Archiv der Kategorie: Constructed

Retreat-to-Hagra-Battle-for-Zendikar-MtG-Art

Sommerpause !?

Moment! Bevor jetzt eine/r sagt „Ja spinnst? Das war ne Frühlings-, Sommer- und Herbstpause!“… ihr habt ja Recht :( Wer meinen Twitter verfolgt, der hat zumindest ein bisschen was von mir mitbekommen. Hier ein Draft, da ein PPTQ, aber allgemein war es sehr ruhig. Seit Vormis Gastbeitrag im Mai ist auf meinem Blog nichts mehr passiert. Aber warum? Wie man an den letzten Blog-Einträgen vor dem Nirvana feststellen konnte, habe ich mich im Frühjahr auf den Grand Prix Kopenhagen im Format Modern vorbereitet. Erst groß angekündigt, dann nie wieder etwas davon gehört… da bin ich euch wohl eine Erklärung schuldig!

MTG GP Copenhagen

Das Event mit zwei meiner Freunde war an sich ein echt cooles Erlebnis, allerdings lief es in den Turnieren bei mir eher mittelmäßig – hier die Kurzfassung:

Main Event: ein überschaubar gutes 5-4 Ergebnis (davon eine gegnerische Aufgabe) bereitet mir den ersten Frust.
Side Event Modern: 0-4 Drop bedeutet kein Modern mehr für dieses Wochenende!
Super Sunday Series Sealed: 0-3 Drop gibt mir den Rest.

Nach dieser Performance hatte ich leider wenig Lust, das Ganze zu analysieren, auch wenn das eigentlich die logische Konsequenz gewesen wäre. Offenbar war es mal eine Zeit lang nötig, es mit Magic etwas langsamer angehen zu lassen. ABER! Man soll sich ja auf die positiven Dinge konzentrieren. Einerseits schaffte es einer meiner Freunde in Kopenhagen nach fünf Runden ungeschlagen in der Feature Match Area mit Infect Marken um sich zu werfen und andererseits hatten wir das ganze Wochenende über viel Spaß, was mitunter auch an der dänischen Sprache lag 😀

5 Jahre Magicblogs.de

Was ist sonst so passiert während meiner medialen Abwesenheit? Magicblogs.de feiert den fünften Geburtstag! Habt ihr beim Gewinnspiel mitgemacht? Battle for Zendikar Produkt wird aufgerissen wie blöd und senkt die Rare-Preise. Apropos Preise… aufgrund gewisser Einzelkarten-Preise *hust*jace*hust*hangarback*hust* werde ich in Standard vorübergehend nicht mehr netdecken. Stattdessen habe ich in letzter Zeit öfter mal etwas andere Decks in Modern ausprobiert, die bisher nicht so meinem Stil entsprachen, aber dazu später etwas mehr.
Vor ein paar Wochen war jedenfalls Game Day Battle for Zendikar und auch, wenn ich mit meinem 2-3 Ergebnis nicht zufrieden war, möchte ich euch mein Deck vorstellen, dass ich so oder so ähnlich in der letzten Zeit gespielt habe, wenn ich denn mal für ein Standard Event Zeit gefunden hab:

Vor der Rotation hat das Deck natürlich mehr Goblin Rabblemaster und Stoke the Flames gespielt. Da ich Seeker of the Way, Soulfire Grandmaster und Crackling Doom alle richtig stark finde, spiele ich das Deck ziemlich gern. Auf einem Grand Prix Trial für Oakland vor zwei Wochen bin ich damit auch angetreten, was allerdings in 0-2 Drop endete. Aktuell würde ich am liebsten Jeskai Black spielen, allerdings ist mir Jace dann doch etwas zu teuer und die Decks aufgrund der bunten Mana Bases zu… willkürlich. Soviel zu Standard.

Was Modern anbelangt, habe ich ein Deck für mich neu entdeckt. Frei nach dem Motto „come to the blue side, we have counters“ spiele ich im Moment Grixis Twin. Auch wenn ich in meiner Modern-Laufbahn schon einige Twin-Decks in Aktion gesehen oder dagegen gespielt habe, handelt es sich um eine Strategie, bei denen die meisten Magic Spieler noch etwas lernen können, wenn sie es selbst pilotieren. Die Tempo-plays, das Umschalten von verschiedenen Strategien zum richtigen Zeitpunkt, das Sideboarden und zu wissen, wie man mit der Angst des Gegners vor der Combo spielen kann sind nur einige Beispiele. Kurzum: würde ein Deck namens „Brainless Junk“ (Junk ohne Lilianas) existieren, so wäre es auf einer Komplexitäts-Skala auf der einen Seite und Twin auf der anderen. Twin ist außerdem DIE Definition eines Modern Decks. Es beherrscht den berühmt-berüchtigten Turn-4-Kill, es ist komplex und es wird vermutlich nie verschwinden, solange Modern existiert. Die ganze Schwärmerei soll jetzt allerdings nicht heißen, dass ich nie wieder was anderes spiele, sondern dass ich die Abwechslung genieße :)

Apropos Abwechslung!

Da das Feedback zu meinen Boosterdiskussionen oft positiv, aber dennoch sehr divers ausgefallen ist, bin ich nicht sicher, ob diese jemals zurückkommen werden. Zu sehr fühlt es sich so an, als ob der Pick jedes Mal klar wäre, nur weil diese eine Rare oder Uncommon im Booster ist. Es kommt noch hinzu, dass wir mit dem Pack 1 Pick 1 nur 1/42 des Drafts betrachten und nie in irgendeiner Form evaluieren und reflektieren können, ob wir am Ende des Drafts das Richtige getan haben. Ich bin für Ideen offen!

Über was könnte ich noch schreiben? Zuletzt war ich auf einem Commander 2015 Release Event und habe mich für das – wer hätte es gedacht – Grün-Schwarze Deck entschieden. Beliebt waren bei der Auswahl eigentlich alle Decks außer dem rot-weißen Aggro-Haufen. Da hat vermutlich schon jeder mitbekommen, dass man in Mehrspieler Partien der Arsch ist, wenn man die Initiative ergreift (natürlich im Gegensatz zum echten Leben, Kinder!). Die Golgari Liste fühlt sich jedenfalls aufgrund der zermürbenden Unumgänglichkeit und der Rekursion, bei der jede Kuh mit ihren Mägen einpacken kann, im Gegensatz zu den restlichen Decks etwas unfair an. Über dieses neue oder zwei andere meiner Lieblings-Decks könnte ich zum Beispiel einen Blog-Eintrag schreiben, wahlweise mit definierter Deckliste oder auch nur Tipps, Gedankengänge, Anregungen, sofern sich hier auch Fans der 100-Karten Formate finden?

Beim Durchschauen des neuen Decks kam mir heute noch eine andere Idee. Skullclamp ist schon eine abgefuckte Karte. Ich bin zwar generell nicht in der Lage, das Zeitgeschehen zurückzudrehen und alles besser zu machen, aber was wäre, wenn wir in einer kleinen Blog-Serie die Fehler von Magic’s Vergangenheit diskutieren würden? Die Einordnung einer Karte in die damalige Magic-Historie, die Auswirkungen auf uns Spieler und wie müsste die jeweilige Karte aussehen, um nicht als „Fehler“ der Macher zu gelten? Karten wie Tolarian Academy sind dabei natürlich außer Frage. Es würden eher Karten sein, die ich z.b. selbst miterlebt habe und die eventuell nur grenzwertig als „zu gut“ gesehen werden können. Nun habt ihr vermutlich den „broken 2-drop cycle“ (der kein cycle ist) vor Augen. Na, wär das was?

Retreat to Hagra MtG Art by Kieran Yanner

Assault-Formation-Dragons-of-Tarkir-MtG-Art

I like big butts! – Gastbeitrag by Vormi

Willkommen zu meinem ersten Gastbeitrag auf Nicos Blog :)

Wer mich nicht kennt: Ich bin der Vormi, Student in Ulm und Magicspieler seit M13.

Was mich von den meisten Spieler unterscheidet: Während alle im Internet nach den Top-Decks der verschiedenen Turniere suchen und diese dann zum nächsten FNM bringen, gehöre ich zu den sogenannten Brewern, also Spielern, welche sich die Decks selbst überlegen. Dabei versuche ich Kreativität und Kompetitivität unter einen Hut zu bringen.

Als dann im Dragons of Tarkis Spoiler plötzlich die Karte Assault Formation zu sehen war, wusste ich direkt: Du wirst meine neue Deck-Idee!

Assault Formation verlangt nach Kreaturen mit viel Toughness. Also ist unser Gameplan für den Anfang erstmal zu stallen, bis wir selbst genügend Board-Präsenz aufgebaut haben. Die besten Kreaturen dafür bieten in meinen Augen Blau und Weiß, allerdings wollte ich auch Instant-Removal reinpacken, um vor allem im Early-Game die Bomben des Gegners auszuschalten, weshalb ich mich gegen Weiß und für Schwarz entschieden habe. Von den Manaanforderungen der Formation wurde ich natürlich direkt Richtung Grün gedrückt, weshalb schnell Sultai als Clanfarben festgelegt waren.

Die besten Kreaturen für unser Deck in Grün sind natürlich Sylvan Caryatid und Courser of Kruphix. Diese beiden Karten helfen uns einerseits früh das Board zu stallen und auf der anderen Seite sind sie unerlässlich, um zuverlässig das passende Mana zu erhalten. Denn das Deck will in Turn 3 sowohl Doppel-Grün, Doppel-Schwarz als auch Doppel-Blau produzieren können.

In der Farbe Blau habe ich mich für Dragon’s Eye Savants und die Wall of Frost entschieden. Mit einer aktiven Assault Formation auf dem Board kann Dragon’s Eye Savants in Turn 3 direkt für 6 Schaden angreifen, während wir ohne Assault Formation einen 2/2 Morph auf dem Board haben (vor allem gegen Control ein guter Early-Beater) und zusätzlich durch das aufmorphen die Hand des Gegners auf Countern oder Removal untersuchen können. Die Wall of Frost dient uns als Stabilisation gegen die ganzen aggressiven Decks mit Beatern wie Siege Rhino oder Goblin Rabblemaster. Der Profaner of the Dead dient uns zusätzlich als Blauer One-Off, welcher uns zuverlässlich das ganze Board des Gegners räumen kann. Das ist vor allem gegen Token-Strategien, welche den bereits erwähnten Goblin Rabblemaster spielen, sehr effektiv.

Auch Schwarz bietet uns starke Kreaturen für unsere Deckidee. Disowned Ancestor ist in unserem Deck der beste One-Drop und kann mit einer Assault Formation in Turn 2 direkt als pseudo 4/4er angreifen. Da unser Deck sehr abhängig von unseren Win-Conditions ist, spiele ich zudem Sidisi, Undead Vizier als Tutor. Dadurch haben wir jede unserer Win-Conditions zwei mal mehr im Deck.

Die letzte Kreatur im Mainboard ist Phenax, God of Deception. Dank seiner Möglichkeit, allen unserer Kreaturen die Fähigkeit „Tappe diese Kreatur. Ein Spieler deiner Wahl legt die obersten X Karten seine Bibliothek auf seinen Friedhof, wobei X die Widerstandskraft dieser Kreatur ist.“ zu geben, hat er sich prima als weitere Win-Condition angeboten.

Assault Formation ist aber der eigentliche Star des Decks. Durch sie werden unsere 0/6, 0/4 oder 0/7 Kreaturen zu 6/6, 4/4 bzw 7/7 Monstern, für die wir absurd wenig Mana bezahlen müssen. Zusätzlich können wir durch das Bezahlen von einem grünen Mana einfach das Keyword „Defender“ auf Karten wie der Wall of Frost ignorieren. Für drei Mana können wir außerdem die Widerstandskraft unserer Kreaturen erhöhen, was sich ja dank Assault Formation auch direkt auf deren Angriffskraft auswirkt.

Um die Assault Formation zuverlässlich zu finden, spiele ich Commune with the Gods. Damit haben wir auch die Möglichkeit besser auf unsere speziellen Manaanforderungen einzugehen. Da das Commune with the Gods ziemlich zuverlässig unseren Friedhof füllt, bietet sich Dig Through Time als Drawspell an. Das können wir in unserem Deck direkt schon im vierten Zug spielen und sind dabei dem Gegner einiges an Kartenvorteil vorraus.

Als Removal spiele ich eine Suite aus Hero’s Downfall und Sultai Charm. Hero’s Downfall ist das beste Removal im aktuellen Standard-Format, da es sowohl Kreaturen als auch Planeswalker trifft. Das Sultai Charm hingegen bietet uns durch die Wahl eines der drei Modi die Möglichkeit, immer direkt auf das aktuelle Board zu reagieren. Damit schalten wir sowohl einen Goblin Rabblemaster oder Courser of Kruphix aus, können aber auch am Ende des gegnerischen Zuges looten, falls uns die Handkarten ausgehen.

Thoughtseize ist einer der stärksten Disruption Spells. Können wir dank einer aufgemorphten Dragon’s Eye Savants eine gefährliche Karte auf der Hand des Gegners sehen, lassen wir ihn diese dank des Thoughtseize einfach abwerfen. Auch ein Thoughtseize im ersten Zug kann uns den entscheidenden Vorteil des Spiels bringen.

Der letzte Spell im Deck ist ein One-Off Triton Tactics. Dieses hilft uns vor allem mit einem liegenden Phenax, God of Deception den Gegner bis zu 20 Karten mehr millen zu lassen. Aber auch als Combat-Trick ist das Triton Tactics nicht zu unterschätzen, da es mit einer Assault Formation für ein Mana einfach „Zwei deiner Kreaturen erhalten +3/+3 und Vigilance“ ermöglicht…..viel zu broken.

Kommen wir zum Sideboard:
Negate kommt direkt gegen jedes Deck, welches übermäßig viele Spells spielt. Das sind im aktuellen Meta vor allem die Control-Decks.

Disdainful Stroke wird sowohl gegen Control, als auch gegen Midrange geboarded um zum Beispiel einen Gegnerischen Dragonlord Ojutai oder ein Siege Rhino zu Countern.

Vor allem gegen Control ist das Matchup eher ein Kampf um Ressourcen. Um das zu gewinnen, boarde ich gerne Tasigur, the Golden Fang, da dieser uns einen ennormen Spellvorteil bietet, indem wir uns für vier Mana einfach wieder Karten aus dem Friedhof zurück holen.

