 5: 2-1 gegen Mardu Midrange
Mit Ach und Krach gewinne ich das erste Spiel, sehe jedoch keinen einzigen Goblin Rabblemaster. Dementsprechend stelle ich mich auf Mardu Control ein, es soll ja auch Listen geben, die mehr auf teure Planeswalker setzen. Pustekuchen. Mein falsches sideboarden rächt sich sofort und ich gehe an Doppel-Rabblemaster ein. Das dritte Spiel hat mir gezeigt, warum ich eigentlich Temur Charm spiele. Zwei der drei Modi sind ziemlich Win-more, wenn man sich mal überlegt, was man für ein Board haben muss, um den Charm gut zu machen. Einen Stormbreath Dragon gegen Butcher of the Horde kämpfen zu lassen UND für 5 zu hauen, gewinnt aber nun mal Spiele.

Runde 6: 2-1 gegen Jeskai Tokens
Wieder mal endet Game 1 ziemlich schnell. End of Turn doppel-Lightning Strike und Main Phase doppel-Stoke the Flames (mit Convoke über Hordeling Outburst-Tokens) kümmert sich um meinen relativ hohen Lebenspunktestand. An das mittlere Spiel kann ich mich wieder nicht erinnern, im Spiel darauf schlage ich ihn dafür mit seinen eigenen Waffen. Ich habe (unter anderem) 8 Mana, einen Stormbreath Dragon im Spiel, Crater’s Claws auf der Hand und einen end-of-turn Lightning Strike. Er hat 16 Lebenspunkte. Do the math.

Runde 7: 2-0 gegen Mardu Midrange
Schon wieder Mardu Midrange, das Match war allerdings weniger aufregend. In Game 1 kann er kein Board aufbauen und in Game 2 fehlen ihm die Länder. Glück gehört eben auch dazu! Match record: 6-1.

Runde 8: 0-2 gegen UW Heroic
Mein Gegenspieler stand übrigens wegen des Schneesturms im Stau. Er verpasste Runde 1, gewinnt dann aber einfach mal die nächsten sechs Runden. Wir sitzen an Tisch 4; unser beider Opponent Score ist, wegen der Niederlage in Runde 1, eher suboptimal. Ein Draw kommt also nicht in Frage. Zu meinem Leidwesen gewinnt er den Würfelwurf – ich saß in einer der vorherigen Runden neben ihm und konnte bereits den Deck-Archetyp ausmachen. Es wird jedenfalls ein interessantes Spiel. Seinen Hero of Iroas kann ich zwar dank Aqueous Form nicht blocken, meine eigenen Kreaturen, darunter old Knucks und Goblin Rabblemaster, machen ihm aber einigen Druck. Unglücklicherweise hat er zum rechten Zeitpunkt ein Ordeal of Heliod, das ihn aus meiner Reichweite zaubert und ihm den Sieg im ersten Spiel bringt. Im zweiten Spiel habe ich vermutlich den Match-entscheidenden Fehler gemacht. In Runde 2 muss ich mich entscheiden, ob ich mittels Elvish Mystic einen 3-Mana 4/4er hinklatsche, oder meinen Temur Charm benutze, seinen Favored Hoplite auszuschalten. Aus Angst, den Hopliten nicht mehr töten zu können, wenn er mit ihm enttapt, entscheide ich mich für letzteres. Das rächt sich natürlich postwendend, als er einen Hero of Iroas nachlegt und ich ohne Removal da stehe. Hätte ich Knuckleblade gespielt, hätte ich einen Blocker gehabt, der später auch noch den Hero mittels übrigem Charm töten könnte. Eine späte Einsicht. Übrigens hätte ich wirklich zu gerne ein Force Away auf eine seiner Kreaturen gespielt, das scheint richtig albern zu sein. 😀 (optimalerweise ohne, dass er Gods Willing präsentiert oder in response auf das Willing)

Das war also meine Reise im vermutlich allerletzten, „alten“ PTQ der Welt! Am Ende reichte es für einen 13. Platz, 9 Booster und jede Menge Anteilnahme, Mitfiebern und mentale Unterstützung meiner Freunde! Danke!

Der nächste Tag…

Vom Modern-Turnier liefere ich keinen detaillierten Bericht, nachfolgend könnt ihr aber mein Deck, alle Runden und die Match Records sehen. Das Ergebnis war unbeeindruckenderweise 2-5-1, inklusive Bye. Cool fand ich Domain Zoo mit Siege Rhinos, um den Life Loss auszugleichen. Interessant war auch der „Top Control“-Haufen in Runde 5. Macht euch auf MTGSalvation selbst ein Bild. Blöderweise lässt er mich im vierten Extrazug die letzte Karte meiner Bibliothek entfernen. Gegner war außerdem von der Sorte „Control-Spieler, der genervt ist, dass die Runde nur 50 Minuten hat.“ Frust.

Putrefy by Igor Kieryluk

Putrefy by Igor Kieryluk, Copyright by WotC

Die Runden im Modern-PPTQ:

Runde 1: 0-2 gegen Domain Zoo

Runde 2: 0-2 gegen Jund

Runde 3: 1-2 gegen Bogles

Runde 4: 1-1-1 gegen WB Tokens – Worship gewinnt leider nicht von alleine.

Runde 5: 1-2 gegen Bg Top Control

Runde 6: 2-1 gegen BR Vampires, oder auch „Kalastria Highborn-Combo“

Runde 7: 2-0 gegen Missing Opponent – Wollte eigentlich spielen :(

Runde 8: 1-2 gegen TarmoTwin – Ich sehe nie Tarmogoyfs, dafür aber den Rest von seinem Deck, da er tatsächlich imstande war, teilweise mit den Artworks zu mir hin zu mischen. Bevor jetzt jemand schreit, das hätte ich ihm sagen sollen – es war so offensichtlich, dass jede darauf abzielende Bemerkung einer Beleidigung gleich gekommen wäre. Habe das im Nachhinein auch mit einem Judge abgeklärt; es ist kein „looking at extra cards“. Spikes können solche Mischkünste also zu ihren Gunsten nutzen.

Fazit
Um ehrlich zu sein, habe ich ja schon länger im Hinterkopf, Standard den Rücken zu kehren und mich dafür mehr Modern zu widmen. Das hat bisher nicht geklappt, vor allem mangels Modern-Turnieren in der näheren Umgebung und weil Standard IMMER WIEDER SO AWESOME IST! Temur macht mir richtig Spaß zu zocken und offensichtlich hat es auch einen Platz im Metagame, obwohl es keine großen Erfolge feiern kann (bisher). Eventuell ist das natürlich auch der Underdog-Bonus. Auf dem PTQ gab es doch tatsächlich noch Leute, die sich Stubborn Denial durchlesen mussten – obwohl dieser nicht nur in Temur, sondern auch in manchen UW Heroic Listen Platz findet und auch im Modern Fish/Meervolk ausprobiert wird. Dass Heir of the Wilds in einem Meta voller Midrange Decks ein Knüller ist, hat Abzan Aggro jedenfalls auch erkannt.

Alles in allem genieße ich einfach immer wieder den frischen Wind, den Standard alle paar Monate mit sich bringt. Über die Kosten in Form von Finanzmitteln und Zeitaufwand (um auf dem neuesten Stand zu bleiben) wollen wir mal nicht reden 😉 Was Modern angeht, werde ich vermutlich mal eine Pause von meinem geliebten Pod machen, und dafür andere Decks ausprobieren. Das sollte mir helfen, den Kopf in dieser Hinsicht etwas freizumachen.

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Bericht gefallen und wir lesen oder sehen uns bald wieder!