Gegen jede Liste mit vielen Kreaturen boarden wir Murderous Cut und Hero’s Downfall. Das Hero’s Downfall ist zusätzlich gegen Control und Planeswalker unschlagbar.

Drown in Sorrow wird gegen Aggro geboarded. In Game 1 rennen die ganzen Aggrokreaturen sowieso gegen unsere Mauern an und ab Game 2 können wir sie zusätzlich entfernen.

Die letzte Sideboardkarte Monastery Flock boarde ich gegen jede Liste, welche übermäßig viele Flieger spielt, also auch Esper Dragons.

Letzten Endes sieht das fertige Deck dann so aus:

Nachdem ich Euch nun das Deck erklärt habe, komme ich zu zwei Beispiel Match-Ups (ich habe das Deck in dieser Version leider nur Online gespielt):

vs. Red Deck Wins
Game 1:
Während ich Turn 1-3 damit verbringe Disowned Ancestor, Sylvan Caryatid und Courser of Kruphix aufs Feld zu bekommen, spielt mein Gegner Monastery Swiftspear, Dragon Fodder und einen Goblin Rabblemaster. Die Token kann ich lange genug aufhalten und der Courser bringt mir ein paar Leben, bis ich Turn 4 ein Removal für seinen Rabblemaster finde und Turn 7 einen Phenax, God of Deception. Im Gegenzug wird mein Courser dank Stoke the Flames abgestellt, ich kann aber mit einer Wall of Frost stabiliseren. Mittlerweile greift mein Gegner nicht mehr an, sondern wartet nur noch darauf, mir seine Burnspells direkt ins Gesicht zu werfen. Am Ende seines achten Zuges kann ich ihn direkt für 14 millen und ziehe in meinem Zug eine Sidisi, Undead Vizier. Für Sidisi exploite ich meine Caryatid und suche mir das Triton Tactics. Das reicht letzten Endes aus um die nötige Devotion für Phenax durch Sidisi zu bekommen und direkt für 24 zu millen. Mein Gegner hat nun keine Chance mehr und Spiel 1 geht an mich.

Game 2:
Ich halte eine ziemlich gute Hand mit Assault Formation, Disowned Ancestor und Drown in Sorrow und gehe in Turn 2 direkt in die Offensive. Turn 3 ziehe ich einen Courser of Kruphix nach und kann in Turn 4 mit dem Drown in Sorrow das gegnerische Board abräumen. Zwei Züge später ist mein Gegner tot.

vs. Esper Dragons:
Game 1:
Im ersten Spiel erwische ich wieder einen aggressiven Start und bin zu schnell für meinen Gegner, der sein Massremoval nicht ziehen kann.

Game 2:
Im zweiten Spiel bekomme ich keine anständige Hand zusammen und verbinge die ersten 4 Züge damit nach einer Assault Formation zu suchen, welche aber im 5. Zug gecountert wird. Ab dem Zeitpunkt ist das Match verloren, da ich nichtmehr rein komme und mein Gegner anfängt seine Drachen zu legen und seitlich zu drehen.

Game 3:
Ich habe mich entschieden mehr Removal zu boarden und selbst etwas Control-lastiger zu spielen, erwische aber wieder einen relativ guten Start und mach in Turn 3 und 4 jeweils 6 Schaden. Allerdings zieht mein Gegner nun ein Crux of Fate und stellt meine Assault Formation ab, während ich mein ganzes Removal ziehe. Da sich der Gegner sicher wiegt, tappt er sich für seinen Ojutai aus, welchen ich aber in seinem nächsten Angriff mit einem Hero‘s Downfall abstelle. Das passiert noch vier mal, da der Gegner seine Haven of the Spirit Dragon für den Drachen opfert. Ich bringe währenddessen selbst Kreaturen aufs Board und kann als Reaktion auf ein Dig Through Time vom Gegner mein eigenes wirken. Als Köder spiele ich in meinem Zug eine Assault Formation welche gecountert wird, kann aber direkt darauf einen Phenax, God of Deception wirken, welcher drei Runden lang meine Kreaturen millen lässt, da ich das Mass-Removal des Gegners countern kann.

Nun bin ich auch schon am Ende dieses kleinen Gastbeitrags angekommen. Ich hoffe, ich konnte Euch auch mal die kreative Seite von Magic etwas näher bringen (Editor’s note: Seitenhieb angekommen 😉 ) und euch dazu anregen, selbst mal ein Deck um eine Karte zu bauen. Ich hoffe, dass euch der Beitrag gefallen hat und würde mich freuen, wenn ihr ein paar Kommentare da lasst. Bei genügend positiver Resonanz werde ich euch mal von meinem Modern-Deck erzählen (Mono-White-Troll) :)

Viele liebe Grüße
Vormi

Assault Formation MtG Art by Kieran Yanner

Warleaders-Helix-Art-by-Wesley-Burt1

Lilly and friends – Nahe dran in Nürnberg

Drei Karten, die ich in einem Modern PPTQ am vorletzten Samstag eher nicht erwartet hätte?

Stubborn Denial.

Thunderbreak Regent.

Noxious Revival.

Zugegeben, ich bin ein großer Fan von Denial (pun intended) und Noxious Revival schreit nur so nach verrückter Combo… aber Thunderbreak Regent fand ich dann doch etwas zweifelhaft, sorry 😉 An alle besorgten Leser: es handelte sich natürlich um drei verschiedene Decks!

Heute lest ihr die Geschichte, wie ich mich fast für einen Regional PTQ qualifizierte. Wer meinem Twitter folgt, weiß schon wie es ausgeht, für alle anderen ist hier der Spoiler zum selbst entscheiden:

 

Tell me! SelectShow

 

Nach einer kurzen Nacht war mir Samstagmorgen schnell klar: das kann nichts werden. Welche masochistische Veranlagung muss man haben, um an einem Wochenende früh aufzustehen, um ca. 1,5h in einem Auto in eine andere Stadt zu fahren, um dort wiederum stundenlang schlechte Luft zu atmen? Winning is fun. Gegen die Augenringe hilft nicht einmal der sündhaft teure (aber fabelhafte) Cappucino vom McCafé und ich befürchte, dass ich spätestens, wenn ich gegen Bloom Titan spielen muss, schnarchend auf dem Tisch zusammensacke. Für alle, die jetzt sagen: „Junk spielt sich doch eh von selbst, du N00b!“… Darauf habe ich keine Antwort :(

Hier mein Deck in der (vor einer Woche) aktuellen Ausführung:

Runde 1: 2-1 vs Affinity
Das erste Spiel gegen Affinity war… sonderbar. Anfangs habe ich die Oberhand, da er nach seinem Hand-Romme erstmal keinen Stoff nachzieht. Ich stabilisiere mit einer Liliana of the Veil und einem Tarmogoyf. Dann finde ich aber kein Removal oder sonst irgendetwas relevantes mehr und verliere das erste Spiel gleichmal auf eine frustrierende Art und Weise. Im zweiten Spiel kann ich mich mit etwas mehr Abrupt Decay, einem Tarmogoyf und zwei Siege Rhinos fangen und gehe in den Beatdown. Das sichert mir zumindest mal die Chance auf den Match Win in einem dritten Spiel. Sein Hand-Romme on the play ist nach wie vor furchteinflößend. Als ich im dritten Zug allerdings das Creeping Corrosion von oben ziehe, ist das Spiel mehr oder weniger vorbei. Blöderweise hat er sich vor meinem vierten Zug für ein Cranial Plating ausgetappt, anstatt das Stubborn Denial (das ich übrigens bis dahin nicht gesehen hatte und kein Ferocious genoß, ich wäre also voll reingelaufen), für mein potentielles Corrosion offen zu halten.

Runde 2: 2-0 vs UWR Geist
Nächste mini-Geschichte in der Geschichte! Ist das hier How I met your mother, oder was? Das UWR Geist Deck, das mein Gegner spielte, kam mir ziemlich nach Retorte aus… bis er sich in seinem vierten Zug für einen Thunderbreak Regent austappt und mich verstohlen grinsend ansieht. Ich kann seine Gedanken lesen: „Hättest nicht gedacht, was?“. Ein UWR Deck, dass sich austappt? Jap, das ist mir neu. Gut, dass ich zwei Lilianas ziehe, die nicht nur ohne Probleme seine Drachen beseitigen, sondern auch etwas seinee Handkartenzahl stutzen. Siege Rhino und Tarmogoyf räumen auf. Im zweiten Spiel tauschen wir hin und her, diesmal muss ich auch ziemlich viel Schaden einstecken, da ich zwei seiner Regents mit Path to Exile entsorge. Schließlich seufzt er jedes Mal, wenn ich mit Thrun, the last Troll in die Kampfphase gehe. Darauf schien er wohl so überhaupt keine Antwort zu haben.

Runde 3: 2-1 vs Melira Company
Melira. Company. Gibt es dafür schon einen besseren Namen? Hier eine Beispiel-Liste. Im Wesentlichen ist das Deck ein Birthing Pod – Deck ohne Birthing Pod, dafür mit Collected Company und der berühmt-berüchtigten Melira, Sylvok Outcast. Die Liste des dailydeck-Links spielt keine Murderous Redcap, das ist schlicht und einfach falsch. Mein Gegner hatte natürlich eine drin. Zusammen mit Kitchen Finks bereitet er mir ganz schöne Kopfschmerzen. Ein paar Lingering Souls tokens können dem ganzen aber ein Ende setzen. Im zweiten Spiel tötet er mich leider mit der Combo. Naja, nicht ganz. Er baut sich die Unendlich-Leben Kombo aus Anafenza, Kin-Tree Spirit, Viscera Seer und Kitchen Finks zusammen. Dagegen kann ich in einem vernünftigen Zeitrahmen nichts mehr unternehmen, also gebe ich auf. Vorsicht! Gegen viele Decks, wie z.B. Tron, Splinter Twin, oder im Mirror reicht diese Kombo immer noch nicht. Offensichtlich kann er sich aber Murderous Redcap nach oben scryen, um mich im nächsten Zug zu töten, falls ich seine Kombo nicht durchbrechen kann. Fast alles beim alten also, bis auf die Tatsache, dass das Deck durch den Verlust von Pod weniger konsistent ist, dafür aber mit Collected Company gerne mal am Ende des gegnerischen Zugs zwei Kreaturen mit „kommt ins Spiel“-Effekten findet. Das dritte Spiel ist wieder ein bisschen grindy, bis ich eine Elspeth, Knight-Errant wirken kann und zweimal in der Luft für 6 oder 7 Schaden zuhaue. Ich habe mich noch nicht so ganz entschieden, wie ich das Deck finde, aber es sieht nicht schlecht aus.

Runde 4: 2-0 vs Jund
Junk em out! Über dieses Match gibt es leider nicht allzu viel zu sagen, da mein Gegner vom Flood in den Screw stolperte und ich für seinen Thundermaw Hellkite im späteren Spielverlauf noch einen Path to Exile übrig hatte. Wie immer fliegen in diesen quasi-Mirror-Matches auf beiden Seiten die Thoughtseize und Inquisition of Kozilek raus. Wenn ihr zwei Spieler in einem Affenzahn 7-8 Karten boarden seht, handelt es sich vermutlich um BGx Decks.

Runde 5: 2-1 vs Noxious Storm
Und wieder einmal zahlt es sich aus, dass ich meine Decklisten und Decks immer zwei bis dreimal kontrolliere. Gegen Deck-checks habe ich bisher noch kein einziges Match verloren! 😉 Mein Gegner war ähnlich gut vorbereitet, also spielen wir nach knapp zehn Minuten entspanntem Gequatsche unser Match mit Verlängerung, als wäre nichts passiert. Da ich in der vorigen Runde neben meinem jetzigen Gegner gesessen habe, wusste ich, dass er in eine Art Storm Mirror verwickelt war. „In eine Art Mirror..?“ fragt ihr euch jetzt. Nur Geduld. Wer das Deck kennt, kann sich vielleicht schon vorstellen was passiert ist. Aufgrund seiner Pyromancer Ascension nehme ich an, dass er UR Storm spielt. Als er zwei Runden später in die Kombo geht, da ich ihn leider noch nicht töten konnte, frage ich, naiv, wie ich bin: „Wie wärs mit einem Würfel für den Storm Count? Wir sind schon bei drei…“. Sein Gegner vom vorigen Match neben uns lächelt süffisant, während mein Gegner bedeutungsschwanger verkündet „Oh, den brauche ich nicht, danke“. Ein paar Zaubersprüche später präsentiert er mir den Loop. Eine aktive Pyromancer Ascension erzeugt zusammen mit Manamorphose und Noxious Revival unendlich Mana. Nachdem er mir pro Forma eine Zahl nennt, die ungleich Unendlich ist, ersetzt er Manamorphose in der Kombo durch Thought Scour und millt mich aus. Ja ok. An das zweite Spiel kann ich mich leider nicht erinnern, bis auf die Tatsache, dass ich es zu einem dritten Spiel schaffe. Inzwischen sind nahezu alle anderen Pairings fertig und wir bekommen mehr und mehr Zuschauer. Mein Gegner wird immer unachtsamer. Entweder lag es an der Zuschauermenge oder daran, dass er riesen Kohldampf hatte. Jedenfalls vergisst er mehrere Trigger von Young Pyromancer und ich kann mit zwei Siege Rhinos das Spiel beenden.

Runde 6: Intentional Draw vs 4c Gifts
Ich habe keine Ahnung, wie mein Matchup gegen 4c Gifts Ungiven ist. Da wir beide 5-0 stehen, wollen wir es auch nicht ausprobieren und drawen lieber. Sein Deck kenne ich übrigens nur, weil ich mich zwischen den Runden immer etwas umsehe. Systematic scouting? Nicht ganz.

Erstaunlicherweise (oder auch nicht) sind wir mit 16 Punkten auch nach der letzten Runde erster und zweiter Platz. Die Preise in Form von Modern-relevanten Karten gibt es wie gewohnt nach Swiss Standings. Vom Wert her sind die ersten paar Picks deutlich: ein bling-bling Karn Liberated, ein Playset Polluted Delta und ein Noble Hierarch. Zwei der Drei Preise muss man allerdings vor Modern Masters 2 noch loswerden, daher bin ich mit meinen Deltas doppelt zufrieden. Eine Preisverleihung und etwas Frischluft schnappen später finde ich mich in der Top8 wieder. Dank guter Standings darf ich in jedem Match entscheiden wer beginnt. „Ich fange an?“ fragt mein Gegner verschmitzt. „Äh, neiiiiinnnnn….. !?“

Polluted-Delta-MtG-Art

Viertelfinale: 2-0 vs UWR Kiki Twin
Ein weniger spannendes Match. Zunächst habe ich dank Thoughtseize perfekte Information und nebenbei noch alles Removal für seine Deceiver Exarchs und Restoration Angels. Sein Plan B in Form von Celestial Colonnade wird von meinem Tectonic Edge vereitelt. Im zweiten Spiel sieht er viel zu spät das dritte Land und ich bin im Halbinfale!

Halbfinale: 2-1 vs RW Burn
Eine Zitterpartie, wie sie im Buche steht! Dank meiner zahlreichen Abwurf-Optionen landet er vor mir im Topdeck-Modus… allerdings mit nur fünf Lebenspunkten. Irgendwie schaffe ich es aber, ihn tot zu hauen, bevor er noch zwei Brennzauber findet. Im zweiten Spiel hat er den Nutdraw. Innerhalb kürzester Zeit sehe ich mich drei Goblin Guides gegenüber. Ein paar seiner Sprüche machen kurzen Prozess mit meinen restlichen Lebenspunkten. Das dritte Spiel ist wieder etwas ausgeglichener. Fairerweise kann ich ihm mit einem Thoughtseize im ersten Zug einen Torpor Orb abwerfen. Nicht unbedingt die Karte, die ich einem Burn-Spieler von der Hand nehmen will. Da ich aber fünf Karten spiele, die mich mit ihren ETB-Effekten potentiell retten, habe ich keine andere Wahl. Als ich auf sieben Leben bin, muss ich eine Timely Reinforcements in eine unbekannte Hand spielen. Zu meinem Glück hat er weder dafür, noch für das später folgende Siege Rhino einen Skullcrack-Effekt. Finale!

Finale: 0-2 vs Pyromancer Storm
Mein Matchup gegen dieses Deck halte ich eigentlich für solide. Pre-board habe ich Abrupt Decay für seine Pyromancer Ascension und einen Haufen anderer Removal gegen seine Goblin Electromancer. Post-board habe ich etwas mehr Discard gegen seine zweite Wincon in Form von Empty the Warrens. Im ersten Spiel bringe ich ihn nur auf neun Leben, woraufhin er in die Combo geht und mich tötet. Im zweiten Spiel muss ich meinen Golgari Charm dafür verwenden, eine Pyromancer Ascension auszuschalten. Er spielt ein Empty the Warrens für acht. Ich dafür ein Tarmogoyf und ein Siege Rhino. Nach einem Angriff bleibt mir nur noch der Goyf und er legt einen Blood Moon und noch ein Empty the Warrens für trölf. Vermutlich war ich danach zu inkonsequent. Ich wollte nicht mit Tarmogoyf angreifen, da er in Verbindung mit dem Worship, das auf meiner Hand versauerte, die einzige Chance auf einen Sieg darstellte. Die gesuchte Ebene habe ich leider nie gefunden :( Falls er wirklich angefangen hätte, meinen Goyf einzeln zu chumpen, hätte ich eventuell noch eine Chance gehabt. Da er aber mit seinen Tokens die bessere Boardpräsenz hatte und ich nur mit viel Glück ein zweites Basic hätte finden müssen, bevor ich überhaupt irgendetwas spielen kann, war es vermutlich schon egal und einfach nur blöd gelaufen.

Alles in allem war es dennoch ein erfolgreicher Tag. Ein besonderer Dank gebührt auch meinem Fahrer Alex, der nicht nur drei Runden lang auf mich gewartet, sonder mich auch motiviert hat!

Da ich diesen Blog-Eintrag mit einer Woche Verspätung verfasst habe, kann ich auch gleich noch kurz vom gestrigen Turnier berichten:

Am Sonntag fand in Bertil’s Spielwiese ein bananiger Grand Prix Trial zum GP Kopenhagen im Format Sealed statt. Mit meinem regenbogenfarbigen Pool konnte ich ein halbwegs solides Grixis Deck zusammenbauen (Link), das im Gegensatz zu meinen anderen Optionen sogar ein oder zwei starke Karten und das nötige Fixing aufweisen konnte. Nach einem schlechten Start reichte es leider nur für ein 3-2, das heißt, ich muss mir in Kopenhagen die ersten beiden Siege also doch erst noch verdienen 😉
Da ich aber zu den Decks, die auch in den beiden ersten Runden gegen etwaige Tier2/Tier3/random-Haufen ein gutes Matchup haben, nunmal Twin, Junk und Affinity zähle, nehme ich es einfach mal als Herausforderung. Während Twin und Affinity das erste Spiel gegen alles mögliche gewinnen sollten und damit schonmal einiges an Boden gut machen, ist Junk durch seine Kombination aus Threats, Removal und Disruption an Konsistenz und Anpassungsfähigkeit kaum zu übertreffen. Interessanterweise habe beim Turnierplaner für Nürnberg keinen GPT für Kopenhagen mehr erspähen können, aber wer mich eines besseren belehren kann, möge das bitte tun!

Das wars auch schon wieder für heute! Mögen eure draws saftig und eure plays feinsinnig sein!

Warleader’s Helix Artwork by Wesley Burt, Copyright by WotC
Polluted Delta Artwork by Vincenct Procee, Copyright by WotC

Dromokas-Command

Stein, Papier, Schere, Echse, Spock

Schere schneidet Papier, Papier bedeckt Stein, Stein zerquetscht Echse,… na, ihr wisst schon.

Während Kyoto dieses Wochenende mit dem Legacy Grand Prix offenbar nicht eine andere Timeline, sondern die Vergangenheit besucht, gibt es für mich immer noch zwei ganz andere Formate, die mich in Atem halten. Schere-Stein-Papier-Standard und Free-for-all Modern. Nach meinem lächerlichen Sealed Pool am Prerelease Dragons of Tarkir war es glücklicherweise Zeit für ein bisschen Grind in den Constructed Formaten. Wer meinen Twitter verfolgt, hat vermutlich schon das eine oder andere davon mitbekommen. Im heutigen Post werde ich die letzten paar Turniere etwas komprimierter als sonst zusammenfassen und meine Gedanken ansonsten einfach schweifen lassen. Viel Spaß!

Modern

Unsere Reise zu Grand Prix Kopenhagen rückt immer näher und es liegt nahe, bis dahin jedes Modern Turnier mitzunehmen, das auch nur irgendwie im Umkreis stattfindet. Gut, dass ich dabei nicht alleine bin und die Magic-Hochburg Nürnberg nicht allzu weit von uns entfernt ist. Am Samstag, den 4. April nahm ich also in Nürnberg an einem Grand Prix Trial für Utrecht im Format Modern teil. Dabei gibt es im Funtainment auch noch Format-relevante Karten zu gewinnen, was zusätzlich für Motivation sorgt. Mein Deck war wieder Junk Rock, an dem ich im Vergleich zum letzten GPT bis auf zwei Karten nichts geändert habe. Hier trotzdem nochmal die Liste:

Der zweite Scavenging Ooze musste weichen für Elspeth, Knight-Errant. Während Scooze zwar eine mächtige Karte sein kann, hat er inzwischen einiges an Relevanz verloren. Aktuell gibt es wenig populäre Decks, die den Friedhof nutzen und die, die es tun, machen dies so exzessiv (Snapcaster Mage Decks) oder so schnell (Delve Decks), dass Scooze oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein darstellt. Schade. In der Theorie erfüllt Elspeth für mich zwei wichtige Rollen: bin ich das aggressive Deck, beendet sie das Spiel. Bin ich im Hintertreffen, baut sie Kreaturen und kauft mir Zeit. In der Praxis konnte ich sie leider noch nicht ausgiebig testen…

Im Sideboard ist das zweite Creeping Corrosion für ein Worship ausgetauscht worden. Ob es fachlich richtig ist, nur eine Corrosion zu haben, ist zweifelhaft, aber Worship ist gegen eine breitere Masse an Decks gut: Burn, alle Arten von Kreatur-basierten Aggro Decks (mit Einschränkungen gegen Affinity aufgrund von Inkmoth Nexus) oder auch Midrange Decks ohne alternative Wincon.

Junk Rock ist und bleibt ein Deck, das ich nur zu gerne spiele. Ein paar der mächtigsten und coolsten Sprüche im Format wirken zu können, hat einfach was für sich. Dadurch, dass sich kein Deck auf einen Haufen synergieloser, aber guter Karten richtig vorbereiten kann, hat man außerdem eine Menge 50/50 Matchups. Die Farbe Weiß bietet darüber hinaus ein paar interessante und starke Sideboard-Optionen.

GPT Utrecht – die Matches

Runde 1: 2-0 vs Little Kid Junk. Eigentlich mein Nemesis, der Hass seines Decks wollte sich allerdings nicht so recht entfalten. Lob an Zealous Persecution, die für mich einen 3-for-1 erzeugte.

Runde 2: 1-2 vs Affinity. Das Thoughtseize nahm mir im dritten Spiel das Creeping Corrosion… damn.

Runde 3: 0-2 vs Living End. Offenbar ein weniger gutes Match-Up für mich. Zuviel Cycling um die Kontrolle über seine Hand zu erlangen.

Runde 4: 2-0 vs Griselcannon. Gut dass ich schon vorher wusste, was er spielt. Abrupt Decay mit target Pentad Prism bricht ihm das Genick. Oder eigentlich waren es seine schlechten Draws im zweiten Spiel. Komisches Through the Breach Deck halt 😀

Runde 5: 2-1 vs Grixis Delver. Cooles Deck. Blood Moon macht aber leider nicht soviel, wenn man sich darauf einstellen kann.

Runde 6: 2-0 vs UR Twin. I love me some Discard!

4-2 mit mittelmäßigem Opponent Score reicht für den 10. Platz und ein Windswept Heath. Why not!

Die Woche nach dem GPT fand in meinem LGS Bertils Spielwiese ein PPTQ für Milwaukee statt. Jetzt lest den Satz nochmal und stellt euch vor, ihr würdet die ganzen Abkürzungen nicht kennen. Zurück zum GPT… Coolerweise auch im Format Modern, was nicht nur die regionalen Spieler, sondern auch viele von außerhalb angezogen hat, hier der Kurzbericht.

PPTQ Modern – die Matches

Runde 1: 2-1 vs UWRb Control. Lingering Souls im Maindeck, um Rock Decks wie meines zu bekämpfen – okay. Myth Realized aus dem Sideboard, wenn ich meine Abrupt Decays rausboarde – not okay.

Runde 2: 2-0 vs UWR Geist. Der spätere Finalist hat wohl in unserem Match fast seine gesamten Bad Draws aufgebraucht. Ein paar Mulligans und bad draws waren tödlich.

Runde 3: 0-2 vs Grixis Twin. Eine Vendilion Clique abstellen zu müssen, nur um dann an Splinter Twin zu sterben, kann echt ein bisschen frustrierend sein :/

Runde 4: 2-0 vs Boros Burn. Möglicherweise das lustigste Match in letzter Zeit. Zugegeben – nur für mich. Nach einem Mulligan auf fünf ziehe ich meine einzigen Kitchen Finks und er nichts als Länder. In weiser Voraussicht ziele ich mit Liliana of the Veil’s -2 mich selbst an und opfere die Finks. Damit bin ich zwar nur auf 3 Leben, habe aber wieder einen Blocker für seinen Goblin Guide, den er tatsächlich topdeckt. Im zweiten Spiel nehme ich ihm den Skullcrack mit Inquisition of Kozilek und klatsche ihm ein Siege Rhino vor die Nase. Armer Gegner :(

Runde 5: Intentional Draw vs Naya Burn, was mir meine zweite Top8 einbringt. Diesmal spiele ich sie auch wirklich!

Top8 Viertelfinale: 1-2 vs Naya Burn. In zwei Games hatte er leider alle Skullcracks und Atarka’s Commands der Welt. Es hat nicht sollen sein :(

3-1-1 reicht also am Ende für den 7. Platz und drei Trost-Booster. Breaking news: leider immer noch kein foil Fetch aufgemacht 😀

Standard

Nachdem mit Dragons of Tarkir ein ganzer Haufen neuer, interessanter, starker, mächtiger und DRACHENIGER Karten das Standard Format betreten haben, ich aber die ganze Zeit mit Modern beschäftigt war, befand ich mich in einer Existenzkrise. Das Temur Aggro, das ich über die letzten Monate zu soliden Ergebnissen gespielt habe, kam mir auf einmal obsolet vor. Das RW Aggro, das ich ausprobierte, fühlte sich allerdings in Relation zu schwach an. Da suche ich noch nach der richtigen Konstellation. Ein paar Spiele habe ich mit Ben Starks Liste ausprobiert:

Ich finde das Deck ultracool und es hat in Soulfire Grand Master und Outpost Siege echt starke Karten am Start. Leider fühlt es sich oft so an, als dass die Defizite, die es hat, äußerst schwer wiegen. Chained to the Rocks braucht nicht nur ein bisschen Set-Up, sondern ist auch noch leicht mal pre-blocks vom Gegner zerstört. Nicht nur von engstirnigen Sideboard Karten, sondern inzwischen leider auch von Mainboard Dromoka’s Command. Außerdem kommt es vor, dass man den ersten Spruch im dritten Zug spielt, was gegen viele Decks einfach nur erbärmlich ist. Eventuell kann ich es noch nicht richtig spielen, oder ich muss noch an den Zahlen feilen… Ich gebe das Deck jedenfalls noch nicht auf.

Zurück zur ausstehenden Deckwahl. Game Days sind erfahrungsgemäß von roten, aggressiven Decks bevölkert, die sich durch unbarmherzige Starts gegen langsamere Gegner, die eventuell auch noch dabei stolpern, ihren eigenen Plan auszuführen, gute Chancen auf den Sieg ausrechnen. Aggro schlägt Control. Control schlägt Midrange. Midrange schlägt Aggro. So die reduzierte Theorie mit nur drei verschiedenen Archetypen, wie sie vielleicht einmal vor 20 Jahren gestimmt hat. Blöderweise ist das „Metagame“ in meinem Store, bis auf ein paar Control-Spieler sehr variabel. Was tun?

Was kurz vor diesem Wochenende, mit seinem Standard FNM und Game Day dann meine Aufmerksamkeit gewann war Devotion. Plötzlich verspüre ich den Drang, mindestens drei Dromoka’s Command maindeck zu spielen. Der passt natürlich ganz gut in ein grün-weißes Midrange Deck. Und weil das zu langweilig wäre, splashe ich rot. Offenbar ist Grün meine Lieblingsfarbe, kommt sie doch, bis auf einen Ausrutscher in Form von Mono Black Devotion, in nahezu allen meiner Constructed Decks in den letzten paar Jahren vor.

Das Deck macht nicht nur richtig Spaß zu spielen, es fühlt sich auch noch super an, wenn man einen Wald, eine Ebene und ein Gebirge liegen hat. Ich habe schon so lange kein Shard-Deck mehr gespielt, dass das richtig erfrischend ist! Die Tatsache, dass man 8 Fetchlands spielen kann, ist zwar einerseits in Hinblick auf Aggro-Decks etwas zweifelhaft, andererseits aber auch top Manafixing. Das „wrong half of the deck syndrom“ musste ich hingegen garnicht so oft spüren, wie erwartet. Ein paar Mana Dorks will man sowieso früh haben, denn ein Whisperwood Elemental in Zug 3 oder eine Hornet Queen in Zug 5 on the play ist einfach nur eklig.

Crater’s Claws hat genau das gemacht, was ich erwartet habe. Es hat ein oder zwei kleinere Kreaturen in den ersten paar Zügen abgestellt und es hat gegen Control in einem Spiel die letzten paar Schaden durchgedrückt. Whisperwood Elemental dagegen ist einfach zu stark gegen viele Decks. Control und Aggro stehen nicht so auf diesen Schnellfeuer-Manifestierer. Zu schade, dass das Elementar an z.B. einem einzelnen Stoke the Flames stirbt.

Standard FNM

Runde 1: 2-1 vs Mono Red Impact Tremors. Die Verzauberung in Kombination mit Token Makers, wie Dragon Fodder und Hordeling Outburst kann ganz schön wehtun.

Runde 2: 2-0 vs Temur Midrange. Die gewohnte Kombination aus dicken Kreaturen und Neutralisierungszaubern fühlt sich auf der anderen Seite des Tisches nicht so toll an.

Runde 3: 1-1 vs Esper Control. Ein Crater’s Claws gewinnt mir das erste Spiel. Im zweiten finde ich keine Antwort auf Silumgar, the Drifting Death. Das dritte Spiel wäre seins gewesen, wären wir nicht ins Timeout gegangen.

Runde 4: 0-2 vs Abzan Control. Dank Removal und einem Misplay kann ich nie Fuß fassen, fieses Matchup.

Mit 2-1-1 lande ich auf dem dritten Platz. Nicht schlecht für ein Deck, das ich am Tag zuvor gebaut genetdeckt habe.

Game Day

Runde 1: 2-1 vs Mono Red Sligh. Und schon geht es los mit den Aggro-Decks. Courser of Kruphix rettet mir das Leben.

Runde 2: 2-0 vs Sultai Delve. Ein interessanter homebrew, der allerdings einmal an Mana Screw eingeht.

Runde 3: 2-0 vs Temur Aggro. Temur scheint immernoch gut zu sein. Eventuell sollte ich meine Liste einfach nochmal überarbeiten.

Runde 4: 1-2 vs Atarka Aggro, Pro Tour Winning Liste. Zu schnell. Zu viel Schaden. Zu schade.

Runde 5: 1-2 vs GW Aggro. Eigentlich kein übles Matchup, Heir of the Wilds ist aber quasi unblockbar für mich.

Nach einem perfekten Start verlässt mich leider das Glück und ich lande mit 3-2 auf dem 5. Platz. Das hat mir zwar ein paar Booster für weitere Blog-Einträge eingebracht. Die Picks scheinen jedoch, ähnlich wie in Fate Reforged, oft etwas uninteressant zu sein. Aber lassen wir uns überraschen!

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Zeitraffer der letzten Wochen gefallen! Kommenden Samstag steht nochmal ein Modern PPTQ an, danach ein Sealed GPT. Es bleibt also spannend!

Dromoka’s Command Art by James Ryman, Copyright by WotC

Exploration art by Florian de Gesincourt

Commander Concepts – Daretti, Scrap Savant

Exploration art by Florian de Gesincourt 

Ah, Commander!

Für viele Spieler das „beste“ Format. 99 handverlesene Schmuckstücke aus der Geschichte von Magic: The Gathering. 1 Planeswalker. Wait, what!?

Wie die meisten von euch bestimmt schon mitbekommen haben, erhöht Wizards of the Coast seit einiger Zeit sein Engagement, was das beliebte Singleton-Format angeht. Es soll nun jedes Jahr im Herbst/Winter ein Commander-Produkt veröffentlicht werden. Dieses Jahr gab es fünf einfarbige Decks. Das klingt erst einmal bocklangweilig, hat den Deck-Designern aber ermöglicht, fünf einfarbige Charaktere (bekannt aus Film und Fernsehen…?) als Planeswalker einzuführen. Nicht nur das, die Planeswalker tragen alle auch noch eine hässliche zusätzliche Zeile Text, die besagt, dass sie eure Commander sein können. Was bedeutet das für’s Gameplay?

  • Das Offensichtliche vorneweg: bedient ihr euch eines Planeswalkers als Commander, könnt ihr von nun an keinen Commander-Schaden mehr zufügen. Je nach Commander und Playgroup passieren Tode durch CMD-Schaden mehr oder weniger häufig. 21 ist dennoch deutlich weniger als 40 (das Studium macht sich langsam bezahlt).
  • Noch mehr offensichtliches: Planeswalker haben eine Ultimate. Wird euer loyaler Freund sträflich ignoriert, belohnt er/sie euch oft mit einem Emblem oder einer starken, einmaligen Fähigkeit. Das können „fade“ Kreaturen wie Marath, Will of the Wild, Roon of the Hidden Realm, Karador, Ghost Chieftain oder Prime Speaker Zegana nicht von sich behaupten. Diese haben dafür ziemlich annehmbare, eingebaute Fähigkeiten.
  • Etwas subtileres: Planeswalker sind leichter zu töten, nein… schwerer zu töten… auch nicht… ähnlich zu töten? Was denn nun, Netdecknico!?!? Fakt ist, Planeswalker können angegriffen werden, sind aber dafür kein legales Ziel für Doom Blade. Stattdessen gibt es Hero’s Downfall, Dreadbore, Magmaquake und Universalantworten, wie z.B. Chaos Warp, Pithing Needle und Beast Within.  Antworten wie Condemn und Banishing Stroke sind in Zukunft also etwas zu speziell. Habt ihr bereits Antworten auf bleibende Karten in euren Decks, seit ihr also gut vorbereitet.
  • Noch etwas subtiles? Geht so. Planeswalker haben Eile. Ja wirklich. Es steht nur nicht drauf. Wollt ihr Roon of the Hidden Realm im selben Zug aktivieren, benötigt ihr ein Paar Swiftfoot Boots. Wenn ihr allerdings mit Ob Nixilis of the Black Oath etwas Leben saugen wollt, reicht es, im Anschluss an das Wirken des Spruchs Priorität zu halten.
  • All the hate. Seit der Einführung von Planeswalkern in Lorwyn polarisieren sie wie kein anderer Kartentyp. Abgesehen von der Debatte, ob Spontanzauber eigentlich Hexereien mit Aufblitzen sein sollen. Mark Rosewater denkt jedenfalls, dass… ich schweife ab. Jace, Liliana und Garruk sind in manchen Iterationen so mächtig, dass einige Leute automatisch den Commander-Spieler hassen werden, der einen Planeswalker in der Command-Zone liegen hat. Auch, wenn es sich dabei um einen der fünf neuen handelt.

Was ich hier gemütlich bei einem Kaffee aufliste, habe ich vor zwei Wochen persönlich ausgetestet. In Bertil’s Spielwiese (Facebooklink; hier der Blog) fand ein Commander Release Event statt, bei dem man eines der Decks mittels §433 BGB erwirbt, es unverändert eintütet und damit einen spaßigen Nachmittag verbringt! Wie der Titel meines Blog-Eintrags schon vorweg genommen hat, fiel meine Wahl auf die rote Liste. Im Anschluss möchte ich ein paar Worte über die fünf Decks im Allgemeinen verlieren, gehe dann speziell auf das mono-rote Artefakt-Deck ein und gebe ein paar Denkanstöße, wie man es verändern kann.

Weiß: „Aus Stein geschmiedet“ featuring Nahiri, the Lithomancer

Auf den ersten Blick handelt es sich um ein Ausrüstungsdeck. Auf den zweiten erkennt man, dass man damit hauptächlich Spielsteine beschwört. Was liegt also näher, als ein Plainswalker, der Kreaturen-Tokens produziert und Equipment-Tokens bastelt?  Coole, neue Karten wie Fell the Mighty runden das Deck ab. Problem in zwei Spielen war aber die Tatsache, dass jeder vor dem krassen, neuen Walker Angst hatte und Nahiri fast immer sofort ins Gras beißen  musste.

Blau: „Blick durch die Zeit“ featuring Teferi, Temporal Archmage

Ok, ich muss zugeben, ich habe das blaue Deck von Anfang an unterschätzt. Liest man sich die Deckliste durch, findet man einige unzusammenhängende Themen. Viele Morphs, irgendwelche Fatties und die üblichen Zauber, die man in der hinterlistigsten Farbe so findet: card draw, bounce und counterspells. Im Spiel versucht das Deck erstmal mit den Mana Rocks zu rampen oder macht einige Runden lang gar nichts. Teferi spielt dabei Wolf im Schafspelz: er scheint für die anderen Mitspielern nicht sonderlich gefährlich zu sein. Jedoch bietet seine +1 eine recht ansehnliche Kartenselektion und seine -1 trägt dazu bei, im eigenen Zug Zauber zu wirken und trotzdem im gegnerischen Zug Mana offen zu halten. Im späteren Spielverlauf ist das Deck kaum noch zu stoppen.

Schwarz: „Finsternis verpflichtet“ featuring Ob Nixilis of the Black Oath

Ein Goodstuff-Deck wie es im Buche steht! Die schwarze Liste hat am Release-Event nicht umsonst drei Spiele (in den Händen eines geübten Magiers) nacheinander gewonnen. Removal, card draw im Austausch für Lebenspunkte und/oder Kreaturen und fette Dämonen helfen euch liebend gern dabei, eure Mitstreiter zu vernichten. Ob Nixilis ist außerdem einer der drei neuen Planeswalker, die sich selber beschützen können. Seine +2 ist aber vor allem größeren Runden auch nicht zu verachten.

Grün: „Naturgesteuert“ featuring Freyalise, Llanowar’s Fury

HELFENDE ELFEN! Freyalise bringt, wie es sich gehört, einen ganzen Haufen ihrer Artgenossen mit sich. Nicht nur das, es finden sich auch viele Staples wieder, mitunter Terastodon, Wolfbriar Elemental oder Rampaging Baloths. Beste Entscheidung ist hier aber vermutlich, Ezuri, Renegade Leader zu seinem Commander zu machen. Dieser unterstützt den Schwarm-Plan dann doch besser als Freyalise. Die grüne Liste scheint am aggressivsten zu sein, kann aber durch einen gut platzierten Wrath leicht zu einem Neustart gezwungen werden.

 

Cogwork-Librarian-MtG-Art

Cogwork Librarian art by Dan Scott

Rot: „Von Grund auf Neu“ featuring Daretti, Scrap Savant

Ich weiß, ich weiß, falsche Reihenfolge :( Verzeih mir, Colour Wheel! Da ich im Anschluss aber gleich über dieses Deck schwafeln will, habe ich die Farbe Rot ans Ende der Liste gesetzt. Daretti ist von den Manakosten her der günstigste Planeswalker und hat hohes Synergie-Potenzial. Wirft man für die erste Fähigkeit beispielsweise eine Wurmcoil Engine ab, kann man sie im nächsten Zug mittels der -2 einfach wieder ins Spiel bringen. Mit ein bisschen Mana-Beschleunigung basteln wir uns in Zug 4 einen Fattie (der uns allerdings höchstwahrscheinlich zum Staatsfeind Nr. 1 macht).

Von Grund auf… anders

Nachdem ich die ersten paar Spiele mit Daretti bestritten habe, bin ich daheim erst einmal meine Sammlung durchgegangen. Ganz profan habe ich mich gefragt: Was habe ich an starken Artefakten und an interessanten roten Karten? Ein großes Plus aller Decks ist für mich, dass sich viele Commander-typische Karten wiederfinden. Auch an Darettis Seite sind das ziemlich schmackhafte Leckerbissen: Wurmcoil Engine, Myr Battlesphere, Bosh, Iron Golem oder auch Steel Hellkite. Hier findet ihr übrigens alle fünf originalen Decklisten und hier wartet eine kleine Analyse des roten Decks auf euch. Bevor ich zu meinen eigenen Veränderungen komme, möchte ich noch auf andere Alternativen eingehen.

Der Kettenschleier

Ihr habt richtig gelesen. Solche Dinge fallen mir ein. The Chain Veil ist an sich ein ziemlich cooles Artefakt, deckt es doch eine ganz spezielle Nische ab. Aber was gibt es eigentlich für mono-rote Planeswalker? Ich hab das mal für euch recherchiert:

Sarkhan, the Dragonspeaker
Chandra, Pyromaster
Koth of the Hammer
Tibalt, the Fiend-Blooded
Chandra, the Firebrand
Chandra Nalaar
Chandra Ablaze

Das war’s. Sarkhan und gefühlt ein Dutzend Chandren. Zugegeben, Tibalt wirft auch Karten ab und geht sogar etwas in die Richtung des Daretti-Plans. Wer dann noch etwas zum Thema passt, ist Chandra Ablaze. Offensichtlich gibt es aber nur vier rote Artefakte, ihre +1 wird also die meiste Zeit rein gar nichts machen. Die restlichen Damen und Herren sind mal mehr, mal weniger stark. Die Auswahl ist also nicht nur klein, sondern noch dazu nicht mal berauschend. The Chain Veil bleibt also eher etwas für 5colourplaneswalker.dec.

Underground Sea, Sol Ring, Signet, Go!

Was Combos und alte, teure Karten in Commander angeht, bin ich ein unbeschriebenes Blatt. Ich bin in das Format eingestiegen, indem ich ein blau-grünes +1/+1-Marken Deck gebaut habe, das nur aus Karten bestand, die ich daheim rumliegen hatte. Seitdem hat sich zwar ein bisschen was geändert, aber auch heute spiele ich weder mit ABUR Duals, noch mit Mana Vault oder Earthcraft. Erwartet daher keine „Oops, I win!“-Buttons von diesem Artikel. Vielmehr möchte ich ein paar nette Karten und auch Synergien aufzeigen, die solide und spaßig sein sollen. Für Zug 1 Sol Ring into Simic Signet bin ich aber trotzdem zu begeistern :)

Hellkite Tyrant und Mycosynth Lattice
Eine recht harmlose Combo. Kann euer Drache eine Runde lang überleben und dem Gegner Kampfschaden zufügen, habt ihr im Zug darauf bei ausreichendem Artefakt-Count gewonnen, wenn ihr den Drachen noch kontrolliert. Das ganze kann natürlich mit ein Paar Stiefeln beschleunigt und widerstandsfähiger gemacht werden.

Hoard-Smelter Dragon und Liquimetal Coating
Diese kleine Synergie befindet sich bereits im Deck und ist der Hammer! Für lächerliche vier Mana könnt ihr alles zerstören was bleibend ist und nicht gerade Unzerstörbarkeit hat. Um ein bisschen Politik ins Spiel zu bringen, könnt ihr auch dem Freyalise-Spieler den Hinweis geben, dass eine Möglichkeit besteht, in Kooperation die nervige Kreatur eines anderen Spielers loszuwerden…

Mirrorworks / Prototype Portal und Artefakte
Was ist besser als eine Wurmcoil Engine?

Ugin’s Nexus und Daretti, Scrap Savant
Ihr merkt schon, die Mythic Artefakte der letzten Sets müssen zumindest erwähnt werden. Nexus schenkt uns einen extra-Zug und Friedhofs-Recycling. Scheint ganz ok, funktioniert aber aufgrund der Exile-Klausel leider nur einmal.

Mindslaver
Mit der ganzen Artefakt-Verwertung, die sich schon von Anfang an im Deck befindet, kann man Mind Slaver mehr als nur einmal aktivieren. Ich übernehme allerdings nicht die Verantwortung für etwaige zerbrochene Freundschaften…

Scarecrone
Feldon of the Third Path Numero Due. Was lässt sich alles zurückholen? Wurmcoil Engine, Duplicant, Solemn Simulacrum, Pentavus,…

Weitere Combo-pieces: Krark-Clan Ironworks, Metalworker, Staff of Domination
Noch mehr good stuff: Kuldotha Forgemaster, Staff of Nin, Sculpting Steel, Myr Matrix, Myr Turbine

Das sollte erstmal reichen, um eure eigene Ideenschmiede anzufeuern. Im Folgenden findet ihr eine Liste an Veränderungen, die ich am Deck vorgenommen habe. Dabei habe ich allerdings nur Karten verwendet, die sich bereits in meinem Besitz befinden. Bei den Karten, die ich hinzugefügt habe, stehen auch gleich die MKM-Preise (grob vom jeweils ersten deutschen Anbieter, dt/engl, Near Mint, Stand 25.11.) dabei, damit ihr einen kleinen Überblick bzgl. des Budgets habt. Wie ihr sehen werdet, habe ich auch keine „Swords of X and Y“ im Deck. Einerseits, weil ich nicht sicher bin, welches zum Deckplan passen würde und andererseits, um das ganze erschwinglicher zu halten.

Raus:
3 Mountain: Die vorkonstruierten Decks bringen wie gewohnt ein paar Länder zuviel mit sich. Ich nehme insgesamt vier raus, füge eines hinzu und bin damit immer noch bei 39 Stück.
Dormant Volcano: Die „Karoos“ aus Ravnica 1.0 sind echt super, jedoch musste man bei den ganz alten ein ungetapptes Land auf die Hand nehmen… unangenehm :(
Bottle Gnomes: Die Gnome wären besser, wenn der Lifegain beim Sterben triggern würde.
Dreamstone Hedron: Der Ramp kommt mir etwas zu spät und card draw haben wir dank Daretti genug.
Warmonger Hellkite: Die aktivierte Fähigkeit dieses Drachens gefällt mir und kann in so mancher Kampfphase für zusätzliche Verhandlungen unter den Spielern sorgen. Ich halte unser Deck aber eher für zurückhaltend und würde gerne selber entscheiden, wann meine Kreaturen angreifen.
Word of Seizing: Eine ziemlich flexible Karte, die uns jedoch zwingt, fünf Mana offen zu halten. Ich tappe lieber in meinem Zug für fette Artefakte und Drachen aus.
Wayfarer’s Bauble: Mycosynth Wellspring finde ich hier besser und Ramp hat das Deck wirklich mehr als genug.
Fire Diamond: Siehe Bauble.
Bitter Feud: Sicherlich eine interessante Karte, erfahrungsgemäß gibt es in Commander-Spielen aber schon mehr als genug Fehden.

Rein:
Scuttling Doom Engine 1,20 €: Mit Bosh, Iron Golem sind das 12 Schaden 😉
Tormod’s Crypt 0,03 €: Etwas Flexibilität, da wir Bojuka Bog nicht spielen dürfen.
Ratchet Bomb 0,20 €: In Anbetracht der Tatsache, dass es ein neues Token-Deck gibt, nur eine logische Konsequenz.
Skullclamp 0,90 €: Wollen wir für diese Ausrüstung ein paar 1/1er mehr, können wir auch noch einen Siege-Gang Commander ins Team aufnehmen. Bis dahin tun’s auch diverse Tokens, Junk Diver oder Myr Retriever.
Duplicant 2,50 €: Schickt etwas ins Exil, kann mit Bosh sechs Schaden schießen und dann zurückgeholt werden!
Valakut, the Molten Pinnacle 1,39 €: Bei 26 Gebirgen ein must-have!
Hellkite Tyrant 0,95 €: Noch Fragen?
Triskelion 0,15 €: Triskelion ist zwar nicht sehr effizient in dem was es tut, kann in diesem Deck aber aus dem Friedhof geholt, kopiert oder auch von Bosh ge-Fling’ed werden.
Hoarding Dragon 0,09 €: Kein Diabolic Tutor, aber dennoch eine spaßige Karte.
Encroaching Wastes 0,02 €: Strip Mine ist strictly better, davon habe ich aber keine rumliegen =)
Silent Arbiter 0,28 €: Wie schon gesagt sind wir ein eher langsames Deck, Silent Arbiter kauft uns also einiges an Zeit.

Summe: 7,71 € ! Das nur nebenbei: es lässt sich also mit wenig Geld schon einiges am Deck verändern. Natürlich könnt ihr’s auch übertreiben und Grim Lavamancer und 10 Fetchlands spielen (…) 😉

Hier also meine aktuelle Liste, mit den oben genannten Veränderungen und eingeteilt in schöne Kategorien:


Who’s who?

Was ich an den neuen Commander Decks auch cool finde: sie werden damit beworben, dass ihr euch eines Planeswalkers oder einer legendäre Kreatur als Kommandeur bedient. Was ist daran besonders? Richtig, die vorherigen zwei Commander Produkte hatten immer drei verschiedene Commander zur Auswahl. Zugegeben, es sind auch diesmal mehrere legendäre Kreaturen enthalten, der Fokus ist jedoch eindeutig nur auf zwei verschiedene Strategien ausgelegt. Klar lieferte das bisher mehr Möglichkeiten, das Deck auszubauen, wie z.B. bei Mind Seize: Draw-punishment mit Nekusar, the Mindrazer, Mill/Spells mit Jeleva, Nephalia’s Scourge oder Board Control mit Thraximundar. Das mono-rote Deck (und alle anderen) ist nun aber weniger chaotisch, dadurch, dass es entweder mit Daretti, Scrap Savant oder Feldon of the Third Path gespielt werden sollte.

Neben Daretti gibt es noch den bereits oft erwähnten Bosh, Iron Golem. Wollt ihr um ihn herum ein Deck bauen, schaut euch am besten diesen Artikel von Mike Cannon auf dem Mothership an. Teure Artefakte und viel Mana dienen Bosh am besten.

Feldon of the Third Path spielt sich am besten mit Kreaturen, die „enters the battlefield“-Effekte besitzen (wer hätt’s gedacht!?). Davon sind einige bereits im Deck, am besten wäre es aber, solch eine Liste nochmal von Grund auf neu zu basteln. Dabei ist das Artefakt-Thema nämlich nicht mehr so wichtig. Das überlasse ich jetzt aber eurer Fantasie! Ich hoffe euch hat mein Liebesbrief an das Commander-Format gefallen und wünsche euch viel Spaß bei euren Mehrspieler-Runden!

Savage-Knuckleblade-MtG-Artwork

It’s Evolution

Hello again, liebe Constructed-Freunde!

Vor rund zwei Wochen fand das FNM Double Feature statt, von dem ich bereits teilweise berichtet habe. Heute folgt ein Resümee zu meinem Standard Deck und ich erkläre, wie ich es im Angesicht des aktuellen Metagames entwickelt habe. Standard ist und bleibt mein Lieblingsformat, weshalb ich auch froh bin, dass ich an den letzten beiden FNMs und dem Game Day Khans of Tarkir teilnehmen konnte. Etwas detaillierter kann ich nur über die Matches am Game Day berichten, da ich mir keine Notizen gemacht habe und die Erinnerung an den Game Day noch am frischesten ist. Daher werde ich zu den zwei FNMs davor eher auf die gespielten Match-Ups eingehen. Falls ich bei den Match-Berichten irgendwelche Tatsachen verdrehe, bitte melden!

Das Standard-Turnier des Double Features am 3.10.2014

Ich habe ja im Vorfeld schon einige Brews vorgestellt und mich dann ziemlich eindeutig für GR Monsters entschieden. Das hatte mehrere Gründe:

  • DRACHEN!! okok, ich meinte natürlich ernsthafte Gründe:
  • Stabile Manabasis: Da GR Monsters im Gegensatz zu vielen aktuellen Kreationen nur zwei Farben beinhaltet, und wir in Wooded Foothills sogar ein on-colour Fetchland nutzen können, wäre eine noch bessere Manabasis nur in einfarbigen Decks möglich.
  • Solides early game: Sylvan Caryatid und Courser of Kruphix helfen uns, gegen Aggro zu stabilisieren. Außerdem dienen Elvish Mystic und Caryatid zum Beschleunigen von 1 auf 3 bzw. von 2 auf 4 Mana.
  • Hohe Dichte an Bedrohungen: Lässt man die Mana-Beschleuniger außer Acht, hält man mit GR Monsters ein Deck in den Händen, bei dem jeder nicht-Land Top-Deck unser Gegenüber weiter in Bedrängung bringt. Zwischen verschiedensten Planeswalkern und hastigen Drachen greifen wir den Gegner darüber hinaus aus unterschiedlichen Richtungen an.

Das Deck:

Ich war fast zufrieden mit der Liste, die ich vor ein paar Wochen vorgestellt habe. Boon Satyr hat mich jedoch nicht beeindruckt. Was gefehlt hat, war eine Kreatur, die weniger als 3 Mana kostet und den Gegner unter Druck setzt, falls ich mal keine Mana-Beschleuniger parat habe, oder diese vom Gegner beseitigt werden. Heir of the Wilds war Rettung in letzter Sekunde! Er kann sorglos durch Caryatide und Courser preschen und macht sogar einen Schaden mehr, wenn wir einen Fattie liegen haben. Inzwischen gibt es Heir sogar als Promo! Perfekt! Das Sideboard ist bis auf eine Karte recht selbst erklärend. Barrage of Boulders ist meine Antwort auf Hornet Queen und ein Mittel, um gegen andere Midrange Decks einen Board-Stall zu lösen.

Die Match-Ups:

Runde 1: Adrian mit Esper Control 1-2
Monsters gegen Control. Ein Match-Up, das ich schon sehr oft genießen durfte. (ich weiß nicht einmal mehr, ob ich „genießen“ hier ironisch meine) Gegen Control gibt es eine Grundregel zu befolgen: nicht zuviel auf’s Board schmeißen. Spiele wie gegen Esper sind für mich ein Drahtseilakt zwischen genügend Druck ausüben und nicht in den Wrath reinspielen. Control ist zwar durch den Verlust von Sphinx’s Revelation und Supreme Verdict ziemlich abgeklatscht worden. Die Kombination aus Thoughtseize, Spot Removal, Countern und Wraths in Form von End Hostilities funktioniert aber noch immer. Gegen Midrange wirkt außerdem Ashiok, Nightmare Weaver wahre Wunder. Da ich weder Hero’s Downfall, noch Thoughtseize zur Hand habe, muss ich auf Ashiok einprügeln, um zu verhindern, dass dieser mir meine eigenen Courser of Kruphix oder Polukranos, World Eater in den Weg stellt. Das gibt dem Control-Spieler Zeit, mit meinen Bedrohungen fertig zu werden und über Dig Through Time die Kontrolle zu erlangen. Der Schlüssel zum Erfolg ist also, über möglichst eine einzelne Bedrohung früh Druck aufzubauen, diese(n) Kreatur/Planeswalker zu beschützen oder – bei plötzlichem Ableben meiner Bedrohung – sofort etwas nachzulegen.

Runde 2: Phil mit Gb Devotion 2-1
Für Midrange-Liebhaber wie mich ist Gx Devotion inzwischen ein bescheidenes Match-Up. Wenn der Devotion-Spieler den richtigen Mix aus Ramp und Fatties zieht, kann er schneller, größere Kreaturen als ich legen. Der kürzlich angezogene Hornet Queen – Hype tötet dann auch die letzte Hoffnung in mir, meinem Gegner jemals direkten Schaden zuzufügen. Polukranossi und Stormbreath Dagons sterben alle jämmerlich an einem Bienenstich. Sämtliche Devotion-Decks haben jedoch mit dem „wrong half of the deck“-Syndrom zu kämpfen. Ziehen Sie nichts außer ihrer 12 Beschleunigungs-Kreaturen, lache ich mir ins Fäustchen!

Runde 3: Franziska mit GB Midrange 2-0
Keine Devotion-Liste und auch sonst kein typisches Deck, jedoch muss ich mich auch hier beeilen, die gegnerischen Lebenspunkte zu reduzieren, bevor Garruk, Apex Predator oder Nissa, Worldwaker die Party sprengen.

Runde 4: Raimund mit Sultai Delve/Sidisi Whip 0-2
Ähnlich wie Gx Devotion ein kleines Angst-Match-Up für mich. Noch dazu beherrscht Raimund das Deck mit tödlicher Präzision. Die Mechanik Bestow lässt mich via Herald of Torment und Nighthowler alt aussehen. Die schlimmste Karte ist in diesem Deck für mich aber Whip of Erebos. Den Lifegain kann ich meist nicht racen während mich die wiederholbare Reanimation gepflegt aus-grindet. Kombiniert mit Brain Maggot für frühe Hand-Disruption und oft auch Hornet Queen für späteres Kopfzerbrechen, ist dieses Deck eine starke Wahl für ein Metagame voller Midrange Decks.

Zwischenstopp

Dieses FNM besaß leider zu wenig Aussagekraft, um bahnbrechende Veränderungen an meinem Deck vorzunehmen. Andererseits stand zwei Wochen darauf ein Standard-FNM UND ein Game Day an. Erfahrungsgemäß ist jeder scharf auf die Spielmatte des Game Days (Spoiler: ich bin wieder knapp vorbei geschrammt), weswegen ich mit einer höheren Dichte an Top-Decks und fein-säuberlich gebastelten Eigenkreationen rechne. Was sind also die „Decks to Beat“ nach der Pro Tour? Obwohl die Top 8 der Pro Tour Hawaii mit einem Control Deck, zwei Midrange Decks, drei Aggro Decks und einem Combo Deck (!) so divers wie noch nie war, gibt es Decks, auf die man auf jeden Fall vorbereitet sein muss:

  • Jeskai Fireworks: Ein Deck, das mit Seeker of the Way into Goblin Rabblemaster zuweilen sehr aggressiv ist, aber auch mal drei Runden lang mit Scry-Lands rum-durdeln kann. Um zu überleben, brauchen wir Antworten auf die frühen Kreaturen und einen Plan gegen den Burn im späteren Spielverlauf.
  • Abzan Midrange aka „Removal und Rhinos“: Thoughtseize kann man im aktuellen Format schlecht beantworten (außer durch Redundanz im eigenen Deck), für die ganzen Siege Rhinos und Planeswalker sollte man allerdings einen Plan haben.
  • UWx-Control, nein… UBx..? UB? Control hat sich nun – wie bei jeder Rotation – mental wieder gesammelt und taucht auf als… Blau-Schwarze Version! Klar, via Perilous Vault, Pearl Lake Ancient und Jace’s Ingenuity bzw. Dig Through Time im Endstep des Gegners zu spielen macht Spaß, aber ich halte dieses Deck aufgrund der fragwürdigen Balance von Spot Removal und Sweepern und aufgrund der Qualität seiner Sweeper (Vault und Aetherspouts) für eine Metagame-Choice für die Pro Tour. Kann aber auch sein, dass ich mich täusche und dieses Deck in Honolulu nicht nur over-performed hat.
  • Jeskai Ascendancy Combo: Was soll man dazu sagen? Nach langer, langer Zeit existiert ein Combo-Deck in Standard und platziert auch noch einen Spieler in die Pro Tour Top 8. Aufgrund der vielen Karten, die man während der Combo zieht, sollte es niemanden überraschen, dass auch Luis Scott-Vargas Ascendency gezockt hat. Hat der Gegner eine Möglichkeit, die Mana-Kreaturen abzustellen, scheint dieses Deck aber zu fizzeln. Dem Combo-Spieler Flood oder Screw für ihn und drei nachfolgende Generationen zu wünschen, funktioniert zwischendurch aber auch. (Just kidding)
    By the way: Top 8-Mitstreiter Lee Shi Tian versuchte mit einem originellen Decknamen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf gewisse, ernste Ereignisse zu ziehen, hier in aller Ausführlichkeit nachzulesen.
  • Goblin Rabblemaster im Allgemeinen: kein Deck, aber dennoch… Ob in Mono-Rot Sligh, Mardu Midrange, Temur Aggro oder Jeskai Fireworks, der hibbelige Goblin lauert im Moment überall, weshalb man generell darauf eingestellt sein sollte – billiges Removal oder effiziente Kreaturen, gepaart mit etwas Lifegain sind nur zwei der Möglichkeiten.

Pro Tour vorbei, T2 und Game Day stehen an, was tun!?

Eine gewisse Zeit lang dachte ich, ich müsste vernünftig sein und ein zweifarbiges Deck spielen… aber wisst ihr was? Drauf geschissen!

Savage Knuckleblade - MtG Artwork

Statt langweilige Änderungen an meiner GR-Liste durchzuführen, fing ich an, Savage Knuckleblade zu testen. Bei den Star City Games Turnieren am Anfang der Saison und den TCG Player Turnieren danach waren bereits einige Temur-Listen am Start. Allgemein anerkannte starke Karten, die aber bisher nicht ausreichend Feature-Match-Licht genießen konnten, sind besagter Yeti/Oger (?), Temur Charm und Stubborn Denial. Die Shell habe ich bereits zur Hand, wie könnte also ein Temur Deck aussehen? Grundsätzlich sehe ich zwei Möglichkeiten: ein Midrange-Ansatz à la GR Monsters oder ein Tempo-Ansatz à la Jeff Hoogland. Aufgrund von Hooglands soliden Brews und den regelmäßigen Satire-Artikeln war ich von The Meadery in letzter Zeit übrigens sehr begeistert. Temur-Tempo war mir dann aber für einen Deckwechsel kurz vor knapp doch etwas zu risky. Dabei stößt mir vor allem die Mana-Base sauer auf. 10 Pain lands und 4 Fetch Lands stellen ein Risiko dar, das man auf sich nehmen wollen muss. Für das FNM am 17.10.2014 packe ich daher folgende 75 Karten ein:

Das Standard FNM am 17.10.2014

Runde 1: Bertil mit Rabble Red 0-2
Zwei recht lineare Spiele, bei denen ich immer hinten dran bin und Rabble nicht abstellen kann. Um gegen Aggro gut da zu stehen, brauche ich für gewöhnlich Turn 1 Elvish Mystic und Turn 2 einen Blocker, wie z.B. Sylvan Caryatid oder Courser of Kruphix. Ist aber der Sligh-Spieler on the play und legt im zweiten Zug auch noch zwei One-Drops, bringt er mich schwer in Bedrängnis.
Tournament Record 0-1

Runde 2: Dominik mit WB Aggro 2-0
Hierbei handelte es sich um eine WB Aggro Heroic Liste mit Ordeal of Erebos,  um dem Gegner die Luft zu nehmen. Dank Schnappatmung kann ich jedoch zweimal überleben und mit meinen Hydren und Drachen zurückschlagen. Generell gilt auch hier, früh die Defensive aufzubauen. Zusätzlich sollte ich tunlichst mein Mana nutzen, möglichst viele Karten auszuspielen, um sie vor dem Discard zu retten.
Tournament Record 1-1

Runde 3: Henry mit Jeskai Fireworks 2-1
Im ersten Spiel werde ich klassich ausgebrannt, in den anderen beiden Games kann ich aber zuviele Threats legen und hole mir das 2-1. Mantis Rider ist ein riesiger Mittelfinger für alle Midrange Decks ohne Arbor Colossus. Daher muss Stormbreath Dragon ab und an auch mal Zuhause bleiben, wenn ich ihn gegen Jeskai ausspiele. Auch wenn Jeskai ein aggressives Deck ist, muss man hier jedes Zeitfenster nutzen, die gegnerischen Lebenspunkte zu reduzieren. Alternativ zieht der Gegner keine Draw-spells wie Dig Through Time und man muss „nur“ noch eine Materialschlacht gewinnen, bei dem nur einer der beiden Spieler über Brennzauber verfügt. Mit Stubborn Denial im Maindeck kann man als Monster-Beschwörer aber beruhigt ein oder zwei Threats legen und darauf warten, dass der Gegner zuerst zuckt und z.B. für Sarkhan, the Dragonspeaker austappt. Als jemand, dessen liebste Phase des Zugs die Kampfphase ist, weiß auch ich nun endlich Counterspells zu schätzen!

Runde 4: Andreas mit Jeskai Ensoul 0-2
Es endet, wie es begonnen hat. In zwei schnellen Games habe ich Mantis Rider und einige Goblin Rabblemaster vor der Nase, die ich erneut nicht abstellen kann. Es gilt dasselbe, wie vorhin schon über Rabblemaster verkündet: beantworten oder es tötet euch.
Tournament Record 2-2.

Der Game Day

Nach dem erneut mittelmäßigen 2-2 Ergebnis fällt mir auf, was ich beim Deckbau falsch gemacht habe. Die Manakurve der Kreaturen ist passend, jedoch fehlt mir bei den Spells die frühe Interaktion, um gegnerische Rabblemaster oder Mantis Rider zu töten. In Anbetracht der Tatsache, dass ich gerade gegen vier Aggro-Decks antreten musste, eine angebrachte Erkenntnis. Ein paar Anpassungen später bin ich mit folgendem Deck so zufrieden, wie lange nicht mehr:

Nochmal zwei Worte zum Deck… ok, drei…

Meine Temur Monsters-Kreation spielt sich zum Teil wie GR Monsters mit Splash für Savage Knuckleblade und Stubborn Denial (plus einige Karten aus dem Sideboard). Man kann entweder Threat nach Threat legen und den Gegner einfach überrennen (falls man kein End Hostilities fürchten muss), ODER einen einzelnen Threat legen, diesen beschützen und zum Sieg reiten. Der Klan-Charm musste leider für die billigeren Lightning Strikes weichen, die auch dann etwas ausrichten können, wenn ich zeitweise keine Kreaturen rumliegen habe.

Die Game-Day Matches

Runde 1: Raimund mit Sultai Delve / Sidisi Whip 2-1
Ein bekanntes Gesicht! Glücklicherweise ist mein Match-Up mit Temur gegen das Friedhofs-Deck besser als mit GR Monsters. Knuckleblade sorgt für noch mehr Druck und Stubborn Denial kann lästige Karten wie die Whip of Erebos, Removal (Murderous Cut und Sultai Charm) oder auch die Enabler Commune with the Gods oder Kruphix’s Insight countern.
Das erste Spiel geht hin und her, bis ich schließlich das bessere Board habe und die letzten paar Schadenspunkte durchdrücken kann. Im zweiten Spiel habe ich zunächst die Oberhand, jedoch kann eine mit Herald of Torment verzauberte Sidisi, Brood Tyrant und ein Vanilla 6/6 Nighthowler das Spiel für meinen Gegner entscheiden. Im dritten Spiel kann ich mich voll ausleben, da die gefährlichste gegnerische Karte nur eine Brain Maggot ist. Diese hat einen Stormbreath Dragon geklaut, den ich aber später aufgrund erschlagender Boardpräsenz wieder bekomme. Mit der Hand voller Fatties ist das Spiel kurz danach vorbei.
Tournament Record 1-0.

Runde 2: Manuel mit Rabble Red (inkl. Howl of the Horde!) 2-0
Und wieder ein Aggro-Deck! Darauf bin ich vorbereitet, yay! In Spiel 1 bin ich unter 10 Leben, als ich mich fangen kann, gegnerische Kreaturen erledige und zurückschlage. Im zweiten Spiel verfüge ich über zwei Courser of Kruphix, was zugegebenermaßen gegen ein rotes Deck, wie in diesem Fall, etwas eklig ist. Schlechte Draws seinerseits helfen da nicht weiter. Ich töte seinen einsamen Monastery Swiftspear und er zeigt mir einen Trumpet Blast und ein Howl of the Horde auf seiner Hand, die mir zum Glück nicht das Gesicht einschlagen konnten.
Tournament Record 2-0

Runde 3: Adrian mit Esper Control 0-2
Am Anfang des Turniers habe ich noch überlegt, in welcher Runde ich denn oft das erste Mal verliere. Offensichtlich ist es die dritte. Game 1 muss ich Mulligan auf 4 nehmen. Ein bis zwei meiner Kreaturen stehen schließlich Ashiok und Elspeth gegenüber und ich schiebe zusammen, wohl wissend, dass ich noch zwei Runden innerhalb des Zeitlimits gewinnen muss. Im zweiten Spiel bringe ich Adrian auf 4 Lebenspunkte… bin dabei aber zu gierig. Ich pumpe Savage Knuckleblade anstatt das Mana für den lebensrettenden Bounce offen zu halten. In Anbetracht der Tatsache, dass meine Hand zu diesem Zeitpunkt aus Ländern und Mana-Kreaturen bestand, eine bescheuerte Entscheidung. Das Hero’s Downfall folgt im Zug darauf. Ein klassischer Spielfehler, der mich das gesamte Match kostet. Danach ziehe ich einige Runden lang nur Länder nach.
Tournament Record 2-1

Runde 4: Andi mit UB Control 2-0
Das erste Spiel gleicht einem Ressourcen-Austausch, wie er im Buche steht (nur in welchen Büchern?). Ich lege Kreatur nach Kreatur, die er zunächst einzeln töten kann. Durch meinen Ramp, meine soliden Top-Decks und gezielte Stubborn Denials behalte ich aber die Oberhand. Als ich in einer Runde einen Polukranos lege (den er neutralisiert) und einen Stormbreath Dragon hinterher schmeiße, hat er keine Antworten mehr und ich bringe es zu Ende. Im zweiten Spiel erlangt er nach einiger Zeit die Kontrolle und ich muss von gewöhnlichen Top Decks leben. Währenddessen kann ich dafür ein Jace’s Ingenuity und ein Dig Through Time countern. Als ich endlich ein Knuckleblade auf dem Feld habe und noch einen Drachen hinterherspielen kann, wird es spannend. Der Angriff wäre tödlich, er will daher eine Kreatur mit Hero’s Downfall erledigen. Ich kontere mit Denial. Mit seinen letzten zwei offenen Ländern spielt er ein Negate. Das zweite Denial auf meiner Hand gewinnt das Spiel und das Match!
Tournament Record 3-1

Runde 5: Thomas mit WB Aggro 2-1
Ein geübter Spieler, es handelt sich jedoch um sein erstes Standard Deck… und was für eins! Eine weiß-schwarze aggro-Hülle mit Soldier of the Pantheon, Thoughtseize, Athreos, God of Passage , Herald of Torment, einigen Kriegern und Brimaz, King of Oreskos. An das erste Spiel kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern, außer, dass es danach 1-0 für mich stand. Im zweiten Spiel baut Thomas ein riesiges Board auf, das aus knapp 10 Kreaturen, darunter auch ein aktiver Athreos und ein Brimaz, der mit einem Herald of Torment verzaubert ist. Den Brimaz kann ich zwar ein paar Runden lang mit einem Stormbreath Dragon aufhalten, jedoch bin ich schon auf nur 6 Leben und es reichen ein paar Angriffe mit dem gesamten Team für den Ausgleich. Das dritte Spiel war eher eindeutig. Im dritten Zug setze ich seinen drei One-Drops einen Polukranos vor’s Gesicht. Er kann ihn nicht abstellen, woraufhin ich Polukranos monströs werden lasse, zwei seiner Kreaturen töte und für 7 angreife. Eine Runde darauf folgt ein Sarkhan, the Dragonspeaker. Beide verlassen das Board nicht mehr und das Tag-Team fährt mir schließlich das 4-1 und nach den Tie Breakern den dritten Platz ein. Glückwunsch an Phil für seinen 5-0 Sieg und die verdiente Spielmatte!

An dieser Stelle auch ein Dankeschön an Bertil’s Spielwiese für einen wiederholt reibungslosen Ablauf des Game Days (und für den Cappuccino)!

Fin

Wie der Grand Prix Las Vegas am Wochenende gezeigt hat, bin ich nicht das einzige Temur Klan-Mitglied. Brian Kibler machte Top 16 mit dieser Liste. Diese gleicht aber eher einem Tempo-Ansatz á la Hoogland. Viele Länder, die ungetappt ins Spiel kommen und die Synergie aus Boon Satyr und Temur Charm (Mana offen lassen, gegnerische Sprüche neutralisieren oder Satyr legen -> Value) bestätigen, dass Kibler dem Midrange-Ansatz nicht so verfallen ist, wie ich. Bei nur vier Kreaturen mit der Fähigkeit Aufblitzen halte ich diese Spielweise aber für fragwürdig. Eine schnelle Suche ergibt, dass Satyr wohl leider auch die beste Karte für diesen Slot ist. Ich bleibe erst mal bei meinem „Homebrew“.

Puh, geschafft. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch ein oder zwei Decklisten diskutieren, die Standard eventuell noch aufmischen könnten. Nach dieser Wall of Text spare ich mir aber in diesem Fall die Worte und den kompetitiven Vorsprung noch auf 😉 Danke für’s Lesen und bis zum nächsten Mal!

953_futuresight

Modifying Modern

Hallo liebe Leser und willkommen zu meinem ersten Eintrag, der sich nur um Modern dreht!

Nachdem ich letzte Woche  mit vier verschiedenen Homebrews und einem Limited Turnierbericht meinem Nicknamen nicht gerade gerecht geworden bin, folgt am heutigen Tag eine relativ generische Modern-Liste. Die Idee für diesen Artikel besteht bereits seit gut einem Monat, da ich im August mein Glück auf dem Pro Tour Qualifier/World Magic Cup Qualifier-Wochenende in Hanau versucht habe und kurz darauf in Bertil’s Spielwiese auch noch ein Grand Prix Trial im Format Modern veranstaltet wurde. Das hier soll aber kein Turnierbericht werden, sondern eine Vorstellung des Decks, das ich nun seit über einem Jahr spiele, wann immer ein Modern Turnier in erreichbarer Nähe ist. Gegen Ende schaue ich mir außerdem ein paar Karten aus Khans of Tarkir und ihre Spielbarkeit in Modern an. Los gehts :)

Was ich in Magic besonders genieße, sind Midrange Decks und Kreaturen mit zusätzlichem Value. Da diese beiden Aspekte auch in Kombination noch kein Top Tier im non-rotating Format unserer Wahl ausmachen, wie wäre es mit ein bisschen Combo-Backup? 😉

Das Deck

Wie ihr seht, handelt es sich um die gute, alte Melira Pod Liste, die sich nicht mit der Archangel of Thune/Spike Feeder Combo aufhält, sondern ihre ursprüngliche Endlos-Kombo verfolgt. Neben dem logischen Austausch von Misty Rainforest für Windswept Heath sollte ich die Auswahl einiger einzelnen Karten vermutlich etwas näher erklären. Das Main-Deck habe ich unverändert (bis auf die Windswept Heath) bei dem PTQ in Hanau vor nun fast zwei Monaten pilotiert. Für den GPT ein paar Wochenenden später habe ich kleinere Änderungen am Sideboard  vorgenommen, hauptsächlich, weil ich mit viel Burn/Red Deck Wins gerechnet habe. Nach meinem niederschmetternden 1-7-1 Ergebnis auf dem PTQ (ja, ich habs bis zum Ende durchgezogen!), sind die nachfolgenden Erklärungen eher vor dem Hintergrund des GPTs zu sehen. Ergebnis war in diesem Fall 2-2. Gewonnen habe ich das Mirror Match und gegen Amulet Combo, unterlegen bin ich im Spiel gegen WG Hatebears und das besagte Burn.

Die Card Choices

  • Sin Collector im Main Deck: erst kürzlich hinzugefügt, wofür Linvala, Keeper of Silence ins Sideboard weichen musste. In meinem Modern-Meta spielt im Moment niemand Jund oder Splinter Twin, wofür sich die Linvala unter anderem lohnen würde. Dass dann aber außer mir noch zwei andere Melira Pod Decks antanzten, war natürlich etwas unpassend (für mich). Sin Collector findet gegen viele Decks ein Ziel und lässt sich auch leicht via Birthing Pod (durch Opferung einer Voice of Resurgence oder Wall of Roots) oder Chord of Calling finden. Sünden können eingesammelt werden von Burn, Control, BGx Decks, Storm, Living End, Ad Nauseam, UR Delver,… you get the idea.
  • Phyrexian Metamorph im Main Deck: Wird in vielen Listen rausgenommen für Linvala oder Restoration Angel, überzeugt mich aber immer wieder. Er ist nicht mehr so stark wie vor Änderung der Legendenregel, jedoch ist er oft die beste Kreatur auf dem Feld, beziehungsweise zusätzlicher Value durch Kopieren eines „Kommt ins Spiel“-Effektes. Außerdem gibt es eine „versteckte Kombo“ mit Reveillark, einer Opfer-Engine und der „Stärke 2 oder weniger“-Kreatur eurer Wahl: liegt der 4/3 Vogel auf dem Feld, kopiert ihr ihn mit Metamorph. Nun solltet ihr einen Viscera Seer und Sin Collector/Eternal Witness/Murderous Redcap/Orzhov Pontiff/Voice of Resurgence auf dem Feld haben. Opfert die gewünschte Kreatur (wir nehmen die Murderous Redcap) für den Viscera Seer, bis sie endgültig im Friedhof landet. Opfert nun den Lerchen-Metamorph und ihr dürft zwei Kreaturen mit Stärke 2 oder weniger aus dem Friedhof ins Spiel zurück bringen. Wir wählen die Murderous Redcap und den Metamorph selber. Die Redcap tut ihre Pflicht und schießt dem Gegner zwei Schaden, der Metamorph kopiert die Wecklerche. Repeat ad infinitum. This kills the opponent.
  • Restoration Angel im Main Deck: Vor langer Zeit einmal von Sam Pardee in Betracht gezogen, aber wegen Überfüllung des 4er Slots und allgemeinen Mangels an Überzeugung des Mehrwerts mehrmals zurückgewiesen. Vielleicht etwas redundant, wenn man an Metamorph denkt, aber Restoration Angel ist oft ein zweiter „Kommt ins Spiel“-Effekt einer Kreatur auf eurer Seite. Zugegebenermaßen sollte man nie Karten übermäßig preisen, deren Stärke von anderen Karten abhängig ist. Restoration Angel hat seine Qualität jedoch schon mehrere Jahre unter Beweis gestellt und ist außerdem eine fliegende Bedrohung für den Gegner, der ihn weder mit Abrupt Decay noch Lightning Bolt abstellen kann. Fein. Ein Mangel an Value-Kreaturen auf eurem Feld sollte übrigens kaum auftreten. Wenn doch, ist Resto auch gerne mal ein Überraschungs-Blocker und danach eine respektable Clock. Tick Tack.
  • Kor Firewalker im Sideboard: Hab mit Burn Decks gerechnet. Bin von Burn Deck verprügelt worden, ohne die Karte zu ziehen. 10/10 would sideboard in again.

Blick in die Zukunft

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Art by Dan Scott

Die passenden Fetchlands haben wir bereits im Maindeck bestaunen können, aber was bringt uns Khans of Tarkir an frischen, nicht-Land Karten? Und müssen wir irgendetwas fürchten, was seinen Weg von KTK ins Modern Format schafft? Da ein Großteil der Magic-Community im Moment das neue, bunte Standard Format feiert und ich bei meinen Recherchen auch nicht allzu viele Anregungen gefunden habe, sind meine Gedanken zu den neuen Karten im Folgenden natürlich mit Vorsicht zu genießen.
KTK kann die goldenen Karten aufgrund der Manakosten ziemlich pushen. Passenderweise gibt es einen Klan mit denselben Farben wie Melira Pod, jedoch ist meiner Meinung nach nur eine Karte dabei, die sofort in den 75 Slots des Melira Decks eine Heimat finden könnte:

Anafenza, the Foremost
Ah, Frischfleisch! Eine 3-Mana 4/4 Kreatur, die unsere Persist-Viecher zurücksetzt und gegnerische Pod-Decks hatet? Bittedanke! Fürs Main Deck find ich die Fähigkeiten insgesamt zu engstirnig, jedoch will ich sie im Sideboard auf jeden Fall ausprobieren.

Es gibt noch zwei weitere Abzan-Karten, die es dank ihres Powerlevels verdienen, im Kontext von Melira Pod zumindest einmal erwähnt und diskutiert zu werden:

Abzan Ascendancy
Kümmert sich um +1/+1 Marken? Check. Kümmert sich um sterbende Kreaturen? Check. Sofortiger Einfluss aufs Board? Check. Würde ich diese Karte im Maindeck spielen? Nein. Warum nicht!? Das schlagkräftigste Argument sind wohl die Manakosten: drei Mana muss man für die Verzauberung blechen. Ascendancy ist keineswegs überteuert, will aber so früh wie möglich gespielt werden. An diesem Punkt der Kurve wollen wir aber den Namensgeber des Decks, Birthing Pod, legen. Doof. Wie wäre es also mit der Verzauberung im Midgame, wenn wir eventuell schon ein bis zwei Persist-Kreaturen liegen haben? Wäre möglich, der Einfluss der Marken hält sich jedoch in Grenzen. Gavony Township macht den Job dann doch besser.
Insgesamt ist Abzan Ascendancy vielleicht einen Versuch Wert, wenn es gegen langsamere Decks mit viel Removal geht. Jund lässt grüßen. Bedenkt aber, dass ihr gerade einen ganzen Zug verschwendet habt, eine Verzauberung zu legen, deren Wert in jedem Spiel aufs neue ein unbekannter Faktor ist.

Abzan Charm
Hier tue ich mir mit der Einschätzung der Karte etwas leichter. Während alle drei Modi dieses Charms solide sind, sind sie im Deck nicht nötig:

  • Das Removal: alle wichtigen Kreaturen trifft auch Abrupt Decay für ein Mana weniger. Die „Exile“-Clause macht das leider auch nicht wett. Im Zweifelsfall hätten wir auch Anafenza aus dem Sideboard.
  • Der Card Draw: Echten Card-Draw haben wir zwar nicht im Deck. Die Fähigkeit, mit einer Kreatur und einem Pod mehrere, verschiedenartige Kreaturen aus der Bibliothek zu suchen, reicht uns aber völlig.
  • Der Combat Trick: Richtig angewendet, sicherlich Spiel-verändernd. Um Persist-Kreaturen zurückzusetzen, haben wir bereits Restoration Angel, Phyrexian Metamorph und Gavony Township.

Was bietet KTK sonst noch für Modern?

Jeskai Ascendancy
Einige von euch kennen die Karte und das dazugehörige Combo-Deck bereits. Allen anderen sei an diesem Punkt ein Artikel von Sam Pardee ans Herz gelegt, da ich den Aufbau und die Funktionsweise des Decks hier nicht diskutieren will. Fakt ist, dass dieses Deck (im Idealfall) in Standard im dritten und in Modern bereits im zweiten Zug gewinnen kann. Sam Pardee stand letzte Woche laut seinem Twitter-Account mit Jeskai Ascendency in Modern Daily Events 16-0. In Worten: Sechtzehn zu Null. Ob alle Gegner aus Verwirrung oder Frust angesichts der eher langwierigen Combo aufgegeben haben, ist nicht bekannt. Was wir wissen, ist, dass Wizards of the Coast (im Weiteren „WotC“) in der Vergangenheit das Modern-Format auf eine bestimmte Weise definiert hat. Dazu gehört auch die Eingrenzung oder zumindest scharfe Beobachtung von Combos, die vor dem vierten Zug gewinnen können. Zugegebenermaßen existiert bereits ein Deck, das dank Combo vor dem vierten Zug gewinnen kann (liebevoll „Griselcannon“ genannt); dieses ist aber nicht gerade stabil und die Chancen auf die perfekte Starthand sind auch eher gering. Sollte sich Ascendancy Combo als stabil genug erweisen, wird WotC auf jeden Fall ein Auge darauf werfen. Es beruht jedoch auf größtenteils fragilen Manakreaturen und einer Verzauberung, die von Abrupt Decay getroffen wird. Es könnte sein, dass wir im Moment nur dem Überraschungsfaktor verfallen und das Deck ganz schnell auf dem absteigenden Ast ist, wenn sich die Leute darauf vorbereiten. Andererseits gleichen 5-10 Minunten andauernde Combo-Züge mehr dem Spiel Solitaire als Magic: The Gathering. Demselben Umstand ist vor einiger Zeit auch das Eggs-Deck zum Opfer gefallen. Der nächste Grand Prix im Modern Format findet vom 14.-16. November in Madrid statt. Ich bin gespannt, ob wir davor oder danach einen Notfall-Ban seitens WotC sehen werden.

Treasure Cruise
In Legacy vor einer Woche der Durchbruch in UR Delver. Wird dem Format vermutlich auch nicht wieder den Rücken kehren. Neben Fetchlands und den gewohnt billigen Spells kann ganz Legacy den Friedhof schnell genug füllen, um aus dem Cruise ein Ancestral Recall zu machen. Übrige Cruises können auch bequem mit Brainstorm und Fetch weggemischt werden. UR Delver ist in Modern nicht ganz so stark. Gut möglich, dass sich das jetzt ändert. Als 2-3of könnte sich der Value Spell nicht nur in UR Delver wieder finden: Control (UWR, mit den Khanslaught-Fetchlands womöglich auch Esper) zieht gerne Karten und Combo (Scapeshift, Splinter Twin, Storm) sucht eifrig nach seinen Puzzleteilen.

Dig Through Time

Eine Alternative für die Control- und Combo Decks von Modern ist Dig Through Time. Den beiden Decks ist die Kartenselektion meist lieber als drei zufällige Karten von oben zu ziehen. In Standard haben einige Control Decks die außergewöhnliche Karte schon eingebaut. Das zweite blaue Mana sollte aufzubringen sein.

Monastery Swiftspear
Ebenfalls eine hoch gehandelte Karte und ebenfalls im vorhin genannten Legacy Delver gespielt worden. In diesem Deck oder auch in einfarbigem Burn kommt der Swiftspear am nähesten an Goblin Guide heran. Es ist ein bisschen harte Arbeit nötig, um die effiziente Karte zum Laufen zu bringen. Burn spielt außerdem eher im gegnerischen Endstep, daher halte ich den Hype für überzogen.

Sarkhan, the Dragonspeaker
Removal, wiederholter Schaden mit Evasion und… eine schwierig zu bewertende Ulti. Zwei von drei garantiert verwertbaren Fähigkeiten könnten schon reichen, um in UWR Control einen Cameo-Auftritt hinzulegen. Wahrscheinlicher ist aber, dass Sarkhan im Schatten von Keranos, God of Storms bleiben wird (Flavor Judge Ruling: Macht Sinn, Keranos ist viel größer). Der im Preis leicht (hust) gestiegene Gott bietet die nötige Unvermeidlichkeit im Lategame. Removal und Counter hat das Deck auch schon genug.

Utter End
Pseudo-Vindicate zeigt uns, was WotC inzwischen von bedingunslosem Removal hält. Für ein Mana mehr bekommen wir den Instant-Speed und dürfen keine Länder mehr killen. Ist es das wert? Keine Ahnung. Im Moment fallen mir an Decks mit den Farben Schwarz und Weiß nur Melira Pod, Esper Control und Junk ein. Für Junk und Melira Pod ist Utter End vermutlich zu teuer und wie Esper im Meta platziert ist, weiß keiner so genau. UWR ist mit seinen Lightning Bolts, Electrolyzes und Anger of the Gods schlussendlich im Vakuum die bessere Wahl.

Fazit:
Es sieht so aus, als ob Modern ein ganzes Stück blauer geworden ist! UWR war lange Zeit das einzige Tier1 Deck, das eine kontrollige Strategie anwendet. Mit den Khanslaught Fetchlands und zwei gewissen Draw-Spells wird sich das nun ändern. Als Fan von Kreaturen-Decks hoffe ich, dass die neuen Karten „nur“ frischen Wind bringen und nicht etwa das ganze Format von Innen und Außen in Blau anstreichen.

Das war’s für heute auch schon wieder. Ich hoffe ihr konntet einiges mitnehmen und wir sehen lesen uns bald wieder!

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Two-Colour Madness in Week One

WotC Wallpaper – Bear Punching

Hi Leute und herzlich willkommen zu meinem Blog „Seventy-five Slots“!

Wie ihr an der gähnenden Leere hier feststellen könnt, handelt es sich um den ersten Eintrag. Erlaubt mir daher, mich kurz vorzustellen.
Hinter meinem Nick „Netdeck Nico“ verbirgt sich der Name Nicolas. Ersten Kontakt mit Magic: The Gathering hatte ich bereits im Jahr 2003, als ich noch die Schulbank drückte. Um es etwas genauer auszudrücken, meine ersten Karten stammten aus der Hand eines Freundes, danach aus einem Starterset des Hauptsets 8. Edition. Kurz darauf folgte die Erweiterung Mirrodin, die sich übermäßig stark mit den bis dahin mono-braunen Artefakten beschäftigte. Dem Begriff „Mono-braun“ trauerte ich übrigens nie nach, da ich den Wandel nicht bewusst miterlebt habe 😉
Man kann sich vorstellen, dass ich vor rund 11 Jahren ausschließlich Küchentisch-Magic gezockt habe. Friday Night Magic stellte zwar eine aufregende Option dar. So richtig erfolgreich war ich mit meinem rotweißen „Deck“ jedoch auch nicht. Die Vielzahl an Elfen aus dem Aufmarsch Block waren sowieso ein viel spaßigerer Decktyp für Spiele unter Freunden. Spulen wir also vor ins Jahr 2011. Innistrad steht mit seiner schaurig-schönen Fratze vor der Tür und aus irgendeinem Grund beende ich meine beinahe militante Magic-Pause, die seit dem Set Zeitspirale (Ende 2006) anhält. Es folgen drei aufregende, Constructed-lastige Jahre voller Red Deck Wins, Naya Pod, Junk Aristocrats, RG Monsters und Mono Black Devotion (okok, und weniger kompetitive Werwolf Decks zu Anfang, ich geb’s zu). FNM-Events im Standard Format und Prerelease-Veranstaltungen sind (bis heute) meine Favoriten. In den letzten Wochen und Monaten nahm ich aber auch regelmäßig an einer privaten Draft-Runde teil, was mich einige Lektionen über das Draften, die Beurteilung von Karten in einem gewissen Kontext und Limited-Gameplay gelehrt hat und sicher auch noch lehren wird.
Nichtsdestotrotz lege ich meinen Fokus nach wie vor auf Constructed Formate. Über das letzte Jahr lieb gewonnen habe ich die allseits beliebten Stars Modern und Commander. Letzteres sei hier vernachlässigt, der Blog heißt schließlich „Seventyfive Slots“ und nicht „Shuffle99“.

Obwohl ich aufgrund zwei Pro Tour Qualifiers (für Pro Tour Khans of Tarkir) und eines Grand Prix Trials einiges über das Format Modern sagen möchte, soll es heute um Standard gehen. Das erste Friday Night Magic-Turnier im brandneuen Format steht im Magic-Laden meines Vertrauens an und ich habe im Vorfeld einige Decklisten getestet. Am Wochenende fanden außerdem zwei Turniere des Veranstalters Starcity Games in den USA statt, bei denen viele neue Kreationen bestaunt werden konnten. Das soll unsere eigenen Schöpfungen aber nicht stören! Während alle die neuen, dreifarbigen Karten besabbern, will ich mich auf stabile Manabasen konzentrieren, die aus höchstens zwei Farben bestehen.
Es handelt sich übrigens nur um mögliche Ansätze, also nehmt, was ihr brauchen könnt, und ändert es nach Belieben ab. Falls vorhanden, sind die Sideboards natürlich ebenso experimentell. Was euch im jeweiligen Meta erwartet, ist vor allem jetzt schwer zu sagen.

Bw Aggro

Schwarz bietet mit Thoughtseize und Hero’s Downfall auch nach der Rotation zwei der stärksten Karten im Format. Dank des neuen Bloodsoaked Champion aus Khane von Tarkir müssen wir uns auch keine Gedanken mehr machen, ob acht One-drops in einem Aggro-Deck reichen. Wie das Wochenende gezeigt hat, wird Sorin 3.0 ebenfalls hoch gehandelt. Was liegt also näher, als einer profanen Mono Black Aggro-Liste einen Weiß-Splash zu verpassen?

Zusammen mit Thoughtseize verfügen wir über 14 Turn one plays. Gefolgt vom Neuzugang Mardu Skullhunter üben wir den nötigen Druck auf den Gegner aus. Spiteful Returned und der Herald of Torment sind flexible Karten, die auf zwei unterschiedlichen Punkten der Kurve gespielt werden können. Pain Seer soll uns Karten ziehen, wenn uns die Luft ausgeht. Aufgrund der relativ hohen Kurve wird er in diesem Deck jedoch etwas weniger glänzen. Der neue Sorin dient als Mädchen für alles. Wollt ihr ein Race gewinnen, pumpt er euer Team und euren Lebenspunktestand (bis zu eurem nächsten Zug, wohlgemerkt!). Braucht ihr noch eine Kreatur, um die letzten paar Schaden durchzudrücken, schenkt er euch einen Vampir.
Der Weiß-Splash kann sicherlich noch mehr ausgenutzt werden. Die Manabasis ausschließlich für zwei Kopien von Sorin derart zu verändern, macht natürlich wenig Sinn. Sideboard-Optionen hat die Farbe Weiß erfahrungsgemäß aber mehr als genug!

BR Control: „Dragons!“

Vor vielen Monden gab es auf der Pro Tour Theros mit dem „Demons and Dragons“ Deck einen interessanten Ansatz zwischen all dem Devotion-Gedöns. Dank dem neuen Stormbreath Dragon Sarkhan können wir den Verlust von Desecration Demon ausgleichen.

Was diesem Deck fehlt, ist leider das Premium-Removal für zwei Mana.Doom Blade und Dreadbore sind Geschichte, an die Bile Blight nicht rankommt. Wir müssen uns also anders behelfen. Voll auskosten können wir Anger of the Gods, da wir selber nur über vier Kreaturen verfügen, die den Anger auch noch überleben würden. Insgesamt handelt es sich bei diesem Deck um eine Zusammenstellung aus Removal, Card Draw, Disruption und Finishern. Die neuen Delve-Karten setze ich bewusst mit Vorsicht ein, da sie für ihre normalen Kosten eindeutig zu ineffizient sind. Fetchlands eilen hier allerdings etwas zur Hilfe. Die richtige Balance zwischen Thoughtseize und Despise muss je nach Meta gefunden werden. Ich bin allerdings der Ansicht, dass es sich um ein Kreaturen- und Planeswalkerlastiges Format handelt, in dem man für die Verwendung von Despise belohnt wird (mit zwei Leben pro Discard). Noch dazu müssen keine lästigen Sphinx’s Revelation aus der Hand des Gegners entfernt werden, sofern Control in den ersten Wochen überhaupt präsent ist.

BG Midrange: „The Rock“

Vermisst noch jemand Scavenging Ooze? Auch dieses Deck könnte ein bis zwei Doom Blades vertragen, jedoch wollte ich versuchen, drei der besten Standard-legalen Karten zu verkuppeln: Thoughtseize, Hero’s Downfall und Courser of Kruphix.

Reaper of the Wilds war schon immer eine mehr als solide Karte, hatte im 4-er Slot jedoch stets zuviel Konkurrenz. Ähnlich wie das RB Midrange Deck versucht The Rock den Gegner mit Disruption und Removal zum Stolpern zu bringen. Courser of Kruphix hilft beim Blocken, Überleben und der Card Selection. Wenn der Weg frei ist, machen Nissa, Worldwaker und Reaper of the Wilds kurzen Prozess. Rakshasa Deathdealer ist eine effiziente Karte aus der neuen Edition, jedoch bin ich nicht sicher, ob wir das Mana kontinuierlich für ihn übrig haben. Was in diesem Deck leider fehlt, ist die Synergie zwischen Courser und Fetchländern. Aufgrund der vielen Aggro Decks in den ersten Wochen eines neuen Standard Formats will ich allerdings keine Off-Colour Fetchies hinzufügen. Murderous Cut sollte zum richtigen Zeitpunkt auch ohne spielbar sein.

GR Monsters: Eine Renaissance

Im Sinne der stabilen Manabasen geht es weiter mit einem alten Bekannten. Nach der Evolution von GR über Jund bis zu (wenig gespielten) RGu-Varianten, kann dank des opulenten Mana-Fixings in Standard immer noch jede beliebige Variante gespielt werden. Ich habe mich mit der am wenigstens bunten Version auseinandergesetzt:

Bezüglich Fetchland-Courser-Synergie können wir hier aus dem Vollen schöpfen. Sechs Fetchländer bedeuten aber auch, dass wir zwischen Courser und Scry-Effekten ohne großen (Zeit)Aufwand die richtige Sequenzierung finden müssen. Neben der starken Manabasis bietet dieses Deck auch den gewohnten Ramp von einem auf drei oder von zwei auf vier Mana. In beiden Fällen solltet ihr im vierten Zug einen 5-Drop legen können.
Da Elvish Mystic als Beschleuniger recht anfällig ist, habe ich mich im zweier-Slot für Sylvan Caryatid über Rattleclaw Mystic entschieden. Zusammen mit Courser sind wir damit weniger anfällig gegen Rabblemaster-Decks. Boon Satyr war in dieser Liste einmal Fanatic of Xenagos. Auch wenn dessen Tribut-Modi relativ nah beieinander liegen (was eine Opponent’s Choice-Karte spielbarer macht), konnte er dennoch nicht ganz überzeugen. Ashcloud Phoenix ist mit seiner Evasion, dem built-in Überlebensmodus und dem Schadenseffekt beim Aufdecken sehr geeignet, gegnerische Elspeth, Sun’s Champions zu verkloppen. Jedoch sollte man gegen die weiße Planeswalkerin nicht alle fetten Monster aufs Feld legen. Stormbreath Dragon, Nissas Elementare und Polukranos (Polukrani? Polukranossi?) sterben gegen eine Elspeth immer noch denselben Tod.
Ich habe auch überlegt, Goblin Rabblemaster mit ins Deck aufzunehmen. Dieser braucht jedoch Unterstützung in Form eines Schwarms an kleinen Kreaturen oder stinknormales Removal, um Schaden durchzudrücken. Beides bringen wir in diesem Deck nicht auf. Die ersten ein bis drei Züge werden quasi immer dafür verwendet, ins Midgame zu kommen, anstatt anzugreifen. Sobald ein Polukranos o.ä. liegt, verfügt auch die Premium-Heiße Glut Crater’s Claws über mehr Power. Es dient als Antwort gegen Siege Rhino, gegnerische Drachen, oder auch als Finisher bei einem niedrigen Lebenspunktestand des Gegners.
Das Sideboard liefert Antworten gegen Götter (Unravel the Aether) , Control (Chandra, Pyromaster, Hammer of Purphoros), gegnerische Midrange-Decks (Nessian Wild Ravager, Bow of Nylea) und Aggro-decks (Magma Spray, Anger of the Gods).

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Ausflug in die Welt der gilden-farbigen Decks gefallen und freue mich über Kommentare und Anregungen! Viel Spaß im neuen Format und scheut euch nicht, zu Anfang ein paar verschiedene Decks auszuprobieren! :)